Front matter
Rebekka Sagelsdorff
Soziale Ungleichheit in der flexibilisierten Berufsbildung
Erweiterte Kompetenzanforderungen und milieuspezifische Passungsverhältnisse in Lehrbetriebsverbünden
Vorwort
Die vorliegende Dissertation entstand im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Forschungsprojekts „Lehrbetriebsverbünde in der Praxis. Eine multiple Fallstudie zum Funktionieren und den Anforderungen einer neuen Organisationsform der betrieblichen Lehre aus Sicht verschiedener Akteure“. In diesem Forschungsprojekt wurden Lehrbetriebsverbünde aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen methodischen und theoretischen Zugängen untersucht.' Im Fokus meiner Dissertation steht die Frage, inwiefern durch die erweiterten Kompetenzanforderungen der Verbundausbildung soziale Ungleichheit hergestellt wird.
Soziale Ungleichheit ist ein Thema, das mich bereits seit meiner frühen Studienzeit interessiert und beschäftigt. Die Dissertation bot mir die Gelegenheit, mich mit verschiedenen Aspekten dieses Themas vertieft auseinanderzusetzen, insbesondere mit der Rolle des Bildungssystems für die Reproduktion sozialer Ungleichheit sowie mit den sozial ungleichen Folgen der postfordistischen Reorganisation von Arbeit. Die berufliche Grundbildung wiederum ist ein Bildungsbereich, über den ich bis zum Projektbeginn kaum nachgedacht hatte und der mich in der Folge entsprechend umso mehr interessierte, da meine eigene Bildungsbiografie ganz „klassisch“ dem akademischen Pfad folgte.
Auf die Jahre im Forschungsprojekt und an der Pädagogischen Hochschule FHNW blicke ich gern zurück. Gleichzeitig hat mich die Dissertationsphase als junge Mutter sehr herausgefordert und des Öfteren an die Grenze meiner Belastbarkeit gebracht. Nur dank des großen Verständnisses und der Unterstützung durch die Projektleitenden, meine „Doktoreltern“ Regula Julia Leemann und Christian Imdorf, war es möglich, die beiden anspruchsvollen Rollen der Mutter und der Doktorandin zu vereinbaren. Ihnen gilt mein ganz besonderer Dank.
Auch bei Ueli Mäder bedanke ich mich herzlich dafür, dass er trotz seiner, damals noch bevorstehenden, Emeritierung die Rolle des Zweitbetreuers übernommen hat. Von seinen wertvollen und wegweisenden Inputs für die Dissertation konnte ich sehr profitieren.
Ohne die Offenheit und das Vertrauen der Interviewpartnerinnen und Interviewpartner wäre es nicht möglich gewesen, eine so reiche Fülle an Informationen zu erhalten. Mein großer Dank richtet sich darum an alle Interviewpartnerinnen und Interviewpartner und ganz besonders an die Lernenden,
1 SNF-Projekt 13DPD3_134855, Laufzeit: Juni 2011 bis November 2014; Leitung: Prof. Dr. Regula Julia Leemann, Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW), Basel, und Prof. Dr. Christian Imdorf, Seminar für Soziologie, Universität Basel. Link: www.bildungssoziologie.ch/lehrbetriebsverbuende.
die mir so tiefe Einblicke in ihr Leben gewährt haben. Auch den vier Lehrbetriebsverbünden, welche als Projektpartner das Entstehen dieser Dissertation ermöglicht haben, danke ich sehr.
Die vorliegende Dissertation wurde durch den Schweizerischer Nationalfonds und den Forschungsfonds der Universität Basel finanziert, wofür ich beiden Institutionen zu großem Dank verpflichtet bin. Da ich die finanzielle Verantwortung für meine Familie mittrage, wäre das Verfassen einer Dissertation ohne diese gesicherte finanzielle Unterstützung nicht möglich gewesen.
Auch bei meinen Mitdoktorierenden Nicolette Seiterle und Lorraine Birr, dem übrigen Projektteam sowie meinen Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen an der Pädagogischen Hochschule bedanke ich mich herzlich für die große Solidarität, die kritischen Rückmeldungen und die uneingeschränkte Unterstützung. Ein besonderer Dank geht an Andrea Lange-Vester, Christel Teiwes- Krüger und Petra Hild, welche mir wertvolle Hinweise für die habitushermeneutische Auswertung der Interviews gegeben haben.
Nicht zuletzt danke ich meiner Familie für die Unterstützung, den emotionalen Rückhalt und die unzähligen Male, in denen „notfallmäßig‘“ die Kinderbetreuung übernommen wurde. Ganz besonders danke ich meinem Mann dafür, dass er mir den Rücken freigehalten und mich nach Rückschlägen stets wieder aufgebaut hat. Ohne euch wäre diese Dissertation nicht möglich gewesen.
Rebekka Sagelsdorff Basel, im Juli 2018
Inhalt
VOIWOTE u.a isses ll Tabellenverzeichnis 4... 2.202.200 F »Einleitun2..:%..:.8:%4=00& 282 een 2.1 Berufsbildung in der Schweiz... 2.3 Politische Interventionen zur Behebung der 2.4 Das Verbundmodell als neue Form der beruflichen Grundbildung: 2er anne 2.5 Lehrbetriebsverbünde als Lösung für die Probleme der Berufsbildung? seran 822222
Teil I: Organisatorische Ebene
N
3.2.2 Chancen und Risiken der neuen Arbeitsorganisation .... 3.2.3 Soziale Ungleichheiten des postfordistischen
3.3 Transformation von Arbeit — Transformation der
3.4 Die diskursive Ebene des Wandels: Konventionen als 3.4.1 Die Soziologie der Konventionen... 3.4.2 Die Beschreibung der sieben Welten...
4:2 Fallauswahl 2... dee an 68 4.4 Datenauswertung: Inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalysen.::2. 2.222 OE ee 74 5 Lehrbetriebsverbünde: Flexibilisierte Berufsbildung im Postfordis MUS ninini ue e a a n a a men 79 5.1 Lehrbetriebsverbünde als dezentrale und flexible Form der Berüfslehre: neraet nn rasen gekannt 80 9.1. "Transportnet „ua... auenesaes 80 331.2 Spednetun. ans talenhsasnlssen AE 90 9.1447 Integrante eenei e E AURE neck 107
5.1.5 Lehrbetriebsverbünde als neue Form der beruflichen Grundbildung im Kontext der postfordistischen
5.2 Erweiterte Anforderungen an Flexibilität und Selbstörganisation:. a... een isn 122 5.2.1 Netzwerkstruktur erhöht Anforderungen an Flexibilität 2... aan 122 5.3.4 Die unterschiedliche Projektförmigkeit der
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