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Genealogie der Ethikpolitik

Sabine Könninger · 2016

116,991 words · about 8 h 12 min to read

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About this edition

Licence: CC BY-SA 4.0 · repository export licence (OAPEN) · Könninger, Sabine (2016), Genealogie der Ethikpolitik, open access publisher - licensed CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

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About this book

Author
Sabine Könninger
Language
German
Published
2016
Length
116,991 words · about 8 h 12 min
Sections
4 reader sections
Text
Digital text
Rights
CC BY-SA 4.0 · repository export licence (OAPEN)

 

Contents (4)
  1. Front matter about 1 min
  2. Inhalt about 4 min
  3. Vorwort about 2 min
  4. Einleitung about 8 h 5 min

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Front matter

Sabine Könninger als neue Regierungstechnologie Das Beispiel Frankreichs

[ transcript | ScienceStudies

Sabine Könninger Genealogie der Ethikpolitik

Inhalt

Vorwort | 11 nA PP © D —

Zur Entstehung der Untersuchung | 15

Von gouvernementalen Ethikregimen und vom magistere bioéthique | 16 Forschungsfragen | 19

Fallstudie und Untersuchungsmaterial | 22

Aufbau der Studie | 23

Untersuchungen zu Ethik, Biomedizin und Biotechnologie | 30 Untersuchungen zu Ethik und Nanotechnologie | 35

Zur kritischen Diskussion normativer Tendenzen in den Science and Technology Studies |39

ANALYTISCH-METHODISCHER RAHMEN: DAS KONZEPT DER GOUVERNEMENTALITAT UND DIE GENEALOGIE | 43

Die Gouvernementalitätsstudien | 43

1.1 Das Konzept der Gouvernementalitat | 45

1.2 Die Perspektive der Gouvernementalitat | 48

Der Abstieg: die genealogische Herangehensweise | 50

2.1 Problematisierungen als »struggle over meaning« | 51

2.2 Ethik als Frame | 53

Der Aufstieg: Ethik als neoliberale Gouvernementalitat? | 57

3.1 Vom governing at a distance und dem reflexive government |59 3.2 Die delegierte Biopolitik | 60

DIE SPRACHE DER ETHIK ALS ANTWORT AUF PROBLEMATISIERUNGEN MEDIZINISCHER AUTONOMIE |63

Das Ethikkomitee des Institut National de la Sante et de la Recherche

Médicale |64

1.1 Zur Entstehung des Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale: Vichy-Regime und nationales Hygieneinstitut | 65

1.2 Von Hygiene zu biomedizinischer Forschung | 81

1.3 Die Verwissenschaftlichung der Medizin | 82

1.4 Forschungspolitik in der Nachkriegszeit — moderne Technokratie | 84

1.5 Der Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale | 87

Wofiir war das Ethikkomitee des Institut National de la Santé et de la

Recherche Médicale die Lösung? | 87

2.1 Ethik als vertrauensbildende Maßnahme?

Von »Experimentieranstalten« und Medikamentenskandalen |90

2.2 Medizinische Ethik gegen Humanexperimente | 95

2.3 Die »moralische Bildung des Arztes« zum Schutz wissenschaftlicher Objektivität | 98

2.4 Medizinische Moral und Nation | 103

2.5 Medizinische Ethik und individuelles Gewissen | 105

2.6 Ethik als »shifted responsibilities« und als »management of living«? | 108

2.7 Mai 1968 und Medizinkritik | 111

2.8 Der Abtreibungskonflikt — Politische Selbstbestimmung versus Moral | 114

2.9 Ein Weniger an medizinischer Macht? | 118

DIE SPRACHE DER ETHIK ALS ANTWORT AUF PROBLEMATISIERUNGEN (GEN)WISSENSCHAFTLICHER AUTONOMIE | 123

Die Ethikkommission der Delegation Générale a la Recherche Scientifique

et Technique |123

Der internationale genwissenschaftliche Diskurs der 1970er Jahre —

Austausch in einem »exklusiven Club« | 127

2.1 Der Hintergrund der US-amerikanischen Kontroverse um Gentechnologie: Öffentliche Kontextualisierung wissenschaftlich-technologischer Entwicklungen | 127

2.2 Die new critical science movement: Wissenschaftliche Verantwortung als politische Perspektive? | 130

2.3 Die genwissenschaftliche Community und ihre Zwickmühle | 135

2.5 Ethik im Asilomar-Prozess | 142

Ethikkommission und Risikoabschätzung: Die Auswirkungen des Asilomar-

Prozesses in Frankreich | 150

3.1 Technokratiekritik und Wissenschaftsskepsis in der französischen Öffentlichkeit | 151

3.2 Die Konflikte um Atomenergie | 152

3.3 Die Kontroversen um Gentechnologie im Kontext des Asilomar-Prozesses | 159

DIE SPRACHE DER ETHIK ALS URSACHE FÜR PROBLEMATISIERUNGEN BIOLOGISCHER UND LEBENSWISSENSCHAFTLICHER AUTONOMIE | 169

Der Mouvement Universel de la Responsabilité Scientifique | 170

1.1 Die internationale Tagung »Biologie und die zukünftige Entwicklung des Menschen« | 173

1.2 Ein »Ort des Zusammenflusses«? | 175

1.3 »Moral and ethical aspects« — »partly emotional« | 176

1.4 Wissenschaftliche Verantwortung = Wohltaten und Risiken | 180

1.5 Mehr »shifted responsibilities« und weniger Moral | 181

1.6 »Responsibility to and for science«? | 183

Der Mouvement Universel de la Responsabilité Scientifique:

Lösung wofür? | 186

2.1 Technokratiekritik: »Die Wissenschaft de-moralisieren« | 188

22 Vertrauensverlust der Öffentlichkeit — eine »natural evolution«? | 190

Reflexion und Dialog als Antwort auf ethische Problematisierungen und zum

Schutz der Forschungsfreiheit | 195

3.1 Der Bericht »Lebenswissenschaften und Gesellschaft« | 195

3.2 Die Lebenswissenschaften und die Befreiung der Frau | 197

3.3 Die Lebenswissenschaften und ihre »humanitäre Rolle« | 198

3.4 Die Lebenswissenschaften und die »Gunst der Offentlichkeit« | 199

Vi

DIE SPRACHE DER ETHIK ALS ANTWORT AUF PROBLEMATISIERUNGEN LEBENSWISSENSCHAFTLICHER AUTONOMIE | 203

Die Forschungspolitik zu Beginn der 1980er Jahre —

»ein absolut anderer Esprit« | 204

1.1 »Der Weg aus der Krise« | 205

1.2 »Bewegung von unten: das nationale Kolloquium zu Forschung und Technologie | 206

1.3 Ethik - vom gesellschaftlichen Problem zur Aufgabe der Bürgerin und des Bürgers | 209

1.4 Das Verschwinden der wissenschaftskritischen Debatte | 212

1.5 Dialog und Innovation als Krisenlösung — eine Form des advanced liberal government? |214

Der Comité Consultatif National d’Ethique | 216

2.1 Aufgaben 1216

2.2 Zusammensetzung |217

2.3 Arbeitsweise | 218

2.4 Offentlichkeitsarbeit 1219

Wofür war der Comité Consultatif National d’Ethique die Lösung? 1220

3.1 Das erste Reagenzglasbaby — Eine Bedrohung der sozialen Ordnung? | 221

3.2 Ethik als Lösung für die »schwindelerregenden Fortschritte« | 227

Der Comité Consultatif National d’Ethique und sein Verständnis von

ethischen und nicht ethischen Themen | 229

4.1 Zur Aufteilung von facts und values |229

4.2 Von medizinischer Praxis und medizinischer Forschung — eine thematische Aufteilung | 235

Der Comité Consultatif National d’Ethique und die Bedeutung von

Ethik | 238

5.1 Die Moral der Ethik | 238

5.2 Definitionslose Ethik |240

5.3 Verantwortung für alle 1241

5.4 Das Referenzwissen für die »wirklichen Probleme« |242

5.5 Reversible Ethik | 243

5.6 Die Unabhängigkeit der Ethik | 244

5.7 Moralisierung oder Ethisierung? | 247

»Fragen ethischer Ordnung auf gesellschaftlichem Niveau« | 248

6.1 Die Journées annuelles d’éthique | 250

6 7

Ethik im Wandel? | 255 Zusammenfassung | 257

DIE SPRACHE DER ETHIK ALS ANTWORT AUF PROBLEMATISIERUNGEN NANOTECHNOLOGISCHER AUTONOMIE | 259

Das Problem mit der Definition | 260

Forschungspolitischer Hintergrund:

Die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts 1261

Der Nanotechnologiediskurs: Ethik und »The Coming Era of

Nanotechnology« | 263

3.1 Nano-boundary work: von unrealistischen Fiktionen und realistischen Entwicklungen |265

3.2 Die »standard story« über die Nanotechnologie | 267

Der Nanotechnologiediskurs in Frankreich: von Risiko-Problemen und

ethischen Implikationen | 268

4.1 »Nekrotechnologie« |271

4.2 Von »[E]thischen< Zierereien« | 273

4.3 »Ethics lags behind«? 1274

Die Nanoethik des nationalen Ethikkomitees | 277

5.1 »Training in ethics« | 277

5.2 Mehr Forschung und mehr Ethik! | 279

5.3 »Echte« ethische Ziele | 280

5.4 Die Bedeutung von Nanoethik — Alles gesund? | 281

Ethische Ausblicke | 283

VIII RESÜMEE | 287

ABKURZUNGEN | 295

Vorwort

Die vorliegende Studie ist eine tiberarbeitete Fassung meiner Dissertationsschrift, die im Januar 2015 von der Philosophischen Fakultat der Leibniz Universitat Hannover (LUH) angenommen wurde.

Ohne vielfältige Formen der Unterstützung kann das Erstellen und Publizieren einer wissenschaftlichen Arbeit kaum gelingen. Ich danke meiner Doktormutter Prof. Dr. Kathrin Braun für ihre Betreuung. Sie hat mir mit ihren fachlichen Anregungen, ihrer konstruktiven Kritik und ihren wertvollen Ratschlägen neue Denkräume eröffnet und es gleichzeitig geschafft, dass ich ein Licht am Ende des Tunnels sehe. Mein Promotionsvorhaben entstand aus einem Forschungsprojekt an der LUH unter ihrer Leitung. Es bot mir zu Beginn einen inspirierenden und fördernden Rahmen. Auch die fruchtbaren Diskussionen, das Auseinandernehmen von Gedankensträngen und das Querdenken im ehemaligen Doktorandinnen- und Doktorandenkolloquium »Transformation von Biopolitik und Körperverständnis« an der LUH haben mein Projekt auf seinen Weg gebracht. Angeleitet wurde es von Prof. Dr. Kathrin Braun und Prof. Dr. Barbara Duden. Bei ihnen wie auch bei Dr. Svea Luise Herrmann, Dr. Isabella Jordan, Dr. Helen Kohlen, Dr. Marion Schumann, Torben Klußmann und dem Berliner »Ableger< Dr. Susanne Schultz bedanke ich mich. Zudem gilt mein Dank Janine Doerry, Ralf Steckert, Stefan Warnken und Jana Otto aus dem historischen und sozialwissenschaftlichen, selbstorganisierten Kolloquium in Hannover für die bereichernden, kritischen Diskussionen und für die Solidarität. Elisabetta Romeo-Vareille und Dr. Bernard Schmid danke ich für die praktische Hilfe in Paris, die zum Gelingen meiner Forschungs- und Interviewreisen beigetragen hat. Ich danke Daniel Scherf, dessen Unterstützungen im Alltag und dessen linguistische Expertise für meine Arbeit sehr wichtig waren. Bedanken möchte ich mich herzlich bei Dr. Anke Neuber für die inhaltlichen Korrekturen und die Tipps sowie bei Jörg Meyer für den stilistischen Feinschliff. Monika Spitzer danke ich nicht allein dafür, dass sie die Dissertation in ihre layoutete Form brachte, sondern auch dafür, dass sie während der Höhen und Tiefen der Promotionsphase für mich da war. Auch meinen Eltern möchte ich herzlich danken. Ohne sie wäre diese Studie nie entstanden. Sie haben immer zu mir gehalten. Leider konnte ich mich nicht mehr gemeinsam mit meinem Vater über das Ende dieser Arbeit und die Veröffentlichung freuen. Allen, die mich in dieser Zeit begleitet haben, danke ich dafür, dass sie mir Mut zugesprochen haben, offene Ohren hatten, den Rücken frei gehalten und den selbigen immer wieder gestärkt haben.

Nicht zuletzt gilt mein Dank dem Ethik-Institut an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar, das diese Publikation finanziell durch einen Druckkostenzuschuss gefördert hat.

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