Allgemeine Physiologie (part 4 of 4)
Fassen wir die Gegensätze, die sich in beiden gegenüberstehenden Theorien aussprechen, kurz zusammen, so ist die Vorstellung organbildender Keimbezirke im wesentlichen nichts anderes als ein Rest der alten, hier mehr, dort weniger klaren Präformationslehre, wie sie zur Zeit ~Haller~s blühte, nur in etwas modernerem Gewande, während die Ansicht von der Gleichwertigkeit der verschiedenen Teile der Eizellsubstanz im allgemeinen den Standpunkt der Epigenesislehre ~Caspar Friedrich Wolff~s repräsentiert, wie ihn in der neueren Entwicklungsgeschichte vor allem ~Haeckel~ stets mit großer Entschiedenheit vertreten hat. In dieser extremen Fassung sind beide Lehren unvereinbar miteinander. Allein, es kann keinem Zweifel unterworfen sein, daß die Entwicklung eine wirkliche Epigenese ist, und daß die Annahme einer minutiösen Präformation der verschiedenen Organanlagen in der Eizelle in der Form, wie sie namentlich ~Weismann~ und ~de Vries~[727] gemacht haben und wie sie der alten Präformationslehre zugrunde lag, ganz entschieden nicht den Tatsachen entspricht. Die Tatsache, daß auch kleine Stücke einer Eizelle, ferner die isolierten Furchungshälften und -viertel noch einen normalen vollständigen Organismus von entsprechend geringerer Größe liefern, wenn sie nur alle wesentlichen zur Erhaltung des Lebens nötigen Zellbestandteile enthalten, sowie die Tatsache, daß bei der Verlagerung der Furchungskugeln Tiere mit völlig normaler Lagerung der Organe entstehen, läßt die Unhaltbarkeit einer solchen Annahme ohne weiteres erkennen. Auf der anderen Seite muß aber zugegeben werden, daß ebenso wie in zahllosen anderen Zellen auch in vielen Eizellen sich spezielle Differenzierungen verschiedener Protoplasmapartien schon mikroskopisch unterscheiden lassen. Werden diese Differenzierungen bei der Teilung in ungleicher Weise auf die Teilhälften übertragen, so ist es ganz selbstverständlich, daß daraus auch Verschiedenheiten in den von den verschiedenen Teilhälften abstammenden Entwicklungsprodukten resultieren müssen. Aber damit ist noch keine Mosaikstruktur im Sinne der Präformationslehre gegeben. Vielmehr existieren sicherlich zahllose Eier, bei denen die Differenzierung so gering ist, daß jeder Bruchteil, wenn er nur die zur Erhaltung des Lebens nötigen Zellbestandteile mitbekommt, auch imstande sein wird, den ganzen Organismus zu reproduzieren. Auf jeden Fall ist in jeder Eizelle die Differenzierung verschiedener Bezirke eine ganz verschwindend geringe im Vergleich zu der ungeheuren Differenzierung der Teile, die der fertig entwickelte Organismus zeigt. Es kann also von einer wirklichen Präformation der Organe und Teile des fertigen Organismus in der Eizelle im Sinne der alten Einschachtelungstheorie, auch wenn es sich nur um die +Anlage+ eines jeden Teiles oder Organes handeln sollte, auf keinen Fall die Rede sein. Die ganze große Fülle von Differenzierungen, die sich im Laufe der Entwicklung eines Wirbeltierkörpers herausbilden, beruht auf +Epigenese+.
Aber noch ein anderer Gegensatz ist in den beiden oben skizzierten Anschauungen zum Ausdruck gekommen. Während die Theorie von ~Weismann~ und ~Roux~ die wesentlichen Bedingungen für die Entstehung differenzierter Tochterzellen bei der Teilung des Eies in der Eizelle selbst sucht, findet sie die Vorstellung von ~Pflüger~ und ~Hertwig~ vorwiegend in den von außen her auf die Zelle einwirkenden Faktoren. Während nach der einen Ansicht die Zellen sich aus +inneren+ Bedingungen heraus in ungleiche Teilprodukte teilen, sind es nach der anderen Meinung wesentlich +äußere+ Faktoren, welche die Ungleichheit der Zellen bei fortgesetzter Teilung erzeugen. Hier ist nun zweifellos ein Punkt, an dem eine Vereinbarung zwischen beiden gegenüberstehenden Ansichten auf dem Boden unserer konditionalen Auffassung der Lebensvorgänge möglich ist.
Nach unserer oben entwickelten Vorstellung vom Mechanismus der Entwicklung und Fortpflanzung der einzelnen Zelle auf Grund der durch das Wachstum entstehenden Stoffwechselveränderungen liegt es auf der Hand, daß innere und äußere Bedingungen der Formveränderung sich überhaupt nicht voneinander trennen lassen. Die gesamte Formbildung und Formveränderung ist danach ein Kompromiß, eine Wechselwirkung zwischen den innerhalb und den außerhalb der Zelle gelegenen Faktoren, so wie der ganze Lebensvorgang nur durch die +Summe+ der inneren und äußeren Lebensbedingungen eindeutig bestimmt ist. Dadurch, daß die Zelle infolge der charakteristischen Beschaffenheit ihrer lebendigen Substanz die Eigentümlichkeit besitzt, von +außen+ Stoffe in sich aufzunehmen und Stoffe von +innen+ nach +außen+ abzugeben, ist schon in dem elementaren Lebensvorgang, dem Stoffwechsel selbst, ein Kompromiß zwischen inneren und äußeren Momenten gegeben, ohne den das Leben der Zelle nicht möglich ist. Indem die Zelle aber wächst, werden durch diese Veränderung der inneren Bedingungen wieder die Beziehungen mit den äußeren Faktoren verändert, so daß dieselben jetzt in anderer Weise einwirken als vorher. So wird in jedem Zeitmoment ein anderer Kompromiß zwischen Zelle und Medium, zwischen inneren und äußeren Faktoren geschlossen, dessen Ausdruck die Veränderung, die Entwicklung und schließlich die Fortpflanzung der Zelle ist. Hiernach ist es klar, daß wir weder sagen können: die Veränderung der Zelle und die Differenzierung ihrer Teilungsprodukte sei allein die Folge ihrer inneren Beschaffenheit, noch auch: sie sei allein die Wirkung äußerer Faktoren. +Wir können nur sagen: die Entwicklung und Fortpflanzung der Eizelle und die Differenzierung der aus ihrer Teilung hervorgehenden Zellgenerationen ist ein Ausdruck der durch das Wachstum bedingten fortschreitenden Veränderungen in den Wechselbeziehungen zwischen lebendiger Substanz und Medium.+
Das fundamentale Unterscheidungsmoment zwischen der einzelnen freilebenden Zelle und der sich zum Zellenstaat entwickelnden Eizelle liegt ganz allein darin, daß bei der Entwicklung der Eizelle die aus dem Teilungsprozeß hervorgehenden Tochterzellen miteinander im Zusammenhang bleiben, während sich die bei der Teilung des einzelligen Organismus entstehenden Tochterzellen sofort nach der Teilung voneinander trennen. Beim einzelligen Organismus machen daher die Wechselbeziehungen zwischen Zelle und Medium immer nur wieder denselben kurzen Zyklus von Veränderungen durch; bei der Teilung der Eizelle dagegen ändern sich die Wechselbeziehungen zwischen Zelle und äußeren Faktoren mit jeder der schier unzähligen Teilungen wieder in ganz neuer Weise. Daher kommt es, daß die Eizelle bis zur Entwicklung des vielzelligen Organismus eine so ungeheuer lange Reihe von Formveränderungen durchlaufen muß, während der einzellige Organismus entweder eine kaum merkbare Entwicklung oder doch nur einen kurzen Kreis von Veränderungen durchzumachen braucht. Läßt das Wachstum im vielzelligen Organismus allmählich nach, so erfahren die Zellen auch immer weniger Formveränderungen, und manche Gewebezellen, wie z. B. die Ganglienzellen, die im fertigen Organismus nur noch ein beschränktes Wachstum zeigen, teilen sich nicht mehr und differenzieren sich nicht weiter. In Wirklichkeit hört indessen, wie wir a. a. O.[728] sahen, die Entwicklung überhaupt nie ganz auf bis zum Tode; nur treten später die Veränderungen so überaus langsam auf und sind verhältnismäßig so gering, daß wir sie selbst innerhalb langer Zeiträume kaum bemerken. In diesem scheinbar stationären Zustande sind die Gewebezellen wieder mehr jenen einzelligen Organismen ähnlich, die noch keine kompliziertere Entwicklung haben: bei beiden ändern sich die Wechselbeziehungen zwischen inneren und äußeren Faktoren nur in unmerklicher Weise, indem sie bei den Gewebezellen zu langsam verlaufen, bei den Einzelligen zu gering sind und immer wieder zu ihrem Anfangspunkt zurückkehren. Bei beiden nehmen wir daher keine wesentlichen Formveränderungen wahr.
Aus dieser Ueberlegung geht hervor, wie verkehrt es ist, wenn man aus der Tatsache, daß sich die kleine Eizelle zu einem so erstaunlich komplizierten Zellenbau differenziert, die Vorstellung herleiten will, daß die lebendige Substanz der Eizelle gegenüber der jeder anderen Zelle, sowohl jedes einzelligen Organismus wie jeder Gewebezelle, sich durch eine ganz undenkbar feine und komplizierte „Struktur“ auszeichnen müsse. Diese Vorstellung, auf die man ziemlich häufig stößt, ist aber ebenfalls weiter nichts als noch ein heimlicher Rest der Präformationslehre und, wie wir sahen, ebenso überflüssig wie unberechtigt; denn die Entwicklung und Differenzierung des Zellenstaates aus der Eizelle beruht lediglich auf den mit dem kontinuierlichen Zellwachstum, mit jeder Zellteilung sich fortwährend weiter verändernden Wechselbeziehungen zwischen der lebendigen Substanz der Zellen und den äußeren Faktoren. Das Wachstum ist der Fundamentalvorgang aller Entwicklung überhaupt, sowohl der einzelnen Zelle als des ganzen Zellenstaates, und wir können diese wichtige Tatsache kaum besser ausdrücken als mit den Worten des Altmeisters der Entwicklungsgeschichte selbst, mit den Worten, in denen einst ~Karl Ernst v. Baer~[729] das allgemeinste Ergebnis seiner Studien über die Entwicklungsgeschichte der Tiere zusammenfaßte: „+Die Entwicklungsgeschichte des Individuums ist die Geschichte der wachsenden Individualität in jeglicher Beziehung.+“
Fassen wir unsere Erörterungen über die Mechanik der Entwicklung in einem übersichtlichen Bilde zusammen, so kommen wir zu folgender Vorstellung. Die sich entwickelnde Zelle repräsentiert, wie jede Zelle, ein System von lebendiger Substanz, das durch einen ganz bestimmten Stoffwechsel charakterisiert ist. Dieser Stoffwechsel ist der Ausdruck der Wechselbeziehungen, die zwischen dem Medium mit seinen einzelnen Faktoren einerseits und der Zelle mit ihren mannigfachen Inhaltsdifferenzierungen anderseits bestehen. Indem die Zelle wächst, ändern sich notwendigerweise die Wechselbeziehungen zwischen dem Medium und der Zelle, weil sich das Verhältnis von Oberfläche und Masse der lebendigen Substanz mehr und mehr verschiebt. Infolgedessen finden wir auch eine Veränderung des Stoffwechsels, denn der Stoffwechsel ist stets eindeutig bestimmt durch die jeweilige Summe der inneren und äußeren Lebensbedingungen. Aendern sich einzelne dieser Bedingungen, so ändert sich auch entsprechend der Stoffwechsel. Was wir mit einem kurzen Worte Stoffwechsel oder Lebensvorgang nennen, ist ja nur ein Ausdruck für die Summe sämtlicher inneren und äußeren Lebensbedingungen. Wir haben also in der wachsenden Zelle eine kontinuierliche +Aufeinanderfolge+ verschiedener Stoffwechselzustände in ganz allmählichem Uebergang, in der Weise, daß jeder folgende Zustand mit Notwendigkeit aus dem vorhergehenden resultiert. Da die Form, wie überall in der Körperwelt, unter anderem eine Funktion des Baumaterials ist, so ist es erklärlich, daß sich mit der Veränderung des Stoffwechsels auch die Form der Zelle unter gewissen Bedingungen verändern wird, und so haben wir Hand in Hand gehend mit der Aufeinanderfolge verschiedener Stoffwechselzustände auch eine kontinuierliche Aufeinanderfolge verschiedener Formzustände, mit anderen Worten: wir haben eine Entwicklung. Es ergibt sich daraus, daß die Entwicklung der Zelle eine wirkliche „+Epigenese+“ ist, im Sinne ~Caspar Friedrich Wolff~s, d. h. eine +Aufeinanderfolge+ immer +neuer+ Formzustände, nicht ein deutlicheres Hervortreten schon vorher präformierter, aber noch nicht wahrnehmbarer Strukturdifferenzierungen der lebendigen Substanz, wenn auch immerhin bereits in manchen Eizellen einzelne funktionell verschiedene Bezirke bestehen. Je nach dem Grade der Veränderungen in den Wechselbeziehungen zwischen Medium und Zelle wird aber die Formveränderung in einem Falle weniger, im anderen Falle mehr zum Ausdruck kommen, am meisten in den Fällen, in denen sich die Beziehungen zwischen Zelle und Medium rapide und andauernd ändern, indem die infolge des Wachstums sich teilenden Zellen im Zusammenhang miteinander bleiben und gegenseitig aufeinanderwirken, wie bei der Entwicklung des Zellenstaates der Pflanzen und Tiere aus der Eizelle.
c) Struktur und Flüssigkeit.
Wir haben an einer anderen Stelle besonderen Wert darauf gelegt, daß die lebendige Substanz im wesentlichen die Eigenschaften einer Flüssigkeit besitzt. Bei der Formbildung spielt aber noch ein anderes Moment eine bedeutende Rolle, das ist ihre Struktur. Da es auf den ersten Blick scheinen könnte, als ob Struktur und Flüssigkeit zwei Dinge sind, die sich gegenseitig ausschließen, so wird es zweckmäßig sein, erst auf diese Frage einzugehen[730].
Wenn wir unter Struktur eine bestimmte gegenseitige Anordnung der kleinsten Teilchen verstehen, aus denen eine Substanz zusammengesetzt ist, so liegt das Grunderfordernis für die Existenz einer Struktur in der gegenseitigen Gruppierung bestimmter Teilchen. Nur wo sich gewisse Teilchen gegenseitig gruppieren, kann von einer Struktur die Rede sein. Diese Forderung ist aber nicht bloß im festen Körper erfüllt, sondern auch in der Flüssigkeit: denn auch in der Flüssigkeit ordnen sich die einzelnen Teile untereinander in bestimmter Weise. Der Unterschied in der Struktur der Flüssigkeiten und festen Körper liegt lediglich darin, daß die Teilchen in einem festen Körper sich infolge der Molekularattraktion (Kohäsion) nur innerhalb beschränkter Grenzen um einen Schwingungsmittelpunkt herum bewegen, während sie sich in einer Flüssigkeit fortwährend aus ihrer Lage losreißen und fortbewegen. Dazwischen liegen alle möglichen Zwischenstufen. Die interessanten Untersuchungen von ~O. Lehmann~[731] über flüssige Kristalle haben in dieser Beziehung sehr viel Material geliefert, das auch in biologischer Beziehung Interesse verdient. In Wirklichkeit besteht schon in jeder einfachen Lösung eine gewisse Molekularstruktur. Legen wir z. B. in ein Gefäß mit destilliertem Wasser einen reinen Salzkristall, so löst sich derselbe nach einiger Zeit auf, und die Salzmoleküle verteilen sich durch Diffusion gleichmäßig in der Flüssigkeit, so daß in jedem kleinsten Volumen der Flüssigkeit der gleiche Prozentsatz an Salzmolekülen enthalten ist. Es tritt also eine bestimmte Anordnung unter den Molekülen des Salzes und denen der Flüssigkeit ein, und jedes Salzmolekül gruppiert um sich eine bestimmte Anzahl von Wassermolekülen. Der Unterschied in dieser Gruppierung oder Struktur zwischen der beweglichen Flüssigkeit und dem festen Körper ist nur der, daß bei der freien Bewegung der Moleküle in der Flüssigkeit fortwährend Moleküle aus dieser Gruppierung herausgerissen und durch andere verdrängt werden, so daß die Struktur fortwährend zerstört und wieder neu gebildet wird, während sie im festen Körper, wo die Bewegung der Moleküle eine beschränkte ist, dauernd ungestört bestehen kann. +Diese fortwährende Neubildung der Struktur in der Flüssigkeit ist aber von fundamentaler Bedeutung für die lebendige Substanz; denn nur wo die Möglichkeit des fortwährenden Aus- und Eintritts von Molekülen gegeben ist, kann ein Stoffwechsel bestehen, ohne den ja keine lebendige Substanz denkbar ist.+ Dieser fortwährende Wechsel der Moleküle verhindert indessen nicht, daß auf Grund der betreffenden Molekül- und Atomgruppierungen in der lebendigen Substanz an gewissen Stellen dauernde Formdifferenzierungen zustandekommen. Ebenso wie ein Wasserstrahl oder eine Gasflamme dauernd eine ganz bestimmte Form haben kann, obwohl es in keinem Augenblick dieselben Moleküle sind, welche die Form bilden, wie im Augenblick vorher, ebenso kann auch die lebendige Substanz trotz ihrer flüssigen Natur gewisse dauernde Formdifferenzierungen zeigen, die so lange bestehen, wie die Bedingungen für die bestimmte Gruppierung der Moleküle und Atome die gleichen bleiben.
+Diese Ueberlegung ist von großer Wichtigkeit, denn sie eröffnet uns das Verständnis für die allgemeinen Prinzipien der Formbildung der lebendigen Substanz.+ Die anscheinend paradoxe Tatsache, daß die lebendige Substanz, obwohl sie in fortwährendem Wechsel ihrer Stoffe begriffen ist, dennoch in vielen Fällen eine dauernde und oft außerordentlich komplizierte Form besitzen kann, erklärt sich hiernach ohne weiteres. Denken wir uns z. B. eine Zelle mit verschiedenartigen Differenzierungen, etwa eine Zelle, die, wie das Geißelinfusorium +Poteriodendron+, außer ihrem Kern noch eine Geißel und einen kontraktilen Myoidfaden besitzt (Fig. 296), so sind hier in jeder der einzelnen Differenzierungen die Teilchen in besonderer Weise angeordnet, im Kern anders als an der Oberfläche des Protoplasmas, in der Geißel anders als im Myoidfaden etc. Aber dennoch treten einerseits aus allen diesen einzelnen Differenzierungen fortwährend Atome und Atomgruppen in bestimmter Richtung aus, und anderseits treten in die Differenzierungen fortwährend neue Atome und Moleküle hinein, so daß die Struktur ununterbrochen zerstört und wieder gebildet wird. Es ist also ein fortwährender Stoffstrom da, der äußerst kompliziert, in den verschiedenen Differenzierungen verzweigt und in seinen Teilen ganz verschieden zusammengesetzt ist. Dieser Stoffstrom ist der Ausdruck der komplizierten Stoffwechselbeziehungen zwischen den einzelnen Teilen des Zellkörpers, und er ist es, der gerade diese eine, ganz bestimmte, eigentümliche Form einer gegebenen Zelle bedingt. Nur wenn bestimmte Atome immer wieder zur rechten Zeit an der nötigen Stelle sind, kann sich die Struktur immer wieder herstellen und dauernd erhalten. Hört der Stoffstrom auf, so zerfallen die Moleküle, und die bestimmte Gruppierung löst sich auf. Solange dagegen der Stoffstrom ununterbrochen dauert, so lange fügen die einzelnen Moleküle und Atome durch Anziehung immer wieder die nötigen Teilchen ein, und die Struktur bleibt bestehen; ändert sich aber der Stoffstrom in Richtung und Zusammensetzung seiner Teilchen, so muß sich auch die Form der Zelle und ihrer Differenzierungen ändern, und wir haben eine Entwicklung.
Den Vergleich der Lebensäußerungen mit einer Flamme haben wir schon in mehrfacher Hinsicht als sehr treffend erprobt. Auch hier ist er geeignet, uns das Verhältnis zwischen Formbildung und Stoffwechsel in besonders anschaulicher Weise klar zu machen. Die Schmetterlingsfigur einer Gasflamme hat eine sehr charakteristische Formdifferenzierung. Im unteren Teil der Flamme herrscht völlige Dunkelheit, darüber erhebt sich schmetterlingsflügelartig ausgebreitet die helle leuchtende Fläche. Diese eigentümliche Form der Flamme mit ihrer charakteristischen Differenzierung, die dauernd bestehen bleibt, solange wir die Stellung des Gashahns und die Verhältnisse der Umgebung nicht verändern, rührt lediglich davon her, daß an den einzelnen Stellen der Flamme die Gruppierung der Leuchtgas- und Sauerstoffmoleküle eine ganz bestimmte ist, obwohl die Moleküle selbst in jedem Zeitdifferential wechseln. Der Stoffwechsel der Flamme zwischen dem zuströmenden Gase und der umgebenden Luft ist aber so geregelt, daß an derselben Stelle immer wieder dieselben Moleküle in derselben Zahl zusammentreffen. Infolgedessen behalten wir auch dauernd dieselbe Flammenform mit ihrer Differenzierung. Aendern wir aber den Stoffstrom ab, indem wir weniger Leuchtgas ausströmen lassen, so ändert sich auch die Form der Flamme, weil jetzt mit dem Gasdruck die gegenseitige Lagerung der Leuchtgas- und Sauerstoffmoleküle verändert wird. So liefert uns die Betrachtung der Leuchtgasflammenform bis in die Einzelheiten genau dieselben Verhältnisse, wie wir sie für die Formbildung der Zelle als maßgebend gefunden haben.
Eine andere interessante Gruppe von Formbildungsvorgängen wird unter diesen Gesichtspunkten ebenfalls klar, das sind die Tatsachen der +Regeneration+. Schneiden wir eine Zelle, am besten eine mit recht charakteristischen Oberflächendifferenzierungen versehene Infusorienzelle, wie sie z. B. der zierliche +Stentor Roeselii+ vorstellt, in zwei Stücke, aber so, daß jedes Stück einen Teil des Kerns mitbekommt und somit noch den Wert einer Zelle besitzt, so regeneriert, wie wir bereits a. a. O.[732] gesehen haben, in kurzer Zeit jedes der beiden Stücke die ihm fehlenden Teile. Die Wundstelle der Teilstücke schließt sich, und der untere Teil der +Stentoren+zelle ordnet seine Substanz alsbald wieder so um, daß ein neues Peristom mit der charakteristischen Wimperspirale und einer Mundöffnung entsteht, während sich der obere Teil in die Länge zieht, so daß sich ein neues Fußstück entwickelt, mit dem sich der neue +Stentor+ wieder anheftet. So entsteht durch Anlagerung von Teilchen aus dem Innern des Körpers an die Wundstelle aus jedem Teilstück in kurzer Zeit wieder ein vollständiger Stentor (Fig. 297). Diese Tatsache der Regeneration ist jetzt sehr leicht verständlich. Da in den mit Struktur versehenen Formendifferenzierungen der Zelle jedes Teilchen nur ganz bestimmte andere Teilchen anzieht und festhält und bei Absprengung derselben im Stoffwechsel sofort wieder die entsprechenden Teilchen von neuem anzieht und fesselt, so müssen diejenigen Teilchen an der Wundstelle, die durch den Schnitt von ihren Nachbarn getrennt sind, sofort wieder entsprechende Teilchen, wenn sie ihnen zur Verfügung stehen, an sich ziehen und anlagern. Da aber der Stoffwechsel keine tödliche Störung erfahren hat durch die Teilung, werden ihnen nach wie vor durch den Stoffstrom die nötigen Teilchen zugeführt, und so kann sich ein Teilchen nach dem anderen anlagern, wie es die eigentümliche Beschaffenheit eines jeden erfordert. Ist der Stoffwechsel dagegen unheilbar geschädigt worden bei der Teilung, so ist die Regeneration nicht mehr möglich, weil dann die zum Aufbau nötigen Moleküle und Atome nicht mehr produziert und an die nötige Stelle gebracht werden. +Deshalb finden wir ganz allgemein ohne jegliche Ausnahme überall die fundamentale Tatsache, daß kernlose Teilstücke einer Zelle, d. h. Teilstücke, bei denen eine tödliche Störung des Stoffwechsels eingetreten ist, obwohl sie unter Umständen noch tagelang Lebensäußerungen zeigen können, dennoch die verlorenen Teile nicht mehr regenerieren.+
Ein Vorgang ferner, der bis in die letzten Jahrzehnte noch ganz rätselhaft erschien, wird durch die Tatsache der Strukturen im Zellprotoplasma dem Verständnis gleichfalls sehr nahe gerückt. Das ist die Bildung der überaus regelmäßig geformten Kiesel- und Kalkskelette, wie sie vor allem bei den zierlichen Radiolarien, Foraminiferen und Spongien vorkommen. Schon ~F. E. Schulze~[733] hatte darauf aufmerksam gemacht, daß eine Bildung von Dreistrahlern, Vierstrahlern (Fig. 298 II) etc., wie sie in den Kiesel- und Kalkskeletten der Spongien eine so große Rolle spielt, zustande kommen müsse, wenn sich mehrere kugelige Körper aneinander legen und in die feinen Spalträume zwischen sich eine skelettbildende Substanz, also etwa kohlensauren Kalk oder Kieselsäure, ausscheiden (Fig. 298 I). Freilich dürften in dem speziellen Fall, auf den ~Schulze~ diese Betrachtung anwendet, nämlich bei der Entstehung der Skelettnadeln der Schwämme, wohl nicht die Faktoren als bestimmende Momente fungieren, die ~Schulze~ annimmt. Dagegen hat später ~Dreyer~[734] für andere Fälle gezeigt, wie verschiedene und zum Teil außerordentlich komplizierte Skelettteile, besonders der Radiolarien, sich leicht auf die Ausscheidung der skelettbildenden Substanz in den protoplasmatischen Wänden eines Vakuolenlagers zurückführen lassen (Fig. 299). Je nach der Form der Vakuolen und der Dicke der Wandschicht, je nach der Ablagerungsstelle und der Menge der sezernierten Skelettsubstanz muß dabei eine ganze Fülle von verschiedenartigen Skelettformen resultieren, wie wir sie tatsächlich in dem Formenreichtum der Radiolarienskelette realisiert finden. So wird die früher so wunderbare Tatsache, daß die einfachen, fortwährend in Strömung und Pseudopodienbildung begriffenen Protoplasmamassen der Rhizopodenzellen so staunenswert regelmäßige, komplizierte und zierliche Skelette zu bilden vermögen, ohne weiteres aus dem Umstande verständlich, daß das Protoplasma der Radiolarienzelle in einer gewissen Körperzone eine vakuolige oder wabige Struktur besitzt. Je nach der Form, der Lage, dem Umfang dieser Vakuolenschicht und ihrer Vakuolen müssen auch die durch Ausscheidung von Skelettsubstanz zwischen den Vakuolen entstehenden Abgüsse, die das Skelett bilden, außerordentlich verschieden sein (Fig. 299). Und eine ähnliche Rolle wie die Vakuolenstruktur des Protoplasmas bei der Bildung mancher Radiolarienskelette wird zweifellos auch die Struktur des Protoplasmas sowie die Form und der gegenseitige Druck der einzelnen Zellen bei der Skelettbildung in anderen Organismen spielen.
d) Vererbungsmechanik.
Es bleibt uns schließlich noch übrig, auch kurz auf den Mechanismus der +Vererbung+ einzugehen. Die Verhältnisse der Vererbung liegen am einfachsten bei den niedrigsten einzelligen Organismen, etwa bei den +Amöben+, bei denen, abgesehen von einer Größenzunahme des Körpers, noch keine eigentliche Entwicklung bemerkbar ist. Hier, wo die Fortpflanzung des Organismus einfach durch Teilung der Zelle in zwei Hälften erfolgt, ist der Vorgang der Vererbung sämtlicher Eigenschaften der Mutterzelle auf beide Tochterzellen ohne weiteres verständlich. Die lebendige Substanz der Mutterzelle mit ihrem charakteristischen Stoffwechsel und ihren eigentümlichen Lebensäußerungen lebt in beiden Tochterzellen selbständig weiter, kein Wunder also, daß die Teilstücke, wenn sie unter denselben äußeren Bedingungen leben, genau dieselben Eigenschaften besitzen, wie sie die ungeteilte Zelle besaß. Allein dieser einfachste Fall der Vererbung zeigt uns die wesentlichsten Momente dieses Vorganges gerade am allerdeutlichsten, wie ja überhaupt alle Lebensäußerungen am klarsten zu übersehen und zu verstehen sind da, wo sie in ihrer einfachsten Form auftreten, d. h. an den einfachsten Zellen. Wir sehen hier, daß die Uebertragung der Eigenschaften von den Vorfahren auf die Nachkommen geschieht durch Uebertragung von lebendiger Substanz, welche die Eigenschaften der Vorfahren besitzt. Daß diese Substanz aber alle Eigenschaften der Vorfahren besitzen kann, ist nur möglich dadurch, daß sie eine vollständige Zelle ist mit allen wesentlichen Bestandteilen derselben. Die charakteristischen Eigentümlichkeiten der Mutterzelle sind der Ausdruck ihres Stoffwechsels. Wenn daher die Eigentümlichkeiten der Mutterzelle auf die Tochterzellen vererbt werden, so ist das nur denkbar, wenn ihr ganzer spezifischer Stoffwechsel vererbt wird, d. h. wenn eine gewisse Menge von allen wesentlichen Bestandteilen, d. h. von Protoplasma und Kern der Mutterzelle auf die Tochterzelle übergeht, denn sonst würde der Stoffwechsel der Tochterzelle nicht dauernd bestehen können, und die Tochterzelle müßte zugrunde gehen. In der Tat sehen wir ja auch nicht bloß bei den einzelligen Organismen, sondern überall in der organischen Natur, wohin wir auch blicken, daß die Vererbung von den Vorfahren auf die Nachkommen ausnahmslos durch Uebertragung einer vollständigen Zelle mit Kern und Protoplasma geschieht.
+Wenn wir unter Vererbung die Uebertragung der Eigentümlichkeiten von den Vorfahren auf die Nachkommen verstehen, und wenn die Eigentümlichkeiten eines Organismus lediglich der Ausdruck seiner stofflichen Beziehungen zur Außenwelt sind, so ist der Schluß schlechterdings unabweisbar, daß bei der Vererbung die lebendige Substanz mit ihren eigentümlichen Stoffwechselbeziehungen übertragen werden muß. Das ist aber nur möglich, wenn alle wesentlichen Teile der Stoffwechselkette übertragen werden, sowohl Protoplasma als auch Kernsubstanz, mit anderen Worten: eine ganze Zelle.+
So logisch und einleuchtend diese einfache Schlußfolgerung ist, und so vollkommen sie auch durch die tatsächlichen Verhältnisse bestätigt wird, so ist sie doch von seiten der Morphologie, die sich mit dem Problem der Vererbung bisher leider fast allein beschäftigt hat, bis vor kurzem eigentlich nirgends mit Klarheit gezogen worden, und erst in der jüngsten Zeit fängt man auf morphologischer Seite mehr und mehr an, die hier entwickelte Auffassung anzuerkennen, wie die neueren Arbeiten von ~Godlewski~[735] und namentlich ~Rabl~[736] erkennen lassen. Im übrigen dagegen hat sich, wie wir gesehen haben, unter den Morphologen, besonders im Anschluß an die Ansichten ~O. Hertwig~s, ~Strasburger~s, ~Weismann~s, ~Boveri~s und anderer, die Vorstellung sehr weit verbreitet, daß die Vererbung der elterlichen Eigenschaften auf die Kinder allein in der Uebertragung von Kernsubstanz durch Ei- und Samenzelle geschehe, und man hat speziell das Nuklein des Zellkerns als die „Vererbungssubstanz“ bezeichnet. Nur wenige unter den Morphologen, wie ~Rauber~, ~Bergh~ und ~Haacke~, haben sich schon früher gegen diese Auffassung ausgesprochen. Wie uns aber bereits unsere frühere Auseinandersetzung[737] gezeigt hat, sind die Gründe, auf die sich diese Auffassung stützt, nicht geeignet, einer strengeren Kritik standzuhalten. Für den Physiologen ferner ist diese Vorstellung viel zu einseitig morphologisch gedacht, denn sie trägt dem wesentlichsten Moment des Lebens, dem Stoffwechsel, keine Rechnung. Mit dem Gedanken einer bloßen „Vererbungs+substanz+“, die irgendwo in der Zelle lokalisiert sein und bei der Fortpflanzung übertragen werden soll, wird sich die physiologische Denkweise niemals befreunden können. Eine Substanz, welche die Eigenschaften einer Zelle auf ihre Nachkommen übertragen soll, muß vor allen Dingen +lebensfähig+ sein, d. h. muß die Fähigkeit eines Stoffwechsels haben, und dieser ist nicht möglich ohne ihren Zusammenhang mit den anderen, zum Stoffwechsel einer Zelle nötigen Substanzen, d. h. ohne die Integrität +aller+ wesentlichen Zellbestandteile. Dann fehlt aber jede Berechtigung, einen +einzigen+ Zellbestandteil als besonders differenzierten Vererbungsträger zu bezeichnen, dann ist das Protoplasma der Zelle genau von dem gleichen Wert für die Vererbung wie der Kern, d. h. beide sind notwendige Bedingungen, und wir müssen immer wieder darauf verweisen, daß in der Tat auch in der ganzen lebendigen Natur kein Fall bekannt ist, in dem nicht stets eine vollständige Zelle mit Kern +und+ Protoplasma die Vererbung vermittelte.
+Was den Charakter einer jeden Zelle bestimmt, ist ihr eigentümlicher Stoffwechsel. Sollen also die Eigentümlichkeiten einer Zelle vererbt werden, so muß ihr charakteristischer Stoffwechsel vererbt werden, und das ist nur denkbar, wenn Kernsubstanz und Protoplasma mit ihren Stoffbeziehungen auf die Tochterzellen übertragen werden. Das gilt von der geschlechtlichen Fortpflanzung der höheren Tiere ebenso wie von der ungeschlechtlichen Fortpflanzung der einzelligen Organismen; nur wird bei der geschlechtlichen Fortpflanzung der Stoffwechsel zweier Zellen, der Ei- und Samenzelle, durch den Befruchtungsvorgang komponiert zu einer einzigen Resultante, dem Stoffwechsel der Nachkommen, die aus der befruchteten Eizelle hervorgehen und daher Charaktere von beiden Eltern besitzen.+
Der Mechanismus der +speziellen+ Vorgänge aber, die sich abspielen vom Beginn der Entwicklung der Eizelle bis zur vollendeten Reproduktion eines Organismus von der gleichen Art, wie der, von dem die Eizelle abstammt, entzieht sich in seinen +einzelnen+ Momenten bisher noch völlig unserer Kenntnis und wird auch nur in dem Maße genauer erkannt werden, wie sich unser Einblick in den eigentlichen Lebensprozeß, d. h. in das chemische Getriebe des Stoffwechselmechanismus, vertieft.
3. Die Mechanik des Energieumsatzes in der Zelle.
Die dritte Seite, nach der die Veränderungen eines Körpers untersucht werden können, ist neben dem Wechsel des Stoffes und der Form der Wechsel der Energie. Alle drei sind voneinander untrennbar und stellen den Ausdruck alles Geschehens in der Welt vor. Wäre eins der drei bis in die letzten Einzelheiten hinein gegeben, so wären damit die beiden anderen bestimmt. Das gilt von den lebendigen Körpern ebenso wie von den leblosen, denn beide gehorchen den gleichen Gesetzen.
a) Energiekreislauf in der organischen Welt.
Vom Energiewechsel des lebendigen Organismus sind uns leider bisher nur Bruchstücke bekannt. Die Anfangs- und Endglieder sind uns gegeben; aber zwischen beiden liegen die mäandrischen Wege, welche die Energie auf ihrem Durchgang durch die lebendige Substanz verfolgt, und von diesen Wegen sind bis jetzt nur kleine Strecken erschlossen worden. Allein so viel liegt auf der Hand: der Energiewechsel ist im Speziellen ebenso mannigfaltig, wie der Stoffwechsel und Formwechsel, und jede Zellform ist ebenso durch einen ganz spezifischen Energieumsatz charakterisiert, wie sie sich durch einen ihr eigentümlichen Stoffwechsel und eine ihr spezifische Formbildung auszeichnet. Dennoch können wir in großen Zügen einige fundamentale Tatsachen des organischen Energiewechsels schon jetzt skizzieren.
Da die grüne Pflanzenzelle diejenige Form der lebendigen Substanz ist, die gewissermaßen die Grundlage des jetzigen Lebens auf der Erdoberfläche vorstellt, insofern sie das Laboratorium ist, in dem aus anorganischen Stoffen organische Verbindungen hergestellt werden, die für alle übrigen Organismen eine notwendige Lebensbedingung sind, so muß sich bei der Feststellung des allgemeinen Energiekreislaufs in der lebendigen Natur unsere Aufmerksamkeit auf die grüne Pflanze lenken, als den Ausgangspunkt für den Eintritt der Energie in die lebendige Körperwelt.
Diejenige Form, in der die Energie in die grüne Pflanzenzelle eingeführt wird, liefert vorwiegend die Energie des Sonnenlichts. Chemische Energie wird fast gar nicht in die Pflanze eingeführt; denn die chemischen Stoffe, aus denen die Pflanze ihre lebendige Substanz aufbaut, also die Kohlensäure, das Wasser und die darin gelösten Salze sind Verbindungen, die in dieser Form fast gar keine chemische Energie enthalten. Erst bei Zufuhr von Licht werden durch die Tätigkeit des Chlorophylls in der grünen Pflanzenzelle diese Verbindungen in Stoffe mit potentieller chemischer Energie übergeführt. Erst dadurch, daß z. B. die Kohlensäure CO₂ in Kohlenstoff und Sauerstoff gespalten wird, werden die Affinitäten des Kohlenstoffs und Sauerstoffs verfügbar. Zu dieser Spaltung wird aber Energie verbraucht, und die dazu erforderliche Energiemenge wird bestritten allein aus den Energiewerten, die durch das Licht in die Pflanze eingeführt werden. Man hat daher gesagt: +alles Leben stammt in direkter Deszendenz vom Sonnenlichte ab+, und so wäre der uralten poesievollen Licht- und Sonnenverehrung asiatischer und amerikanischer Völker gewissermaßen ein exakter naturwissenschaftlicher Hintergrund gegeben. Allein die nüchterne wissenschaftliche Ueberlegung zwingt uns doch, dem obigen Satze noch eine Klausel anzuhängen. Daß die Lichtstrahlen der Sonne diejenige Energieform vorstellen, von der alle Energie der lebendigen Welt in letzter Instanz herrühre, diese Vorstellung gilt, wenn man sie überhaupt in dieser Allgemeinheit aussprechen zu dürfen glaubt, jedenfalls nur für die Verhältnisse, wie sie jetzt auf der Erdoberfläche herrschen. Gehen wir aber bis zu den Zeiten zurück, wo die erste lebendige Substanz auf der Erdoberfläche entstand, so werden wir unser Augenmerk zweifellos auf die chemische Energie lenken müssen, als diejenige Energieform, die beim Zusammentritt der einfachsten lebendigen Organismen zuerst in die eben entstehende lebendige Substanz eingeführt worden ist. Freilich stammt unsere lebendige Substanz, wie alle Substanz, mit ihrer Energie zuletzt von der Sonne her, denn unser Erdkörper ist ja nur ein abgesprengter Teil der Sonnenmasse; aber wir werden wohl kaum gerade das Licht als diejenige Energieform betrachten dürfen, welche auf der sich abkühlenden Erde den Zusammentritt derjenigen Verbindungen mit ihren Energiemengen bewirkte, die wir als lebendige Substanz bezeichnen. Ja, in Wirklichkeit ist es auch heute auf der Erde nicht unmittelbar das Licht, das die Spaltung der Kohlensäure und den Zusammentritt der Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatome zum ersten Assimilationsprodukt, zur Bildung der Stärke, bewirkt. Diese Vorstellung, die durch eine ungenaue Ausdrucksweise vielleicht erweckt werden könnte, wäre durchaus falsch. Es ist in Wirklichkeit nur die chemische Energie gewisser Verbindungen der Chlorophyllkörper, die in der grünen Pflanzenzelle die Trennung der Kohlenstoffatome aus dem Kohlensäuremolekül und ihre Vereinigung mit den Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zu Stärke vollzieht. Die Energieform der Lichtstrahlen allein kann niemals Kohlensäure spalten, geschweige denn Kohlenstoffatome mit Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zu Stärkemolekülen zusammenkoppeln. Die Energie der Lichtstrahlen ist nur insofern unerläßlich, als sie diejenige Energieform ist, die in gewissen Verbindungen der Chlorophyllkörper eine derartige Bewegung der Atome herbeiführt, daß diese mit den Atomen der Kohlensäure in chemische Wechselwirkung zu treten und so die Kohlensäure zu spalten vermögen. Die Energie der Lichtstrahlen wird also erst umgesetzt in chemische Energie, und die chemische Energie der Chlorophyllkörper ist es, welche die Kohlensäurespaltung bewirkt und damit die unabsehbare Kette von Energieumsetzungen hervorruft, die das Leben nicht bloß der Pflanzen, sondern auch der Tiere charakterisieren. Die Rolle des Lichtes ist eine ähnliche, wie die der zugeführten Wärme, die im Pflanzen- wie im Tierkörper zum Leben unentbehrlich ist und dazu dient, die intramolekularen Schwingungen der Atome zu verstärken, so daß die Atome Gelegenheit zu Umlagerungen erhalten. Immer aber ist es die +chemische+ Energie, die diese Umlagerungen +unmittelbar+ bedingt. Es muß also auch in der Pflanze schon chemische Energie in den Chlorophyllkörpern vorhanden sein, und diese wird nur durch Zufuhr und Umwandlung von photischer Energie so beeinflußt, daß sie diese erste, so überaus folgenschwere Spaltung des Kohlensäuremoleküls vollziehen kann. Wo nicht schon lebendige Substanz mit ihrer chemischen Energie vorhanden ist, da kann auch die Zufuhr von Licht kein Leben erzeugen. So wirkt die einstmals in unvordenklicher Zeit bei der Entstehung der ersten lebendigen Substanz in die organische Welt eingeführte chemische Energie noch jetzt in allen lebendigen Organismen fort. Ist es auch immerhin nur eine winzige Menge chemischer Energie, die in der mikroskopischen Eizelle auf die Nachkommen übertragen wird, so vermittelt diese winzige Menge doch die Kontinuität mit der chemischen Energie der lebendigen Substanz, von der sie herstammt, ebenso wie die kleine Menge lebendiger Substanz selbst durchaus notwendig ist, um die Kontinuität der lebendigen Organismen fortzupflanzen. Ohne eine auch noch so kleine Menge lebendiger Substanz mit ihrer chemischen Energie kann kein Leben von einem Organismus auf den anderen übertragen werden, und wenn wir den Energiewechsel eines jetzt auf der Erde lebenden Organismus verstehen wollen, so dürfen wir nie vergessen, die kleine Menge chemischer Energie zu beachten, die jeder Organismus von seinen Vorfahren auf den Lebensweg mit bekommen hat. Ist sie auch noch so klein, so ist sie es doch, die es allein ermöglicht, daß das Leben sich fortpflanzt, denn sie ist es, die gewissermaßen durch fermentartige Wirkung zum stetigen Umsatz immer größerer und größerer Energiemengen den Anstoß gibt und die schließlich die gewaltige Energieentfaltung des erwachsenen Organismus veranlaßt. Sie ist das Anfangskapital, mit dem der sich entwickelnde Organismus zu wirtschaften beginnt, ohne das seine Existenz unmöglich wäre. In diesem Sinne können wir sagen: +Diejenige Energieform, aus der sich in letzter Instanz alle Leistungen der Organismenwelt herleiten, ist die chemische Energie. Das zugeführte Licht und die zugeführte Wärme wirken nur dadurch, daß sie chemische Energie disponibel machen.+
Es liegt auf der Hand, daß dieser Satz für die Tierwelt in gleichem Maße gilt, wie für die Pflanzenwelt. Aus der ursprünglichen, in der Pflanze verfügbaren chemischen Energie werden nicht nur die mannigfaltigen nach außen hin gehenden Leistungen der Pflanze bestritten, sondern es wird auch eine bedeutende Menge als chemische Energie in den organischen Verbindungen des Pflanzenkörpers aufgespeichert. Die komplizierten organischen Verbindungen aber liefern dem Pflanzenfresser die Nahrung, während das Fleisch des Pflanzenfressers wieder dem Fleischfresser den Lebensunterhalt gewährt. So gelangt also mit der Pflanzennahrung die Energie als chemische Energie in die Tierwelt und liefert die Energiewerte, aus denen sich die Leistungen des durch seine mächtige äußere Energieentfaltung von den Pflanzen so charakteristisch unterschiedenen Tierkörpers herleiten. In der Tat bildet die mit der Nahrung in den Tierkörper eingeführte chemische Energie, abgesehen von der geringen Menge der von außen auf alle Organismen einwirkenden Wärme, die einzige Energiequelle des Tierkörpers. Die Probe auf diesen Satz ist durch die kalorimetrischen Untersuchungen von ~Helmholtz~, ~Dulong~, ~Rosenthal~ und später besonders durch die sehr genauen Arbeiten von ~Rubner~[738], in wünschenswertester Weise geliefert worden. Drückt man auf Grund kalorimetrischer Verbrennungen den chemischen Energiewert der Nahrung im Wärmemaß aus, so bekommt man ebensoviel Kalorien, wie das Tier liefert, wenn alle seine Energieproduktion sich lediglich in Wärmeabgabe äußert. Die Differenzen zwischen der Wärmemenge, die durch Verbrennung der Nahrung bis zu chemisch energiefreien Stoffen geliefert wird, und der Wärmemenge, die das Tier bei gleicher Nahrung in der Ruhe produziert, sind bei den Versuchen ~Rubner~s so gering, daß sie vollkommen innerhalb der unumgänglichen technischen Fehlergrenzen gelegen sind, und wäre es überhaupt noch nötig, in unserer Zeit die Gültigkeit des Gesetzes von der Erhaltung der Energie auch für die lebendige Natur zu beweisen, so würde der beste Beweis dafür in den kalorimetrischen Versuchen ~Rubner~s gelegen sein.
Mit der Abgabe der Wärme oder mechanischen Arbeit von seiten des Tierkörpers ist der Weg der Energie durch die Organismenwelt beendigt. Chemische Energie, die weiter verfügbar wäre, gibt der Tierkörper, abgesehen von der mit den Geschlechtszellen bei der Fortpflanzung übertragenen Menge, nicht nach außen ab. Die Stoffe, die den Tierkörper verlassen, wie Wasser, Kohlensäure etc., sind sämtlich solche Verbindungen, die in dieser Form keine chemischen Energiewerte mehr besitzen, und es bedarf erst wieder der Einfuhr des Lichts in die grüne Pflanzenzelle, damit diese aus jenen Stoffen verfügbare chemische Energie schaffen kann. So ist der Kreislauf des Energiewechsels zwischen lebendiger und lebloser Natur geschlossen. Das Licht macht in der Pflanzenzelle chemische Energie verfügbar. Aus dieser chemischen Energie stammen alle chemischen, mechanischen, thermischen Leistungen der Pflanze in komplizierter Deszendenz ab. Der Pflanzenfresser nimmt die chemische Energie, die in den organischen Verbindungen der Pflanze aufgespeichert ist, mit der Nahrung in seinen Körper auf und liefert mit den Stoffen seiner Leibessubstanz selbst wieder dem Fleischfresser die unentbehrliche Quelle chemischer Energie, aus der die gesamte thermische und mechanische, im gegebenen Falle auch photische und elektrische Energie sich herleitet, die der Tierkörper als Wärme, als mechanische Energie der Muskelbewegung oder auch als Licht und Elektrizität nach außen hin abgibt. Aus den an chemischer Energie armen Stoffen, der Kohlensäure und dem Wasser aber, die den Tierkörper verlassen, schafft die Pflanzenzelle unter Einwirkung der Lichtstrahlen von neuem chemische Energie, und so beginnt der Kreislauf von vorn.
b) Das Prinzip des chemischen Energieumsatzes in der Zelle.
So klar hiernach das Bild des organischen Energiewechsels in seinen groben Umrissen vor uns liegt, so dunkel sind uns noch die Einzelheiten desselben. Es liegt das nicht allein an unserer lückenhaften Kenntnis des Stoffwechsels in der lebendigen Substanz, sondern zum großen Teil auch an dem noch nicht abgeschlossenen Ausbau, den die allgemeine Energielehre in der Physik und Chemie erfahren hat. Vorgänge, die wir in bezug auf ihre stoffliche Seite bis in die feinsten Einzelheiten hinein kennen, sind in bezug auf ihren Energieumsatz vielfach noch völlig dunkel. So wissen wir z. B. von vielen Arbeitsleistungen, die wir bei chemischen Umsetzungen beobachten, noch gar nicht einmal, ob die dabei freiwerdende mechanische Energie direkt aus Umwandlung chemischer Energie stammt oder erst auf dem Wege durch andere Energieformen, wie Wärme, Elektrizität, osmotische Energie etc., entsteht. Ueberhaupt ist die direkte Umwandlung chemischer Energie in mechanische bisher noch nicht genügend Objekt des Studiums gewesen, so genau und eingehend man dem gegenüber die Umwandlung chemischer Energie in Wärme und Elektrizität untersucht hat. Ja dieser Umstand hat sogar vielfach zu dem Glauben verführt, daß chemische Energie überhaupt nicht direkt in mechanische übergehen könne, sondern nur etwa durch Vermittelung von Wärme, eine Vorstellung, die vollkommen unbegründet ist. Dazu kommt, um eine Verständigung noch zu erschweren, der Umstand, daß die Begriffe der einzelnen Energieformen durchaus nicht fixiert sind, daß z. B. die Ausdrücke: molekulare Energie, mechanische Energie, Oberflächenenergie etc. in sehr verschiedener Weise verwendet werden, ein Umstand, der daraus resultiert, daß die Beziehungen, die zwischen den einzelnen Energieformen obwalten, bisher nur unvollkommen aufgeklärt sind. Demnach liegt es auf der Hand, daß die speziellere Energetik der lebendigen Substanz vorläufig noch eins der dunkelsten Gebiete der Physiologie repräsentiert. Was wir bis jetzt davon wissen, sind nur ganz vereinzelte und unzusammenhängende Tatsachen.
Als feststehend haben wir die allgemeine Tatsache zu betrachten, daß die gewaltigen Leistungen des Organismus alle in letzter Instanz aus chemischer Energie stammen. Damit ist indessen nicht gesagt, daß jede Leistung im Momente ihres Zustandekommens +unmittelbar+ aus chemischer Energie entspringt. Es gibt zahlreiche Leistungen, die erst auf Umwegen aus chemischer Energie entstammen. Für das Pflanzenreich hat ~Pfeffer~[739] dieses Verhältnis besonders beleuchtet. So ist es z. B. sehr häufig, daß beim Stoffwechsel chemische Energie zunächst in potentielle mechanische Energie übergeht und als Spannkraft aufgespeichert wird, um bei bestimmter Gelegenheit erst in die kinetische Energie einer mechanischen Leistung umgesetzt zu werden. Die springenden Früchte und Samen gewisser Pflanzen liefern Beispiele dafür. Die chemische Energie des Wachstums ist hierbei zunächst in Form mechanischer Spannkraft aufgehäuft worden, und diese geht erst bei Berührung der Frucht in lebendige Bewegung über: die Frucht platzt auf und schleudert mit großer Gewalt die Samenkörner heraus. Analoge Fälle der +mittelbaren+ Abstammung einer Leistung aus chemischer Energie gibt es mehrfach in der Pflanzenwelt wie in der Tierwelt. Immerhin aber stammen vielleicht die meisten Leistungen des Organismus unmittelbar aus der Umsetzung chemischer Energie.
Die wesentlichen Leistungen, in denen sich die Energieproduktion der Zelle äußert, zeigen sich in der Erzeugung von mechanischer Energie und Wärmeentwicklung. Die Produktion von Licht und Elektrizität ist viel beschränkter. Die Hauptmasse jeder dieser Energieformen aber stammt, soweit wir bis jetzt wissen, direkt aus der Umformung chemischer Energie, wenn auch die speziellen Umsetzungen, die daran beteiligt sind, vorläufig noch völlig unbekannt bleiben. Wir müssen uns daher, wenn wir überhaupt einen Blick in das Energiegetriebe der Zelle gewinnen wollen, zunächst an das Hauptgesetz erinnern, das den Energiewechsel bei chemischen Umsetzungen beherrscht, und das wir in dem Satze fanden: Werden bei einem chemischen Prozeß stärkere Affinitäten gebunden als getrennt, so wird Energie für Leistungen verfügbar; werden dagegen stärkere Affinitäten getrennt als gebunden, so verläuft der Prozeß mit Energieverbrauch[740]. Nur wenn wir diese Tatsache fest im Auge behalten, dürfen wir hoffen, allmählich tiefere Einblicke in die Wege des organischen Energieumsatzes zu erlangen.
Das allgemeine Fundamentalprinzip, auf dem der organische Energieumsatz beruht, ergibt sich unter Berücksichtigung dieses Satzes aus den bekannten Tatsachen des Stoffwechsels der lebendigen Substanz bereits mit voller Klarheit: Wir haben in der lebendigen Substanz gewisse Verbindungen mit starken chemischen Affinitäten. In die lebendige Zelle werden von außen her weitere chemische Affinitäten mit der Nahrung und dem Sauerstoff eingeführt. Wir wissen ferner, daß diese eingeführten einfacheren Stoffe verwendet werden zum Aufbau komplizierterer und außerordentlich komplizierter Verbindungen. Dabei geht die chemische Energie, die in die lebendige Substanz eingeführt worden ist, in Form von potentieller Energie mit in diese komplizierten Verbindungen über und hilft das Gefüge derselben lockern. So kommt es, daß das Molekül der hypothetisch von uns angenommenen Biogene eine außerordentlich labile Konstitution gewinnt, d. h. daß seine intramolekulare Wärme sehr groß wird[741]. Infolgedessen neigt das Biogenmolekül zum Zerfall und explodiert teils schon spontan, teils auf geringe äußere Reize hin. Dieser explosive Zerfall beruht auf einer Umlagerung der Atome, wobei im Bereich einzelner Atomgruppen des großen Biogenmoleküls, wie bei allen explosiblen Körpern, stärkere Affinitäten gebunden werden, als vorher im labilen Molekül gebunden waren. Es wird also die Summe aller dissimilatorischen Prozesse im ganzen genommen mit bedeutender Energieproduktion verknüpft sein müssen. Schließlich wissen wir, daß die aus diesem Zerfall des Biogens hervorgehenden Verbindungen, soweit sie den Körper verlassen, wie Kohlensäure, Wasser etc., kaum noch nennenswerte chemische Energiemengen enthalten, während die im Körper zurückbleibenden Verbindungen, die Biogenreste, wieder chemische Affinitäten zu den aufgenommenen Stoffen besitzen, die sie auf Kosten derselben binden. Die dabei verfügbare Energiemenge wird wieder zur Auflockerung der Biogenmoleküle verwendet, und so schließt sich hier die Kette des Energieumsatzes in der lebendigen Substanz. +Das ihm zugrunde liegende Prinzip ist danach klar: es ist ein fortwährendes Aufspeichern potentieller chemischer Energie und ein Ueberführen derselben in andere Energieformen; die Quelle der chemischen Energie ist die Nahrung und der Sauerstoff, das Betriebskapital die chemische Energie, die jedes winzige Tröpfchen lebendiger Substanz von seinen Vorfahren überkommen hat, und das Ergebnis sind die energetischen Leistungen der lebendigen Substanz.+
Die Energieverhältnisse, die sich bei Einwirkung von Reizen in der lebendigen Substanz entwickeln, werden auf Grund dieses Prinzips in ihren allgemeinen Zügen verständlich. In denjenigen Fällen, in denen wir eine dissimilatorische Erregung als Reizwirkung haben, liegen die Dinge am einfachsten. Es handelt sich ja, wie wir an anderer Stelle sahen[742], dabei nur um eine Steigerung der schon spontan sich vollziehenden Leistungen. Die potentielle Energie, die in den labilen Biogenmolekülen aufgehäuft ist, wird schon spontan in gewissem Maße in aktuelle Energie übergeführt, indem beim dauernden Zerfall die Atome unter Umlagerung durch stärkere Affinitäten aneinander gebunden werden. Daß gewisse äußere Einwirkungen, wie sie die Reize vorstellen, durch Erschütterungen der Atome im Biogenmolekül die intramolekulare Bewegung derselben steigern und dadurch mehr Gelegenheit zu Umlagerungen und zum explosiven Zerfall der Biogenmoleküle geben, ist ohne weiteres verständlich, und so bedarf die Steigerung der Leistungen unter der Einwirkung gewisser Reize weiter keiner Erklärung. Auch diejenigen Fälle der Reizwirkungen, in denen es sich um eine dissimilatorische Lähmung handelt, bedürfen kaum einer weiteren Erörterung, denn alle diejenigen Reize, welche die intramolekulare Bewegung der Atome im Biogenmolekül verringern oder die Umlagerung und Vereinigung bestimmter Atome in irgendeiner Weise hindern, wie etwa die Kälte oder gewisse chemische Stoffe, müssen selbstverständlich auch die normalen Leistungen der Zelle herabsetzen[743]. Allein nicht alle Leistungen der lebendigen Substanz sind mit der dissimilatorischen Phase des Stoffwechsels verknüpft. Manche wichtige Lebensäußerungen laufen gerade mit dem assimilatorischen Aufbau des Biogens Hand in Hand. So werden also assimilatorisch erregende Reize, wie wir sie bisher allerdings nur in der gesteigerten Nahrungszufuhr kennen, derartige Lebensäußerungen steigern, indem sie mehr Gelegenheit für die Bildung neuer Biogenmassen liefern, und umgekehrt werden assimilatorisch lähmende Reize die entgegengesetzte Wirkung hervorrufen. Gerade diejenigen Lebensäußerungen, die mit der assimilatorischen Phase des Stoffwechsels verknüpft sind und durch vermehrte Nahrungszufuhr gesteigert werden, verdienen in Zukunft ein besonderes Interesse, nachdem sie so lange auf Kosten der viel augenfälligeren mit der Dissimilation verbundenen Leistungen vernachlässigt worden sind.
Mit dieser Vorstellung von der Wirkung der Reize ist indessen nicht gesagt, daß die infolge einer Reizung sich an bestimmten Leistungen äußernde Veränderung des Energiegetriebes immer direkt und allein aus der Erregung oder Lähmung dieses oder jenes Gliedes der Stoffwechselkette stammt. So folgt z. B. dem explosiven Zerfall des Biogenmoleküls nach unserer Vorstellung immer die Bildung der freigewordenen Affinitäten des Biogenrestes, d. h. seine Regeneration, auf dem Fuße nach. Wir werden also darauf Rücksicht nehmen müssen, daß unter gewissen Umständen im Reizerfolg nicht bloß die durch den Zerfall der komplizierten Verbindungen frei werdende Energiemenge enthalten ist, sondern daß diese Energiemengen modifiziert werden durch den bei den unmittelbaren Folgevorgängen des Zerfalls stattfindenden Energieumsatz, so daß das Endresultat immer nur die Resultante aus verschiedenen Komponenten repräsentiert. Dasselbe gilt von den anderen Fällen der Reizwirkungen. Das Energiegetriebe in der Zelle ist eben in allen seinen Gliedern außerordentlich eng verkettet. Das geht mit Notwendigkeit aus den früher erörterten Tatsachen des Stoffwechsels hervor. Die ungeheure Schwierigkeit, den feineren Energieumsatz, der bei einer gegebenen Leistung, sei es spontan, sei es auf Reizung hin, abläuft, in seinen Einzelheiten zu verfolgen, liegt demnach auf der Hand, und es ist daher bei den spärlichen Untersuchungen, die bisher auf diesem Gebiete vorliegen, zur Zeit schlechterdings unmöglich, die Energetik auch nur der äußerlich am deutlichsten hervortretenden Leistungen der Zelle, wie ihre Lichtentwicklung, ihre Elektrizitätsproduktion, ihre Entfaltung mechanischer Energie in den verschiedenen Bewegungsformen, bis in ihre einzelnen Komponenten hinein zu analysieren. Die überaus interessanten Vorgänge des Energieumsatzes, der sich in den einzelnen inneren und äußeren Leistungen der lebendigen Zelle abspielt, tiefer zu analysieren, wird daher als eine der anregendsten Aufgaben der künftigen Physiologie vorbehalten bleiben.
c) Die Energiequelle der Muskelarbeit.
Wenn wir sagen müssen, daß bisher über die Mechanik des Energiegetriebes in der lebendigen Substanz im allgemeinen nur spärliche Untersuchungen von der Physiologie angestellt worden sind, so gilt diese Bemerkung von +einem+ Gebiet der Energieproduktion nicht. Das sind die +Kontraktions-+ und +Expansionsbewegungen+. Vor allem die Mechanik der Muskelkontraktion, bei der die Energieentfaltung der lebendigen Substanz in hervorragendster und erstaunlichster Gewalt zum Ausdruck kommt, hat von alten Zeiten her den Scharfsinn der Physiologen in lebhaftestem Maße beschäftigt, und die Zahl der Theorien, die über die Mechanik der Muskelbewegung aufgestellt worden sind, ist keine geringe. Es ist ein interessantes Stück Entwicklungsgeschichte des menschlichen Denkens, das sich in diesen Theorien von den Zeiten ~Galen~s an bis in unsere Tage hinein widerspiegelt, und es gewährt einen historischen Genuß, diese Theorien von ihren naivsten Anfängen an zu verfolgen. Wer Interesse an diesem Kapitel aus der Geschichte der Physiologie nimmt, der findet die Literatur der älteren und ältesten Theorien bis zum vorigen Jahrhundert zusammengestellt bei ~Haller~[744]. Die späteren Theorien der Muskelbewegung hat ~Hermann~[745] in seinem Handbuch der Physiologie im wesentlichen angeführt, und die neueren Anschauungen, soweit sie größeres Interesse besitzen, sind gesammelt und kritisch beleuchtet in einer Arbeit, die das alte Problem von vergleichend-zellularphysiologischer Seite in Angriff genommen hat[746].
Die Muskelarbeit ist zweifellos diejenige Leistung in der ganzen Organismenwelt, bei der in kürzester Zeit der größte Energieumsatz stattfindet. Die Energiemengen, die bei der Muskeltätigkeit frei werden, erreichen bekanntlich ganz erstaunliche Werte. Es liegt daher zunächst die Frage nahe, +welches die Quelle für die in der Muskeltätigkeit frei werdenden Energiewerte ist+.
Daß es chemische Energie sein muß, liegt auf der Hand, da ja der Tierkörper ausschließlich aus chemischer Energie seine Leistungen bestreitet. Aber die Frage ist, welcher von den in den Körper eingeführten Nahrungsstoffen durch seine Umsetzung die zur Muskeltätigkeit nötige chemische Energie liefert. Sind es die Eiweißkörper, oder sind es die Kohlehydrate und Fette, deren Umsetzung im Körper die Energiequelle für die Muskelarbeit bildet?
Um diese Frage ist ein heftiger Kampf geführt worden. Die ursprüngliche und sehr einleuchtende Lehre ~Liebig~s[747], daß das Eiweiß als der Hauptbestandteil des Muskels auch die Quelle seiner Leistungen sein müsse, ist schon zu seinen Lebzeiten befehdet worden, und jahrzehntelang glaubte man die richtige Lösung des Problems gefunden zu haben. Die Beweisführung, die zu dieser bis gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts geltenden Vorstellung geführt hatte, ist interessant genug. Man hatte nämlich folgende Ueberlegung angestellt: Liegt die Quelle der Muskelkraft in der Zersetzung des Eiweißes, so muß bei angestrengter Muskeltätigkeit der Eiweißumsatz gesteigert sein. Da man nun in der Stickstoffausscheidung durch den Harn einen absoluten Maßstab für den Umfang des Eiweißumsatzes im Körper zu besitzen glaubte, so schien die Frage entschieden zu sein, wenn man den Stickstoffgehalt im Harn bei der Ruhe und bei angestrengter Muskeltätigkeit miteinander verglich. War er bei der Arbeit bedeutend erhöht, so konnte das nur von dem vermehrten Eiweißumsatz herrühren; war er der gleiche, so war die Quelle der Muskelkraft nicht im Eiweiß, sondern in den stickstofffreien Nahrungsstoffen zu suchen. Das Problem war also in schärfster Weise zugespitzt, und so konnte die Entscheidung nicht auf sich warten lassen. ~Fick~ in Gemeinschaft mit ~Wislicenus~[748] zeigten an sich selbst und ~Voit~[749] am Hunde, +daß die Stickstoffausscheidung im Harn auch bei der größten Muskelanstrengung nicht bemerkenswert gesteigert wird+.
Damit schien die Frage in exaktester Form gelöst. Man schloß, daß die Eiweißzersetzung nicht die ausschließliche Quelle der Muskelkraft sein könne. Von den stickstofffreien Nahrungsstoffen kommen vor allem die Kohlehydrate und eventuell auch die Fette in Betracht, und in der Tat ist bekannt, daß bei angestrengter Muskeltätigkeit das im Muskel aufgespeicherte Glykogen verschwindet, um sich erst wieder in der Ruhe anzuhäufen. +So wurde infolge dieser scheinbar durchaus einwandsfreien Beweisführung die Ansicht allgemein angenommen, daß die Quelle der Muskelkraft hauptsächlich in der Zersetzung der Kohlehydrate gelegen sei.+
Allein die Vorstellung, daß das Eiweiß bei der angestrengten Tätigkeit der Muskelzelle nicht in erster Linie beteiligt sein soll, mußte jemandem, der mit den allgemeinen Lebenseigenschaften der lebendigen Substanz etwas näher vertraut war, überaus paradox erscheinen. Das Eiweiß ist derjenige Körper, mit dessen Bildung und Zersetzung das Leben untrennbar verknüpft ist, und so mußte es sehr wunderbar sein, daß bei einer gesteigerten Lebenstätigkeit, wie sie die angestrengte Muskelbewegung vorstellt, der Eiweißumsatz der gleiche sein sollte, wie in der Ruhe. So konnte sich auch ~Pflüger~ nie mit dieser Ansicht befreunden. In einer Reihe von ausgezeichneten Arbeiten eröffnete er in neuerer Zeit, gestützt auf einwandsfreie Versuche, gegen die bisher allgemein verbreitete Vorstellung einen Feldzug, in dem er die Zersetzung des Eiweißes als die Hauptquelle der Muskelkraft hinzustellen suchte. Daß sich Hunde mit Fleischnahrung allein erhalten lassen, war schon ~Voit~ bekannt. ~Pflüger~[750] fütterte daher einen Hund viele Monate hindurch allein mit möglichst reinem und fettfreiem Fleisch und ließ ihn mehrmals wochenlang jeden Tag die schwerste Arbeit verrichten. Dabei zeigte das Tier dauernd „eine ganz außerordentliche Stärke und Elastizität in allen Bewegungen“. Da die geringen im Fleisch enthaltenen Spuren von Kohlehydraten und Fett schlechterdings für die Ernährung nicht in Betracht kommen, +so war damit bewiesen, daß die ganze in der schweren Arbeit des Hundes produzierte Energie aus der Umsetzung von Eiweiß stammte+. Um aber zu prüfen, ob etwa das Eiweiß nur bei Mangel an Kohlehydraten und Fetten in der Nahrung als Ersatzquelle für die Muskelkraft diene, stellte ~Pflüger~[751] Versuchsreihen mit gemischter Nahrung an, und diese führten ihn zu dem Ergebnis, daß bei einer aus Eiweiß, Kohlehydraten und Fetten gemischten Kost die Menge von Kohlehydraten und Fetten, die im Stoffwechsel zersetzt wird, ganz allein davon abhängt, ob viel oder wenig Eiweiß gefüttert wird. „Allgemein ist die Menge des zur Zersetzung gelangenden Kohlehydrates und Fettes um so kleiner, je größer die Eiweißzufuhr gemacht wird.“ Die nicht zersetzten Mengen der Kohlehydrate und Fette werden in Körperfett umgewandelt und als Reservematerial im Körper aufgehäuft, während, wie bekannt, das eingeführte Eiweiß, wie viel es auch sei, bis auf einen verschwindend geringen Rest sämtlich zersetzt wird. ~Pflüger~ sagte daher: „+Das Nahrungsbedürfnis wird in erster Linie durch Eiweiß befriedigt.+“ +Das Eiweiß bildet die „Urnahrung“, die Kohlehydrate und Fette nur eine „Ersatznahrung“ bei Eiweißmangel.+
Wenn es nach alledem zweifellos feststeht, daß die Muskelarbeit gänzlich durch die Zersetzung von Eiweiß bestritten werden kann, so muß die ebenso unumstößliche Tatsache, daß die Stickstoffausscheidung im Harn bei der angestrengtesten Muskeltätigkeit nicht entsprechend erhöht ist, zunächst Befremden erregen. In dieser Beziehung verdient ein anderer Versuch ~Pflüger~s Beachtung. ~Pflüger~ fand nämlich, daß auch bei reiner Eiweißnahrung und bei gleichem Kostmaß in der Ruhe und in der Arbeit die Stickstoffausscheidung durch die Muskeltätigkeit nur ganz unbedeutend, ja unter Umständen überhaupt nicht vermehrt wird. Und dennoch mußte die gesamte Arbeitskraft allein aus der Zersetzung von Eiweiß stammen, da keine Kohlehydrate und Fette verfüttert wurden. Dieses merkwürdige Ergebnis wäre bei Ueberschuß an Eiweißnahrung zwar ohne weiteres verständlich, wenn wir daran denken, daß ja schon in der Ruhe +alles+ über ein bestimmtes Maß hinaus in den Körper eingeführte Eiweiß zersetzt wird. Wenn daher, wie sich gezeigt hat, die Energie der Muskelarbeit trotzdem aus dem zersetzten Eiweiß stammen muß, so könnte man daraus schließen, daß das Eiweiß, das bei der Tätigkeit verbraucht wird, an anderen Punkten gespart worden sei, und das wäre um so begreiflicher, als wir wissen, daß alles über ein bestimmtes Maß hinaus genossene Eiweiß gewissermaßen eine Luxuskonsumption vorstellt und daher jeden Augenblick, sobald Bedürfnisse auftreten, für diese zur Verfügung steht. Wenn wir aber sehen, daß, wie ~Voit~[752] gezeigt hat, auch im +Hungerzustande+ des Hundes durch die Arbeit im Tretrade die Stickstoffausscheidung im Harn entweder gar nicht oder nur unwesentlich vermehrt ist, dann können wir diesen Schluß nicht ziehen, und die obige Erklärung reicht nicht mehr aus.
+Dann bleibt uns noch eine Möglichkeit übrig, eine Möglichkeit, die+ ~Pflüger~ +nur gestreift hat: das ist die Vorstellung, daß bei der Arbeit ein Eiweißumsatz im Muskel stattfindet, ohne daß der Stickstoff des umgesetzten Eiweißes im Harn zur Ausscheidung kommt+.
In der Tat ist diese Vorstellung, zu der wir hier durch die Tatsachen gedrängt werden, wenn sie auch einem althergebrachten Dogma in der Physiologie direkt widerspricht, durchaus nicht so paradox, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Dieses Dogma, das den Fortschritt in der Erkenntnis der Lebensvorgänge nicht wenig gehemmt hat, und das nur entstehen konnte, weil man sich bisher ausschließlich mit den Lebensäußerungen der höheren Tiere beschäftigt hat, besteht in dem Satz, daß die Stickstoffausscheidung im Harn ein absolutes Maß für den Eiweißumsatz im Körper sei. Aber eine solche Annahme ist wenigstens in dieser Form +durchaus unerwiesen+[753]. Mit voller Berechtigung können wir zwar sagen: der im Harn ausgeschiedene Stickstoff stammt aus der Zersetzung des Eiweißes oder seiner Derivate; wenn wir aber umgekehrt behaupten: der +gesamte+ Stickstoff der im Körper umgesetzten Eiweißverbindungen wird im Harn ausgeschieden, so haben wir dazu nicht das mindeste Recht, denn die Tatsache, daß alles über ein gewisses Maß genossene +Nahrungseiweiß+ im Körper in solche Atomgruppen umgesetzt wird, deren Stickstoff durch den Harn zur Ausscheidung gelangt, gestattet keine Verallgemeinerung, vor allen Dingen keine Uebertragung auf den Zerfall des +Zelleiweißes+, +des Biogens+. Hier liegt der Punkt, an dem bisher nicht scharf genug unterschieden worden ist. Man hat, wenn man von der Quelle der Muskelkraft sprach, nicht immer hinreichend das tote Eiweiß der Nahrung und das Zelleiweiß oder wie wir sagen, das Biogen der lebendigen Substanz begrifflich auseinander gehalten. Tun wir das aber, so zerrinnt der ganze lange Streit bei genauerer Betrachtung in nichts.
Wie wir sahen, entstehen beim Zerfall des Biogenmoleküls stickstofffreie und stickstoffhaltige Atomgruppen. Die stickstofffreien, wie Kohlensäure, Wasser, Milchsäure etc., verlassen alsbald den Körper. Aber nichts zwingt uns zu der Annahme, daß auch die stickstoffhaltigen Atomgruppen sämtlich den Körper verlassen. Die Tatsachen zwingen uns vielmehr zu der Annahme, daß der stickstoffhaltige Biogenrest, der beim Zerfall des Biogenmoleküls nach Austritt der Kohlensäure, des Wassers etc. übrig geblieben ist, unter Umständen sich auf Kosten der Nahrungsstoffe oder im Hunger auf Kosten der Reservestoffe wieder zu einem vollständigen Biogenmolekül regeneriert. Dann hätten wir einen Biogenzerfall, der keine Stickstoffausscheidung im Harn zur Folge hat. +Es gibt aber keine einzige Tatsache, die dagegen spräche, daß bei der Muskeltätigkeit das Biogenmolekül zerfällt, und daß der stickstoffhaltige Rest die verloren gegangenen stickstofffreien Atomgruppen auf Kosten der Nahrung immer wieder regenerierte. Eine solche Sparsamkeit gerade mit dem kostbaren Stickstoff würde im Gegenteil ganz im Sinne des organischen Haushaltes liegen.+
Diese Vorstellung, die uns hier zunächst als bloße Möglichkeit entgegentritt, auf die wir durch die Erfahrungen hingewiesen werden, gewinnt aber bei genauerer Betrachtung außerordentlich an Wahrscheinlichkeit.
Vor allem nämlich steht sie im Einklang mit unseren allgemeinphysiologischen Ansichten vom Wesen des Lebensprozesses und wird den Vorstellungen gerecht, die wir uns von den Vorgängen in der lebendigen Substanz auf Grund zahlloser Tatsachen machen müssen. Wie wir wissen, bilden die Körper der Eiweißgruppe nicht nur die Hauptmasse aller Stoffe, aus denen die lebendige Substanz besteht, sondern sie sind auch die einzigen von allen organischen Stoffen, aus deren Umsatz +allein sämtliche+ Leistungen des lebendigen Organismus +dauernd+ bestritten werden können. Dazu kommt, daß, wie wir schon früher sahen[754], alle anderen Stoffe, die sich sonst noch in der Zelle finden, teils zum Aufbau der Eiweißkörper und Biogene dienen, teils aus dem Umsatz derselben entstehen. Es ist also eine im höchsten Grade wahrscheinliche Arbeitshypothese, daß das Leben auf das engste an den Aufbau und den Zerfall gewisser hochkomplizierter Eiweißverbindungen gebunden ist, die wir eben deshalb als „+Biogene+“ bezeichneten. Gibt man das zu, dann wäre es aber äußerst paradox, wenn eine Steigerung, und zwar eine so enorme Steigerung der Lebensprozesse, wie sie bei angestrengter Muskeltätigkeit zum Ausdruck kommt, nicht auch notwendig mit einer Steigerung des Biogenumsatzes im Körper verbunden sein sollte. Deshalb glaubte auch ~Liebig~, der Altmeister der physiologischen Chemie, bis an sein Lebensende unermüdlich die Ansicht vertreten zu müssen, daß die Eiweißkörper, welche die Hauptmasse der organischen Muskelbestandteile bilden, welche die Hauptrolle im ganzen Lebensprozeß spielen, diejenigen Stoffe sind, deren Zersetzung die Quelle der Muskelkraft liefert, und deshalb bekämpft auch ~Pflüger~, einer der weitestblickenden unter den Physiologen, heute wieder von neuem die Vorstellung, daß die Muskeltätigkeit ohne Zerfall der Eiweißkörper bestehen könne. Wenn aber bei der Muskeltätigkeit ein gesteigerter Biogenumsatz stattfindet, und wenn trotzdem bei der Muskeltätigkeit nicht mehr Stickstoff ausgeschieden wird als in der Ruhe, dann bleibt eben nichts anderes übrig als der Schluß, daß der stickstoffhaltige Biogenrest sich wieder zum vollständigen Biogenmolekül regeneriert. In der Tat sind auch ohne ein solches Regenerationsvermögen des Biogenmoleküls die einfachsten und allgemeinsten Lebensäußerungen nicht zu verstehen. Wie wäre zum Beispiel die Tatsache des Wachstums, die Tatsache, daß lebendige Substanz immer nur von anderer lebendiger Substanz gebildet wird, anders zu begreifen als dadurch, daß das Biogenmolekül die Fähigkeit hat, nach und nach bestimmte Atome und Atomgruppen an sich zu binden, um so zu einem polymeren Molekül anzuwachsen. Jede Regeneration ferner beruht im Prinzip auf denselben Vorgängen wie jede neue Bildung. Auch die Tatsache der vollkommenen Erholung nach gänzlicher Ermüdung und manche andere Grundtatsache der lebendigen Substanz setzt unbedingt die Regenerationsfähigkeit des Biogenmoleküls voraus.
Was aber besonders wichtig ist, das ist, daß die hier entwickelte Vorstellung beiden sich unversöhnt gegenüberstehenden Auffassungen über die Quelle der Muskelkraft, soweit man die +Nahrungsstoffe+ dabei im Auge hat, gerecht wird. +Sowohl die Eiweißkörper wie auch die Kohlehydrate der Nahrung können nach dieser Auffassung als Quelle für die Muskelkraft dienen.+ Wenn die unmittelbare Energiequelle der Muskeltätigkeit in dem Zerfall und Wiederaufbau des Biogenmoleküls gelegen ist, und wenn beim Zerfall nur stickstoff+freie+ Atomgruppen das Molekül verlassen, so ist es selbstverständlich, daß auch zur Regeneration nur stickstoff+freie+ Atomgruppen verwendet werden, und die Tatsachen beweisen, daß dazu sowohl die Eiweißkörper als auch die Kohlehydrate der Nahrung dienen können, wenn auch, wie ~Pflüger~ gezeigt hat, bei gemischter Nahrung und genügender Eiweißzufuhr das Eiweiß den Vorzug erhält. So ist die unbestreitbare Tatsache, daß auch bei starker Muskeltätigkeit die Eiweißnahrung bis zu einem gewissen Grade durch Kohlehydrate vertreten werden kann, ohne weiteres verständlich, und es ist ebenso berechtigt, zu sagen: die Kohlehydrate der Nahrung liefern die Quelle der Muskelkraft, wie zu behaupten: die Eiweißkörper der Nahrung leisten diesen Dienst. Beide können dieselbe Rolle spielen, aber eben nur dadurch, daß sie dem Biogenrest die stickstofffreien Atomgruppen zu seiner Regeneration zur Verfügung stellen, denn der +funktionelle+ Stoffwechsel erstreckt sich nur auf die stickstoff+freien+[755] Seitenketten des Biogenmoleküls, nicht auf den stickstoffhaltigen Kern. +Aber immer liegt die Energiequelle des Muskels im funktionellen Zerfall des Biogenmoleküls und bleibt dieselbe, ob der Muskel sein Material für die Regeneration des Biogenrestes aus dem Eiweiß oder aus dem Kohlehydrat und Fett der Nahrung bezieht.+
Die hier erörterte Auffassung, nach der die Energieentfaltung bei der Muskelbewegung aus dem funktionellen Zerfall und Wiederaufbau des Muskelbiogens stammt, besitzt den höchsten Grad von Wahrscheinlichkeit, den eine wissenschaftliche Erklärung haben kann. Sie entspringt den Forderungen unserer allgemein-physiologischen Erfahrungen, sie ist imstande, alle bekannten Tatsachen verständlich zu machen, und steht mit keiner einzigen Tatsache im Widerspruch.
Ihr Wert wird sich auch zeigen, wenn wir das +Problem der spezielleren Energiewechselmechanik bei der Bewegung der kontraktilen Substanzen+ etwas näher ins Auge fassen.
d) Theorie der Kontraktions- und Expansionsbewegungen.
Ohne auf die schier zahllosen Theorien, die über den Mechanismus der Muskelkontraktion aufgestellt worden sind, im einzelnen einzugehen, können wir unter den wichtigeren der in der neueren Physiologie geäußerten Auffassungen zwei wesentlich verschiedene Gruppen bemerken. Daß es die chemische Energie ist, welche die Quelle für die Muskelleistungen liefert, darüber herrscht allgemeine Einstimmigkeit, und kann auch nach unseren Vorstellungen über den Lebensvorgang kein Zweifel bestehen. Während aber nach der Meinung einiger Physiologen die mechanische Energie der Muskelarbeit direkt aus dem Umsatz chemischer Energie hervorgeht, wird nach der Ansicht anderer die chemische Energie bei der Muskelkontraktion erst auf dem Umweg durch Wärme in mechanische Energie übergeführt. Die erstere Ansicht wird von ~Pflüger~[756], ~Fick~[757] und anderen[758] vertreten, die letztere besonders von ~Engelmann~[759].
Wir wählen zum Ausgangspunkt für unsere Betrachtung am besten ~Engelmann~s thermo-dynamische Theorie der Kontraktionsbewegungen. ~Engelmann~ sieht eine Schwierigkeit bei der direkten Herleitung der Muskelarbeit aus chemischer Energie in folgendem Umstand. Berechnet man aus der vom Muskel produzierten Energiemenge auf Grund der Annahme, daß dieselbe durch Verbrennung von Kohlehydraten geliefert werde, unter Zugrundelegung einer Verbreitungswärme von rund 4.000 Kalorien pro Gramm Kohlehydrat, die Menge von Substanz, die für die Leistung des Muskels bei einer Zuckung nötig ist, so findet man, daß sie eine ganz erstaunlich geringe ist im Verhältnis zur Masse des Muskels. ~Engelmann~ berechnet, daß nur etwa ein Viermillionstel der ganzen Masse als Quelle für die bei einer Zuckung gelieferte Energie in Betracht kommen kann. Bei dem großen Wassergehalt der Muskeln, den er auf etwa 70–80 Proz. annimmt, hält er es daher für unverständlich, wie durch die direkte Wirkung der nur am Orte wirkenden chemischen Energie einer so geringen Menge von wirksamer Substanz eine so ungeheure passive Masse in Bewegung gesetzt werden kann. Er hält das letztere nur für möglich, wenn die chemische Energie erst in Wärme umgesetzt wird, die sich überallhin verbreiten kann und daher in ihrer Wirkung nicht auf ihren Entstehungsort beschränkt ist. Die Umformung eines Teils der Wärme in mechanische Energie kommt nach der Vorstellung ~Engelmann~s durch Verkürzung quellungsfähiger Elemente infolge der Erwärmung zustande[760]. Bei der letzteren Annahme stützt er sich einerseits auf die Tatsache, daß alle positiv-einachsig-doppeltbrechenden Substanzen, wenn sie quellbar sind, bei der Quellung sich in der Richtung der optischen Achse verkürzen, und anderseits auf den Umstand, daß quellbare Körper stärker quellen, wenn sie erwärmt werden. Im Muskel haben wir aber nach ~Engelmann~s Untersuchungen in der anisotropen Substanz positiv-einachsig-doppeltbrechende Elemente, und wie ~Engelmann~ ebenfalls gezeigt hat, geht bei der Kontraktion des Muskels aus der isotropen, dünnflüssigeren Masse des Muskelsegments flüssige Substanz in die festere Masse der anisotropen Schicht über, so daß diese an Volumen zunimmt. ~Engelmann~ stellt sich daher vor, daß die Elemente der anisotropen Muskelsubstanz, die er als „Inotagmen“ bezeichnet, bei der Muskelerregung infolge der aus chemischer Energie stammenden Wärme quellen und sich verkürzen, so daß eine Zuckung des Muskels erfolgt. Besonders anschaulich macht ~Engelmann~ seine Vorstellung durch einen Versuch, bei dem die Kontraktion des Muskels nach dem thermo-dynamischen Prinzip durch Wärmequellung und Verkürzung einer Darmsaite nachgeahmt wird. In einem mit Wasser gefüllten Becherglase befindet sich in Verbindung mit einem Schreibhebel eine aufgespannte Violinsaite, die umgeben ist von einer Drahtspirale. Durch Schließung eines Stromes kann die Drahtspirale erwärmt werden, so daß sich die Wärme der Darmsaite mitteilt. Die Folge davon ist, daß sich die Darmsaite durch Quellung verkürzt und durch Hebung eines Gewichts eine gewisse Arbeit leistet. Bei Oeffnung des Stromes und Abkühlung der umgebenden Drahtspirale erfolgt dann wieder eine Streckung der Saite. Durch seine geniale Einfachheit macht dieser Versuch die ~Engelmann~sche Auffassung außerordentlich anschaulich, und es ist nicht zu leugnen, daß er dadurch auf den ersten Blick sehr für die thermo-dynamische Theorie einnimmt. Dennoch lassen sich mehrfache Bedenken gegen diese Theorie geltend machen, und in der Tat sind auch besonders von Fick[761] gegen ~Engelmann~s Auffassung bereits verschiedene, schwerwiegende Einwände erhoben worden.
Es ist nicht notwendig, hier alle Schwierigkeiten zu erörtern, die sich der Annahme der ~Engelmann~schen Theorie entgegenstellen. Nur +eine+ Schwierigkeit mag kurz hervorgehoben werden, weil uns ihre Betrachtung hinüberleitet zu einer anderen Auffassung, die sich auf Grund der mikroskopischen Tatsachen den chemischen Theorien der Muskelkontraktion anschließt. Wir müssen nämlich von einer Theorie der Muskelkontraktion fordern, daß ihr +Prinzip+ nicht bloß für die Erklärung der Muskelbewegung, sondern auch für die Erklärung aller anderen Formen der Kontraktionsbewegungen, d. h. also auch für die Protoplasmabewegung und Flimmerbewegung, Gültigkeit besitzt. „Da dieselben durch alle Uebergänge unter sich und mit der Muskelbewegung verbunden sind, muß dasselbe Erklärungsprinzip bei allen Anwendung finden können.“ Dieser ersten und obersten Forderung, die ~Engelmann~ selbst aufstellt, entspricht aber die obige Theorie nicht ganz. Sie ist z. B. nicht imstande, die Bewegungen amöboider Protoplasmamassen zu erklären. Gerade diese einfachste aller Kontraktionsbewegungen macht der ~Engelmann~schen Auffassung unüberwindliche Schwierigkeiten. Um die Tatsachen der amöboiden Bewegung mit seiner Theorie in Einklang zu bringen, ist ~Engelmann~[762] zu der Annahme gezwungen, daß auch im amöboiden Protoplasma kontraktile Elemente vorhanden sein müssen, die eine langgestreckte Form haben und in der Weise quellbar sind, daß sie bei der Quellung kugelig werden. Allein diese Annahme läßt sich einerseits wohl kaum begründen, anderseits ist sie auch nicht imstande, die Tatsachen wirklich zu erklären. Trotz genauer Untersuchung ist es nämlich nicht gelungen, im amöboiden Protoplasma ähnliche doppeltbrechende Elemente zu finden, wie in den faserig differenzierten Formen der kontraktilen Substanz. Die Beobachtung, daß beim +Actinosphaerium+ die Pseudopodien einen doppeltbrechenden Achsenstrang haben, ist nicht verwendbar, weil der Achsenstrahl der +Actinosphaerium+-Pseudopodien überhaupt nichts mit der Kontraktion zu tun hat, sondern nur eine Gleitbahn vorstellt, auf der das kontraktile Protoplasma strömen kann, analog den Radiolarienskelettstrahlen, wie sie besonders bei der Gruppe der +Acanthometriden+ sehr verbreitet sind. Aber selbst wenn das kontraktile Protoplasma der Rhizopoden etc. aus lauter langgestreckten und bei der Quellung kugelig werdenden Elementen bestände, wäre auf Grund dieser Annahme das Ausstrecken so außerordentlich langer und dünner fadenförmiger Pseudopodien, wie sie die meisten Foraminiferen und Radiolarien und zahllose Rhizopodenformen des Süßwassers charakterisieren, vollkommen unbegreiflich. Und dennoch ist die Bildung dieser Pseudopodienformen nichts anderes als die Ausstreckung der kürzeren, stumpfen oder zerfetzten Ausläufer einer +Amöbe+ oder eines +Leukocyten+. Aber selbst die Bildung dieser Pseudopodien kann man sich nach der ~Engelmann~schen Auffassung nicht erklären. Wie sollte man sich das Zustandekommen einer auch nur einigermaßen bemerkenswerten Formveränderung des +Amöben+körpers durch bloße Streckung zahlloser, in ihrer Größe weit unter der Grenze der Wahrnehmbarkeit befindlicher Elemente vorstellen, die, wie ~Engelmann~ selbst annimmt, regellos nach allen Richtungen durcheinanderliegen? Diese Schwierigkeiten sind unüberwindlich.
Hier sind wir aber gerade bei dem Punkte angelangt, an dem das Problem der Kontraktionsbewegungen am ersten mit Aussicht auf Erfolg in Angriff genommen werden kann. In der amöboiden Zelle haben wir die primitivste Form der kontraktilen Substanz; hier liegen die Verhältnisse unleugbar viel einfacher als bei den faserig entwickelten Formen mit ihren komplizierten Substanzdifferenzierungen. Dazu kommt noch, daß wir an den freilebenden und verhältnismäßig großen Protoplasmamassen der amöboiden Zellen unvergleichlich viel leichter die Bewegungen des lebendigen Objekts experimentell untersuchen können, als an den sehr kleinen Bestandteilen des Muskels, die, aus der Kontinuität mit den Nachbarn getrennt, unfehlbar in kürzester Zeit zugrunde gehen.
Gehen wir daher aus von der amöboiden Bewegung der nackten Protoplasmamassen[763]. Was allen Kontraktionsbewegungen gemeinsam ist, das ist, wie wir früher[764] gesehen haben, der Wechsel von zwei entgegengesetzten Phasen, einer Kontraktionsphase, bei der die Oberfläche im Verhältnis zur Masse verkleinert wird, und einer Expansionsphase, bei der die Oberfläche wieder vergrößert wird. Bei der amöboiden Bewegung äußert sich die Expansionsphase in der Ausstreckung und die Kontraktionsphase in der Einziehung der Pseudopodien und dem Streben nach Kugelgestalt (Fig. 301). Der Wechsel zwischen beiden bildet den Gesamtvorgang der amöboiden Bewegung. Stellen wir uns daher zunächst einen nackten Protoplasmatropfen vor, etwa eine +Amöben+zelle, so verhält sich, wie wir wissen, diese Protoplasmamasse physikalisch wie eine Flüssigkeit. Ihre Bewegungen müssen also, wie vor allem ~Berthold~[765] in konsequenter Weise für zahlreiche spezielle Fälle durchgeführt hat, den allgemeinen Gesetzen tropfbarer Flüssigkeiten gehorchen. Physikalisch betrachtet ist aber jede Bewegung eines Flüssigkeitstropfens der Ausdruck von Veränderungen seiner Oberflächenspannung, d. h. der Kohäsionsenergie, mit der sich bei einem freischwebend gedachten Tropfen die einzelnen Teilchen untereinander anziehen. Ist die Oberflächenspannung an allen Punkten der Oberfläche gleich groß, so nimmt der Tropfen Kugelform an. Wird sie an einer Stelle durch irgendwelche Vorgänge vermindert, so erfolgt hier infolge des Druckes von den anderen Seiten her eine Vorwölbung des Tropfens, die so lange wächst, bis ein neuer Gleichgewichtszustand hergestellt ist. Wird die Oberflächenspannung an der vorgewölbten Stelle wieder größer, so geht die Protuberanz in entsprechendem Maße wieder zurück. Demnach ist die Kugelgestalt einer +Amöben+zelle der Ausdruck für eine an der ganzen Oberfläche gleich große Oberflächenspannung, die Ausstreckung von Pseudopodien an einzelnen Stellen der Oberfläche das Kriterium für eine Verminderung der Oberflächenspannung an diesen Punkten. +Das Problem der amöboiden Bewegung, in dieser Weise präzisiert, gipfelt also in der Frage, aus welchen Bedingungen heraus einerseits eine Verminderung der Oberflächenspannung (Ausstreckung der Pseudopodien) und anderseits wieder eine Erhöhung der Oberflächenspannung (Einziehung der Pseudopodien und Streben nach Kugelform) zu stande kommt.+
Ueber +die Bedingungen für die Verminderung der Oberflächenspannung+ geben uns die bereits früher besprochenen Versuche ~Kühne~s[766] an +Amöben+ und +Myxomyceten+ Aufschluß. Wenn ~Kühne~ einen Tropfen mit +Amöben+ in ein sauerstofffreies Medium brachte, das im übrigen indifferent war, wie etwa Wasserstoff, so blieb die amöboide Bewegung allmählich stehen, und die +Amöben+ verharrten in den Gestalten, die sie gerade beim Kriechen angenommen hatten. Ließ er aber nunmehr wieder Sauerstoff hinzutreten, so begann die Bewegung von neuem, es wurden neue Pseudopodien ausgestreckt, und die +Amöben+ krochen weiter. Nicht minder deutlich sind die Versuche ~Kühne~s an Myxomycetenplasmodien. Kühne brachte ein Klümpchen eines eingetrockneten +Didymium+plasmodiums in ein Kölbchen, das mit sauerstofffreiem Wasser gefüllt war. In diesem Zustande blieb jede Pseudopodienentwicklung tagelang aus. Ließ er indessen einige kleine Luftblasen in das Kölbchen hineintreten, so begann die Pseudopodienausbreitung sofort, und nach fünf Stunden hatte sich das Protoplasmaklümpchen an der Innenwand des Kölbchens zu einem reichverzweigten Netzwerk ausgestreckt. +Hiernach liegt es auf der Hand, daß es die chemische Einfügung des Sauerstoffs in die lebendige Substanz sein muß, welche die Oberflächenspannung an bestimmten Stellen herabsetzt und so zur Pseudopodienbildung führt. Bei einseitiger Einwirkung des Sauerstoffs muß dieses Prinzip zur positiven Chemotaxis führen, wie sie auch tatsächlich durch+ ~Stahl~[767] +bei nackten Protoplasmamassen nachgewiesen worden ist.+ Bezüglich der Art und Weise, wie die Aufnahme des Sauerstoffs aus dem Medium die Oberflächenspannung des Protoplasmatropfens vermindert, werden wir uns jedenfalls zu denken haben, daß durch die chemische Einfügung des Sauerstoffs in die lebendige Substanz mit der Veränderung der chemischen Zusammensetzung die Kohäsion des Protoplasmas gelockert wird.
Daß durch chemische Beziehungen gewisser Bestandteile eines Flüssigkeitstropfens zu Stoffen des umgebenden Mediums amöboide Formveränderungen und Bewegungen des Tropfens hervorgerufen werden, dafür haben wir übrigens ein sehr anschauliches Analogon in der unbelebten Natur. Dasselbe liefern uns die interessanten Versuche von ~Gad~[768] über das Verhalten von Oeltropfen in alkalischen Medien, die später auch von ~Quincke~[769] studiert worden sind. Bekanntlich enthalten ranzige Fette und Oele zwischen den reinen Fett- und Oelmolekülen auch Moleküle von freien Fett- resp. Oelsäuren. Bei Berührung von freien Fett- resp. Oelsäuren mit Alkalien verbinden sich aber beide zu löslichen Seifen. Bringt man daher einen ranzigen Oeltropfen in eine schwach alkalische Flüssigkeit, so tritt an der Berührungsfläche beider eine fortwährende Seifenbildung ein. Dadurch wird die Oberflächenspannung lokal hier und dort vermindert, und es erfolgt eine richtige Pseudopodienbildung des Oeltropfens. Durch Abstufung der Alkaleszenz des Mediums und des Gehalts des Oeltropfens an freien Säuren kann man die verschiedensten Ausbreitungsformen erzeugen, von denen manche eine verblüffende Aehnlichkeit mit den Pseudopodienformen bestimmter Rhizopoden besitzen (Fig. 302).
Auch die positive +Chemotaxis+ nackter Protoplasmamassen konnte bei Berücksichtigung der hier entwickelten Bedingungen der Oberflächenspannungsveränderungen experimentell an leblosen Objekten nachgeahmt werden. So hat neuerdings ~Rhumbler~[770] positive Chemotaxis von Ricinuströpfchen nach Chloroform oder Nelkenöl oder 5-proz. Kalilauge hergestellt, indem er sie in ein Medium von 80-proz. Alkohol brachte. Hier krochen die Ricinusöltröpfchen genau wie die Leukocyten im Wirbeltierkörper in Kapillarröhrchen hinein, die mit den chemotaktisch wirkenden Stoffen angefüllt waren. Ebenso hat später ~Bernstein~[771] an Quecksilbertropfen künstlich eine chemotaktische Bewegung erzeugt, indem er sie in verdünnte Schwefelsäure setzte und in einige Entfernung einen Kristall von Kaliumbichromat brachte, das sich allmählich auflöst, an den Quecksilbertropfen herandiffundiert und als einseitiger Reiz lokal die Oberflächenspannung des Tropfens unter Bildung eines Niederschlages von Quecksilberchromat herabsetzt, so daß eine positiv chemotaktische Bewegung des Tropfens nach dem Kaliumbichromat erfolgt.
Kann demnach durch chemische Beziehungen gewisser Teilchen eines Tropfens zu Stoffen des umgebenden Mediums die Oberflächenspannung +vermindert+ werden, so muß umgekehrt eine Oberflächenspannungs+vermehrung+ zustande kommen durch gesteigerte Anziehung zwischen den Teilchen des Tropfens. Eine solche Steigerung der Kohäsion zwischen den Bestandteilen des Protoplasmas wird verständlich, wenn wir daran denken, daß ja die Stärke der Molekularattraktion durch Veränderungen der chemischen Konstitution der Moleküle beeinflußt wird. Oben hatten wir gesehen, daß die Kohäsion durch die chemische Einfügung des Sauerstoffs in die lebendige Substanz vermindert wird. Tritt nunmehr der Zerfall der Biogenmoleküle ein, so liegt wohl die Vorstellung nahe, daß diese tiefgehende chemische Veränderung wieder mit einer Zunahme der Kohäsion verbunden ist.
Auf Grund dieser Vorstellung würden wir uns etwa folgendes Bild von dem Mechanismus der amöboiden Protoplasmabewegung machen können. Gehen wir aus von der Kugelform der amöboiden Zelle, so würde durch die chemische Einfügung des Sauerstoffs in das Protoplasma an einer beliebigen Stelle der Peripherie die Oberflächenspannung lokal herabgesetzt werden, das Protoplasma würde sich vorbuchten, und da hierdurch immer neue Protoplasmamassen mit dem Sauerstoff des umgebenden Mediums in Berührung kämen, würde sich je nach der eigentümlichen Beschaffenheit des Protoplasmas ein mehr oder weniger langes Pseudopodium bilden. Das wäre die Mechanik der Expansionsphase. Durch die Einfügung des Sauerstoffs hätte dann die lebendige Substanz den Höhepunkt ihrer labilen Konstitution erreicht. Sie würde in gewissem Grade schon spontan zerfallen, in höherem Maße aber bei Einwirkung dissimilatorisch erregender Reize. Mit ihrem Zerfall würde die Oberflächenspannung wieder größer, und so müßte das gereizte Protoplasma in zentripetaler Richtung wieder zurückfließen, so daß das Pseudopodium sich einzöge, ein Vorgang, der ja durch die verschiedensten Reize in so überaus charakteristischer Weise hervorgerufen wird. Das wäre die Mechanik der Kontraktionsphase. Nach ihrer Rückkehr zum zentralen Zellkörper hätten die Protoplasmamassen Gelegenheit, sich mit Hilfe der vom Protoplasma und Zellkern produzierten Stoffe, die zum intakten Leben der Zelle unumgänglich notwendig sind, wieder zu regenerieren, um dann nach Einfügung des Sauerstoffs ihren Weg von neuem zu beginnen.
Durch den Aufbau und Zerfall der Biogenmoleküle würden diese abwechselnden Veränderungen in der Kohäsion des Protoplasmas, die zur Entstehung der Expansions- oder Kontraktionsphase führen, vollkommen verständlich werden, mag man nun die Einfügung des Sauerstoffs in das Biogenmolekül selbst als den kohäsionsherabsetzenden und den oxydativen Zerfall des Biogenmoleküls als den kohäsionserhöhenden Faktor annehmen oder mag man die Kohäsionsverminderung erst mit der Oxydation der Zerfallsprodukte des Biogenmoleküls und die Kohäsionserhöhung mit der Entstehung dieser Produkte verbunden denken.
Auf Grund der hier entwickelten Vorstellung werden ferner alle speziellen Vorgänge, die sich bei der Bewegung amöboider Protoplasmamassen zeigen, verständlich. Vor allem erklären sich daraus auch ohne weiteres die Nekrobiose-Prozesse nackter Protoplasmamassen, wie man sie z. B. bei den abgeschnittenen, kernlosen, hyalinen Pseudopodien von +Difflugien+ etc. sehr schön verfolgen kann (Fig. 303): das anfängliche Fortbestehen der amöboiden Bewegung, das allmähliche Aufhören der Pseudopodienbildung und endlich das Absterben im kugeligen Kontraktionszustande[772]. Anfangs, gleich nach dem Abschneiden der Masse, stehen noch eine Menge der Kern- und Protoplasmastoffe, welche die Biogenmoleküle zu ihrer Regeneration brauchen, im Protoplasma zur Verfügung. Die Ausstreckung und Einschmelzung der Pseudopodien geht daher anfangs wie vorher noch ungestört weiter. Allmählich werden diese Stoffe aber verbraucht, die Biogenmoleküle zerfallen, die Pseudopodien ziehen sich ein, die Regeneration der Biogene wird unmöglich, die Sauerstoffaufnahme sinkt. Es werden daher keine neuen Pseudopodien mehr gebildet, und wenn alle Biogenmoleküle zerfallen sind, stirbt die Masse ab, ohne mehr ihre Kugelform zu verändern.
Die hier entwickelte Vorstellung vom Mechanismus der amöboiden Protoplasmabewegung hat aber zugleich auch den großen Vorteil, daß sich ihre Prinzipien unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse im einzelnen Falle auf sämtliche andere Kontraktionsbewegungen, auf die Protoplasmaströmung in den Pflanzenzellen ebenso wie auf die Flimmerbewegung und auch auf die Muskelbewegung anwenden lassen. Wir wollen hier nur noch den kompliziertesten Fall, die Bewegung der quergestreiften Muskeln, kurz herausgreifen. Beim Muskel müssen wir das einzelne Muskelsegment ins Auge fassen, denn der Bewegungsvorgang spielt sich schon an jedem einzelnen Muskelsegment ab. Wie wir bereits früher sahen[773], besteht das Muskelsegment aus zwei verschiedenen Substanzen, der in der Mitte gelegenen, festeren anisotropen Substanz und der zu beiden Seiten der letzteren aufgelagerten isotropen Substanz (Fig. 304). Die mikroskopisch sichtbaren Veränderungen bei der Kontraktion und Expansion, wie sie ~Engelmann~[774] u. a. bis in die Einzelheiten festgestellt haben, bestehen im wesentlichen darin, daß bei einer auf Reizung erfolgenden Kontraktion isotrope Substanz von beiden Seiten in die anisotrope hineinfließt, so daß die anisotrope an Volumen zunimmt. Dadurch nimmt die Höhe des ganzen Segments ab, die Breite dagegen zu. Dabei ist die Tatsache beachtenswert, die ~E. A. Schäfer~[775] fand, daß die anisotrope Substanz, die ihren Ort nicht verändert, durch das bereits früher[776] erwähnte Röhrchensystem (Fig. 305) dem Zuflusse der isotropen Stoffe eine möglichst große Oberfläche darbietet. Die so entstehende Formveränderung des Muskelsegments repräsentiert eine Verringerung der Oberfläche bei gleichbleibender Masse im Sinne einer größeren Annäherung an die Kugelgestalt. Stellen wir uns nun vor, daß durch den explosiven Zerfall der Biogene bei der Kontraktion die Kohäsionsverhältnisse im Muskelsegment sich so ändern, daß die Oberflächenspannung des Muskelsegments größer wird, so würde damit die Formveränderung des Segments, d. h. die Kontraktionsphase der Bewegung nach denselben Prinzipien verständlich werden wie die Annahme der Kugelgestalt nach Reizung bei einer Amöbe. Indem dabei isotrope Substanz mit anisotroper Substanz sich mischt, sind für die Restitution der zerfallenen Biogenmoleküle günstige Bedingungen gegeben und nehmen wir an, daß die Sauerstoffzufuhr ohne die ja eine vollständige Erholung des Muskels nicht stattfindet, die Kohäsion wie bei der Amöbe wieder vermindert, so ist damit auch das Verständnis für die Entstehung der Expansionsphase ermöglicht. Mögen sich nun auch die Vorgänge, die sich ja zurzeit noch vollständig unserer Kenntnis entziehen, im einzelnen etwas anders abspielen, jedenfalls scheint das Prinzip der Beeinflussung der Molekularattraktion durch die Veränderungen der chemischen Konstitution der Moleküle, dasselbe Prinzip, das die amöboide Bewegung verständlich macht, auch imstande zu sein, künftig den noch so dunklen Vorgang der Muskelbewegung in seinen wesentlichen Punkten aufzuhellen. Auch ~Bernstein~[777] übrigens, der sich früher dieser Auffassung der Muskelkontraktion nicht angeschlossen hatte, ist in neuester Zeit zu dem Ergebnis gelangt, daß die Muskelkontraktion auf der Entwicklung einer durch chemische Prozesse erzeugten Oberflächenenergie beruhe. Er nimmt dabei als Entstehungsort der erhöhten Oberflächenspannung in der Muskelfaser die Grenzfläche zwischen der Substanz der Primitivfibrillen und des Sarkoplasmas an. Mag das zutreffen oder nicht, jedenfalls handelt es sich um das gleiche Prinzip der Umsetzung von chemischer Energie in Oberflächenenergie.
Hier mündet aber unsere Betrachtung des Mechanismus der Kontraktionsbewegungen von selbst wieder in unsere Vorstellung von dem Energiewechsel bei der Muskeltätigkeit ein, und wir sind wieder zu derselben Auffassung gelangt, die wir auf einem ganz anderen Wege bereits gewonnen hatten, +daß nämlich die Tätigkeit des Muskels auf dem Wechsel von Zerfall und Regeneration der lebendigen Protoplasmateilchen beruht+.
* * *
Wir stehen jetzt am Ende unserer Untersuchungen über die Mechanik des Zelllebens. Ausgehend von der Vorstellung, daß im Stoffwechsel der eigentliche Lebensvorgang liegt, dessen Ausdruck die mannigfachen Lebensäußerungen sind, mußten wir die elementaren Lebensäußerungen der Zelle auf die Kette der Stoffwechselvorgänge, durch welche die einzelnen Teile der Zelle untereinander und mit der Außenwelt verbunden sind, zurückzuführen suchen, und gerade unsere letzten Erörterungen über die Bewegungsvorgänge an der Zelle liefern uns das beste Beispiel dafür, wie die Vorgänge des Formwechsels und Energiewechsels untrennbar mit den Vorgängen des Stoffwechsels verknüpft sind, wie alle drei in Wirklichkeit ein einziges Ganzes bilden, das nur der Betrachtung verschiedene Seiten bietet. Soweit es unsere wissenschaftlichen Erfahrungen bisher ermöglichen, haben wir unsere Aufgabe zu lösen gesucht. Freilich hat dabei manche Vermutung, manche Hypothese die weiten Zwischenräume zwischen den bisherigen Kenntnissen ausfüllen müssen, und manche empfindliche Lücke bleibt trotzdem noch offen. Aber die Zellularphysiologie ist eben erst im Entstehen begriffen, und die eiserne Notwendigkeit ihrer Entwicklung, verbunden mit ihrer großen Leistungsfähigkeit, ermutigen zu den höchsten Erwartungen.
III. Die Verfassungsverhältnisse des Zellenstaates.
Hat bis jetzt bei allen unseren Untersuchungen und Experimenten, Erörterungen und Theorien immer die einzelne Zelle als selbständiger Elementarorganismus im Vordergrunde des Interesses gestanden, so bleibt uns nunmehr am Ende des langen Weges, den wir im Verfolg des physiologischen Problems zurückgelegt haben, noch übrig, wenigstens in Kürze auf den Mechanismus einzugehen, der aus dem Zusammenleben der Zellen im Zellenstaate resultiert. Das Leben des vielzelligen Organismus ist die Resultante aus dem Leben der einzelnen Zellen, die seinen Zellenstaat zusammensetzen, aber durch das Zusammenleben und die daraus entspringende gegenseitige weitgehende Beeinflussung der einzelnen Zellen sind mancherlei besondere Verhältnisse bedingt, die in den Lebensäußerungen des vielzelligen Organismus einen charakteristischen Ausdruck finden.
A. Selbständigkeit und Abhängigkeit der Zellen.
Wir haben an einer anderen Stelle gesehen, daß die Größe der einzelnen Zelle nur eine sehr beschränkte ist und sein kann[778]. Aus dieser Tatsache ergibt sich eine wichtige Konsequenz. Ein größerer Organismus kann niemals von einer einzigen Zelle gebildet werden, die Entstehung eines größeren Organismus ist vielmehr nur möglich durch Aufbau aus vielen einzelnen Zellen. In der Tat wissen wir ja, daß alle größeren Organismen +Zellenstaaten+ sind. Aber durch die Vereinigung mit anderen ihresgleichen sind Verhältnisse gegeben, die das Leben der einzelnen Zelle wesentlich modifizieren, so daß sich die Lebensäußerungen der Zelle anders gestalten, als wenn sie frei lebte. Wie jede Staatenbildung erfordert auch die Bildung des Zellenstaates einen Kompromiß zwischen den einzelnen Individuen. Ohne einen solchen Kompromiß ist keine Staatenbildung denkbar. Der Kompromiß besteht darin, daß jede Zelle ein Stück ihrer Selbständigkeit aufgibt für den Gewinn, den sie aus dem Zusammenleben mit anderen Zellen zieht. Die spezielle Form dieses Kompromisses zwischen den einzelnen Kontrahenten ist aber im gegebenen Fall ungeheuer verschieden. Wir finden in den Zellenstaaten der Organismenreihe noch viel mannigfachere Verfassungsformen verwirklicht, als wir sie in der menschlichen Gesellschaft entwickelt sehen, und es würde eine überaus lohnende Aufgabe sein, die moderne Soziologie einmal unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verfassungsformen verschiedener Zellenstaaten zu behandeln. Es würden zweifellos manche soziale Reformvorschläge ganz anders ausfallen, als wir sie jetzt bisweilen vernehmen.
Selbstverständlich kann ein Zellenstaat nur leben, wenn seine einzelnen Konstituenten ein eigenes Leben führen, denn das Leben des Zellenstaates ist nur der Ausdruck des Lebens der einzelnen Zellen. Außer den Zellen ist nichts Lebendiges im Zellenstaat. Die selbständige Lebenstätigkeit der einzelnen Zelle ist also unumgängliche Vorbedingung für das Leben des zusammengesetzten Organismus. Wie viel aber die einzelne Zelle von ihrer Selbständigkeit aufgibt, dadurch, daß sie sich mit anderen vereint, das unterliegt einer enormen Mannigfaltigkeit. +Etwas+ muß sie immer aufgeben, das ist ohne weiteres klar, wenn wir daran denken, daß durch das Zusammenleben verschiedener Zellen die äußeren Lebensbedingungen für die einzelne Zelle in hohem Grade verändert werden. Ja, Zellen, die das freie Einzelleben dauernd mit dem Leben im Zellenstaate vertauscht haben, wie die Gewebezellen der höheren Pflanzen und Tiere, gehen sogar meistens in kurzer Zeit zugrunde, wenn sie aus dem Verband mit ihren Genossinnen getrennt werden. Die übrigen Zellen des Zellenstaates sind eine äußere Lebensbedingung für die Gewebezelle geworden.
Dieses Abhängigkeitsverhältnis, in dem die Zellen des Zellenstaates zueinander stehen, ist im allgemeinen um so geringer und die Selbständigkeit der einzelnen Zelle um so größer, je tiefer wir in der Organismenreihe hinabsteigen, je mehr noch die einzelnen Zellen des Zellenstaates einander gleichen.
Die einfachsten Verhältnisse haben wir im Reiche der Protisten. Hier finden wir noch Zellenstaaten mit dem Urtypus einer echt republikanischen Verfassung, Zellenstaaten, in denen jede Zelle der anderen tatsächlich noch gleich ist und die Fähigkeit besitzt, auch unabhängig von den anderen allein für sich zu existieren. Ein +Carchesium+stöckchen (Fig. 306 I), eine +Eudorina+kolonie (Fig. 306 II), eine +Magosphaera+kugel (Fig. 306 II) sind solche wahren Zellenrepubliken. Bisweilen trennen sich die Mitglieder dieser Staaten voneinander und führen ein unabhängiges Leben weiter. Aber solange sie im Staate miteinander vereint sind, besteht selbst in diesen echt republikanischen Zellenstaaten trotz der hohen Selbständigkeit der einzelnen Zellen ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis. Das einzelne +Carchesium+ wird durch seine Nachbarn beeinflußt. Zuckt einer seiner Nachbarn plötzlich zusammen, so wird es durch die Erschütterung ebenfalls zu einer Zuckung veranlaßt. Die einzelne +Eudorina+- oder +Magosphaera+zelle ist ebenfalls in ihrer Bewegung abhängig von den anderen. Der Schlag ihrer Wimpern treibt sie nicht hin, wo sie bei freier Beweglichkeit hinschwimmen würde, sondern er ist nur eine der vielen Komponenten, aus denen die Bewegung der ganzen kugeligen Kolonie resultiert.
Viel größer als in diesen wahren Zellenrepubliken des Protistenreiches ist aber die Abhängigkeit der Zellen schon in den Zellenstaaten der Pflanzen und der niedrigsten, in sozialer Beziehung mit ihnen auf gleicher Stufe stehenden Cölenteraten. Man hat auch die Verfassung der Pflanzen noch als eine republikanische bezeichnet im Gegensatz zu der mehr monarchischen Verfassung der Tiere. Das ist richtig; allein die Verfassung des Zellenstaates der Pflanzen, Schwämme, Hydroidpolypen ist nicht mehr die primitive Form der Republik, wie wir sie bei den Protistenkolonien sahen. Wir finden hier schon nicht mehr die Fähigkeit der einzelnen Zelle, aus der Gemeinschaft der anderen getrennt selbständig für sich existieren zu können. Die Abhängigkeit von den anderen Zellen ist schon zu groß. Dagegen können kleinere Gruppen von Zellen sich noch selbst erhalten und gesondert weiter leben. Man kann z. B. die Blätter mancher Pflanzen, wie ~Vöchting~[779] gezeigt hat, in winzig kleine Stücke zerhacken und aus dem Brei wieder ganze Pflanzen züchten, und ebenso lebt jedes Stück einer zerschnittenen +Hydra+, wie wir sahen, selbständig weiter (Fig. 2 p. 66).
Noch enger als bei den Pflanzen und niedrigsten Cölenteraten ist die Abhängigkeit der einzelnen Zellen voneinander in manchen Geweben der höheren Tiere. Hier herrscht vielfach eine ausgesprochene Despotie. Ein interessantes Beispiel liefert die Verfassung der Flimmerepithelien. Bekanntlich besteht ein Flimmerepithel aus vielen nebeneinanderliegenden Reihen hintereinander angeordneter Flimmerzellen, deren jede eine Anzahl Flimmerhaare besitzt (Fig. 307 I). Die Flimmerhaare dieser Zellen sind in einem schnellen, rhythmischen Schwingen begriffen. Dabei fällt aber in die Augen, daß die Flimmerbewegung der einzelnen Zellen einer Reihe nicht regellos und unabhängig voneinander erfolgt, sondern daß eine Metachronie des Wimperschlages besteht[780], in der Weise, daß die Flimmerhaare sämtlicher Zellen, von der obersten Zelle der Reihe angefangen, in regelmäßiger Reihenfolge hintereinander schlagen. Viel besser als am mikroskopischen Flimmerepithel der Wirbeltiere kann man übrigens diese Tatsache an den Flimmerplättchenreihen der Ctenophorenrippen beobachten (Fig 307 II). Hier, wo die Flimmerplättchen mit bloßem Auge sehr deutlich zu sehen sind, und wo die Bewegung oft sehr langsam abläuft, bemerkt man ohne weiteres, daß jedes Plättchen nur schlägt, wenn das vorhergehende geschlagen hat, und dann wieder in Ruhe bleibt, bis vom ersten Plättchen her eine neue Schlagwelle kommt. Schneidet man aus einer +Beroe+ eine solche Rippe mit dem darunter liegenden Gewebe heraus, so hat man eine Flimmerreihe in übersichtlichster Form. Beim obersten Plättchen beginnt die Bewegung und pflanzt sich fort auf alle folgenden. Ist das oberste Plättchen in Ruhe, so sind es auch alle folgenden, nie schlägt ein Plättchen in der Mitte der Reihe, während die vorhergehenden in Ruhe sind. Hält man ein Plättchen mitten in der Reihe fest, so laufen die Flimmerwellen von oben her nur bis zu diesem Plättchen, hier bleiben sie stehen und alle Plättchen abwärts in der Reihe stehen still (Fig. 307 III). So steht also jedes Plättchen in engstem Abhängigkeitsverhältnis von dem nächstoberen und kann sich niemals selbständig bewegen. Alle Plättchen aber werden auf diese Weise von dem ersten Plättchen der Reihe in ihrer Bewegung bestimmt (Fig. 308 A). Trotzdem besitzt jedes Plättchen in potentia noch eine volle Selbständigkeit. Schneidet man z. B. die Reihe durch, so übernimmt das Plättchen, das jetzt als erstes in der Reihe steht, die Führung und beherrscht durch seinen Schlag und seine Ruhe die sämtlichen abwärts in der Reihe stehenden Plättchen, so daß die beiden getrennten Hälften der Reihe nun in gesondertem Rhythmus schlagen (Fig. 308 B). Ja, jedes einzelne aus der Reihe herausgenommene Plättchen, vorausgesetzt, daß noch die zu ihm gehörigen Zellkörper daran haften, schlägt selbständig in rhythmischer Weise für sich. Wir haben hier einen interessanten Fall vollständiger Subordination. Jede Flimmerzelle eines Epithels besitzt isoliert, solange sie am Leben bleibt, vollkommene Autonomie ihrer Bewegung, im Verbande mit ihresgleichen dagegen hat sie die Selbständigkeit ihrer Bewegung vollkommen aufgegeben. Dieses Verhältnis ist unumgänglich nötig für das Zustandekommen eines metachronen Flimmerschlages, der in motorischer Beziehung wesentliche Vorteile bietet. Daher finden wir auch dasselbe Verhältnis nicht bloß zwischen den einzelnen Flimmer+zellen+ eines Epithels, sondern auch schon zwischen den einzelnen Flimmer+haaren+ einer Zelle. In einer langen Reihe von Flimmerhaaren, wie sie z. B. bei Wimperinfusorienzellen besonders deutlich zu sehen sind, besteht dieselbe Metachronie des Schlages. Kein Flimmerhaar schlägt, ehe das vorhergehende geschlagen hat. Steht das oberste still, so steht die ganze Reihe still. Und dennoch zeigt auch hier jedes einzelne Haar, aus dem Zusammenhang mit den anderen getrennt, vollkommene Selbständigkeit der Bewegung. Schneidet man z. B. bei +Spirostomum+ die lange Peristomwimperreihe an einer Stelle ein, so können beide Hälften unabhängig voneinander schlagen[781]. Ja, trennt man ein einzelnes Wimperhaar mit einem Tröpfchen daran hängenden Protoplasmas vom Zellkörper ab, so schlägt es rhythmisch selbständig weiter, bis es zugrunde geht. Wir müssen also annehmen, daß die vollständige Abhängigkeit, in der das einzelne Flimmerhaar ebenso wie die einzelne Flimmerzelle von den nächstoberen steht, bedingt ist durch irgendeinen Mechanismus des basalen Protoplasmas, der jede selbständige Bewegung verhindert und nur Impulse von oben her übermittelt[782]. Das ist aber nur möglich, wenn beim Flimmerepithel eine ununterbrochene Kontinuität des basalen Protoplasmas durch die ganze Zellenreihe hin besteht. In der Tat wissen wir auch, daß protoplasmatische Verbindungen zwischen den einzelnen Zellen im Zellenstaat der Pflanzen wie der Tiere weit verbreitet sind.
Die weitgehendste Abhängigkeit aber haben wir schließlich beim höheren Tier in der Herrschaft der Nervenzellen über die Zellen der verschiedenartigsten Gewebe. Je höher wir in der Tierreihe hinaufsteigen, um so mehr sehen wir die Tendenz der Nervenzellen, ihre Herrschaft auf +alle+ Gewebe des Körpers auszudehnen. Dabei geht der Verlust der Selbständigkeit bei vielen Gewebezellen so weit, daß ihre Lebenstätigkeit, solange sie nicht durch Impulse von den Nervenzellen her erregt wird, auf ein Minimum herabsinkt. Die Spontaneität geht vielfach scheinbar ganz verloren. Ein Skelettmuskel führt bei den Wirbeltieren nie mehr spontan eine Zuckung aus, nur allein die Ganglienzellen des Zentralnervensystems können ihn durch ihre Impulse zu einer Kontraktion veranlassen. Freilich dürfen wir uns durch das Fehlen der spontanen Zuckungen beim Muskel nicht verführen lassen, zu glauben, daß die Stoffwechselvorgänge, welche die Muskeltätigkeit charakterisieren, während der Ruhe vollständig stillstehen. Das ist nur scheinbar der Fall. Wie uns der Vergleich des zum Muskel strömenden arteriellen Blutes mit dem aus dem Muskel kommenden venösen Blute lehrt, verlaufen auch während der Ruhe im Muskel dieselben Stoffwechselprozesse wie in der Tätigkeit, aber in so geringem Umfange und so gleichmäßig, daß es nicht zu einer Zuckung kommt. Erfahren sie aber durch Nerveneinfluß eine plötzliche Steigerung, so tritt die Zuckung ein. Ganz analog dem Abhängigkeitsverhältnis der Muskelzellen ist das Verhältnis vieler anderer Gewebezellen, z. B. der Drüsenzellen zum Zentralnervensystem, und sogar das Verhältnis der Ganglienzellen untereinander ist von derselben Art.
Das allgemeine Prinzip, das der Bildung des Zellenstaates und damit der Entstehung eines mehr oder weniger engen Abhängigkeitsverhältnisses der einzelnen Zellen voneinander zugrunde liegt, ist dasselbe Prinzip, das überhaupt alle Entwicklung beherrscht. Es ist das Prinzip der Utilität. Das Zusammenbleiben der Zellen nach der Teilung und damit zunächst die Entstehung eines aus mehreren gleichartigen Zellen bestehenden Staates, wie wir sie bereits im Protistenreich finden, hat schon den Vorteil des größeren Schutzes für die einzelne Zelle. Durch das bloße Zusammenbleiben der Zellen ist aber, wie wir sahen, schon ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis der einzelnen Zellen voneinander bedingt. Daß dieses Abhängigkeitsverhältnis, je weiter wir in der Entwicklungsreihe der Organismen aufwärts steigen, um so enger und fester wird, ist wiederum ein Ausdruck des Utilitätsprinzips: denn je größer die Einheitlichkeit in der Verwaltung des ganzen Zellenstaates, um so sicherer und größer ist nicht nur die Leistung des Ganzen, um so größer ist auch der Nutzen, den die einzelne Zelle von dem Zusammenleben hat. Die Einheitlichkeit der Verwaltung des Zellenstaates wird aber durch das Abhängigkeitsverhältnis der einzelnen Zelle von den übrigen Zellen wesentlich bestimmt. Wie schließlich derartige nutzenbringende Einrichtungen sich auf natürliche Weise entwickeln müssen, dafür hat uns die Selektionstheorie ~Darwin~s, die das Problem aller Zweckmäßigkeit in der organischen Welt zuerst naturwissenschaftlich behandelt hat, ein allgemein mechanisches Verständnis zu liefern gesucht. Freilich sind die speziellen mechanischen Bedingungen in jedem einzelnen Falle immer erst näher zu untersuchen.
B. Differenzierung und Arbeitsteilung der Zellen.
In der Entwicklung eines Abhängigkeitsverhältnisses der Zellen voneinander bei der Entstehung des Zellenstaates haben wir nur +eine+ Folge des Zusammenlebens der Zellen kennen gelernt. In der Tat kann das auch die einzige Folge bleiben, solange der Zellenstaat gewisse Dimensionen nicht überschreitet. Wird aber der Zellenstaat nach allen Dimensionen größer, entwickelt er sich zu einer kompakten Masse, so macht sich eine andere notwendige mechanische Folge des Zusammenlebens bemerkbar, das ist die Differenzierung und Arbeitsteilung der Zellen.
Die Differenzierung der Zellen besteht bekanntlich darin, daß die Zellen verschiedenartige Charaktere annehmen, so daß ein Zellenstaat entsteht, der nicht mehr aus gleichartigen Zellen zusammengesetzt ist, sondern aus Zellen und Zellgruppen verschiedener Art. Damit sind nicht nur morphologische, sondern selbstverständlich auch physiologische Unterschiede zwischen den einzelnen Zellen des Staates gegeben, d. h. die Leistungen der einzelnen Zellgruppen werden verschieden, und es findet eine Arbeitsteilung der einzelnen Zellen oder Zellgruppen statt. Differenzierung und Arbeitsteilung sind voneinander untrennbar.
Die mechanischen Bedingungen der Zellendifferenzierung im Zellenstaat liegen ziemlich klar zutage. Wir wissen, daß die sämtlichen Eigenschaften eines Organismus Ausdruck der Wechselwirkung zweier Faktoren sind, nämlich der Beziehungen zwischen seinen inneren und äußeren Lebensbedingungen[783]. Verändert sich einer dieser beiden Faktoren, so ist damit auch eine Veränderung der Eigenschaften des Organismus verknüpft. Stellen wir uns daher eine Zelle vor, die sich durch fortgesetzte Teilung in lauter kleine Nachkommen teilt, und nehmen wir an, daß alle diese Nachkommen zusammenbleiben und einen Zellenstaat bilden, so werden sämtliche Konstituenten dieses Zellenstaates, die aus den fortgesetzten Teilungen hervorgehen, einander immer gleich bleiben, solange die +äußeren+ Bedingungen, unter denen jede Zelle steht, dieselben sind, wie für jede andere. Solche Zellenstaaten haben wir im Protistenreich bereits kennen gelernt. Aber ein solcher Staat ist nur möglich, wenn die Zellen alle linien- oder flächenartig nebeneinander geordnet sind. Das ist in der Tat hier der Fall. Die größten, aus gleichartigen Zellen zusammengesetzten Zellenstaaten, die wir unter den Protisten kennen, die bereits zu den Pflanzen hinüber führen, die Algen, sind entweder Fäden, wie die Konferven (Fig. 309), oder blattartige Gebilde, wie die mächtigen Ulvaceen, bei denen in einer Fläche Zelle an Zelle gereiht ist, so daß der Teil ihrer Oberfläche, welcher frei bleibt, und der Teil, welcher von den Nachbarn begrenzt wird, in jeder Zelle derselbe ist. So steht jede Zelle unter den gleichen äußeren Lebensbedingungen. Denken wir uns aber, daß die aus der Teilung einer Zelle hervorgehenden Zellen nicht sämtlich unter den gleichen äußeren Bedingungen bleiben, so müssen sich mit der Zeit Verschiedenheiten herausbilden, falls nicht die Zellen zugrunde gehen. Dieser Fall ist realisiert bei der Bildung eines jeden Zellenstaates, dessen Zellenarten nicht flächenhaft angeordnet sind, sondern sich als größere solide Komplexe nach allen Seiten des Raumes verteilen. Hier stehen die Zellen, die im Inneren des massigen Zellenstaates liegen, unter völlig anderen äußeren Lebensbedingungen als die Zellen an der Oberfläche. Infolgedessen müssen sie auch morphologisch und physiologisch in einen Gegensatz zu den letzteren treten, so daß eine Differenzierung und Arbeitsteilung erfolgt. Die einfachsten Beispiele dafür haben wir ebenfalls schon in gewissen Formen der Protisten, die so ein äußerst interessantes Uebergangsglied zu den Zellenstaaten der Pflanzen oder der Tiere bilden. Eine derartige Organismenform ist z. B. die +Protospongia Haeckelii+ (Fig. 310), eine Kolonie von Geißelinfusorien, die im histologischen Bau eine gewisse Aehnlichkeit mit den niedrigsten Spongien hat. An der Oberfläche einer gallertigen Masse sitzen zahlreiche Kragengeißelzellen, im Innern der Gallertmasse dagegen befinden sich viele amöboide Zellen ohne Geißel. Hier haben wir also eine Differenzierung der im Innern und der an der Oberfläche lebenden Zellen, die bereits außerordentlich augenfällig ist und deren Genese ohne weiteres auf der Hand liegt. Besonders interessant ist nämlich an dieser Organismenform, daß man an ihr deutlich beobachten kann, wie die Differenzierung nur so lange existiert, als die beiden Zellarten unter verschiedenen Bedingungen stehen. Die amöboiden Zellen des Innern haben nämlich die Fähigkeit, an die Oberfläche zu wandern, und in diesem Falle entwickeln sie sich ebenfalls zu Kragengeißelzellen. Bei diesen niedrigsten Formen des differenzierten Zellenstaates besitzen also die einzelnen Zellen noch die Fähigkeit der Umwandlung in andere Formen im höchsten Maße.
Was wir im Protistenreiche nur in den ersten Andeutungen finden, die Differenzierung der Zellen durch Anpassung an die durch verschiedenartige Lagerung gegebenen äußeren Bedingungen, das ist für den Aufbau des pflanzlichen und tierischen Zellenstaates das fundamentale Prinzip, das in weitgehendem Maße und bis in die feinsten Einzelheiten hinein verwirklicht ist, und das schließlich zum Aufbau eines so komplizierten Organismus führt, wie ihn der Zellenstaat des menschlichen Körpers bildet. Die ganze Entwicklung des kompliziertesten Tierkörpers mit allen seinen Differenzierungen beruht allein auf dem Prinzip, daß die aus fortgesetzter Teilung der Eizelle hervorgehenden Zellen und Zellenhaufen, je weiter die Zellvermehrung fortschreitet, aus dem einfachen mechanischen Grunde ihrer verschiedenartigen relativen Lage, um so verschiedenartigere Wechselbeziehungen miteinander eingehen und um so verschiedenartigere äußere Lebensbedingungen ertragen müssen, so daß sie durch Anpassung an die sich immer mehr verändernden äußeren Verhältnisse schließlich in allen ihren Eigenschaften immer mehr divergieren und sich differenzieren. Die Mechanik der ontogenetischen Entwicklung durchläuft hier, wie wir aus dem biogenetischen Grundgesetz wissen, soweit nicht speziellere Anpassungen ins Spiel kommen, im wesentlichen dieselben Wege, welche die Entwicklung der Organismen in der phylogenetischen Formenreihe durchlaufen hat. Die mechanischen Bedingungen für die Differenzierung der Zellen bei der Bildung des Zellenstaates sind offenbar in ihren wesentlichsten Punkten die gleichen bei der Ontogenie wie bei der Phylogenie eines jeden Organismus. Freilich bleibt es noch der embryologischen Forschung der Zukunft vorbehalten, die überaus mannigfaltigen speziellen Verhältnisse, die ebenso verschieden sind, wie die Organismenformen selbst, im einzelnen aufzudecken.
Wenn wir die mechanischen Bedingungen der Zellen+differenzierung+ im komplizierten Zellenstaat in der Veränderung ihrer Wechselbeziehungen mit der Umgebung suchen müssen, die für jede Zelle und Zellengeneration durch die fortgesetzte Zellteilung gegeben ist, so sind damit auch die Bedingungen für eine +Arbeitsteilung+ der Zellen bei der Entwicklung des Zellenstaates zugleich realisiert[784]. Die Leistung eines jeden vielzelligen Organismus ist Ausdruck der Tätigkeit seiner einzelnen Zellen. Sind die Zellen verschieden, so tragen sie auch in verschiedener Weise zur Gesamtleistung des ganzen Organismus bei. Daß dieses Zusammenarbeiten ein einheitliches und zweckmäßiges werden muß, macht das Prinzip der +Selektion+ verständlich, das alle organische Entwicklung, die phylogenetische in gleicher Weise wie die ontogenetische, beherrscht. Nur solche Zellenstaaten, in denen die aus der fortgesetzten Teilung der Eizelle hervorgehenden Zellengenerationen den speziellen Verhältnissen, unter die sie treten, in zweckmäßiger Weise entsprechen, bleiben am Leben. Alle, bei denen das nicht der Fall wäre, müßten im Kampf ums Dasein durch Selektion zugrunde gehen. Die vollkommenste Zweckmäßigkeit ist aber da, wo die Einzelleistungen der verschiedenen Zellen so ineinandergreifen, daß, obwohl jede Zelle oder Zellgruppe eine andere Leistung zu ihrer Spezialität entwickelt hat, dennoch diese Leistung allen übrigen Zellen, sei es mittelbar oder unmittelbar zu gute kommt, ja für alle übrigen notwendig ist. So wird die außerordentlich weitgehende Differenzierung und erstaunlich feine Arbeitsteilung der einzelnen Zellen und Gewebe im Zellenstaat nach bekannten Prinzipien verständlich.
Infolge der weitgehenden Arbeitsteilung hat jede Zellenart, jedes Gewebe, jedes Organ im vielzelligen Staate eine ganz spezielle Aufgabe, und diese Aufgabe bezeichnet die Physiologie seit alter Zeit als die „physiologische Funktion“ des betreffenden Zellenkomplexes. Alle elementaren Lebensäußerungen, die sich bei den niedrigsten Organismen in der einzelnen Zelle abspielen, können im vielzelligen Organismus als spezielle Funktionen in besonders hohem Grade von bestimmten Zellgruppen entwickelt und in weitestgehender Weise besonderen Zwecken angepaßt werden. So entwickelt sich die Bewegung durch einseitige Ausbildung der Kontraktilität bei den höheren Tieren zur besonderen Funktion der Muskelzellen. So bildet sich die Perzeptionsfähigkeit für bestimmte Reizqualitäten in besonders hohem Grade und spezifischer Form als Funktion der Sinnesorgane aus. So steigert sich die Reizleitungsfähigkeit in erstaunlicher Weise zu der Funktion der Nerven. So erfährt der Vorgang der Sekretion in der Funktion der Drüsenzellen seine höchste Ausbildung etc. Das schließt aber nicht aus, daß jede auch noch so speziell differenzierte Zellenart +alle+ elementaren Lebensäußerungen zeigt, nur wird die eine Lebensäußerung in besonders hohem Grade und spezifischer Art als Spezialität entwickelt. Je mehr aber die Spezialitäten der einzelnen Zellen und Zellgruppen allen Zellen zu gute kommen und die Lebensprozesse derselben unterstützen, um so mehr entwickelt sich ein Zellenstaat, der, wie vor allem der Körper der höheren und höchsten Tiere, einen Mechanismus vorstellt, welcher trotz seines außerordentlich großen Umfanges und seiner ungeheuren Komplikation doch in allen seinen Teilen ein vollkommen einheitliches Zusammenwirken zeigt.
C. Zentralisation der Verwaltung.
Verfolgen wir den letzten Punkt, die Entwicklung einer Einheitlichkeit im Zusammenwirken der Zellen und Gewebe des Zellenstaates, noch etwas genauer, so finden wir, daß in dieser Beziehung außer dem Prinzip der Abhängigkeit und der Differenzierung der Zellen noch ein drittes Prinzip in Betracht kommt: das ist das Prinzip der Zentralisation der Verwaltung. Aber dieses Prinzip ist mit den beiden andern aufs engste verbunden, es ist, unter dem Gesichtspunkte der natürlichen Selektion betrachtet, gewissermaßen eine notwendige Folge der beiden ersteren Momente, die sich um so mehr geltend macht, je mehr diese sich entwickeln.
Je weiter die Differenzierung der Zellen geht, je enger das Abhängigkeitsverhältnis der Zellen voneinander wird, um so mehr macht sich für ein einheitliches Zusammenwirken die Notwendigkeit geltend, daß auch entfernter gelegene Zellen, Gewebe, Organe des Zellenstaates miteinander in Beziehung stehen, ein Verhältnis, das sich durch Selektion in immer tiefer gehender Weise entwickeln muß, je komplizierter der Aufbau des Zellenstaates wird. Dadurch ist aber die Entwicklung einer Zentralisation im Zellenstaate bedingt.
Der erste Schritt in der Richtung zur Zentralisation ist eigentlich schon durch die Arbeitsteilung getan, indem gewisse Zellgruppen oder Organe eine bestimmte Funktion für den gesamten Zellenstaat übernehmen. So wird die betreffende Funktion für den ganzen Körper an einer Stelle zentralisiert, und es entstehen so viel Zentren, als sich Organe für bestimmte Funktionen differenzieren. Diesen ersten Schritt im Sinne einer Zentralisation der Verwaltung finden wir bereits im Zellenstaate der Pflanze. Hier schon ist die Funktion der Stärkesynthese, von der die Ernährung der ganzen Pflanze abhängt, in den grünen Blattzellen zentralisiert. Hier sehen wir ferner die Funktion der Wasseraufnahme, ohne die kein Leben auf die Dauer existieren kann, in den Wurzeln allein lokalisiert, und so fort. Im tierischen Zellenstaate sind ganz entsprechende Lokalisationen vorhanden. So ist die Versorgung der einzelnen Gewebezellen mit Nahrung und Sauerstoff bei den höheren Tieren zentralisiert in der Tätigkeit des Herzens, welches das ernährende und sauerstoffreiche Blut zu allen Zellen der verschiedenen Gewebe und Organe hintreibt.
Im tierischen Zellenstaate ist aber auch der zweite wichtige Schritt zur Zentralisation getan, das ist die Verbindung aller einzelnen Funktionszentra oder Organe untereinander, und zwar durch Entstehung eines Zentralnervensystems mit allen seinen Leitungsbahnen. Dieses Prinzip ist es, das in seiner weiteren und weiteren Ausbildung in der Tierreihe schließlich zu jener weitgehenden Zentralisation führt, wie wir sie im komplizierten Zellenstaate der Wirbeltiere und besonders des Menschen entwickelt finden. Im Zentralnervensystem haben wir ein Zentralorgan, das allein die Funktion ausübt, bestimmte Zellen, Gewebe, Organe mit der Außenwelt und untereinander so zu verbinden, daß ein geordnetes Zusammenwirken derselben möglich ist, und je weiter wir in der Tierreihe aufwärts steigen, um so mehr finden wir, wie das Zentralnervensystem im Sinne einer einheitlichen Verwaltung seine Herrschaft allmählich auf nahezu +alle+ Zellen und Zellenkomplexe des Tierkörpers ausdehnt.
Um uns das Prinzip, das der Mechanik des Zentralnervensystems zugrunde liegt, zu veranschaulichen, ist es am zweckmäßigsten, die einfachste Form seiner Funktion ins Auge zu fassen: den +Mechanismus des Reflexes+.
Das Wesen des Reflexes besteht darin, daß ein den Reiz perzipierendes und ein den Reiz in zweckmäßiger Weise beantwortendes Element durch ein zentrales Verbindungsstück so untereinander in Beziehung gesetzt werden, daß jeder auf das reizperzipierende Element einwirkende Reiz zum Zentrum und von hier als Impuls für eine Reizreaktion zum ausführenden Element geleitet wird. Ein solcher Mechanismus, in dem jeder am sensiblen Ende eintretende Reiz mit maschinenartiger Sicherheit eine Reaktion am Erfolgsende hervorruft, ist ein „+Reflexbogen+“.
Die primitivste Form eines Reflexbogens haben wir bereits bei einzelligen Organismen, deren Zellkörper einerseits sensible, anderseits motorische Elemente besitzt und selbst als zentrales Verbindungsstück für beide fungiert. So stellt z. B. ein einzelnes Individuum von +Poteriodendron+ einen solchen Reflexbogen einfachster Art vor (Fig. 312 I). Der auf einem Myoidfaden am Boden eines zierlichen Hüllkelches befestigte Zellkörper besitzt eine Geißel, die außerordentlich sensibel ist. Der geringste Reiz, der auf die Geißel einwirkt, wird zentripetal zum Zellkörper und von hier aus zentrifugal zum Myoidfaden geleitet, so daß der Einwirkung des Reizes auf die Geißel die Kontraktion des Myoidfadens blitzschnell auf dem Fuße folgt. Ganz analog verhält sich z. B. +Vorticella+, nur daß hier die sensiblen Elemente in Gestalt der Wimpern des Peristomwimpergürtels in der Mehrzahl vorhanden sind. Dieselben Verhältnisse haben wir ferner bei den sogenannten Neuromuskelzellen der Cölenteraten (Fig. 312 II). Hier besitzt ebenfalls eine Zelle auf der einen Seite ein sensibles Element und auf der andern eine kontraktile Faser, die sich kontrahiert, sobald das sensible Endorganoid gereizt wird. Was aber in allen diesen Fällen an einer einzigen Zelle differenziert ist, das ist im Nervensystem der Tiere auf mehrere Zellen verteilt.
Als Paradigma kann hier die einfachste Form des Reflexbogens gelten, die wir im Rückenmark der Wirbeltiere finden. Hier sind es mindestens zwei zentrale Zellen, die zwischen die peripherische Aufnahmezelle und die peripherische Erfolgszelle eingeschaltet sind. Von der Haut entspringt eine sensible Nervenfaser, sei es frei, sei es aus einer Sinneszelle, und läuft zu einer Ganglienzelle in einem neben dem Rückenmark gelegenen Spinalganglion. Diese erste zentrale Ganglienzelle (Fig. 313 A) sendet eine andere Nervenfaser ins Rückenmark hinein, wo sich dieselbe in einen aufsteigenden und einen absteigenden Ast mit zahllosen Nebenästen aufteilt. Irgendein solcher Ast setzt sich dann in Verbindung mit einer zweiten zentralen Ganglienzelle, mit einer motorischen Zelle im Rückenmark, die ihre Nervenfaser dann wieder aus dem Rückenmark heraus zu einer peripherisch gelegenen Muskelzelle sendet. So wird also von der sensiblen Ausgangsstation in der Haut der nervöse Impuls durch eine zentripetale Bahn übertragen zu einer Spinalganglienzelle und von dieser durch ihre intrazentrale Bahn zu einer motorischen Ganglienzelle des Rückenmarks, die ihn auf ihrer zentrifugalen Bahn nach der motorischen Endstation im Muskel weitersendet.
Ebenso wie motorisch kann die Endzelle der zentrifugalen Bahn im gegebenen Falle aber auch sekretorisch oder lichtproduzierend oder auch elektrizitätsentwickelnd sein. So werden auf reflektorischem Wege durch die Ganglienzellen des Zentralnervensystems ganz verschiedene und weit auseinander liegende Teile des Zellenstaates miteinander in Verbindung gesetzt und durch Impulse vom Zentralnervensystem her zur Tätigkeit veranlaßt.
Die weiteren Momente, die beim Mechanismus des Zentralnervensystems in Betracht kommen, sind, wenn wir vom Schema des Reflexbogens ausgehen, sehr einfach. Sie bestehen lediglich darin, daß einerseits zwischen sensibles und motorisches Endorgan noch mehr als zwei zentrale Ganglienzellen verschiedener Funktion eingefügt sind (Fig. 313 B), und daß anderseits gewisse Ganglienzellen nicht bloß von einer einzigen Seite, von einer einzigen anderen Ganglienzelle her innerviert werden, sondern von mehreren, unter Umständen von zahlreichen anderen Zellen. So treten die Ganglienzellen und weiter die einzelnen Ganglienzellensysteme vermittels ihrer Nervenfasern in überaus komplizierte und verwickelte Verbindungen untereinander, so daß ein scheinbar unentwirrbares Netzwerk von Ganglienzellen und verbindenden Nervenfasern entsteht, das aber in Wirklichkeit auf das allerfeinste geordnet ist und immer nur ein ganz bestimmtes und einheitliches Zusammenwirken der verschiedenen Teile des Organismus vermittelt, die es untereinander verbindet. Indem einerseits dem Zentralnervensystem von den Sinnesorganen her auf dem Wege der zentripetalen Nervenfasern die Vorgänge in der Außenwelt mitgeteilt werden und indem andererseits vom Zentralnervensystem her, dessen Ganglienzellen bei den Wirbeltieren hauptsächlich im Gehirn und Rückenmark, sowie im sympathischen Nervensystem gelegen sind, die verschiedensten Zellen, Gewebe, Organe des Zellenstaates in zweckmäßiger Weise innerviert werden, entsteht ein zentrales Verwaltungssystem des ganzen Zellenstaates, das durch seine langen Leitungsbahnen selbst die entferntesten Teile des Zellenstaates einer einheitlichen Herrschaft unterwirft (Fig. 314). Man hat daher das Nervensystem sehr anschaulich mit einem Telegraphennetz verglichen, dessen Drähte die entferntesten Regionen eines Landes mit einer zentralen Verwaltungsstelle in Verbindung setzen. In der Tat ist der Vergleich des Zentralnervensystems mit einer großen Telegraphenstation und der Nervenfasern mit den Telegraphendrähten in bezug auf das beiden zugrunde liegende Prinzip der Zentralisation ein sehr glücklicher. Allein man darf denn doch solche Vergleiche nicht zu weit ausspinnen und schließlich in den Nerven wirklich nur noch Leitungsdrähte für Elektrizität erblicken wie das früher vielfach geschehen ist. Die Nervenfasern sind in Wirklichkeit Ausläufer der Ganglienzellen und bestehen ebenso aus lebendiger Substanz wie diese, d. h. sie haben einen Stoffwechsel, mit dem ihr Leben und daher ihre Funktion untrennbar verknüpft ist. Das geht ohne weiteres aus der Tatsache hervor, daß die Nervenfaser nach Abtrennung der Ganglienzelle, zu der sie gehört, als kernlose Protoplasmamasse unfehlbar zugrunde geht, und daß sie in ihrer Erregbarkeit wie Leitfähigkeit, wenn auch in geringerem Grade als die Ganglienzelle, von der Anwesenheit des Sauerstoffs abhängig ist.
Die Art und Weise, wie anatomisch und funktionell die Elemente des Nervensystems untereinander verbunden sind, verdient noch unsere besondere Aufmerksamkeit, da die neueren Untersuchungen über den feineren Bau des Zentralnervensystems, welche durch die namentlich von ~Golgi~, ~His~, ~Retzius~, ~Kölliker~, ~Ramón y Cajal~, ~Weigert~, ~Apáthy~, ~Nissl~, ~Bethe~, ~Harrison~ und anderen so außerordentlich hochentwickelte mikroskopische Technik ermöglicht worden sind, hier ganz eigentümliche, gesetzmäßige Verhältnisse aufgedeckt haben. Wir wissen jetzt, daß der elementare Baustein des Nervensystems das „+Neuron+“ ist, d. h. die Ganglienzelle mit allen ihren Fortsätzen. Von dem Zellkörper der Ganglienzelle gehen nämlich, je nach ihrer Funktion, mehr oder weniger zahlreiche Fortsätze aus, unter denen sich zwei verschiedene Arten voneinander unterscheiden. Die eine Art bildet ein mehr oder weniger reichverästeltes Gezweig und wird daher zweckmäßig als „Dendriten“ bezeichnet (Fig. 316). Es sind die sogenannten „Protoplasmafortsätze“, wie sie die älteren Histologen nannten. Die andere Art bildet den „Nervenfortsatz“ oder die „Nervenfortsätze“. Soviel wir bisher wissen, gibt es nach der Anzahl der letzteren nur zwei verschiedene Arten von Ganglienzellen, unipolare (früher multipolare wegen der zahlreichen Dendriten) mit nur einem Nervenfortsatz (Fig. 313), und bipolare mit zwei Nervenfortsätzen (Fig. 313). Diese Nervenfortsätze sind nichts anderes als die Anfänge der Nervenfasern, die bisweilen eine Länge von 1 m und mehr erreichen. Durch die wichtigen Untersuchungen der letzten Jahre, namentlich durch die Studien ~Ramón y Cajal~s und die Experimente ~Harrison~s über die Entwicklung des Neurons ist jetzt der alte Streit, ob die Nervenfaser eine Kette von selbständigen Zellen oder nur ein Fortsatz der Ganglienzelle sei, endgültig in dem Sinne entschieden worden, daß die Nervenfasern tatsächlich besonders differenzierte Ausläufer der Ganglienzellen sind. Diese Nervenfortsätze der Ganglienzellen nun sind es, welche die entferntesten Zellen des Tierkörpers mit den Ganglienzellen in leitende Verbindung setzen und die Impulse, die von den Ganglienzellen oder den Sinnesapparaten der Peripherie ausgehen, den betreffenden Gewebezellen oder im gegebenen Falle anderen Ganglienzellen übermitteln. In seinem Verlauf vom Ganglienzellkörper bis zu der Zelle, die er innerviert, zeigt der Nervenfortsatz an verschiedenen Punkten aber ein sehr verschiedenes Verhalten. Er sendet hier und dort kollaterale Aeste ab und umgibt sich bald nach seinem Ursprung mit einer aus Myelin bestehenden Hülle, dem „Nervenmark“, die durch die sogenannten ~Ranvier~schen Schnürringe in einzelne Segmente geteilt ist und erst wieder kurz vor der Zelle verschwindet, die der Nerv versorgt. Das Nervenmark selbst, in dem der Nervenfortsatz als „Achsenzylinder“ verläuft, ist meist von einer membranartigen Scheide, dem „Neurilemm“, umgeben. Das Ende des Nerven schließlich zeigt je nach der Art der Zelle, die er innerviert, sehr mannigfache Differenzierungen. So bildet die Ganglienzelle mit ihren Dendriten und ihrem Nervenfortsatz den zellularen Baustein des ganzen Nervensystems, den ~Waldeyer~ in zweckmäßiger Weise mit dem kurzen Wort „+Neuron+“ bezeichnet hat (Fig. 315). Die Gesamtheit der zahllosen Neurone in ihrer Verbindung untereinander stellt das Nervensystem der Tiere vor, wenigstens in seinen wesentlichen Bestandteilen. Alle anderen Bestandteile des Nervensystems sind Stütz- oder Schutzeinrichtungen für die Neurone. Nach den neueren Untersuchungen von ~Golgi~, ~Ramón y Cajal~, ~van Gehuchten~, ~Kölliker~, ~Retzius~, ~His~ und anderen scheint die Verbindung der Neurone untereinander überall derartig zu sein, daß die Dendriten der Ganglienzelle die Reizimpulse aufnehmen, während der Nervenfortsatz die Impulse von einer Ganglienzelle her auf die Dendriten einer anderen überträgt (Fig. 313). Nur die bipolaren Ganglienzellen, die in den zu beiden Seiten des Rückenmarks gelegenen Spinalganglien enthalten sind, besitzen in dem peripherischen Nervenfortsatz eine Bahn, die von der Peripherie her in Form von äußeren Reizen Impulse aufnimmt und auf ihren Ganglienzellkörper in zentripetaler Richtung überträgt, von wo der Impuls dann durch den zentralen Nervenfortsatz und seine Kollateralen mit ihren Endverzweigungen zu anderen Neuronen fortgepflanzt wird. Man kann aber auch hier das allgemeine Gesetz, daß der Nervenfortsatz der Ganglienzelle die Erregung stets in zentrifugaler, die Dendriten der Ganglienzelle stets in zentripetaler Richtung in bezug auf den Ganglienzellkörper fortleiten, als gültig ansehen, wenn man, wie das vielfach geschehen ist, den peripherischen Fortsatz der Spinalganglienzelle nur als einen ungeheuer langen Dendriten betrachtet. Dann wäre die physiologische Richtung der Erregungsleitung im Neuron überall der gleichen Gesetzmäßigkeit unterworfen. Die Dendriten der Ganglienzellen zeigen in manchen Fällen, wie z. B. in den ~Purkinje~schen Ganglienzellen der grauen Hirnrinde, eine ganz erstaunlich reiche Entwicklung (Fig. 316, 317), und bieten damit der Zuleitung der Erregung zum Ganglienzellkörper eine Fülle von Wegen.
In bezug auf die Frage nach der Verbindungsweise der Neurone untereinander sind die Ansichten der Histologen noch geteilt. Während die einen sich durch die ~Golgi~sche Imprägnationsmethode überzeugt zu haben glauben, daß die Nervenendausbreitungen der einen Neurone mit den Dendriten resp. dem Ganglienzellkörper der anderen Neurone nur durch innigen Kontakt zusammenhängen, finden die anderen, daß eine volle Kontinuität besteht, die durch den Uebergang feinster fibrillärer Differenzierungen durch ganze Ketten von Neuronen hindurch vermittelt wird. Wie dem auch sein mag, jedenfalls muß eine Einrichtung vorhanden sein, welche die Kontinuität der physiologischen Erregungsleitung gestattet[785].
Die Art schließlich, wie die Nervenfasern in die peripherischen Endzellen übergehen, die sie innervieren, oder aus denen sie entspringen, ist eine sehr mannigfaltige. Die von der Peripherie des Körpers her zentripetal leitenden (sensiblen) Nerven sowohl wie die zentrifugal nach der Peripherie hin leitenden (motorischen, sekretorischen, elektrischen etc.) Nerven sind je nach dem Organ, in dem sie endigen, verschieden. Unter den zentripetal leitenden, d. h. sensiblen Nerven, gibt es welche, die, ohne mit einer Sinneszelle in Verbindung zu stehen, frei in der Haut endigen. Die anderen entspringen direkt von einer Sinneszelle, die speziell für die Aufnahme des Reizes entwickelt ist, wie z. B. die Stäbchen- und Zapfenzellen des Auges, die Härchenzellen des Ohres, die Riechzellen der Nase (Fig. 318) etc. Unter den zentrifugal leitenden Nervenendigungen sind die der motorischen Nerven in den quergestreiften Muskeln am meisten charakteristisch. Hier wird der Uebergang der Nervenfaser in die Muskelsubstanz durch ein besonders differenziertes Nervenendorgan, die „motorische Nervenendplatte“, vermittelt, eine platten- oder geweihförmige Ausbreitung des Achsenzylinders im Sarkoplasma. Das letztere, das an dieser Stelle sehr körnig und durch viele Zellkerne charakterisiert ist, wird vom Sarkolemm der Muskelfaser bedeckt, welches hier direkt in das Neurilemm des Nerven übergeht (Fig. 319). Viel weniger kompliziert scheint die Endigungsweise der zentrifugalen Nerven in anderen Organen, wie glatten Muskelzellen, Drüsenzellen, Leuchtzellen etc., zu sein, aber diese Verhältnisse bedürfen zum Teil noch genauerer Untersuchung.
Durch die zentrale Verwaltung aller Funktionen des ganzen Organismus im Nervensystem allein ist es möglich, daß der Zellenstaat des Tierkörpers sich in so weitgehender Weise differenzieren konnte. Nur wenn im geeigneten Augenblick dieses oder jenes Organ in Tätigkeit tritt oder in Ruhe bleibt, nur wenn in zweckmäßiger Weise dieses oder jenes Organ auf eine Einwirkung an dieser oder jener Körperstelle reagiert, nur wenn in feinster Harmonie diese oder jene Zellen, Gewebe, Organe zusammenwirken, kann sich ein so überaus komplizierter Mechanismus entwickeln, wie wir ihn im Zellenstaat der Wirbeltiere und vor allem des Menschen vor uns haben.
* * *
Hier mündet die allgemeine Physiologie in die spezielle Physiologie des tierischen und pflanzlichen Zellenstaates und seiner verschiedenen Entwicklungsformen ein. Es ist die Aufgabe der speziellen Physiologie, die besonderen Mechanismen, die sich aus dem Zusammenleben der Zellen im Zellenstaat ergeben, im einzelnen zu untersuchen und ihr Zusammenwirken zu erforschen. Das Gebiet der allgemeinen Physiologie ist hier zu Ende, denn die allgemeine Physiologie reicht nur so weit, als es sich um den Mechanismus derjenigen Lebensäußerungen handelt, die +allen+ Organismen gemeinsam sind. Objekt der allgemeinen Physiologie bleiben daher die elementaren Lebensäußerungen der Zelle; denn die Zelle ist dasjenige Bauelement, das +aller+ lebendigen Substanz zugrunde liegt. +Es gibt keine lebendige Substanz, die nicht zu Zellen angeordnet wäre, und es gibt keine Funktion der lebendigen Substanz, die nicht im Lebensprozeß der Zelle ihren Ursprung hätte. Wenn daher die Physiologie in der Erklärung der Lebensäußerungen ihre Aufgabe sieht, so kann die+ =allgemeine= +Physiologie nur eine Zellularphysiologie sein.+
Sachverzeichnis.
A.
=Abiogenesis= 358
=Abstammung= der Organismen 145
-- der Organismen und anorganischen Körper 363
=Acanthochiasma=, Chromidialapparat von 106
=Acanthocystis=, Bewegung der Myopodien bei 296
=Achseneinstellung= bei Amöben 610
-- bei einseitiger Reizung 608 u. ff.
-- bei Euglena 611
-- bei Paramaecium 613, 616
-- bei Polytoma 612
-- bei Stentoren 616
=Achsenzylinder= der Nerven 718
=Actinosphaerium=, Achsenstrahlen bei 141, 695
-- Anpassung an chemische Reize 421
-- chemische Reizung von 432
-- Ermüdung bei 543
-- Lokomotion von 272
-- mechanische Reizung von 417
-- mechanischer Tetanus bei 454
-- polare Erregung durch den konstanten Strom 491, 567
=Adaptation=, komplementäre chromatische 222
=ADAMKIEWICZsche Probe= 115
=Adenin=, als Nukleinbase 121, 197
=Aerobiose= und Anaerobiose 333 u. ff.
=Aethalium septicum=, Chemotaxis von 507
-- Hydrotaxis von 507
-- Phototaxis von 529
-- Rheotaxis von 524
-- Thermotaxis von 532
-- Trophotaxis von 508
=Aethalium septicum=, Myxomycetenplasmodium 85
=Aether= als allgemeines Narcoticum 435
=Agaricus=, Lichtproduktion von 298
=Aktionsstrom= des Muskels 503
-- des Nerven bei der Ermüdung 556
-- Verhalten bei der Narkose 562
=Albumine=, Charakteristik der 118
=Albuminoide=, Charakteristik der 120
=Albumosen= als Spaltungsprodukte der Eiweißkörper 113, 118
-- als Verdauungsprodukte der Eiweißkörper 179, 193
=Aldohexosen=, chemische Charakteristik der 122
=Algen= bei hohen Temperaturen 346
=Alizarinblau=, Reduktion zu Alizarinweiß 469
=Alkaloide= als spezielle Narcotica 435
=Alkohol= als allgemeines Narkoticum 435
=Alkohol=, scheinbare Erregbarkeitssteigerung durch 562
=Alkoholgärung= 123
=Aloe=, Verhalten der Zellkerne beim Wachsen der Zellwände 628
=Amblystoma=, polare Wirkung des Stromes 494
=Ameisenstaat= als Individuum 67
=Aminosäuren=, Ernährung der Tiere mit 169
-- als Produkte der Eiweißverdauung im Darm 193
-- in keimenden Pflanzen 192
-- als Spaltungsprodukte der Eiweißkörper 116
-- Umwandlung zu Eiweiß in der Darmwand 193
=Amoeba diffluens=, Galvanotaxis von 539
-- =limax=, Bewegung der 278
-- -- chemische Reizung der 431
-- -- Galvanotaxis von 538
-- -- Umwandlung in Amoeba radiosa 221, 410
-- =polypodia=, Fortpflanzung durch Teilung 230
-- =princeps=, Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 477
-- =proteus=, polare Erregung durch den konstanten Strom 495
-- -- Galvanotaxis von 539
-- =radiosa=, Umwandlung in Amoeba limax 221, 410
-- =verrucosa=, Galvanotaxis von 538
=Amöbe=, Vakuole und Fetttröpfchen im Protoplasma der 131, 200
=Amöbe=, verschiedene Formenstadien beim Kriechen 87
-- Fortpflanzung 145
=Amöben=, Abhängigkeit der Protoplasmabewegung von der Temperatur 461 u. ff.
-- Abhängigkeit der Bewegung vom Sauerstoff 696
-- Bewegung der 278
-- Einfrieren 342, 345
-- elektrische Reizung der 498
-- Exkretion fester Stoffe bei 203, 644
-- in Nekrobiose 389
-- künstliche Zerteilung der 355
-- mechanischer Tetanus bei 453
-- Nahrungsaufnahme der 171, 644
-- Narkose der 438
-- Sauerstoffentziehung bei 366
-- Schema der Achseneinstellung bei 610
-- Temperaturmaximum für 346
-- Thermotaxis der 532, 533
-- Verhalten bei steigender Temperatur 566
-- Verhalten kernloser Teilstücke bei 623, 626, 627
=Amphistegina=, polare Erregung durch den konstanten Strom 493
-- Wirkungslosigkeit der Induktionsströme bei 503
=Amphistegina Lessonii=, Narkose von 441
=Amyloidmetamorphose=, Vorgänge der 394
=Amyloidsubstanz= als Glykoproteid 119, 394
=Anabiose= der scheintoten Organismen 154
=Anaerobe= Organismen 169
=Anaesthetica=, lähmende Wirkung der 435
=Anastatica=, Quellungsbewegungen 267
=Anatomie=, vergleichende als Stütze der Deszendenzlehre 375
=ANAXIMANDER=, Abstammungslehre des 8
=Anima=, bei ~Fernelius~ 12
-- im System ~Stahl~s 16
=Anionen= 139, 311
=Anisotrope= Substanz in den quergestreiften Muskelfasern 286
=Anodonta=, Flimmerzellen von 201
=Anophrys=, Chemotaxis nach Sauerstoff 515
-- negative Chemotaxis gegen Kochsalz 516
=Anpassung= als formveränderndes Moment 213
-- an Reize 421
-- individuelle 219
-- phyletische 222
=Antitoxine= als Sekrete 205
=Apfelsäure=, chemotaktische Wirkung auf Farnspermatozoen 514
=Apoplexie= 396
=Apposition=, Wachstum der Kristalle durch 147, 202
=Apposition=, Wachstum der Zellmembran durch 202
=Arbeitslähmung= der Ganglienzellen 551
-- des Muskels 548
-- der Nervenfasern 554
-- Symptome der 542
=Arbeitsteilung= der Zellen im Zellenstaat 709
=Arcella=, Chromidialapparat von 106
=Arcella=, Gasblasenentwicklung bei 140
=Archaeopteryx macrurus= 375
=Archeus= in der Lehre v. ~Helmont~s 14
=Archigonie= 358
=Archoplasma= des Centrosoms 80
=ARETAEUS= 9
=ARISTOTELES= als Polyhistor 9
-- Teleologie bei 10
=ARGENTIERI= 13
=Aroideen=, Wärmeproduktion in den Blütenkolben der 304
=Artemia salina= und =Milhauseni= 220, 411
=Arteriosklerose= 396
=Ascaris=, Zellkern der Samenmutterzellen von 104
-- Chromidialapparat der Muskelzellen von 106
-- Befruchtung des Eies von 241
=Asparaginsäure=, als Produkt der Eiweißverdauung im Darm 193
=Assimilation=, Begriff der 176, 586
-- bei der Pflanze 189
-- Energetik der 259
-- Steigerung durch Nahrungszufuhr 430
-- Verhältnis zur Dissimilation 589
=Astronomische= Kenntnis, ~Du Bois-Reymond~s Begriff der 34
=Atavismus= 214
=ATHENAEUS= 9
=Atmosphäre=, Zusammensetzung der 331
=Atmosphärendruck=, Wirkung der Veränderung des 332
=Atmung=, Begriff der 169
-- Lokalisation der A. in der Zelle 635
-- ~Mayow~s Lehre von der 15
=Atmungslinien= ~Beijerinck~s 333, 515
=Atomzerfall= 108
=Atrophie=, Begriff der 381
-- bei Hunger 381
-- des Kaulquappenschwanzes 382
-- senile 383, 399
-- infolge Nichtgebrauch eines Organes 383
-- Verhältnis des Biotonus bei der 590
=Auferstehungspflanzen=, Quellungsbewegungen der 267
=Aurelia aurita=, Einfrieren von 341
=Auslese=, natürliche 222
=Auslösung=, Begriff der 418
=Ausschleifen= der Bahnen im Nervensystem 600, 603
=AVICENNA= 12
=AVOGADROs Gesetz= 135, 311
B.
=Bacillus anthracis=, Verhalten der Sporen beim Erhitzen 347
-- =butyricus= 124
-- -- Sporenbildung bei 329
-- =prodigiosus=, Wirkung des Lichtes auf 472
-- =proteus mirabilis=, Wirkung des Lichtes auf 472
-- =subtilis=, Verhalten der Sporen beim Erhitzen 347
=Bacterium chlorinum=, Phototaxis von 529
-- =coli=, Wirkung des Lichtes auf 472
-- =lacticum= 124
-- =lineola=, Struktur von 77
-- =phosphorescens=, Abkühlung von 343
-- -- Lichtproduktion von 298
-- =photometricum=, Phototaxis 529
-- -- Wirkung des Lichtes auf 472
-- =termo=, Vermehrung in einer Nährlösung 430
-- aus Sumpfwasser, Struktur 77
=BACON= ~von Verulam~ 14
=Bahnen=, Ausschleifen der 603
=Bahnung=, Begriff der 603
=Bakterien=, angebliche Urzeugung von 359
-- Chemotaxis der 511
-- Differenzierung der Kernsubstanz in 76
-- ~Engelmann~s Methode des Sauerstoffnachweises durch 260
-- lähmende Wirkung von dauernden Erschütterungen 456
-- Scheintod und Anabiose der 155
-- Struktur verschiedener B. 77
-- Temperaturminimum für 343, 464
-- thermophile 346
-- Tod infolge der Anhäufung von Stoffwechselprodukten 642
=Bärentierchen=, Eintrocknen und Anabiose der 154
=Barotaxis=, positive und negative 519
=BARTHEZ=, Vitalist 18
=Basalkörperchen= der Flimmerzellen 291
=Bätylien= 7
=Baustoffwechsel= 596
=BECQUEREL-Strahlen=, Wirkung auf Organismen 478
=Bedingung=, Begriff der 37
=Befruchtung=, Begriff der 228
-- Vorgang der 236
=Beggiatoa=, Stoffwechsel der 327, 333
=BELL, CHARLES=, Lehre von der Funktion der Rückenmarkswurzeln 19
=Berberitze=, Turgeszenzbewegungen der Staubfäden bei der 271
=Beroe ovata=, Bewegung der Schwimmplättchen bei 293, 706
=Betriebsstoffwechsel= 596
=Bewegung= als Kriterium des Lebens 7
-- als Eigenschaft der Organismen 147
=Bewegung=, verschiedene Formen der organischen 263
-- passive 263
-- durch Quellung 266
-- durch Turgeszenzveränderung 268
-- durch Veränderung des spezifischen Gewichts 271
-- durch Sekretion 274
-- durch Wachstum 276
-- durch Kontraktion 276
-- amöboide 277
-- Theorie der amöboiden 695 ff.
=Bewußtsein=, Analyse des 46
-- ~Du Bois-Reymond~s Problem des 34
=Bienen=, Wärmeproduktion der 304
=Bindesubstanzen= als Sekrete 207
=Bioblasten=, ~Altmann~s Begriff der 72
=Biogen=, Charakteristik des 578
-- polymere Moleküle des 649
=Biogenhypothese=, Grundgedanken der 582
=Biomyxa vagans=, ein Süßwasserrhizopod 88
=Biotonus=, Begriff des 589
=Biuretprobe= 115
=Blut=, Strömung des 263
=Blutegel= bei Sauerstoffentziehung 338
=Blutkörperchen=, rote, als kernlose Zellen 75
=Blutkreislauf= im System ~Galen~s 11
-- nach der Lehre ~Serveto~s, ~Colombo~s, ~Cesalpino~s und ~Argentieri~s 13
-- ~Harvey~s Lehre des 13
-- Schema des Blutkreislaufes beim Menschen 713
=BOERHAAVE= 16
=BORDEU=, Begründer des Vitalismus 18
=BORELLI=, Lehre von der tierischen Bewegung 15
=Botrydium granulatum=, Phototaxis der Schwärmer von 529
=Branchipus stagnalis= 220, 411
=Brand=, feuchter 386
-- trockener 384
=Brandblase=, Kolliquation bei der 386
=Brillenschlange=, Experiment der ägyptischen Schlangenbeschwörer mit der 607
=BROWN=, Irritabilitätslehre 18
=Butterfett=, Verbrennungswärme 259
=Buttersäuregärung= 124
C.
=Cannabis sativa=, Verhalten des Zellkerns bei der Bildung eines Wurzelhaares von 629
=Carchesium=, Verdauung bei 176
-- Wirkung des Lichtes auf 474
-- =polypinum=, mechanische Reizung von 452, 705
=Caulerpa= als vielkernige Zelle 83
=Cenogenie= in der Keimesentwicklung 248
=CESALPINO= 13
=Chaetomorpha=, Phototaxis der Schwärmer von 529
=Chara=, Elektrizitätsproduktion von 307
=CHAUSSIER=, Vitalist 18
=Chemolumineszenz= 298
=Chemometrie= 529
=Chemotaxis= der Bakterien 511, 512
-- der Infusorien 516 u. f.
-- der Leukocyten 509, 510
-- der Myxomyceten 507, 508
-- positive und negative 507
-- der Spermatozoen 513, 514, 518
=Chilomonas paramaecium=, Phototaxis von 529
=Chitin=, bei Insekten 207
=Chloralhydrat=, als allgemeines Narcoticum 435
=Chloroform=, als allgemeines Narcoticum 435
=Chloroformtropfen=, Aufnahme und Abgabe geformter Stoffe durch 643
-- Gehäusebau bei 647
=Chlorophyll=, Lähmung der Kohlensäurespaltung im 435
=Chlorophyllkörper= als Bestandteile der grünen Pflanzenzelle 93
-- Mechanik der Kohlensäurespaltung in den 681
-- als Sitz der Kohlensäurespaltung 261
=Cholerabakterien=, Wirkung der ~Becquerel~-Strahlen auf 479
=Choleraspirillen=, Abkühlung von 343
=Choleravibrionen= als fakultativ anaerobe Organismen 333
-- Wirkung des Lichtes auf 472
=Cholestearin=, als Eiweißderivat 122
=Chondrin= im Knorpel 207
=Chondrioderma difforme=, Myxomycetenplasmodium 85
=Chorea= beim Hunde 558
=Chromatin= 105
=Chromidialapparat= 105
=Chromidien= 105
=Chromosomen=, Verhalten bei der Zellteilung 232
=Chymosin=, Kaseingerinnung durch 205
=Chytridien=, Phototaxis der Schwärmer von 529
=Clematis=, Wachstum der Zellwand bei 202
=Clepsidrina blattarum=, eine Gregarine 92
=Closterium=, ~Brown~sche Molekularbewegung bei 264
-- Phototaxis von 530
-- Sekretionsbewegungen von 274
=Coleps hirtus=, Nahrungsaufnahme von 174
=COLOMBO= 13
=Colpidium colpoda= beim Hunger 324
=Colpidium=, Wirkung des Lichts auf 474
=Colpodella pugnax=, Nahrungsauswahl von 175
=Ctenophoren=, Schwimmplättchen der 293, 706
=Cucurbita pepo=, Verhalten der Zellkerne bei der Bildung eines Wurzelhaares 629
=Cysten= als Dauerzustände 330
=Cyanhypothese=, ~Pflüger~s 366, 580
=Cyanradikal= im lebendigen Eiweiß 365, 580
=Cyphoderia=, Thigmotaxis von 520
=Cypripedium=, Verhalten der Zellkerne beim Wachstum der Zellwände 628
=Cytoden= als kernlose Zellen 78
D.
=Dampfmaschine=, Vergleich mit dem Organismus 148
=Daphnia=, Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 477
=Darmepithelzellen=, Nahrungsaufnahme 172
=Darmsaite=, Kontraktion durch Quellung 694
=DARWIN=, Deszendenz- und Selektionslehre 8, 28, 222, 373
=Dattelkerne=, Abhängigkeit der Keimung von der Temperatur 460
=Dauerkontraktion=, tetanische 500
=Degeneration=, amyloide 390
-- fettige 390
-- hyaline 396
-- schleimige 390
-- wachsartige 385
=Dekrement=, bei der Erregungsleitung 426
=Dendriten=, angebliche Plastizität der 441
-- Entwicklung der 599
-- moniliforme Zustände 441
-- der Neurone 441, 716
=Denken=, Entwicklung des logischen 35
=DESCARTES=, Erkenntnistheorie 14
=Desmidiaceen=, Phototaxis der 530
=Deszendenz=, Entdeckung der D. durch ~Lamarck~ 28, 373
=Deszendenzlehre=, bei ~Anaximander~, ~Heraklit~ und ~Empedokles~ 8
-- Begründung durch ~Darwin~ 28, 222, 373
=Diabetes mellitus=, Entstehung von Zucker aus Eiweiß beim 198
=Dialysator= 113, 640
=Dialyseflasche= 135
=Diastase=, Spaltung der Stärke durch 182
=Diatomeen=, Bewegungen 275
-- Phototaxis der 529
-- Stillstand der Bewegungen bei Erschütterungen 456
-- Wirkung des Lichtes auf 477
=Didymium=, Abhängigkeit der Bewegung vom Sauerstoff 696
=Differenzierung=, Mechanismus der D. bei der Entwicklung 669
-- der Zellen im Zellenstaat 709
=Differenztheorie=, ~Hermann~s 313
=Difflugia=, Differenzierung von zweierlei Kernen 105
-- Erregungsleitung bei 427
-- Gasblasenentwicklung 140
-- Gehäusebau bei 175, 646
-- Konjugation bei 240
-- mechanische Reizung von 449
-- Steigen und Sinken der 272
-- Verhalten kernloser Teilstücke von 628, 699
-- Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 477
=Diffusion=, Beeinflussung der D. durch semipermeable Membranen 134, 640
„=Ding an sich=“, Problem des 40
=Dipeptide=, ~Emil Fischer~s Synthese der 117
=Disaccharide=, chemische Charakteristik der 124
=Dissimilation=, Begriff der 177, 586
-- Energetik der 259
-- Verhältnis zur Assimilation 589
=Dissoziation= der Lösungen 311
=DOEBEREINERsches Feuerzeug=, Wassersynthese beim 188
=Dorataspis=, Kieselskelett von 207, 677
=Drosera=, peptonisierendes Enzym bei 205
=Druck=, mechanischer, als Lebensbedingung 350
-- osmotischer 135, 269, 311
-- -- der Körperflüssigkeiten 348, 349
-- -- als Lebensbedingung 348
-- -- bei Landorganismen 348
-- -- bei Wassertieren 348
-- Wirkung des erhöhten 353
-- -- des verminderten 352
=Drucklähmung= der Nerven 456
=Dualismus= von Leib und Seele 44
=DUMAS=, Vitalist 18
=Dytiscus marginalis=, Verhalten der Kerne in den Eizellen von 630
E.
=Eibildung= bei Insekten und Seeigeln 228
=Eier= als weibliche Geschlechtszellen 227
=Einfrieren=, lebendiger Tiere 341
=Einschachtelungstheorie= der Entwicklung 17
=Eisenbakterien=, Stoffwechsel der 327
=Eiweiß=, ausschließliche Ernährung mit 577
-- lebendiges und totes 364, 365, 578
-- passives 194
-- Zersetzung im Zellstoffwechsel 194
-- zirkulierendes 194
=Eiweißkörper=, als allgemeine Nahrung der Tiere 168
-- Aminosäuren als Spaltungsprodukte der 116
-- chemischer Bau des Moleküls der 116
-- diffundieren nicht 112
=Eiweißkörper=, Einteilung der 117, 121
-- als Energiequelle der Muskelarbeit 687
-- Größe des Moleküls der 112
-- hydrolytische Spaltungsprodukte der 113, 118, 121
-- Koagulation der 114
-- als kolloidale Stoffe 112
-- Kristallisation der 114
-- native 118, 121
-- polymerer Bau der 113
-- Reaktionen der 115
-- als spezifische Bestandteile der Organismen 149, 576
-- Verbrennungswärme der 259
=Eiweißverdauung= im Darm 193
=Eiweißsynthese= in der Pflanze 192
=Eiweißmetamorphose=, Stoffe der regressiven 121
=Eizelle=, Größe der 91
-- Befruchtung der 241 ff.
-- Reifung der 238
-- Teilung der 234 ff.
=Eizellen=, Formen der 237
=Elastin= 120
=Elater=, Lichtproduktion von 298
=Elateren= der Sporen des Schachtelhalms 268
=Elektrizität= als äußere Todesbedingung 398
-- Produktion bei den Organismen 307
=Elektroden=, unpolarisierbare 315, 483, 536
=Elektronen= 43
=Elektrotonus= 497
=Element=, galvanisches 310
-- thermoelektrisches 304
=Elementarorganismus=, ~Altmann~s, Begriff des 72
-- die Zelle als 69
=Elemente=, konstante galvanische 482
-- natürliches System der chemischen 107
-- organische 107
-- Umwandlung der 108
-- verschiedene Formen der galvanischen 480, 481
=Embryologie= als Stütze der Deszendenzlehre 375
=EMPEDOKLES=, Deszendenz- und Selektionslehre des 8
=Empfindung= als Urform der Erfahrung 35
=Emulsion=, Spaltung des β-Methylglykosids der 186
=Endoplasma= der Amöbenzelle 276
=Energie=, Kreislauf der E. in der organischen Welt 679 u. ff.
-- spezifische E. der lebendigen Substanz 568
-- Gesetz von der Erhaltung der 27, 251, 307
-- Lehre von der spezifischen E. der Sinnessubstanzen 21
-- Begriff der 249
-- der Bewegung und der Lage 249
-- kinetische und potentielle 249
-- verschiedene Formen der 250
=Energiegleichgewicht= 254
=Entartungsreaktion= der Muskeln 564
=Entelechie= des ~Aristoteles~ 52
=Entladung=, Wirkung der stillen elektrischen 191
=Entwicklung=, Ableitung aus dem Stoffwechsel 669
-- Ableitung aus dem Wachstum 651 u. ff.
-- als Epigenese 669
-- Mechanik der 666
-- als Eigenschaft der Organismen 146
-- des Organismus aus der Eizelle 244
-- bei einzelligen Organismen 244
-- ontogenetische 225
-- phylogenetische 212
-- von Coccidium Schubergi 245
=Entwicklungskreis= der Amöben 245
-- von Coccidium Schubergi 245
=Enzyme=, Begriff der 178, 182
-- als albuminoide Körper 120, 121
-- Sekretion der 205
-- synthetisierende 187
-- Wirkungsweise der 186
=Epidermiszelle= vom Regenwurm mit Schaumstruktur 99
=Epidermiszellen= vom Frosch 88
=Epigenesis=, ~Wolff~s Lehre von der 17, 668
=Epistylis=, Wirkung des Lichtes auf 474
=ERASISTRATUS= 9
=Erbsen=, Wärmeproduktion beim Keimen 304
=Erepsin=, Spaltung der Peptone in Aminosäuren durch 193
=Erfahrung=, Begriff der 35
=Ergograph=, Mossos 544
=Erholung=, Bedingungen der 551
-- Deutung des Vorganges 585
=Erkennen=, Begriff des 35
-- ~Du Bois-Reymond~s Definition 32
=Erkenntnistheorie= bei ~Descartes~ 14
=Erklärung=, Begriff der 6
=Ermüdung= der Ganglienzellen 551
-- des Muskels 544
-- der Nervenfaser 554
-- Symptomenkomplex bei der 549
-- im engeren Sinne 557
=Ermüdungskurve= 544 u. ff.
=Ermüdungsstoffe= 550, 586
=Erodium cicutarium=, Quellungsbewegungen der Samen von 266
=Erregbarkeit=, Abhängigkeit vom Wassergehalt 138
=Erregbarkeit=, Abhängigkeit der E. vom Sauerstoff 584
-- Begriff der 417
=Erregbarkeitsherabsetzung=, Analyse der 603
=Erregbarkeitssteigerung=, Analyse der 603
-- Prinzip der scheinbaren 562 u. ff.
=Erregung=, Begriff der 419
-- dissimilatorische, assimilatorische und totale 591, 592
=Erregung=, Gesetz der polaren 490
-- und Lähmung als primäre Reizwirkungen 569
=Erregungsleitung=, Geschwindigkeit im Nerven 425
-- bei Difflugia 427
-- bei Orbitolites 417
=Erregungsstadium= bei der Narkose 438
=Erschöpfung=, Begriff der 557
=Erstickung= des Nerven 353
-- der einzelligen Organismen 336
-- Symptome der 334
-- der Warmblüter und Kaltblüter 334
-- des Zentralnervensystems 334
=Erstickungskrämpfe= 334
=Erstickungsstoffe= 586
=Essigsäureäthylester=, Gleichgewichtszustand bei der Bildung des 594, 595
=Esterbildung= als Beispiel chemischer Gleichgewichtszustände 594
=Euastrum=, eine Desmidiacee 89
=Eucorallium rubrum= als Individuum höherer Ordnung 67
=Eudorina elegans=, eine Flagellatenkolonie 69, 247, 705
=Euglena=, Schema der Achseneinstellung 611
=Euglena viridis=, eine Geißelinfusorienzelle 90
=EUKLES=, der Läufer von Marathon 542
=EUSTACHIUS= 13
=Exkrete=, Begriff der 200
=Expansion=, Bewegungen durch 276
=Expansionsphase=, Charakteristik 276, 289
=Exoplasma= der Amöbenzelle 278
=Extrastrom= 487
=Exzitationsstadium= bei der Narkose 438
F.
=Fabricia=, Teilung des Eies bei 233
=Fakire=, indische 151
=FALOPPIA= 13
=Federmyographion= ~Du Bois-Reymond~s 425
=Fermente= als albuminoide Körper 120
-- anorganische 184
-- Begriff der gelösten 178
=Fermentum=, Lehre v. ~Helmont~s vom 14
=FERNELIUS= 12
=Ferrocyankaliumprobe= der Eiweißkörper 115
=Fett=, chemische Reaktion 126
-- chemische Zusammensetzung 125
-- Frage der Entstehung aus Eiweiß 197
-- Lokalisation in den Zellen 129
-- Synthese durch Steapsin 188
-- Verdauung 182
=Fettinfiltration= 391
=Fettleibigkeit= 391
=Fettmetamorphose=, Tatsachen der 390
=Fettresorption= im Darm 173
=Fettsäuren=, Formel der 125
=Fetttröpfchen=, mikroskopische Betrachtung 5
=Fibrin=, Verdauung durch Pepsin 178
=Fische=, elektrische 316
-- halbelektrische oder pseudoelektrische 317
-- Temperaturminimum für 343
=Fischembryonen=, Galvanotaxis der 536
=Fleischfresser= und Pflanzenfresser im Hunger 325
-- -- im Stoffhaushalt 167, 682
=Fliegenmade=, Metamorphose der 383
=Flimmerbewegung=, Arbeitsleistung der 296
-- Einfluß der Temperatur auf 462 u. ff.
-- Lähmung durch den elektrischen Strom 504
-- Metachronie der 293, 705
-- Narkose der 438
-- Verbreitung der 289
-- Wirkung des konstanten Stromes auf die 494
=Flimmerepithelzellen= aus dem Nebenhoden des Menschen 290
-- Form der 90
=Flimmerhaare=, Verhalten isolierter 291
=Flimmerzellen= aus dem Darm von Anodonta 291
-- bei Sauerstoffentziehung 338
=Flimmerzellen=, schleimig metamorphosierte 394
=Formaldehyd= als Zwischenprodukt bei der Stärkebildung 191
-- Oxydation mit Salpetersäure 39
=Formbildung=, bestimmende Faktoren der organischen 212, 213
-- Mechanik der F. der Zelle 649
-- der Gasflamme 674
=Forschung=, Aufgabe der wissenschaftlichen 36
=Fortpflanzung=, Ableitung als Folge des Wachstums 652
-- als Eigenschaft der Organismen 144
-- als Wachstumsvorgang 226
-- geschlechtliche und ungeschlechtliche 227
=Fortschritt= in der organischen Entwicklung 378
=Frosch=, Reflextonus beim 423
=Frösche=, Einfrieren der 342, 343
=Froschei=, Teilung des 233
=Froschlarven=, Atrophie des Schwanzes bei den 382
-- Galvanotaxis der 536
=Früchte=, springende 276, 684
=Fruchtzucker= 123
=Fruktose=, Formel der 123
=Funktionswechsel= 317
G.
=Galaktose=, Formel der 123
=GALENUS=, System des 10 u. ff.
=GALVANI=, Entdecker der tierischen Elektrizität 19
=Galvanismus=, Entdeckung des 308
=Galvanometer= 305
=Galvanotaxis= der Amöben 358
-- der Froschlarven und Fischembryonen 536
-- von Halteria und Pleuronema 538
-- kathodische und anodische 538
-- von Opalina 541
-- von Oxytricha und Stylonychia 540
-- der Paramäcien 536, 537
-- der Pflanzen 536
-- von Polytoma uvella 538
-- von Spirostomum ambiguum 539
-- Theorie der 541
-- transversale 541
=Ganglienzelle=, Form der 89
-- ~Purkinje~sche 718
=Ganglienzellen=, angebliche Plastizität der 440
-- Entwicklung der 599 u. ff.
-- mikroskopische Veränderung bei der Ermüdung 553, 554
-- Narkose der 440
-- als Stationen des Zentralnervensystems 714
-- unipolare und bipolare 716
-- verkalkte 396
-- Wirkungen osmotischer Reize auf 445
=Gangrän= 386
=Gase=, der lebendigen Substanz 127
=Gärung=, alkoholische 123
-- Buttersäure- 124
-- Milchsäure- 124
=Gärungsröhrchen= 124
=Gasflamme=, Formdifferenzierung der 673
=Gaskammer=, ~Engelmann~sche 335, 635
=Gedächtnis=, zellulare Grundlage des 600
=Gedanken= als Vorstellungsassoziationen 35
=Gefrierpunktserniedrigung=, Abhängigkeit vom osmotischen Druck 348
=Gehäusebau= bei Difflugien 647
-- bei Chloroform- und Oeltropfen 647
=Geißelzellen= 290
=Gelatinelösung=, gefroren und aufgetaut 345
=Generatio spontanea= oder =aequivoca= 358
=Geotaxis=, positive, negative und transversale 525
=Geschlechtsorgane=, Atrophie der 399
=Geschwülste=, Zellvermehrung bei 431
=Gesetz=, ~Ohm~sches 483
-- der polaren Erregung 490
-- ~Avogadro~s 135, 311
-- von der Erhaltung der Energie 27, 251, 307
=Gesetzmäßigkeit=, Begriff der 36
=Gewebe=, Gewichtsabnahme beim Hunger 326
-- als Individualitätsstufe 69
=Gewicht=, Abnahme der Gewebe beim Hunger 326
-- Bewegung durch Veränderung des spezifischen 271
-- spezifisches, der lebendigen Substanz 139
-- von Paramaecium aurelia 139
=Gewöhnung= an Reize 421
=Gifte=, als äußere Todesbedingungen 397
=GIRTANNER=, Entdeckung der Sauerstoffatmung 19
=Gleichgewichtszustand=, chemischer 594
=Gleichwarme Tiere= 261
=GLISSON=, Kontraktilitätslehre von 15, 18
=Globuline=, Charakteristik der 118
=Glukose=, Formel der 123
=Glykogen= als Polysaccharid 125
-- Bildung aus Eiweiß 198, 577
=Glykolaldehyd= als Zwischenprodukt bei der Stärkebildung 191
=Glykoproteide=, Charakteristik der 119
=Glyzerin= chemische Zusammensetzung 125
=Glyzylalanin=, Synthese des 117
=Glyzylglyzin=, Synthese des 117
=Granula=, als angebliche Elementarorganismen 72
-- als Protoplasmaeinlagerungen 96
-- in den Schaumwänden des Protoplasmas 100
=Gregarinen=, Bewegungen der 275
=Grundgesetz=, biogenetisches 248, 376
=Guanin= als Exkret 211
-- als Nukleinbase 121, 197
=Guaninkalk= als Kristallplättchen im Protoplasma 211
=Gymnotus=, elektrisches Organ von 317
H.
=Haematococcus=, Phototaxis der Schwärmeporen von 529
=Hämoglobin= als Eiweißverbindung 119
-- empirische Formel des 112
-- Kristalle von 114
=Haje=, Experimente ägyptischer Schlangenbeschwörer mit der 607
=HALLER=, Elementa Physiologiae Corporis Humani 16
-- Irritabilitätslehre von 17
-- Präformationslehre von 17
=Halteria=, Galvanotaxis von 538
=Hammer=, ~Neef~scher oder ~Wagner~scher 487
=HAMMEN, LUDWIG VAN= 15
=Harnsäure= als stickstoffhaltiges Zersetzungsprodukt des Eiweißes 121
=Harnsäure=, Bildung im Tierkörper 196
-- chemische Natur der 196
=Harnstoff= als stickstoffhaltiges Zersetzungsprodukt des Eiweißes 121
-- Ausscheidung durch die Nierenzellen 201
-- Bildung im Tierkörper 195
-- ~Wöhler~s Synthese des 49, 365
=Harnwasser=, Ausscheidung durch die Glomeruli 201
=HARVEY=, Entdeckung des Blutkreislaufes 13
-- Generationslehre von 13
=Hauptsatz=, erster und zweiter der Wärmelehre 27
-- erster 251
-- zweiter 252
=Hefemaltase=, synthetisierende Wirkung der 188
=Hefezellen= als Gärungserreger 123, 187
-- Kernapparat der 78
-- mikroskopische Betrachtung der 5
-- Preßsaft der 187
-- unter hohem Druck 353
-- Wärmeproduktion beim Gärungsvorgang 304
-- Zymase 187
=Heliotropismus=, identisch mit Phototaxis 527
=HELMONT, VAN=, Lehre vom Archeus 14
=Hemmung=, Begriff der 603
=Hemmungsprozesse= an der Anode beim Muskel und Nerven 504, 608
=Hemmungsvorgänge=, Theorie der 604, 605
=HERAKLIT=, Lehre vom Kampf ums Dasein 8
=HEROPHILUS= 9
=Herz=, Arbeitsleistung 289
=Herzmuskel=, Ermüdung des 543
=Herzmuskelzellen=, Fettmetamorphose der 392
=Heubazillus=, Abhängigkeit des Wachstums von der Temperatur 460
-- Verhalten der Sporen beim Erhitzen 347
=Hexamitus inflatus=, ein Geißelinfusorium 290
=Hexosen= 122
=HIPPOKRATES= 8
=Hippursäure= als stickstoffhaltiges Zersetzungsprodukt des Eiweißes 121
-- Bildung im Tierkörper 196
-- Synthese mit Nierenbrei 197
=Histolyse= der Muskelfasern 382
=HOFFMANN=, mechanisch-dynamisches System 16
=Holothurien=, Schleimbildung bei 204, 393
=Homunculus= der mittelalterlichen Alchymisten 64
=Homoiotherme Tiere= 261, 303
=Huhn=, sogenannte Hypnose beim 606
=HUMBOLDT, ALEXANDER VON= 10
=Hunger=, Stoffverbrauch im 323
-- Muskelarbeit beim 689
=Hungerkünstler= 325
=Hyalopus Dujardini=, Entstehung der ~Bütschli~schen Wabenstruktur bei 389
-- körniger Zerfall 387
=Hypnose=, sogenannte tierische 422, 606
=Hypoxanthin= als Nukleinbase 121, 197
=Hydra=, künstliche Teilung der 65
I.
=Iatrochemische Schule= 15
=Iatromechanische Schule= 15
=Ignorabimus=, ~Du Bois-Reymond~s 35
=Immunität= 424
=Impatiens=, springende Früchte von 276
=Inaktivitätsatrophie=, Begriff der 383, 416, 564
=Inanition= 323
=Indigblau=, Reduktion zu Indigweiß 185
=Individualität=, verschiedene Stufen der organischen 68, 71
=Individuum=, Begriff des organischen 65
-- reelles und virtuelles 71
=Induktionsstrom=, Entstehung und Gesetze des 486
=Infektionskrankheiten=, Bedeutung der Leukocytenchemotaxis bei 508
-- Immunität gegen 423
-- Symptomenkomplex bei 550
=Infusorien=, angebliche Urzeugung von 358
-- chemische Reizung der 432
-- ciliate und flagellate 90
-- Entdeckung der 15
-- Temperaturminimum für 346
=INGENHOUSS=, Lehre von der Kohlensäureassimilation 19
=Inotagmen= ~Engelmann~s 694
=Intensitätsfaktor= der Energie 253
=Interferenz= von Reizwirkungen 602
=Interzellularbrücken= von Protoplasma 86
=Interzellularsubstanz=, Bildung der 202
=Intussuszeption=, Wachstum der lebendigen Substanz durch 147
-- Wachstum der Zellulosemembran durch 202
=Invertase= 124
=Ionen=, positive und negative 311
-- Wanderungsgeschwindigkeit 312
=Irritabilität= als allgemeine Eigenschaft der Organismen 148
-- Begriff der 417
=Irritabilitätslehre= ~Haller~s 17
=Isolaktose=, Synthese durch Kefirlaktase 188
=Isomaltose=, Synthese durch Hefemaltase 188
=Isotrope Substanz= in der quergestreiften Muskelfaser 286
J.
=Jodprobe= der Eiweißkörper 115
=Jodwasserstoff=, Synthese des 257
K.
=Kalk=, phosphorsaurer im Knochen 207
=Kalkgehäuse= der Foraminiferen 207
-- Regeneration des 627
=Kalkkriställchen= aus den Kalksäckchen des Frosches 5
=Kalknadeln=, Bildung der K. bei Schwämmen und Echinodermen 203, 207
=Kalksäckchen= des Frosches 264
=Kalkschwamm=, Eizelle eines 88
=Kalkskelette=, Bildung der 675
=Kalorie=, Begriff der 254, 306
=Kalorimeter= 306
=Kaltblüter= 261, 303
=Kältestarre= 464
=Kampf= ums Dasein 222
-- -- bei ~Heraklit~ und ~Empedokles~ 8
=Kapazitätsfaktor= der Energie 253
=Kapillarelektrometer= 314
=Kapillarkreislauf= in der Schwimmhaut des Frosches 264
=Kasein= als Pseudonukleoproteid 119
=Katalase= 186, 469
=Katalysator=, Begriff des 184
-- der Reiz als 571
=Katalyse=, Begriff der 184
-- Lähmung der 185
=Kationen= 139, 311
=Kausalbegriff= 37
=Kausalismus=, Begriff des 37
=Kefirlaktase=, synthetisierende Wirkung der 188
=Keimbezirke=, Theorie von den organbildenden 666
=Keimesentwicklung= als Stütze der Deszendenzlehre 375
-- Begriff der 212
=Keratin= 120
=Kernbestandteile=, Differenzierung der 102
=Kernkörperchen= 104
=Kernmembran= 104, 232
=Kernsaft= als Grundsubstanz des Zellkerns 103
=Kernstoffe=, Begriff der 634
=Kernsubstanz=, chromatische und achromatische 103
=Ketohexosen=, chemische Charakteristik der 122
=Kleisterälchen=, Scheintod und Anabiose der 155
=Knochen=, Bildung der 203, 207
Knorpel, Bildung des 203, 207
=Knospenbildung=, Vorgang der 228
=Knospung= als Foren der Zellteilung 234
=Koagulationsnekrose=, Charakteristik der 385
Kochsalzlösungen, physiologische 349
=Kohlehydrate= als Energiequelle der Muskelarbeit 687
-- chemische Charakteristik der 122
-- Entstehung aus Eiweiß 198
-- Lokalisation der K. in der Zelle 129
=Kohlensäure= als Exkret 208
-- als stickstofffreies Endprodukt der Eiweißzersetzung 122, 199
-- Ausscheidung durch die Lungenepithelzellen 201
-- Spaltung in der Pflanze 189, 260, 470, 681
=Kollagen= als organische Grundsubstanz der Knochen 120
-- im Knochen 207
=Kolliquation=, Charakteristik der 385
=Kolonie= als höchste Individualitätsstufe 68
=Konchiolin= 120
=Konditionismus=, Begriff des 37
-- Hauptsätze des 38
=Konjugation=, Vorgang der 239, 404
=Konsistenz= der lebendigen Substanz 129, 277
=Kontinuität= des Lebens 362, 406
=Kontraktilität= als Eigenschaft der lebendigen Substanz 277
=Kontraktion=, Bewegungen durch 276
=Kontraktionsbewegungen=, Problem der 59
=Kontraktionssphäre=, Charakteristik der 276, 188
=Kontraktionstheorie= 692 u. ff.
=Kontraktionswelle= 289
=Kontraktur= des ermüdeten Muskels 548
=Körnchenströmung= des Protoplasmas 263, 280
=Kornein= 120
=Korrelation= zwischen Geschlechts- und anderen Organen 216
-- zwischen den Zellbestandteilen 639
=Kosmozoen=, ~Richter~s Lehre von den 360
=Kostmaß= für den Menschen nach ~Voit~ 260, 322, 429
=Kieselkörper=, Bildung bei Schwämmen 203
=Kieselsäureschalen= der Diatomeen 207
=Kieselskelette=, Bildung der 675
-- der Radiolaren 207
=Kraft=, Begriff der 249
=Kraftlinien=, magnetische, Vergleich mit Zellteilungsfiguren 656
=Kreatin= und =Kreatinin= als Stoffwechselprodukt des Muskels 121, 197
-- -- Entstehung und Schicksal im Tierkörper 197
=Krebsscheren=, Eigenschaften des Oeffnungs- und des Schließmuskels 606
=Kreuzbefruchtung= von Sphaerechinus granularis und Echinus microtuberculatus 621 u. ff.
=Kristalle=, flüssige 672
-- Vergleich der Organismen mit K. 143
=Küchenschaben=, Thigmotaxis der Spermatozoen der 521
=Kurve=, myographische 426
-- der Temperaturwirkung 466
L.
=Labferment=, Kaseingerinnung durch 205
=Laccase= 186
=Lachse=, Verhalten beim Hunger 326
=Lacrymaria olor=, Bewegung kernloser Teilstücke von 624
=Lagekorrektion=, Mechanismus der 422
=Lähmung=, Begriff der 419
-- dissimilatorische, assimilatorische und totale 591, 592
-- und Erregung als primäre Reizwirkungen 567
=Laktase= 124
=Laktose= 124
=Lampyris=, Lichtproduktion von 298
=LAPLACEscher Geist=, ~Du Bois-Reymond~s Fiktion des 33
=LAVOISIER=, Entdeckung des Sauerstoffs 19
=Lävulose= 123
=Leben=, aktuelles und latentes 157
-- Begriff des 3
-- Lehre von der Kontinuität des 362, 406
=Lebensäußerungen=, Begriff der 155
=Lebensbedingungen=, Begriff der 320
-- äußere und innere 321
-- Grenzen der 413
-- Maximum, Minimum, Optimum 413
-- spezielle und allgemeine 321
-- Verhältnis zu den Reizen 413
=Lebensbegriff= ~Preyer~s 371
=Lebenskraft=, Kritik des Begriffes 48
-- Lehre von der 18
-- Wiedererwachen der Lehre von der 31
=Lebensvorgang=, Begriff des 156, 573
-- Charakterisierung des 161
=Leberkapillaren=, Amyloidmetamorphose der 395
=Leberzellen=, Granula in den 72
=Lecithin=, chemische Natur des 121
=Lernen=, zellulare Grundlage des 600
=Leuchtorganismen= 298
=Leucin= als Produkt der Eiweißverdauung im Darm 193
=Leukämie=, Nekrobiose der Leukocyten bei 384
=Leukocyten=, amöboide Bewegung der 279
-- mit aufgefressenen Bakterien 95
-- Beteiligung bei der Histolyse 362
-- Chemotaxis nach Eiterkokken 509
-- -- bei der Metamorphose der Tiere 510
-- -- nach Milzbrandbakterien 510
-- -- nach Weizenmehl und Erbsenbrei 510
-- elektrische Reizung der 498
-- Nahrungsaufnahme der 170
-- Narkose durch Chinin 438
-- in Nekriobiose 389
-- schleimig metamorphosierte 394
-- Verhalten des Kerns in der Chloroformnarkose 637
=LEEUWENHOEK= 15
=Licht= als Bedingung für die Kohlensäurespaltung in der Pflanzenzelle 260
-- kaltes der Organismen 298
-- physiologische Wirkung des 467 ff.
=Lichtbrechungsvermögen= der kontraktilen Substanz 141
-- der lebendigen Substanz 140
=Lieberkühnia=, Verdauung bei 179
=Lipase=, Spaltung der Fette durch 205
=Lösungen=, hypotonische und hypertonische 139
-- kolloidale 112, 134
=Luftballonfahrten=, höchste 351
=Luftdruck=, Minimum des 352
=Luftkalorimeter= 306
=Lumineszenz= 298
=Luzula=, Epidermiszelle eines Laubblattes von 628
M.
=Magnetismus=, sogenannter tierischer 412
=Magnetnadel=, Ablenkung durch den elektrischen Strom 305
=Magosphaera planula=, eine Zellkolonie 247, 705
=Maiskorn=, Züchtung in einer Nährlösung 166
=Macrobiotus Hufelandi= im lebenden und scheintoten Zustande 154
=Makronucleus= 105, 240
=Maltase=, Spaltung der Maltose durch 124, 182
-- Spaltung des α-Methylglykosids durch 189
=Maltose= als Disaccharid 124
-- enzymatische Synthese von 188
=MALPIGHI= 15
=Malzzucker= als Disaccharid 124
=Marathon=, der Läufer von 542
=Masse-Raum-Zeit-System= 6
=Massenwirkungsgesetz= 593
=Mästung= 323
=Mästungsfett=, Ablagerung von 391
=Materialismus= 42
=Materie=, Begriff der 41
-- ~Du Bois-Reymond~s Problem der 33
=MAYOW=, Lehre von der Atmung 15, 19
=Meerschweinchen= mit tonisch kontrahierten Muskeln 422
=Membranen=, Eigenschaften der semipermeablen 134, 268, 640
=Mesembryanthemum crystallinum=, Wasserzellen bei 329
=Metachronie= der Flimmerbewegung 293, 705
=Meteorsteine= als Träger organischer Substanz 361
=Methoden= der Physiologie 62
=Methylglykosid=, enzymatische Spaltung des 186
=Micrococcus prodigiosus=, Wirkung der ~Becquerel~-Strahlen auf 478
-- Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 477
=Mikronucleus= 105, 240
=Milch= als Emulsion 392
-- mikroskopisches Aussehen der 5
=Milchdrüsen=, Fettmetamorphose der 391
=Milchsäure= als Produkt der Eiweißzersetzung 122, 199, 577
=Milchsäuregärung= 124
=Milchzucker= als Disaccharid 124
=Miliola=, Schaumstruktur des Protoplasmas von 100
=MILLONsche Probe= des Eiweiß 115
=Milzbrandbakterien=, Wirkung der ~Becquerel~-Strahlen auf 479
=Milzbrandsporen=, Abkühlung von 343
-- Erhitzung von 347
=Mimosa pudica=, Aethernarkose der 437
-- -- elektrische Reizung der 503
-- -- mechanische Reizung der 448
-- -- Turgeszenzbewegungen der 271
=Mittelscheibe= ~Hensen~s 286
=Molekularbewegung=, ~Brown~sche 264
=MOLISCHsche Probe= 115
=Moneren=, Entstehung durch Urzeugung 360
-- ~Haeckel~s Begriff der 75
-- Nachweis von Zellkernen in 76
=Monosaccharide=, chemische Charakteristik der 123
=Mucigen= als Vorstufe des Mucin 339
=Mucin= als Glykoproteid 119, 125, 393
-- physiologische Bedeutung des 206
=Mucinoide Substanzen= 206
=Mucor=, Anpassung an konzentrierte Salzlösungen 221
-- in konzentrierter Kupfersulfatlösung 349
=MÜLLER, JOHANNES= 20
=Multiplikator= 304
=Mumienweizen=, Keimfähigkeit des 155
=Muskel=, Arbeitsleistung des 289
-- Einfluß der Temperatur auf 463
-- Entartungsreaktion des 564
-- Narkose des 439
-- polare Erregung durch den konstanten Strom 497
-- rhythmische Zuckungen bei chemischer Reizung 423
-- tetanische Kontraktion des 455, 500
-- Verhalten bei der Abkühlung und Narkose 564
-- Verkürzung bei der Einzelzuckung und bei Tetanus 501
=Muskelarbeit=, Energiequelle der 686
-- Theorie der 689 u. ff.
=Muskelbewegung= 283 u. ff.
-- Theorie 692 u. ff.
=Muskelfasern=, glatte und quergestreifte 284
-- Histolyse der 382
-- Lichtbrechungsvermögen 141
-- Wirkungen des Lichtes auf 474
=Muskeln= bei Sauerstoffentziehung 338
-- Totenstarre der 157
-- Wirkung osmotischer Reize auf 446
=Muskelschreiber= 501
=Muskelsegmente=, Bau der 286
=Muskelton= 559
=Muskelzellen=, Bau und Bewegung der quergestreiften 285
-- Bewegung der glatten 284
-- Form der 90
=Mutationstheorie= von ~De Vries~ 223
=Myographion= nach ~Helmholtz~ 500
=Myoide=, elektrische Reizung der 499
-- der Infusorienzellen 284, 433
-- mechanische Reizung der 451
-- Narkose der 438
=Myopodien= bei Acanthocystis 296
=Myrianida=, Fortpflanzung durch Teilung 228
=Myxomyceten=, Abhängigkeit der Bewegung vom Sauerstoff 696
-- Entwicklung 85
-- Protoplasmaströmung bei 283
-- Sauerstoffentziehung bei 336
-- als Syncytien 86
N.
=Nachwirkung= des Reizes 422
=Nährlösung= für Pflanzen 165
=Nahrung=, Aufnahme der gasförmigen und gelösten 170
-- Aufnahme der geformten 170, 171
-- Begriff der 321
-- Mengen der 322
-- Zusammensetzung der 322
=Nahrungsauswahl= seitens der Zelle 175, 645
=Nahrungsvakuole= im Protoplasma 171
=Narcotica=, lähmende Wirkung der 435
-- Löslichkeit in Fetten und Oelen 443
=Narkose= von Amöben 438
-- von Amphistegina Lessonii 441
-- von Ganglienzellen 440
-- der Flimmerbewegung 438
-- von Mimosa pudica 437
-- des Muskels 439
-- des Nerven 442
-- von Noctiluca 439
-- von Pflanzensamen 436
-- von Seeigeleiern 437
-- von Spirogyra 435
-- von Stentor 438
-- Theorie der 443
-- Verhalten des Zellkerns bei der 637
=Naturerkennen=, ~Du Bois-Reymond~s Definition des 32
-- ~Du Bois-Reymond~s Grenzen des 32
=Nebenkerne= der Infusorien 105
=Nebenscheiben= in den quergestreiften Muskelfasern 289
=Nebenschließung=, Prinzip der 484
=Nekrobiose=, Begriff der 160, 380
=Nekrose=, Begriff der 380, 384
=Neoscopelus macrolepidotus= bei Druckerniedrigung 353
=Neovitalismus= 51
=Nepa=, Verhalten der Zellkerne in sezernierenden Zellen 631
=Neurilemm= 718
=Neuromuskelzellen= 714
=Neuron=, Begriff des 716
=Nerv=, Drucklähmung des 458
-- Narkose des 442
-- polare Erregung durch den konstanten Strom 497
=Nerven=, Wirkung osmotischer Reize auf 446
=Nervenendplatte= im Muskel 721
=Nervenfaser=, scheinbare Unermüdbarkeit der 543, 554
=Nervenfasern=, sogenannte trophische 416
-- zentrifugale und zentripetale 715 u. ff.
=Nervenfortsatz= der Ganglienzelle 716
=Nervenmark= 718
=Nervensystem=, Wirkung des Lichtes auf das 474
=Nervenzentra=, sogen. trophische 416
=Netzstruktur= des Protoplasmas 98
=Niederschlagsmembranen= 137, 201
=Nierenzellen= als Ausscheidungsorgane 201
=Nisus formativus=, Lehre vom 19
=Nitroglyzerin=, Explosion des 258, 418, 583
=Nitromonas= 168
=Noctiluca=, Lichtentwicklung bei elektrischer Reizung 503
-- Narkose von 439
-- tetanische Lichtproduktion bei 456
-- chemische Reizung von 434
-- Lichtproduktion von 298
=Nucleolus= 104
=Nucleus= 100
=Nukleine=, Lokalisation im Zellkern 128
-- Reaktionen der 128
=Nukleinbasen=, Herkunft im Tierkörper 197
-- und Nukleinsäuren 119
=Nukleoproteide=, Bau der 119
O.
=Oberflächenspannung=, Veränderung bei der Zellteilung 654
-- Veränderung bei der amöboiden Bewegung 696
=Objekttisch=, heizbarer 460
=Oele=, Bildung aus Stärke 192
-- ätherische als Pflanzensekrete 206
=Oelschäume=, ~Bütschli~s 100
=Oeltropfen=, amöboide Bewegung von 697
=Oenothera Lamarckiana= als mutierende Pflanze 223
=Ontogenie= als Stütze der Deszendenzlehre 375
=Opalina= als vielkernige Zelle 83, 226
-- Galvanotaxis von 541
=Optimum= der Lebensbedingungen 413
=Orbitolites=, Absterben kernloser Protoplasmamassen von 160
-- Erregungsleitung bei 427
-- Kugel- und Spindelbildung auf den Pseudopodien von 132
-- mechanische Reizung von 455
-- Protoplasmabewegung bei 280 u. ff.
-- Thigmotaxis von 519
-- Wirkungslosigkeit der Induktionsströme bei 503
=Organ=, elektrisches 317
-- als Individualitätsstufe 68
=Organisation=, Begriff der 144
=Organismen=, aerobe 331
-- anaerobe 169, 330
-- Aufbau aus Zellen 28, 143
-- Bewegung der 147
-- Charakteristik der lebendigen 161
-- chemische Eigenschaften der 149
-- Fortpflanzung und Abstammung der 144, 145
-- Irritabilität als Eigenschaft der 148
-- ohne Organe 143
-- Stammbaum der 377
-- Stoffwechsel der lebendigen 149
-- Unterschied von anorganischen Körpern 149
-- Vergleich mit Dampfmaschinen 148
-- Vergleich mit Kristallen 143
=Oscillarien=, Anpassung an farbiges Licht 211
-- Bewegungen der 275
-- Phototaxis der 529
-- Stillstand der Bewegung bei Erschütterungen 456
-- bei hohen Temperaturen 346
=Osmose=, Regulierung des Wassergehalts der Zelle durch 138
-- beim Stoffaustausch zwischen Zelle und Medium 640
=Oxalsäure= als Produkt der Eiweißzersetzung 122
=Oxydasen=, Begriff der 186
-- bei der Lumineszenz 302
Oxydationsprozesse, Lumineszenz bei 300 u. ff.
=Oxyhämoglobin=, Reduktion durch ultraviolette Strahlen 469
=Oxytricha=, Galvanotaxis von 540
-- Interferenz von Galvanotaxis und Thigmotaxis bei 541
-- Thigmotaxis von 521
P.
=Paeonia=, Bildung von Oel aus Stärke bei 192
=Paläontologie= als Stütze der Deszendenzlehre 374
=Palingenie= in der Keimesentwicklung 248
=PARACELSUS=, System des 12
=Parallelismus=, psycho-physischer 45
=Paramaecium=, Arbeitsleistung des 296
-- Chemotaxis von 516, 517
-- Galvanotaxis von 537
-- Geotaxis von 525
-- Rheotaxis von 524
-- Thermotaxis von 534
-- Thigmotaxis von 522
-- Zentrotaxis 526
-- in destilliertem Wasser 350
-- beim Hunger 324
-- Konjugation bei 239
-- mechanische Reizung von 451
-- polare Erregung durch den konstanten Strom 495
-- Schema der Achseneinstellung bei 613
-- Reflexmechanismus bei 616
-- spezifisches Gewicht von 139
-- Verdauung bei 180
-- Vermehrung bei Nahrungsüberfluß 431
-- Wirkung des Lichtes auf 474
-- Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 477
-- =aurelia=, pulsierende Vakuolen bei 95
-- =bursaria=, mit parasitären Algenzellen 96
=Parthenogenese=, Begriff der 228, 242
-- künstliche 243
=Pathologie= als Lehre von den Krankheiten 380
=Pelomyxa=, Ermüdungssymptome bei 543
-- =pallida= als vielkerniges Rhizopod 76, 102
-- körniger Zerfall von 387
-- polare Erregung durch den konstanten Strom 494
-- Wirkung chemischer Reize bei 567
-- Wirkung des Lichtes auf 471
-- Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 477
=Pentosen= 122
=Pepsin=, Eiweißspaltung 205
-- Fibrinverdauung des 178
-- Reindarstellung von 183
-- synthetisierende Wirkung des 188
=Peptide=, ~Emil Fischer~s Synthese der 116
=Pepton=, Spaltung, Erepsin 193
=Peptone= als Spaltungsprodukte der Eiweißkörper 113, 118
-- als Verdauungsprodukte der Eiweißkörper 179, 193
=Peranema=, elektrische Reizung von 499
-- Geißelbewegung bei 290
-- mechanische Reizung von 451
=Perpetuum mobile=, Problem des 40
=Person= als Individualitätsstufe 68
=Pferdespulwurm=, Zentrosome in den Samenzellen des 81
=Pflanzen=, Ernährung der 165
-- fleischfressende 205, 271
-- Galvanotaxis der 536
-- Gefrieren der 343
-- Kohlensäureaufnahme aus der Luft 166
-- Kohlensäureaufnahme und Sauerstoffabgabe 208
-- Nährlösung für 165
-- Stickstoffaufnahme der 166
=Pflanzenfresser= und Fleischfresser beim Hunger 325
-- und Fleischfresser im organischen Stoffhaushalt 167, 682
=Pflanzenphysiologie=, Entwicklung der 26
=Pflanzensamen=, Narkose von 436
-- Scheintod und Anabiose der 155
=Pflanzenschleim=, ~Schleiden~s 74
=Pflanzenzelle=, Plasmolyse der 138
-- Primordialschlauch der 137
-- Protoplasmaströmung in der 282
-- Rotation und Zirkulation in der 282
-- Turgor der 137, 268
-- Zellulosehaut der 137
=Phagocyten=, Beteiligung bei der Histolyse 383
-- bei der Degeneration des Kaulquappenschwanzes 511
-- bei der Metamorphose der Fliegenmaden 510
-- Nahrungsaufnahme 171
=Phase réfractaire= beim Herzen 558
=Phosphor=, Verhalten im reinen Sauerstoff 332
=Phosphorvergiftung=, Fettablagerung in der Leber bei 197, 392
=Photogene= 300, 301
=Photometrie= 529
=Phototaxis= von Aethalium septicum 529
-- von Bacterium Chlorinum 529
-- von Bacterium photometricum 529
-- von Chilomonas Paramaecium 529
-- der Desmidiaceen 530
-- der Diatomeen und Oscillarien 529
-- der Pflanzen 527
-- der Schwärmer von Botrydium granulatum 529
-- der Schwärmer der Chytridien 529
-- der Schwärmsporen von Chaetomorpha, Ulva, Haematococcus 529
-- der Sporenzellen von Schachtelhalmen 528
-- bei Tieren 528
-- der Ulothrixschwärmer 529
=Physiologie=, Aufgabe der 3
-- Begriff der 3
-- Entwicklung der allgemeinen 25
-- Entwicklung der chemischen Richtung 23
-- Entwicklung der physikalischen Richtung 24
-- Entwicklung der psychologischen Richtung 25
-- vergleichende 21, 57
=Pigment=, Beziehung zur Lichtwirkung 474, 475
=Pigmente= als Sekrete 207
=Pigmentatrophie= 396
=Pigmentzellen=, Bewegung der 277
-- Formen der 88
=Pilze=, Ernährung der 167
=Pisum sativum=, Verhalten der Zellkerne bei der Bildung der Wurzelhaare von 629
=Plankton= 271, 297
=Plasmamolekül= 578
=Plasmodien= der Myxomyceten 85
=Plasmolyse= der Pflanzenzelle 138
=Plastein=, Synthese durch Pepsin 188
=Plastidul= 578
=Platinmoor=, Katalyse des Wasserstoffsuperoxyds durch 184
=Plastizität= der Ganglienzellen 441
=Pleuronema=, Galvanotaxis von 538
-- mechanische Reizung von 451
-- Wirkung des Lichtes auf 473
=Pleurotänien=, Phototaxis der 530
=Pneumalehre= des ~Galen~ 11
-- der Nachfolger des ~Hippokrates~ 9
=Poikilotherme Tiere= 261, 303
=Polarisationsstrom= 315, 482
=Polymerie= der Biogenmoleküle 649
=Polysaccharide=, chemische Charakteristik der 125
=Polypeptide=, ~Emil Fischer~s Synthese der 117
=Polypen=, Knospenbildung bei 228
=Polystomella=, Verhalten kernloser Teilstücke von 627
-- Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 477
=Polytoma=, Galvanotaxis von 538
-- Schema der Achseneinstellung bei 612
=Polzellen=, Bildung der 234
=Postgeneration=, ~Roux~’ Begriff der 667
=Poteriodendron=, Formdifferenzierung von 673
-- als Neuromuskelzelle 714
=Präformationslehre= ~Haller~s 17, 668
=Preßsaft= der Hefezellen 187
=PRIESTLEY=, Entdeckung des Sauerstoffs 19
=Primitivfibrillen= der quergestreiften Muskeln 285
=Primordialschlauch= der Pflanzenzelle 137, 268, 282
=Proteide= oder Eiweißverbindungen 119, 121
-- Lokalisation eisenhaltiger Proteide in der Zelle 129
=Proteus anguineus= im Hungerzustande 325
=Protisten=, Bedeutung für die Zellularphysiologie 59
=Protococcus=, Stoffwechsel des 211
=Protoplasma=, Absterben des kernlosen 159
-- Absterben im Kontraktionszustande 390
-- als allgemeine innere Lebensbedingung 356
-- als allgemeiner Zellbestandteil 74
-- Bewegung des 131
-- flüssige Natur des 130
-- frei von nativen Eiweißkörpern 119
-- als Gemisch oder „Emulsion“ 133
-- Kolloide im 133
-- als morphologischer Begriff 92
-- Namengebung durch ~Mohl~ 28
-- Strahlungsfigur im 232
-- Struktur der Grundsubstanz 97, 130
-- Tropfen- und Kugelbildung des 131
-- Verhalten kernloser Teilstücke des 623
-- Wechselbeziehung mit dem Zellkern 626
=Protospongia Haeckelii=, Differenzierung der Zellen von 710
=Protoplasmabewegung=, Abhängigkeit von der Temperatur 461 u. ff.
-- bei Sauerstoffentziehung 336
-- Mechanik der 695
-- Vorgang der 277 u. ff.
-- Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf die 477
=Protoplasmafortsätze= der Ganglienzelle 716
=Protoplasmaoberflächen= als semipermeable Membranen 135
=Protoplasmaströmung= bei Rhizopoden und Pflanzenzellen 280 u. ff.
=Protoplasmatheorie= M. ~Schultze~s 74
=Pseudonukleine= 119
=Pseudonukleoproteide= 119, 121
=Pseudopodien= der Amöben und Rhizopoden 278 u. ff.
-- der amöboiden Zellen 88
=Psychologie=, vergleichende 21, 26
=Ptomaine= im Stoffwechsel der Bakterien 209
=Ptyalin=, Stärkespaltung durch 182, 205
=Punkt=, kritischer bei der Unterkühlung 342
=Pyrophorus=, Lichtproduktion von 298
-- Spektrum des Lichtes von 299
=Pyrosoma=, Lichtproduktion von 298
=PYTHAGORAS=, Seelenwanderungslehre des 8
Q.
=Quadratur des Zirkels=, Problem der 40
=Quecksilberschlüssel= 482
=Quecksilbertropfen=, Chemotaxis nach Kaliumbichromat 698
=Quellung=, Bewegungen durch 266
R.
=Rädertierchen=, Anabiose der 154
-- Eintrocknen der 154
=Rädertierchen= bei hohen Temperaturen 346
=Radiolarien=, Bildung der Kieselskelette 675
=Radium= aus dem Zerfall des Urans 108
-- Zerfall des 108
=Radiumpräparate= 478
=Raja=, pseudoelektrisches Organ von 317
=Ranatra=, Verhalten der Zellkerne bei sezernierenden Zellen von 631
=Rauschbrandbazillen= als anaerobe Organismen 333
=Reaktionsgeschwindigkeit=, Abhängigkeit von der Temperatur 457
=Reduktionsteilung= der Samenmutterzellen 236
=Reflex=, Mechanismus des 713 u. ff.
=Reflexbogen= im Rückenmark der Wirbeltiere 714
=Reflextonus= beim Frosch 423
=Refraktärstadium=, Abhängigkeit vom Sauerstoff 559
-- absolutes und relatives 560
-- als Arbeitslähmung 560
-- Begriff des 558
-- Dauer des 559
=Regeneration=, Mechanismus der 674
=Regenwurm=, Wirkung des Lichtes auf das Nervensystem des 474
=REIL=, Lehre von der Lebenskraft 18
=Reitfieber= 550
=Reiz=, Definition des 411
-- Nachwirkung 422
=Reize=, assimilatorische 591, 604
-- dissimilatorische 591
-- Chemismus bei der Einwirkung von 685
-- trophische 415
-- Verhältnis zu den Lebensbedingungen 413
-- Wirkung chemischer 429 u. ff.
-- -- einseitiger 506 u. ff.
-- -- elektrischer 480 u. ff.
-- -- mechanischer 446 u. ff.
-- -- osmotischer 444 u. ff.
-- -- strahlender 467 u. ff.
-- -- thermischer 457 u. ff.
=Reizbarkeit=, Begriff der 417
=Reizerfolg=, Fortleitung des 424
=Reizfrequenz=, Verhältnis zur Reizintensität 561
=Reizintensität= 413
-- Abhängigkeit von der Reizfrequenz 561
=Reizqualitäten= 411
=Reizschwelle=, Begriff der 415
=Reizwirkungen=, allgemeines Gesetz der 571
-- Art der 417 u. ff.
-- Dauer der 420
-- tonische 421
=Reservestoffe=, Verhalten beim Hunger 323
=Resorption=, Begriff der 170, 178
=Rheochord= ~Du Bois-Reymond~s 485
=Rheotaxis= 524
=Rhizoplasma=, Einfluß der Erwärmung auf 462
-- bei Sauerstoffentziehung 346
=Rhythmizität= der Flimmerbewegung 292
=Ricinuströpfchen=, Chemotaxis nach Chloroform, Nelkenöl, Kalilauge 697
=Richtungskörperchen=, Bildung der 234
=Riechnerv= des Hechtes, Ermüdung des 554
=Riechzellen= 720
=RITTER=, Lehre von der tierischen Elektrizität 19
=Rohrzucker= als Disaccharid 124
-- Verbrennungswärme 259
=RÖNTGEN-Strahlen=, Wirkung auf Organismen 476
=Rose= von Jericho, Quellungsbewegungen der 267
=Rotation= in der Pflanzenzelle 282
=Rückenmark=, Einfluß der Abkühlung auf die Erregbarkeit des 465
-- Reflexbogen im 714
S.
=Saccharomyces= als Gärungserreger 123
-- Preßsaft von 187
=Saitengalvanometer= 314
=Salpetersäure=, Stoffwechsel der, bei der Schwefelsäurefabrikation 150, 185
=Salze= in der lebendigen Substanz 127
-- in der Nahrung 169
=Salzsäureprobe= der Eiweißkörper 115
=Samenmutterzellen=, Reduktionsteilung der 236
=Sarkin= als Nukleinbase 121
=Sarkode= ~Dujardin~s 74
=Sarkolemm= 285
=Sarkoplasma= 285
=Sarkosomen= bei der Ermüdung 549
=Sauerstoff=, Abhängigkeit der Organismen vom 299
-- Ausscheidung bei Pflanzen 208
-- als Bedingung für die Erholung 551
-- als Bedingung für die Protoplasmabewegung 696
-- Einfügung in das lebendige Eiweißmolekül 365
-- Rolle des S. im Stoffwechsel 584
-- Verhalten der Organismen zum 330 u. ff.
-- Versorgung der Zelle mit S. durch symbiotische Algen 97
-- Wirkung der S.-Entziehung 333 u. ff.
=Sauerstoffbedarf= 561, 565
=Sauerstoffmangel=, relativer 561, 565
=Sauerstoffversorgung=, relative 559 u. ff.
=Schachtelhalm=, Quellungsbewegungen der Sporen vom 267
=Schaumstruktur= des Protoplasmas 99
=Scheintod=, willkürlicher 153
-- der Rädertierchen und Bärentierchen 154
=Schimmelpilze=, Anpassung an konzentrierte Salzlösungen 221
=Schinoxydase= 186
=Schlangenbeschwörer=, Experimente der ägyptischen 607
=Schleim=, chemische Natur des 119, 393
-- physiologische Bedeutung des 206
=Schleimmetamorphose=, Tatsachen der 392
=Schleimzellen=, Sekretion der 204, 393
=Schlingpflanzen=, Thigmotaxis der 520
=Schlitteninduktorium= ~Du Bois-Reymond~s 488
=Schmeißfliege=, mikroskopische Veränderung der Flugmuskeln bei der Ermüdung 549
=Schmetterlinge=, Wirkungen der Abkühlung bei 342
=Schnecken=, Temperaturminimum für 343
=Schnürringe=, Ranviersche 718
=Schwärmsporen= von Coccidium Schubergi 245
-- Bildung der 236
=Schwefelbakterien=, Stoffwechsel der 327, 332
=Schwefelbleiprobe= der Eiweißkörper 115
=Schwefelsäure= als Produkt der Eiweißzersetzung 122
-- Fabrikation der englischen 150, 185, 583
=Schwerkraft=, geotaktische Reizwirkung der 526
=Schwimmplättchen= bei Beroe ovata 293, 294
=Seeigelei=, Befruchtung des 242
=Seele=, Entstehung des Begriffes 44
=Seelenwanderung=, Lehre von der 7
=Seifen=, chemische Natur der 126
=Sekrete=, Begriff der 200
=Sekretion=, Bewegungen der 274
=Selaginella= lepidophylla, Quellungsbewegungen von 267
=Selbststeuerung= des Stoffwechsels 590, 592, 593
=Selektion=, Bedeutung bei der Differenzierung und Arbeitsteilung der Zellen im Zellenstaat 711
-- natürliche und künstliche 223
=Selektionslehre= bei ~Heraklit~ und ~Empedokles~ 8
=Selektionstheorie=, Begründung durch ~Darwin~ 28
-- ~Darwin~s 222
=Sensibilität=, ~Haller~s Lehre von der 18
=SERVETO= 13
=Sipunculus=, Wirkung des Lichtes auf das Nervensystem von 475
=Skelettsubstanzen=, Bildung der 201
=Solipsismus= 39
=Sonnenlicht=, Spektrum des 298
=SPALLANZANI= 20
=Speicheldrüsenzellen=, Verhalten der Zellkerne in 631
=Speichelkörperchen=, ~Brown~sche Molekularbewegung in den 264
=Spektrum= des Sonnenlichts 299
-- von Pyrophorus 299
-- verschiedenfarbiger Medien 473, 531
=Spermatozoen=, Entdeckung der 16, 237
-- Form der 90
-- als männl. Geschlechtszellen 227
-- Massenverhältnis von Kern und Protoplasma 77
-- vom Menschen 290
-- der Farnkräuter, Chemotaxis nach Apfelsäure 513
-- Narkose der 438
-- Rheotaxis der 424
-- der Säugetiere, Chemotaxis nach Uterusschleimhaut 513
-- Thigmotaxis der S. von Periplaneta 521
-- verschiedene Formen der 238
=Spezialforschung=, Fehler der einseitigen 2
=Spinndrüsenzellen=, Verhalten des Zellkerns in 631
-- Zellkern der 103, 107
=Spirale=, primäre und sekundäre 487
=Spirillum=, Chemotaxis nach Sauerstoff 515
-- =undula=, Struktur von 77
-- -- Vermehrung in einer Nährlösung 430
=Spirochäten=, Chemotaxis der 511
=Spirogyra=, amitotische Zellteilung bei 233
-- Narkose von 435
-- Verhalten kernloser Teilstücke von 628, 634
-- Verhalten des Zellkerns in der Chloroformnarkose 637
=Spirostomum=, Abhängigkeit der Wimperhaare voneinander 706
-- Atmung kernloser Protoplasmastücke 636
-- körniger Zerfall bei 387
-- Verhalten bei der Narkose 566
-- Verhalten gegen Sauerstoff 477
-- Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 332
-- Galvanotaxis von 539, 541
=Spongin= 120
=Sporen= als Dauerzustände 330
-- Fortpflanzung der Myxomyceten durch 85
=Sporen=, Quellungsbewegungen der Sp. beim Schachtelhalm 267
=Sporenbildung= bei Bacillus butyricus 329
-- bei Coccidium Schubergi 245
-- als Form der Vielzellbildung 235
-- bei Thalassicolla 405
=Sproßpilze=, Nachweis des Kerns in 77
=Spulwurmei=, Befruchtung des 241
=Spulwürmer= bei Sauerstoffentziehung 338
=Staat=, als höchste Individualitätsstufe 68
=STAHLs= animistisches System 16
=Stammbaum= der Organismen 377
=Stammesentwickelung=, Begriff der 212
=Staphylococcus=, chemotaktische Wirkung auf Leukocyten 509
=Stärke=, Bildung nach der ~Baeyer~schen Hypothese 190
-- Bildung durch stille elektrische Entladung 191
-- Bildung in der Pflanze 190
-- in den Chlorophyllkörpern der Pflanzenzelle 190
-- als Polysaccharid 125
-- Verdauung durch Ptyalin 181
=Stärkekörner=, angedaute 182
-- Bau der 124
-- in Pflanzenzellen 95
=Statolithenorgane= bei Tieren und Pflanzen 526
=Steapsin=, Spaltung der Fette durch 182, 205
-- synthetisierende Wirkung des 188
=Stentor=, mechanische Reizung von 451
-- Zellkern von 103
-- =coeruleus=, Myoidfäden bei 284
-- -- Narkose von 438
-- -- Phototaxis von 530
-- =polymorphus=, Fortpflanzung durch Teilung 227
-- -- Wirkung des Lichtes auf 474
-- =Roeselii=, künstliche Teilung des 70, 356
-- -- Regeneration von 674
=Stentoren=, Reflexmechanismus der 616
=Stephalia corona=, Siphonophorenkolonie 68
=Stichopus=, Schleimbildung bei 394
=Stickstoff=, Ausscheidung im Harn 209
-- als Sauerstoffüberträger 368, 582
=Stickstoffausscheidung= im Harn bei Muskelarbeit 688
-- als Maß für den Eiweißumsatz 690
=Stickstoffbakterien=, Ernährung der 168
=Stickstoffgleichgewicht= 323, 590
=Stoffaustausch= zwischen Zelle und Medium 640
=Stoffwechsel= als Eigenschaft des lebendigen Organismus 149
-- funktioneller und cytoplastischer 596
-- der Salpetersäure bei der Schwefelsäurefabrikation 150
-- bei Sauerstoffentziehung 338
-- Schema des Stoffwechsels in der Zelle 638
-- Selbststeuerung des 590, 592, 593
-- Ueberblick über den 211
=Stoffwechselgleichgewicht=, Begriff des 322, 589
=Stoffwechselquotient= 598
=Storchschnabel=, Quellungsbewegungen der Samen des 266
=Strahlen=, physiologische Wirkung der ~Becquerel~-Strahlen 478 ff.
-- physiologische Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen 476 ff.
-- der radioaktiven Stoffe 478
-- reduzierende Wirkung der ultravioletten 469
-- Wirkung der ultravioletten auf katalytische Prozesse 469
-- Wirkungen der ultravioletten auf lebendige Organismen 468 ff.
=Strahlungsfigur= in einem Gelatineschaum 653
-- Mechanik der Strahlungsfigur bei der Zellteilung 652 ff.
=Strom=, Theorie des galvanischen 310
=Stromschlüssel= 482
=Struktur=, Beziehung zum Stoffwechsel 672
-- fester und flüssiger Substanzen 672
-- des Protoplasmas 97
=Stylonychia=, Galvanotaxis von 540
-- Wirkung der Abkühlung auf 465
-- eine Infusorienzelle 90
=Substanz=, Deszendenz der lebendigen 373 ff.
-- Herkunft der lebendigen 372
=Summation= von Reizwirkungen 453, 603
=SUSRUTAS=, Verfasser der Ayur Veda 7
=SWAMMERDAM= 15
=SYLVIUS=, chemische Lehren des 15
=Syncytium=, Begriff des 86
T.
=Talg= als Schutzmittel der Haut 206
=Tausendfüßer=, Temperaturminimum für 343
=Teilung=, künstliche der Hydra 65
=Teleologie= bei ~Aristoteles~ und ~Galen~ 11
=Temperatur=, Abhängigkeit der Entwicklung von Seeigeleiern von der 457
-- Abhängigkeit der Kohlensäureassimilation von der 457
-- Abhängigkeit der Pulsation kontraktiler Vakuolen von der 458
-- Abhängigkeit der Schlagfrequenz des Säugetierherzens von der 458
-- Abhängigkeit des Wachstums von der 460
-- Einfluß auf die Reaktionsgeschwindigkeit 457
-- der Organismen 303
=Temperaturgrenzen= des Lebens 341
=Temperaturmaximum= 341, 346
=Temperaturmessung=, thermoelektrische 304
=Temperaturmessung=, thermometrische 303
=Temperaturminimum= 341
=Temperaturregel= ~van ’t Hoff~s 457
=Temperatursprung= bei der Unterkühlung 342
=Tetanus=, elektrischer 500
-- mechanischer, bei Amöben 453
-- vollkommener und unvollkommener 501
=Tetanusbazillen= als anaerobe Organismen 333
=Tetanuskurve= des ermüdeten Muskels 545
=Thalassicolla=, Absterben des isolierten Zellkerns bei 621
-- Verhalten kernloser Teilstücke von 627
-- =nucleata=, mechanische Reizung von 447
-- -- eine Radiolarienzelle 94
-- -- Schaumstruktur des Protoplasmas 99
-- -- Sporenbildung bei 405
-- -- Steigen und Sinken 272
=Theoconus=, Kieselskelett von 207, 677
=Theoria generationis= ~Caspar Friedrich Wolff~s 17
=Thermotaxis= der Amöben 532
-- von Aethalium septicum 532
-- von Paramaecium 533, 534
=Thigmotaxis= bei Cyphoderia 520
-- bei Euglena, Chilodon, Stylonychia u. Spirostomum 523
-- bei Orbitolites 519
-- bei Oscillarien, Diatomeen, Desmidiaceen, Gregarinen und Coccidien 523
-- von Paramaecium 522
-- der Pflanzen 520
-- bei den Spermatozoen der Küchenschabe 521
-- von Oxytricha 521
=Thymusdrüse=, Atrophie 399
=Tiere=, Ernährung der 167
=Tod= als Anpassung 402
-- Begriff des 158
-- Entwicklung des bei der Zelle 159
-- als Entwicklungsstadium 380, 400
-- der einzelligen Organismen 402 u. ff.
-- Moment des 158
-- als Notwendigkeit 402
-- durch Ueberreizung 565
=Todesbedingungen=, äußere und innere 397
=Tonus= als dauernder Erregungszustand 421
-- reflektorischer 422
=Torpedo=, elektrisches Organ von 316
=Totenstarre= als Koagulationsnekrose 385
-- als Kontraktionsvorgang 390
-- als letzte Lebensäußerung der Muskeln 158
=Toxalbumine= 210
=Toxalbumose= der Diphtheriebakterien 210
=Toxine= bei Infektionskrankheiten 550
-- bei der Muskelermüdung 550
-- als Stoffwechselprodukte der Bakterien 209
=Toxopneustes variegatus=, Eifurchung von 656
=Tradescantia=, Abhängigkeit der Protoplasmaströmung von der Temperatur bei 462
-- elektrische Reizung der Staubfädenhaare bei 498
-- Kugelbildung des gereizten Protoplasmas 131
-- Protoplasmaströmung in den Zellen der Staubfädenhaare von 94, 131, 282
=Traubenzucker=, Bildung aus Eiweiß beim Diabetes 198
-- Gärung des 123
-- Reduktionsproben des 123
-- Synthese in der Pflanzenzelle 191
=Treppe= als Ausdruck einer scheinbaren Erregbarkeitssteigerung 563
-- bei rhythmischen Muskelzuckungen 545
=TREVIRANUS= 20
=Trypsin=, Eiweißverdauung durch 181, 205
=Tuberkelbazillen=, Abhängigkeit des Wachstums von der Temperatur 460
=Tuberkulin= 210
=Turgeszenz= der Pflanzenzelle 137, 268
=Turgor= der Pflanzenzelle 138, 268
=Turnfieber= 250
=Typhusbakterien=, Wirkung des Lichtes auf 472
-- Wirkung der ~Becquerel~-Strahlen auf 479
=Tyrosin= als Produkt der Eiweißverdauung im Darm 193
=Tyrosinase= 186
U.
=Ueberreizung=, Wirkungen der 565
=Uebung=, zellulare Grundlage der 600
=Ulothrix=, Phototaxis der Schwärmer von 528
=Ulva=, Phototaxis der Schwärmer von 529
=Unsterblichkeit=, Frage nach der körperlichen 401
-- der einzelligen Organismen 402 u. ff.
=Unterkühlung= von Schmetterlingen 342
=Urostyla grandis=, Wimperbewegung bei 295
=Ursache=, Begriff der 36
=Urzeugung= nach ~Aristoteles~ 358
-- nach ~Haeckel~ 359
-- Lehre von der 9, 145, 358
V.
=Vakuolen= als Protoplasmaeinlagerungen 94
=Vakuolen=, pulsierende oder kontraktile bei Infusorien 94, 200
=Vallisneria=, Wirkung der ~Röntgen~strahlen auf die Protoplasmaströmung bei 477
=Vampyrella spirogyrae=, Nahrungsauswahl von 175, 645
=Variabilität=, individuelle 222
=Variation=, fluktuierende 224
=Vaucheria=, Kugelbildung des Protoplasmas bei 131
=Veitstanz= beim Hunde 558
=Verbrennungswärme= von Eiweiß, Kohlehydrat und Fett 259
=Verdauung=, Begriff der 177
-- intrazellulare und extrazellulare 177
=Vererbung= als formerhaltendes Moment 213
-- erworbener Eigenschaften 214
-- Mechanik der 677 u. ff.
-- Theorie von der Rolle des Kerns bei der 619
=Vererbungssubstanz=, falscher Begriff einer 678
=Verkalkung= der Blutgefäße 396
-- der Ganglienzellen 396
-- Vorgänge der 395
=Verknöcherung= 396
=Verkürzungsrückstand= bei der Ermüdung des Muskels 548
=Verstümmelungen=, Frage der Vererbung von 215
=Vervollkommnung= in der organischen Entwicklung 378
=Verwesung= 386
=VESALIUS= 13
=Vibrio Metschnikovii=, Wirkung des Lichtes auf 472
=Vie latente=, Begriff der 156
=Vielzellbildung= 235
=Vita minima=, Begriff der 157
=Vitalismus=, Entstehung des 18
-- Kritik des 47
-- mechanistischer 50
-- psychischer 51
-- teleologischer 52
=Vivisektion= bei ~Galen~ 10
=Vorgänge=, Begriff, Definition 254
=Vorstellung= als Erinnerungsbild einer Empfindung 35
=Vorticella=, Nahrungsaufnahme der 173
-- mechanischer Tetanus bei 455
-- Stielmuskel von 284
-- Zuckung des Stielmuskels bei 288, 433
-- Zellkern von 103
=Vorticellinen=, mechanische Reizung der 451
W.
=Wachstum=, Bewegungen durch 276
-- als Grundprozeß der Formbildung 649 u. ff.
-- Mechanismus des 649 u. ff.
-- der Organismen und anorganischen Substanzen 146
-- als Prinzip der Fortpflanzung 226
-- Vorgang des 587, 590
-- der Zellmembranen 202
=Wanderzellen=, Bewegung der amöboiden 277
=Warmblüter= 261, 303
-- Abhängigkeit des Stoffwechsels von der Temperatur 459
=Wärme= als Beschleuniger chemischer Prozesse 340
=Wärmeäquivalent= 255
=Wärmeeinheit=, Begriff der 254
=Wärmemaß= 254
=Wärmeregulation= beim Warmblüter 459
=Wärmestarre= 465
=Wärmetönung=, positive und negative 257
=Wasser=, Abgabe bei den Tieren 208
-- Ausscheidung bei den Pflanzen 208
-- Gehalt der lebendigen Substanz an W. 126
-- als Lebensbedingung 328
-- in der Nahrung 169
=Wasserkäfer=, Einfrieren der 342
=Wasserkalorimeter= 306
=Wasserstoffsuperoxyd=, Reduktion durch Katalase 469
-- Spaltung durch Platinmoor 184
=Wechselwarme= Tiere 261
=Weltanschauung=, Verlangen des Menschen nach einer 1
=Wimperreflex= bei Infusorien 615
=Wimperzellen= 290
-- Form der 90
=Wüstenorganismen=, Wasserhaushalt der 329, 330
X.
=Xanthoproteinprobe= 115
=Xanthin= als Nukleinbase 121, 197
Z.
=Zelle=, Abgabe gasförmiger und gelöster Stoffe 200
-- Abgabe geformter Stoffe 201
-- Abhängigkeit der Erregbarkeit vom Wassergehalt der 138
-- Aufnahme und Abgabe geformter Stoffe 642
-- Aufnahme und Abgabe gelöster Stoffe 639
-- Definition der 78
-- Entdeckung der 28
-- Entstehung des Begriffs der 74
-- Entwicklung des Todes bei der 159
-- Größe der 90
-- künstliche Teilung der 69
-- Lokalisation der chemischen Verbindungen in der 128, 129
-- als niedrigste Individualitätsstufe 69
-- ~Pfeffer~sche 136
-- spezifisches Gewicht der 140
-- ~Traube~s künstliche 202
-- verschiedene Formen der 87
=Zellen=, Abhängigkeitsverhältnis der Z. im Zellenstaat 704
-- kernlose 75
-- mehrkernige 83
=Zellenstaat=, Differenzierung und Arbeitsteilung der Zellen im 709
-- Verfassungsverhältnisse des 702 u. ff.
-- Zentralisation der Verwaltung im 712
=Zellkern= als allgemeine innere Lebensbedingung 356
-- als allgemeiner Zellbestandteil 75
-- als angeblicher Träger von Vererbungsstoffen 619, 678
-- Bestandteile des 102
-- Entdeckung durch ~Brown~ 28, 75
-- bei der Ermüdung der Ganglienzellen 553
-- Formen des 101
-- der Ganglienzellen 107, 553
-- Größenverhältnis zum Protoplasma 101
-- mitotische oder amitotische Teilung des 230
-- von Pelomyxa pallida 102
-- von Stentor 103
-- von Vorticella 103
-- Ruhestadium des 231
-- von Samenmutterzellen des Pferdespulwurms 104
-- der Speicheldrüsenzellen 631
-- der Spinndrüsenzellen 103, 107, 631
-- Struktur des 106
-- Theorie von der Alleinherrschaft des 619
-- Verhalten beim Wachstum der Zellwand 630
-- Verhalten in der Narkose 637
-- Wechselbeziehung mit dem Protoplasma 626
=Zellknorpel= 83
=Zellmembran= als Zellbestandteil 74
=Zellteilung= der Amöben 229
-- äquale und inäquale 234
-- direkte oder amitotische 229
-- indirekte oder mitotische 230
-- künstliche Nachahmung der karyokinetischen 678
-- Mechanik der 652
-- totale und partielle 234, 235
=Zellteilungsfiguren=, Vergleich mit magnetischen Kraftlinien 656
=Zellteilungsmodell=, ~Heidenhain~sches 658 u. ff.
-- ~Rhumbler~sches 658 u. ff.
=Zellturgor= der Pflanzenzelle 137, 268
=Zellularphysiologie=, Methoden der 60, 61
-- Notwendigkeit der 56
-- vergleichende 60
=Zellulose= als Polysaccharid 125
=Zellulosekapsel= der Pflanzenzelle 137
=Zentralisation= der Verwaltung im Zellenstaat 712
=Zentralkapsel= der Radiolarien 272
=Zentralkörperchen= als Zellbestandteil 79
=Zentralnervensystem=, Bedeutung des 713
=Zentriol= des Zentrosoms 80
=Zentrosom=, Bedeutung für die Genese der Strahlungsfigur 653
-- Neuentstehung im Protoplasma 82
-- Struktur des 80
-- Verhalten bei der Zellteilung 232
-- als Zellbestandteil 79
-- Zelle mit zahlreichen 82
=Zentrotaxis= 526
=Zerfall=, körniger, bei Hyalopus Dujardini 378
-- -- bei Orbitolites 391
-- -- bei Pelomyxa 387
-- -- bei Spirostomum 387
=Zirkulation=, künstliche 552
-- in der Pflanzenzelle 284
=Zitteraal= 316
=Zitterrochen= 317
=Zoochlorellen= 97
=Zooxanthellen= 97
=Zuckungskurve= des normalen Muskels 500
-- des ermüdeten Muskels 545 ff.
=Zustände= 254
=Zweckmäßigkeit=, Entstehung durch Anpassung 218
=Zwischenprodukt= bei katalytischen Prozessen 185
=Zwischenscheibe= des quergestreiften Muskels 286
=Zygnema=, Verhalten kernloser Protoplasmastücke von 628
=Zymase= der Hefezellen 187
Frommannsche Buchdruckerei (Hermann Pohle) in Jena. -- 3466
Fußnoten:
[1] Der Darstellung der früheren Entwicklungsepochen der Physiologie ist zugrunde gelegt ~K. Sprengel~: „Versuch einer pragmatischen Geschichte der Arzneikunde“, und ~H. Haeser~: „Lehrbuch der Geschichte der Medizin“. Einen kurzen Abriß der Geschichte der Physiologie im Anschluß an das letztere Buch gibt auch ~Preyer~ in seinen „Elementen der allgemeinen Physiologie“.
[2] Die hervorragendste Würdigung ~Johannes Müller~s findet sich in der Gedächtnisrede, welche ~Du Bois-Reymond~ auf ~Johannes Müller~ hielt.
[3] ~G. Bunge~: „Lehrbuch der physiologischen und pathologischen Chemie“. II. Auflage. Leipzig 1889.
[4] ~E. Du Bois-Reymond~: „Ueber die Grenzen des Naturerkennens“. In: Reden, erste Folge. Leipzig 1886.
[5] Vergl. zu diesem Abschnitt ~Max Verworn~: „+Die Erforschung des Lebens+“. Jena, Gustav Fischer, 1907; und ferner „+Die Frage nach den Grenzen der Erkenntnis+“. Jena, ebenda, 1908.
[6] Die hier entwickelten Anschauungen berühren sich am nächsten mit denen von ~Ernst Mach~. Zur weiteren Beschäftigung mit diesen Fragen sei verwiesen auf folgende Bücher: ~Ernst Mach~, „Die Analyse der Empfindungen und das Verhältnis des Physischen zum Psychischen“, 3. Aufl., Jena 1902. -- Derselbe, „Erkenntnis und Irrtum“, Leipzig 1905. -- ~A. v. Leclair~, „Der Realismus der modernen Naturwissenschaft“, Prag 1879. -- Ferner ~J. Petzoldt~, „Einführung in die Philosophie der reinen Erfahrung“, Bd. I, 1900; Bd. II, 1904, Leipzig. -- Derselbe, „Das Weltproblem vom positivistischen Standpunkt aus“. In der ~Teubner~schen Sammlung: Aus Natur und Geisteswelt, Leipzig 1906. -- Ferner ~Richard Avenarius~, „Kritik der reinen Erfahrung“, 2. Aufl., Leipzig, Reisland, 1907. -- Ferner ~Th. Ziehen~, „Psychologische Erkenntnistheorie“, Jena, Gustav Fischer, 1898. -- ~W. Jerusalem~, „Der kritische Idealismus und die reine Logik. Ein Ruf im Streite“, Wien und Leipzig 1905. -- Ferner ~Th. Lipps~, „Naturwissenschaft und Weltanschauung“. In Verhandl. der Gesellsch. Deutscher Naturforscher und Aerzte zu Stuttgart 1906. Erschienen Leipzig, Vogel, 1907. -- Ferner ~B. Kern~, „Seelen- und Geistesleben“, 2. Aufl., Berlin, Hirschwald, 1907.
[7] ~Bunge~: „Lehrbuch der physiologischen und pathologischen Chemie“. V. Aufl. Leipzig 1901.
[8] ~Wöhler~: „Ueber künstliche Bildung des Harnstoffs“. In Poggendorffs Annalen der Physik und Chemie, Bd. 12, 1828.
[9] Vergl. ~Max Verworn~: „Erregung und Lähmung“. Vortrag, gehalten in der zweiten allgemeinen Sitzung der 68. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Frankfurt a. M. 1896. -- Derselbe: „Die vitalistischen Strömungen der Gegenwart“. In „Die Deutsche Klinik am Eingange des zwanzigsten Jahrhunderts in akademischen Vorlesungen“, Berlin 1904. -- Ferner derselbe: „Prinzipienfragen in der Naturwissenschaft“. Jena Gustav Fischer, 1905. -- Zur Literatur über den Vitalismus vergl. schließlich auch: ~O. Bütschli~: „Mechanismus und Vitalismus“. In Verhandl. d. V. internat. Zoolog.-Kongr. zu Berlin 1901. Jena, Gustav Fischer 1901, sowie vor allem das neuere Buch von ~Paul Jensen~: „Organische Zweckmäßigkeit, Entwicklung und Vererbung vom Standpunkte der Physiologie“. Jena, Gustav Fischer, 1907.
[10] ~Bunge~: „Lehrbuch der physiologischen und pathologischen Chemie“. V. Aufl. Leipzig 1901.
[11] ~v. Rindfleisch~: „Neovitalismus“. Vortrag, gehalten auf der 67. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Lübeck 1895.
[12] ~Bunge~ hat daher in der letzten (V.) Auflage seines Lehrbuches den Ausdruck „Vitalismus“ durch „Idealismus“ ersetzt.
[13] ~H. Driesch~: „Zwei Beweise für die Autonomie der Lebensvorgänge“. In Verhandl. d. V. internat. Zoolog.-Kongresses zu Berlin 1901, Jena, Gustav Fischer, 1902.
[14] ~Gurwitsch~ schließt sich in seinem Buch über die „Morphologie und Biologie der Zelle“ dem Vitalismus von ~Driesch~ an. Indessen zeigt dieses Buch auch sonst eine so weitgehende Naivität im kritischen Denken, daß man sich über seine vitalistische Tendenz nicht weiter wundern kann.
[15] ~J. v. Hanstein~: „Das Protoplasma als Träger der tierischen und pflanzlichen Lebensverrichtungen“. Heidelberg 1880.
[16] ~A. Kerner v. Marilaun~: „Pflanzenleben“. Leipzig 1887.
[17] ~Bunge~: „Lehrbuch d. physiologischen u. pathologischen Chemie“. 1. Aufl. 1887.
[18] ~Rindfleisch~: „Aerztliche Philosophie“. Festrede zur Feier des dreihundertundsechsten Stiftungsfestes der Königl. Julius-Maximilians-Universität. Würzburg 1888. -- Derselbe: „Neovitalismus“. Vortrag, gehalten auf der 67. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Lübeck 1895.
[19] ~Driesch~: „Zwei Beweise für die Autonomie der Lebensvorgänge“. Verhandl. d. V. internat. Zoologen-Kongr. zu Berlin. Jena, Gustav Fischer, 1902.
[20] ~Rudolf Virchow~: „Die Zellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre“. 1. Aufl., Berlin 1858.
[21] ~Ernst Haeckel~: „Generelle Morphologie der Organismen“. Berlin 1866.
[22] ~Brücke~: „Die Elementarorganismen“. Wiener Sitzungsbericht, Jahrg. 1861 XLIV, 2. Abt.
[23] ~Altmann~: „Die Elementarorganismen und ihre Beziehungen zu den Zellen“. Leipzig 1890.
[24] Vergl. p. 28.
[25] ~Max Schultze~: „Ueber Muskelkörperchen, und was man eine Zelle zu nennen habe“. Im Arch. f. Anat. und Physiologie. 1861. -- Derselbe: „Das Protoplasma der Rhizopoden und Pflanzenzellen“. Leipzig 1863.
[26] ~Dujardin~: „Histoire naturelle des Zoophytes-Infusoires“. Paris 1841.
[27] ~R. Brown~: „Observations on the organs and mode of fecundation in Orchideae and Asclepiadeae“. In Transactions of the Linnean Society, London 1833.
[28] ~M. Schleiden~: „Beiträge zur Phytogenesis“. In Müllers Archiv, 1833.
[29] ~Th. Schwann~: „Mikroskopische Untersuchungen über die Uebereinstimmung in der Struktur und dem Wachstum der Tiere und Pflanzen“. 1839.
[30] ~Ernst Haeckel~: „Biologische Studien. 1. Heft: Studien über Moneren und andere Protisten“. Leipzig 1870.
[31] ~A. Gruber~: „Ueber einige Rhizopoden aus dem Genueser Hafen“. In Ber. d. naturforschenden Gesellsch. zu Freiburg i. B., Bd. 4, 1888.
[32] ~O. Bütschli~: „Ueber den Bau der Bakterien und verwandter Organismen“. Leipzig 1890.
[33] ~A. Fischer~: „Untersuchungen über Bakterien“. In Jahrb. f. wiss. Botanik, Bd. 27, 1894.
[34] ~Bütschli~: „Weitere Untersuchungen über den Bau der Cyanophyceen und Bakterien“. Leipzig 1896.
[35] ~Harold Wager~: „The Nucleus of the Yeast-Plant“. In Annals of Botany, Vol. 12, No. 48, 1897.
[36] ~E. van Beneden~: „Recherches sur la maturation de l’œuf, la fécondation et la division cellulaire“. In Arch. de Biologie, 1883. T. 4. -- ~Van Beneden~ et ~Neydt~: „Nouvelles recherches sur la fécondation et la division mitosique chez l’ascaride mégalocéphale“, 1887.
[37] ~Th. Boveri~: „Zellenstudien“. In Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaft, 1887, 1888, 1890. Ferner: „Ueber das Verhalten der Zentrosomen bei der Befruchtung des Seeigeleies“. In Verhandl. d. physik.-mediz. Gesellschaft zu Würzburg 1895; ferner: „Ueber die Polarität des Seeigeleies“. Ebenda 1901.
[38] ~O. Hertwig~: „Die Zelle und die Gewebe“. Jena 1892.
[39] ~A. Brauer~: „Zur Kenntnis der Herkunft des Zentrosomas“. In Biol. Centralbl., Bd. 13, 1893. -- Derselbe: „Zur Kenntnis der Spermatogenese von Ascaris megalocephala“. In Arch. f. mikrosk. Anat., Bd. 42.
[40] ~M. Heidenhain~: „Neue Untersuchungen über die Zentralkörper und ihre Beziehungen zum Kern und Zellenprotoplasma“. In Arch. f. mikrosk. Anat., Bd. 43, 1894.
[41] ~Th. Boveri~: „Ueber das Verhalten der Zentrosomen bei der Befruchtung des Seeigeleies, nebst allgemeinen Bemerkungen über Zentrosomen und Verwandtes“. In Verhandl. d. physik.-med. Gesellsch. zu Würzburg, N. F. Bd. 29, 1895.
[42] ~Wilson~: „Studies in experimental Morphology“. In Arch. f. Entwicklungsmechanik 1899, 1901, 1902.
[43] ~Wassilieff~: „Ueber künstliche Parthenogenesis des Seeigeleies“. In Biol. Centralbl., 1902.
[44] ~H. Remak~: „Neurologische Erläuterungen“. In Arch. f. Anat. und Physiologie, 1844.
[45] ~M. Schultze~: „Allgemeines über die Strukturelemente des Nervensystems“. In ~Stricker~s Handbuch der Gewebelehre, 1871.
[46] ~Apáthy~: „Das leitende Element des Nervensystems und seine topographischen Beziehungen zu den Zellen“. In Mitteil. der zool. Station zu Neapel, Bd. 12, 1897. (Hier eine Zusammenfassung seiner früheren Arbeiten mit vielen Tafeln.)
[47] ~Bethe~: „Ueber die Primitivfibrillen in den Ganglienzellen von Menschen und anderen Wirbeltieren“. In Morphol. Arbeiten von ~Schwalbe~, Bd. 8, 1898.
[48] ~O. Bütschli~: „Untersuchungen über mikroskopische Schäume und das Protoplasma“. Leipzig 1892. Hier findet sich auch die genannte einschlägige Literatur.
[49] Vergl. p. 71 und folgende.
[50] Vor einiger Zeit hat ~A. Zimmermann~ die Ergebnisse der Forschung über den Zellkern besonders der Pflanzenzellen übersichtlich zusammengefaßt in seinem Buche: „+Die Morphologie und Physiologie des pflanzlichen Zellkerns. Eine kritische Literaturstudie+“. Jena 1896.
[51] ~Gruber~: „Ueber einige Rhizopoden aus dem Genueser Hafen“. In Bericht d. naturforsch. Ges. zu Freiburg i. B., Bd. 4, 1888.
[52] ~Zacharias~: In Botan. Zeitung 1881, 1882, 1883, 1885 u. 1887.
[53] ~F. Schwarz~: „Die morphologische und chemische Zusammensetzung des Protoplasmas“. Breslau 1887.
[54] ~R. Hertwig~: „Ueber die Konjugation der Infusorien“. In Abhandl. der König. Bayr. Akad. München 1899.
[55] ~M. Verworn~: „Biologische Protistenstudien“ II. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 50, 1890.
[56] ~R. Hertwig~: „Ueber den Chromidialapparat und den Dualismus der Kernsubstanzen“. In Sitzungsber. d. Gesellsch. f. Morphologie und Physiologie in München 1907.
[57] ~Schaudinn~: „Untersuchungen über die Fortpflanzung einiger Rhizopoden“. In Arbeiten a. d. Kais. Gesundheitsamt, Bd. 19, 1903.
[58] ~Goldschmidt~ u. ~Popoff~: „Die Karyokinese der Protozoen und der Chromidialapparat der Protozoen- und der Metazoenzelle“. In Arch. f. Protistenkunde, Bd. 8, 1907.
[59] ~E. Korschelt~: „Ueber Kernstrukturen und Zellmembranen in den Spinndrüsen der Raupen“. In Arch. f. mikr. Anat., Bd. 47, 1896.
[60] Vergl. darüber zur näheren Orientierung ~E. Rutherford~: „Radioaktive Umwandlungen“. Uebersetzt von ~M. Levin~. Braunschweig 1907.
[61] ~Preyer~: „De Haemoglobino observationes et experimenta“. (Dissertation.) Bonn 1866.
[62] Vergl. ~Bunge~: „Lehrbuch der physiologischen und pathologischen Chemie“. 2. Aufl., Leipzig 1889.
[63] ~Grübler~: „Ueber ein kristallinisches Eiweiß der Kürbissamen“. In Journ. f. prakt. Chemie, Bd. 23, 1891.
[64] ~Zinoffsky~: „Ueber die Größe des Hämoglobinmoleküls“. In Zeitschr. f. physiolog. Chemie, Bd. 10, 1885.
[65] Die für die Beurteilung der Größe des Eiweißmoleküls in Betracht kommenden Tatsachen sind neuerdings in übersichtlicher Weise verwertet worden in der Arbeit von ~Fr. N. Schulz~: „Die Größe des Eiweißmoleküls“. Jena 1903.
[66] ~Emil Fischer~: „Untersuchungen über Aminosäuren, Polypeptide und Proteinstoffe“. Berlin 1906.
[67] ~Altmann~: „Ueber Nukleinsäuren“. Arch. f. Physiol. von ~Du Bois-Reymond~ 1889.
[68] ~Reinke~ und ~Krätzschmar~: „Studien über das Protoplasma“. Zweite Folge. In Untersuchungen aus dem botanischen Laboratorium d. Univ. Göttingen. III, 1883.
[69] ~Hammarsten~: „Studien über Mucin“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 36, 1885.
[70] ~Lilienfeld~: „Beiträge zur Chemie der Leukocyten“. In Zeitschr. f. physiol. Chemie, Bd. 18, 1894.
[71] ~Sosnowski~: „Beiträge zur Chemie der Zelle“. In Centralblatt f. Physiologie, Bd. 13, 1899.
[72] Eine Uebersicht und zugleich die einschlägige Literatur findet sich ~Cohnheim~: „Chemie der Eiweißkörper“. Braunschweig 1904.
[73] ~Emil Fischer~ in Ber. d. Deutsch. chemischen Gesellsch., Bd. 23, 1890 u. ff.
[74] Ueber die Ausführung dieser Proben und anderer Reaktionen siehe ~Max Verworn~: „Physiologisches Praktikum“. Jena 1907.
[75] Ueber den wirksamen Bestandteil der Hefezellen vergl. unten den Abschnitt über die „Fermente“.
[76] ~Kossel~: „Ueber die chemische Zusammensetzung der Zelle“. Im Archiv für Physiologie und Anatomie, physiologische Abteilung, 1891.
[77] ~Miescher~: Verhandl. d. naturforsch. Gesellsch. in Basel, 1874.
[78] ~Malfatti~: „Zur Chemie des Zellkerns“. In Ber. d. naturw.-med. Vereins zu Innsbruck, 20. Jahrg., 1891/1892.
[79] ~Lilienfeld~ und ~Monti~: „Ueber die mikrochemische Lokalisation des Phosphors in den Geweben“. In Zeitschr. f. physiolog. Chemie, Bd. 17, 1892.
[80] ~Macallum~: „On the distribution of assimilated iron compounds in animal and vegetable cells“. In Anat. Journ. of Microsc. Soc., 1895.
[81] ~Brücke~: „Die Elementarorganismen“. In Wiener Sitzungsbericht, Jahrg. 44, 2. Abteil., 1861.
[82] ~G. Berthold~: „Studien über die Protoplasmamechanik“. Leipzig 1886.
[83] ~O. Bütschli~: „Untersuchungen über mikroskopische Schäume und das Protoplasma“. Leipzig 1892.
[84] ~P. Jensen~: „Ueber den Aggregatzustand des Muskels und der lebendigen Substanz überhaupt“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 80, 1900.
[85] ~L. Rhumbler~: „Der Aggregatzustand und die physikalischen Besonderheiten des lebenden Zellinhaltes“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 1 u. 2, 1902, 1903.
[86] Zur Orientierung kann dienen: ~Wolfgang Pauli~: „Beziehungen der Kolloidchemie zur Physiologie“. In Verh. d. Ges. Deutscher Naturf. u. Aerzte, 78. Vers. zu Stuttgart, 1906, 1. Teil.
[87] Die sehr umfangreiche Literatur über die Eigenschaften semipermeabler Membranen findet sich zusammengestellt und erläutert bei ~Heinrich Zangger~: „Ueber Membranen und Membranfunktionen“. In „Ergebnisse der Physiologie“, 7. Jahrgang, 1908.
[88] ~Paul Jensen~: „Die absolute Kraft einer Flimmerzelle“. In ~Pflüger~s Archiv, Bd. 54, 1893.
[89] ~Th. W. Engelmann~: „Kontraktilität und Doppelbrechung“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 11, 1875.
[90] ~Preyer~: „Die Hypothesen über den Ursprung des Lebens“. In „Naturwissenschaftliche Tatsachen und Probleme“. Berlin 1880.
[91] Vergl. ~Max Verworn~: „Prinzipienfragen in der Naturwissenschaft“. Vortrag gehalten in der allgem. Sitzung des X. Nederlandsch Natuur- en Geneeskundig Congres zu Arnheim 1905. Jena, Gustav Fischer, 1905. -- Ferner derselbe: „Die Erforschung des Lebens“. Jena, Gustav Fischer, 1907.
[92] ~James Braid~: „Der Hypnotismus“. Ausgewählte Schriften von ~J. Braid~. Deutsch herausgegeben von ~W. Preyer~. Berlin 1882.
[93] ~Leeuwenhoek~: „Epistolae ad societatem regiam Anglicam et alios illustres viros seu continuatio mirandorum arcanorum naturae detectorum.“ Lugdun. Batav. 1719.
[94] ~Preyer~: „Naturwissenschaftliche Tatsachen und Probleme“. Berlin 1880.
[95] ~W. Kochs~: „Kann die Kontinuität der Lebensvorgänge zeitweilig völlig unterbrochen werden?“ In Biolog. Centralbl., Bd. 10, 1890.
[96] ~Max Verworn~: „Die physiologische Bedeutung des Zellkerns“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 51, 1891.
[97] ~R. Virchow~: „Die Zellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre“. 4. Aufl. Berlin 1871.
[98] ~Julius Sachs~: „Vorlesungen über Pflanzen-Physiologie“. Leipzig 1882.
[99] ~Winogradsky~ in Annales de l’Institut Pasteur, 1890.
[100] ~Pflüger~: „Die Quelle der Muskelkraft“. In Pflügers Arch., Bd. 50, 1891. -- Derselbe: „Ueber Fleisch- und Fettmästung“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 52, 1892.
[101] ~Otto Loewi~: „Ueber Eiweißsynthese im Tierkörper“. In Arch. f. experim. Pathol. u. Pharmakol., Bd. 48, 1902.
[102] Vergl. oben p. 134 u. ff.
[103] ~Metschnikoff~: „Untersuchungen über die intrazellulare Verdauung bei Wirbeltieren“. In Arbeiten aus dem zool. Inst. d. Univ. Wien, Bd. 5, 1884. -- Derselbe: „Ueber die Beziehungen der Phagocyten zu den Milzbrandbazillen“. In ~Virchow~s Arch. f. Anat., Physiol. u. klin. Med., Bd. 107, 1886.
[104] ~Thanhoffer~: „Beiträge zur Fettresorption und histologischen Struktur der Dünndarmzotten“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 8, 1874.
[105] ~Ehrenberg~: „Die Infusionsthierchen als vollkommene Organismen“. Leipzig 1838.
[106] ~Cienkowski~: „Beiträge zur Kenntnis der Monaden“. In Arch. f. mikr. Anat., Bd. 1, 1865.
[107] ~Metschnikoff~: „Leçons sur la pathologie comparée de l’inflammation“. Paris 1892.
[108] ~Max Verworn~: „Biologische Protistenstudien“ I. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 46, 1888.
[109] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien“. Jena 1889, Tafel III.
[110] ~Greenwood~: „On the constitution and mode of formation of ‚Food vacuoles‘ in Infusoria as illustrated by the history of the processes of digestion in Carchesium polypinum“. In Philosophical Transactions of the Royal society of London, Vol. 185, 1894.
[111] ~M. Meissner~: „Beiträge zur Ernährungsphysiologie der Protozoen“. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 47, 1888.
[112] ~Greenwood~: „On the digestive process in some Rhizopods“. In Journal of Physiology, Vol. 7 and 8, No. 5.
[113] Bei der Neubearbeitung dieses heute so aktuellen Abschnitts habe ich zum großen Teil das gleichlautende Kapitel meiner Untersuchung: „Die Biogenhypothese. Eine kritisch-experimentelle Studie über die Vorgänge in der lebendigen Substanz“, Jena 1903, übernommen.
[114] ~Pekelharing~, „Mitteilungen über das Pepsin“. In Zeitschr. f. physiol. Chem., Bd. 35, 1902.
[115] ~Friedenthal~ und ~Miyamota~, „Ueber die chemische Natur des Pepsins und anderer Verdauungsenzyme“. Im Zentralbl. f. Physiol., Bd. 15, 1902.
[116] ~Ostwald~: „Ueber Katalyse“. Verhandl. d. Hamburger Versamml. deutsch. Naturf. u. Aerzte, Teil 1, 1902, p. 184.
[117] ~Bredig~ u. ~R. Müller von Berneck~: „Ueber anorganische Fermente“. In Zeitschr. f. physiol. Chem., Bd. 31, 1889, p. 258. -- ~Bredig~: „Anorganische Fermente“. Leipzig 1901.
[118] ~W. Manchot~ u. ~O. Wilhelms~: „Ueber Superoxyde des Eisens und die katalytische Wirkung der Eisensalze“. Ber. d. Deutsch. chem. Ges., Bd. 34, 1901, p. 2479.
[119] ~Croft Hill~: „Reversible Zymohydrolysis“. In Transactions of the Chem. Soc., 1898.
[120] ~Emmerling~: „Synthetische Wirkung der Hefemaltase“. In Bericht der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 34, 1901, p. 600.
[121] Ein ausführliches Referat über den heutigen Stand der Lehre von den Enzymen findet sich in den Ergebnissen der Physiologie, Bd. 6, 1907, von ~H. Euler~ unter dem Titel: „Allgemeine Chemie der Enzyme“.
[122] ~Julius Sachs~: „Ueber den Einfluß des Lichtes auf die Bildung des Amylum in den Chlorophyllkörnern“. In Botan. Zeitung, 1892. -- Derselbe: „Ueber die Auflösung und Wiederbildung des Amylum in den Chlorophyllkörnern bei wechselnder Beleuchtung“. In Botan. Zeitung, 1864.
[123] ~Walter Löb~: „Studien über die chemische Wirkung der stillen elektrischen Entladung“. In Zeitschr. f. Elektrochemie, Bd. 12, 1906. -- Vergl. dazu auch die Betrachtungen, die ~J. Rülf~ an diese Untersuchungen ~Löb~s anknüpft in seiner Arbeit: „Ueber das erste organische Assimilationsprodukt“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 4, 1907.
[124] ~Julius Sachs~: „Vorlesungen über Pflanzenphysiologie“. Leipzig 1882.
[125] Vergl. p. 166.
[126] ~Kutscher~ und ~Seemann~: „Verdauungsvorgänge im Dünndarm“. In Zeitschr. f. physiol. Chemie, Bd. 34, 1901–1902.
[127] ~Cohnheim~: „Die Umwandlung des Eiweißes durch die Darmwand“. In Zeitschr. f. physiol. Chemie, Bd. 33, 1901. -- Derselbe: „Weitere Mitteilungen über Eiweißresorption. Versuche an Octopoden“. Ebenda Bd. 35, 1902.
[128] ~Gaetano Salvioli~. In ~Du Bois-Reymond~s Arch. f. Physiol., 1880, Supplem.
[129] ~Hofmeister~: „Das Verhalten des Peptons in der Magenschleimhaut“. In Zeitschr. f. physiol. Chemie, Bd. 6, 1882.
[130] ~Neumeister~: „Zur Physiologie der Eiweißresorption und zur Lehre von den Peptonen“. Würzburg, 1890.
[131] Vergl. ~C. Voit~: „Physiologie des allgemeinen Stoffwechsels und der Ernährung“. In ~Hermann~s Handbuch der Physiologie, Bd. 6, 1881.
[132] ~Pflüger~: „Ueber einige Gesetze des Eiweißstoffwechsels“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 54, 1893. -- ~Schöndorff~: „In welcher Weise beeinflußt die Eiweißnahrung den Eiweißstoffwechsel der tierischen Zelle?“ Ebenda.
[133] ~J. Munk~: „Zur Lehre von der Resorption, Bildung und Ablagerung der Fette im Tierkörper“. In ~Virchow~s Arch., Bd. 95, 1884.
[134] p. 121.
[135] ~Gaglio~: „Die Milchsäure des Blutes und ihre Ursprungsstätten“. In ~Du Bois-Reymond~s Arch., 1886.
[136] ~Minkowski~: „Ueber den Einfluß der Leberexstirpation auf den Stoffwechsel“. In Arch. f. exper. Pathol. u. Pharmakol., Bd. 21, 1886.
[137] Arch. f. exper. Pathologie und Pharmakologie, Bd. 6, 1876.
[138] Verhandl. d. Ges. Deutscher Naturf. u. Aerzte zu Hamburg 1901. II. Teil, II. Hälfte: Medizinische Abteilungen, Leipzig 1902.
[139] ~Leo~: „Fettbildung und Fetttransport bei Phosphorintoxikation“. In Zeitschr. f. physiolog. Chemie, Bd. 9, 1885.
[140] ~Fr. Hofmann~. In Zeitschr. f. Biologie, Bd. 8, 1872.
[141] Siehe Verhandl. d. Ges. Deutscher Naturf. u. Aerzte, 75. Versamml. zu Kassel. II. Teil: Medizinische Abteilungen, Leipzig 1904.
[142] ~Mehring.~ In ~Pflüger~s Arch., Bd. 14, 1877.
[143] Vergl. pag. 116 u. 119.
[144] ~Gaglio.~ In ~Du Bois-Reymond~s Arch., 1886.
[145] ~Pflüger~: „Ueber die physiologische Verbrennung in den lebendigen Organismen“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 10, 1875.
[146] ~Biedermann~: „Ueber die Bedeutung von Kristallisationsprozessen bei der Bildung der Skelette wirbelloser Tiere, namentlich der Molluskenschalen“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 1, 1902. -- Derselbe: „Geformte Sekrete“. Ebenda Bd. 2, 1903.
[147] Vergl. p. 147.
[148] ~R. Semon~: „Beiträge zur Naturgeschichte der Synaptiden des Mittelmeeres“. In Mitteil. der zool. Station zu Neapel, Bd. 7.
[149] Eine eingehende Darstellung dieser sehr wichtigen Erfahrungen und Theorien hat ~Aschoff~ in der Zeitschrift für allgemeine Physiologie, Bd. 1, 1902 gegeben unter dem Titel: „~Ehrlich~s Seitenkettentheorie und ihre Anwendung auf die künstlichen Immunisierungsprozesse“.
[150] ~E. Stahl~: „Pflanzen und Schnecken“. Eine biologische Studie über die Schutzmittel der Pflanzen gegen Schneckenfraß. In Jen. Zeitschr. f. Naturw., Bd. 22, N. F. 15, 1888.
[151] ~Gaglio~: „Die Milchsäure des Blutes und ihre Ursprungsstätten“. In ~Du Bois-Reymond~s Arch., 1886.
[152] ~Brieger~: „Ueber Ptomaine“. Teil I, II u. III. Berlin 1885 u. 1886.
[153] ~Löffler~: In Deutsche med. Wochenschr., 1890, No. 5 u. 6.
[154] ~Brieger~ u. ~Fränkel~: „Untersuchungen über Bakteriengifte“. In Berl. klin. Wochenschr., 1890.
[155] ~L. Rhumbler~: „Die verschiedenen Cystenbildungen und die Entwicklungsgeschichte der holotrichen Infusoriengattung Colpoda“. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 46, 1888.
[156] Die hier in Betracht kommenden Verhältnisse, die bisher fast ausschließlich von der Morphologie studiert worden sind und dadurch in etwas einseitiger und in vielen Punkten sehr schiefer Auffassung erschienen sind, weil man bei ihrer Untersuchung zu sehr die feste, stabile Form des Organismus und zu wenig das Geschehen in ihm, dessen Ausdruck die Formbildung ist, berücksichtigte, haben neuerdings eine sehr eingehende Würdigung unter physiologischen Gesichtspunkten erfahren durch das Buch des Physiologen ~Paul Jensen~: „Organische Zweckmäßigkeit, Entwicklung und Vererbung vom Standpunkte der Physiologie“. Jena 1907.
[157] ~E. Haeckel~: „Generelle Morphologie der Organismen“. Berlin 1866.
[158] ~Charles Darwin~: „On the origin of species by means of natural selection (or the preservation of favoured races in the struggle for life)“. London 1859.
[159] ~Charles Darwin~: „On the origin of species by means of natural selection (or the preservation of favoured races in the struggle for life)“. London 1859.
[160] ~Ernst Haeckel~: „Generelle Morphologie der Organismen“. Berlin 1866.
[161] ~G. Th. Eimer~: „Die Entstehung der Arten auf Grund von Vererben erworbener Eigenschaften nach den Gesetzen organischen Wachsens“. I. Teil, Jena 1888.
[162] ~R. von Wettstein~: „Ueber direkte Anpassung“. Vortrag, gehalten in der feierlichen Sitzung der k. k. Akademie der Wissenschaften zu Wien, 1902. -- Derselbe: „Untersuchungen über den Saisondimorphismus im Pflanzenreich“. In Denkschr. d. k. k. Akad. d. Wissensch., Bd. 70, 1900.
[163] ~Weismann~: „Aufsätze über Vererbung und verwandte biologische Fragen“. (Enthält alle Arbeiten ~Weismann~s über Vererbung von 1881 an.)
[164] ~H. de Vries~: „Die Mutationstheorie. Versuche und Beobachtungen über die Entstehung von Arten im Pflanzenreich“. Leipzig 1901–1903.
[165] O. und ~R. Hertwig~: „Ueber den Befruchtungs- und Teilungsvorgang des tierischen Eies unter dem Einfluß äußerer Agentien“. Jenaische Zeitschr. f. Naturwissenschaft, 1887.
[166] ~Schmankewitsch~: „Zur Kenntnis des Einflusses der äußeren Lebensbedingungen auf die Organisation der Tiere“. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 29, 1877.
[167] ~O. Zacharias~: „Experimentelle Untersuchungen über Pseudopodienbildung“. Im Biolog. Zentralblatt, 1885.
[168] ~M. Verworn~: „Die polare Erregung der lebendigen Substanz etc.“. IV. Mitteilung. In Pflügers Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 65, 1896.
[169] ~N. Gaidukov~: „Ueber den Einfluß farbigen Lichts auf die Färbung lebender Oscillarien“. In Abhandl. d. Königl. Preuß. Akad. d. Wiss. zu Berlin, 1902 (Anhang).
[170] ~Charles Darwin~: „On the origin of species by means of natural selection“. London 1859.
[171] ~Hugo de Vries~: „Die Mutationstheorie. Versuche und Beobachtungen über die Entstehung von Arten im Pflanzenreich.“ Leipzig 1901–1903. -- Einen Ueberblick über die neueren Arbeiten auf diesem Gebiet findet man in dem Sammelreferat von ~Hugo Miehe~: „Neuere Arbeiten auf dem Gebiete der pflanzlichen Deszendenz- und Bastardierungslehre“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 4, 1904.
[172] ~Bütschli~: „Studien über die ersten Entwicklungsvorgänge der Eizelle, Zellteilung und Konjugation der Infusorien“. In Abhandl. der Senckenbergischen naturforschenden Gesellsch., Jg. 1876.
[173] ~W. Flemming~: „Zellsubstanz, Kern und Zellteilung“. Leipzig 1882.
[174] ~E. Strasburger~: „Zellbildung und Zellteilung“. 1880. -- Derselbe: „Historische Beiträge“. Heft I: „Ueber Kern- und Zellbildung im Pflanzenreich“. Jena 1888.
[175] ~O. Hertwig~: „Beiträge zur Kenntnis der Bildung, Befruchtung und Teilung des tierischen Eies“. In Morphol. Jahrb., Bd. 1, 3 und 4, 1875, 1877, 1878. -- Derselbe: „Die Zelle und die Gewebe“. Jena 1892.
[176] ~van Beneden~: „Recherches sur la maturation de l’œuf, la fécondation et la division mitosique chez l’ascaride mégalocéphale“. Leipzig 1887.
[177] ~Boveri~: „Zellenstudien“. In Jen. Zeitschr. f. Naturw. u. Med., 1887, 1888, 1890.
[178] ~W. Pfeffer~: „Ueber die Erzeugung und die physiologische Bedeutung der Amitose“. In Sitzungsber. d. Königl. Sächs. Ges. d. Wiss. zu Leipzig, mathem.-phys. Klasse 1899.
[179] ~Schaudinn~: „Ueber die Teilung von Amoeba binucleata ~Gruber~“. In Sitzungsber. d. Ges. Naturf. Freunde zu Berlin, 1895. -- Derselbe: „Ueber den Zeugungskreis von Paramoeba eilhardi n. g. n. sp.“. In Sitzungsber. der K. Pr. Akad. d. Wissensch. zu Berlin, phys.-mathem. Klasse, 1896. -- Derselbe: „Untersuchungen über den Generationswechsel bei Coccidien“. In Zool. Jahrbücher, Bd. 13, 1900.
[180] ~O. Hertwig~: „Die Zelle und die Gewebe“. Bd. 1, Jena 1892.
[181] ~Gustaf Retzius~: „Biologische Untersuchungen“. Neue Folge X, 1902; XI, 1904; XIII, 1906. Jena, Gustav Fischer.
[182] ~Ballowitz~: „Das ~Retzius~sche Endstück der Säugetierspermatozoen“. In Internat. Monatsschr. f. Anat. u. Physiol., Bd. 7, 1890. -- Derselbe: „Weitere Beobachtungen über den feineren Bau der Säugetierspermatozoen“. In Zeitschr. f. wissensch. Zool., Bd. 52, 1890.
[183] ~Max Verworn~: „Biologische Protistenstudien“. Teil II. In Zeitschr. f. wiss. Zool., 1890.
[184] ~Bütschli~: „Studien über die ersten Entwicklungsvorgänge der Eizelle, die Zellteilung und die Konjugation der Infusorien“. Frankfurt 1876.
[185] ~Balbiani~: „Recherches sur les phénomènes sexuels des infusoires“. In Journ. de la Physiol., T. 4.
[186] ~Maupas~: „Recherches expérimentales sur la multiplication des infusoires ciliés“. In Arch. de Zool. expérim. et générale, T. 6, Série 2.
[187] ~A. Gruber~: „Der Konjugationsprozeß bei Paramaecium aurelia“. In Ber. d. naturf. Ges. zu Freiburg i. B., Bd. 2, 1886.
[188] ~R. Hertwig~: „Ueber die Konjugation der Infusorien“. In Abhandl. d. Königl. Bayer. Akad., München 1889.
[189] ~Boveri~: „Ueber das Verhalten der Zentrosomen bei der Befruchtung des Seeigeleies nebst allgemeinen Bemerkungen über Zentrosomen und Verwandtes“. In Abh. d. physikal.-medizin. Gesellsch. zu Würzburg, Bd. 29, 1895.
[190] ~E. B. Wilson~ and ~A. B. Mathews~: „Maturation, Fertilisation and Polarity in the Echinoderm Egg“. In Journ. of Morphol., Vol. 10, 1895.
[191] ~A. D. Mead~: „Some observations on Maturation and Fecundation in Chaetopterus pergamentaceus Cuvier“. In Journ. of Morphol., Vol. 10, 1895.
[192] ~H. Winkler~: „Ueber Furchung unbefruchteter Eier unter der Einwirkung von Extraktivstoffen aus dem Sperma“. In Nachrichten d. K. Ges. d. Wiss. zu Göttingen, mathem.-phys. Klasse, 1900, Heft 2.
[193] ~Rhumbler~: „Die verschiedenen Cystenbildungen und die Entwicklungsgeschichte der holotrichen Infusoriengattung Colpoda“. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 46, 1888.
[194] ~L. Pfeiffer~: „Beiträge zur Kenntnis der pathogenen Gregarinen“. Zeitschr. f. Hygiene, Bd. 3, 1888. -- Derselbe: „Die Protozoen als Krankheitserreger“. 2. Aufl. Jena 1891.
[195] ~Alphonse Labbé~: „Sporozoa“. In „Das Thierreich“, Berlin 1899.
[196] ~Laveran~: „L’hématozoaire du paludisme“, Paris 1891. -- Derselbe: „Traité du paludisme“, Paris 1898.
[197] ~Grassi~: „Studi di uno zoologo sulla malaria“. In Mem. R. Accad. dei Lincei, Classe scienze fisiche, Vol. 3, 1900.
[198] ~Schaudinn~: „Untersuchungen über den Generationswechsel bei Coccidien“. In Zool. Jahrbücher, Jahrg. 1900.
[199] ~Haeckel~: „Anthropogenie oder Entwicklungsgeschichte des Menschen“. 4. Aufl. Leipzig 1891.
[200] ~O. Hertwig~: „Lehrbuch der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der Wirbeltiere“. 3. Aufl. Jena 1890.
[201] ~R. Bonnet~: „Lehrbuch der Entwicklungsgeschichte“. Berlin 1907.
[202] ~Korschelt~ und ~Heider~: „Lehrbuch der vergleichenden Entwicklungsgeschichte der wirbellosen Tiere“. Spezieller Teil, Jena 1890. Allgemeiner Teil, Jena 1903.
[203] ~Müller~: „Für Darwin“. Leipzig 1864.
[204] ~Haeckel~: „Generelle Morphologie der Organismen“. Leipzig 1866.
[205] ~Haeckel~: „Ziele und Wege der heutigen Entwicklungsgeschichte“. Jena 1875.
[206] Um ein Mißverständnis zu verhüten, soll ausdrücklich betont werden, daß die Wärme bei dieser Betrachtung nicht etwa als einzige Energieform gelten soll, die bei der chemischen Reaktion nach außen hin frei wird, sondern als Energieform, die als Maß dienen kann.
[207] Vergl. p. 189 f.
[208] ~Th. W. Engelmann~: „Neue Methode zur Untersuchung der Sauerstoffausscheidung pflanzlicher und tierischer Organismen“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 25, 1881. -- Derselbe: „Die Erscheinungsweise der Sauerstoffausscheidung chromophyllhaltiger Zellen im Licht bei Anwendung der Bakterienmethode“. In Onderz. physiol. Laborat. Utrecht, IV. Reeks, III. Deel, 1895. (Hier sind auch die anderen einschlägigen Arbeiten ~Engelmann~s angeführt.)
[209] ~Pflüger~: „Ueber die physiologische Verbrennung in den lebendigen Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 10, 1875.
[210] Ueber die technischen Kunstgriffe und Methoden zu diesen und anderen physiologischen Experimenten siehe ~Max Verworn~: „Physiologisches Praktikum“. Jena 1907.
[211] Vergl. p. 5.
[212] ~Wiener~: „Erklärung des atomistischen Wesens des tropfbar-flüssigen Körperzustandes“ etc. In ~Poggendorff~s Annalen, Bd. 118, 1863.
[213] Vergl. p. 139.
[214] ~Engelmann~: „Beiträge zur Physiologie des Protoplasmas“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 2, 1869.
[215] ~K. Brandt~: „Die koloniebildenden Radiolarien des Golfes von Neapel“ etc. Herausgegeben von der zoologischen Station zu Neapel. Berlin 1885.
[216] ~Max Verworn~: „Ueber die Fähigkeit der Zelle, aktiv ihr spezifisches Gewicht zu verändern“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 53, 1892.
[217] ~K. Brandt~: „Biologische und faunistiscbe Untersuchungen an Radiolarien und anderen pelagischen Tieren“. In Zoolog. Jahrbücher, Bd. 9.
[218] ~G. Klebs~: „Ueber Bewegung und Schleimbildung der Desmidiaceen“. In Biol. Zentralbl., Bd. 5, No. 12.
[219] ~Aderhold~: „Beitrag zur Kenntnis richtender Kräfte bei der Bewegung niederer Organismen“. In Jen. Zeitschr. f. Naturwissensch., Bd. 15, N. F., 1888.
[220] ~Bütschli~: „Die Bewegung der Diatomeen“. In Verhandl. des naturhistor. med. Vereins zu Heidelberg, N. F. Bd. 4, 1892, Heft 5.
[221] ~R. Lauterborn~: „Zur Frage nach der Ortsbewegung der Diatomeen“. In Ber. d. Deutschen Bot. Ges., Bd. 11, 1894.
[222] ~Otto Müller~: „Die Ortsbewegung der Bacillariaceen“. I, II, III, IV und V. In Ber. d. Deutschen Bot. Ges. 1893, 1894, 1895 und 1897.
[223] Die in neuerer Zeit mehrfach geäußerte Ansicht, daß es sich bei den Bewegungen der Pigmentzellen allein um eine Wanderung der Pigmentkörperchen handle, ohne eine gleichzeitige Formveränderung des Protoplasmakörpers, hat bisher keine genügende Stütze erhalten.
[224] Vergl. p. 87 und p. 88.
[225] ~Dujardin~: „Histoire naturelle des Zoophytes-Infusoires“. Paris 1841.
[226] ~Max Schultze~: „Der Organismus der Polythalamien“. Leipzig 1854.
[227] ~Haeckel~: „Die Radiolarien“. Berlin 1862.
[228] ~Max Schultze~: „Das Protoplasma der Rhizopoden und der Pflanzenzellen. Ein Beitrag zur Theorie der Zelle“. Leipzig 1863.
[229] ~Engelmann~: „Mikroskopische Untersuchungen über die quergestreifte Muskelsubstanz“, I und II. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 7, 1873. -- Derselbe: „Kontraktilität und Doppelbrechung“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 11, 1875. -- Derselbe: „Neue Untersuchungen über die mikroskopischen Vorgänge bei der Muskelkontraktion“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 18, 1878.
[230] ~E. A. Schäfer~: „On the minute structure of the muscle-columns or sarco-styles which form the wing-muscles of insects“. Preliminary note. In Proceedings of the Royal Society, Vol. 49, 1891. -- Derselbe: „On the structure of cross-striated muscle“. In Monthly International Journal of Anatomy and Physiol., Vol. 8, 1891.
[231] ~Zuntz~: In Berl. klin. Wochenschr., Jahrg. 29, 1892, p. 357.
[232] Eine ausführliche Zusammenstellung der Literatur über die Flimmerbewegung gibt ~Pütter~: „Die Flimmerbewegung“. In den Ergebnissen der Physiologie, 2. Jahrg, 2. Abt., 1903.
[233] ~Max Verworn~: „Studien zur Physiologie der Flimmerbewegung“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 48, 1890.
[234] ~Karl Peter~: „Das Zentrum für die Flimmer- und Geißelbewegung“. In Anatom. Anzeiger, Bd. 15, 1899.
[235] ~G. Klebs~: „Ueber die Organisation einiger Flagellatengruppen und ihre Beziehungen zu Algen und Infusorien“. In Unters. aus d. bot. Institut zu Tübingen, Bd. 1, 1881.
[236] ~Bütschli~: „Einige Bemerkungen über gewisse Organisationsverhältnisse der sogenannten Cilioflagellaten und der Noctiluca“. In Morph. Jahrb., Bd. 10, 1885.
[237] ~Alfred Fischer~: „Ueber die Geißeln einiger Flagellaten“. Jahrb. f. wiss. Botanik, Bd. 26, 1894.
[238] ~Max Verworn~: „Studien zur Physiologe der Flimmerbewegung“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 48, 1890.
[239] ~P. Jensen~: „Die absolute Kraft einer Flimmerzelle“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 54, 1893.
[240] ~Engelmann~: „Ueber den faserigen Bau der kontraktilen Substanzen, mit besonderer Berücksichtigung der glatten und doppelt schräggestreiften Muskelfasern“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 25, 1881.
[241] ~Langley~ and ~Very~: „On the cheapest form of light, from studies at the Alleghany Observatory“. In the American Journal of Science, 3^{rd} Series, Vol. 40, 1890.
[242] ~Molisch~: „Leuchtende Pflanzen. Eine physiologische Studie“. Jena, 1904.
[243] ~Pflüger~: „Ueber die physiologische Verbrennung in den lebendigen Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 10, 1875. -- Derselbe: „Ueber die Phosphoreszenz verwesender Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 11, 1875.
[244] ~Pütter~: „Leuchtende Organismen“. In Zeitschr. f. allgemeine Physiologie, Bd. 5, 1905.
[245] ~Fabre~: In Compt. rend., T. 41, p. 1245.
[246] ~Max Schultze~: „Zur Kenntnis der Leuchtorgane von Lampyris splendidula“. In Arch. f. mikr. Anatomie, Bd. 1.
[247] ~Beijerinck~: „Les bactéries lumineuses dans leur rapports avec l’oxygène“. Archives Néerlandaises, T. 23, 1890.
[248] ~Radziszewski~: „Ueber die Phosphoreszenz der organischen und organisierten Körper“. In ~Liebig~s Annalen der Chemie, Bd. 203, 1880.
[249] ~Du Bois-Reymond~: „Untersuchungen über tierische Elektrizität“. Berlin 1848.
[250] ~W. Biedermann~: „Elektrophysiologie“. 2 Bände. Jena 1895. Hier ist das ganze Gebiet unter Berücksichtigung der sämtlichen Literatur zusammengefaßt.
[251] ~M. Mendelssohn~: „Les phénomènes électriques chez les êtres vivants“ (Sammlung „Scientia“). Paris 1902 (~C. Naud~).
[252] ~Nernst~: In Zeitschr. f. physik. Chemie, Bd. 2, p. 4.
[253] ~Hermann~: „Untersuchungen zur Physiologie der Muskeln und Nerven“. I-III, Berlin 1868.
[254] ~O. Weiss~: „Ueber die Ursache des Axialstromes am Nerven“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 108, 1905.
[255] Vergl. p. 165 u. ff.
[256] ~C. Voit~: „Physiologie des allgemeinen Stoffwechsels und der Ernährung“. In ~Hermann~s Handbuch der Physiologie, Bd. 6, 1881.
[257] ~Chittenden~: „Physiological economy in nutrition with special reference to the minimal protein requirement of the healthy man“. London 1905.
[258] ~Wallengren~: „Inanitionserscheinungen der Zelle“. 7. Okt. 1901. Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 1, 1902, p. 67.
[259] ~Kasanzeff~: „Experimentelle Untersuchungen über Paramaecium caudatum“. Inaug.-Diss. Zürich 1901.
[260] ~Chossat~: In „Mémoires présentés par divers savants à l’académie royale des sciences de l’Institut de France“, T. 8, 1843.
[261] ~Luciani~: „Das Hungern. Studien und Experimente am Menschen“. Deutsch von ~M. Fränkel~. Hamburg und Leipzig 1890.
[262] Aus ~Max Verworn~: „Das Neuron in Anatomie und Physiologie“. Jena 1900.
[263] ~P. Miescher-Rüsch~: In Amtl. Ber. über die internat. Fischereiausstellung in Berlin 1880. Wissensch. Abt.
[264] p. 157.
[265] ~Winogradsky~: „Ueber Schwefelbakterien“. In Bot. Zeitung, Bd. 45, 1887.
[266] ~Winogradsky~: „Ueber Eisenbakterien“. In Bot. Ztg., Bd. 46, 1888, No. 17.
[267] ~W. Müller~: In Sitzungsber. d. Wiener Akad. d. Wiss., Mathem.-naturwiss. Klasse, Bd. 33, 1858.
[268] ~Paul Bert~: „Recherches expérimentales sur l’influence que les changements dans la pression barométrique exercent sur les phénomènes de la vie“. In Comptes Rendus, 1873, T. 76 und 77.
[269] ~Pflüger~: „Ueber die physiologische Verbrennung in den lebendigen Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 10, 1875.
[270] ~Pütter~: „Die Wirkung erhöhter Sauerstoffspannung auf die lebendige Substanz“. In Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 3, 1904.
[271] ~Winogradsky~: „Ueber Schwefelbakterien“. In Bot. Zeitung, Bd. 45, 1887.
[272] Vergl. dazu weiter unten den Abschnitt über +Chemotaxis+.
[273] ~Max Verworn~: „Ermüdung, Erschöpfung und Erholung der nervösen Zentra des Rückenmarks. Ein Beitrag zur Kenntnis der Lebensvorgänge in den Neuronen“. In Arch. f. Anat. u. Physiol., Physiol. Abt., 1900, Suppl.
[274] ~H. von Baeyer~: „Das Sauerstoffbedürfnis des Nerven“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 2, 1902.
[275] ~H. Winterstein~: „Ueber die Wirkung der Wärme auf den Biotonus der Nervenzentren“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 1, 1902.
[276] ~Kühne~: „Untersuchungen über das Protoplasma und die Kontraktilität“. Leipzig 1864.
[277] ~Max Verworn~: „Zellphysiologische Studien am Roten Meer“. In Sitzungsber. d. Kgl. Preuß. Akad. d. Wiss. zu Berlin, Bd. 46, 1896.
[278] ~Pütter~: „Die Atmung der Protozoen“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 5, 1905.
[279] ~Bunge~: „Ueber das Sauerstoffbedürfnis der Darmparasiten“. In Zeitschr. f. physiolog. Chemie, Bd. 8, 1883.
[280] ~Pütter~: „Der Stoffwechsel des Blutegels (Hirudo medicinalis)“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 6, 1907, und Bd. 8, 1908.
[281] ~Preyer~: „Naturwissenschaftliche Tatsachen und Probleme“. Berlin 1880.
[282] ~W. Kühne~: „Untersuchungen über das Protoplasma und die Kontraktilität“. Leipzig 1864.
[283] ~W. Kochs~: „Kann die Kontinuität der Lebensvorgänge zeitweilig unterbrochen werden?“ In Biol. Centralbl., Bd. 10, No. 22, 1890.
[284] ~Bachmetjew~: „Experimentelle entomologische Studien vom physikalisch-chemischen Standpunkte aus. 1. Bd.: Temperaturverhältnisee bei Insekten“. Leipzig 1901. -- Derselbe: „Kalorimetrische Messungen an Schmetterlingspuppen“. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 71, 1902. -- Derselbe: „Ein neu entdecktes Schutzmittel bei Schmetterlingspuppen gegen Kälte“. Societas entomologica, Jahrg. 16, 1902.
[285] ~Raoul Pictet~: „Das Leben und die niederen Temperaturen“. In Revue scientifique, T. 52, 1893.
[286] ~Macfadyen~: „On the influence of the temperature of liquid air on Bacteria“. In Proceedings of the Royal Society, Vol. 66, 1900. -- Derselbe und ~Rowland~: „Further Note on the influence“ etc. Ebenda. -- Derselbe: „Influence of the temperature of liquid Hydrogen on Bacteria“. Ebenda. -- Derselbe: „The effect of physical agents on Bacterial life“. Royal Inst. of Great Britain, Friday, June 8, 1900.
[287] ~Hans Molisch~: „Untersuchungen über das Erfrieren der Pflanzen“. Jena 1897.
[288] ~Kühne~: „Untersuchungen über das Protoplasma und die Kontraktilität“, Leipzig 1864.
[289] ~Max Schultze~: „Das Protoplasma der Rhizopoden und der Pflanzenzellen“, Leipzig 1863.
[290] ~Ehrenberg~ in: Monatsber. d. Akad. d. Wissensch. zu Berlin, 1859.
[291] ~Hoppe-Seyler~: „Physiologische Chemie“. Teil I. Berlin 1877.
[292] ~Macfadyen~: „The effect of physical agents on Bacterial life“. Royal Institution of Great Britain, June 8, 1900.
[293] ~W. Pfeffer~: „Osmotische Untersuchungen“. Leipzig 1877.
[294] ~Köppe~: „Physiologische Chemie in der Medizin“. 1900. -- Vergl. über diese Verhältnisse auch ~Höber~: „Physikalische Chemie der Zelle und der Gewebe“. Leipzig 1902.
[295] ~Bottazzi~, Arch. ital. de Biologie, T. 28, 1897.
[296] Vergl. p. 138.
[297] ~Wallengren~: „Inanitionserscheinungen der Zelle“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 1, 1902.
[298] Vergl. p. 331.
[299] ~Berson~ und ~Süring~: „Ein Ballonaufstieg bis 10500 m“. In Illustrierte aeronautische Mitteilungen. Deutsche Zeitschr. f. Luftschifffahrt, Oktober 1901.
[300] ~P. Regnard~: „Recherches expérimentales sur les conditions physiques de la vie dans les eaux“. Paris, Éd. Masson, 1891.
[301] Vergl. p. 73 u. ff.
[302] ~Frank Lillie~: „On the smallest part of Stentor capable of Regeneration. A Contribution on the limits of Divisibility of Living Matter“. In Journ. of Morphol., Vol. 12, 1896.
[303] ~Claude Bernard~: „Leçons sur les phénomènes de la vie communs aux animaux et aux végétaux“, T. 2, Paris 1879.
[304] Die aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammenden Präparate befinden sich noch heute ohne Fäulnisprozesse im Göttinger physiologischen Institut.
[305] ~Ernst Haeckel~: „Generelle Morphologie der Organismen“, Bd. 1, Berlin 1866.
[306] ~H. E. Richter~: „Zur ~Darwin~schen Lehre“. In ~Schmidt~s Jahrb. d. ges. Med., Bd. 126, 1865, und 148, 1870. -- Derselbe: „Die neueren Kenntnisse von den krankmachenden Schmarotzerpilzen“. In ~Schmidt~s Jahrb. d. ges. Med., Bd. 151, 1871.
[307] ~Helmholtz~: „Ueber die Entstehung des Planetensystems“. In Vorträge und Reden, Bd. 2, Braunschweig 1884.
[308] ~W. Preyer~: „Die Hypothesen über den Ursprung des Lebens“. In Naturwissenschaftliche Tatsachen und Probleme. Berlin 1880.
[309] Vergl. p. 146.
[310] ~Pflüger~: „Ueber die physiologische Verbrennung in den lebendigen Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 10, 1875.
[311] ~Hermann~: „Untersuchungen über den Stoffwechsel der Muskeln“. Berlin 1867.
[312] Vergl. p. 195 u. 209.
[313] Vergl. p. 195.
[314] ~F. J. Allen~: „What is life?“ In Proceed. of the Birmingham Natural History and Philosophical Society, Vol. 11, Part 1, 1899.
[315] p. 110.
[316] Vergl. p. 161.
[317] Vergl. p. 248.
[318] Vergl. p. 158 u. ff.
[319] ~R. Virchow~: „Die Zellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre“. 4. Auflage. Berlin 1871.
[320] ~A. Looss~: „Ueber Degenerationserscheinungen im Tierreich, besonders über die Reduktion des Froschlarvenschwanzes und die im Verlaufe derselben auftretenden histolytischen Prozesse“. In Preisschriften der Fürstlich Jablonowskischen Gesellschaft, Leipzig 1889.
[321] ~Metschnikoff~: „Untersuchungen über die intrazelluläre Verdauung bei wirbellosen Tieren“. In Arbeiten d. zool. Inst. d. Univ. Wien, 1883.
[322] ~Kowalevsky~: „Beiträge zur nachembryonalen Entwicklung der Musciden“. In Zool. Anzeiger, 1885. -- Derselbe: „Beiträge zur nachembryonalen Entwicklung der Musciden“. Teil I. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 45, 1887.
[323] ~A. Korotneff~: „Histolyse und Histogenese des Muskelgewebes bei der Metamorphose der Insekten“. In Biol. Centralbl., Bd. 12, 1892.
[324] ~Gumprecht~: „Leukocytenzerfall im Blute bei Leukämie und bei schweren Anämien“. In Deutsch. Arch. f. klin. Medizin 1896.
[325] Vergl. ~Cohnheim~: „Vorlesungen über allgemeine Pathologie“. 2. Auflage. Berlin 1882. -- ~Ernst Ziegler~: „Lehrbuch der allgemeinen und speziellen pathologischen Anatomie und Pathogenese“, Jena 1881.
[326] ~Weigert~: „Ueber pockenähnliche Gebilde in parenchymatösen Organen und deren Beziehungen zu Bakterienkolonien“. Breslau 1875. -- Derselbe: „Ueber Croup und Diphtheritis. Ein experimenteller und anatomischer Beitrag zur Pathologie der spezifischen Entzündungsformen“. In ~Virchow~s Arch., Bd. 70, 1877. Daselbst ferner Bd. 72 u. 79.
[327] ~Max Verworn~: „Der körnige Zerfall. Ein Beitrag zur Physiologie des Todes“. In ~Pflüger~s Arch. d. ges. Physiol., Bd. 63, 1896.
[328] Vergl. p. 99.
[329] ~O. Israel~: „Biologische Studien mit Rücksicht auf die Pathologie. III. Oligodynamische Erscheinungen an pflanzlichen und tierischen Zellen“. In ~Virchow~s Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol. etc., Bd. 147, 1897. -- Derselbe: „Ueber den Tod der Zelle“. In Berl. klin. Wochenschr., 1897, No. 8.
[330] ~Rudolf Virchow~: „Die Zellularpathologie“ etc. 4. Aufl. Berlin 1871.
[331] Vergl. p. 119.
[332] ~C. Semper~: „Reisen im Archipel der Philippinen. Teil 1, Bd. 1: Holothurien“, Leipzig, 1868.
[333] ~W. Lindemann~: „Ueber einige Eigenschaften der Holothurienhaut“. In Zeitschr. f. Biologie, Neue Folge, Bd. 21, 1900.
[334] ~Krawkow~: „Beiträge zur Chemie der Amyloidentartung“. In Arch. f. experim. Pathologie und Pharmakologie. 1898.
[335] ~C. Davidsohn~: „Ueber experimentelle Erzeugung von Amyloid“. In ~Virchow~s Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol., Bd. 150, 1897, p. 16.
[336] ~O. Lubarsch~: „Zur Frage der experimentellen Erzeugung von Amyloid“. Ebenda, Bd. 150, 1897, p. 471.
[337] ~Claude Bernard~: „Leçons sur les phénomènes de la vie communs aux animaux et aux végétaux“. T. I, Paris 1878.
[338] ~Johannes Müller~: „Handbuch der Physiologie des Menschen für Vorlesungen“, Bd. 1, 4. Aufl., Coblenz 1844.
[339] ~Cohnheim~: „Vorlesungen über allgemeine Pathologie“, Bd. 1, 2. Aufl., Berlin 1892.
[340] ~Charles Sedgwick Minot~: „On certain phenomena of growing old“. In „Proceedings of the American association for the advancement of science“, Vol. 39, 1890. -- Derselbe: „Senescence and rejuvenation“. In Journ. of Physiol., Vol. 12, 1891.
[341] ~A. Weismann~: „Ueber die Dauer des Lebens“. Jena 1882. -- Derselbe: „Ueber Leben und Tod“. Jena 1884.
[342] ~Maupas~: „Recherches expérimentales sur la multiplication des infusoires ciliés“. In Arch. de zool. expérimentale et générale, Tome 6, Série 2.
[343] Vergl. p. 239.
[344] ~Gruber~: „Biologische Studien an Protisten“. In Biol. Centralbl., Bd. 9, 1889.
[345] ~R. Hertwig~: „Ueber die Konjugation der Infusorien“. In Abhandl. d. kgl. bayer. Akad. d. Wiss., II. Klasse, Bd. 17, München 1889.
[346] Vergl. p. 239.
[347] ~James Braid~: „Der Hypnotismus“. Ausgewählte Schriften von ~J. Braid~. Deutsch herausgegeben von ~W. Preyer~. Berlin 1882.
[348] Ueber den Mechanismus dieser Reizwirkung siehe weiter unten.
[349] Vergl. p. 390.
[350] ~Engelmann~: „Physiologie der Protoplasma- und Flimmerbewegung“. In Hermanns Handbuch d. Physiol., Bd. 1.
[351] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien. Experimentelle Untersuchungen“, Jena 1889.
[352] ~Max Verworn~: „Beiträge zur Physiologie des Zentralnervensystems. I. Teil: Die sogenannte Hypnose der Tiere“. Jena, Gustav Fischer, 1898.
[353] ~Max Verworn~: „Tonische Reflexe“. In +Pflüger+s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 65, 1896.
[354] Zur näheren Orientierung über diese Fragen sei verwiesen auf ~L. Aschoff~: „~Ehrlich~s Seitenkettentheorie und ihre Anwendung auf die künstlichen Immunisierungsprozesse“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 1, 1902.
[355] ~Davenport~ and ~Neal~: „Studies in Morphogenesis. V. On the acclimatization of organisms to poisonous chemical substances“. In Arch. f. Entwicklungsmechanik, Bd. 2, 1896.
[356] ~Max Verworn~: „Erregung und Lähmung“. Vortrag, gehalten auf der 68. Versammlung deutscher Naturforscher u. Aerzte zu Frankfurt a. M., 1896.
[357] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien. Experimentelle Untersuchungen“, Jena 1889.
[358] ~Max Verworn~: „Zellphysiologische Studien am Roten Meer“. In Sitzungsbericht der Kgl. Preuß. Akad. d. Wiss. zu Berlin, Bd. 46, 1896.
[359] ~C. Voit~: „Physiologie des allgemeinen Stoffwechsels und der Ernährung“. In ~Hermann~s Handb. d. Physiol., Bd. 6, 1881.
[360] ~Max Schultze~: „Das Protoplasma der Rhizopoden und der Pflanzenzellen“. Ein Beitrag zur Theorie der Zelle, Leipzig 1863.
[361] ~W. Kühne~: „Untersuchungen über das Protoplasma und die Kontraktilität“, Leipzig 1864.
[362] Vergl. p. 335.
[363] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien“, Jena 1889.
[364] ~Engelmann~: „Physiologie der Protoplasma- und Flimmerbewegung“. In ~Hermann~s Handbuch der Physiologie, Bd. 1.
[365] ~Rossbach~: „Die rhythmischen Bewegungserscheinungen der einfachsten Organismen und ihr Verhalten gegen physikalische Agentien und Arzneimittel“. In Arbeiten a. d. zool. u. zoot. Inst. zu Würzburg. 1874.
[366] ~W. Biedermann~: „Beiträge zur allgemeinen Nerven- und Muskelphysiologie“. VI. Mitteilung. In Sitzungsber. d. Kaiserl. Akad. d. Wiss. in Wien, Bd. 82, Abteilung III, 1880.
[367] ~Jean Massart~: „Sur l’irritabilité des Noctiluques“. In „Bulletin scientifique de la France et de la Belgique“, T. 25, 1893.
[368] ~Claude Bernard~: „Leçons sur les phénomènes de la vie communs aux animaux et aux végétaux“, T. 1, Paris 1878.
[369] O. u. ~R. Hertwig~: „Ueber den Befruchtungs- und Teilungsvorgang des tierischen Eies unter dem Einfluß äußerer Agentien“. In „Jenaische Zeitschr. f. Naturwissenschaft“, 1887.
[370] Vergl. p. 268.
[371] Vergl. p. 274.
[372] ~C. Binz~: „Ueber die Einwirkung des Chinins auf die Protoplasmabewegung“. In Arch. f. mikr. Anat., Bd. 3, 1867.
[373] ~Engelmann~: „Ueber die Flimmerbewegung“. In „Jenaische Zeitschr. f. Naturwissenschaft“, Bd. 4, 1868.
[374] O. u. ~R. Hertwig~: l. c.
[375] ~W. Biedermann~: „Beiträge zur allgemeinen Nerven- und Muskelphysiologie“. 22. Mitteil. In Sitzungsber. d. K. Akad. d. Wiss. in Wien. Bd. 98, 1888.
[376] ~Jean Massart~: „Sur l’irritabilité des Noctiluques“. In „Bulletin scientifique de la France et de la Belgique“, T. 25, 1893.
[377] ~Demoor~: „La plasticité morphologique des neurones cérébraux“. In Arch. de Biologie, T. 14, 1896.
[378] ~Max Verworn~: „Zellphysiologische Studien am Roten Meer“. In Sitzungsber. d. Kgl. Preuß. Akad. d. Wiss. zu Berlin, 1896.
[379] ~R. Weil~ und ~R. Frank~: „On the evidence of the Golgi methods for the theory of Neuron contraction“. In Archives of Neurology and Psycho-Pathology, Vol. 2, 1899.
[380] Vergl. ~Max Verworn~: „Das Neuron in Anatomie und Physiologie“, Jena 1900.
[381] ~Max Verworn~: „Zur Kenntnis der physiologischen Wirkungen des Strychnins“. In Arch. f. Anatomie u. Physiologie, physiologische Abt., 1900.
[382] ~Hans Meyer~: „Zur Theorie der Alkoholnarkose“. I. Mitt.: „Welche Eigenschaften der Anaesthetica bedingen ihre narkotische Wirkung?“ II. Mitt. von ~Baum~: „Ein physikalisch-chemischer Beitrag zur Alkoholnarkose“. In Arch. f. exp. Pathol. und Pharmak., Bd. 42, 1899.
[383] ~E. Overton~: „Studien über die Narkose“, Jena 1901.
[384] ~Höber~: „Beiträge zur physikalischen Chemie der Erregung und der Narkose“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 120, 1907.
[385] ~Winterstein~: „Zur Kenntnis der Narkose“. In Ztschr. f. allgem. Physiol., Bd. 1, 1902.
[386] ~Fr. W. Fröhlich~: „Das Sauerstoffbedürfnis der Nerven“. In Ztschr. f. allgem. Physiol., Bd. 3, 1903.
[387] ~Massart~: „Sensibilité et adaptation des organismes à la concentration des solutions salines“. In Archives de Biologie, T. 9, Liège 1889.
[388] ~Jennings~: „Studies on reactions to stimuli in unicellular organismes“, I. „Reactions to chemical, osmotic and mechanical stimuli in the ciliate infusoria“. In Journal of Physiology, Vol. 21, 1897.
[389] ~Max Verworn~: „Die Biogenhypothese. Eine kritisch-experimentelle Studie über die Vorgänge in der lebendigen Substanz“, Jena 1903.
[390] ~Overton~: „Beiträge zur allgemeinen Muskel- und Nervenphysiologie“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 92, 1902.
[391] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien. Experimentelle Untersuchungen“, Jena 1889.
[392] ~Max Verworn~: „Die physiologische Bedeutung des Zellkerns“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 51, 1891.
[393] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien“. Jena 1889.
[394] Vergl. auch Fig. 172 p. 427.
[395] ~Max Verworn~: „Die Bewegung der lebendigen Substanz. Eine vergleichend-physiologische Untersuchung der Kontraktionserscheinungen“, Jena 1902.
[396] Vergl. hierzu die Vorgänge der Nekrobiose p. 389, Fig. 159.
[397] ~Massart~: „Sur l’irritabilité des noctiluques“. In Bull. scientif. de la France et de la Belgique, T. 25.
[398] ~Horvath~: „Ueber den Einfluß der Ruhe und der Bewegung auf das Leben“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 17, 1878.
[399] ~J. Reinke~: „Ueber den Einfluß mechanischer Erschütterung auf die Entwicklung der Spaltpilze.“ In ~Pflüger~s Arch., Bd. 23, 1880.
[400] ~Meltzer~: „Ueber die fundamentale Bedeutung der Erschütterung für die lebende Materie“. In Zeitschr. f. Biologie, Bd. 12, 1894.
[401] ~Engelmann~: „Physiologie der Protoplasma- und Flimmerbewegung“. In ~Hermann~s Handbuch der Physiologie, Bd. 1, Leipzig 1879.
[402] ~van ’t Hoff~: „Vorlesungen über theoretische und physikalische Chemie“, 2. Aufl., Braunschweig 1901.
[403] ~Cohen~: „Vorlesungen über physikalische Chemie“, 1901.
[404] ~Abegg~ in Zeitschr. f. Elektrochemie, 1905.
[405] ~Matthaei~ in Philosophical Transactions of the Royal Soc. of London, Vol. 197, 1904.
[406] ~Kanitz~: „Der Einfluß der Temperatur auf die pulsierenden Vakuolen der Infusorien“. In Biol. Centralblatt, Bd. 27, 1907. -- Derselbe: „Auch für die Frequenz des Säugetierherzens gilt die R.G.T.-Regel“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 118, 1907.
[407] ~Pflüger~: „Ueber Wärme und Oxydation der lebendigen Materie“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 18, 1878.
[408] ~Pflüger~, l. c.
[409] ~Julius Sachs~: „Vorlesungen über Pflanzenphysiologie“, Leipzig 1882.
[410] ~De Bary~: „Vorlesungen über Bakterien“, 2. Aufl., Leipzig 1887.
[411] ~Engelmann~: „Physiologie der Protoplasma- und Flimmerbewegung“. In ~Hermann~s Handbuch d. Physiol., Bd. 1, 1879.
[412] ~Kühne~: „Untersuchungen über das Protoplasma und die Kontraktilität“. Leipzig 1869.
[413] ~Max Schultze~: „Das Protoplasma der Rhizopoden und der Pflanzenzellen“, Leipzig 1863.
[414] ~Nägeli~: „Die Bewegung im Pflanzenreiche“. Beiträge zur wissensch. Botanik, Heft 2, 1860.
[415] ~Max Verworn~: „Erregung und Lähmung“. Vortrag, gehalten auf d. 68. Vers. deutsch. Naturf. u. Aerzte zu Frankfurt a. M., 1896. -- Derselbe: „Zellphysiologische Studien am Roten Meer“. Sitzungsber. d. Kgl. Preuß. Akad. d. Wiss., 46, 1896.
[416] ~Engelmann~: l. c.
[417] ~Rossbach~: „Die rhythmischen Bewegungserscheinungen der einfachsten Organismen und ihr Verhalten gegen physikalische Agentien und Arzneimittel“, 1871. In Arbeiten des zool.-zoot. Inst. zu Würzburg, 1874.
[418] Vergl. p. 343.
[419] Vergl. p. 345.
[420] ~Biedermann~: „Beiträge zur Kenntnis der Reflexfunktion des Rückenmarkes“. In ~Pflüger~s Arch. Bd. 80, 1900.
[421] ~Pütter~: „Studien über Thigmotaxis bei Protisten“. In Arch. f. Anat. u. Physiol., physiol. Abt., Jahrg. 1900, Suppl.
[422] ~Hertel~: „Ueber Beeinflussung des Organismus durch Licht, speziell durch die chemisch wirksamen Strahlen. Vergleichend-physiologische Untersuchungen“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 4, 1904. -- Derselbe: „Ueber physiologische Wirkung von Strahlen verschiedener Wellenlänge. Vergleichend-physiologische Untersuchungen“. II. Mitteilung. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 5, 1905. -- Derselbe: „Ueber die Einwirkung von Lichtstrahlen auf den Zellteilungsprozeß. Vergleichend-physiologische Untersuchungen“. Ebenda. -- Derselbe: „Einiges über die Bedeutung des Pigmentes für die physiologische Wirkung der Lichtstrahlen. Vergleichend-physiologische Untersuchungen“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 6, 1907.
[423] Vergl. p. 123.
[424] Vergl. p. 184 u. 186.
[425] Vergl. p. 260.
[426] Vergl. p. 221, Fig. 78 c.
[427] ~Engelmann~: „Ueber Reizung kontraktilen Protoplasmas durch plötzliche Beleuchtung“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 19, 1879.
[428] ~Engelmann~: „Bacterium photometricum. Ein Beitrag zur vergleichenden Physiologie des Licht- und Farbensinns“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 30.
[429] ~Hertel~, l. c. 1904.
[430] Vergl. p. 452.
[431] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien. Experimentelle Untersuchungen“. Nachschrift, Jena 1889.
[432] ~Hertel~, l. c., 1904.
[433] ~E. Steinach~: „Untersuchungen zur vergleichenden Physiologie der Iris“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 52, 1892.
[434] ~Engelmann~: „Ueber Licht- und Farbenperzeption niederster Organismen“. ~Pflüger~s Arch., Bd. 29.
[435] ~Hertel~, l. c., 1907.
[436] ~Julius Sachs~: „Ueber den Einfluß der Lufttemperatur und des Tageslichts auf die stündlichen und täglichen Aenderungen des Längenwachstums der Internodien“. In Arb. d. bot. Inst. in Würzburg, Bd. 1.
[437] ~Hertel~, l. c., 1905.
[438] ~H. Rieder~: „Wirkung der Röntgenstrahlen auf Bakterien“. in Münchener med. Wochenschrift, 1898.
[439] ~Lopriore~: „Azione dei raggi X sul protoplasma della cellula vegetale vivente“. In Nuova Rassegn., Catania 1897.
[440] ~Schaudinn~: „Ueber den Einfluß der Röntgenstrahlen auf Protozoen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 77, 1899.
[441] ~H. Joseph~ u. ~S. Prowazek~: „Versuche über die Einwirkung von Röntgenstrahlen auf einige Organismen, besonders auf deren Plasmatätigkeit“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 1, 1902, p. 142.
[442] ~Aschkinass~ u. ~Caspari~: „Ueber den Einfluß dissoziierender Strahlen auf organisierte Substanzen, insbesondere über die bakterienschädigende Wirkung der Becquerelstrahlen“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 86, 1901.
[443] ~Aschkinass~ u. ~Caspari~ l. c. 1901.
[444] ~H. von Baeyer~: „Ueber die physiologische Wirkung der Becquerelstrahlen“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 4, 1904.
[445] ~Pfeiffer~ u. ~Friedberger~: „Ueber die bakterientötende Wirkung der Radiumstrahlen“. In Berl. klin. Wochenschr., 1903.
[446] Vergl. p. 310.
[447] Vergl. p. 314.
[448] ~Pflüger~: „Untersuchungen über die Physiologie des Elektrotonus“, Berlin 1859.
[449] Vergl. p. 426 Fig. 170.
[450] ~Bezold~: „Untersuchung über die elektrische Erregung der Nerven und Muskeln“, Leipzig 1861.
[451] ~Engelmann~: „Beiträge zur allgemeinen Muskel- und Nervenphysiologie“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 3.
[452] ~W. Biedermann~: „Beiträge zur allgemeinen Nerven- und Muskelphysiologie“. In Sitzungsber. d. k. Akad. d. Wiss., 3. Abt., Wien 1879, 1883, 1884, 1885.
[453] ~W. Kühne~: „Untersuchungen über das Protoplasma und die Kontraktilität“, Leipzig 1864.
[454] ~Max Verworn~: „Die polare Erregung der Protisten durch den galvanischen Strom“. I. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 45, 1889. -- Derselbe: „Die polare Erregung der Protisten durch den galvanischen Strom“. II. Ebenda, Bd. 46, 1889. -- Derselbe: „Untersuchungen über die polare Erregung der lebendigen Substanz durch den konstanten Strom“. III. Ebenda, Bd. 62, 1896. -- Derselbe: „Die polare Erregung der lebendigen Substanz durch den konstanten Strom“. IV. Ebenda, Bd. 65, 1896.
[455] ~Max Verworn~: „Untersuchungen über die polare Erregung der lebendigen Substanz durch den konstanten Strom“. III. Mitteilung. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 62, 1896.
[456] ~H. Kraft~: „Zur Physiologie des Flimmerepithels bei Wirbeltieren“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 47, 1890.
[457] ~J. Loeb~: „Zur Theorie des Galvanotropismus“. III. „Ueber die polare Erregung der Hautdrüsen von Amblystoma durch den konstanten Strom“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 65, 1896.
[458] Vergl. p. 471.
[459] ~Max Verworn~: „Die polare Erregung der lebendigen Substanz durch den konstanten Strom“. IV. Mitteilung. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 65, 1896.
[460] ~Ludloff~: „Untersuchungen über den Galvanotropismus“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 59, 1895.
[461] ~W. Biedermann~: „Zur Physiologie der glatten Muskeln“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 46, 1890. -- Derselbe: „Zur Lehre von der elektrischen Erregung quergestreifter Muskeln“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 47, 1890.
[462] ~Golubew~: „Ueber die Erscheinungen, welche elektrische Schläge an den sogenannten farblosen Bestandteilen des Blutes hervorbringen“. In Sitzungsber. d. Wiener Akad., Bd. 57, 1868.
[463] ~Engelmann~: „Beiträge zur Physiologie des Protoplasmas“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 2, 1869.
[464] ~Kühne~: „Untersuchungen über das Protoplasma und die Kontraktilität“, Leipzig 1864.
[465] ~Engelmann~: „Physiologie der Protoplasma- und Flimmerbewegung“. In ~Hermann~s Handbuch der Physiologie, Bd. 1, 1879.
[466] ~H. Kraft~: „Zur Physiologie des Flimmerepithels bei Wirbeltieren“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 47, 1890.
[467] Fr. W. ~ Fröhlich~: „Ueber die scheinbare Steigerung der Leistungsfähigkeit des quergestreiften Muskels im Beginn der Ermüdung (‚Muskeltreppe‘), der Kohlensäurewirkung und der Wirkung anderer Narcotica“. In Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 5, 1905. -- Derselbe: „Ueber die Abhängigkeit der maximalen Zuckungshöhe des ausgeschnittenen Muskels von der Lage der Reizstelle“, ebenda 1905.
[468] ~Max Verworn~: „Untersuchungen über die polare Erregung der lebendigen Substanz durch den konstanten Strom“. III. Mitteilung. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiol., Bd. 62, 1896.
[469] ~Engelmann~: „Physiologie der Protoplasma- und Flimmerbewegung“. In ~Hermann~s Handbuch der Physiologie, Bd. 1, 1879.
[470] ~H. Kraft~: „Zur Physiologie des Flimmerepithels bei Wirbeltieren“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 47, 1890.
[471] ~Jacques Loeb~ und ~Sidney Budgett~: „Zur Theorie des Galvanotropismus“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 65, 1897.
[472] ~Pütter~: „Studien über Thigmotaxis bei Protisten“. In Arch. f. Anat. u. Physiologie, physiolog. Abt., Supplementband, 1900.
[473] ~Coehn~ u. ~Barratt~: „Ueber Galvanotaxis vom Standpunkte der physikalischen Chemie“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 5, 1905.
[474] ~O. Carlgren~: „Ueber die Einwirkung des konstanten galvanischen Stromes auf niedere Organismen“. In Arch. f. Anat. u. Physiol., physiolog. Abt., 1899.
[475] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien“, Jena 1889.
[476] ~Jennings~: „Behavior of the lower organisms“, New York 1906.
[477] Ich habe mich nach langem Zaudern entschlossen, die Worte „Chemotropismus“, „Heliotropismus“ etc., obwohl sie bereits lange eingebürgert sind, in der zweiten Auflage dieses Buches doch gegen die Worte „Chemotaxis“, „Phototaxis“ etc. zu vertauschen, weil sie nicht bloß schwerfällig klingen, sondern auch vom sprachlichen Standpunkt aus Bedenken erregen müssen. Ich habe mich aber dazu um so schwerer entschlossen, als ich selbst seit langer Zeit bestrebt gewesen bin, im Anschluß an die wenigen bereits früher bekannten „Tropismen“ auch die betreffenden Wirkungen in anderen Reizgebieten mit dieser gemeinsamen einheitlichen Terminologie zu bezeichnen und dazu neue „Tropismen“ einzubürgern, um gleich im Ausdruck die Zusammengehörigkeit aller dieser Reizwirkungen anzudeuten. Heute aber, wo die Erkenntnis von der vollkommenen Analogie aller dieser Wirkungen im Gebiete der verschiedensten Reizqualitäten allgemein durchgedrungen ist, glaube ich nunmehr doch zweckmäßiger die unglücklichen Wortbildungen durch die bereits verwendeten Ausdrücke „Chemotaxis“, „Thermotaxis“ etc. ersetzen zu dürfen.
[478] ~Stahl~: „Zur Biologie der Myxomyceten“. In Bot. Zeitung, 1884.
[479] ~Leber~: „Ueber die Entstehung der Entzündung und die Wirkung der entzündungserregenden Schädlichkeiten“. In Fortschritte der Medizin, 1888. -- Derselbe: „Die Entstehung der Entzündung und die Wirkung der entzündungserregenden Schädlichkeiten“. Leipzig 1891.
[480] ~Jean Massart~ et ~Charles Bordet~: „Recherches sur l’irritabilité des leucocytes et sur l’intervention de cette irritabilité dans la nutrition des cellules et dans l’inflammation“. In Journal publié par la Société royale des sciences médicales et naturelles de Bruxelles, 1890.
[481] ~Metschnikoff~: „Leçons sur la pathologie comparée de l’inflammation“, 1892.
[482] ~H. Buchner~: „Die chemische Reizbarkeit der Leukocyten und deren Beziehung zur Entzündung und Eiterung“. In Berl. klin. Wochenschr., 1890, No. 47.
[483] Vergl. p. 209.
[484] ~O. v. Sicherer~: „Chemotropismus der Warmblüterleukocyten außerhalb des Körpers“. In Münchener med. Wochenschr. Bd. XLIII, 41.
[485] ~Kowalevsky~: „Beiträge zur Kenntnis der nachembryonalen Entwicklung der Musciden“. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 45, 1887.
[486] ~Engelmann~: „Neue Methode zur Untersuchung der Sauerstoffausscheidung pflanzlicher und tierischer Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 25. -- Derselbe: „Die Erscheinungsweise der Sauerstoffausscheidung chlorophyllhaltiger Zellen im Licht bei Anwendung der Bakterienmethode“. In Verhandl. d. Kon. Akad. van Wetensch. te Amsterdam, II. Sekt., 3. Teil, 1894.
[487] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien. Experimentelle Untersuchungen“. Jena 1889.
[488] ~W. Pfeffer~: „Lokomotorische Richtungsbewegungen durch chemische Reize“. In Unters. aus dem bot. Inst. zu Tübingen, Bd. 1, 1884. -- Derselbe: „Ueber chemotaktische Bewegungen von Bakterien, Flagellaten und Volvocineen“. In Unters. aus dem bot. Inst. zu Tübingen, Bd. 2.
[489] ~Loew~: „Die Chemotaxis der Spermatozoen im weiblichen Genitaltrakt“. In Sitzungsber. d. Wien. Akad., math.-naturw. Klasse, Bd. 11, 1902.
[490] ~Jean Massart~: „Recherches sur les organismes inférieurs“. In Bulletins de l’Acad. royale de Belgique, 3. Série, T. 22, 1891.
[491] Vergl. p. 333.
[492] ~Jennings~: „Studies on Reactions to stimuli in unicellular Organisms. I. Reactions to chemical, osmotic and mechanical stimuli in the ciliate Infusoria.“ In Journal of Physiology, Vol. 21, 1897. -- Derselbe: „Behavior of lower Organisms“, New York 1906.
[493] ~Max Verworn~: „Die Bewegung der lebendigen Substanz. Eine vergleichend-physiologische Untersuchung der Kontraktionserscheinungen“, Jena 1892.
[494] ~J. Dewitz~: „Ueber Gesetzmäßigkeit in der Ortsveränderung der Spermatozoen und in der Vereinigung derselben mit dem Ei“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 38, 1886.
[495] ~Jennings~: „Studies on Reactions to stimuli in unicellular Organisms. I.“ In Journal of Physiology, Vol. 21, 1897.
[496] ~Pütter~: „Studien über Thigmotaxis bei Protisten“. In Arch. f. Anat. u. Physiol., physiol. Abt., Supplementband 1900.
[497] ~Stahl~: „Zur Biologie der Myxomyceten“. In Bot. Zeitung, 1884.
[498] ~Jennings~: „Behavior of the lower Organisms“, New York 1906.
[499] ~Roth~: „Ueber das Verhalten beweglicher Mikroorganismen in strömender Flüssigkeit“. In Deutsche med. Wochenschr., 1893, No. 15.
[500] ~H. Kraft~: „Zur Physiologie des Flimmerepithels bei Wirbeltieren“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Phys., Bd. 47, 1890.
[501] ~F. Schwarz~: „Der Einfluß der Schwerkraft auf die Bewegungsrichtung von Chlamydomonas und Euglena“. In Sitzungsber. d. Deutschen bot. Ges., Bd. 2, Heft 2.
[502] ~Aderhold~: „Beiträge zur Kenntnis richtender Kräfte bei der Bewegung niederer Organismen“. In Jenaische Zeitschr. f. Naturwiss., 1888.
[503] ~Massart~: „Recherches sur les organismes inférieurs“. In Bulletin de l’Acad. royale de Belgique, 3^{me} Série, T. 22, 1891.
[504] ~Paul Jensen~: „Ueber den Geotropismus niederer Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 53, 1892.
[505] ~Sosnowski~: „Untersuchungen über die Veränderungen des Geotropismus bei Paramaecium aurelia“. In Bull. internat. de l’Académie des sciences de Cracovie, Mars 1899.
[506] ~Max Verworn~: „Gleichgewicht und Otolithenorgan“. In Pflügers Arch., Bd. 50, 1891.
[507] ~Haberlandt~: „Ueber die Perzeption des geotropischen Reizes“. In Ber. d. Deutsch. Bot. Ges., Bd. 13, 1900. -- Derselbe: „Ueber die Statolithenfunktion der Stärkekörner“. Ebenda, Bd. 20, 1902. -- Derselbe: „Zur Statolithentheorie des Geotropismus“. In Jahrbücher f. wiss. Botanik, Bd. 38, 1903.
[508] ~Němec~: „Ueber die Art der Wahrnehmung des Schwerkraftreizes bei den Pflanzen“. In Ber. d. Deutsch. Bot. Ges., Bd. 18, 1900. -- Derselbe: „Ueber die Wahrnehmung des Schwerkraftreizes bei den Pflanzen“. In Jahrb. f. wiss. Botanik, Bd. 36, 1901. -- Derselbe: „Die Perzeption des Schwerkraftreizes bei den Pflanzen“. In Ber. d. Deutsch. Bot. Ges., Bd. 20, 1902.
[509] Die frühere Unterscheidung von Heliotropismus und Phototaxis, bei der man mit dem ersteren Wort die Stellung, Biegung und Wendung festgewachsener Organismen, mit dem letzteren die Bewegung freibeweglicher Organismen der Lichtquelle gegenüber bezeichnete, ist nicht nur überflüssig, sondern erweckt auch leicht die falsche Vorstellung, daß es sich bei beiden um verschiedene Dinge handle. Es ist daher durchaus notwendig, eine solche doppelte Bezeichnungsweise für Vorgänge, denen dasselbe Prinzip zugrunde liegt, zu vermeiden und die alte, aus rein äußerlichen Gesichtspunkten entsprungene Unterscheidung jetzt, wo wir eine bessere Erkenntnis der betreffenden Vorgänge besitzen, als unwissenschaftlich fallen zu lassen, wie das ja auch schon von manchen Autoren geschehen ist.
[510] ~Stahl~: „Einfluß der Beleuchtungsrichtung auf die Teilung der Equisetumsporen“. In Ber. d. Deutsch. Bot. Ges., Bd. 3, 1885.
[511] ~Loeb~: „Der Heliotropismus der Tiere und seine Uebereinstimmung mit dem Heliotropismus der Pflanzen“, Würzburg 1890.
[512] ~Driesch~: „Heliotropismus der Hydroidpolypen“. In Zool. Jahrb., Bd. 5, 1890.
[513] ~Strasburger~: „Wirkung des Lichtes und der Wärme auf Schwärmsporen“. In Jenaische Zeitschr. f. Naturwiss., Bd. 12.
[514] ~Stahl~: „Zur Biologie der Myxomyceten“. In Bot. Zeitung, 1884.
[515] ~Engelmann~: „Zur Biologie der Schizomyceten“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 26. -- Derselbe: „Bacterium photometricum. Ein Beitrag zur vergleichenden Physiologie des Licht- und Farbensinns“. Ebenda, Bd. 30.
[516] ~Engelmann~: „Ueber Licht- und Farbenperzeption niederster Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 29.
[517] ~Stahl~: „Ueber den Einfluß von Richtung und Stärke der Beleuchtung auf einige Bewegungserscheinungen im Pflanzenreich“. In Bot. Zeitung, 1880.
[518] ~Aderhold~: „Beitrag zur Kenntnis richtender Kräfte bei der Bewegung niederer Organismen“. In Jenaische Zeitschr. f. Naturw., 1888.
[519] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien“, Jena 1889.
[520] ~Klebs~: „Ueber die Bewegung und Schleimbildung der Desmidiaceen“. In Biol. Centralbl., Bd. 5.
[521] Vergl. p. 264.
[522] Vergl. p. 475 u. 476.
[523] ~Jennings~: „Behavior of the lower Organisms“, New York 1906.
[524] ~F. Oltmanns~: „Ueber die photometrischen Bewegungen der Pflanzen“. In Flora, Jahrg. 1892.
[525] ~Stahl~: „Zur Biologie der Myxomyceten“. In Bot. Zeitung, 1894.
[526] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien“, Jena 1889.
[527] ~Mendelssohn~: „Ueber den Thermotropismus einzelliger Organismen“. In ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 60, 1895. -- Derselbe: „Recherches sur la thermotaxie des organismes unicellulaires“. In Journ. de Physiol. et de Pathol. générale, 1902. -- Derselbe: „Recherches sur l’interférence de la thermotaxie avec d’autres tactismes et sur le mécanisme du mouvement thermotactique“. Ebenda. -- Derselbe: „Quelques considérations sur la nature et le rôle biologique de la thermotaxie“. Ebenda.
[528] ~Hermann~: „Einwirkung galvanischer Ströme auf Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 37, 1885.
[529] ~Nagel~: ~Pflüger~s Arch. f. d. ges. Physiologie, Bd. 51, 53, 55 u. 59.
[530] ~Blasius~ und ~Schweizer~: Ebenda, Bd. 53.
[531] ~Loeb~: Ebenda, Bd. 63 u. 65.
[532] ~Max Verworn~: „Die polare Erregung der Protisten durch den galvanischen Strom“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 45 u. 46, 1889, Bd. 62 u. 65, 1896. -- ~Ludloff~: „Untersuchungen über den Galvanotropismus“. Ebenda, Bd. 59, 1895. -- ~Wallengren~: „Zur Kenntnis der Galvanotaxis“, I, II u. III in Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 2 u. 3, 1902 u. 1903.
[533] ~Max Verworn~: In den Berichten des zweiten internationalen Physiologen-Kongresses in Lüttich 1892. -- Derselbe in ~Pflüger~s Arch., Bd. 62, 1896.
[534] ~Pütter~: „Studien über Thigmotaxis bei Protisten“. In Arch. f. Anat. u. Physiol., physiol. Abt., 1900, Supplementband.
[535] ~Wallengren~: „Zur Kenntnis der Galvanotaxis“, I, II, III. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 2–3, 1902 u. 1903.
[536] ~Birukoff~: „Untersuchungen über Galvanotaxis“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 77, 1899.
[537] Vergl. p. 505.
[538] ~Coehn~ und ~Barratt~: „Ueber Galvanotaxis vom Standpunkte der physikalischen Chemie“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 5, 1905.
[539] ~Plutarchi~ scripta moralia ed ~Dübner~, Paris, Didot, Bd. 1, p. 425 in: „πότερον Ἀθηναῖοι κατὰ πόλεμον ἧ κατὰ σοφίαν ἐνδοξότεροι“.
[540] Vergl. p. 492 u. 494.
[541] ~Mosso~: „Die Ermüdung“. Deutsche Originalausgabe von ~J. Glinzer~, Leipzig 1893.
[542] ~Marey~: „Du mouvement dans les fonctions de la vie“, Paris 1868.
[543] ~Fr. W. Fröhlich~: „Ueber die scheinbare Steigerung der Leistungsfähigkeit des quergestreiften Muskels im Beginn der Ermüdung etc.“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologe, Bd. 5, 1905.
[544] Vergl. p. 501.
[545] ~Henry M. Bernard~: „On the Relations of the isotropous to the anisotropous Layers in striped Muscles“. In Zool. Jahrb., Abt. f. Anat., Bd. 7, 1894.
[546] Vergl. p. 209 u. 509.
[547] ~Ranke~: „Tetanus“, Leipzig 1865.
[548] ~Mosso~: „Die Ermüdung“. Deutsche Originalausgabe von ~J. Glinzer~. Leipzig 1892.
[549] ~E. Weber~: „Muskelbewegung“. In ~Wagner~s Handwörterbuch d. Physiol., Bd. 3, 2. Abt., 1846.
[550] ~Valentin~: „Lehrbuch der Physiologie“, 2. Aufl., Braunschweig 1847.
[551] ~Hermann~: „Untersuchungen über den Stoffwechsel der Muskeln, ausgehend vom Gaswechsel derselben“, Berlin 1867.
[552] ~Joteyko~: „La fatigue et la respiration élémentaire du muscle“, Paris 1896.
[553] ~Max Verworn~: „Ermüdung, Erschöpfung und Erholung der nervösen Zentra des Rückenmarks. Ein Beitrag zur Kenntnis der Lebensvorgänge in den Neuronen“. In Arch. f. Anat. und Physiol., physiolog. Abt., 1900, Suppl. -- „Ermüdung und Erholung“. Vortrag, geh. in der ~Hufeland~schen med.-chir. Ges. zu Berlin am 6. Dez. 1900. In Berl. klin. Wochenschrift 1901. -- Ferner ~Lipschütz~: „Ermüdung und Erholung des Rückenmarks“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 8, 1908.
[554] ~C. F. Hodge~: „A microscopical study of changes due to functional activity in nerve cells“. In Journal of Morphology, Vol. 7, 1892.
[555] ~Gustav Mann~: „Histological changes induced in sympathetic motor and sensory nerve cells by functional activity“. In Journal of Anat. and Physiol., 1894.
[556] ~Lugaro~: „Sulle modificazioni delle cellule nervose nei diversi stati funzionali“. In Lo Sperim. giornale medico, Anno 49, sez. Biol. F. 2, 1895.
[557] ~Gordon Holmes~: „On morphological changes in exhausted ganglion cells“. In Zeitschr. f. allgem. Physiol, Bd. 2, 1903.
[558] ~Garten~: „Beiträge zur Physiologie der marklosen Nerven. Nach Untersuchungen am Riechnerven des Hechtes“, Jena 1903.
[559] ~H. von Baeyer~: „Das Sauerstoffbedürfnis des Nerven“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 2, 1903.
[560] ~Fr. W. Fröhlich~: „Das Sauerstoffbedürfnis des Nerven“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 3, 1904.
[561] ~H. Fillié~: „Studien über die Erstickung und Erholung des Nerven in Flüssigkeiten“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 8, 1908.
[562] ~Fr. W. Fröhlich~: „Die Ermüdung des markhaltigen Nerven“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 3, 1904.
[563] ~Thörner~: „Die Ermüdung des markhaltigen Nerven“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 8, 1908.
[564] Vergl. p. 313.
[565] ~Marey~: „Des mouvements que produit le cœur lorsqu’il est soumis à des excitations artificielles“. In Compt. rend. de l’Acad. des Sciences, T. 82, Paris 1891.
[566] ~Broca~ et ~Richet~: „Période réfractaire dans les centres nerveux“. In Compt. rend. de l’Acad., 1897. -- ~Richet~: „La vibration nerveuse“. In Revue scientifique, Déc. 1899.
[567] Vergl. p. 502.
[568] ~Max Verworn~: „Ermüdung, Erschöpfung und Erholung der nervösen Zentra des Rückenmarks“. In Arch. f. Anat. u. Physiol., Physiol. Abt., Suppl.-Bd., 1900. -- Derselbe: „Die Biogenhypothese. Eine kritisch-experimentelle Studie über die Vorgänge in der lebendigen Substanz“, Jena 1903.
[569] ~H. von Baeyer~: „Zur Kenntnis des Stoffwechsels in den nervösen Zentren“. In Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 1, 1902.
[570] ~Nernst~ und ~Barratt~: „Ueber elektrische Nervenreizung durch Wechselströme“. In Zeitschr. f. Elektrochemie, 1904.
[571] ~Fr. W. Fröhlich~: „Die Ermüdung der markhaltigen Nerven“. In Ztschr. f. allgem. Physiol., Bd. 3, 1904.
[572] ~Max Verworn~: „Die Biogenhypothese“. Jena 1903.
[573] ~H. Nagai~: „Der Einfluß verschiedener Narcotica, Gase und Salze auf die Schwimmgeschwindigkeit von Paramaecium“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 6, 1907.
[574] ~Waller~: „Observations on isolated nerve“. Croonian Lecture. In Philosophical Transactions, 1897.
[575] ~Boruttau~: „Die Aktionsströme und die Theorie der Nervenleitung“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 84, 1901.
[576] ~Fr. W. Fröhlich~: „Erregbarkeit und Leitfähigkeit des Nerven“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 3, 1904.
[577] ~Boruttau~ und ~Fröhlich~: „Elektropathologische Untersuchungen. Ueber Veränderung der Erregungswelle durch Schädigung des Nerven“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 105, 1904.
[578] ~Fr. W. Fröhlich~: „Ueber die scheinbare Steigerung der Leistungsfähigkeit des quergestreiften Muskels im Beginn der Ermüdung („Muskeltreppe“), der Kohlensäurewirkung und der Wirkung anderer Narcotica (Aether, Alkohol)“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 5, 1905.
[579] Vergl. p. 548.
[580] Vergl. p. 501.
[581] Vergl. p. 416.
[582] ~Friedrich Reinecke~: „Ueber die Entartungsreaktion und eine Reihe ihr verwandter Reaktionen“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 8, 1908.
[583] ~Winterstein~: „Zur Kenntnis der Narkose“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 1, 1902.
[584] ~Fr. W. Fröhlich~: „Zur Kenntnis der Narkose des Nerven“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 3, 1904.
[585] Vergl. p. 465.
[586] Vergl. p. 381 u. ff.
[587] Vergl. p. 21.
[588] Vergl. hierzu ~E. Hering~: „Ueber die spezifischen Energien des Nervensystems“. In Lotos, Jahrb. f. Naturw., Prag, N. F., Bd. 5, 1884. -- ~Max Verworn~: „Erregung und Lähmung“. Vortrag gehalten auf der 68. Vers. deutscher Naturf. und Aerzte zu Frankfurt a. M., 1896.
[589] Vergl. p. 400.
[590] Vergl. p. 189 u. ff.
[591] Vergl. p. 198.
[592] ~Pflüger~: „Die Quelle der Muskelkraft“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 50, 1891.
[593] ~Pflüger~: „Ueber die physiologische Verbrennung in den lebendigen Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 10, 1875.
[594] Vergl. p. 364 u. ff.
[595] ~Elsberg~: In Proceeding of the American Association, Hartford 1874.
[596] ~Haeckel~: „Die Perigenesis der Plastidule oder die Wellenbewegung der Lebensteilchen“, Berlin 1876.
[597] Vergl. p. 364.
[598] ~L. Hermann~: „Untersuchungen über den Stoffwechsel der Muskeln, ausgehend vom Gaswechsel derselben“, Berlin 1867.
[599] ~Pflüger~: „Ueber die physiologische Verbrennung in den lebendigen Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 10, 1875.
[600] p. 365.
[601] ~Detmer~: „Vergleichende Physiologie des Keimungsprozesses der Samen“, Jena 1880. -- Derselbe: „Der Eiweißzerfall in der Pflanze bei Abwesenheit des freien Sauerstoffes“. In Ber. d. deutsch. bot. Ges., Bd. 10, 1892, Heft 8.
[602] ~C. von Voit~: „Ueber Fettbildung im Tierkörper“. In Zeitschr. f. Biologie, A. F. Bd. 5, 1869. -- Derselbe: „Physiologie des allgemeinen Stoffwechsels und der Ernährung“. In ~Hermann~s Handbuch der Physiologie, Bd. 6, 1881.
[603] ~H. Winterstein~: „Ueber den Mechanismus der Gewebsatmung“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 6, 1907.
[604] ~F. J. Allen~: „What is life?“ In Proceed. of the Birmingham Natural History and Philosophical Society, Vol. 11, Part. 1, 1899.
[605] Vergl. p. 367.
[606] ~Max Verworn~: „Die Biogenhypothese. Eine kritisch-experimentelle Studie über die Vorgänge in der lebendigen Substanz“, Jena 1903.
[607] Vergl. p. 150.
[608] ~E. Hering~: „Zur Theorie der Vorgänge in der lebendigen Substanz“. In Lotos, Bd. 9, Prag 1888.
[609] ~B. Hatschek~: „Hypothese über das Wesen der Assimilation, eine vorläufige Mitteilung“. In Lotos, Bd. 14, Prag 1894.
[610] ~E. Hering~: „Zur Theorie der Vorgänge in der lebendigen Substanz“. In Lotos, Bd. 19, Prag 1888.
[611] ~Guldberg~ u. ~Waage~: „Étude sur les affinités chimiques“, Christiania 1867.
[612] ~Max Verworn~: „Die Biogenhypothese“, Jena 1903.
[613] ~Tangl~: „Beiträge zur Energetik der Ontogenese“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 93.
[614] ~Rubner~: „Das Wachstumsproblem und die Lebensdauer des Menschen und einiger Säugetiere vom energetischen Standpunkte aus betrachtet“. In Sitzungsber. d. Kgl. Preuß. Akad. d. Wissenschaften, physik.-mathem. Klasse, Jan. 1908.
[615] ~Athias~: „Recherches sur l’histogénèse de l’écorce du cervelet“. In Journal de l’Anatomie et de la Physiologie normales et pathologiques de l’homme et des animaux, T. 33, Année 1897.
[616] ~Berger~: „Experimentell anatomische Studien über die durch den Mangel optischer Reize veranlaßten Entwicklungshemmungen im Occipitallappen des Hundes und der Katze“. In Arch. f. Psychiatrie, Bd. 33, 1909.
[617] ~Max Verworn~: „Die zellularphysiologische Grundlage des Gedächtnisses“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 6, 1907.
[618] ~Gaskell~: „On the structure, distribution and formation of the nerves which innervate the visceral and vascular systems“. In Journal of Physiology, Vol. 7, 1885.
[619] ~Ewald Hering~: „Zur Theorie der Vorgänge in der lebendigen Substanz“. In Lotos, Bd. 9, Prag 1888.
[620] ~Meltzer~: „Inhibition“. In New York med. Journal, 1899.
[621] ~Max Verworn~: „Zur Physiologie der nervösen Hemmungserscheinungen“. In Arch. f. Anat. u. Physiologie, physiol. Abt., Supplementband 1900.
[622] ~Baglioni~: „Physiologische Differenzierung verschiedener Mechanismen des Rückenmarks“. In Arch. f. Anat. u. Physiologie, physiol. Abt., Supplementband 1900.
[623] Vergl. p. 559.
[624] ~Max Verworn~: „Zur Kenntnis der physiologischen Wirkungen des Strychnins“. In Arch. f. Physiol., 1900. -- Derselbe: „Ermüdung, Erschöpfung und Erholung der nervösen Centra des Rückenmarks“. Ebenda, Supplementband, 1900. -- Derselbe: „Die Vorgänge in den Elementen des Nervensystems“. Referat, erstattet auf dem 15. internationalen med. Kongr. zu Lissabon (April 1906). In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 6, 1907.
[625] ~Fr. W. Fröhlich~: „Die Analyse der an der Krebsschere auftretenden Hemmungen“. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 7, 1908. -- Derselbe: „Ueber periphere Hemmungen“. Ebenda. -- Derselbe: „Der Mechanismus der nervösen Hemmungsvorgänge“. In Mediz.-naturwissenschaftl. Arch., 1907. -- Derselbe: „Beiträge zur Analyse der Reflexfunktion des Rückenmarks mit besonderer Berücksichtigung von Tonus, Bahnung und Hemmung“. In Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 9, 1909.
[626] ~Max Verworn~: „Beiträge zur Physiologie des Zentralnervensystems. I. Teil: Die sogenannte Hypnose der Tiere“, Jena 1898.
[627] Vergl. p. 497.
[628] Vergl. p. 495.
[629] ~H. Jennings~: „Studies on Reactions to stimuli in unicellular Organisms II. The mechanism of the motor reactions of Paramaecium“. In Americ. Journ. of Physiology, Vol. 2, 1899. -- Derselbe: „Studies on reactions etc. III. Reactions to localized stimuli in Spirostomum and Stentor“. In the American Naturalist, Vol. 33, 1899. -- Derselbe: „Studies etc. IV. Laws of Chemotaxis in Paramaecium“. In Americ. Journ. of Physiology, Vol. 2, 1899. -- Derselbe: „Studies etc. V. On the movements and motor reflexes of the Flagellata and Ciliata“. Ebenda, Vol. 3, 1900. -- Derselbe: „Reactions of Infusoria to Chemicals: a criticism“. In American Naturalist, Vol. 34, 1900. -- Derselbe: „Behavior of the lower organisms“, New York 1906. -- ~Max Verworn~: „Psychophysiologische Protistenstudien. Experimentelle Untersuchungen“, Jena 1889.
[630] Vergl. p. 516.
[631] ~Wallengren~: „Zur Kenntnis der Galvanotaxis“. I, II u. III. In Zeitschr. f. allgem. Physiologie, Bd. 2 u. 3, 1903.
[632] Vergl. p. 541.
[633] ~Nussbaum~: „Ueber spontane und künstliche Teilung von Infusorien“. In Verh. d. naturh. Ver. d. preuß. Rheinlande, Bonn 1884. -- Derselbe: „Ueber die Teilbarkeit der lebendigen Materie. I. Die spontane und künstliche Teilung der Infusorien“. In Arch. f. mikr. Anat, Bd. 26, 1886.
[634] ~A. Gruber~: „Ueber künstliche Teilung der Infusorien“. In Biol. Zentralbl., Bd. 4 u. 5, 1885.
[635] ~Gruber~: „Beiträge zur Kenntnis der Physiologie und Biologie der Protozoen“. In Ber. d. naturforsch. Ges. zu Freiburg i. B., Bd. 1, 1886.
[636] ~Max Verworn~: „Die physiologische Bedeutung des Zellkerns“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 51, 1891.
[637] ~Boveri~: „Ein geschlechtlich erzeugter Organismus ohne mütterliche Eigenschaften“. In Sitzungsber. d. Ges. f. Morphol. u. Physiol. zu München, 1889.
[638] O. u. ~R. Hertwig~: „Untersuchungen über den Vorgang der Befruchtung und Teilung des tierischen Eies unter dem Einfluß äußerer Agentien“. In Jen. Zeitschr. f. Naturw., 1887.
[639] ~Emil Godlewski~ jun.: „Untersuchungen über die Bastardierung der Echiniden- und Crinoidenfamilie“. In Arch. f. Entwicklungsmechanik, Bd. 20, 1906.
[640] ~R. Fick~: „Betrachtungen über die Chromosomen, ihre Individualität, Reduktion und Vererbung“. In Arch. f. Anat. Supp. 1905. -- Ferner: ~Rabl~: „Ueber organbildende Substanzen und ihre Bedeutung für die Vererbung“, Leipzig 1906.
[641] ~Eimer~: „Die Entstehung der Arten auf Grund von Vererben erworbener Eigenschaften nach den Gesetzen organischen Wachsens“, Jena 1888.
[642] ~B. Hofer~: „Experimentelle Untersuchungen über den Einfluß des Kerns auf das Protoplasma“. In Jen. Zeitschr. f. Naturw., 1889.
[643] ~Balbiani~: „Recherches expérimentales sur la mérotomie des Infusoires ciliés“. In Recueil zoologique Suisse, T. 5, 1888.
[644] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien. Experimentelle Untersuchungen“, Jena 1889.
[645] ~A. Štolc~: „Ueber das Verhalten des Neutralrots im lebendigen Protoplasma. Nach Versuchen mit Amoeba proteus“. In Zeitschr. f. Allgem. Physiologie, Bd. 1, 1902.
[646] ~Max Verworn~: „Biologische Protistenstudien I“. In Zeitschr. f. wissensch. Zool., Bd. 46, 1888.
[647] ~Max Verworn~: „Die physiologische Bedeutung des Zellkerns“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 51, 1891.
[648] ~B. Hofer~: „Experimentelle Untersuchungen über den Einfluß des Kerns auf das Protoplasma“. In Jen. Zeitschr. f. Naturw., Bd. 17, 1889.
[649] ~Max Verworn~: „Biologische Protistenstudien I“. In Zeitschr. f. wissensch. Zool., Bd. 46, 1888.
[650] ~B. Hofer~: „Experimentelle Untersuchungen über den Einfluß des Kerns auf das Protoplasma“. In Jen. Zeitschr. f. Naturw., Bd. 17, 1889.
[651] ~Max Verworn~: „Biologische Protistenstudien II“. In Zeitschr. f. wissensch. Zool., Bd. 50, 1894.
[652] ~G. Klebs~: „Ueber den Einfluß des Kerns in der Zelle“. In Biol. Centralbl., Nr. 7, 1887.
[653] ~Jean Demoor~: „Contribution à l’étude de la cellule“. In Arch. de Biologie, T. 13, Liège 1894.
[654] ~Haberlandt~: „Ueber die Beziehungen zwischen Funktion und Lage des Zellkerns bei den Pflanzen“, Jena 1887. -- Derselbe: „Ueber Einkapselung des Protoplasmas mit Rücksicht auf die Funktion des Zellkerns“. In Sitzungsber. d. Kais. Akad. der Wiss. in Wien, Bd. 98, Abt. I, 1889.
[655] ~Korschelt~: „Beiträge zur Morphologie und Physiologie des Zellkerns“. In Zool. Jahrb. von ~Spengel~, Bd. 4, 1889.
[656] ~Heidenhain~: „Physiologie der Absonderungsvorgänge“. In ~Hermann~s Handb. d. Physiol., Bd. 5, 1883.
[657] ~H. Baum~: „Die morphologisch-histologischen Veränderungen in den ruhenden und tätigen Leberzellen“. In Deutsche Zeitschr. f. Tiermedizin u. vergl. Pathologie, Bd. 12, 1886.
[658] ~Lily Huie~: „Changes in the Cell-organs of +Drosera rotundifolia+, produced by Feeding with Egg-albumen“. In Quarterly Journ. of microsc. science, Vol. 39, N. S.
[659] ~Greenwood~: „On structural change in the resting nuclei of Protozoa. Part. I. The macronucleus of Carchesium polypinum“. In Journ. of Physiol., Vol. 20, 1896.
[660] Vergl. p. 553.
[661] ~O. Hertwig~: „Welchen Einfluß übt die Schwerkraft auf die Teilung der Zelle?“ Jena 1884.
[662] ~F. Schwarz~: „Beiträge zur Entwicklungsgeschichte des pflanzlichen Zellkerns nach der Teilung“. In Beitr. z. Biol. d. Pflanzen von ~Ferd. Cohn~, Breslau 1884.
[663] ~R. Hertwig~: „Ueber die Konjugation der Infusorien“. In Abhandl. d. Kgl. Bayr. Akad., München 1888.
[664] Vergl. p. 239.
[665] ~G. Klebs~: „Ueber den Einfluß des Kerns in der Zelle“. In Biolog. Zentralbl., No. 7, 1887.
[666] ~Gerassimoff~: „Ueber die kernlosen Zellen bei einigen Konjugaten“. In Bullet. de la Société Impériale des Naturalistes de Moscou, 1892.
[667] ~Gerassimoff~: „Ueber ein Verfahren, kernlose Zellen zu erhalten“. In Bullet. de la Société Impériale des Naturalistes de Moscou, 1897.
[668] ~Max Verworn~: „Die physiologische Bedeutung des Zellkerns“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 51, 1891.
[669] Vergl. p. 336.
[670] ~Max Verworn~: „Die Lokalisation der Atmung in der Zelle“. In Festschrift zum 70. Geburtstage von ~Ernst Haeckel~, Jena 1904.
[671] ~Prowazek~: „Studien zur Biologie der Zelle“. In Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 2, 1903.
[672] ~Jean Demoor~: „Contribution à l’étude de la cellule“. In Arch. de Biologie, T. 13, Liège 1894.
[673] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien“, Jena 1889.
[674] ~Heidenhain~: „Neue Versuche über die Aufsaugung im Dünndarm“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 56, 1894.
[675] Vergl. p. 134 ff.
[676] ~L. Rhumbler~: „Physikalische Analyse von Lebenserscheinungen der Zelle. I. Bewegung, Nahrungsaufnahme, Defäkation, Vakuolenpulsation und Gehäusebau bei lobosen Rhizopoden“. In Arch. f. Entwicklungsmechanik der Organismen, Bd. 7, 1898.
[677] Vergl. p. 608 ff.
[678] Vergl. p. 175.
[679] ~Bunge~: „Lehrbuch der physiologischen und pathologischen Chemie“, 5. Aufl., Leipzig 1901.
[680] ~J. Gad~: „Zur Lehre von der Fettresorption“. In ~Du Bois-Reymond~s Arch. f. Physiologie, Jahrg. 1878.
[681] ~Haeckel~: „Generelle Morphologie der Organismen“, Bd. 1, 1866.
[682] Vergl. p. 176.
[683] ~Max Verworn~: „Biologische Protistenstudien“. I. u. II. In Zeitschr. f. wiss. Zoologie, Bd. 46, 1888 u. Bd. 50, 1890.
[684] ~Rhumbler~: „Physikalische Analyse von Lebenserscheinungen der Zelle“ I. In Arch. f. Entwicklungsmechanik der Organismen, Bd. 7, 1898.
[685] ~Zehender~: „Die Entstehung des Lebens aus mechanischen Grundlagen entwickelt“, Freiburg 1899.
[686] Vergl. p. 587.
[687] ~Max Verworn~: „Die Biogenhypothese. Eine kritisch-experimentelle Studie über die Vorgänge in der lebendigen Substanz“, p. 51, Jena 1903.
[688] Vergl. p. 594.
[689] ~van Beneden~: „Recherches sur la maturation de l’œuf etc.“. In Archives de Biologie, Bd. 4, 1883.
[690] ~Th. Boveri~: „Zellenstudien“. In Jenaische Zeitschr. f. Naturw., N. F. No. 1, in: Bd. 21, 1887. -- No. 2: Ebenda, Bd. 22, 1888. -- No. 3: Ebenda, Bd. 24, 1890.
[691] ~Drüner~: „Zur Morphologie der Zentralspindel“. In Jenaische Zeitschr. f. Naturw., N. F. Bd. 21, 1894.
[692] ~Braus~: „Ueber Zellteilung und Wachstum des Tritoneies“. In Jenaische Zeitschr. f. Naturw., N. F. Bd. 29, 1895.
[693] ~Meves~: „Ueber die Entwicklung der männlichen Geschlechtszellen von Salamandra maculosa“. In Arch. mikr. Anat., Bd. 48, 1896.
[694] ~Houssay~: „Le rôle des phénomènes osmotiques dans la division cellulaire“. In Anat. Anz., Bd. 14. 1898.
[695] ~Giardina~: „Note sul meccanismo della fecondazione e della divisione cellulare etc.“. In Anat. Anz., Bd. 21 u. 22, 1902.
[696] ~H. E. Ziegler~: „Experimentelle Studien über die Zellteilung“. In Arch. f. Entwicklungsmechanik, Bd. 7, 1898 und Bd. 16, 1903.
[697] ~Bütschli~: „Studien über die ersten Entwicklungsvorgänge der Eizelle, die Zellteilung und die Konjugation der Infusorien“. In Abhandl. d. Senckenberg. naturf. Ges., Bd. 10, 1876.
[698] Derselbe: „Ueber die künstliche Nachahmung der karyokinetischen Figur“. In Verh. d. naturhist.-med. Vereins zu Heidelberg N. F. Bd. 5, 1892.
[699] ~Rhumbler~: „Versuch einer mechanischen Erklärung der indirekten Zell- und Kernteilung. I. Teil: Die Cytokinese“. In Arch. f. Entwicklungsmech., Bd. 3, 1896. -- Derselbe: „Mechanische Erklärung der Aehnlichkeit zwischen magnetischen Kraftliniensystemen und Zellteilungsfiguren“. In Arch. f. Entwicklungsmechan., Bd. 16, 1903.
[700] Unter Gelbildung oder Gelatinierung versteht man den Uebertritt der flüssigen Lösung eines Kolloids, des sogenannten „Sol“, in dessen verfestigten Zustand, der als „Gel“ bezeichnet wird. Ein solches, auch „gelatinierte Lösung“ genanntes, Gel ist ein Mittelding zwischen fest und flüssig, der Größe der inneren Reibung nach mehr zu den festen Stoffen hinneigend, mit deutlicher Verschiebungselastizität ausgestattet, hat es sich doch viele Eigenschaften der tropfbar flüssigen Lösungen bewahrt (cf. ~Nernst~: „Theoret. Chemie“, 4. Aufl., 1903, p. 413); es gehorcht noch den Oberflächenspannungsgesetzen, auf die es oben vor allem ankommt.
[701] ~Quincke~: „Die Oberflächenspannung an der Grenze wässeriger Kolloidlösungen von verschiedener Konzentration“. In Annal. d. Physik, 4. F. Bd. 9, 1902, und Bd. 10, 1903.
[702] Sofern die Verdichtung bis zum Grade einer Gelatinierung vorschreitet, die häufig von einer Flüssigkeitsabgabe von seiten des gelatinierenden Sols begleitet ist (cf. ~Fischer~ u. ~Ostwald~ „Zur physikalisch-chemischen Theorie der Befruchtung“ in Arch. ges. Physiol., Bd. 106, 1905 p. 232), würde das Hyaloplasma während seiner Gelatinierung Flüssigkeit an die Wabenräume abgeben können und sich hierbei natürlich selbst kontrahieren. Es wäre hierdurch einem Einwand begegnet, den ~Gurwitsch~ gegen die ~Bütschli~-~Rhumbler~sche Theorie erhoben hat, daß nämlich Flüssigkeitsströme keine Zugwirkungen zu erzeugen vermöchten (~Gurwitsch~: „Morphologie und Biologie der Zelle“, Jena 1904, p. 319). Im übrigen ist der Unterschied zwischen fest und flüssig bei den Kolloiden kein abrupter sondern ein gradueller, und eine zähflüssige Flüssigkeit, um die es sich natürlich bei der Zellstrahlung allein handeln kann, vermag sehr wohl, was ~Gurwitsch~ übersehen hat, Zugwirkungen auszuüben und zu übertragen; so kann man beispielsweise relativ erhebliche Lasten an einem zähflüssigen Fischleim- oder Schleimfaden über eine bewegliche Unterlage, z. B. auf einer Quecksilberoberfläche hinziehen; oder der betreffende Faden zieht die Last selber heran, wenn man ihn mit seinem einen Ende festgelegt hat und er sich infolge seiner Oberflächenspannung zur Kugel zusammenzieht.
[703] Vergl. z. B. ~E. Riecke~: „Lehrbuch der Physik“, 2. Aufl., Bd. 2, p. 10, Leipzig 1902.
[704] ~Fol~: „Die erste Entwicklung des Geryonideneies“. In Jen. Zeitschr. f. Naturw., Bd. 7, 1873.
[705] ~Ziegler~: „Untersuchungen über die Zellteilung“. In Verhandl. d. Deutsch. zool. Gesellsch., 1895.
[706] ~Gallardo~: „Interpretación dinámica de la división celular“. Buenos Aires 1902. (Dissertation.)
[707] ~F. Reincke~: „Zum Beweis der trajektoriellen Natur der Protoplasmastrahlungen. Ein Beitrag zur Mechanik der Mitose“. In Arch. f. Entwicklungsmechan., Bd. 9, 1900.
[708] Vergl. p. 665, Fußnote 720.
[709] ~Roux~: „Gesammelte Abhandlungen über Entwicklungsmechanik der Organismen“, Bd. 2, p. 558, 572 u. 584, Leipzig 1895.
[710] ~Hartog~ („The dual force of the dividing cell. I. The achromatic spindel figure by magnetic chains of force“, in: Proceed. of the Royal Soc., B, Vol. 76), ein eifriger Verfechter der magneto-elektrischen Zell- und Kernteilungstheorien, versuchte dadurch eine dreipolige Kraftlinienfigur mit drei Spindeln herzustellen, daß er zwei ungleichnamige Magnetpole mit einem neutralen, d. h. nicht magnetischen Eisenpol zusammenbrachte. Der unmagnetische Pol saugt die Kraftlinien an sich heran und es entsteht dadurch eine sogenannte Felddeformation, deren Aehnlichkeit mit einem Triaster, wie schon ~Balzer~ hervorgehoben hat, aber so gering ist, daß dieser Versuch, der magnetischen dreipoligen Dreispindel zu Ehren zu verhelfen, nicht als geglückt bezeichnet werden kann. -- Vergl. hierzu ~Balzer~: „Ueber mehrpolige Mitosen bei Seeigeleiern“, in: Verhandl. phys.-med. Gesellsch. Würzburg, N. F. Bd. 39, 1908, p. 321.
Auch ~Gallardo~s (loc. cit.) neuester Versuch, die Zellteilungsverhältnisse mit der Annahme zu erklären, daß den beiden Spindelpolen gleichnamige Ladung, dem Kern mit seinen Chromosomen aber eine Ladung mit entgegengesetztem Vorzeichen zukäme, wird zwar den Spindeltriastern gerecht, die Chromosomen zwischen sich haben, nicht aber den „achromen“, d. h. chromosomenlosen Sphärenpaaren, die genau ebenso verspindelt sein können. Bei den von ~Balzer~ im Seeigelei beobachteten Polyastern, deren Spindeln zum Teil Chromosomen zwischen sich hatten, zum Teil aber nicht, ließ sich direkt das Unzutreffende der ~Gallardo~schen Auffassung dartun.
[711] ~R. Fick~: „Bemerkungen zu M. ~Heidenhain~s Spannungsgesetz“. In Arch. f. Anat. u. Physiol., Anatom. Abt., 1897.
[712] ~Th. Boveri~: „Zur Physiologie der Kern- und Zellteilung“. In Sitzungsber. d. physikal.-med. Gesellsch. zu Würzburg 1897. -- Derselbe: „Ueber das Verhalten des Protoplasmas bei monozentrischen Mitosen“. Ebenda 1903.
[713] Vergl. hierzu ~Conklin~: „Karyokinesis and cytokinesis in the maturation, fertilization and cleavage of +Crepidula+ and other Gastropoda“. In Journ. of the Academy of Philadelphia, 2. Ser., Bd. 12, 1902, p. 96 u. 97.
[714] ~M. Heidenhain~: „Neue Untersuchungen über die Zentralkörper und ihre Beziehungen zum Kern- und Zellenprotoplasma“. In Arch. f. mikroskop. Anat., 1894. -- Derselbe: „Cytomechanische Studien“. In Arch. f. Entwicklungsmech., 1895. -- Derselbe: „Ein neues Modell zum Spannungsgesetz der zentrierten Systeme“. In Verh. d. anat. Ges. zu Berlin 1896. -- Derselbe: „Neue Erläuterungen zum Spannungsgesetz der zentrierten Systeme“. In Morphol. Arbeiten, herausgeg. von ~G. Schwalbe~, Bd. 7, 1896.
[715] ~R. Hertwig~: „Ueber Kernteilung, Richtungskörperbildung und Befruchtung von Actinosphaerium Eichhornii“. In Abhandl. d. Bayr. Akad. (II. Kl.), Bd. 19, 1898.
[716] ~E. B. Wilson~: „Experimental studies in Cytology“. In Arch. f. Entwicklungsmech., Bd. 12 u. 13, 1901.
[717] ~Leduc~: „Production artificielle des figures de la karyokinèse“. In Compt. rend. de l’Association Franç. pour l’avancem. sci., Congrès de Grenoble 1904, p. 816, und: „Les bases physiques de la vie“, Paris 1907. -- Eine kurze Mitteilung: „Die Diffusion der Flüssigkeiten“ in Physik. Zeitschr., Jahrg. 6, 1905, p. 793.
[718] ~Rhumbler~: „Aus dem Lückengebiet zwischen organismischer und anorganismischer Materie“. In Ergebn. Anat. Entwickelungsgesch., Bd. 15, 1905, p. 28. Hier wird auch darauf aufmerksam gemacht, daß man Tusche, Tinte und Blut nicht schlichtweg als indifferente Körper ansehen darf; die Tusche enthält ein kolloidales Bindemittel, unverdünnte Tinte ergibt mit der Salzlösung eine dicke Niederschlagsmembran und Blut enthält wiederum Kolloide. Da sich in neuerer Zeit auch die Kolloide vielfach als mit elektrischen Ladungen versehen herausgestellt haben, so ist auch durch diese Beimengungen Gelegenheit zu elektrischen Potentialdifferenzen gegeben.
[719] Auch ~Rhumbler~ hat, noch nicht veröffentlichter Mitteilung zufolge, nach ~Leduc~s Methode gewissen Kernteilungsstadien frappant ähnlich sehende Bilder von faszinierender Klarheit erhalten; namentlich gelangen ihm die ersten Stadien der Knäuelbildung ziemlich häufig; eine Längsspaltung der Fäden jedoch konnte er bislang ebensowenig wie ein richtiges Einrücken der Knäuelstücke in die Aequatorialebene erzielen. Da aber die Versuche im ganzen nur sehr schwer nach vielem Ausprobieren gut gelingen, so glaubt er seine diesbezüglichen Fehlversuche vorläufig nicht als Beweise gegen die Richtigkeit der ~Leduc~schen Schilderungen ansehen zu dürfen, zumal die abgebildeten Photographien (Fig. 295) Stadien der regressiven Teilungszustände vorführen.
[720] So konnte ~Ralph S. Lillie~ auf Kork montierte magnetisierte Nadeln, deren einzelne Korke er mit einem Seidenfaden verband, sich zur Knäuelanordnung der ersten Zellteilungsstadien umordnen sehen, wenn er sie auf Wasser schwimmen ließ und der Einwirkung eines darüber gehaltenen Magneten aussetzte (cf. ~R. S. Lillie~: „The physiology of cell-division. I. Experiments on the conditions determining the distribution of chromatic matter in mitosis“. In American Journ. Physiol., Vol. 15, 1905, p. 46). Das Charakteristische bei dieser Knäuelanordnung ist der gleichmäßige Abstand, den die einzelnen Fadenzüge, so verschiedenartig und unregelmäßig sie auch sonst verlaufen mögen, voneinander halten; diese Abstandsgleichheit, die in gleicher Weise auch im Knäuelstadium der Kernteilung deutlich auftritt, gilt nach ~Rhumbler~s Erfahrungen auch für die Knäuelstadien der ~Leduc~schen Figuren, so daß die Wahrscheinlichkeit einer elektrischen Beihilfe bei dem Aufbau der ~Leduc~schen Figuren sehr nahe liegt.
[721] ~W. His~: „Unsere Körperform und das physiologische Problem ihrer Entstehung. Briefe an einen befreundeten Naturforscher“, 1874.
[722] ~Roux~: „Gesammelte Abhandlungen über Entwicklungsmechanik der Organismen“, Leipzig 1895. -- Derselbe: „Vorträge und Aufsätze über Entwicklungsmechanik der Organismen“, Heft 1, Leipzig 1905.
[723] ~Weismann~: „Das Keimplasma. Eine Theorie der Vererbung“, Jena 1892.
[724] ~Pflüger~: „Ueber den Einfluß der Schwerkraft auf die Teilung der Zellen“. In Pflügers Arch., Bd. 31, 32, 34.
[725] ~O. Hertwig~: „Die Zelle und die Gewebe“, Jena 1892. -- Derselbe: „Ueber den Wert der ersten Furchungszellen für die Organbildung des Embryo. Experimentelle Studien am Frosch- und Tritonei“. In Arch. f. mikrosk. Anat., Bd. 42, 1893.
[726] ~Driesch~: „Entwicklungmechanische Studien. I. Der Wert der beiden ersten Furchungszellen in der Echinodermenentwicklung. Experimentelle Erzeugung von Teil- und Doppelbildungen“. In Zeitschr. f. wiss. Zool., Bd. 53, 1892. -- Derselbe: „Zur Verlagerung der Blastomeren des Echinideneies“. In Anat. Anz., No. 10 u. 11, 1893.
[727] ~De Vries~: „Intrazellulare Pangenesis“, Jena 1889.
[728] Vergl. p. 400.
[729] ~Karl Ernst v. Baer~: „Ueber die Entwicklungsgeschichte der Tiere. Beobachtung und Reflexion“, 1. Teil, Königsberg 1828.
[730] ~Max Verworn~: „On the relation between the form and the metabolism of the cell“. In Science Progress, N. S., Vol. 1, No. 3, 1897.
[731] Unter den zahlreichen Arbeiten von ~O. Lehmann~, die für die Fragen der molekularen Zustände in Körpern von verschiedenem Aggregatzustande von fundamentaler Bedeutung sind, mögen hier die folgenden für ein tiefergehendes Studium der einzelnen Fragen besonders hervorgehoben sein: ~Otto Lehmann~: „Molekularphysik“, 2 Bde., Leipzig 1888 u. 1889. -- Derselbe: „Flüssige Kristalle sowie Plastizität von Kristallen im allgemeinen, molekulare Umlagerungen und Aggregatzustandsänderungen“, Leipzig 1904. -- Derselbe: „Flüssige Kristalle, ihre Entstehung, Bedeutung und Aehnlichkeit mit Lebewesen“. Vortrag, Frankfurt 1908.
[732] Vergl. p. 70.
[733] ~F. E. Schulze~: „Zur Stammesgeschichte der Hexactinelliden“. In Abhandl. d. Kgl. Preuß. Akad. d. Wiss. zu Berlin, 1887.
[734] ~Fr. Dreyer~: „Die Prinzipien der Gerüstbildung bei Rhizopoden, Spongien und Echinodermen. Ein Versuch zur mechanischen Erklärung organischer Gebilde“. In Jenaische Zeitschr. f. Naturwissensch., N. F. Bd. 19, 1892.
[735] ~Godlewski~ jun.: „Untersuchungen über die Bastardierung der Echiniden- und Crinoidenfamilie“. In Arch. f. Entwicklungsmechanik, Bd. 20, 1906.
[736] ~Rabl~: „Ueber organbildende Substanzen und ihre Bedeutung für die Vererbung“, Leipzig 1906.
[737] Vergl. p. 621 u. ff.
[738] ~Rubner~: „Die Quelle der tierischen Wärme“. In Zeitschrift f. Biologie, Bd. 12, 1894.
[739] ~W. Pfeffer~: „Studien zur Energetik der Pflanze“. In Abhandl. d. mathem.-phys. Klasse d. Kgl. Sächs. Gesellsch. d. Wiss., Bd. 18, Leipzig 1892.
[740] Vergl. p. 258.
[741] Vergl. p. 259.
[742] Vergl. p. 419 u. 569.
[743] Vergl. ~Max Verworn~: „Die Biogenhypothese“, Jena 1903.
[744] ~Haller~: „Elementa physiologiae corporis humani“. Tomus IV, Lausannae 1762.
[745] ~Hermann~: „Handbuch der Physiologie“, Bd. 1, Leipzig 1879.
[746] ~Max Verworn~: „Die Bewegung der lebendigen Substanz. Eine vergleichend-physiologische Untersuchung der Kontraktionserscheinungen“, Jena 1892.
[747] ~Liebig~: „Chemische Briefe“, 1857. -- Derselbe: „Ueber Gärung, über Quelle der Muskelkraft und Ernährung“, Leipzig und Heidelberg 1870.
[748] ~Fick~ und ~Wislicenus~: „Ueber die Entstehung der Muskelkraft“. In Vierteljahrsschrift d. Züricher naturforsch. Ges., Bd. 10, 1865.
[749] ~Voit~: „Ueber die Entwicklung der Lehre der Quelle der Muskelkraft und einiger Teile der Ernährung seit 25 Jahren“. In Zeitschr. f. Biologie, Bd. 6, 1870. -- Derselbe: „Physiologie des allgemeinen Stoffwechsels und der Ernährung“. In ~Hermann~s Handb. d. Physiol., Bd. 6, 1881.
[750] ~Pflüger~: „Die Quelle der Muskelkraft. Vorläufiger Abriß“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 50, 1891.
[751] ~Pflüger~: „Ueber Fleisch- und Fettmästung“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 52, 1892.
[752] ~Voit~: „Untersuchungen über den Einfluß des Kochsalzes, des Kaffees und der Muskelbewegungen auf den Stoffwechsel“, München 1860, ferner Zeitschr. f. Biologie, Bd. 2, 1866.
[753] Vergl. p. 209.
[754] Vergl. p. 195 u. ff., 576.
[755] Vergl. p. 597.
[756] ~Pflüger~: „Ueber die physiologische Verbrennung in den lebendigen Organismen“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 10, 1875.
[757] ~Fick~: „Mechanische Arbeit und Wärmeentwicklung bei der Muskeltätigkeit“. In Internation. wissenschaftl. Bibliothek, Bd. 51, Leipzig 1881. -- Derselbe: „Einige Bemerkungen zu ~Engelmann~s Abhandlung über den Ursprung der Muskelkraft“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 53, 1893.
[758] ~Max Verworn~: „Die Bewegung der lebendigen Substanz. Eine vergleichend-physiologische Untersuchung der Kontraktionserscheinungen“, Jena 1902.
[759] ~Engelmann~: „Ueber den Ursprung der Muskelkraft“, Leipzig 1893.
[760] Auch ~Mc Dougall~ (Journ. of Anatomy and Physiology, Vol. 31 and 32) hat eine Theorie der Muskelkontraktion auf dem Prinzip der Wasseraufnahme aufgebaut, allerdings in etwas anderer Weise als ~Engelmann~. ~Mc Dougall~ stellt sich vor, daß in den Muskelsegmenten der Primitivfibrillen auf einen Reiz hin chemische Umsetzungen erfolgen, die zu einer Wasseraufnahme der Muskelsegmente aus dem umgebenden Sarkoplasma führen. Infolge der inneren Struktur der Muskelsegmente soll daraus eine Verkürzung und Verdickung derselben resultieren. ~Edward B. Meigs~ (Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 8, 1908) hat durch mikroskopische Studien die ~Mc Dougall~sche Theorie neuerdings zu stützen gesucht. Es fehlen aber vorläufig noch die experimentellen Belege für die wichtigsten Prämissen dieser Theorie und auch ihre Durchführung stößt auf mancherlei Schwierigkeiten.
[761] ~Fick~: „Einige Bemerkungen zu ~Engelmann~s Abhandlung über den Ursprung der Muskelkraft“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 53, 1893. -- Derselbe: „Noch einige Bemerkungen zu ~Engelmann~s Schrift über den Ursprung der Muskelkraft“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 54, 1893.
[762] ~Engelmann~: „Physiologie der Protoplasma- und Flimmerbewegung“. In ~Hermann~s Handb. d. Physiol. Bd. 1, 1879.
[763] ~Max Verworn~: „Die Bewegung der lebendigen Substanz. Eine vergleichend-physiologische Untersuchung der Kontraktionserscheinungen“, Jena 1892.
[764] Vergl. p. 276.
[765] ~Berthold~: „Studien über Protoplasmamechanik“, Leipzig 1886.
[766] ~W. Kühne~: „Untersuchungen über das Protoplasma und die Kontraktilität“, Leipzig 1864.
[767] ~Stahl~: „Zur Biologie der Myxomyceten“. In Bot. Zeitung, 1884, vergl. p. 507.
[768] ~J. Gad~: „Zur Lehre von der Fettresorption“. In ~Du Bois-Reymond~s Arch. f. Physiol., 1878.
[769] ~G. Quincke~: „Ueber periodische Ausbreitung von Flüssigkeits-Oberflächen und dadurch hervorgerufene Bewegungserscheinungen“. In Sitzungsber. d. Kgl. Preuß. Akad. d. Wiss. zu Berlin. Bd. 34, 1888.
[770] ~Rhumbler~: „Physikalische Analyse und künstliche Nachahmung des Chemotropismus amöboider Zellen“. In Physikalische Zeitschrift, 1899.
[771] ~Julius Bernstein~: „Chemotropische Bewegung eines Quecksilbertropfens. Zur Theorie der amöboiden Bewegung“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 80, 1900.
[772] Vergl. p. 390.
[773] Vergl. p. 286.
[774] Vergl. p. 287.
[775] ~E. A. Schäfer~: „On the minute structure of the muscle-columns or sarco-styles which form the wing-muscles of insects. Preliminary note“. In Proceedings of the Royal Society, Vol. 49, 1891. -- Derselbe: „On the structure of cross-striated muscle“. In Monthly International Journal of Anatomy and Physiology, Vol. 8, 1891. -- Derselbe: „On the structure of amoeboid protoplasm, with a comparison between the nature of the contractile process in amoeboid cells and in muscular tissue, and a suggestion regarding the mechanism of ciliary motion“. In Proceedings of the Royal Society, Vol. 49, 1891.
[776] Vergl. p. 288.
[777] ~Bernstein~: „Die Kräfte der Bewegung in der lebendigen Substanz“, Braunschweig 1902.
[778] Vergl. p. 651.
[779] ~H. Vöchting~: „Ueber die Regeneration der Marchantien“. In ~Pringsheim~s Jahrb. f. wissensch. Bot., Bd. 16, 1885.
[780] Vergl. p. 293.
[781] ~Max Verworn~: „Psycho-physiologische Protistenstudien“, Jena 1889.
[782] ~Max Verworn~: „Studien zur Physiologie der Flimmerbewegung“. In ~Pflüger~s Arch., Bd. 48, 1890.
[783] Vergl. p. 357 u. 669.
[784] Vergl. p. 669 u. ff.
[785] Ueber alle diese Verhältnisse, sowie über den heutigen Stand der Neuronlehre überhaupt, gibt eine ausführliche Uebersicht ~Max Verworn~: „Das Neuron in Anatomie und Physiologie“. Vortrag, gehalten in der gemeinschaftlichen Sitzung der medizinischen Hauptgruppe der 72. Vers. Deutscher Naturforscher und Aerzte zu Aachen 1900. In erweiterter Form herausgegeben bei Gustav Fischer, Jena 1900. -- Ferner derselbe: „Die Vorgänge in den Elementen des Nervensystems“. In Zeitschr. f. allgem. Physiol., Bd. 6, 1907. -- Ferner derselbe: „Bemerkungen zum heutigen Stand der Neuronlehre“. In Med. Klinik, Jhg. 1908.