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Die Mikroorganismen : mit besonderer Berücksichtigung der Aetiologie der Infectionskrankheiten; mit 144 abbildungen

Carl Flügge · 1886 · Scanned text

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Author
Carl Flügge
Language
German
Published
1886
Length
245,442 words · about 17 h 11 min
Sections
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Contents (2)
  1. Vorwort about 1 h 26 min
  2. Einleitung about 15 h 46 min

Continue:

Vorwort

Das vorliegende Buch bildete in seiner ersten Auflage eine Abtheilung des von v. Ziemssen und v. Pettenkofer herausgegebenen Handbuchs der Hygiene ; mit Rücksicht auf die in Aussicht gestellten Beiträge anderer Autoren war die damalige Darstellung eine lückenhafte und unvollständige, welche durch die Abtheilungen „Volkskrankheiten“, „Luft“, „Boden“, desselben Handbuchs ergänzt werden sollte. Da aber das Erscheinen dieser ergänzenden Beiträge sich erheblich verzögert hat, und da ausserdem bei der starken Divergenz der Anschauungen auf dem Gebiete der Mikroorganismen kaum eine einheitliche Darstellung erzielt worden wäre, habe ich es vorgezogen, die zweite Auflage der Mikroorganismen gesondert herauszugeben, und eine eigene Bearbeitung der in der ersten Auflage fehlenden Capitel anzufügen.

Abgesehen von diesen neueren Zusätzen sind auch die in der früheren Auflage bereits enthaltenen Capitel einer völligen Umarbeitung und grösstentheils einer Neugestaltung unterzogen.

Zwei Gesichtspunkte haben mich bei der vorliegenden Bearbeitung wesentlich geleitet. Einmal hegte ich den Wunsch, eine praktisch brauchbare Systematik der Bakterien zu geben. Zu dem Zweck habe ich die Culturmerkmale der einzelnen Arten möglichst detaillirt geschildert und habe für jede der drei Hauptgruppen einen Schlüssel zur diagnostischen Unterscheidung und Auffindung der Bakterienarten zusammengestellt.

Damit soll keineswegs der Versuch zu einem wissenschaftlichen System der Bakterien gemacht sein, sondern die gegebene Charakteristik soll lediglich praktischen Zwecken dienen, soll die Uebersicht über die bekannt gewordenen Arten erleichtern, neue Arten als solche erkennen lassen u. s. w. Es soll auf diese Weise nur Material gesammelt werden, das sich später vielleicht benutzen lässt, um uns zu einem wissenschaftlich berechtigten Eintheilungsprincip zu führen.

VI

Vorwort.

Unsere Kenntnisse über die Mikroorganismen sind eben noch so geringfügig, dass wir solch „roher“ Mittel zur gegenseitigen Verständigung vorläufig durchaus bedürfen. Die Versuche, die Bakterien nach anderen Principien und mit Berücksichtigung ihrer ontogenetischen und phylogenetischen Entwickelung zu classificiren, sind gewiss berechtigt, aber Angesichts der geringen Summe sicherer Einzelbeobachtungen verfrüht und jedenfalls für die praktischen Zwecke einstweilen völlig nutzlos.

Auch mit einer Artunterscheidung auf Grund der Sporenbildung können wir praktisch nichts anfangen, weil für die meisten Arten die Frage, ob, unter welchen Umständen, und wie sie fructificiren, sehr schwer zu entscheiden ist.

Durch vorzugsweise Beachtung der Wachsthumsmerkmale auf einem bestimmten Nährboden gelingt es dagegen, wie uns eine mehrjährige Erfahrung gelehrt hat, auch dem Anfänger relativ leicht, sich in dem Labyrinth der Bakterienarten zurecht zu finden; und es ist gewiss gerechtfertigt, wenn wir uns einstweilen diesem Ariadnefaden freudig anvertrauen, immer in dem Bewusstsein, dass die so gewonnene Orientirung eine provisorische ist, welche nur eine gründlichere Erkenntniss vorbereiten soll.

Für die hier versuchte diagnostische Uebersicht war es erforderlich, den einzelnen Bakterienarten so viel als möglich Nam en zu geben. Diesen letzteren sind gleichfalls wesentlich Culturmerkmale zu Grunde gelegt; daher haben sie, wie die Eintheilung selbst, lediglich eine provisorische Bedeutung und sind nur dadurch gerechtfertigt , dass sie vorläufig die gegenseitige Verständigung erheblich erleichtern.

Sollten einige Autoren mit den Namen, welche hier für die von ihnen zuerst beschriebenen Bakterien gewählt sind, nicht einverstanden sein, so mögen sie in Hinblick auf die Nothwendigkeit einer Benennung, auf den provisorischen Charakter der Namen, sowie auf die jederzeit gegebene Möglichkeit einer Aenderung derselben, mein Vorgehen entschuldigen.

Einige im hiesigen hygienischen Institut gesammelte, häufiger vorkommende Arten von Saprophyten sind im Folgenden nur unvollständig, mit fast ausschliesslicher Betonung der zur Differenzirung verwerthbaren Charaktere beschrieben. Eine genauere Bearbeitung derselben ist für später in Aussicht genommen. Den Praktikanten des Instituts: Herren Dr. Oberdiek, Henrijean, Guarneri, Kreibohm u. A., insbesondere aber meinen Assistenten Dr. Deneke und Dr. Praussnitz bin ich für die Hülfe, welche sie mir bei diesen mühsamen Arbeiten geleistet haben, zu grossem Danke verpflichtet.

Vorwort.

VII

Der zweite Gesichtspunkt, welcher mich bei der Aenderung der früheren Auflage leitete, betrifft die Aetiologie der Infectionskrankheiten.

Ueber die Verbreitungsweise dieser Krankheiten haben wir bisher fast ausschliesslich durch Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis und durch statistische Beobachtungen Aufschlüsse erhalten. Die Ausbeute der auf diesem Wege gewonnenen sicheren Resultate ist jedoch äusserst geringfügig gewesen und wo etwa eine Gesetzmässigkeit, wie z. B. die eigenthümliche örtliche und zeitliche Vertheilung der Typhusund Choleraepidemieen erkannt ist, da sind wir bezüglich einer Erklärung und Deutung der Erscheinung nur auf eine Reihe von mehr oder weniger wahrscheinlichen Hypothesen angewiesen.

Die bakteriologische Forschung der letzten Jahre hat in dieser Beziehung eine totale Veränderung der Sachlage bewirkt. Durch die Entdeckung zahlreicher Krankheitserreger und durch die Auffindung der Methoden zu ihrer isolirten Cultur ist uns die Möglichkeit gewährt, die Lebensbedingungen der infectiösen Organismen, ihre Lebensäusserungen, ihr Verhalten in unserer Umgebung, ihre Transportfähigkeit und die Art ihres Eindringens in den Menschen auf experimentellem Wege kennen zu lernen und damit in einer ungleich schnelleren und zuverlässigeren Weise als auf empirisch - statistischem Wege über die Ursachen der eigenthümlichen Verbreitungsweise epidemischer Krankheiten Aufschluss zu erhalten.

Diese in ihrer Tragweite entschieden noch unterschätzten Errungenschaften der jüngsten wissenschaftlichen Forschung habe ich in der vorliegenden Darstellung möglichst ausgiebig verwerthet, indem ich die Verbreitungs weise der Infectionskrankheiten, insbesondere der Cholera, in consequenter Anlehnung an die experimentell festgestellten Eigenschaften der Krankheitserreger zu entwickeln versucht habe.

Wir können uns der Ueberzeugung nicht verschliessen, dass wir auf diese Weise bezüglich einer Reihe von Infectionskrankheiten bereits jetzt zu einer weitgehenden Klärung unserer Anschauungen über die Verbreitungs wege und über die prophylaktischen Maassnahmen gegen dieselben gelangen. Für manche Krankheiten steht ein volles Verständniss ihrer Verbreitungs weise noch aus; doch kommen wir für diese durch die Anlehnung an die Ergebnisse der bakteriologischen Forschung wenigstens zu einer Einsicht, welche Momente eventuell zur Erklärung der Eigenthümlichkeiten in der Ausbreitung der Epidemieen herangezogen werden können; und aufs deutlichste erkennen wir, dass es nicht statthaft ist, in einseitiger

VIII

Vorwort.

Weise etwa nur den Boden oder nur das Wasser als hierfür einflussreichen Factor anzusehen. — In jedem Falle dürfen wir hoffen, dass eine fortgesetzte , zielbewusste , experimentelle Forschung uns am ehesten zur Erweiterung unserer Kenntnisse und zu einer rationellen Prophylaxis gegen die epidemischen Krankheiten führen wird.

Vielfache andere Berufspflichten haben mich gehindert, die Drucklegung des Buches so rasch zu Ende zu führen, wie ich es gewünscht hätte. Die Literatur von 1885 habe ich nicht vollständig berücksichtigen und von den im laufenden Jahre erschienenen Arbeiten nur die wichtigsten während des Drucks einfügen können. Der kürzlich von Baumgarten herausgegebene, mit ebenso viel Sorgfalt als Sachkenntnis geschriebene Jahresbericht über Mikroorganismen überhebt mich jedoch der Nothwendigkeit, in einem Nachtrag eine Uebersicht der neueren Arbeiten anzufügen.

Göttingen, den 24. August 1886.

C. Flügge.

INHALTSVERZEICHNIS.

Vorwort V

Einleitung 45

ERSTER ABSCHNITT.

Entwickelung der Lehre von den Fermenten und Mikroparasiten in den letzten Jahrzehnten.

I. Mikroorganismen als Erreger von Gährung und Fäulniss 48

Allmähliche Entwickelung der vitalistischen oder Keimtheorie . 48

Einwände gegen die Grundlagen der Keimtheorie 57

II. Mikroorganismen als parasitäre Krankheitserreger 65

ZWEITER ABSCHNITT.

Morphologie und Systematik der Mikroorganismen.

I. Fungi, eigentliche Pilze ( Schimmelpilze ) . . 77

Allgemeine Morphologie 77

System der eigentlichen Pilze 81

Ustilagineae 82

Entomophtoreae 84

Peronosporeae .... 85

Pyrenomycetes 86

Uredineae 88

Perisporiaceae 90

Euro tium- Aspergillus 91

Erysiphe-O'idium 97

Mucorineae 101

Tuberaceae (Penicillium) . .105

Anhang: Actinomyces, Strahlenpilz 106

II. Die Mycetozoen 110

III. Die Sprosspilze ( Hefepilze ) .113

IV. Die Spaltpilze, Schizomycetes 120

1. Allgemeine morphologische Charaktere 121

2. Fortpflanzung durch Sporen 126

3. Charaktere der Spaltpilzculturen 129

4. Unterscheidung und Eintheilung der Spaltpilze 133

1. Abtheilung: Mikrokokken 135

2. Abtheilung: Bacillen 136

Inhaltsverzeichnis.

3. Abtheilung: Spirillen 137

4. Abtheilung: Spaltpilze mit variabler Wuchsform . . . 137

I. Mikrokokken 145

A. Für den Menschen pathogene Mikrokokken 145

Staphylococcus pyogenes aureus 145

Staphylococcus pyogenes albus 148

Staphylococcus pyogenes citreus 148

Micrococcus des Clou de Biskra ... 148

Micrococcus pyogenes tenuis 149

Streptococcus pyogenes 149

Streptococcus Erysipelatos 151

Streptococcus pyogenes malignus 153

Streptococcus articulorum 153

Streptococcus septicus 154

Micrococcus Gonorrhoeae . 156

Micrococcus subflavus 159

Mikrokokken bei zoonotischem Fingererysipeloid .159

Unvollständig bekannte pathogene Mikrokokken 160

B. Für Thiere pathogene Mikrokokken 162

Micrococcus tetragenus 163

Unvollständig bekannte 164

C. Saprophytische Mikrokokken 168

Micrococcus ureae 169

Micrococcus ureae liquefaciens 169

Leuconostoc mesenterio'ides . 170

Micrococcus viscosus ...... 172

Micrococcus Pflügeri 172

Micrococcus foetidus 172

Mikrokokken der Fäulniss .173

Micrococcus candicans 173

Micrococcus cinnabareus 174

Micrococcus flavus liquefaciens 174

Micrococcus flavus tardigradus 175

Micrococcus coronatus 175

Micrococcus radiatus . 176

Micrococcus flavus desidens 177

Micrococcus versicolor 177

Micrococcus viticulosus 178

Micrococcus haematodes 179

Sarcina lutea 179

Sarcina aurantiaca 180

Sarcina ventriculi 180

Micrococcus cereus albus 182

Micrococcus cereus flavus 182

Micrococcus citreus conglomeratus 182

Micrococcus lacteus faviformis 182

Micrococcus albicans amplus 183

Micrococcus roseus 183

Diplococcus albicans tardissimus 183

Inhaltsverzeichniss.

XI

Schlüssel für die Bestimmung der Mikrokokkenarten 185

II. Bacillen 186

A. Für den Menschen pathogene Bacillen 186

Bacillus anthracis 186

Bacillus oedematis maligni 193

Bacillus typhi abdominalis 198

Bacillus pneumoniae. (Friedländer) 204

Bacillus tuberculosis 208

Bacillus leprae . . 220

Bacillus mallei 222

Bacillus diphtheriae. (Löffler) 225

Syphilis 232

Bhinosclerom 235

Malaria 235

Unvollständig bekannte pathogene Bacillen 239

B. Für Thiere pathogene Bacillen ... 241

Bacillus des Itauschbrands 241

Bacillus des Schweinerothlaufs 243

Bacillus murisepticus (Koch) . . 250

Bacillus cuniculicida (Koch) 251

Bacillus cholerae gallinarum . . 253

Bacillus septicus agrigenus 257

Bacillus crassus sputigenus (Kreibohm) . 260

Bacillus pseudopneumonicus (Passet) 261

Bacillus septicus sputigenus (Frankel) 262

Bacillus pneumonicus agilis (Schou) 262

Bacillus diphtheriae columbarum (Löffler) 263

Bacillus diphtheriae vitulorum (Löffler) 265

Bacillus oxytocus perniciosus (Wyssokowitsch) 268

Bacillus cavicida (Brieger) 26S

Bacillus coprogenus parvus (Bienstock) ... 269

Bacterium coli commune (Escherich) 269

Bacterium lactis aerogenes (Escherich) 270

Bacillus Neapolitanus (Emmerich) 270

Bacillus necrophorus (Löffler) 273

Bacillus parvus ovatus (Löffler) 273

Bacillus tetani(?) 274

Bacillus alvei (Watson Cheyne) 277

Bacillen der Jequirity-Ophthalmie 279

Unvollständig bekannte Bacillen 283

€. Bacillen, von denen specifische pathogene Eigenschaften nicht bekannt sind 283

Bacillus prodigiosus 284

Bacillus Indicus ruber (Koch) 285

Bacillus ruber (Frank) 286

Bacillus pyocyaneus 286

Bacillus fluorescens putidus 288

XII

Inhaltsverzeichnis.

Bacillus erythrosporus 288

Bacillus fluorescens liquefaciens 289

Bacillus luteus 290

Bacillus fuscus 290

Bacillus synxanthus 290

Bacillus janthinus (Zopp) 291

Bacillus cyanogenus 291

Gährung oder Fäulniss erregende Bacillen .... 293

Bacillus acidi lactici 293

Bacillus butyricus 295

Bacillus Kaukasicus 300

Bacillus pyogenes foetidus (Passet) 303

Bacillus putrificus coli (Bienstock) 303

Bacillus coprogenes foetidus (Schottelius) 305

Proteus vulgaris (Hauser) 306

Proteus mirabilis (Hauser) 308

Proteus Zenkeri (Hauser) 310

Fäulniss erregende Anaeroben .... 310

Bacillus Fitzianus 313

Bacillus aceticus . 313

Bacillus Pasteurianus (Hauser) 314

Bacillus ureae (Leube) 314

Bakterien bei Zahncaries 315

Bacillen, von denen specifische Gährungen nicht bekannt

sind 317

Bacillus subtilis 317

Bacillus aerophilus 321

Bacillus mesentericus fuscus 321

Bacillus mesentericus vulgatus 322

Bacillus liodermos 323

Bacillus multipediculus 323

Bacillus ramosus liquefaciens 324

Bacillus mycoides .... 324

Bienstock’s Bacillen aus Faeces 325

Bacterium Zopfii 326

Bacillus Megaterium (de Bary) 328

Bacillus tumescens (Zopp) 329

Bacillus Ulna (Cohn) 329

Bacillus Hansenii (Rasmussen) 329

Bacillus tremulus 330

Bacterium merismopedio'ides (Zopf) 330

Schlüssel für die Bestimmung der Bacillenarten . 331

III. Spirillen 334

Spirillum Cholerae asiaticae 334

Spirillum Finkler und Prior 382

Inhaltsverzeichnis.

XIII

Spirillum tyrogenum 386

Spirillum sputigenum 387

Spirillum (Spirochaete) Obermeieri 388

Unvollständig bekannte Spirillen 390

Schlüssel für die Bestimmung der Spirillenarten . 393

IV. Spaltpilze mit variabler Wuchs form 394

Crenothrix Kühniana (Brunnenfaden) 394

Beggiatoa 396

Phragmidiothrix multiseptata . 398

Cladothrix dichotoma 398

Zweifelhafte Arten: Streptothrix, Sphaerotilus, Monas 399

DRITTER ABSCHNITT.

Biologie der Mikroorganismen. Lebensbedingungen der niederen Pilze.

a) Lebensbedingungen der Schimmelpilze 407

b) Lebensbedingungen der Sprosspilze 418

c) Lebensbedingungen der Spaltpilze 426

VIERTER ABSCHNITT.

Lebensäusserungen der niederen Pilze.

1. Uebersicht des Stoff- und Kraftwechsels der niederen Pilze . . . 439

2. Die Aufnahme und Assimilirung der Nährstoffe bei den niederen Pilzen 442

3. Stoffumwandlungen und Kraftleistungen der niederen Pilze . . . 445

4. Die Stoffwechselproducte der niederen Pilze 454

5. Die Ptoma'ine .... 460

6. Die isolirbaren Fermente . . 466

7. Gährungserregung 475

A. Die alkoholische Gährung des Zuckers durch Hefe .... 476

B. Gährungen durch Spaltpilze 483

Milchsäuregährung 483

Buttersäuregährung 484

Schleimige oder Mannitgährung 485

Dextrangährung 486

Cellulosevergährung (Sumpfgasgährung) 486

Andere Gährungen der Kohlehydrate 487

Vergährung der mehrwerthigen Alkohole 487

Vergährung der Fettsäuren 489

Die Fäulniss 493

Die Essiggährung 501

Theorie der Gährung 503

8. Die parasitäre Existenz der niederen Pilze 508

a) Die Schimmelpilze als Krankheitserreger 510

b) Die Sprosspilze als Krankheitserreger 515

c) Die Spaltpilze als Krankheitserreger 515

FÜNFTER ABSCHNITT.

Absterbebedingungen der niederen Pilze.

I. Entwickelungshemmende Mittel 526

II. Die Abschwächung der pathogenen und gälirungs erreg enden Bakterien 532

XIV

Inhaltsverzeichniss.

III. Mittel zur Tödtung der Bakterien 537

Anhang: Constanz und Veränderlichkeit der Pilzarten .... 545

SECHSTER ABSCHNITT.

Vorkommen und Fundorte der Bakterien.

Luft 558

Boden 562

Wasser 579

Nahrungsmittel 583

Kleidung 585

Wohnung 586

Die Oberflächen des menschlichen Körpers 589

SIEBENTER ABSCHNITT.

Die Verbreitungsweise der Infectionskrankheiten.

1. Die Infectionsquellen 595

Contagiöse obligate Parasiten 601

Contagiöse facultative Parasiten 602

Nicht contagiöse facultative Parasiten 603

2. Die Transportwege 603

3. Die Invasionsstätten 605

4. Die individuelle Disposition 611

5. Die erworbene Immunität und die Schutzimpfung 614

6. Die örtliche und zeitliche Disposition zu Infectionskrankheiten . . 622

7. Die wichtigsten Maassregeln gegen die Ausbreitung der Infectionskrankheiten 630

ACHTER ABSCHNITT.

Methoden zur Untersuchung der Bakterien.

I. Die mikroskopische Untersuchung der niederen Pilze 637

II. Die künstliche Cultur der niederen Pilze 646

III. Die bakteriologische Untersuchung von Luft , Wasser und Boden . . 659

Berichtigungen 664

FIGUREN VE RZ E ICHNI 8 S.

Figur Seite

1. Ustilago carbo. 400 : 1 83

2. Tilletia caries. 400 : 1 83

3. Empusa muscae. 300 : l 84

4. Peronospora infestans 85

5. Claviceps purpurea 86

6. Botrytis Bassiana 87

7. Getreiderost 89

8. Getreiderost ... 89

9. Aspergillus glaucus 90

10. Aspergillus flavus. 300 : 1 92

11. Aspergillus fumigatus. 300:1 ... 93

12. Aspergillus niger. 300 : 1 93

13. Eurotium Aspergillus glaucus. 300 : 1 . . 94

14. Eurotium repens. 300 : 1 94

15. Mikroskopischer Schnitt aus der Niere eines 36 Stunden nach der

Sporeninjection getödteten Kaninchens 94

16. O'idium lactis. 200 : l 97

17. Favus- und Herpespilz. 350 : 1 98

18. Cultur von Mäusefavus 100

20a. Mucor rhi^opodiformis 103

20b. Mucor rhizopodiformis nach Sprengung der Sporangienmembran . . 103

21a. Mucor corymbifer 104

21b. Mucor corymbifer, nach Sprengung der Sporangienmembran . . . 104

22. Penicillium glaucum 105

23. Druse von Actinomyces (Strahlenpilz) mit einem gesondert emporstrebenden verzweigten Faden 107

24. Actinomycesdruse, Schnitt aus der Geschwulst. 300 : 1 107

25. Sporen eines Myxomyceten (Trichia varia) 110

26. Plasmiodophora brassicae 112

27. Saccharomyces cerevisiae, Hefe 114

28. Sporenbildung von Sacch. cerevisiae 115

29. Der Soorpilz, Sacch. mycoderma 118

30. Reincultur von Soor auf zuckerhaltigem Nährboden 119

31a. Verschiedene Wuchsformen von Mikrokokken. 700 : 1 121

31b. Verschiedene Wuchsformen von Bacillen und Spirillen. 700 : 1 . . 121

32. Involution sformen 122

XYI Figurenverzeichniss.

Figur Seite

33a. Morphologisch differente Kokken. 700:1 123

33b. Morphologisch differente Bacillen. 700 : 1 123

34. Individuelle morphologische Differenzen, durch Alter oder Ernährung

35. Bacillen und Spirillen mit Geisselfäden 124

36. Sporenbildung bei verschiedenen Bacillen. 700 : 1 126

37. Sporenkeimung. 800 : 1 128

38. Verschiedene Colonieen auf einer Gelatineplatte 130

39. Jüngste Spaltpilzcolonieen auf Gelatine. 80:1 .... ... 131

40. Stichculturen in Gelatine 131

41. Stichculturen in Gelatine 132

42. Strich culturen auf Gelatine 133

43. Eiter mit Staphylococcus. 800 : 1 147

44. Eiter mit Streptococcus. 800 : 1 150

45. Erysipelkokken. 700 : 1. Schnitt durch ein Lymphgefäss der Haut . 151

46. Endocarditis ulcerosa. 700 : 1 156

47. Micrococcus der Gonorrhoe. 800:1 157

48. Micrococcus tetragenus. Schnitt aus Lunge. 800 : 1 163

49. Micrococcus tetragenus. Milz. 600 : 1 163

50. Micrococcus bombycis. 600:1 165

51. Nosema bombycis. 500: 1 165

52. Micrococcus der progressiven Gewebsnekrose bei Mäusen .... 166

53. Micrococcus der progressiven Abscessbildung bei Kaninchen. 700 : 1 167

54. Micrococcus der Pyämie beim Kaninchen. 700 : 1 167

55. Micrococcus der Septikämie beim Kaninchen. 700 : 1 168

56. Micrococcus ureae. 700 : 1 169

57. Froschlaichpilz 171

58a. Mikrokokken verschiedener Grösse aus faulendem Blut. 700 : 1 . . 173

58b. In Tetraden gelagerte Mikrokokken. 700 : 1 173

62. Schematische Zeichnung der Milzbrandbacillen, ca. 3000 : 1 . . 186

63a. Milzbrandbacillen. 650 : 1 187

63b. Milzbrandbacilien ; Sporenbildung und Sporenkeimung 187

64. Milzbrandcolonie auf Gelatine. 80 : 1 188

65. Milzbrand. Schnitt aus der Leber. 700 : 1 189

66. Bacillus des malignen Oedems (Vibrion septique). 700 : 1 . . . 193

67. Sporenbildung bei den Bacillen des malignen Oedems. 700 : 1 . . . 194

68. Culturen von malignem Oedem in Gelatine 195

69. Typhusbacillen. Schnitt aus Milz. 800 : 1 198

70. Typhusbacillen aus Cultur. 800 : 1 201

71. Pneumoniebacillen. 700:1 204

72. Sputum mit Tuberkelbacillen. 600 : 1 210

73. Tuberkelbacillen. 1200 : 1 210

74. Miliartuberkulose, Lunge. 50:1 211

75. Darmtuberkulose. 700 : 1 211

76a. Riesenzelle. Miliartuberkulose. 700:1 211

76b. Riesenzelle mit einem Tuberkelbacillus. Schnitt aus lupöser Haut. 700:1 212

Figurenverzeichniss.

XVII

Figur Seite

77. Cultur von Tuberkelbacillen auf Blutserum 214

78. Colonicen von Tuberkelbacillen aus Cultur, am Deckglas angetrocknet

und gefärbt 700 : 1 214

79. Leprazellen mit Bacillen. 700:1 221

80. Rotzbacillen 223

81. Colonieen von Diphtheriebacillen auf Agarplatten. 80 : 1 . . . . 229

82. Diphtheriebacillen. 1200 : 1 ' 229

83a. Syphilisbacillen. Gruppe aus einer Sclerose. 1050 : 1 233

83b. Wanderzellen mit Syphilisbacillen. 1050 : 1 233

83c. Trockenpräparat von Scleroseneiter mit Syphilisbacillen. 1050 : 1 . 234

84. Rauschbrandbacillen 241

85. Taubenblut mit Rothlaufbacillen. 600 : 1 245

86a, b. Cultur der Schweinerothlauf-Bacillcn in Gelatine. 80 : 1 . . . . 246

87. Bacillen der Septikämie bei Mäusen. 700 : 1 251

88. Bacillus der Kaninchenseptikämie. 700 : 1 . * 252

89. Bacillen der Hühnercholera. 800 : 1 254

90. Hühnercholera. Schnitt aus der Leber eines Huhns. 700:1 . . 254

91. Bacillus sputigenus crassus. 700 : 1 260

92a. Neapeler Bakterien; Dauerpräparat von einer Schleimflocke aus

Reiswasserinhalt des menschlichen Dünndarms. 700 : 1 .... 271

92b. Dauerpräparat aus dem schleimigen Peritonealsaft eines nach subcutaner Injection von Neapeler Bakterien verendeten Meerschweinchens. (Färbung mit Anilinwasser-Fuchsin.) 700:1 271

93. Bacillus alvei. 3000 : 1 277

94a, b. Culturen von Bacillus alvei 278

95. Bacillen des grünblauen Eiters. 700:1 287

96. Bacillen der blauen Milch. 700:1 292

97. Milchsäurebacillus. 700 : 1 294

98. Bacillus butyricus. 1020 : 1 297

99. Dispora Kaukasica. 1000 : 1 301

100. Bacillus pyogenes foetidus. 790:1 303

101. Bacillus putrificus coli. ca. 1000 : 1 304

102. Bacillus saprogenes 1. 962 : 1 304

103. Bacillus saprogenes 2. 962 : 1 305

104. Bacillus saprogenes 3. 962 : 1 305

105. Bacillus coprogenus foetidus. ca. 600 : 1 306

106. Proteus vulgaris. 285 : 1 307

107a. Proteus mirabilis. 285:1 309

107b. Involutionsformen von Proteus mirabilis. 524 : 1 309

108. Zoogloeaformen aus einer Cultur von Proteus mirabilis. 95:1 . . 310

109. Bacterium termo. 650:1 312

110. Bacterium Lineola. 650 : 1 312

111. Mycoderma aceti 314

112. Leptothrix buccalis. 1000:1 316

113. • Bacillus subtilis. 1020:1 318

114. Bacterium Zopfii. 740:1 326

115. Bacillus Megaterium 328

116. Cholerabacillen, Deckglaspräparat. Vom Rande eines Tropfens

Fleischbrühe mit Reincultur der Kommabacillen. 600 : 1 .... 341

XVIII Figurenverzeichniss.

Figur Seite

117. Deckglaspräparat von einer Choleradejection auf feuchter Leinwand.

600 : 1 342

118. Deckglaspräparat vom Inhalt eines Choleradarms. 600:1 .... 342

119. Schnittpräparat von der Schleimhaut des Choleradarms. 600 : 1 . . 343

120. Involutionsformen der Choleraspirillen. 700 : 1 344

121. Dauerformen der Choleraspirillen 344

122. Colonieen von Choleraspirillen. 100:1 345

123. Stichcultur von Koch’s Kommabacillus der Cholera asiatica . . . 346

124. Spirillum Finkler und Prior. 700 : 1 382

125. Colonieen von Finkler und Prior’s Spirillen. 80 : 1 383

126. Cultur von Finkler und Prior’s Kommabacillus 383

127. Käsespirillen. 700 : 1 386

128. Colonieen von Käsespirillen. 80 : 1 386

129. Spirillum sputigenum. 700 : 1 388

130. Recurrensspirillen im Blut. 500 : 1 388

131. A. Spirochaete plicatilis ( b ), daneben Vibrio Rugula (&) und andere

Bakterien. B. Spirochaete des Zahnschleims. 500 : 1 390

133. A. Spirillum (Vibrio) serpens. B. Spirillum tenue. C. Spirillum un-

134. A. Spirillum volutans. 650:1. B. Spirillum sanguineum. 600:1 . 392

135. Crenothrix Kühniana. 600:1 395

136. Beggiatoa alba. 540 : 1 397

137. Cladothrix dichotoma 398

138. Myconostoc gregarium. 600:1 . 399

139. Monaden 400

140. Pasteur’s Culturgefäss 646

141. Cultur von hängenden Tropfen 651

142. Apparat zur Cultur von Anaeroben 657

143. Miqüel’s Apparat zur Luftuntersuchung 660

144. Apparat zur Wasserentnahme 662

Lehr- und Handbücher, Uebersichten etc.

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