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FRANKLIN INSTITUTE LIBRARY
PHILADELPHIA, PA.
' c
Vorwort
Häufig schreibt der Autor sein „ Vorwort wenn er sein Manuscript vollendet vor sich sieht, und nun noch einmal einen Blick zurückwirft auf das Ergehniss seiner Mühe und Arbeit.
Wenn ich, abweichend hiervon, schon der ersten Lieferung des von mir bearbeiteten Buches ein Vorwort heizufügen mir gestatte, so geschieht es, weil ich auch in anderer Hinsicht von einem bisher befolgten Gebrauche ahgewichen hin und das Gefühl hege, dass ein solches Vorgehen vielleicht einiger Rechtfertigung bedürfen könnte.
Zum ersten Male meines Wissens erscheint in den nachfolgenden Blättern ein Theil der gesammten mechanischen Technologie, die mechanische Verarbeitung der Metalle, als selbstständiges Ganze behandelt. Wenn auch die erste Anregung zu dem Entschlüsse, eine derartige Bearbeitung zu unternehmen, durch den Umstand hervorgerufen wurde, dass von mir an hiesiger königlicher Bergakademie — wie es dem Zwecke einer solchen Anstalt entspricht — nur der metallurgische Theil der mechanischen Technologie vorgetragen wird, so kamen doch auch manche andere Erwägungen hinzu, bis der erste Gedanke zur Ausführung reifen konnte.
Bei den verschiedenen Lebenszielen, welche den auf polytechnischen Hochschulen und Lehranstalten Studirenden vorgesteckt sind, dürften in den meisten Fällen die Vorträge über mechanische Technologie an diesen Lehranstalten vorzugsweise darauf berechnet sein, in encyclopädischer Weise dem Hörer einen allgemeinen Ueherhlick
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VI
Vorwort.
über das gesammte Gebiet der mecbaniscben Technologie zu geben; selten wird es möglich sein, zu Gunsten dieser oder jener Fachwissenschaft einen oder den andern Zweig der mechanischen Technologie besonders zu bevorzugen.
Unter jenen Studirenden ist aber eine grosse Zahl, für welche die Verarbeitung der Metalle später den eigentlichen Lebenslauf bilden soll; die Maschinenbauingenieure, die Hüttenleute und alle Diejenigen, welche wieder durch ihre Lebensverhältnisse auf die dereinstige Leitung ganz bestimmter Zweige des metallurgischen Gewerbes angewiesen sind. Allen diesen jungen Männern dürfte es erwünscht sein, während ihrer Studien oder beim Eintritte in das praktische Leben Gelegenheit zu einem tiefer eingehenden Studium derjenigen Apparate, Processe und Verfahrungsweisen zu finden, mit denen sie sich in ihrer einstigen Berufsthätigkeit vorzugsweise zu beschäftigen haben werden; und vielleicht dürfte der Verfasser durch eine fünfzehnjährige praktische Thätigkeit auf grösseren Werken Deutschlands befähigt worden sein, ab und an eine Erfahrung mittheilen zu können, die sich eben nur im praktischen Leben erwerben lässt.
Aber nicht allein jenen angehenden Praktikern, auch älteren Fachgenossen wird hoffentlich der vorliegende Versuch nicht unwillkommen sein, die Vorgänge und Hülfsmittel bei der mechanischen Verarbeitung der Metalle in einem wissenschaftlichen Gewände der Beschreibung zu unterziehen. Weiss ich doch aus eigenster Erfahrung, welche Anregung man sowohl im praktischen Leben wie im Lehrfache in dem Verkehre mit Fachgenossen findet, selbst dann, oder vielleicht gerade dann, wenn hier und da Meinungsverschiedenheiten auftreten sollten, sobald sie nur einer wissenschaftlichen oder doch auf Erfahrung beruhenden Unterlage nicht entbehren.
Dass solche Meinungsverschiedenheiten zwischen manchen von mir ausgesprochenen Ansichten und denen anderer Berufsgenossen nicht ausbleiben werden, ja dass selbst hier und da ein kleiner Irrthum sich einschleichen dürfte, ist bei dem weiten Umfange des behandelten Gebiets wohl unausbleiblich. Einer objectiven Darlegung von Meinungsverschiedenheiten werde ich daher überall gern begegnen, und dankbar werde ich jede Berichtigung eines wirklichen Irrthums entgegen nehmen.
V orwort.
VII
Es sei noch eine Bemerkung über die gewählte Anordnung des Stoffes gestattet, welche mir lange Bedenken verursachte.
Niemand, der Interesse für die technologische Wissenschaft besitzt, hat wohl in jüngster Zeit Exner’s geistreiche Vorschläge für ein System der vergleichenden mechanischen Technologie in Ding- 1er’ s polytechnischem Journal und in H artig’ s Civilingenieur unbeachtet gelassen. Dennoch sind, wie jeder Lehrer der Technologie bestätigen wird, der Schwierigkeiten nicht wenige, wenn es sich darum handelt, in jener von Exner angestrebten ideellen Weise die Verallgemeinerung des Stoffes durchzuführen, selbst wenn, wie in dem vorliegenden Falle, nur die Besprechung der Verarbeitung einer einzigen Gruppe von Eohstoffen vorliegt.
Anders erstrebt Hoyer in seinem noch im Erscheinen begriffenen Lehrbuche der mechanischen Technologie die Verallgemeinerung der Darstellung, indem er die Eigenschaften der Stoffe allein als Grundlage des Systems benutzt.
Ich glaubte, besonders in Rücksicht auf die Anschauungen des Praktikers, weder dem einen noch dem andern dieser Systeme unbedingt beitreten zu sollen, sondern befugt zu sein, unbeschadet der Deutlichkeit der Darstellung, dem üblichen Verlaufe der Arbeiten in den metallurgischen Werkstätten wenigstens so weit Rechnung zu tragen, dass ich nach Karmarsch’s Vorgänge die erste rohe Formgebung von der weitern Verarbeitung schied, auch, wie es früher allgemein üblich war, die Beschreibung des Arbeitsverfahrens thunlichst mit der Beschreibung des betreffenden Apparats verband — die Beschreibung des Cupolofenschmelzens mit der Beschreibung des Ofens u. s. f. — ; strebte imUebrigen aber danach, durch Gegenüberstellung und Vergleichung der verschiedenen für gleichen Zweck dienenden Mittel dem von Exner und Hoyer angestrebten Ziele mich nach Möglichkeit zu nähern.
Wenn ich auch diejenigen Hülfsmittel mit in den Bereich der Besprechung zog, welche in den metallurgischen Werkstätten zum Heben und Transportiren, wie zur Erzeugung von Gebläsewind benutzt werden, so hoffe ich, dadurch besonders Manchem meiner jüngeren Leser einen Dienst erzeigt zu haben.
So sende ich denn die nachfolgenden Blätter mit dem Wunsche in die Oeffentlichkeit : möchten sie sowohl hei den Freunden des
VIII
Vorwort.
Verfassers, die schon zum Theile ihn in gütigster Weise mit Rath und That unterstützten, als auch bei Fernstehenden eine freundliche und nachsichtige Beurtheilung finden; möchten sie aber auch geeignet sein, sich und dem Verfasser recht viele neue Freunde zu erwerben.
Freiberg, im Juli 1877.
A. Ledebur.
INHALTSVERZEICHNISS.
Vorwort V
Einleitung 1
Erster Theil.
Allgemeine oder vergleichende Technologie.
Erster Abschnitt.
Allgemeines.
1. Die Metalle, ihre Legirungen und metallischen Verbindungen 5
Erklärung des Begriffs „Metall“ und „Legirung“ 5
Beispiele von Legirungen: Tombak, Rothguss, Messing 9; Bronze 11; Neusilber 12; Aluminiumbronze, Hartblei, Weissmetall, Britanniametall 12.
Eisen mit Kohlenstoff, Silicium, Mangan 13; Kupfer mit Sauerstoff 15; Phosphorbronze 15. Erkennungsmerkmale für bestimmte fremde Körper 16. Zinnprobe 16; Spiel des Gusseisens 17.
Gewerbseigenschaften der Metalle und Legirungen 19
Festigkeit 19. Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einflüsse 21. Specifisches Gewicht 24. Farbe 27. Widerstandsfähigkeit gegen chemische Einflüsse 28. Preis 31. Literatur über Eigenschaften der Metalle 32.
2. Die Geräthe zur Bestimmung und Erkennung der Form und
Abmessungen, sowie zum Anzeichnen derselben 32
Geräthe zum Messen 32
Maassstab 32. Zirkel 33. Lehren 35. Schubwinkel 36.
X
Inhaltsverzeichniss.
Geräthe zum Anzeidmen 36
Körner, Eeissnadel, Streichmaass 36. Centrirmaschine 38.
3. Die Geräthe zum Festhalten 39
Schraubenzwinge 39. Zangenschraubstock 40. Parallelschraubstock 42. Feilkloben 42. Zangen 43.
4. Geräthe zum Heben und Transportiren der Rohmetalle,
Arbeitsstücke etc 44^^
Tran Sportwagen 44
Krahne und Brückenwinden 46
Gebäudekrahne 47. Freistehende Krahne 51. Bewegliche Krahne 53. Brücken winden 55. Vergleichung der Hebevorrichtungen 60. Anwendung von Elementarkraft oder menschlicher Kraft 62. Krahnbalanciers 64.
Aufzüge 66
5. Die Gebläse der Werkstätten für Metallverarbeitung .... 73
Cylindergebläse 73. Centrifugalgebläse 74. Eoots’sche Kapselgebläse 77. Dampfstrahlgebläse 82.
Zweiter Abschnitt.
Die rohe Formgebung.
Erläuterungen 87
I. Die Formgebung durch Schmelzen und Giessen — Giesserei 89
1. Die Arbeitseigenschaften derMetalle undLegirungen hinsichtlich ihrer Verwendung zur Giesserei . 89
a. Schmelzbarkeit * 89
b: Dünnflüssigkeit 92
c. Schwindung 93
Vermeidung von Spannungen 97, von Hohlräumen 99.
d. Entwickelung von Gasen aus den Metallen 102
Ursachen 102, Verhinderung der Gasentwickelung 107.
e. Die Eigenschaften der Metalle unter den Einflüssen des Er-
starrens und Abkühlens 106
£. Die Gussformen und ihre Herstellung 111
Begriff der Gussformen 111, der Kerne 111.
Gussformen und Kerne aus bildsamem Materiale . . . 112
A. Die Formmaterialien 112
Formsand 112. Masse 115. Lehm 117. Kohle 118.
Apparate zur Aufbereitung der Formmaterialien 120
Trommelapparate 121. Kollergänge 124. Thonschneider 126.
Stroh zur Formerei 127
B. Die formgebenden Geräthe 129
Modelle 130. Theilen derselben 131. Kernkasten und Kernstücke 133. Schablonen 134.
C. Die Eüstungen der Gussformen und Kerne ......... 136
Formkasten 136. Eüstungen für Lehmgussformen 142, für Kerne 142. Kernspindeln 143. Kerneisen 145.
D. Die Werkzeuge der Formerei 146
E. Das Arbeitsverfahren der Formerei 147
Herdformerei 147
Inhaltsverzeichniss. .
XI
Eingüsse bei derselben 155. Stehender Guss 156.
Freie Formerei (Lebmformerei) 157
Beispiele 159. Vergleich zwischen freier und Kastenformerei 165. Lehmkerne 166.
Literatur über das Arbeitsverfahren der Formerei 169
P. Das Trocknen der Gussformen und Kerne 169
durch Körbe 169
durch Gase 170
in Trockenkammern 170
Thüren derselben 172. Feuerung 173. Directe Erwärmung 174. Grösse des Kostes 176. Beispiele ausgeführter Trockenkammern 177. Indirecte Erwärmung 183. Beispiele 183. Wirkungsgrad der Trockenkammern 188. Trockenkammerwagen 190.
G. Die Anwendung der Maschinen zur Formerei 192
Formmaschinen zum Ausheben des Modells 192
„ „ Einstampfen des Sandes 193
„ „ Ersatz von Modellen 193
Scott’s Eäderformmaschine 193.
Gussformen und Kerne aus starrem Materiale 198
Beispiele 201. Anwendung von Gussschalen zur Beeinflussung der Eigenschaften der Metalle 202. Hartguss. Beispiele dafür 203. Hartwalzenguss 205. Uchatius’ Stahlbronze 206.
Die Fertigstellung der Gussformen für die Aufnahme
des geschmolzenen Metalls 207
Beschwerung 207. Dammgruben 208.
Das Schmelzen der Metalle 211
Die Schmelzapparate 212
Erste Gruppe: Kessel 213
Einrichtung derselben 214. Werkzeuge 216. Arbeitsverfahren 216. Wirkungsgrad 217.
Zweite Gruppe: Tiegelöfen 218
Allgemeine Einrichtung 218.
Tiegelschachtöfen für festes Brennmaterial 220
Tiegelschachtöfen für gasförmiges Brennmaterial 222
Tiegelherdöfen 223
mit directer Feuerung 224, mit Gasfeuerung 225.
Werkzeuge und Arbeitsverfahren beim Tiegelschmelzen . . 228
Wirkungsgrad der Tiegelschmelzöfen 230
Dritte Gruppe: Herdflammöfen ohne Tiegel 233
Allgemeines 233. Construction 235.
Oefen mit directer Feuerung 235
Rost 236. Flammenloch 237. Herd 238. Oefen mit gestrecktem Herde 238, mit vertieftem Herde 239; Vergleich beider Systeme 240. Grösse des Herdes 242. Höhe der Feuerbrücke 242. Fuchsquerschnitt 242. Esse 243. Beispiele ausgeführter Flammöfen 243. Einbau 247. Anwendung von Unterwind 254.
XU
Inhaltsverzeichniss.
Oefen mit Gasfeuerung 254
Ofen von Oeville für Platinschmelzen 255. Gewöhnliche Gasflammöfen 255. Siemens’sche Oefen 256.
Werkzeuge beim Flammofenschmelzen 260
Arbeitsverfahren und Wirkungsgrad 261
Vierte Gruppe: Schachtöfen oder Cupolöfen 264
Allgemeines 265. Gichtgase 266. Constructionsregeln 268. Aeltere Cupolöfen 270. Sefström’scher oder Schmahel’- scher Ofen 272. Ireland’s Ofen 264. Krigar’s Ofen 276. Mac Kensie’s Ofen 280.
Einbau der Cupolöfen . . . . 281
Schornstein 286. Erhitzte Gebläseluft 287.
Werkzeuge 288
Eisenmischungen 290.
Schlussbetrachtungen .... 292
Apparate 295
Giesspfannen oder Kellen 295. Handpfannen 295. Gabelpfannen 296. Krahnpfannen 297. Kipppfannen 302. Sümpfe und Gossen 303. Giesspumpe 304.
Einflüsse der Temperatur des Metalls 305. Entweichende Gase 306. Angiessen von Henkeln, Walzenzapfen etc. 307. Schwenk- oder Stürzguss 308. Zinnbrillanten oderFahluner Diamanten 309. Centrifugalguss 309.
5. Heber die Anlage und Einrichtung der Giessereien . . 311 Formbänke 312. Fussboden 312. Anordnung der Trockenkammern oder Oefen 313. Tiegelgiessereien 313. Anordnung der maschinellen Apparate 316; der Krahne 317. Dachcoustruction für Giessereien mit Lauf bühnen 318. Dammgruben 320. Literatur 320.
II. Die Formgebung im ungesehmolzenen Zustande durch äussere Kräfte . 321
1. Arbeitseigenschaften der Metalle und Legirungen . . 321
A. Dehnbarkeit und Zähigkeit 321
Begriff; Abhängigkeit von der Elasticitätsgrenze und Festigkeit 322. Einfluss der Temperatur 327. Einflüsse chemischer Beimengungen 328; beim Eisen 329; beim Kupfer 330; bei der Bronze 331; bei Messing und Tombak 331. Einfluss der mechanischen Verarbeitung 332.
B. Härte 333
Begriff 333. Einfluss chemischer Beimengungen 334. Einfluss der mechanischen Verarbeitung 335, beim Stahle 335. Anwendung der Härtezunahme durch mechanische Verarbeitung bei Anfertigung von Bronzegeschützen 336. Einfluss rascher Abkühlung 336. Härten und Anlassen des Stahls 338, der Bronze 341.
Inhaltsverzeichniss.
XIII
C. Schweissbarkeit und Adhäsionsersclieiniingen 342
Bedingungen für das Schweissen 342. Erklärungen des Schweissens 345. Plattiren 346.
2. Die Erhitzung der Metalle ., s . 348
Die Erhitzungsapparate.
Erste Gruppe : Schmiedefeuer 348
Allgemeine Einrichtung 349. Gekühlte Formen 350. Einführung des Windes von unten 350. Eiserne Schmiedefeuer 353. Gebläse und Windleitung 355. Winderwärmung
356. Feldschmieden 358.
Arbeitsverfahren und Brennmaterial . 359
Betriebsresultate und Wirkungsgrad 361
Zweite Gruppe: Herdflammöfen 363
Allgemeines; Unterschied zwischen Schweiss- und Glühöfen 363. Herdflammöfen mit directer Feuerung 363. Constructionsregeln 364. .Beispiele ausgeführter Oefen 367. Anwendung von Unterwind 376. Benutzung der Abhitze 379.
Herdflammöfen mit Gasfeuerung 380
Bicheroux’s Ofen 381. Ponsard’s Ofen 383. Siemen’s Ofen 385.
Betrieb und Arbeitsverfahren 385
Betriehsresultate und Wirkungsgrad 386
Dritte Gruppe: Gefässöfen 387
Beispiele 388. Arbeitsverfahren und Wirkungsgrad 391.
Schlussbetrachtungen 393
3. Die formgebenden Apparate und ihre Anwendung 395
A. Hammer und Ambos 395 a. Stielhämmer 397
Handhämmer 398. Verschiedene Arten 398. Ambose 399.
.... Tritthämmer 400.
Stirnhämmer 401. Aufwerf hämmer 402. Schwanzhämmer 405.
b. Eahmen- oder Parallelhämmer . . . . . . 407
Transmissionshämmer 408
Riemenhämmer 409. Daumenhämmer 412, Frictionshämmer 413. Federhämmer 414. Pneumatische Häm- . . mer 418.
Dampfhämmer 418
Allgemeines 418. Steuerungen 419. Gewicht, Hubhöhe und Hubzahl für bestimmte Zwecke 420. Chabotte und Fundamentirung 421. Gerüst 421. Historisches 422. N a s m y t h ’ sehe Dampfhämmer 423. C ö n d i e ’ scher Dampfhammer 434. Morrison’s Dampfhammer 437.
Da eien ’s Dampfhammer 439. Naylor’s Dampfhammer 442. Brinkmann’s Dampfhammer 444.
Farcot’s Dampfhammer 446. Türck’s Dampfhammer 446. Schnellhämmer 447. Keller und Banning’s Schnellhämmer 447. S e 1 1 e r ’ s Dampfhammer 450.
xrv Inhaltsverzeichniss.
Literatur über sämmtlicbe Gattungen von Hämmern .... 454
Formgebende Ergänzungsstücke zu den Hämmern 455
Setzbämmer 455. Gesenke 456. Schrotmeissei und Abr scbrot 457. Durchschlag und Lochring 458.
Schmiedemaschinen 458
Das Arbeitsverfahren bei der Form Veränderung durch Hämmern 461 Ausstrecken oder Zainen 462. Treiben oder Auftiefen 463. Stauchen 463. Aufziehen 464. Ansetzen 464. Biegen 465. Lochen und Aufhauen 465. Schweissen 466.
Literatur über formgebende Werkzeuge und Arbeitsverfahren r beim Hämmern 467
B. Pressen 468
Allgemeines 468. Ha s well’ s Schmiedepresse 468.
Formgebende Ergänzungsstücke und Arbeitsverfahren .... 476 Literatur über Pressen 479
C. Walzwerke 480
Die Walzen 482
- ^ . Durchmesser, Länge und Geschwindigkeit 483. Kaliber
484. Construction von Spitzbogenkalibern 488 , Quadratn kalibern 489 , Bundkalibern 489 , Eisenbahnschienenkali-
' bern 191, Winkeleisenkalibern 492, T- und Doppelt T-Eisen-
. kalibern 492. Periodische Kaliber 493. Unterbrochene
Kaliber 494. Staffel- oder Stufenwalzen 495.
Abstreifvorrichtungen und Walzen tisch 496
Ständer 498
• ' Kupplungen 50B. Getriebe oder Kammwalzen 504. Schwung-
Dreiwalzensysteme (Triowalzwerke) 506
Kalibrirung derselben 506. Fritz ’sches und Holley’- ' ' sches Walzwerk 508. Laut ’sches Walzwerk 510.
Universalwalzwerke 515
Walzwerke zur Herstellung ringförmiger Körper oder Kopf- - - N Walzwerke (Keifen-, Tyres- oder Bändagenwalzwerke) . . . 520
Arbeitsverbrauch beim Walzen 525
•VN Arbeitsverfahren 526
" Packetiren 526. Plattirte Bleche 527.
D. Ziehbänke 529
' r \ Theorie des Ziehens 530. Schleppzangenziehbänke 531. Leier-
ziehbänke 534. Das Zieheisen 536. Arbeitsverfahren und Arbeitsaufwand 536.
Rückblicke - 540
4. Einiges über die Anlage der Werkstätten zum
Schmieden, Walzen, Pressen, Ziehen 541
Inhaltsverzeicliniss.
XV
Dritter Abscliuitt.
Die Vollendung der Form.
I. Trennungsarbeiten 549
1. Die allgemeinen y orgänge bei der Trennung und die
Arb eit s eigen schäften der Metalle, hinsichtlich ihrer Theilbarkeit • 549
Abscheeren und Schneiden 549. Vorgänge dabei 550. Spaubildung 550. Form des Werkzeugs 551. Schaben 557. Arbeitseigenschaften 558.
2. Die Bewegung der Werkzeuge und die Werkzeugmaschinen im Allgemeinen 560
Stellung der Werkzeuge 561. Schroppen und Schlichten 561. Haupt- und Schaltbewegung 562. Bewegungsübertragungen bei Werkzeugmaschinen 562. Verschiedene Bewegungsgeschwindigkeiten 563. "Beschleunigter Rückgang 565. Ellipsenräder 565. Coulisseuhebel 566. Excentrische Kurbelschleife 567.
Literatur über Werkzeugmaschinen und Werkzeuge 569
3. Die formgebeuden G-eräthe und das Arbeitsverfahren 570 A. Geräthe zum Abscheeren 570
a. Scheeren 570
Bogen und Hebelscheereu 570
Parallelscheeren 574
Kreis- oder Circularscheeren 579
Schneid- oder Eiseuspaltwerke 582.
b. Geräthe zum Lochen (Durchstossen) 584
Durchschlag 584.
Lochmaschine oder Durchstoss 585
Anwendung der Schraube 586; des Hebels 587; der hydraulischen Presse 588; der Kurbel oder des Excenters 590. Arbeits verbrauch 592.
Literatur über Scheeren und Lochmaschinen . . . 593
B. Geräthe zum Schneiden 594
a. Meissei und Grabstichel 594
Kreuzmeissei 595. Elachmeissel 595. Grabstichel 595. Kneif- oder Beisszangen 596.
b. Der Hobel und die Hobelmaschinen 596
Planhobehnaschinen 597
Feil- oder Shapingmaschiiien 610
Nuthenstossmaschiueu 620 c. Die Säge 625
Hand- oder Bogensägen 627. Kreissägen 628.
d. Die Feile 630
XVI
Inhaltsverzeichniss.
e. Geräthe zum Drehen
Drehstuhl •
Prismadrehhänke 640. Spindelstock 641. Eeitstock 642. Support oder Werkzeughalter 643. Spitzendrehhank 643. Planscheibe 646. Universalplanscheibe 646. Plandrehbänke 647. Eäderdrehbänke 651. Curvensupport 652. Ovalwerk 653.
Universaldrehbank von Koch und Müller
Mitnehmer, Herz, Futter 659. Lünetten 660. Drehstahl 660. Arbeitsverfahren 661.
Guillochiren f. Fräse und Fräsmaschine
Form der Fräsen 666. Fräsmaschinen 667. Constructionsregeln für Fräsen 672.
g. Geräthe zum Ausbohren
Bohrwellen und Bohrkopf 674. Ausbohren mit dem Wendeeisen 674.
Horizontalbohrmaschinen
Cylinderbohrmaschinen h. Geräthe zum Lochbohren
Bohrwandbohrer
Bohrspitzen
Spiralbohrer 686.
Bohrgeräthe für zweischneidige Bohrer
Eollenbohrer 687. Drillbohrer 687.
Bohrgeräthe für einschneidige Bohrer
Brustleier 688. Bohrkurbel 688. Druckbaum 688. Bohrgestell 689. Bohrknarre 689.
Bohrmaschinen
Handbohrmaschinen
Freistehende Bohrmaschinen
Eadial- oder Krahnbohrmaschinen
Wandbohrmaschinen
Duplexbohrmaschinen 698. Multiplexbohrmaschinen 698.
Literatur . . .
i. Langlochbohrapparate
C. Geräthe zum Schaben
a. Schaber .
b. Eeibahle, Ausreiber
c. Geräthe zum Schleifen
Schleifstein 707. Poliren 709. Schleif- und Polirmate-
rialien 710.
II. Biegungs- und Dehnungsarbeiten
a. Das Biegen
Allgemeine Vorgänge beim Biegen 715. Anwendung des i
662 !
665 :
686 688 :
691 693 695 697
714 714
Inlialtsverzeichniss.
XVII
Hammers und des Amboses dazu 716; der Pressen 717; der Walzwerke 721; der Ziehbänke 727.
b. Das Treiben und Aufziehen, Stanzen, Drücken, Ciseliren,
Prägen 728
Allgemeines 728. Umkrämpen von Kesselblechen 728. Punzen 729. Anwendung von Maschinen 730.
Drücken auf der Drehbank 732
Ciseliren 733
Prägen 734
III. Die Zusammenfügungsarbeiten 735
1. Adhäsionsverbindungen 735
a. Schweissen 736
b. Löthen • . . 736
Eigenschaften der Lothe 737. Schnellloth 738. Schlage-
loth 739. Arbeitsverfahren 739.
c. Kitten 742
Rostkitt 743. Mennigekitt 743. Siegellack 744. Käsekitt 744.
2. Verbindungen durch Reibung (Zwängverbindungen). . 744
3. Falzen 746
4. Verbindungen durch Niete und Schrauben 747
Das Nieten 747
Nieten mit der Hand 748; mit Nietmaschinen 749.
Vierter Abschnitt.
Die Arbeiten zur Verschönerung und Erhaltung.
1. Beizen und Färben 755
Beizen des Eisens 757
Beizen und Färben der Kupferlegirungen 758
n „ n n Silberlegirungen 760
„ „ „ „ Goldlegirungen 760
Aetzen 761
2. Poliren 762
3. Das Ueberziehen der Metalle 762
A. Ueberziehen mit anderen Metallen 763
a. Das Ueberziehen auf directem Wege 764
Das Verzinnen des Eisens 765
Anfertigung des Weissblechs 766.
Das Verzinnen des Kupfers und Messings 770
b. Das Ueberziehen auf nassem Wege 770 .
Durch Substitution 770; auf galvanischem Wege 771. Beispiele. Verkupfern, Vermessingen, Bronziren . . . 773
Vernickeln 775
Versilbern 775
Vergolden 776
XVIII
Inhaltsverzeichniss.
c. Das Ueberzielien durch Amalgamation (Feuervergoldung
und Feuerversilberung) 776
B. Das Ueberziehen mit zusammengesetzten Körpern . . . . o 777
a. Durch Oxydation 777
Beispiele: Eisen 778; Kupfer und Bronze 779; Patina 780;
Irisiren 780.
b. Durch Anstreichen, Firnissen, Lackiren, Bekleben, As-
phaltiren 781
c. Durch Emailliren 783
ZweiterTheil.
Beispiele aus der speciellen Technologie.
Die Schrotgiesserei 795
Die Schriftgiesserei 797
Anfertigung der Böhren 804
Gusseiserne Böhren 805
Schmiedeeiserne Böhren 810
Fagonstücke zu denselben 814.
Kupferröhren 816
Blei- und Zinnröhren 818
Anfertigung der Schrauben und Schraubenmuttern 821
Blattgold und Blattsilber 839
Schneidwaaren 841
Die Münzen 856
Anfertigung der Stahlschreibfedern 873
Anfertigung der Stecknadeln 875
Anfertigung der Nähnadeln 878
Die Schlösser und die Schlüssel 883
E I ¥ L E I T U K G.
Als die Eltern des MeuscEengeschleclits der biblischen Ueberlieferung zufolge aus dem Paradiese vertrieben wurden , entstand in Folge der Drohung: „im Schweisse des Angesichts sollst dti dein Brot essen“ der erste Anfang unseres Culturlebens, Die Nothwendigkeit , durch Arbeit das Leben zu fristen , durch Kampf dieses Leben gegen fremde Angriffe zu vertheidigen ; endlich der jedem Menschen eingepflanzte Trieb, durch Aeusserlichkeiten auch das Leben zu verschönern , Hessen den Menschen nach Hilfsmitteln sich umschauen, jenen Erfordernissen zu genügen; und er fand als eines der werthvollsten Hilfsmittel dafür das Metall.
Dank dem Umstande, dass einzelne Metalle sich gediegen in der Natur vorfinden, ist die Verarbeitung der Metalle zu Geräthen aller Art älter als die Abscheidung derselben aus den Erzen.
So finden wir nicht nur in der Bibel , sondern in den Ueberlieferiingen der meisten Völker Spuren von ihrer Bekanntschaft mit den Metallen bis in die älteste Sagenzeit hinaufreichend. Hesiod nennt das älteste Zeitalter der Menschheit das goldene, zwar bildlich, immerhin aber andeutend, dass er die Bekanntschaft der ersten Menschen mit dem Golde voraussetze. Ebenso Ovid und Andere.
Viel später noch fand man Spuren, dass vor dem Zeitalter der Metalle noch ein älteres Zeitalter der Menschheit dagewesen sei und nannte es die Steinperiode. Die Seltenheit gediegen vorkommender Metalle zwangen zur Verarbeitung roherer Naturproducte für Gegenstände häuslicher und kriegerischer Verwendung. Ueberlieferungen aus dieser Zeit aber haben wir nicht.
Wir finden, dass die Cultur der Völker und die Anwendung der Metalle Hand in Hand ging. Beides blühte rasch empor, als man gelernt hatte, aus Erzen Metalle abziischeiden. Mehr und mehr wurden
Ledebur, luecliaiilscb-metallurgiäche Technologie,
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The end
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