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Im Strom der Bewegungsbilder

Jonas Hänel · 2022

112,083 words · about 7 h 51 min to read

Period artwork: Interior of the Bodleian Library, 1845
About this edition

Licence: CC BY-SA 4.0 · repository export licence (OAPEN) · Hänel, Jonas (2022), Im Strom der Bewegungsbilder, transcript Verlag - licensed CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Text from OAPEN Library and set out for reading on screen; no words of the book are rewritten or summarized. How RedLectern is built

About this book

Author
Jonas Hänel
Language
German
Published
2022
Length
112,083 words · about 7 h 51 min
Sections
3 reader sections
Text
Digital text
Rights
CC BY-SA 4.0 · repository export licence (OAPEN)

 

Contents (3)
  1. Front matter about 2 min
  2. Inhalt about 2 min
  3. Vorwort about 7 h 47 min

Continue:

Front matter

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| Jonas Häne! EA Im Strom der

Bewegungsbilder

Inhalt

VOr Wort... ee Da Keen nee eher 9 3.2 Suizidversuch, Ohnmacht und wiederkehrende Reorganisationsprozesse

ST BA ER) ee Re PIERRE EEE ERTERERDERHESELEE HERE 127 3.5 Schlussfolgerungen: Für eine

4.3 Essen und Trinken - Pflegebeziehungen zwischen Georges und Anne

(Seg U). 2. Kae anni NEN IE Eee 174 5:2: Schülerin-B=Liebe.(Seg. Al) sasaaa nassen aaa 21 5:3: -Schüler C= Liebe: (Seq 42) rein eri 219 5.4 Schlussfolgerungen: Für eine

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Zum Geleit

Ich erinnere mich noch gut, als Jonas Hänel zum ersten Mal eine ganze Reihe von Zeichnungen in meinem Dresdner Büro ausbreitete und begeistert redete. Die Aufgabe schien einfach: Es ging ihm darum zu zeigen, wie unterschiedliche Bewegungsbilder verschiedener Ebenen, die letztlich zusammengedrückt werden zu einer Immanenzebene, interagieren oder - präziser wohl - interferieren.

Sein Material war und ist interessant: Die unterste Schicht bildet Michael Hanekes Film Amour (2012, dt. Liebe), der private und professionelle Pflegeprozesse in ihrer Ambivalenz zeigt. Die Pflegeprozesse des Ehemannes, der seine Frau schließlich erstickt, scheinen liebevoller. Als Vorbild für die professionelle Pflege taugen sie nicht. Diesen Film hat Hänel mit einer Klasse Pflegeschüler/-innen angeschaut, und das Sehen dabei wiederum gefilmt. Dieser Film bildet die zweite Schicht. Mit drei Pflegeschüler/-innen, die er aufgrund der Intensität ihrer Reaktionen auf den Film ausgewählt hat, hat er schließlich noch Interviews geführt, die ebenfalls filmisch dokumentiert sind. So entstanden als dritte Schicht drei Inseln. Schon die Beschreibung, der filmischen Immanenzebene, die das Gleichzeitige wieder in eine Abfolge zwang, erwies sich als große Herausforderung, die Hänel mutig angenommen hat. Im Wort »beschreiben« steckt schreiben, und mit dem Schreiben gehen stärkere Zwängen einher als mit der tentativen Rede.

Sich verfestigende Stereotype, die durchaus zu denken geben können, galt es im Schreibprozess immer wieder aufzulösen, ohne die Komplexität dabei zu weit zu reduzieren. Balancen waren zu finden, Töne zu treffen, Räume ohne Außen zu durchmessen. Der Umgang mit unauflösbaren Unschärfen erzwang Übung in einer Technik, die Shakima Gregs in der Fernsehserie The Wire (2002-2008) soft eyes nennt. Sie erklärt ihren Kollegen, dass man Neues und genau nur sehe, wenn man Kriterien mit unscharfen Rändern verwende. Was sich in der fiktiven Polizeiarbeit in Baltimore bewährt, ist leider nicht leicht auf die Arbeit an einer Dissertation, die an einer deutschen Universität eingereicht werden soll, übertragbar, schließlich soll sich diese idealerweise durch lückenlose Argumentationen und möglichst eindeutige Erkenntnisse auszeichnen. Für diesen Widerstreit waren immer wieder neue Lösungen zu finden, auflösen ließ er sich nicht. Weil die Arbeit irgendwann abgeschlossen werden musste, durchzieht sie dieser Widerstreit nach wie vor. Das ist kein Mangel.

Besser hätte die Arbeit kaum werden können. Möge sie nun Leser/-innen finden, die durch sie angeregt werden, etwas anders zu machen oder etwas anderes mit ihr machen, denn Bildungsprozesse beginnen bekanntlich mit einer Abweichung. Zu Bildungsprozessen fordert Hänel heraus.

Olaf Sanders Hamburg, den 28.3.2022

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