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Med
DER
Vorwort
erste derselben liegt in einer mehr methodischen Vergleichung, die, von den aus Anpassungen hervorgegangenen mannichfaltigen funciionellen Beziehungen absehend, das rein Morphologische in’s Auge fasst, und innerhalb grösserer Reihen die Veränderungen nachweist, die an Organen oder Organsystemen vor sich gehen. Die zweite Anforderung betrifft die Genese der Organe, die Sonderung derselben aus einem ersten, indifferenten Zustande. Aus den hier gewonnenen Resultaten wird zugleich die Frage nach der Verwandtschaft der einzelnen Typen zu beantworten sein.
Die Beibehaltung der äusseren Umrisse war jedoch kein Hinderniss für die völlige Umgestaltung der einzelnen Capitel. ln vielen derselben habe ich sowohl im Allgemeinen als im Besonderen die Vergleichung weiter zu führen versucht, wobei ich leider den Mangel entsprechender, nämlich vergleichender Vorarbeiten oftmals tief empfinden musste. Derselbe steht in einem offenen Gegensätze, sowohl zur stetig wachsenden Zahl literarischer Produclionen auf rein beschreibendem Gebiete, als auch zur Pflege, die sonst unserer Wissenschaft äusserlich zu Theil wird. Möge man aus diesem Umstande wenigstens einen Theil der diesem Buche anklebenden Mängel zu entschuldigen verstehen. Für alles Uebrige mag das Buch selbst sprechen, von dem ich wünsche, dass man in ihm nur »Grundzüge« suchen, aber auch solche finden möchte.
Jena, im September 1869.
Der Verfasser.
ERSTES INH ALTS VERZEICHNISS nach der Reihenfolge der Abschnitte und deren Abtheilungert.
Paragraph Seite
Allgemeiner Tlieil.
Einleitung 3
I — 3. Begriff und Aufgabe der vergleichenden Anatomie 3
4. Anfänge im Alterthum 8
5. Bestrebungen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts 9
6 — 8. Neuere Grundlegungen . . 12
Vom Objecte der vergleichenden Anatomie 23
10. Thier und Pflanze 23
11 — 12. Die Zelle 26
13. Die Gewebe 30
14 — 15. Epithelien 31
16-19. Bindesubstanzen 34
20. Muskelgewebe 40
21. Nervengewebe 42
Morphologische Erscheinungen der Organe 48
24 — 32. 1. Differenzirung der Organe 4 8
33. 2. Reduction G8
34. 3. Correlation 71
Specieller Theil.
Erster Abschnitt. Protozoa.
39. Integument S9
4 0. Skeletbildungen 93
41. Bewegungsorgane 98
Nervensystem und Sinnesorgane 100
VI
Inhalt
Paragraph Seite
45. Krcislauforgane 4 06
46. Alhmungsorgane und Wasserge fasse 107
Zweiter Abschnitt. Cölenteraten.
50. Skelet 4 20
51. Muskulatur und Bewegungsorgane 123
54—57. Gastrovascularsystem ; .' 130
59. Organe der Fortpllanzung * 442
D ri tt er A bsch n i 1 1. Würmer.
73. Taslorgane 201
7 5. Hörorgane 20S
80. Nebenorgane der Verdauungsorgane 223
85 — : 8 7 . Alhmungsorgane 24 4
Organe der Fortpllanzung 269
91—93. Ungeschlechtliche Fortpllanzung 269
Vierter Abschnitt. Echinodernieu.
99 — 101. Integument und Haulskelet 308
Bewegungsorgane # 317
103. Ambulacralsystem 319
Inhall .
Vit
Paragraph Seite
4 4 4 . Athmungs- und Excretionsorgane 339
Fünfter A b s c h n i 1 1. Arthropoden.
Organe der Emptindung ' 367
Anhangsdrüsen des Darms 410
130. 1) Anhangsdrüsen des Munddarms 410
131. 2) » des Mitteldarms 412
132. 3) » des Enddarms 445
4 33. Fettkörper 44 7
Alhmungsorgane 430
Sechster Abschnitt. Mollusken»
lntegumentgebilde
4 4 9. 1 ) Segel und Mantel 473
151. 3) Schalenbildungen 488
153. Bewegungsorgane und Muskelsystem 496
154 — 155. Cenlralorgane und Körpernerven 499
VIII
Inhalt.
Paragraph
1 57.
1 59.
100 — 161.
165—168.
171 - 172. 173 — 175.
Seite
Tast- und Riechorgane 510
Anhangsorganc des Darmcanals 528
1) Anhangsorgane des Munddarms 52S
Allgemeines Verhalten. Herz 533
Specielle Einrichtungen 536
Siebenter Abschnitt. Wirbelthiere.
Integument ....
178 — 179.
Epidermoidalgebi
Hautskelet . .
Stütz- und Bewegung
Inneres Skelet .
182 — 185,
Wirbelsäule .
Rippen . .
Sternum .
Episternum
Kopfskelet
190—195. 196 — 197.
y
199—200.
201—202.
211—213.
217 — 218. 219.
Unpaare Gliedmaassen 674
Paarige Gliedmaassen 676
Vordere Extremität 683
Beckengürtel 694
Hintere Extremität 697
Vergleichung der Vorder- und Hintergliedmaassen 702
Centralorganc 724
Rückenmark 735
Peripherisches Nervensystem 737
Rückenmarksnerven 737
Inhalt.
ix
Paragraph oeue
220. Niedere Sinnesorgane. Tastorgane 750
*
227— 22S. Organe der Mundhöhle 780
231. Enddarm 797
233. Mesenterium 803
Blutgefässystem 826
244 — 245. Arteriensystem 838
246 — 247. Venensystem 846
24 8. Wundernetze 855
249. Lymphgefässystem 856
250. Excretionsorgane und Organe der Fortpflanzung S61
251. Harnorgane 867
ZWEITES INHALTSVERZEICHNIS
nach den Organsystemen.
Wenn der betreffende Gegenstand in meh reren aufeinanderfolgenden Paragraphen behandelt wird, so bezieht sich der angeführte Paragraph jedesmal nur auf den ersten.
Für die Unterabtheilungen der einzelnen Organsysteme ist das erste Inhalfsverzeichniss nachzusehen.
Allgemeine Uebersiclit der einzelnen Abtheilungen.
Echinoder m c n agrapli
Seite
4 8
1 13
34 7
4 70
X
Inhalt.
Integument.
W ärmer
Cuticulargebilde, Schalen, Gehäuse.
Würmer: Cuticularbildungen . .
» Stacheln, Borsten etc.
Drüsen organe des Integuments.
Hautdrüsen der Würmer
E p id e r m o i da lg e b i 1 de der Wirbelthiere . .
Stützorgane und Organe (1er Bewegung.
Aeussere Stützorgane. Hautskelete.
W ärmer
Innere Skeletbildungen.
Muskelsyste m.
Organe der Empfindung.
Nerve nsyste m.
Paragrap h Seite
39 49 63
* 99 114 148
40 49
64 114 151
49 63 99
151 180
65 100
152 181
66 102 116
153 206 209
164 303 353 475 582
170 353 488
Inhalt.
Paragraph
Sinnesorgane.
Tastorgane.
Cölenteratcn 53
Riechorgane.
Geschmacksorgane.
Hör organe.
Sehorgane.
Organe der Ernährung.
Verdauungsorgane.
Darmcanal.
Anhangsorgane des Darmcanals.
xi
Seite
127 201 323
386 510
387 510 753
128 208
388 513 768
XII
Inhalt.
Paragraph
Kreisln u l'o rga n e.
Ath mungsorgane.
Cölcnteraten 54
Excretionso rgane.
Cölcnteraten 58
Organe der Fortpflanzung’.
Ungeschlechtliche Fortpflanzung.
Geschlechtsorgane.
Seite
1 I I fr.
ALLGEMEINER THEIL.
Ein leitun g-.
Begriff und Aufgabe der vergleichenden
Anatomie.
§ c
Das Gebiet der Wissenschaft, welches die organische Natur zum Gegenstände ihrer Untersuchungen hat, zerfallt in zwei grosse Abtheilungen, nach den beiden organischen Naturreichen , in Botanik und in Zoologie. Beide Disciplinen bilden die Bestandtheiic einer Biologie , und sind insofern enge mit einander verbunden, als die Erscheinungen im Thier- wie im Pflanzenreiche auf gleichen Grundgesetzen beruhen, und Thier und Pflanze bei aller Verschiedenheit der specielleren Einrichtungen gemeinsame Anfänge besitzen und im Haushalte der Natur in inniger Wechselwirkung zu einander stehen. Innerhalb der beiden genannten Disciplinen sind mehrfache Arten der Forschung möglich, aus denen neue Disciplinen hervorgehen. Indem wir das Gebiet der Botanik zur Seite lassen, wollen wir jenes der Zoologie in seine weiteren Gliederungen verfolgen. Die Erforschung der Leistungen des Thierleibes oder seiner Theile , die Zurückführung dieser Functionen auf elementare Vorgänge und die .Erklärung derselben aus allgemeinen Gesetzen ist die Aufgabe der Physiologie. Die Erforschung der materiellen Substrate jener Leistungen, also der Formerscheinungen des Körpers und seiner Theile, sowie die Erklärung derselben bildet die Aufgabe der Morphologie. Physiologische und morphologische Wissenschaft gehen somit in ihren Aufgaben auseinander, wie auch ihre Methoden verschieden sind; für beide aber ist es nöthig, selbst auf getrennten Wegen sowohl einander, als auch das gemeinsame Endziel im Auge zu behalten, welches in der Biologie gegeben ist.
Die Morphologie gliedert sich wieder in Anatomie und Entwickelungsgeschichte. Wie erstere den vollendeten Organismus zum Untersuchungsobjectehat, so besitzt letztere den werdenden Organismus zum Gegenstände ihrer Forschung. Die Anatomie selbst kann in eine allgemeine und specielle getheill werden. Die allgemeine Anatomie beschäftigt sich mit den Grundformen der thierischen Organismen (Promorphologie Hkl), und den aus jenen hervorgehenden Formerscheinungen. Die speciel le Anatom ie nimmt die organologische Zusammensetzung des Thierleibes zum Gegenstände. Einen ihrer Zweige bildet die Histiologie, als Lehre von den Elementarorganen
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The end
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