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M A R x MARX ZUBOLGE_E
Die unmögliche Revolution
[transcript]
Inhalt
Der Marxismus ist nicht zuende gekommen, wie aber macht er weiter? Jean-François Lyotard’
»Marx zufolge« - das wirft Probleme einer Lektüre nicht weniger auf als die eines Namens. Denn was könnte heute dazu veranlassen, Marx zu lesen? Mehr noch, welche Notwendigkeit oder auch nur welche Wahrscheinlichkeit könnte eine solche Lektüre herausfordern? Gibt es überhaupt einen Autor namens Marx, der einen in sich geschlossenen, kohärenten Text hinterlassen hätte? Hat man es nicht mit vielen Texten zu tun, die sich voneinander absetzen und überkreuzen, einander überlagern und unterbrechen, sich forcieren und dementieren? Besteht darin nicht die unruhige Hinterlassenschaft eines jeden Textes? Und wenn sich das kaum bezweifeln läßt: was kann es dann bedeuten, Marx zu lesen, ihm zu folgen, und zwar heute, hier und jetzt oder unter Bedingungen der »Globalisierung« und im Zeichen eines Bankrotts politischer, ökonomischer und militärischer Systeme, die sich auf Marx beriefen? Heißt dies nicht auch notwendig, ihm die Gefolgschaft zu verweigern - zumindest so, wie sich die Texte, die er nicht immer mit seinem Namen signierte, beständig unterbrechen und dementieren? Oder so, wie es nicht einen Autor mit Namen Marx gibt, sondern mehrere, die sich in diesen Namen teilen und wie in ein Streitgespräch miteinander verwickelt sind, das nicht aufzuhören scheint? Kein Zweifel, diese Texte haben Folgen gehabt, und nie ist eine Lektüre deshalb der Verantwortung ledig, ihre Differenz zu lesen.
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The end
You’ve reached the end of Marx zufolge.
