Unser Familien-Arzt (part 3 of 3)
+Kühlender Trank bei Fieber.+ Man nehme Essig einen Theetassenkopf voll, Wasser sechs Theetassenkopf voll und Honig zwei Theetassenkopf voll. Mische es in einander. Sagt der Honig der betreffenden Person nicht zu, nehme man Molasses oder Syrup.
+Quitten-Wein+ (~Quince wine~). Man nehme sechs Quitten, zerschneide sie und gieße eine halbe Gallone kochendes Wasser darauf, lasse dies über Nacht stehen, am Morgen koche es 15 Minuten und füge ein Pfund Zucker hinzu. Lasse die Flüssigkeit gähren und füge ein Pint Whiskey oder Branntwein hinzu, seihe es durch und verwahre es in gut verschlossenen Flaschen oder Krügen.
+Gummi Arabicum Mischung+ (~Gum Arabic mixture~). Löse vier Unzen Gummi Arabicum in drei Theetassenkopf voll kochenden Wassers, versüße und würze es je nach Wunsch. Verwendbar bei Fällen von Entzündung des Magens und der Eingeweide.
+Panade+ (~Panada~). Weißes Brod eine Unze, Wasser ein Pint, gestoßener Zimmet einen Theelöffel voll, koche es bis gehörig gemischt und füge ein wenig Zucker und Muskatnuß hinzu. Wenn erwünscht, mag Wein hinzugefügt werden.
+Sago-Gruel.+ Sago zwei Eß-Löffel voll, Wasser ein Pint, koche es, bis es dick wird, und rühre es häufig um. Wein, Zucker und Muskatnuß mögen angewendet werden, wenn wünschenswerth.
+Ulmenrinden-Schleim+ (~Mucilage of Elm bark~). Gebe eine kleine Quantität Ulmenrinde in kaltes Wasser. Mag jede Stunde oder alle zwei Stunden getrunken werden. Wenn angenehm, würze man es mit Citronensaft, Citronen- oder irgend einer anderen Essenz. Kann bei Fällen von Entzündung der Blase, des Magens u.s.w. viel und öfters getrunken werden.
+Tapioca-Gelee+ (~Tapioca Jelly~). Tapioca zwei Eß-Löffel voll, Wasser ein Pint, koche es eine Stunde langsam, bis es ein geleeartiges Aussehen bekommt, füge Zucker, Wein und Muskatnuß, dem Geschmacke des Patienten angemessen, hinzu. Auch Citronensaft kann hinzugefügt werden.
+Irisches Moos-Gelee+ (~Irish moss jelly~). Irisches Moos eine halbe Unze, frische Milch ein und ein halbes Pint, koche es zu einem Pint ein, seihe es durch und füge hinreichend Zucker und Citronensaft oder Pfirsichwasser hinzu, um demselben einen angenehmen Geschmack zu geben.
+Pfeilwurz-Gruel+ (~Arrow root Gruel~). Auf ein Pint kochendes Wasser einen Eßlöffel voll Pfeilwurz, mische es gehörig, füge ein halbes Pint Milch hinzu und koche es zwei oder drei Minuten lang zusammen. Versüße es dem Geschmacke angemessen und füge Wein hinzu, wenn für den Fall passend.
+Milch-Suppe+ (~Milk porridge~). Auf je ein Pint Milch und Wasser zwei Eß-Löffel voll Kornmehl, mische das Mehl mit einer kleinen Quantität kalten Wassers, so daß es einen dünnen Brei bildet, gieße Milch und Wasser zusammen und sobald dieses zu kochen anfängt, füge den Teig hinzu und rühre es um. Sie mag mit Zimmet, Muskatnuß, Zucker oder Wein gewürzt werden.
+Hausenblase-Gelee+ (~Isinglass jelly~). Hausenblase eine Rolle in einem Pint Wasser gekocht, bis es aufgelöst ist, dann seihe es durch und füge ein Pint süße Milch hinzu. Bringe es nochmals über das Feuer und lasse es gerade aufkochen. Versüße es mit Stückzucker und reibe Muskatnuß darauf. Wenn gehörig gemacht, ähnelt es Eierrahme.
+Aepfelwasser.+ Schneide zwei Aepfel in Stücke und gieße ein Quart kochendes Wasser darauf. Nachdem es zwei oder drei Stunden gestanden hat, versüße es leicht.
+Gekochtes Mehl.+ Binde ein Pfund Mehl in einen leinenen Beutel, tauche es einige Male in kaltes Wasser, streue darauf Mehl auf die äußere Seite, damit sich eine Kruste bildet, welche das Eindringen des Wassers während des Kochens verhindert, lege den so zubereiteten Beutel in etwas Wasser und koche es, bis er eine harte, trockene Masse wird. Etwas davon mag gerieben und in derselben Weise, wie Pfeilwurz-Gruel, zubereitet werden.
+Gemüse-Suppe+ (~Vegetable soup~). Man nehme eine Rübe, eine Kartoffel und eine Zwiebel, zerschneide und koche sie eine Stunde lang in einem Quart Wasser, füge Salz, wenn angenehm, hinzu und gieße das Ganze auf ein Stück trocknen Zwieback.
+Hammelfleischthee.+ Nimm ein Pfund Hammelfleisch, entferne das Fett davon und schneide das Fleisch in kleine Stücke, gieße ein Pint kochendes Wasser darüber, lasse es eine halbe Stunde am Feuer stehen und koche es dann eine Stunde lang; seihe es durch ein Sieb ober Tuch und salze es je nach dem Geschmacke. Eine sehr nährende Kost.
+Hammelfleischbrühe.+ Man nehme ein Pfund gutes Hammelfleisch, entferne davon das Fett und lege es in ein Gefäß mit drei Pint kochenden Wassers; schmore es zwei Stunden lang, dann schneide man drei Möhren, drei rothe Rüben und drei Zwiebeln in Stücke, koche sie in einem Quart Wasser eine halbe Stunde lang, seihe es ab und gebe das Gemüse zu dem Hammelfleisch, würze es mit Salz und lasse es vier Stunden langsam schmoren.
+Hühnerfleischbrühe.+ Man nehme ein halbes Huhn, entferne alles Fett, schneide das Fleisch in schmale Stücke und breche die Knochen. Darauf lege man es in ein Gefäß mit drei Pint kochenden Wassers, koche es eine Stunde lang, salze es und seihe es durch. Sehr nährend.
+Molken-Rennet+ (~Rennet Whey~). Frische Milch ein Quart, Rennet einen großen Eßlöffel voll, lasse die Milch heiß werden und füge dann Rennet hinzu; koche es, bis der Quark sich trennt, welcher wegzunehmen ist.
+Essig-Molken.+ Milch ein Pint, Essig ein Eßlöffel voll; koche es einige Minuten und trenne dann den Quark davon.
+Alaun-Molken.+ Zu einem Pint Milch gebe man einen Theelöffel voll pulverisirten Alaun, koche und seihe es durch, dienlich bei Diarrhöe, Magenschwäche und Entzündung des Magens. Der sich bildende Quark giebt einen vortrefflichen Umschlag bei Augenentzündung.
+Senf-Molken.+ Senfkörner einen Eßlöffel voll, Milch ein Pint, koche es einige Minuten zusammen und trenne den Quark davon. Ein sehr zuträglicher Trank bei Wassersucht.
+Kalbsfüße-Gelee.+ Man nehme zwei Kalbsfüße und füge eine Gallone Wasser hinzu, koche es zu einem Quart ein, seihe es durch, und wenn kalt, schäume das Fett ab; füge dazu das Weiße von sechs oder acht Eiern, gehörig geschlagen, ein Pint Wein, ein halbes Pfund Stückzucker und den Saft von vier Citronen. Mische es gehörig, koche es bei beständigem Umrühren einige Minuten und seihe es durch einen Flanell.
+Orangen-Molken.+ Milch ein Pint, den Saft von einer Orange mit einem Theil der Schale; koche die Milch, füge dann die Orange hinzu und lasse es stehen, bis das Gerinnen eintritt, dann seihe es durch.
+Süße Molken.+ Abgerahmte Milch zwei Quart und ein Stück von Kalbs-Rennet. Mische und stelle es an einen warmen Platz, bis es gerinnt, dann seihe es durch.
+Molken-Wein.+ Milch zwei Drittel Pint, Wasser ein Drittel Pint, Madeira oder anderer Wein eine Gill, Zucker einen Dessertlöffel voll; stelle Milch und Wasser in einer tiefen Pfanne an das Feuer, und in dem Augenblicke, wo es zu kochen anfängt, gieße man den Wein und Zucker unter beständigem Umrühren hinzu, koche es 10 bis 15 Minuten, dann seihe es durch ein Sieb. Dies kann entweder kalt oder warm getrunken werden und zwar ein Weinglas voll zur Zeit. Ein vortrefflicher Trank bei allen Fieberarten.
+Brodschnitten.+ Auf einen sehr heißen Teller lege man zwei oder drei Stücke Brod, gieße darauf etwas Saft von gekochtem Rind-, Hammel- oder Kalbfleisch und streue ein wenig Salz darüber.
+Hühner-Panade.+ Man nehme das weiße Fleisch von einem Huhn und nachdem man davon die Haut und das Fett entfernt hat, koche man es in ein wenig Wasser, bis das Fleisch weich ist, zerstoße es in einem Mörser zu einem Brei und füge dann eben so viel altbackenes Weißbrod hinzu, nach und nach schütte etwas von dem Wasser, in welchem das Huhn gekocht wurde, zu, bis das Ganze einen dünnen, flüssigen Teig bildet; koche diesen unter häufigem Umrühren zehn Minuten lang und würze es dem Geschmacke angemessen.
+Französische Milchsuppe.+ Mische etwas Hafermehl mit Wasser, lasse dies stehen, bis es sich klärt, und gieße dann das Wasser ab, dann gieße von Neuem Wasser auf das Mehl, rühre es gehörig um und lasse es bis den nächsten Tag stehen; seihe es durch ein feines Sieb, koche das Wasser und füge während dessen die Milch hinzu. Wasser darf nur wenig gebraucht werden.
Drittes Kapitel.
Hydropathische Behandlung.
Die Anwendung des Wassers in Verbindung mit einer anderen Behandlung ist sehr empfehlenswerth, aber dieselbe erfordert Kenntniß von dessen Wirkung, und Sorgfalt, um ernste Folgen zu vermeiden.
Waschung mit Handtuch oder Schwamm (~The Towel, or Sponge Bath~).
Personen, die körperlich sehr geschwächt sind, mögen zuerst den Körper theilweise baden, wie den Kopf, das Gesicht, die Arme und die Brust, dann abtrocknen und abreiben mit einem trockenen Handtuche oder der trockenen Hand, ehe die übrigen Theile des Körpers gebadet werden. Diese Form von Waschungen sind bei Fiebern oder anderen acuten Krankheiten häufig besser als das Baden des ganzen Körpers. Die Temperatur des Wassers ist nach dem Befinden des Kranken einzurichten; man beginne zuerst mit lauwarmem Wasser, nehme allmählig immer kühleres, so weit es der Kranke ertragen kann. Bei acuten Krankheiten, wo das Fieber geschwächt werden soll, eignet sich Wasser von 75 oder 85 Grad besser, als kälteres. Die beste Zeit, eine Waschung vorzunehmen, ist jedenfalls des Morgens unmittelbar nach dem Aufstehen, zuweilen möge eine zweite Waschung vor dem zu Bett Gehen vorgenommen werden. Eine solche Waschung kann eine Viertel- bis eine ganze Stunde oder länger dauern, je nachdem eine reizende Wirkung oder eine Abkühlung des Körpers gewünscht wird. Wenn eine kürzere Zeit angewendet, dient es zur Stärkung und Anregung und macht den Umlauf des Blutes regelmäßiger.
Sturzbad (~Shower Baths~).
Diese Bäder werden in einem eigens zu diesem Zwecke angefertigten Schranke genommen und bringen das Wasser in kleinen Strahlen gleichzeitig mit verschiedenen Körpertheilen in Berührung. Schwache und nervöse Leute sollten zunächst mit lauwarmem Wasser beginnen und erst nach und nach kälteres nehmen.
Diese Bäder können auch so genommen werden, daß man sich in eine leere Badewanne stellt und sich von einer zweiten Person, die auf einem Stuhl daneben steht, aus einem gewöhnlichen Wasserbehälter begießen läßt. Derartige Bäder wirken reizend auf das Nervensystem und die Haut; sie werden besonders bei Krankheiten, die wiederholtes Schwitzen zu ihrer Heilung erfordern, empfohlen, oder Personen, welche in Folge von Krankheiten der Brust volle Bäder nach dem Schweiß nicht ertragen können.
Zuberbad (~Washtub Bath~).
Dies ist besonders passend und stärkend bei Fiebern. Man fülle ein Gefäß ein drittel oder halb voll Wasser, entweder kalt oder warm, und bringe den Kranken hinein und zwar so, daß die Füße in ein anderes Gefäß zu stehen kommen. Wenn der Patient schwach ist, so sollte er Hülfe haben. Der Körper und die Glieder sind gehörig zu waschen, und gelegentlich Schultern und Körper mit Wasser von derselben Temperatur zu übergießen. Einer allgemeinen Regel nach gilt lauwarmes Wasser für das geeignetste, indem dasselbe weniger Rückkehr des Fiebers veranlassen wird. Das Bad mag 2 bis 5, 10 oder 15 Minuten, je nach der Höhe des Fiebers oder den Kräften des Patienten, dauern. Es sollte nicht so lange fortgesetzt werden, bis Frost eintritt, die Haut blaß wird oder die Fingernägel blau sind. Trockne den Patienten mit Handtüchern oder einem eigens dazu bestimmten trockenen Tuche ab. Kehrt das Fieber wieder, so wiederhole man das Bad, bis dasselbe nachläßt. Es ist sehr zuträglich bei Ausschlagsfiebern, galligen Wechselfiebern, Typhus und den heißen Stadien des Wechselfiebers.
Einhüllen in nasse Tücher (~Rubbing or Dripping Bath~).
Dies ist ein schätzbares Heilmittel und kann bei verschiedenen Krankheiten und Zuständen des Organismus angewendet werden:
Man nehme ein grobes leinenes oder baumwollenes Tuch und ringe es, wenn eine starke Reizung stattfinden soll, gehörig, wenn aber weniger, nur leicht aus. Wickle den Patienten hinein und reibe schnell über der Decke 3 oder 4 Minuten oder länger, bis die Oberfläche des Körpers vollkommen warm wird. Lasse dann eine trockene Decke folgen und reibe mit dem Handtuch und den Händen. Wenn so kalt als es ertragen werden kann angewendet, wirkt es stärkend und reizend. Es entfernt fieberischen Durst, benimmt die Mattigkeit, gibt dem Körper und Geist neue Kraft und verursacht ein angenehmes Gefühl über den Körper. Ist der Patient schwach, so sollte der Deckenumschlag von einer milden Temperatur sein (80 bis 90 Grad), welche allmählich herabgesetzt wird. Wenn zur Anreizung oder Stärkung der Nerven, des Gehirns, oder auch zur Minderung des Schmerzes angewendet, sollte es kühl oder kalt sein. Der Umschlag muß öfters naß gemacht und mehrere Male schnell hintereinander wiederholt werden.
Bei fieberischem Puls und Hitze, bei chronischen Krankheiten mag es beim zu Bett Gehen angewendet werden und sollte von milder Temperatur sein. Es wird nervöse Reizbarkeit vermindern und Schlaf herbeiführen. Bei allen Fieberarten ist es empfehlenswerth, ebenso bei Diarrhöe, Magenschwäche (~Dysentery~), Kolik &c. Der Patient sollte vorher Gesicht und Hände mit kaltem Wasser waschen.
Das Ueberschütten von Wasser mit einem Eimer (~Pail Douche~).
Dies ist noch reizender und erregt eine erhöhtere Thätigkeit der Nerven. Der Patient stellt sich in eine leere Badewanne, während der Wärter zwei Eimer voll Wasser hat, den einen wärmer als den andern. Der wärmere wird halb auf des Kranken Brust und halb auf dessen Rücken gespritzt, worauf mit dem zweiten Eimer voll in derselben Weise verfahren wird. Dann trockne und reibe man den Kranken ab. Es ist nicht rathsam, dieses bei großer Nervösität anzuwenden, ebenso wenig bei ernsten Krankheiten des Herzens oder der Lungen. Gewöhnlich wendet man es an, wenn das Temperament träge oder die Krankheit einen allgemeinen Charakter hat.
Einpackung in nasse Tücher (~The Wet Sheet Packing~).
Ist ein empfehlenswerthes Verfahren, die Hitze bei Fiebern zu schwächen und ungesunde Absonderungen zu entfernen. Das Tuch zum Einwickeln sollte von Baumwolle oder grober Leinwand sein, hinreichend lang, daß es dem Kranken vom Kopf bis zu den Füßen reicht und ungefähr zwei Yards breit. Bei Schwäche, chronischen Fällen lasse man es nicht ganz bis zu den Knöcheln reichen. Von dem Bette entferne man alle Unterbetten und lasse nur ein oder zwei Kopfkissen zurück. Ein oder zwei leichtere Tücher und darüber zwei wollene Decken sollten über das Bett gebreitet werden. Beklagt sich der Kranke über ein Frösteln in der Gegend des Rückgrats oder über den Körper, falte man ein Handtuch zusammen oder lege einen Streifen Flanell 4 Finger oder 3 bis 4 Zoll breit auf das Rückgrat, wo der Kranke auf dem Tuche liegt, was das Angreifen des Rückenmarknervs verhindert. Hat der Kranke Anlage zu kalten Füßen, so sollte ein Krug oder eine Kanne heißen Wassers, auch heiße Ziegelsteine, die ein- oder zweimal mit der wollenen Decke umschlagen werden, um so vor zu großer Hitze zu schützen, an die Füße gelegt werden. Der Patient liege platt auf dem Rücken, hebe die Arme, während der Wärter an der einen Seite die Decke um den Körper und die unteren Glieder schlägt und gehörig anzieht; dann lasse er die Arme fallen und die Decke wird an der anderen Seite schnell umgeschlagen, und untergesteckt. Die übrigen Decken werden darüber gelegt und in derselben Weise untergesteckt; sorgfältig vermeide man aber, dieselben über der Brust zu fest anzuziehen. Dieselben müssen unter den Schultern so angezogen sein, daß die Hitze nicht herausströmen kann.
Hat der Kranke Anlage zu Kopfschmerz, oder zu Blutandrang nach dem Kopfe, so falte man ein Handtuch zusammen, weiche es in kaltem Wasser ein, lege es auf die Stirn und wiederhole dies, so oft es heiß wird.
In einer solchen Einhüllung sollte man 30 Minuten bis 1½ Stunden verbleiben. Wird man in 15 bis 20 Minuten erwärmt, so reicht ein Verbleiben in dieser Einpackung von 30 bis 40 Minuten hin, geht dies aber langsamer von statten, so wird 1 oder 1¼ Stunde genügen. Wird Schweiß gewünscht, so sollte der Kranke in dieser Lage verharren, bis der Schweiß auf die Stirne tritt, was gewöhnlich eine, zwei bis drei Stunden dauert. Bleibt der Patient lange genug so, um Schweiß hervorzurufen, so wird sich in der Regel kurz vorher ein Frösteln einstellen, dem übermäßiges Schwitzen folgt.
Bei zarten Personen ringe man die Decke zuerst in lauwarmem oder warmem Wasser aus. Nach Beendigung dieses Verfahrens kann das Untertauchen, Reiben, die nasse Einhüllung oder Reiben mit dem Handtuch angewendet werden.
Bei acuten Krankheiten, wo starkes Fieber vorhanden ist, wird die Anwendung des Vorstehenden außerordentlich zuträglich gefunden werden. In diesem Falle sollte das Tuch jede halbe Stunde oder öfter, wenn das Fieber stark ist, in frischem Wasser ausgerungen werden, bis dasselbe nachläßt.
Es mag in den verschiedenen Stadien des gewöhnlichen und Wechselfiebers, sowie bei chronischen Leiden angewendet werden. Ist der Kranke sehr schwach, so nehme man nur eine theilweise Einhüllung vor und bediene sich zu diesem Behufe eines Handtuchs, das naß gemacht, über die Brust und den Unterleib gelegt, während der übrige Theil des Körpers in trockene Decken gehüllt wird. In einigen Tagen nehme man noch ein zweites Handtuch dazu, das auf den Rückgrat gelegt wird, und so fahre man fort, bis der Patient eine volle Einhüllung vertragen kann. Kopfschmerz, Erschlaffung der Muskeln und Schwindel zeigen in der Regel an, daß die Einpackung bereits zu lange währte.
Das Einhüllen behufs Schwitzens (~The Sweating Pack~).
Das Bett ist ebenso wie bei dem Vorhergehenden herzurichten, nur lasse man das nasse Tuch weg und schlage unmittelbar zwei wollene Decken um den Patienten. Dann lege er sich nieder und der Wärter gebe über diese Decken leichtere und schlage sie gehörig um; andere Decken oder ein Federbett sind dann darüber zu legen und besonders um die Schultern herum und an den Füßen sorgfältig unterzuschieben, so daß die heiße Luft nicht ausströmen kann. Es wird gut sein, eine Wärmflasche mit heißem Wasser an die Füße zu legen. Wird der Kopf heiß, so lege man ein nasses Handtuch auf die Stirne und gebe dem Kranken reichlich Wasser zu trinken. Die Fenster des Zimmers sind zu öffnen, damit fortwährend reichlich frische Luft vorhanden ist. Es erfordert gewöhnlich zwei bis drei Stunden, Schweiß hervorzurufen. Diesem lasse man das Reiben mit dem Tuch, ein halbes Bad, oder Ueberschütten von Wasser mit dem Eimer folgen. Man wendet es bei Hautkrankheiten, Leberunthätigkeit, Unverdaulichkeit, sowie bei chronischem Rheumatismus und Gicht an.
Das Dampfbad (~The Vapor Bath~).
Der Patient setze sich unbekleidet in einen Stuhl und nehme ein paar wollene Decken um sich, die um den Hals herum befestigt sind. Ein niederes Gefäß oder eine Blechpfanne mit heißem Wasser angefüllt, in die von Zeit zu Zeit glühende Ziegelsteine oder andere Steine gelegt werden, um ein fortwährendes Aufsteigen von Dampf zu erzeugen, muß unter den Stuhl gestellt werden. Es wird 10 bis 20 Minuten erfordern, um auf diese Weise Schweiß hervorzurufen. Wenn der Kopf angegriffen wird, so daß sich Ohnmachten, Uebelkeit oder Blutandrang nach dem Kopfe einstellen, so sollte mit dem Dampfbad eingehalten werden. Man lasse den Kranken kaltes Wasser trinken, wasche das Gesicht mit kaltem Wasser oder lege gleich beim Beginne ein nasses Handtuch auf den Kopf. Nach Anwendung dessen sollte zur Reinigung der Haut ein volles Bad genommen werden.
Es ist zuträglich bei Hautkrankheiten, Erkältungen und Fiebern, zuweilen auch bei unterdrückten Lochien. Lungenschwachen sollte dasselbe nicht verordnet werden.
Das Hüft- oder Sitzbad (~The Hip, or Sitz-Bath~).
Ein gewöhnlicher Waschzuber wird behufs dieses Bades entsprechen. Derselbe muß aber groß genug sein, um eine freie Bewegung der Arme zum Abreiben zu gestatten und tief genug, daß die Beine übereinander geschlagen werden können, ohne daß dadurch ein Druck verursacht oder der Blutumlauf gehemmt wird. Der Patient entkleide sich entweder vollständig, oder auch nur die Theile, welche mit dem Wasser in Berührung kommen. Wird das Bad zur Stärkung genommen, so muß das Wasser kalt sein und der Badende 5, 10 oder 15 Minuten darin verbleiben. Schwächliche Personen sollten sich warmen Wassers bedienen und darin 1 bis 5 Minuten verbleiben; allmählig nehme man kältere Bäder, bis sie kalt ertragen werden können. Das Wasser muß die Hüften und den unteren Theil des Unterleibes bedecken. In dem kalten Stadium des Wechselfiebers wird das warme Sitzbad die Strenge des Frostes bedeutend lindern, und wenn die Kälte folgt, so reibe man mit dem nassen Tuche; tritt das heiße Stadium ein, so wird es oft den Anfall brechen. Zur selben Zeit mache man Einspritzungen von kaltem oder warmem Wasser.
Das stärkende Sitzbad erfordert häufige Wiederholungen, drei- bis sechsmal täglich und mag bei zu starker monatlicher Reinigung, weißem Fluß (~Leucorrhœa~) und Gebärmuttervorfall angewendet werden. Das Sitzbad wird häufiger als ein ableitendes Mittel gegen Störungen der Leber und Nieren, Verdauungsschwäche (~Dyspepsia~), Blutandrang nach dem Kopfe, Verstopfung der Eingeweide &c. angewendet und wenn dies der Fall ist, so sollte die Temperatur des Bades 60 bis 85 Grad betragen und der Patient sollte ungefähr 15 Minuten in demselben bleiben. Wenn es gegen Geschwüre oder chronische Leiden der Geschlechtsorgane gebraucht wird, sollte dasselbe 20 bis 45 Minuten dauern. Das Sitzbad darf weder unmittelbar vor dem Essen noch vor Ablauf von 2½ Stunden nach der Mahlzeit genommen werden. Mäßige Bewegung sollte nach jedem Bad gemacht werden, wenn der Patient stark genug ist, wenn nicht, muß durch gehöriges Reiben die Rückwirkung gesichert werden.
Das seichte Bad (~The Shallow Bath~).
Man bediene sich eines seichten oder gewöhnlichen Badezubers Und fülle denselben vier bis sechs Zoll mit Wasser an. Während des Bades sollte der Unterleib und der untere Theil des Körpers, sowie auch Brust und Rücken, von dem Badenden oder einem Wärter gehörig gerieben und der Kopf gewaschen werden. Wenn kein Frost vorhanden ist, so gieße man einen Eimer kalten Wassers auf die Brust und die Schultern. Sehr schwache und gegen Kälte empfindliche Personen mögen ein solches Bad 1 bis 15 Minuten lang nehmen, und in anderen Fällen kann es 15 bis 30 Minuten dauern. Man lasse demselben Reiben mit einem trockenen Tuche oder der Hand folgen. Es wird bei Hautkrankheiten, krankhaftem Kopfweh, Steigen des Blutes nach dem Kopfe, Schlagfluß, Lähmung, Sonnenstich &c. sehr zuträglich gefunden werden.
Das Untertauchen (~The Plunge Bath~).
Dieses Bad sollte in einem größeren Wasserbehälter oder Trog genommen werden. Es wird gewöhnlich nach Schwitzen und zuweilen nach der nassen Einhüllung Jenen, die dasselbe vertragen können, verordnet. Der Patient sollte das Tuch und die Decke mit zum Bade nehmen und erst, nachdem er Brust und Kopf naß gemacht, in das Wasser tauchen.
Es wird zuweilen bei allen chronischen Krankheiten, die nicht mit Blutandrang nach dem Kopfe, Schwierigkeit des Athmens, oder gestörtem Blutumlauf verbunden sind, mit gutem Erfolg angewendet. Die Temperatur des Bades betrage 55 bis 65 Grad und der Kranke verbleibe bei chronischen Krankheiten einige Sekunden bis 2 oder 3 Minuten in demselben; bei starkem Fieber 10 bis 15 Minuten.
Das Fußbad
ist ein ausgezeichnetes Mittel, besonders bei Krankheiten des Kopfes und der Brust und kann ebenfalls gegen kalte Füße angewendet werden.
Wenn es sich darum handelt, den Blutandrang nach Kopf und Brust zu vermindern, so sollte das Gefäß nicht zu groß sein und das Bad 20 Minuten bis eine Stunde dauern. Nimmt der Blutandrang während des Bades zu, so mache man Kaltwasserumschläge auf den betreffenden Theil. Die Füße sollten während und nach dem Bade gerieben werden.
Das warme Fußbad ist sehr geeignet, Anfälle von Kopfschmerz zu lindern und die Nerven zu beruhigen.
Das Kopfbad.
Die gewöhnliche Art und Weise des Kopfbadens geschieht durch Auflegen nasser Tücher oder durch Ueberschütten des Kopfes mit Wasser. Bei chronischen Leiden aber, wo eine ableitende und stillende Wirkung gewünscht wird, sollte der Kranke auf einer Matratze liegen und der Hintertheil des Kopfes in einem seichten Becken oder Eimer ruhen, welcher oder welches zwei bis drei Zoll Wasser enthält. Letzteres mag alle 15 bis 20 Minuten erneuert werden.
Wenn das Wasser über den Kopf gegossen wird, so sollte das Gesicht nach unten gerichtet sein und unter den Kopf ein Gefäß gestellt werden, um so das Wasser aufzufangen. Man gieße es in einem stetigen Strom mehrere Minuten lang, bis der Kopf gehörig abgekühlt ist.
Das Augen- und Ohren-Bad.
Das Einspritzen des Wassers vermittelst einer Spritze oder eines Schlauches ist bei einigen Augen- und Ohrenkrankheiten sehr zuträglich.
Das Baden der Nase
ist bei Katarrh, Schnupfen, Nasenbluten u. s. w. sehr wohlthuend. Das Wasser sollte in die Nasenhöhlen eingezogen werden und womöglich so, daß es durch den Mund wieder ausgespuckt werden kann. Ist mehrere Male des Tages zu wiederholen und wird auch als ein stärkendes Mittel angewendet.
Das Baden der Beine und Arme
ist bei Eiterungen, Ausschlägen, Gicht, Rheumatismus, Verrenkungen &c. sehr zuträglich. Die Temperatur muß mild sein und 60 bis 80 Grad betragen. Man lasse es fünfzehn Minuten bis eine halbe Stunde dauern. Das Wasser sollte nicht nur den angegriffenen Theil, sondern auch die nächstliegenden Theile bedecken. Kann auch bei schweren Verletzungen des Armes zur Verminderung der Entzündung angewendet werden.
Nasse Umschläge.
Wenn zur Kühlung bestimmt, muß die Größe der Tücher dem entzündeten Theile angemessen sein. Sie werden dann sechs- bis achtfach zusammengelegt, in sehr kaltes Wasser getaucht, ausgedrückt und alle 5 bis 10 Minuten, je nach der Entzündung, erneuert. Wenn das Wasser nicht kalt erhalten werden kann, so füge man Eis hinzu. Die Umschläge müssen Tag und Nacht ununterbrochen aufgelegt werden, bis die Gefahr vorüber ist. Eine Vernachlässigung des Wechsels der Tücher kann schlimme Folgen nach sich ziehen.
Wenn man beabsichtigt, die Temperatur des betreffenden Theiles zu wechseln, so mögen die Umschläge in zwei- oder dreifach zusammengelegten Leinen bestehen, welche in kaltes Wasser getaucht werden; sie sollten gehörig ausgerungen und nicht früher gewechselt werden, bis sie trocken sind. Die Wirkung mag durch das Bedecken der Umschläge mit einem trockenen Handtuche gesichert werden.
Diese Umschläge werden bei Störungen der Verdauungsorgane, der Leber, Leiden der Eingeweide &c. sehr zuträglich sein.
Heiße Umschläge über den Körper sind gegen Blutandrang nach den Lungen, dem Gehirn, der Gebärmutter &c. sehr empfehlenswerth. Bei Gallen- und Bleikolik, Blutandrang nach der Leber oder Milz und Congestiv-Fiebern werden Umschläge so heiß, als sie ertragen werden können, und fortgesetzt, bis sich Linderung einstellt, von großem Werthe gefunden werden.
Einspritzungen
von warmem Wasser werden sich gegen Verstopfung, Diarrhöe und andere Leiden der Eingeweide bewähren.
Allgemeine Regeln.
Alle Vollbäder sollten genommen werden, während der Körper warm ist. Bei chronischen Fällen lasse man dem Bade einen Spaziergang oder eine andere kräftige Bewegung, wenn es die Kräfte des Kranken erlauben, folgen.
Kein Bad sollte innerhalb einer Stunde nach einem Bade und kein Bad vor Ablauf von zwei Stunden nach einer Mahlzeit genommen werden.
Die beste Zeit zum Baden ist der Morgen unmittelbar nach dem Aufstehen, 10 Uhr Vormittags, 3 Uhr Nachmittags und vor dem zu Bett Gehen.
Alle Patienten, die es ermöglichen können, sollten mäßige Bewegung vor dem Baden machen.
Jedes Vollbad sollte der Patient schnell nehmen, wo möglich, reibe er sich selbst stark, kleide sich dann an und mache sich Bewegung. Bei acuten Krankheiten sollte dagegen keine Bewegung gemacht werden.
Starke Schläge auf den Kopf sollten stets vermieden werden.
Jeder Patient sollte sich des Wassers in der Temperatur, die ihm am meisten zusagt, bedienen.
Das Naßmachen des Kopfes und der Brust ist eine sehr angemessene Vorsichtsmaßregel, besonders für Personen, die zu Kopfleiden geneigt sind.
Daß sich Jemand in vollem Schweiße befindet, ist durchaus kein Hinderniß, ein Bad zu nehmen, wenn sich der Körper nicht in einem Zustande der Erschöpfung befindet oder das Athmen gestört ist.
Viertes Kapitel.
Pharmacie.
Die Zubereitung der Arzneimittel ist das Geschäft des Apothekers und wird die Pharmazie genannt. Auf den folgenden Seiten habe ich nur einige der einfachsten Zubereitungen angegeben.
Wachssalben (~Cerates~).
Die Benennung selbst zeigt den Namen der Masse an, welche den Hauptbestandtheil bildet. Derartige Salben werden aus Wachs oder Spermaceut (~Spermacety~) gemacht und sind mit Talg, Fett oder Oel vereinigt. Sie sollten bei mäßiger Hitze zubereitet und bis zur Abkühlung gerührt werden.
+Galmei-Wachssalbe+ (~Calamine Cerate~ -- ~Turner’s Cerate~.) Man nehme ein Pfund Fett und drei Unzen gelbes Wachs, mische es in einander und füge, während es sich abkühlt, drei Unzen präparirten Galmei (prepared calamine) bei. Verwendbar bei Verbrennungen, Ausschlag, Hautwunden, gewöhnlichen Eiterbeulen u.s.w.
+Kampher-Eis+ (~Camphor Ice~). Spermazeut (~Spermaceti~) 2 Drachmen, Mandelöl (~Almond oil~) 2 flüssige Unzen, mische diese zusammen und füge 2 Drachmen pulverisirten Kampher hinzu. Bei aufgesprungenen Händen und Lippen, Schorf u.s.w. anzuwenden.
+Harz-Wachssalbe+ (~Resin Cerate~). Harz 5 Unzen, gelbes Wachs 2 Unzen, Fett 8 Unzen. Mische es zusammen und rühre es um, bis es kühl wird. Dies ist unter dem Namen Basilicon ointment bekannt und ist bei Verbrennungen, Ausschlägen, Frostbeulen u.s.w. verwendbar.
+Gewöhnliche Wachssalbe+ (~Simple Cerate~). Schweinefett 4 Unzen, weißes Wachs 2 Unzen, zusammengemischt und umgerührt, bis es sich abkühlt. Verwendbar bei dem Verbinden von Wunden, Blasen u.s.w., einfach, um den Zutritt der Luft zu verhindern und die Feuchtigkeit zu erhalten.
Abkochungen (~Decoctions~)
sind Auflösungen und enthalten die wirkenden Bestandtheile der Heilmittel, durch das Abkochen gewonnen. Eine Abkochung sollte in einem verschlossenen Gefäße geschehen und nur eine kurze Zeit gekocht werden. Das gewöhnliche Verhältniß von den Pflanzenstoffen bei der Zubereitung einer Abkochung ist eine Unze auf ein Pint Wasser und als Dosis wird ein bis vier Unzen angenommen.
Essenzen
werden zubereitet vermittelst Auflösens einer Unze Essenzöl der Pflanze auf ein Pint Alcohol. In diese Weise werden Anis-, Carraway-, Pfeffermünz-Essenzen u. s. w. gewonnen. Dosis: zehn Tropfen bis einen Theelöffel voll Essenz in versüßtem Wasser genommen.
Bähungen (~Fomentations~).
Eine Bähung ist ein örtliches heißes Bad zur Verminderung des Schmerzes und der Entzündung, zur Erweichung des betreffenden Theils und Linderung der Spannung. Sie werden in der Regel aus bittern oder schmerzstillenden (~anodyne~) Kräutern zubereitet und in heißem Essig oder Wasser oder in beiden erweicht und in einem Beutel auf den Ort des Schmerzes, so heiß als es ertragen werden kann, aber nicht so feucht, daß davon die Kleider des Patienten naß werden, gelegt. Dieselben sind öfters zu erneuern und werden in der Regel aus Hopfen, Rainfarn (~Tansy~), Wermuth (~Wormwood~), von jedem gleiche Theile, oder aus gleichen Theilen von Hopfen-, Lobelia- und Stechapfel- (~Stramonium~) Blättern zubereitet.
Aufgüsse (~Infusions~)
sind Lösungen medizinischer Pflanzenstoffe, welche durch Uebergüsse von kaltem oder kochendem Wasser über die Masse und durch Stehenlassen, bis abgekühlt, gewonnen werden. Das Verhältniß ist eine halbe oder ganze Unze des Krautes, der Wurzel oder Rinde auf ein Pint Wasser und die Dosis ein Eßlöffel bis ein Theetassenkopf voll.
Flüssige Salben (~Liniments~)
bestehen in ölartigen Präparaten, Tincturen und anderen Stoffen, die zur äußeren Anwendung gegen entzündete, angeschwollene und schmerzhafte Stellen bestimmt sind. Sie werden mit der Hand oder vermittelst eines Stück Flanells oder Watte eingerieben.
+Eisenhut-+(~Aconite~)+Liniment+. Eisenhutwurzel-Tinktur 2 Unzen, Opium-Liniment 2 Unzen, anwendbar bei Neuralgie, Rheumatismus und anderen schmerzhaften Leiden.
+Kampher-+(~Camphor~)+Liniment+. Kampher 6 Drachmen, löse es in einer flüssigen Unze Chloroform und füge eine flüssige Unze Olivenöl bei. Verwendbar gegen Neuralgie, Verrenkungen, Rheumatismus u.s.w.
+Zusammengesetztes Kampher-Liniment+ (~Compound Camphor Liniment~). Kampher 2½ Unzen, Lavendelöl eine flüssige Drachme, Alcohol 17 flüssige Unzen, starke Auflösung von Ammoniak (~Ammonia~) drei flüssige Unzen. Löse den Kampher und das Oel in dem Alcohol, dann füge den Ammoniak hinzu und mische es. Anwendbar bei allen örtlichen Leiden.
~Opodeldoc.~ Weiße Seife 3 Unzen, Kampher eine Unze, Rosmarinöl (~Oil of Rosemary~), Majoran- (~Origanum~) Oel von jedem eine flüssige Drachme, Alcohol ein Pint. Löse mittelst gelinder Hitze die Seife in dem Alcohol, und dann füge die Oele und den Kampher hinzu, und wenn sie gelöst sind, gieße die Mischung in Flaschen mit weiter Oeffnung. Verwendbar bei Verrenkungen, Rheumatismus, Quetschungen u.s.w.; wird auch Kampher-Seifen- (~Camphorated soap~) Liniment genannt.
Medizinische Weine (~Medicated Wine~).
+Zusammengesetzter Wallwurz-Wein+ (~Compound Wine of Comfrey~ -- ~Restorative Wine Bitters~). Man nehme Wallwurz (~Comfrey~), Salomons-Siegel (~Solomon’s seal~) und Narde (~Spikenard~), von jedem gestoßen eine Unze, Kamillenblüthe (~Chamomile flowers~), Colombowurzel (~Colombo~), Kardamon- (~Cardamon~) Samen und Enzian (~Gentian~), von jedem gestoßen, eine halbe Unze. Gieße kochendes Wasser darüber, bis es bedeckt ist, und lasse es 24 Stunden in einem bedeckten Gefäß stehen, dann füge zwei Quart Cherry-Wein hinzu. Lasse die Mischung 14 Tage stehen, dann presse sie aus und seihe es durch. Ein schätzbares, stärkendes Mittel bei weißem Fluß (~Leucorrhœa~) und anderen weiblichen Krankheiten. Dosis: täglich drei- oder viermal einen Eßlöffel bis ein Weinglas voll.
Mischungen (~Mixtures~).
+Kampher-Mischung+ (~Camphor mixture~). Kampher-Wasser 2 flüssige Drachmen, Salpetersäure (~Nitric acid~) 23 Tropfen, Opium-Tinktur (~Tincture of opium~) 20 bis 40 Tropfen. Mische es. Anwendbar bei Ruhr (~Dysentery~), Diarrhöe und Cholera Morbeus. Dosis: alle 2 oder 3 Stunden einen Eßlöffel voll.
+Zusammengesetzte Mischung von Blutwurzel+ (~Compound mixture of Bloodroot~ -- ~Cough Drops~). Brechwurz- (~Ipecac~) Syrup, Meerzwiebel- (~Squills~) Syrup, Blutwurzel-Tinktur (~Tincture of Bloodroot~). Paregoricum (~Paregoric~), von jedem eine Unze. Mische es. Anwendbar bei Husten. Dosis: einen halben bis ganzen Theelöffel voll, wenn der Husten stark ist.
Salben (~Ointments~).
+Essigsaure Bleisalbe+ (~Ointment of Acetate of Lead~). Weißes Wachs 2 Unzen, Fett 4 Unzen. Mische es in einander und füge 2½ Drachmen fein pulverisirtes essigsaures Blei (~Acetate of Lead~) hinzu und rühre es beständig um, bis es kalt wird. Zuträglich bei Verbrennungen, Schorf, Eiterbeulen, Blasen u.s.w.
+Zink-Oxid-Salbe+ (~Ointment of Oxide of Zinc~). Zink-Oxid ½ Unze, Fett 3 Unzen, in einander gerieben. Gut als ein mild zusammenziehendes Mittel bei chronischer Entzündung der Augen, wehen Brustwarzen, Ausschlägen u.s.w.
+Belladonna-Salbe+ (~Ointment of Belladonna~). Belladonna-Extrakt 1 Drachme, Fett 1 Unze. Mische es. Anwendbar als ein schmerzstillender Umschlag bei schmerzhaften Geschwulsten, Neuralgie u.s.w.
+Rosenwasser-Salbe+ (~Ointment of Rose Water~). Rosenwasser eine flüssige Unze, Mandelöl (~Oil of almonds~) zwei flüssige Unzen, Spermazeut (~Spermaceti~) ½ Unze, weißes Wachs 1 Drachme. Mische vermittelst eines Wasserbades Oel, Wachs und Spermazeut in einander, dann füge das Rosenwasser hinzu und rühre es beständig um, bis es kalt wird. Anwendbar bei aufgesprungenen Lippen, Händen, Wundsein der Haut u.s.w. Wird auch ~Cold Cream~ genannt.
+Bister-Salbe+ (~Ointment of Wood soot~). Bister, fein pulverisirt, eine Unze, Fett 4 Unzen. Mische es. Dienlich bei Verbrennungen, Grindkopf und anderen Hautkrankheiten. Ein gutes reizendes Mittel bei schuppigen und schorfartigen Ausschlägen, wie Kopfgrind.
+Zusammengesetzte Schwefelsalbe+ (~Compound Sulphur ointment~). Schwefel eine Unze, Quecksilber-Ammoniak (~Ammoniated Mercury~) und Benzoe- (~Benzoic~) Säure, von jedem 1 Drachme, Schwefelsäure (~Sulphuric acid~) und Bergamottenöl (~Oil of Bergamot~), von jedem 1 flüssige Drachme, salpetersaure Potasche (~Nitrate of Potassa~) 2 Drachmen, Fett ½ Pfund. Zerlasse das Fett und füge die übrigen Bestandtheile unter beständigem Umrühren, bis es kalt wird, hinzu. Ein ausgezeichnetes Mittel gegen Krätze.
Pflaster (~Plasters~)
werden aus Oelen, Fetten, Gummi, Harzen, Wachs und zuweilen medizinischen Substanzen zusammengesetzt und auf Muslin, Leinen oder Leder aufgetragen.
+Belladonna-Pflaster.+ Harzpflaster 3 Unzen, Belladonna-Extrakt 1½ Unzen. Schmelze das Fett bei gelindem Feuer, füge dann den Extrakt hinzu und mische es. Dienlich bei Neuralgie, Rheumatismus u.s.w.
+Gewürz-Pflaster+ (~Spiced Plaster~). Pulverisirter Ingwer (~Ginger~), Gewürznelken, Zimmet und schwarzer Pfeffer, von jedem 1 Unze; pulverisirter Cayenne-Pfeffer (~Cayenne~) 1 Drachme, Ingwer- (~Ginger~) Tinktur 1 flüssige Unze und eine hinreichende Quantität Honig. Mische die Pulver und füge die Tinktur und den Honig hinzu, so daß es einen steifen Teig bildet. Bei Uebelkeit und Erbrechen über den Magen zu legen.
+Blei-Pflaster+ (~Lead Plaster~). Man nehme halbverglastes Blei-Oxyd (~Litharge~) 1¼ Pfund, Olivenöl 1 Quart, Wasser ½ Pint. Koche beides über einem gelinden Feuer und rühre es beständig um, bis das Oel und Blei-Oxyd (~Litharge~) sich zu einem Pflaster verbinden. Wenn das Wasser vor Beendigung nahezu verdünstet ist, gebe ein wenig kochendes Wasser hinzu. Verwendbar bei Eiterbeulen, Verbrennungen, leichten Wunden &c.
+Zusammengesetztes Mutterharz-Pflaster+ (~Compound Galbanum Plaster~). Mutterharz 2 Unzen, Burgunder Pech 3 Unzen, Harz ½ Unze, gelbes Wachs ½ Unze, Bleipflaster 4 Unzen, zerlasse es über einem gelinden Feuer. Ein empfehlenswerthes stärkendes Pflaster.
Pulver.
Ein einzelner Stoff, wenn pulverisirt, wird ein +einfaches+ Pulver genannt, und wenn zwei oder mehrere Stoffe zusammengemischt werden, wird das Präparat mit einem +zusammengesetzten Pulver+ bezeichnet. Pulver sollten in fest verschlossenen Glasflaschen oder Blechgefäßen aufbewahrt werden und einige erfordern Schutz gegen das Licht, der durch einen schwarzen Anstrich der Flaschen erlangt wird.
+Zusammengesetztes Aloe- und Cannellen-Pulver+ (~Compound powder of Aloes and Cannelle~). Aloe ½ Pfund, Cannelle 1½ Unze. Reibe jedes besonders zu einem feinen Pulver und mische sie. Gegen Verstopfung, für Verbesserung des Appetits, sowie auch gegen Regelmangel (~Amenorrhœa~). Wird auch ~hicara picra~ genannt.
+Zusammengesetztes Rhabarber-Pulver+ (~Compound Powder of Rhubarb~). Rhabarber 2 Unzen, Magnesia ½ Pfund, pulverisirter Ingwer (~Ginger~) 1 Unze. Mische es gehörig und verwahre es in wohlverschlossenen Flaschen auf. Ausgezeichnet bei Krankheiten der Eingeweide von Kindern.
+Zusammengesetztes Pulver von Rhabarber und Potasche+ (~Compound Powder of Rhubarb and Potassa~ -- ~Neutralizing Powder~). Je 1 Unze pulverisirten Rhabarber und doppeltkohlensaure (~Bi-carbonate~) Potasche. Mische es gehörig. Empfehlenswerth bei Diarrhöe, Ruhr, Cholera Morbus, Sodbrennen, saurem Magen &c.
+Wurm-Pulver.+ Nehme je 1 Unze pulverisirte weiße indische Hanfwurzel (~White Indian hemproot~), Alraun (~Mandrake~), Nelkenwurzel (~Pink root~) und Bitterwurzel (~Bitter root~); pulverisirter Balsam (~Balmony~) 2 Unzen, pulverisirte Aloe 4 Skrupel. Mische es gehörig. Ein sicheres Mittel gegen alle Sorten von Würmern. Mische einen Theelöffel voll dieses Pulvers in einer Gille Molasses und gebe stündlich oder alle zwei Stunden, bis es wirkt, und dann dreimal des Tages durch einige Tage hindurch einen Theelöffel voll dieser Mischung.
Tinkturen
sind Lösungen von Heilmitteln in verschiedenen Flüssigkeiten. Werden sie mit Alcohol zubereitet, nennt man sie +Tinkturen+, wenn mit Ammoniak, +Ammoniak-Tinkturen+, und wenn mit Aether, bezeichnet man sie mit +ätherischen Tinkturen+.
+Aconit-Tinktur+ (~Tincture of aconite~). Pulverisirte Aconit- (Eisenhut) Wurzel 4 Unzen, Alcohol ½ Pint. Mische und lasse es unter häufigem Umrühren 14 Tage lang stehen. Presse den Saft aus und seihe ihn durch. Anwendbar bei Fiebern. Dosis: Stündlich oder alle zwei Stunden 3 Tropfen in Wasser.
+Spanische Fliegen-Tinktur+ (~Tincture of cantharides~). Gestoßene spanische Fliegen 1 Unze, verdünnter Alcohol 2 Pints. Lasse die Mischung 2 Wochen lang stehen, presse den Saft aus und filtrire ihn durch ein Papier. Dosis: Drei- oder viermal des Tages 20 Tropfen bis 1 Drachme.
+Lobelia-Tinktur+ (~Tincture of Lobelia~). Lobelia 4 Unzen, verdünnter Essig und Alcohol je 1 Pint. Lasse die Mischung zwei Wochen lang stehen, presse sie aus und filtrire sie. Dosis zu einem Brech- oder Lösungsmittel 30 bis 60 Tropfen.
+Laudanum+ (Mohnsaft). Opium 2½ Unzen, verdünnter Alcohol 2 Pints. Lasse die Mischung zwei Wochen stehen, presse sie aus und filtrire sie durch Papier. Dosis: 10 bis 25 Tropfen.
+Zusammengesetzte Schlangenwurzel-Tinktur+ (~Compound Tincture of Black cohosh~). Schlangenwurzel-Tinktur 1 flüssige Unze, Blutwurzel-Tinktur (~Tincture of blood root~) ½ flüssige Unze, Tinktur von Kermesbeer-Wurzel (~Tincture of poke root~) 2 flüssige Drachmen. Mische es. Verwendbar bei Krankheiten des Magens, der Lungen und Leber. Dosis: Drei- oder viermal des Tages 20 bis 60 Tropfen.
+Zusammengesetzte Kampher-Tinktur+ (~Compound Tincture of Camphor~). Kampher 4 Unzen, Majoran- (~Origanum~) Oel, Schierlingöl (~Oil of hemlock~) von jedem 2 Unzen, Sassafrasöl (~Oil of sassafras~), Cajeput- (~Cajeput~) Oel von jedem ½ Unze, Terpentin- (~Turpentine~) Oel 2 flüssige Drachmen, spanischer Pfeffer (~Capsicum~) 1 Unze, Alcohol 2 Pints. Mische und lasse es 14 Tage stehen, dann filtrire es. Dienlich bei Verrenkungen, Quetschungen, Rheumatismus, Frostbeulen &c. Reibe die leidende Stelle damit vor dem Feuer ein. Bei hartnäckigen Fällen lege man nach der Anwendung des Vorstehenden ein Stück Flanell, mit dieser Mischung getränkt, auf.
+Zusammengesetzte wilde Safran-Tinktur+ (~Compound Tincture of Colchicum~). Schlangenwurzel- (~Black cohosh~) Tinktur und Tinktur von dem Samen des wilden Safrans je 1 flüssige Unze. Mische es. Anwendbar bei entzündlichem Rheumatismus und gegen das Milchbein von Frauen im Kindbett. Dosis: Alle 2, 3 oder 4 Stunden 10 Tropfen bis einen Theelöffel voll oder mehr. Zehn oder fünfzehn Grane Potaschen-Jodid (~Iodide of potassium~) jeder flüssigen Unze der Tinktur beigefügt, wird sehr zuträglich gefunden werden.
+Zusammengesetzte Lobelia-Tinktur+ (~Compound Tincture of Lobelia~ -- ~Dr. J. King’s Expectorant Tincture~). Man nehme Lobelia, Blutwurzel, Stinkkohl (~Skunk cabbage~), wilden Ingwer (~Wild ginger~), Pleuresie-Wurzel, grob pulverisirt, je 1 Unze. Lege dies in ein Gefäß und gieße kochendes Wasser oder Essig darüber, bis es bedeckt ist, dann decke es fest zu. Wenn kalt, füge 3 Pints Alcohol hinzu. Lasse die Mischung 14 Tage stehen, presse den Saft aus und filtrire ihn durch Papier.
Ein vortreffliches Brechmittel für Säuglinge und Kinder bei Bräune, Keuchhusten, Luftröhrenentzündung (~Bronchitis~) und Krämpfen. Auch gut als Lösungsmittel bei Husten, Brustentzündung, Asthma &c. Dosis: Als Brechmittel für Kinder von einem halben Theelöffel aufwärts. Kann in Molasses und Wasser gegeben werden.
+Zusammengesetzte Myrrhen-Tinktur+ (~Compound Tincture of Myrrh~ -- ~Hot Drops~). Gestoßene Myrrhen 4 Unzen, spanischer Pfeffer (~Capsicum~) 2 Unzen, Alcohol 4 Pints. Mische es und lasse die Mischung 14 Tage stehen, dann filtrire sie. Aeußerlich anzuwenden, zuweilen auch innerlich gegen Kolik &c. gegeben. Ebenfalls gut bei Rheumatismus, Verrenkungen, Quetschungen &c. Dosis: Einen Theelöffel bis einen halben Eßlöffel voll in versüßtem Wasser.
+Zusammengesetzte Tinktur der Virginischen Schlangenwurzel+ (~Compound Tincture of Virginia Snake root~). Man nehme Virginische Schlangenwurzel, Brechwurz (~Ipecac~), Saffran (~Saffron~), Opium, Kampher, grob pulverisirt, je 8 Skrupel, holländischen Wachholderbranntwein (~Holland gin~) oder verdünnten Alcohol 1 Pint. Mische es und lasse die Mischung 14 Tage stehen, dann presse und filtrire sie. Ist zum Hervorrufen von Schweiß, zur Verminderung des Schmerzes und als schlafbringendes Mittel sehr zu empfehlen. Dosis: Stündlich oder alle 2 bis 4 Stunden 10 bis 60 Tropfen in Katzenmünze- (~Catnip~) oder Balsamthee.
+Arnica-Tinktur+ (~Tincture of Arnica~). Arnicablüthen 1½ Unze, verdünnter Alcohol 1 Pint. Mische es. Lasse die Mischung zwei Wochen stehen, presse sie aus und filtrire.
+Kampher-Tinktur+ (~Tincture of camphor~). Kampher 2 Unzen, Alcohol 1 Pint.
Gewichte, Maße &c.
Trocknes Maß.
20 Grane sind gleich 1 Skrupel. 3 Skrupel „ „ 1 Drachme. 8 Drachmen „ „ 1 Unze. 12 Unzen „ „ 1 Pfund.
Flüssiges Maß.
60 Minims sind gleich 1 flüssigen Drachme. 8 flüssige Drachmen „ „ 1 flüssigen Unze. 16 flüssige Unzen „ „ 1 Pint. 8 Pints „ „ 1 Gallone.
Haus- oder annähernde Maße.
Ein Theelöffel voll ist gleich 1 flüssigen Drachme. Ein Dessertlöffel voll „ „ 3 flüssigen Drachmen. Ein Eßlöffel voll „ „ ½ flüssigen Unze. Ein Weinglas voll „ „ 2 flüssigen Unzen. Ein Theetassenkopf voll „ „ 6 „ „
Da die Löffel in ihrer Größe verschieden sind, so sollten sie nicht zur Abmessung von kräftigen Medizinen gebraucht werden. Man gebe stets die kleineren Dosen zuerst und erhöhe sie allmählig, bis die gewünschte Wirkung eintritt.
Dosen-Tabelle.
Dosis für einen Erwachsenen über 21 Jahre 1 Drachme. „ „ eine Person von 14 bis 21 Jahren 2 Skrupel. „ „ ein Kind von 7 bis 14 Jahren ½ Drachme. „ „ „ „ „ 4 bis 7 „ 1 Skrupel. „ „ „ „ „ 4 Jahren 15 Grane. „ „ „ „ „ 3 „ 10 „ „ „ „ „ „ 2 „ 8 „ „ „ „ „ „ 1 Jahr 5 „
Fünfter Theil. -- Wundarzneikunst.[*]
Wundärztliche Hülfsmittel.
Umschläge (~Poultices~).
Umschläge sind verschiedenartig und müssen weich und feucht sein, dabei aber hinreichend dick, daß sie nicht über die betreffende Stelle, wo sie ausgelegt sind, hinauslaufen. Sie werden gewöhnlich warm angewendet, und vor dem Trockenwerden erneuert.
Sie können zu verschiedenen Zwecken gemacht werden, zur Zertheilung von Geschwulsten, zur Beschleunigung der Eiterung oder Bildung des Eiters, zur Verminderung der Entzündung und zum Einhalten des Brandes.
Wenn eine besänftigende Wirkung erzielt werden soll, mögen Umschläge von Brod und Milch oder Kornmehl und Flachssamen oder schlüpfriger Ulme (~Slippery elm~), sowie auch irgend einer anderen Substanz, welche die Eigenschaft besitzt, Feuchtigkeit und Wärme eine lange Zeit zurück zu halten, gemacht werden.
Als einen reizenden Umschlag erwähnen wir hier einen solchen von Senf und gelben Rüben (~Carrots~). Man nehme zwei oder drei gelbe Gartenrüben, und nachdem sie weich gekocht sind, vermische man sie mit einer kleinen Quantität von Ulmenrinde (~Elm bark~) oder Mehl. Mag bei faulen Eiterbeulen und bei schmerzhaften Geschwulsten angewendet werden.
--------------------
Fußnote:
* Die in diesem Buche angegebene wundärztliche Behandlung ist im wesentlichen den Werken von Herrn G. D. Beebe, Wundarzt in Chicago, entnommen, dessen Fähigkeit und Geschicklichkeit sowohl in der Militär- als Civil-Praxis weithin bekannt sind. Professor Beebe ist eine anerkannte Autorität und hat den Stuhl der Wundarzneikunde in dem Hahnemann’schen Collegium von dessen Gründung an eingenommen.
--------------------
+Holzkohlen-Umschlag.+ Man nehme eine Unze Brod und fünf Unzen heißes Wasser und lasse es 10 Minuten nahe am Feuer stehen, dann füge pulverisirten Flachssamen, 5 Drachmen, hinzu, pulverisirte Holzkohle 2 Drachmen, und mache einen weichen Umschlag davon. Dies mag bei Eiterbeulen und Geschwüren, die einen widerwärtigen Geruch haben, angewendet werden.
+Schlüpfriger Ulm-+(~Slippery Elm~)+Umschlag+ wird aus pulverisirter Ulmenrinde zubereitet mit hinreichend heißem Wasser, um daraus eine weiche Masse zu bilden. Anwendbar, sobald eine Erweichung oder besänftigende Wirkung gewünscht wird.
+Lobelia-Umschlag.+ Man nehme gleiche Theile der Lobelia- und Ulmenrinde und füge genug heiße schwache Lauge hinzu, einen Umschlag daraus zu bilden. Anwendbar bei Nagelgeschwüren, Beulen, Wunden, Insektenstichen und allen Arten von Entzündung.
+Kermesbeer-+(~Poke root~)+Umschlag.+ Man nehme eine Quantität Kermesbeere und röste sie in heißer Asche, wenn weich, zerstoße sie und mache davon mit heißem Wasser einen Umschlag. Dies wird zuweilen Geschwulste, Beulen und Nagelgeschwüre zertheilen.
Gegen Geschwüre, Beulen und Nagelgeschwüre sind Brod und Milch, sowie Flachssamen-Umschläge wahrscheinlich die besten Mittel. Nachdem aber der Eiter zu laufen beginnt, ist der Umschlag von schlüpfriger Ulme vorzuziehen. Letzterer ist auch bei Karfunkel und anderen tiefen Eitergeschwüren der beste Umschlag.
Hefen- (~Yeast~) Umschläge mögen bei stark morastartigen Eiterbeulen, die einen widrigen Geruch besitzen, angewendet werden.
Bähungen (~Fomentations~).
Diese können ebensowohl warm als auch kalt sein, und der Zweck derselben besteht in der Verminderung der Entzündung und Anschwellung. Bähungen können aus Arnica, Ringelblumen (~Calendula~) oder Brennnessel (~Urtica Urens~) gemacht werden.
Arnica ist gut bei Quetschungen und Verrenkungen.
Ringelblume bei Schnitt- und Rißwunden.
Brennnessel bei Quetschungen und Verbrühungen.
Das Verhältniß ist 10 bis 20 Tropfen der Tinktur auf ½ Pint kaltes Wasser, Tücher in der Mischung getränkt und ausgerungen werden aufgelegt und häufig gewechselt.
Hopfen wird in folgender Weise angewendet. Ein Säckchen, welches denselben enthält, wird in heißes Wasser getaucht und auf die angegriffene Stelle gelegt. Die Bähung sollte gehörig zugedeckt gehalten werden, so daß die Feuchtigkeit und Wärme zurück bleibt. Bähungen können auch aus Hopfen, Rainfarn und Wermuth, jedes allein oder zu gleichen Theilen; Hopfen, Lobelia und Stechapfel- (~Stramonium~) Blättern, zu gleichen Theilen, zubereitet werden.
Pflaster (~Plasters~)
werden in der Regel zur Zusammenziehung von Wunden oder zur Verhinderung des Zutritts der Luft zu denselben aufgelegt. Gegen große und tiefe Wunden ist das beste gewöhnliches Heftpflaster, und gegen leichte Wunden und Abreiben der Haut mag das englische Pflaster (~Court plaster~) angewendet werden. Arnica-Pflaster ist gut gegen Verrenkungen und chronischen Rheumatismus, besonders im Rückgrat und der Brust.
Wickelbänder und Bandagen
sollten aus fester Leinwand oder baumwollenen Tüchern gemacht werden. Man schneide Streifen von vier Finger Breite und nähe sie zusammen, bis man die erforderliche Länge besitzt. Dann rolle man sie dicht übereinander, so daß sie bei der Verwendung leichter gehandhabt werden können. Bei dem Verbinden sollte der Wundarzt versuchen, jeden Theil des Gliedes zu bedecken, damit auf alle Theile ein gleichmäßiger Druck ausgeübt wird; auch sollte der Verband vollkommen glatt sein, und um dies zu bewerkstelligen, wird es nothwendig werden, den Verband an gewissen Stellen des Gliedes um sich selbst zu wickeln, bis es dem Wundarzt wieder möglich ist, weiter spiralförmig zu verbinden, wobei immer das folgende das frühere zur Hälfte bedecken muß.
Beim Verbinden eines Armes oder Beines beginne man stets mit den Fingern oder Zehen und gehe aufwärts. Der Verband darf aber nicht zu fest angelegt werden, damit nicht der Umlauf des Blutes gehemmt wird, was leicht Brand verursachen könnte. Die nebenstehende Abbildung zeigt, wie ein derartiger Verband anzulegen ist.
Bei Brüchen mag man den Verband von Zeit zu Zeit mit einer Lösung von Arnica oder kaltem Wasser tränken.
Schienen (~Splints~)
sind aus Blech, dünnem Brett oder starker, steifer Pappe anzufertigen und müssen der Länge und der Breite des gebrochenen Gliedes angemessen groß sein. Man befestige sie vermittelst Riemen oder Wickelbänder.
Brüche (~Fractures~).
Wenn ein Knochen gebrochen ist, so nennt man dies einen Bruch. Ist er in zwei oder mehrere Stücke gebrochen ohne irgend eine äußerliche Wunde, so wird dies ein +einfacher Bruch+ genannt. Wenn aber da, wo der Bruch stattgefunden hat, eine äußerliche Wunde vorhanden ist, so wird es als ein +zusammengesetzter Bruch+ bezeichnet. Es giebt auch andere Formen, allein diese mögen für dieses Buch hinreichen.
Die Kennzeichen von Brüchen sind zuweilen sehr unkenntlich. Gewöhnlich ist Schmerz und eine Unfähigkeit, das Glied zu bewegen, vorhanden, was aber auch bei Verrenkungen u.s.w. der Fall sein kann. In der Regel aber tritt sowohl ein Kürzerwerden des Gliedes als auch eine Veränderung in dessen Form ein, verbunden mit der Unmöglichkeit des Bewegens, Schmerz und Anschwellen. Ebenso wird auch ein knirschendes Geräusch oder Gefühl, ~crepitus~ genannt, wahrgenommen, das durch das Aneinanderreiben der gebrochenen Enden des Knochens hervorgerufen wird.
+Behandlung.+
Wenn ein Bruch stattgefunden hat, sollte der Patient mit der größten Sorgfalt weggeschafft werden, und wenn es in einer gewissen Entfernung vom Hause geschah, sollte man ihn aus ein Brett oder eine Thüre legen, oder auf irgend eine Weise fortschaffen, die ihm eine bequeme Lage gestattet; das verletzte Glied darf nicht hängen gelassen oder hin und her geworfen werden, muß vielmehr vermittelst Kissen von Stroh, Blättern u.s.w. in eine ruhige Lage gebracht werden. Gebrochene Glieder, besonders wenn Anschwellung vorhanden ist, sollten vor den ersten 3 oder 4 Tagen, oder wenigstens nicht vor einigen Stunden nach dem Unfalle verbunden werden, denn ein Verband, der durch das Anschwellen beengt wird, kann den Blutumlauf hemmen und so die Ursache zum Brande werden. Der gebrochene Knochen muß in eine möglichst bequeme Lage gebracht und dort ruhig gelassen werden, bis die Anschwellung nachgelassen hat. Sofortige Aufmerksamkeit sollte Brüchen des Schlüsselbeines oder der Rippen geschenkt werden.
Um den Knochen wieder einzurichten, lege man den Patienten auf ein Brett oder eine Matratze, und befinden sich die Schnitte des Bruches nicht genau gegenüber, so sollte einer der Wärter den unteren Theil des gebrochenen Gliedes erfassen, während der andere den oberen Theil hält, beide sollten dann sanft ziehen und zwar in entgegengesetzter Richtung, so daß durch die Ausdehnung und das Zusammenschieben schließlich der Knochen wieder in die rechte Lage gebracht wird. Dann mögen die Schienen und der Verband angelegt werden, und um das Aufreiben der Haut oder eine Verletzung zu verhindern, sollte eine dünne Lage Watte untergelegt werden. Die Schienen müssen von einer oder zwei Personen gehalten werden, während der Wundarzt den Verband anzulegen beginnt, und zwar immer an dem unteren Theile des Gliedes zuerst anfängt. Nachdem das Glied so verbunden, lege man es auf ein Kissen in einer gebeugten Stellung oder in einem eigens dazu angefertigten Bruchkasten oder in einer Schlinge. Man nehme den Verband nach Verlauf einer Woche ab, um sich zu versichern, daß sich die Theile in gehöriger Lage befinden, und verbinde dann wieder.
Bruch des Nasenbeines
wird leicht an der Mißgestaltung erkannt.
+Behandlung.+
Die Knochen werden eingerichtet, indem man mittelst eines silbernen oder hölzernen Stiftes oder irgend eines ähnlichen Instrumentes in der Nasenhöhle die gebrochenen Knochen herausdrückt, währenddessen man durch einen Gegendruck mit den Fingern von außen das zu weite Hervortreten derselben verhindert. Um die Entzündung und das Anschwellen zu unterdrücken, mache man nasse Umschläge von kaltem Wasser oder einer kalten Arnica-Lösung durch mehrere Tage hindurch.
Bruch des untern Kinnbackens.
Der untere Kinnbacken kann an mehreren Stellen gebrochen werden und der Bruch mag ein einfacher oder zusammengesetzter sein. Er wird an dem Schmerz bei Bewegung des Gaumens, durch das Lockerwerden der Zähne und an dem knirschenden Gefühle beim Bewegen der Knochen erkannt.
+Behandlung.+
Lege über das Kinn eine Lage Watte oder Charpie, und forme dann nach dem Kinn und unter der Oberfläche des Gaumens ein Stück dicker Pappe welche zuvor in Wasser erweicht wurde, zu einer Schiene. Dann befestige man dieselbe mittelst eines Wickelbandes von zwei Zoll breit an den Gaumen, presse den unteren Kinnbacken gegen den oberen und binde die Bandage vorn und unter dem Kinn quer über den Scheitel. Dieser Verband sollte nicht vor drei bis vier Tagen behufs Nachsehens entfernt werden. Sollte es schwer sein, die Bruchstücke an ihrem Platz zu halten, so sollten die dem Bruch auf beiden Seiten nächststehenden Zähne mit einem feinen Eisen- oder Silberdrath zusammen gezogen werden.
Bruch der Rippen.
Ein Bruch der Rippen kann durch einen heftigen Schlag oder Fall verursacht werden und ist an dem schwierigen Athmen und an einem leichten Krachen, welches gehört oder gefühlt werden kann, wenn man die Hand über den verletzten Theil legt, während der Patient einen langen Athemzug thut, zu erkennen. Der Patient klagt bei jedem Athemzug über einen stechenden Schmerz in der verletzten Seite.
+Behandlung.+
Schneide Heftpflaster in Streifen von ein und einem halben Zoll breit und 15 bis 18 Zoll lang, und wenn erwärmt, lege man sie auf die verletzte Seite. Ein Ende von jedem Streifen ruhe auf dem Brustbein und ziehe sich dann nach unten und außen, so daß sie den Bruch kreuzen und bis zum Rückgrat reichen. Diese Streifen sollten die Oberfläche der verletzten Stelle zwei oder drei Zoll über und unter dem Bruche bedecken und aufgelegt werden, während der Patient die Luft so viel als möglich aus den Lungen zieht. Oder ein breites, starkes Band mag um die Brust herum befestigt werden, damit verhindert wird, daß sich die Rippen während des Athmens bewegen.
Bruch des Schlüsselbeines
kommt häufig vor und erfordert sofortige Behandlung. Er kann daran erkannt werden, daß die Schulter an der verletzten Seite tiefer ist als die an der andern, an dem Schmerz bei Bewegung, der Patient kann die Hände nicht an den Kopf heben, der Arm an der verletzten Seite fällt auf die Brust, an den knirschenden Ton oder crepitus, der bei Bewegen des Armes oder der Schulter wahrgenommen wird, oder die gebrochenen Enden können, wenn man mit der Hand längs des Schlüsselbeines streicht, gefühlt werden.
+Behandlung.+
Man lege ein Polster in die Armhöhle, welches hinreichend dick ist, den Arm von dem Körper zu halten. Dann hebe man den Ellbogen vermittelst einer Schlinge ähnlich einem Rockärmel, die sich vom Handgelenk nach dem Ellbogen erstreckt, ziehe ihn rückwärts und lasse die Schiene auf der gesunden Schulter ruhen, während der Arm an der verletzten Seite ruhig an dem Körper gehalten werden muß.
Bruch des Schulterblattes.
Das Schulterblatt wird selten gebrochen, ausgenommen in Folge unmittelbarer heftiger Verletzungen. Wenn der Knochen gebrochen ist, so wird eine schmerzhafte Anschwellung, sowie auch Steifheit und Unfähigkeit den Arm der betreffenden Seite zu bewegen, eintreten.
+Behandlung.+
Mache eine Compresse über den Sitz des Bruchs und bringe den Knochen durch das Anlegen eines festen Verbandes oder durch Streifen von Heftpflaster in eine unbewegliche Lage.
Bruch des Oberarms.
Dieser Bruch findet häufig in der Mitte des Armes statt. Er kann daran erkannt werden, daß der Patient den Ellbogen oder Vorderarm nicht heben kann und an dem knirschenden Gefühl, das empfunden wird, wenn sich die Bruchstücke an einander reiben.
+Behandlung.+
Man forme eine Schiene von Sohlenleder, das zuerst in Wasser erweicht wird, der äußeren Fläche des Armes angemessen, und dehne diese bis zur Schulter gehörig aus; befindet sich der Bruch näher unter dem oberen Ende des Knochens, mache ein Polster unter die Achsel oder in die Armhöhle; lege eine kurze Schiene von Sohlenleder an die innere Seite des Armes und befestige dieselbe vermittelst eines Wickelbandes von den Fingern aufwärts. Wenn sich der Bruch weiter vom Gelenk ab befindet, kann das Polster ausgelassen werden.
Bruch des Ellbogens.
Der Ellbogen kann gebrochen werden, was an dem Schmerze an dem betreffenden Theile und daran, daß der Patient den Arm biegen aber nicht wieder strecken kann, an dem knirschenden Gefühle, das bei Vorwärts- und Einwärts-, dann langsam Rückwärts- und Einwärtsbiegen wahrgenommen wird, erkannt werden kann. Bei Bewegen des Armes sollte der Wundarzt eine Hand auf die Stelle des Bruches legen, während er mit der andern das Glied bewegt.
+Behandlung.+
Dehne den Arm vollständig aus und lege an die innere Seite eine lange, gerade Holzschiene, dann lege eine feste Compresse über den Bruch des Knochens, bringe ihn in seine gehörige Lage vermittelst Streifen von Heftpflaster, welche an der Schiene und an dem Arm befestigt werden, so daß ein Vorschieben nicht möglich ist.
Bruch des Vorderarmes.
Es gibt zwei Knochen in dem Vorderarm. Der eine wird ~Ulna~, der andere ~Radius~ genannt. Wenn beide Knochen gebrochen werden, so wird der Bruch leicht entdeckt, dies kommt aber selten vor. In der Regel ist Schmerz an der gebrochenen Stelle vorhanden, die Hand ist steif und ein knirschendes Gefühl wird bemerkt werden, wenn das Glied über oder unter dem Bruch fest angegriffen wird und die Enden der Knochen gegen einander reiben.
+Behandlung.+
Zwei gerade dünne Stücke Brett, lang genug, daß sie von dem Ellbogen bis zu den Fingerspitzen reichen, gehörig wattirt und ein wenig breiter als der Arm, sollten eines an die innere und das andere an die äußere Seite des Vorderarmes gelegt und die Lage derselben durch den Verband so gesichert werden, daß, wenn der Vorderarm auf die Brust gelegt wird, der Daumen aufwärts gerichtet ist.
Fingerbrüche.
Wenn das erste oder zweite Glied des Fingers gebrochen wird, kann es leicht entdeckt werden, bei dem dritten Gliede aber ist es schwieriger.
+Behandlung.+
Man lege eine dünne schmale Schiene aus einer Schindel oder aus anderem passendem Material geschnitten an die innere Seite des Fingers und befestige sie mittelst eines schmalen Verbandes.
Schenkelbruch.
Dieser Bruch kann an irgend einer Stelle des Schenkelknochens vom Knie bis an die Hüfte eintreten, findet aber häufiger in der Gegend der Mitte oder an dem oberen Theile statt. Der Bruch kann an dem Schmerze, der Unfähigkeit das Glied zu bewegen, oder irgend ein Gewicht darauf zu ertragen, sowie an dem knirschenden Geräusche, wenn die Enden gegen einander reiben, erkannt werden. Wenn der Bruch schief ist, so wird das Glied kürzer, ist die Kugel gebrochen, so dreht sich das Knie und der Fuß nach Auswärts und das Glied ist ungefähr einen Zoll kürzer als das andere.
+Behandlung.+
Wenn ein Bruch der Kugel stattfand, so mag das Glied in eine mit doppelter Biegung versehene Schiene (siehe Holzschnitt) mit gekrümmtem Knie gelegt und so weit erhöht werden, daß der Körper etwas nach unten zieht, damit die möglichst volle Länge erhalten bleibt.
Wenn sich der Bruch in der Mitte des Knochens befindet, sollte eine lange gerade Schiene angelegt werden; an dem unteren Ende ist der Fuß zu befestigen und an dem oberen Ende, fast bis zur Armhöhle reichend, sollte sich ein gehörig wattirter Gurt befinden, der, sich durch die Schamleiste ziehend, rings um den verletzten Schenkel geht. Man strecke den Schenkel bis zu seiner vollen Länge aus, die Schiene möge befestigt und wenn nöthig, mögen die Bruchstücke noch besonders durch kurze Schienen von Sohlenleder und etwas Verband gestützt werden.
Bruch des Beines.
Das Bein ist jener Theil des Gliedes, welcher zwischen Knie und Knöchel liegt. Es besteht aus zwei Knochen; der kleinere Knochen an dem äußeren Theile des Beines wird ~Fibula~ und der andere an der inneren Seite ~Tibia~ oder Schienbein genannt. Einer oder beide können gebrochen werden, häufiger aber der letztere. Der Bruch kann daran erkannt werden, daß der Patient weder gehen noch sich auf den Füßen halten kann, am Schmerz, an einer Veränderung der Form und an dem eigenthümlichen knirschenden Gefühl beim Aneinanderreiben der gebrochenen Enden.
+Behandlung.+
Man bringe den Fuß in eine Schiene mit doppelter Beugung (siehe den Holzschnitt auf der vorhergehenden Seite) und gebe dem Fuße einen Halt an dem Fußende; sollten die Bruchstücke anfangen in eine ungehörige Lage zu kommen, so lege man eine kurze Schiene, gehörig wattirt an, damit sie in ihrer Lage bleiben.
Brüche des Fußes.
Dieselben sind häufig von Fleischwunden und Zerreißung des Bandes begleitet und sind gefährlicher als Brüche der Hand.
+Behandlung.+
Ist das Fleisch stark zerrissen und die Knochen gebrochen, sehe man zu, die letzteren wieder an ihren Platz zurückzudrängen, mache Wasserumschläge oder solche von Arnica-Auflösung, und suche die Entzündung zu beseitigen, welche die Hauptquelle der Gefahr ist. Wenn der Fersenknochen gebrochen ist, sollte der Fuß völlig ausgestreckt und eine gerade Schiene, welche von den Zehen bis zum Knie reicht, angelegt werden. Die Knochenbruchstücke sind durch Streifen von Heftpflaster oder Wickelbänder zusammen zu halten.
Zusammengesetzte Brüche
sind von Wunden durch die Haut, welche durch das Herausdringen des Knochens verursacht werden, begleitet, und sind in Folge dessen gefährlicher als einfache Brüche, sind aber bezüglich ihrer Behandlung von den letzteren nicht verschieden. Der Verband aber muß so angelegt werden, daß man die Wunden verbinden kann, ohne dadurch von Neuem eine Störung der Lage des Knochen zu verursachen. Alle Knochensplitter &c. müssen sorgfältig entfernt werden.
Ausrenkungen.
Die Flächen, wo sich zwei Knochen begegnen und gegen einander gleiten, werden Gliederflächen und die Verbindung die Knochenfügung genannt. Die Oberfläche des Knochens ist mit einem glänzenden Knorpel bedeckt und die Glieder werden durch Bänder und Streifen von Knorpel zusammengehalten. Wenn nun ein Knochen vermittelst Gewalt oder durch Erschlaffung der Bänder aus seiner Höhle tritt, so nennt man dies eine Ausrenkung. Ist ein Knochen blos verschoben, so wird dies als eine +einfache Ausrenkung+ bezeichnet, wenn aber dabei die umgebenden Theile verletzt werden, so nennt man es eine +zusammengesetzte Ausrenkung+. Eine Ausrenkung sollte sobald als möglich nach deren Vorgang behoben werden; je länger dies verschoben wird, desto schwieriger wird es sein. Zuweilen findet man einen Bruch und eine Ausrenkung zu gleicher Zeit, und in solchen Fällen muß zunächst die Ausrenkung beseitigt sein, bevor man den Bruch behandeln kann.
Kennzeichen einer Ausrenkung sind die Unmöglichkeit, die Glieder und Knochen zu bewegen; die Kugel des Knochens kann in ihrer unnatürlichen Lage gefühlt werden, und das Glied kann sich verkürzen oder auf andere Weise verschieben. Eine Ausrenkung muß durch ein allmähliges und ununterbrochenes kräftiges Ziehen beseitigt werden, was daran zu erkennen ist, daß das Glied seine natürliche Gestalt wieder annimmt und gewisse Bewegungen wieder machen kann, welche, während der Knochen aus seiner Lage ist, nicht möglich sind. Der Schmerz läßt allmählig nach, nachdem der Knochen wieder eingerichtet ist.
Bei Ausrenkungen der Schulter und Hüfte, macht der Knochen ein schnappendes Geräusch, wenn er in seine Lage zurückgleitet.
Ausrenkung des Gaumens
wird gewöhnlich durch zu starkes Gähnen verursacht und kann auf einer oder auch auf beiden Seiten stattfinden. Der Mund ist weit geöffnet, das Kinn nach einer Seite oder nach unten gezogen, der Patient ist unfähig, den Mund zu schließen und der Speichel tropft.
+Behandlung.+
Man stelle sich hinter den sitzenden Patienten und schiebe einen Kork oder Töpsel von Holz zwischen die Backenzähne auf der ausgerenkten Seite oder auf beiden Seiten, wenn die Ausrenkung beider Seiten stattfand, und hebe das Kinn sanft aber beständig. Wenn die Ausrenkung beseitigt ist, wird sich der Mund sogleich nach dem Herausnehmen des Korkes oder Töpsels schließen.
Ausrenkung des Schlüsselbeins.
Das Schlüsselbein ist mehr zum Bruch als zur Ausrenkung geneigt. Wenn eine solche stattfindet, so steht sie in der Regel mit dem Brustbein in Verbindung. Die Kugel des Knochens kann sich sowohl rück- als vorwärts schieben. Wenn rückwärts gezogen, drückt sie auf den oberen Theil des Brustbeines, während die Kugel wie eine Geschwulst an dem Halse gefühlt werden kann; auch verursacht dies eine beträchtliche Anschwellung. Wird die Kugel vorwärts gezogen, so wird mit der Hand an der Spitze des Brustbeins ein Höcker gefühlt.
+Behandlung.+
Wenn sich der Knochen nach rückwärts geschoben hat, ziehe die Schulter kräftig genug vom Körper weg, damit der Knochen in seine Lage zurückgebracht wird, dann presse die Schulter nach rückwärts und halte sie in dieser Stellung. Fand die Ausrenkung nach vornen statt, so beseitige sie in derselben Weise; beuge die Schulter ein wenig nach vorwärts und lege eine feste Compresse über dem Knochen an, damit eine Wiederholung verhindert wird.
Ausrenkung der Schulter.
Die Kugel des langen Armknochens kann in drei verschiedenen Richtungen ausgerenkt werden, nach unten, in die Armhöhle, nach vornhin, auf die Brustmuskeln und nach rückwärts auf die Rückseite des Schulterblattes.
Wenn die Ausrenkung in die Armhöhle stattfand, so ist der Arm länger als der andere und der Ellbogen von der Seite gezogen; die Rundung der Schulter ist verschwunden, der Patient kann den Arm nicht heben und die Finger sind zuweilen empfindungslos.
Bei einer Ausrenkung nach vorwärts wird ein Höcker an der Spitze der Schulter gefühlt, der Ellbogen ist von der Seite nach rückwärts gezogen, der Arm ist kürzer und die Kugel kann unter dem Schlüsselbein gefühlt werden.
Wenn die Kugel nach rückwärts an das Schulterblatt gezogen ist, so kann sie durch die Geschwulst an jener Stelle gefühlt werden; der Arm und Vorderarm wird quer über die Brust gezogen.
+Behandlung.+
Wenn eine Ausrenkung in die Armhöhle stattfand, lasse man den Patienten sich auf den Rücken legen, stelle den nur mit dem Strumpf bekleideten Fuß in die Armhöhle, ziehe dann stark an dem Arme und zwinge so durch das Gegenstemmen des Fußes die Kugel zurück, bis sie plötzlich in die Höhle springt.
Bei einer Ausrenkung nach vorwärts bringe man durch Ziehen des Armes nach aus- und aufwärts die Kugel in die Armhöhle und verfahre dann weiter wie eben beschrieben.
Wenn die Kugel nach rückwärts ausgerenkt ist, so stelle sich der Wundarzt neben den Kranken, anstatt sich, wie auf dem vorstehenden Holzschnitte gezeigt, neben denselben zu setzen. Durch das Ziehen des Armes mehr nach vorne hin wird die Ausrenkung beseitigt.
Ausrenkung des Ellbogens.
Die gewöhnlichste Ausrenkung des Ellbogens ist jene, bei welcher beide Knochen des Vorderarmes rück- und aufwärts gezogen sind. Sie kann daran erkannt werden, daß die Spitze des Ellbogens mehr als gewöhnlich hervorsteht; an jeder Seite des Ellbogens befindet sich eine Höhle und der Vorderarm ist an dem rechten Knöchel der Hand gekrümmt.
+Behandlung.+
Fasse den Arm oben und unter dem Ellbogen, setze das Knie in den verletzten Ellbogen, und währenddem man den Arm um das Knie biegt, ziehe man beständig stark, auf diese Weise werden die Knochen wieder in ihre Lage zurückgebracht.
Ausrenkung des Handgelenkes
kann an dem Schmerz, der Veränderung in der Stellung der Hand verbunden mit einer Anschwellung des vordern und hintern Theiles der Hand erkannt werden.
+Behandlung.+
Man fasse die verletzte Hand fest, während ein anderer den Arm hält, und indem die Hand in die Höhe gezogen wird, drücke man mit der anderen Hand die Knochen in ihre Lage zurück.
Ausrenkung der Knochen der Finger.
Eine solche kann an dem Vorspringen an dem hinteren Theile des Fingers erkannt werden.
+Behandlung.+
Beuge den Finger rückwärts an dem ausgerenkten Gliede, bis es in einem rechten Winkel steht, dann dränge man mit den Daumen den Boden des ausgerenkten Knochens vorwärts und strecke gleichzeitig den Finger aus.
Ausrenkung des Hüftknochens.
Die Kugel oder der Kopf des Hüftknochens kann nach vier Richtungen hin ausgerenkt werden; auf- und rückwärts, nach unten und rückwärts, auf- und vorwärts und rück- und vorwärts.
Die Ausrenkung auf- und rückwärts wird daran erkannt, daß das Bein ungefähr um zwei Zoll kürzer als das andere und das Knie und der Fuß nach einwärts gedreht sind.
Die Ausrenkung nach unten und vorwärts kennzeichnet sich durch die Verlängerung des Gliedes; das Knie ist weit getrennt von dem anderen und Fuß und Knie sind auswärts gedreht, bei einem Versuche, aufrecht zu stehen, wird der Körper mehr vorwärts gezogen.
Die Ausrenkung rückwärts und nach unten wird daran erkannt, daß das Glied ein wenig kürzer ist und Knie und Fuß nach Innen gedreht sind, an dem Aufziehen der Ferse und an Ruhen der großen Zehe auf dem Ballen der großen Zehe des andern Fußes.
Die Ausrenkung auf- und vorwärts wird daran erkannt, daß das Glied ungefähr einen Zoll kürzer als das andere ist und der Fuß und das Knie auswärts gedreht sind.
+Behandlung.+
Bei Ausrenkung auf- und rückwärts -- lege man den Patienten auf den Rücken auf einen niedrigen, festen Tisch, oder was noch besser ist, auf eine zusammengelegte Decke auf die Erde. Der Wundarzt stehe oder kniee an der verletzten Seite und fasse den Knöchel mit der einen Hand und mit der andern das Knie. Dann beuge das Knie auf den Schenkel, zunächst stark anziehend, führe es über den gesunden Schenkel, gleichzeitig auswärts über das Becken in eine Art von Halbkreis bis zum Nabel. Ziehe das Knie sanft nach außen, drehe die Zehen nach auswärts, die Ferse nach Innen und den Fuß quer über das andere gesunde Glied, indem man den Schenkel sanft hin und her bewegt, bis die Kugel in ihre Höhle gleitet, was mit einem leichten Knirschen oder hörbaren Schnappen vor sich geht. (Dr. W. W. Reid in Smith’s Chirurgie).
Wenn nach unten und rückwärts, muß der Schenkel auf den Körper gebeugt und quer über den gegenüberliegenden geführt werden; dann führe ihn langsam vom Körper weg in einer Weise, ähnlich wie die oben beschriebene.
Bei einer Ausrenkung auf- und vorwärts führe man das Glied kräftig vom Körper hinweg, rolle den Fuß noch kräftiger auswärts, bis die Kugel nach unten gleitet; die Ausrenkung ist dann eine solche, wie die nach unten und vorwärts. Der Schenkel sollte dann stark auf den Körper gekrümmt und quer über den andern geführt werden, und wenn bei dem Rollen des Beines die Fußsohle aus- und aufwärts gerichtet ist, wird die Kugel an ihre Stelle gleiten.
Ausrenkung der Kniescheibe.
Die Kniescheibe kann nach Außen und Innen ausgerenkt werden.
Die Ausrenkung nach Außen kann an dem Hervorragen oder der Geschwulst an der äußeren Seite des Kniegelenkes, Steifheit und Unfähigkeit zum Gehen, erkannt werden. Dies ist das gewöhnlichste.
Die Ausrenkung nach Innen ist sehr selten und die Kennzeichen sind dieselben, wie die vorhergehenden, ausgenommen daß die Kniescheibe neben dem Kniegelenk gefunden wird.
+Behandlung.+
Der Patient lege sich auf ein Bett und lege mit völlig ausgestrecktem Beine seine Ferse auf die Schulter einer anderen Person, welche die Kniescheibe mit den Fingern und Daumen in ihre Lage zurückbringt.
Ausrenkung des Kniegelenkes.
Das Kniegelenk kann in vier Richtungen ausgerenkt werden, rückwärts, vorwärts, einwärts und auswärts. Die häufigsten sind die rück- und vorwärts.
+Behandlung.+
Eine Person fasse den Fuß des Patienten und ziehe beständig, aber kräftig, während ein Anderer den Schenkel faßt und in der entgegengesetzten Richtung zieht, dann dem Kniegelenk gegenüber stehend, bringe die verschobenen Knochen wieder in ihre Lage.
Ausrenkung des Knöchels.
Eine derartige Ausrenkung kommt nur selten vor, ausgenommen in Begleitung eines Bruchs. Sie kann vor-, rück-, aus- oder einwärts stattfinden. Die Ausrenkung einwärts ist die gewöhnlichste und kann daran erkannt werden, daß der Fuß nach Außen gezogen wird und die innere Kante auf dem Boden ruht. Auch wird eine harte Geschwulst an der innern Seite des Knöchels und eine Vertiefung an der äußeren Seite gefunden werden.
+Behandlung.+
Ein kräftiges Ziehen an dem Fuße, während Jemand das Bein nahe am Knie hebt, und Beugen des Fußes in solch einer Richtung, welche die Rückkehr des Knochens in seiner Lage begünstigt, wird Ausrenkung des Knöchels, wenn sie nicht von einem Bruche begleitet ist, schnell beseitigen.
Wunden.
Wunden werden in verschiedene Klassen eingetheilt: +einfache Schnittwunden+, von einem scharfen, schneidenden Instrumente herrührend; +Riß- und Quetschwunden+, durch ein stumpfes Instrument, wie eine Säge oder eine Keule, verursacht; +Stichwunden+, von Bayonett, Dolch u.s.w., und +vergiftete Wunden+, in Folge von Stichen oder Bissen giftiger Insekten oder Schlangen.
+Behandlung.+
Einfache Schnittwunden müssen zuerst von allem Schmutz gereinigt und die Blutung gestillt werden. Die Blutung hört in der Regel nach Anwendung des kalten Wassers oder Wasser mit ein wenig Arnika-Tinktur darin auf. Andere Mittel für diesen Zweck sind: Lösungen von Tannin, Alaun (~Alum~), Abkochung von Weißeichenrinde und Monsel’s Salz; das Letztere ist ein vortreffliches Mittel. Nachdem die Blutung gestillt ist, müssen die Ränder der Wunde zusammen gebracht und durch einen Streifen Heftpflaster zusammen gehalten werden, bis die Wunde geheilt ist. Wenn das Pflaster die Ränder nicht zusammenhält, müssen einige Stiche gemacht werden. Ist die Blutung sehr stark und von einer hellen, rothen Farbe, strahlenförmig herausströmend, so ist dies ein Zeichen, daß eine Ader verletzt worden ist. Eine Compresse sollte dann auf die Ader über die Wunde und zwischen die Wunde und das Herz gelegt werden, wenn der Druck mit den Fingern nicht hinreicht, binde ein Taschentuch so fest als möglich um das Glied.
Bei Riß- und Quetschwunden ist die Behandlung der obigen ähnlich. Wenn aber eine Entzündung im hohen Grade eintritt, muß das Pflaster entfernt und Kaltwasser-Umschläge, zuweilen auch ein beruhigender Umschlag gemacht werden. Die Tinktur der Ringelblume (~Calendula~) ist bei dieser Klasse von Wunden der Arnica vorzuziehen.
Stichwunden werden ungefähr in derselben Weise wie die obigen behandelt. Sorge sollte getragen werden, daß die Wunde nicht vom Grunde aus heilt, was durch das Einschieben von ein wenig Charpie in die Wunde verhindert werden kann.
Vergiftete Wunden schließen in sich Bisse und Stiche von Musquitos, Spinnen, Bienen, Wespen und Schlangen. Eine Auflösung von gewöhnlichem Salz mag mit Vortheil angewendet werden, ebenso auch Ammoniak-Wasser, ein Umschlag von Wegebreit- (~Plantain~) Blättern, Arnica-Tinktur, nasser Erde und Olivenöl.
Bei den Bissen von Schlangen sollte sogleich ein Taschentuch oder irgend ein anderer Verband fest um das Glied zwischen die Wunde und das Herz gelegt werden. Das Gift muß dann vermittelst des Schröpfkopfes (~Dry cup~) oder des Mundes aus der Wunde gesaugt werden. Der Patient sollte darauf so bald als möglich Whiskey, Wachholderbranntwein (~Gin~) oder Brandy trinken, bis er betrunken ist, und in diesem Zustande so lange verbleiben, bis sich die Symptome bessern.
Quetschungen.
Eine Quetschung wird in der Regel durch einen stumpfen, harten Gegenstand, der mit den weichen Theilen des Körpers in heftige Berührung kommt, ohne die Haut zu zerreißen, verursacht. Die kleinen Blutgefäße werden gewöhnlich zerrissen, lassen das Blut unter die Haut und erzeugen schwarze oder blaue Flecken.
+Behandlung.+
Zu einem Theile Arnica-Tinktur füge 6 bis 8 Theile Wasser, befeuchte ein Tuch mit dieser Lösung und lege es über die Quetschung.
Verstauchungen.
Eine Verstauchung ist ein gewaltsames Reißen und Drehen eines Gelenkes in einem solchen Grade, daß die Bänder mehr oder weniger reißen und sich ausdehnen, ohne jedoch den Knochen aus seiner Lage zu bringen. Die Kennzeichen bestehen in Schmerz, Anschwellen, Entzündung und Empfindlichkeit des betreffenden Theiles. Mit Sorgfalt sollte untersucht werden, ob nicht etwa eine theilweise Ausrenkung des verletzten Gelenkknochens stattgefunden hat. Bei einer Verstauchung tritt die Anschwellung allmählig ein und das Gelenk kann unmittelbar nach der Verletzung bewegt werden, während bei einer Ausrenkung Anschwellung und Bewegungslosigkeit sogleich nach dem Unfalle eintritt.
+Behandlung.+
Zu einem Theile Aconit-Tinktur (~Tincture of Aconite~) füge 6 oder 8 Theile Wasser und hülle das Gelenk in Tücher, welche in dieser Lösung getränkt sind.
Verbrennungen und Verbrühungen
sind, wenn nicht in zu großem Maßstabe, weniger gefährlich. Wenn sie aber eine große Fläche bedecken oder tief gehen, so sind sie ebenso gefährlich als schmerzhaft. Bei ihrer Behandlung betrachte man die konstitutionellen Symptome und verhindere das Verwachsen und Zusammenziehen, während die Heilung vor sich geht. Hat eine Verbrennung der Hand stattgefunden, die sich zugleich auf die Finger erstreckt, so sollten die Finger möglichst weit getrennt und diese Stellung durch Schienen und Verband gesichert werden.
+Behandlung.+
Man nehme gleiche Theile von Kalkwasser und Leinöl, in welchen ein Theil Kohlensäure (~Carbolic acid~) auf 50 der Mischung aufgelöst ist, bestreiche mit dieser Masse die Oberfläche dick und bedecke es mit einer Lage roher Baumwolle. Das Kalkwasser und Leinöl kann auch ohne die Kohlensäure angewendet werden.
Wenn der Brand nicht sehr tief geht, lege auf die Oberfläche baumwollene Tücher, welche in starkem Alaun- (~Alum~) Wasser getränkt sind. Spanische Seife (~Castile soap~) geschabt und mit Wasser zu einem dicken Seifenschaum gemischt, dick auf leinene oder baumwollene Tücher getragen und auf die Oberfläche gelegt, wird vorzüglich gefunden werden. Mehl auf die Oberfläche gestreut, ist auch gut, ebenso das Auflegen einer dünnen Lage von roher Baumwolle.
Erfrorene Glieder.
+Behandlung.+
Halte sie fern vom Feuer, thaue sie langsam auf durch Reiben mit Schnee, dann mit Flanell und schließlich mit der Hand.
Beulen (~Boils -- Furunculus~).
Eine Beule ist eine harte kegelförmige Anschwellung, welche anfänglich die Größe einer Erbse hat und sich an irgend einem Theile des Körpers befinden kann. Die Anschwellung nimmt rasch zu und bekommt eine blühende purpurne Farbe; nach 5 oder 6 Tagen wird sie spitz und oben weiß, bricht aus und entleert eine Quantität Eiter. Bei dem Oeffnen einer Beule wird eine Haut, gewöhnlich der Kern (~Core~) genannt, gefunden, der entfernt werden muß, bevor die Beule heilen kann. Nach der Entleerung des Eiters hört der Schmerz auf, die Anschwellung zertheilt sich und die Heilung ist nach wenigen Tagen vollendet. Nicht selten haben Personen einen ganzen „Kropf“ davon, der Monate oder Jahre anhalten wird. In der Regel sind sie mit gewissen Störungen der Leber oder des Magens verbunden.
+Behandlung.+
Mache warme Umschläge, bis sich die Beulen erweichen und eitern. Um deren Rückkehr zu verhüten, gebe man die homöopathischen Heilmittel ~Arnica~ und ~Sulphur~.
Karfunkel (~Carbuncle -- Anthrax~).
Dies ist ein bösartiges Geschwür, welches selten eitert, nur einen dünnen sauren Eiter entleert und außerordentlich schmerzhaft ist.
+Symptome.+ Ein Karfunkel beginnt mit Hitze und Schmerz in dem angegriffenen Theile, mit mehr oder weniger Jucken verbunden. Ein kleines Bläschen wird zuerst bemerkt und eine tiefgehende und sehr harte Geschwulst bildet sich. Häufig leidet der Patient an Frösteln, Ohnmachten, Uebelkeit &c. Nimmt die Geschwulst zu, so bekommt sie eine dunkelrothe oder purpurne Farbe, nach den Rändern zu lichter; eine kleine Blase bildet sich aus der Spitze der Geschwulst, welche, wenn aufgebrochen, eine dünne dunkelgefärbte Flüssigkeit entleert. Bei weiterem Fortgang bilden sich noch mehrere Oeffnungen und der Karfunkel kann sehr schnell in Brand übergehen.
Sie wechseln in ihrer Größe von einem halben bis zu 5 oder 6 Zoll, oder werden sogar noch größer. Zeigen sich dieselben am Kopf oder Nacken, so sind sie gefährlicher als an anderen Stellen. Sie enden zuweilen tödtlich.
+Behandlung.+
Beim ersten Beginne der Entzündung gebe man das homöopathische Mittel ~Arsenicum~, stündlich oder alle zwei Stunden eine Dosis, und der Anfall wird eingehalten werden. Wenn es geeitert hat, mache erweichende Umschläge, bis die todte Lage ganz beseitigt ist, und dann behandle es als eine gewöhnliche Eiterbeule.
Das Fingergeschwür (~Felon -- Whitlow~).
Das Fingergeschwür ist eine Entzündung von sehr schmerzhafter Natur und befindet sich in der Nähe der Finger- oder Zehengelenke. Es gibt davon vier Arten:
1) Jenes unter der Haut rings um den Nagel herum.
2) Das auf der inneren Seite der Fingerspitze.
3) Jenes innerhalb der Sehnenscheide des Fingers.
4) Jenes innerhalb der ~Periosticum~ oder Knochenhaut.
Die letzte Form dieses Leidens ist die fürchterlichste und verursacht großen Schmerz; läßt man sie unbeachtet vorwärts schreiten, so kann es den Verlust eines oder mehrerer Knochen, ja sogar der Hand zur Folge haben. Es beginnt mit einem tiefsitzenden Schmerz, Röthe und Anschwellung, und wenn sich Eiter bildet, wird der Schmerz klopfend.
+Behandlung.+
Sobald man sicher weiß, daß sich ein solches Geschwür bildet, lasse man es aufschneiden und versichere sich, daß der Schnitt breit und tief genug ist, den Eiter leicht auszulassen. Liegt das Geschwür innerhalb der Knochenhaut (der Haut, welche den Knochen bedeckt), was gewöhnlich der Fall ist, sollte der Schnitt bis auf den Knochen gemacht werden, und zwar so, daß er längs des Knochens kratzt, um sich zu versichern, daß die Knochenhaut geöffnet ist. Erweichende Umschläge von Leinsamen, schlüpfriger Ulme (~Slippery elm~) oder Brod und Milch mögen angewendet werden.
Das Einwachsen des Zehennagels.
Dies ist außerordentlich schmerzhaft und wird durch das Tragen von zu enger Fußbekleidung verursacht. Der beständige Druck auf die große Zehe hat das Einschneiden des Nagels in das Fleisch zur Folge, was eine Eiterung und Bildung von wildem Fleische verursacht.
+Behandlung.+
Man schabe den Nagel an der Spitze sehr dünn und presse etwas Watte darunter, was zuweilen Linderung verschafft. Ein gutes Mittel ist auch das Gießen von heißem Fett oder Talg unter den Nagel auf den Sitz des Uebels. Das trockene Pulver des überchlorsauren Eisen (~Perchloride of iron~) wird sehr empfohlen.
Gifte und Gegengifte.
Bei Vergiftungsfällen ist das erste Ding, was geschehen muß, Erbrechen zu erregen, damit das Gift so bald als möglich aus dem Magen entfernt oder dessen Wirkung auf die Anwendung des Gegengiftes neutralisirt wird.
Um Erbrechen hervorzurufen, mögen folgende Mittel angewendet werden:
Zwanzig Grane schwefelsaures Zink (~Sulphate of zinc~) oder zehn Grane schwefelsaures Kupfer (~Sulphate of copper~), in warmem Wasser aufgelöst.
Lauwarmes Wasser, in großer Menge getrunken und öfters wiederholt.
Schnupftabak oder Senf mit Salz gemischt, auch Senf mit warmem Wasser vermischt und davon reichlich getrunken.
Kitzeln des Halses mit einer Feder oder einem Strohhalm.
Einspritzungen von Tabak in den After durch eine Pfeifenspitze.
Gegen Vergiftungen von Säuren, wie Schwefel- (~Sulphuric~), Salpeter- (~Nitric~), Salz- (~Muriatic~) und Phosphor- (~Phosphoric~) Säure, wende man Hirschhorn-Spiritus (~Spirits of Hartshorn~), Seifenschaum, Magnesia, Kalk- (~Lime~), Kreide- (~Chalk~) Pulver, mit heißem Wasser vermischt, Holzasche, mit Wasser gemischt, an.
Der durch Kleesäure hervorgerufenen Vergiftung kann am besten durch Kreide, Kalk oder der Pflastermasse, womit das Innere der Zimmer bekleidet ist, und welche Substanzen man mit Wasser vermischt, entgegengewirkt werden.
Wenn Schwefelsäure (~Sulphuric acid~) genommen worden ist, wird die Anwendung von viel Wasser schädlich sein.
Bei Vergiftungen durch Alkalien, wie Potasche (~Pot~) und Perlasche (~Pearl ashes~), Soda und Weinsteinöl (~Oil of tartar~), wende als Gegengift Essig, Citronensaft, Castoröl, Leinsamenthee, Alaun (~Alum~) und Olivenöl an. Sie sollten in großen Quantitäten gegeben werden.
Wenn Arsenik genommen wurde, gebe man Buttermilch, süßes oder anderes Oel oder Magnesia in großen Quantitäten, gleiche Theile von Oel und Kalkwasser mögen ebenfalls gegeben werden. Das sicherste Gegengift ist das Eisenhydrat (~Hydrated Protoxide of Iron~), welches in Dosen von einem Theelöffel voll mit Wasser gemischt alle 5 oder 10 Minuten gegeben werden sollte. Auch ist eine Magenpumpe anzuwenden.
Wenn ~Corrosive Sublimate~, Kupfer oder ~Verdigris~ genommen worden sind, so ist das beste Mittel das Eiweiß. Man mische das Weiße von 12 Eiern mit einem Quart Wasser oder Milch und gebe alle zwei oder drei Minuten ein Glas voll. Kreidewasser, Milch, Stärke von Weizenmehl können auch angewendet werden.
Bei Vergiftung durch Blei oder irgend ein Bleisalz gebe man Bittersalz (~Epsom salts~) oder Glaubersalz (~Glauber’s salts~) oder Gyps (~Plaster of Paris~) mit Wasser gemischt.
Salpetersaures Silber (~Nitrate of Silver~) kann durch starkes Trinken von Wasser, in dem gewöhnliches Salz aufgelöst ist, neutralisirt werden.
Bei Vergiftung durch Zinn (~Tin~) oder irgend ein Zinnsalz, gebrauche man Zucker, Eiweiß, Milch und Mehl.
Bei Vergiftung durch Brechweinstein (~Tartar Emetic~), Antimoniumwein (~Antimonial wine~) gebrauche man eine Auflösung von Tannin-Säure (~Tannic acid~), Eichenrinde, Chinarinde (~Peruvian bark~) oder sehr starkem grünen Thee.
Jodin oder Potaschen-Jodid (~Iodide of Potassium~) kann durch Stärke oder Weizenmehl neutralisirt werden, oder auch durch Pfeilwurz (~Arrow root~), gehörig mit Wasser gemischt und in starken Quantitäten getrunken. Dem lasse man eine Mischung von Essig und Wasser folgen.
Bei Vergiftung durch ~Opium~, ~Belladonna~, ~Stramonium~ (Stechapfel), ~Nux Vomica~ (Brechnuß), ~Morphine~, ~Helleborus~ (Nieswurz) u.s.w., gebe man ein Brechmittel, dem man ein Ueberschütten mit kaltem Wasser über den Betreffenden und starken Kaffee oder Essig mit Wasser verdünnt, folgen läßt. Auch lasse man die Person zwischen zwei Andern recht schnell gehen. Die Magenpumpe sollte ebenfalls angewendet werden.
Bei Vergiftung durch Safran (~Saffron~) und Kampher (~Camphor~) sollte der Patient viel schwarzen Kaffee trinken.
Bei Vergiftung durch spanische Fliegen (~Cantharides~) gebe man Kampher (~Camphor~) innerlich oder vermittelst Riechens, auch Eiweiß und Gruel.
Gegen Vergiftungen durch Clams, Hummern, Muscheln u.s.w. gebe man ein Brechmittel, dem man eine Dosis Salz folgen läßt. Der Patient mag viel schwarzen, starken Kaffee, Zucker und Wasser oder eine Lösung von Kampher (~Camphor~) trinken.
Bei Vergiftung durch den Giftwein oder ~Sumac~ mögen die Theile mit einer Lösung von Borax oder Vitriol (~Copperas~), auch kochende Hollunder-Rinde in Butter oder Milch gewaschen werden. Der flüssige Extrakt der Schlangenwurzel (~Fluid extract of Serpentaria~) als Umschlag auf den Ausschlag gebracht, wird sehr empfohlen.
Wenn Jemand in Folge giftiger Gase, wie Kohlensäure (~Carbonic acid~) oder schwefelsaures Hydrogen (~Sulphureted Hydrogen~) bewußtlos geworden ist, sollte er sogleich entkleidet und der ganze Körper mit kaltem Wasser übergossen werden. Die Lungen sollten durch Mittel, wie beim Scheintod durch Ertrinken empfohlen, mit frischer Luft gefüllt werden. Auch lasse oder zwinge man den Patienten, verdünnten Ammoniak (~Dilute Ammonia~), Wein und Brandy oder auch andere Reizmittel zu verschlucken.
Bei Vergiftung durch Strychnin sind sowohl Brechmittel, wie Senf oder schwefelsaures Zink (~Sulphate of zinc~), als auch eine Magenpumpe anzuwenden.
Wenn das Erbrechen nicht bewirkt werden kann oder sich als nutzlos zeigt, sollte das Einhauchen von Chloroform verordnet werden. Schlagen diese Mittel fehl, so bediene man sich Dr. Marshall Hall’s praktischer Methode, die unter „Scheinbarer Tod beim Ertrinken“ angegeben ist.
Bei Vergiftung durch Arnica gebe man Essig.
Bei Vergiftung durch Aconitum wende man innerlich und äußerlich Reizmittel an.
Angabe der Symptome der verschiedenen Krankheiten.
Bei der Angabe der verschiedenen Krankheitssymptome schien es uns nicht nothwendig, alle Erkennungszeichen einer und derselben Krankheit, sondern nur die hauptsächlichsten anzuführen. Solche Krankheiten, die hier nicht bemerkt sind, kann der Leser mittelst des alphabetischen Inhaltsverzeichnisses auffinden.
Ausschlag.
+Nesselfieber+ (~Nettle Rash~, ~Hives Urticaria~). -- Dieser Ausschlag besteht in erhabenen Flecken auf der Hautoberfläche, wodurch heftiges Brennen und Jucken erzeugt wird. Manchmal erscheint dieser Ausschlag in Form großer Flecken.
Seite 18.
+Rose+ (~Erysipelas~). -- Der Rose gehen gewöhnlich Fieber, Kopfschmerz, Frösteln &c. voran, worauf dann Hitze in der Haut, schneller Puls und Schmerzen im Rücken und den Gliedern folgen, die betreffenden Theile fangen bald an zu schwellen, sie werden roth oder purpurfarben und das Prickeln und Brennen ist sehr heftig.
Seite 20.
+Masern+ (~Measles~). -- Die Symptome sind anfänglich denen des Katarrhs oder einer Erkältung im Kopfe ähnlich; z. B. Frösteln, Laufen der Nase, rothe wässerige Augen, Schmerz und Wundheit im Halse und in der Brust, Fieber und Durst. Der Ausschlag tritt gewöhnlich am vierten Tage heraus und besteht in kleinen, den Flohbissen ähnlichen Punkten. Die Haut fühlt sich, wenn man mit der Hand darüber fährt, rauh an.
Seite 25.
+Scharlachfriesel+ (~Scarlet Rash~). -- Dem Ausschlag geht Frösteln, Hitze, Ruhelosigkeit und Trockenheit der Haut voran. Am dritten oder vierten Tage zeigt sich der Ausschlag. Der Unterschied zwischen Scharlachfriesel und Scharlachfieber ist bei Anführung der letzteren Krankheit angegeben.
Seite 29.
+Scharlachfieber+ (~Scarlet Fever~). -- Im ersten Stadium der Krankheit zeigt sich mehr oder weniger Fieber, Frösteln, Erschlaffung und Kopfweh. Der Patient klagt über wehen Hals, welcher innen roth und glänzend aussieht. Am zweiten Tag zeigt sich der Ausschlag, und zwar zuerst im Gesicht und am Hals. Die Röthe der Haut verschwindet beim Druck mit dem Finger. Der Unterschied zwischen Scharlachfieber und Masern ist bei Anführung der letzteren Krankheit angegeben.
Seite 30.
+Windpocken+, +Wasserpocken+ (~Chicken Pox~). -- Manchmal zeigen sich anfänglich Fiebersymptome, was jedoch nicht immer der Fall ist. Hierauf erscheint der Ausschlag, jedoch nicht in jener Regelmäßigkeit, durch welche die Blattern gekennzeichnet werden, die zuerst im Gesicht ausbrechen.
Seite 40.
+Blattern oder Pocken+ (~Small Pox~). -- Dieser Krankheit geht gewöhnlich ein drei- oder viertägiges Fieber voraus. Das erste Stadium ist durch heftige Schmerzen im Kopf und Rücken gekennzeichnet. Ungefähr am dritten Tage bricht der Ausschlag in kleinen, hellrothen Flecken im Gesicht aus.
Seite 42.
Fieber.
+Nervenfieber oder Typhus+ (~Typhoid Fever~). -- Dieses Fieber tritt gewöhnlich allmählig ein. Lange Zeit vorher mag der Patient über Müdigkeit und allgemeine Schwere klagen. Nachdem diese Symptome mehrere Tage oder Wochen lang gewährt, wird der Kranke von Frösteln erfaßt, worauf Fieber folgt; er empfindet Schmerz im Unterleib, welcher durch Druck auf die rechte Seite heftiger wird.
Seite 69.
+Gehirnfieber oder Gehirnentzündung+ (~Inflammation of the Brain~). Tritt gewöhnlich nach und nach ein, manchmal aber auch plötzlich. Wo die Krankheit allmählig herannaht, klagt der Patient eine Zeitlang über Schwere, Schlaflosigkeit, Schwindel, geringen Appetit, Singen im Kopfe, Ohrensausen, erschreckende Träume, Uebelkeit, Erbrechen u. s. w. Mit dem Fortschritt der Krankheit verspürt der Kranke mehr oder weniger Kopfweh, das manchmal sehr heftig ist, und hat starkes Fieber.
Seite 75.
+Remittierendes oder Gallenfieber+ (~Remittent or Bilious Fever~). Dieser Krankheit gehen gewöhnlich Schwäche, Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Gähnen, Dehnen und Fieberschauer und Hitze voraus. Nachdem diese Symptome einige Tage gewährt haben, tritt ein deutlich hervortretendes Frösteln ein, welchem Hitze folgt.
Seite 79.
+Intermittirendes oder Wechselfieber+ (~Intermittent Fever~). -- Diese Krankheit wird durch Fieberanfälle gekennzeichnet, die in regelmäßigen Pausen eintreten. Jeder Anfall besteht aus drei Stadien, nämlich -- das kalte, das hitzige und das Schweiß-Stadium. Dem kalten Stadium geht gewöhnlich Mattigkeit, Unbehagen, Dehnen, Gähnen und Schmerzen im Rücken, Kopf und den Lenden voraus, worauf Frösteln erfolgt, das sich nach und nach über den ganzen Körper ausdehnt.
Seite 84.
+Gelbes Fieber+ (~Yellow Fever~). -- Diese Krankheit kennzeichnet sich durch gelbliche Hautfarbe und dadurch, daß der Kranke eine dunkle Flüssigkeit erbricht. Die ersten Symptome sind Schwindel, Schmerzen im Rücken und in den Gliedern, Frost, Uebelkeit, Kopfweh u.s.w.
Seite 92.
Geisteskrankheiten.
+Hypochondrie+, +Schwermüthigkeit+. -- Mattigkeit, Verdrossenheit und Mangel an Energie sind die Hauptsymptome; auch grübelt der Kranke beständig über sein Elend und Unglück, die ihm außerordentlich groß erscheinen.
Seite 99.
+Hysterie+, +Bauchnervensucht+, +Mutterkrankheit+. -- Ein Anfall folgt in der Regel auf Niedergeschlagenheit. In der Regel hat die Kranke ein Gefühl, als ob eine Kugel von ihrer linken Seite nach dem Hals gerollt würde. Der Anfall tritt häufiger zur Zeit der Menstruation als sonst ein.
Seite 102.
Krankheiten des Kopfes.
+Schlagfluß+ (~Apoplexy~). -- Manchmal tritt ein Anfall ganz plötzlich ein, obgleich einem solchen gewöhnlich gewisse Symptome vorangehen. Zu diesen ist die beständige Neigung zum Schlaf, beständiger, dumpfer Schmerz, Schwindel und Schwere im Kopf zu zählen.
Seite 109.
Augenkrankheiten.
+Entzündung des Augapfels+ (~Inflammation of the Eye-ball~). -- Die Augen sind roth und geschwollen und der Kranke beklagt sich über ein rauhes Gefühl unter dem Augenlid.
Seite 133.
+Schwarzer Staar+ (~Cataract~). -- Die Gegenstände erscheinen verschwommen und es ist, als ob ein beständiger Nebel vor den Augen sei, und bald erscheint ein kleiner Fleck in der Pupille.
Seite 140.
+Erblindung.+ -- Zeichen herannahender Erblindung sind: Schmerzen im Kopf, Umwölkung des Blicks, Schwäche der Sehkraft und das scheinbare Umherschwimmen kleiner Flecken vor dem Auge.
Seite 141.
Ohrenkrankheiten.
+Ohrenentzündung+ (~Inflammation of the Ear~). -- Heftiges Brennen, stechende Schmerzen, Jucken, Röthe und Klopfen im Ohre.
Seite 147.
+Ohrfluß+, +Ohrlaufen+ (~Running of the Ear~). -- Fieber, Kopfschmerzen, außerordentliche Schmerzen im Ohr, Absonderung einer röthlich wässerigen Masse, die sich nach und nach verdickt.
Seite 153.
Krankheiten der Nase.
+Schnupfen+, +Erkältung im Kopfe+. -- Dumpfer Schmerz und Schwere in der Stirn, Schneuzen, trockene, verstopfte Nase, Röthe der Augen.
Seite 156.
+Chronischer Katarrh.+ -- Heftige Kopf- und Augenschmerzen, Schleimabsonderung aus der Nase, Appetitlosigkeit.
Seite 160.
+Nasenkrebs+ (~Cancer of the Nose~). -- Dieses Uebel beginnt in der Regel mit einer harten Geschwulst, die allmählig in Eiterung übergeht und außerordentlich schmerzhaft wird.
Seite 162.
Krankheiten des Gesichts, der Lippen und der Kinnbacken.
+Starrkrampf+, +Kinnbackenkrampf+, +Mundklemme+ (~Locked Jaw~). Die ersten Symptome sind Steifheit im Nacken, Unvermögen, den Mund zu öffnen, Enge über der Brust, unbequeme Erregtheit der Zungenwurzel u.s.w.
Seite 174.
Krankheiten der Zähne, des Zahnfleisches und des Mundes.
+Entzündung und Anschwellen der Zunge+ (~Inflammation of the Tongue~). -- Frösteln, Appetitlosigkeit, dumpfe Schmerzen im Kopfe und klopfender, stechender Schmerz in der Zunge.
Seite 185.
+Mundkrebs+ (~Cancer of the Mouth~). -- Schmerz im Zahnfleisch, heißer, trockener Mund, Zahnfleisch und Gaumen schwellen an, das Zahnfleisch ist schwammig und blutet, Eiterschwären an Wangen, Gaumen und Zahnfleisch.
Seite 186.
+Scharbock+, +Scorbut+ (~Scurvy~). -- Erweichung, Eiterung und Bluten des Zahnfleisches, die Gliedmaßen schwellen an und an verschiedenen Körpertheilen erscheinen purpurrothe Flecken.
Seite 189.
Halskrankheiten.
+Weher Hals+ (~Quinsy~ -- ~Sore Throat~). -- Diese Krankheit beginnt gewöhnlich mit starkem Fieber, Husten, Wundheit im Halse, welcher glatt und glänzend roth ist, und Anschwellen der Halsdrüsen.
Seite 194.
+Eiternde, putride oder bösartige Halsentzündung+ (~Putrid Sore Throat~). -- Beginnt mit Frösteln, worauf Fieber folgt, Mattigkeit, Röthe des Halses und der Drüsen, säuerliche Absonderung aus der Nase. Bald setzen sich am Halse und den Drüsen Schwären an.
Seite 198.
+Diphtheria oder Diphtheritis.+ -- Das erste Symptom ist gewöhnlich Heiserkeit mit schwacher Stimme, Fieber, Kopfweh, worauf Wundheit des Halses und Schwierigkeit beim Schlucken folgt. Gewöhnlich wird der Kranke auch Schmerz in den Knochen, Mattigkeit und Appetitlosigkeit empfinden.
Seite 201.
Krankheiten der Luftröhre und der Brust.
+Bronchitis+, +Luftröhrenästeentzündung+. -- Beginnt mit Frösteln, Fieber, Husten, Schmerz und Wundheit am obern Theil des Brustbeins, Druck auf der Brust, schnelles, unregelmäßiges Athmen.
Seite 209.
+Influenz+, +Grippe+, +Flußfieber+. -- Zuerst zeigen sich Katarrh-Symptome mit dumpfem Schmerz in der Stirne, erschwertes Athmen, Schneuzen, Trockenheit der Nase, weher Hals, Frösteln.
Seite 215.
+Lungenentzündung+ (~Inflammation of the Lungs~). -- Beginnt mit Frösteln, worauf Fieber folgt. Schmerz auf einer Seite der Brust, erschwertes Athmen, Husten, stechende Schmerzen, der Patient kann nicht auf der affizirten Seite liegen.
Seite 220.
+Brustfell-+, +Rippenfellentzündung+ (~Pleurisy~). -- Beginnt mit Frösteln, worauf Fieber, Durst und andere Fiebersymptome folgen. Bald zeigt sich ein scharfer Schmerz in der Brust, welcher durch tiefes Athemholen erhöht wird. Trockener, hackender Husten, erschwertes und beschleunigtes Athmen.
Seite 226.
+Herzentzündung+ (~Inflammation of the Heart~). -- Beginnt mit Fiebersymptomen, z. B. Frösteln, Hitze, Durst &c. Hierauf folgt rasches und erschwertes Athmen, mit scharfem Schmerz in der Herzgegend, welcher durch Bewegung erhöht wird. Das Herz klopft heftig.
Seite 230.
+Herzklopfen.+ -- Erhöhte, stärkere Thätigkeit des Herzens, Kurzathmigkeit, Schmerz in der Herzgegend.
Seite 232.
+Lungenbluten+ (~Bleeding from the Lungs~). -- Gewöhnlich geht ein Druck auf die Brust und Schwierigkeit des Athmens voraus, Hitze und Prickeln im Brustbein, salziger, bitterer Geschmack im Munde.
Seite 236.
+Engbrüstigkeit+ (~Asthma~). -- Vor dem Anfall verspürt der Patient gewöhnlich ein Vollsein in der Magengegend mit Kopfweh und Schwäche. Beengung über der Brust, Schwerathmen mit keuchendem Ton.
Seite 239.
+Brustwassersucht+ (~Dropsy of the Chest~). Große Schwierigkeit beim Athmen, was bei Anstrengung oder beim Niederlegen sich noch verschlimmert. Schmerzhafter Druck in der Brust, bleiche Gesichtsfarbe, kurzer, trockener Husten, Herzklopfen.
Seite 243.
+Auszehrung+ (~Consumption~). -- Die gewöhnlichen Symptome sind Husten, Schmerzen in der Brust, Fieber, Hitze in den Händen, Füßen und Wangen, Schwäche der Stimme, gekrümmte Nägel.
Seite 246.
Krankheiten des Magens und der Eingeweide.
+Dyspepsie oder Magenschwäche.+ -- Ein Gefühl der Ausdehnung des Magens, Aufstoßen, Appetitlosigkeit, Niedergeschlagenheit, belegte oder farblose und weiche Zunge.
Seite 253.
+Magenneuralgie+, +Magenkrampf+. Ein dem Sodbrennen ähnlicher Schmerz, welcher unregelmäßig eintritt und manchmal durch Druck gelindert wird.
Seite 268.
+Magenweh oder Magencolik+ (~Stomach Ache~, ~Colic~). -- Gefühl des Ineinanderschlingens und Kneipens in der Nabelgegend, der Leib ist hart und in Knoten zusammengezogen.
Seite 271.
+Magenentzündung+ (~Inflammation of the Stomach~). -- Brennende Schmerzen im Magen mit Durst, Uebelkeit und Erbrechen, Verlangen nach kühlen Getränken, Verlust der Kräfte, der Schmerz wird durch Druck vermehrt.
Seite 280.
+Gedärmentzündung+ (~Inflammation of the Bowels~). -- Beginnt mit Frösteln, worauf Fieber und Durst folgen, heiße Haut, kneipender Schmerz in den Eingeweiden, welcher durch Druck erhöht wird.
Seite 284.
+Leberentzündung+ (~Inflammation of the Liver~). -- Beginnt mit Fiebersymptomen, einem prickenden, stechenden Gefühl in der rechten Seite und Schmerzen in der Leber, die entweder nur zeitweilig oder beständig vorhanden sind.
Seite 286.
+Milzentzündung+ (~Inflammation of the Spleen~). -- Beginnt gewöhnlich mit Fiebersymptomen, Schmerz in der linken Seite in der Gegend, wo die Milz liegt, mit Empfindlichkeit gegen Druck; Schmerz beständig und schneidend.
Seite 292.
+Würmer.+ -- Die Symptome sind Blässe, Jucken in der Nase, Zähneknirschen, Auffahren aus dem Schlafe, angeschwollener Leib, unregelmäßiger Appetit.
Seite 294.
+Diarrhöe oder Durchfall.+ -- Oeftere Stuhlentleerungen mit einem Gefühl von Schwere und stärkerem oder schwächerem Kneipen.
Seite 300.
+Ruhr+ (~Dysentery~). -- Appetitlosigkeit mit Hartleibigkeit und Diarrhöe, worauf schleimige mit Blut vermischte Stuhlgänge folgen.
Seite 304.
+Cholera Morbus+, +Brechdurchfall+. -- Diese Krankheit tritt gewöhnlich plötzlich mit Erbrechen und Durchfall ein, was mit heftigen kneipenden Schmerzen im Magen und den Gedärmen verbunden ist. Die Stuhlentleerungen bestehen zuerst aus Speiseaussonderungen und später aus wässerigem, galligem Wasser.
Seite 308.
+Asiatische Cholera.+ -- Das erste Stadium ist durch Störung in den Verdauungsorganen gekennzeichnet, Kollern in den Eingeweiden, Schmerz in verschiedenen Körpertheilen, Durst mit leichter Diarrhöe. Diesen Symptomen folgt Erbrechen, dünne, farblose Stuhlentleerung (dem Reiswasser ähnlich) und heftige Krämpfe.
Seite 311.
+Hämorrhoiden+ (~Piles~). -- Dem Anfall geht in der Regel ein Gefühl von Schwere in dem unteren Theile des Unterleibes mit schmerzhaftem Afterjucken voraus.
Seite 315.
+Unterleibswassersucht+ (~Dropsy of the Abdomen~). -- Anschwellen des Unterleibes mit einem Gefühl von Schwere, Appetitlosigkeit, Hartleibigkeit u.s.w.
Seite 320.
Krankheiten der Urin- und Geschlechtsorgane.
+Nierenentzündung+ (~Inflammation of the Kidneys~). -- Der Krankheit gehen in der Regel Fiebersymptome voraus, worauf tiefsitzender Schmerz folgt, der sich bis zur Blase hinzieht, und durch Bewegung und Druck vermehrt wird.
Seite 323.
+Blasenentzündung+ (~Inflammation of the Bladder~). Brennender, durchdringender Schmerz, welcher sich zwischen den Beinen bis zu den Hoden und Schenkeln hinabzieht.
Seite 326.
+Chronische Blasenentzündung.+ -- Leichter Schmerz mit einem Gefühl von Hitze in der Blase und häufigem Verlangen das Wasser abzulassen, schleimiger Urin.
Seite 326.
+Harnträufeln, auch Harnruhr+ (~Diabetes~). -- Außerordentlicher Appetit und Durst, geschwollenes Zahnfleisch und entzündeter, trockener Mund, Abmagerung.
Seite 330.
+Blasenpolyp, auch Blasenstein+ (~Stone in the Bladder~). -- Plötzliche Schmerzanfälle in der Nierengegend; die Schmerzen ziehen sich bis zu den Schenkeln hinab, öftere Neigung zum Urinlassen, Schmerz an der Eichel des Penis.
Seite 331.
Frauenkrankheiten.
+Verzögerte oder unterdrückte Menstruation.+ -- Kopfweh, Vollheit und Pulsiren in der Mitte der Hirnschale, Schmerz im Rücken und den Lenden, kalte Füße und Hände.
Seite 349.
+Bleichsucht+ (~Chlorosis~). -- Allgemeine Ermüdung, gelblichgrüne Hautfarbe, Blässe der Lippen, kalte Haut, Schwäche, geringer Appetit.
Seite 351.
+Uebermäßige Menstruation.+ -- Schwäche und Schmerz im Kreuz, der Schmerz zieht bis zu den Hüften, Kopfweh mit Klopfen in den Schläfen.
Seite 356.
+Schwere Menstruation.+ -- Heftige drückende Schmerzen in der Gegend der Gebärmutter, Schmerz im Kreuz und den Schenkeln.
Seite 359.
+Unterdrückte Menstruation.+ -- Kopfweh, Fieber, heiße Haut, Durst, schneller Puls, Vollheit und Klopfen in der Mitte und dem hinteren Theil des Kopfes, Schmerzen im Rücken.
Seite 361.
+Vorfall der Gebärmutter+ (~Falling of the womb~). -- Druck und Schmerz in den unteren Theilen des Unterleibes mit Schmerzen im Kreuz, Schmerz durch Bewegung oder wenn die Betreffende lange steht, vermehrt.
Seite 367.
+Weißer Fluß+ (~Leucorrhœa~). -- Hitze und Wundheit der Geschlechtstheile mit einem Gefühl von Schwere, abwärtsdrückenden Schmerzen und einem Ausfluß.
Seite 371.
+Aufgebrochene Brüste+ (~Broken Breast~). -- Beginnt mit Frösteln, woraus Fieber und spießende Schmerzen in der Brust folgen. Die Brust schwillt an, wird hart und knotig.
Seite 407.
+Kindbettfieber+ (~Childbed Fever~). -- Diesem gehen Fiebersymptome, z. B. Frösteln, Hitze der Haut mit Schmerz im Leib, welcher sich beim Druck vermehrt, voraus. Der Leib schwillt an und ist außerordentlich empfindlich.
Seite 409.
+Weiße Schenkelgeschwulst+ (~Milk Leg~). -- Schmerzen im unteren Theile des Unterleibs, die sich bis zu den Hüften ziehen. Das Bein beginnt anzuschwellen, und die Geschwulst dehnt sich bis zu den Schamleisten und von da abwärts aus.
Seite 411.
Kinderkrankheiten.
+Convulsionen+, +Krämpfe+, +Gicht+ (~Spasms~, ~Fits etc.~) -- Die Augen sind anfänglich starr, die Gesichtsmuskeln zusammengezogen, manchmal schäumt das Betreffende mit dem Mund, und oft ist der ganze Körper zusammengezogen.
Seite 422.
+Mundschwamm+ (~Thrush~). -- Röthe der Zunge und des Zahnfleisches, und Trockenheit im Mund. Es scheint als ob der ganze Mund mit weißlichen Flecken überzogen sei.
Seite 428.
+Kopfwassersucht+ (~Dropsy of the Brain~). -- Schläfrigkeit, der Patient legt seine Hände auf den Kopf und gibt augenscheinliche Zeichen des Leidens und Schmerzes, der Kopf ist heiß, erschwertes Athmen.
Seite 430.
+Remittirendes oder Wechselfieber der Kinder.+ -- Beginnt mit Mattigkeit und Reizbarkeit, die Lippen sind trocken. Auf diese Symptome folgen Fieber, belegte Zunge, kalte Gliedmaßen &c.
Seite 432.
+Cholera Infantum.+ -- Der Anfall mag plötzlich mit heftigem Erbrechen und Abführen eintreten, oder es geht demselben leichte Diarrhöe voraus. Der Kranke erbricht den ganzen Mageninhalt, die Stühle sind grünlich, oder gelblich und wässerig.
Seite 434.
+Häutige Bräune+ (~Croup~). -- Beginnt in der Regel mit Catarrhsymptomen, mit trockenem Husten, heißer Haut, schneller Puls, Röcheln im Halse und Heiserkeit. Wenn das Kind einen Anfall bekommt, so ist der Husten heiser, das Athmen beschleunigt, das Gesicht geröthet &c.
Seite 439.
+Keuch- oder Stickhusten+ (~Whooping Cough~). -- Ist durch krampfhafte Hustenanfälle gekennzeichnet, wobei das Athemholen ein zischendes Geräusch hervorbringt. Fängt mit Catarrhsymptomen an.
Seite 442.
+Kehlsucht, auch Ziegenpeter+ (~Mumps~). -- Beginnt mit Fieber und Catarrhsymptomen. Der Hals wird steif und schmerzt. Bald zeigt sich an dem Unterkiefer eine Anschwellung.
Seite 446.
Verschiedene Krankheiten.
+Rheumatismus.+ -- Geht gewöhnlich Mattigkeit, Frösteln, Hitze und starker Schweiß voraus, welcher sauer riecht. Diesen Symptomen folgt Steifheit der Muskeln mit heftigen Schmerzen in den verschiedenen Gelenken.
Seite 448.
+Gicht+, +Podagra+ (~Gout~). -- Manchmal tritt dieses Uebel plötzlich ein, wird aber gewöhnlich durch Dyspepsiesymptome, Kopfweh, Uebelkeit, Erstarrungsgefühl in den Gliedern und Brennen in dem Ball der großen Zehe angezeigt.
Seite 454.
+Skropheln+ (~Scrofula~). -- Das erste Symptom ist gewöhnlich eine Drüsenanschwellung am Halse. Diese Anschwellungen mögen eine lange Zeit vorhanden sein, ohne wund zu werden oder Unbequemlichkeit zu verursachen. Nach und nach spitzen sie sich zu, brechen auf und entleeren eine wässerige Flüssigkeit.
Seite 456.
+Hüftenentzündung+ (~Hip Disease~). -- Vollheit der Schamleisten, Schmerzen erhöht wenn der Fuß herabhängt.
Seite 458.
+Lähmung+ (~Palsy~, ~Paralysis~). -- Der Anfall tritt gewöhnlich plötzlich ein, manchmal ist jedoch vorher Kälte der betreffenden Theile mit Erstarrung derselben wahrzunehmen.
Seite 462.
+Fallsucht+ (~Epilepsy~). -- Der Anfall ist in der Regel ein plötzlicher, der Patient fällt mit einem lauten Schrei zu Boden und wird bewußtlos, schäumt mit dem Munde und athmet heftig.
Seite 466.
Alphabetisches Fremdwörter-Verzeichniß.
=Acut.= -- Heftige, hitzige, bald entscheidende Krankheiten.
=Afficirt.= -- Angegriffen, krankhaft, gereizt.
=Alcohol.= -- Der höchst gereinigte Weingeist.
=Allöopathie.= -- Heilung der Krankheit durch gegenwirkende Mittel im Gegensatz zur Homöopathie.
=Allöopathisch.= -- Nach der Allöopathie.
=Alterirende Heilmittel.= -- Umstimmende, die Säfte allmählich verbessernde Heilmittel.
=Anatomie.= -- Zergliederungskunst, Zergliederung.
=Applicirt.= -- Anwenden, gebrauchen.
=Biliös.= -- Gallig, gallsüchtig.
=Biliösität.= -- Gallsüchtigkeit.
=Bronchien.= -- Luftröhrenäste.
=Bronchitis.= -- Entzündung der Luftröhrenäste.
=Catarrh.= -- Schnupfen, Flußfieber.
=Catarrhalisch.= -- Schnupfenkrank.
=Cirkulation.= -- Der Umlauf, Kreislauf des Blutes.
=Cirkuliren.= -- Umlaufen, kreislaufen.
=Chronisch.= -- Langwierig, längere Zeit dauernd.
=Concav.= -- Ausgehöhlt, hohl, flach vertieft.
=Convex.= -- Rund erhaben, gewölbt.
=Decoction.= -- Abkochung.
=Delirium.= -- Irrreden, Wahnsinn.
=Deodorisiren.= -- Geruchlos machen.
=Desinficiren.= - Entgiften, von Ansteckungsstoff befreien.
=Diarrhöe.= -- Durchfall.
=Diät.= -- Lebensordnung, Gesundheitspflege, mäßige Krankenkost.
=Disciplinirt.= -- Zuchtgewohnt, der Zucht unterworfen, getadelt.
=Direkt.= -- Gerade, geradezu, ohne Umschweife.
=Diphteritis.= -- Entzündung einer Haut, insbesondere der Schleimhaut der Luftröhre.
=Dispensatorium.= -- Ein Arznei-Handbuch, ein Haus, wo Arzneien zu haben sind.
=Destillirt.= -- Abziehen, brennen.
=Dosis.= -- Gabe, Arznei-Gabe.
=Drachme.= -- Apotheker-Gewicht, ⅛ Unze, 3 Skrupel.
=Dyspepsie.= -- Unverdaulichkeit, Magenschwäche.
=Eclectic.= -- Die Heilkunde, die aus den verschiedenen Schulen das beste zu wählen sich bestrebt.
=Eclectisch.= -- Behandlung nach der Eclectic.
=Elastizität.= -- Federkraft, Spannkraft.
=Elektrizität.= -- Blitzfeuer- oder Reibfeuerkraft.
=Element.= -- Grundstoff, Urstoff.
=Energie.= -- Kraft, Nachdruck.
=Energisch.= -- Thatkräftig, kraftvoll.
=Epidemie.= -- Eine in der Gegend herrschende Krankheit, Seuche.
=Epilepsie.= -- Fallsucht.
=Essenz.= -- Das Wesen, der Geist, Kraftwasser.
=Extrakt.= -- Der Auszug, ausgezogene Kraft.
=Extrem.= -- Aeußerst, letzt, höchst.
=Fiber.= -- Faser, besonders Muskelfaser.
=Funktion.= -- Verrichtung.
=Gastrisch.= -- Den Unterleib betreffend.
=Gran.= -- Apotheker-Gewicht, 1/20 Skrupel.
=Grassiren.= -- Herrschen, wüthen von Krankheiten.
=Hämorrhoiden.= -- Die sogenannte Goldader.
=Hektisch.= -- Schwindsüchtig, auszehrend.
=Homöopathie.= -- Die Krankheitheilung durch ähnliches Leiden erregende Mittel.
=Homöopathisch.= -- Nach der Homöopathie.
=Hospital.= -- Ein Kranken- oder Armenhaus.
=Hydropathie.= -- Wasserheilkunde.
=Hydropathisch.= -- Die Wasserheilkunde betreffend, durch Wasser heilend.
=Hymen.= -- Das Jungfernhäutchen.
=Hysterie.= -- Mutterbeschwerde, Mutterweh.
=Hysterisch.= -- Mutterkrank.
=Indirekt.= -- Nicht geradezu, durch Umwege, mittelbar.
=Inspiriren.= -- Begeistern, anfeuern.
=Instrument.= -- Das Werkzeug, Hülfsmittel.
=Intelligent.= -- Einsichtsvoll, verständig.
=Katalepsie.= -- Starrsucht, Schlafsucht.
=Klima.= -- Himmelsstrich.
=Klystier.= -- Eine Einspritzung in den After.
=Kolik.= -- Die Darmgicht, der Darmkrampf.
=Konserve.= -- In Zucker eingemachte Früchte, auch Blumen-Kräuterzucker.
=Konvulsion.= -- Zuckung.
=Liniment.= -- Die flüssige Salbe, Schmiersalbe.
=Liquör.= -- Geistige, zubereitete Flüssigkeit.
=Lochien.= -- Der Geburtsfluß.
=Lokalmittel.= -- Mittel, die örtlich angewandt werden.
=Lymphatisch.= -- Das Blutwasser betreffend, oder dazu gehörig.
=Magnetismus.= -- Die magnetische oder anziehende Kraft.
=Malaria.= -- Ungesunde Luft, Sumpfluft.
=Materie.= -- Stoff, Inhalt.
=Medicin.= -- Die Arznei, das Heilmittel, die Heilkunst.
=Medicinisch.= -- Heilkräftig, Heilkunde, ärztlich.
=Melancholie.= -- Schwermüthigkeit, Trübsinn.
=Melancholisch.= -- Schwermüthig, trübsinnig.
=Menstruation.= -- Die monatliche Reinigung, der Monatsfluß.
=Merkurialmittel.= -- Quecksilbermittel.
=Moralisch.= -- Sittlich.
=Nervös.= -- An Nervenübeln leidend.
=Nervosität.= --Nervenreizbarkeit.
=Neuralgie.= -- Der Nervenschmerz.
=Neutralisiren.= -- Die eigenthümlichen Eigenschaften eines oder zweier Körper aufheben.
=Normal.= -- Regelrecht, musterhaft.
=Ointment.= -- Salbe.
=Organ.= -- Das Werkzeug, das Sinnwerkzeug.
=Organismus.= --Der innere Zusammenhang, Gliederbau.
=Operation.= -- Heilverfahren der Wundärzte.
=Operiren.= -- Wundärztliche Arbeiten, um eine Heilung zu bewirken, schneiden, stechen.
=Paralysiren.= -- Lähmen, entkräften.
=Paralysirung.= -- Lähmung.
=Paralysirt.= -- Gelähmt, entkräftet.
=Paregoricum.= -- Linderungsmittel.
=Patent-Medizin.= -- Arzneien, auf welche ein Patent ausgestellt ist.
=Patient.= -- Der Leidende, Kranke.
=Penis.= -- Das männliche Glied.
=Perfümerie.= -- Wohlriechende Stoffe.
=Perfümeriren.= -- Beduften, wohlriechend machen.
=Periode.= -- Zeitabschnitt, Zeitraum, monatliche Reinigung.
=Pharmacie.= -- Arzneibereitungskunst.
=Physiologie.= -- Die Lehre vom menschlichen Körper.
=Physiologisch.= -- Die Lehre den menschlichen Körper betreffend.
=Poren.= -- Oeffnungen in der Haut.
=Präparat.= -- Das bereitete Arzneimittel.
=Primär.= -- Ursprünglich, vorhergehend.
=Publikum.= -- Die Welt, die Leute.
=Pupille.= -- Augapfel, Augenstern.
=Purganz.= -- Abführungsmittel, Reinigungsmittel.
=Qualität.= -- Beschaffenheit, Eigenschaft, Güte.
=Quantität.= -- Menge, Größe, das Maaß.
=Recept.= -- Vorschrift zur Zubereitung einer Arznei.
=Reguliren.= -- Ordnen.
=Rheumatismus.= -- Gliedreißen, Gliederfluß.
=Robust.= -- Stark, kräftig.
=Ruin.= -- Verfall, Zerrüttung.
=Scenerie.= -- Landschaft.
=Secundär.= -- Untergeordnet, nachfolgend.
=Skelet.= -- Gerippe.
=Skropheln.= -- Drüsengeschwulst, Halsgeschwulst.
=Skrophulös.= -- Drüsenkrank.
=Skrupel.= -- Apotheker-Gewicht, 20 Grane.
=Spezifisch.= -- In der Eigenthümlichkeit gegründet.
=Spirituös.= -- Geistig.
=Stadium.= -- Verlaufzeit einer Krankheit.
=Stimulant.= -- Reizmittel.
=Stimuliren.= -- Reizen.
=Substanz.= -- Wesen, Stoff, Hauptbestandtheil.
=Sympathetisch.= -- Mitempfindend.
=Symptome.= -- Zeichen, Krankheitskennzeichen.
=Syphilis.= -- Lustseuche, venerische Krankheit.
=Syphilitisch.= -- Lustseuchenkrank.
=System.= -- Zweckmäßig zusammengesetztes Ganzes, Ordnung, Zusammenhang.
=Tabelle.= -- Tafel, übersichtliches Verzeichniß.
=Technisch.= -- Kunstmäßig, kunstgerecht.
=Temperament.= -- Gemüthsart, Gemüthsstimmung.
=Temperatur.= -- Der Wärmegrad der Luft.
=Tertiär.= -- Die dritte Stelle in der Folge einnehmend.
=Theorie.= -- Wissenschaftliche Kenntniß, Lehre, Vorstellungsart.
=Tinktur.= -- Ein Auszug, Kraftwasser.
=Titel.= -- Aufschrift, Ueberschrift.
=Tonic.= -- Stärkemittel.
=Tonisch.= -- Spannend, stärkend.
=Total.= -- Gänzlich, völlig.
=Typhoid oder Typhus.= -- Fieber, Nervenfieber.
=Unze.= -- Gewicht, 1/12 Pfund.
=Varicös.= -- Krampfadrig.
=Vegetabilisch.= -- Zu den Pflanzen gehörig.
=Ventilation.= -- Luftzug, Auslüftung.
=Vision.= -- Die Erscheinung.
=Vulva.= -- Gebärmutter, Mutterscheide.
Alphabetisches Inhalts-Verzeichniß.
A
Seite.
Abgewöhnung 418
Abkochungen 495
~Abortus~ 390
Aconitum- (Eisenhut) Liniment 497 „ Tinktur 500
Anschwellen der Gliedmaßen während der Schwangerschaft 383
Anschwellen und Verlängerung des Zäpfchens 200
Anweisungen 477
Apfelwasser 480
Appetit, krankhafter 253
Appetitlosigkeit 253
Arnica-Tinktur 501
~Arrow root Gruel~ 480
Athem, widerwärtiger Geruch des 182
Aufgüsse 496
Augapfel, Entzündung des 133
Augen, chronische Entzündung der 136 „ „ skrophulöse Entzündung der 137 „ fremde Körper im 146 „ nasse oder thränende 139
Augenlid, Entzündung des 131 „ Entzündung des Randes des 131 „ Gerstenkorn am 139 „ Niederfallen des 131
Augenschwäche 140
Ausrenkungen 512 „ des Gaumens 513
Ausrenkung des Schlüsselbeins 513 „ der Schulter 514 „ des Ellbogens 515 „ des Handgelenkes 515 „ der Knochen der Finger 516 „ des Hüftknochens 516 „ der Kniescheibe 517 „ des Kniegelenkes 517 „ des Knöchels 518
Ausschlag 17 „ des Gesichts 167
Ausschlagfieber 17
Auszehrung 246
B
Baden, allgemeine Regeln fürs 493
Bäder 484
Bähungen 496, 504
Bandagen 505
Behandlung der Brüste 395
Belladonna-Salbe 498 „ Pflaster 498
Beulen 521
Bistersalbe 498
Blase, Entzündung der 326
Blasenstein 331
Blattern 42 „ Unterschied zwischen Windpocken und 41
Blatterflechte 53
Blatterrose 21
Blauer (Keuch) Husten 442
Bleichsucht 351
Bleisaure Salbe 498
Blindheit 140
Blutandrang nach dem Kopfe 106
Blutfluß nach der Entbindung 400
Blutharnen 332
Blutwurzel-Mischung 497
Brauchbare Anweisungen 477
Bräune 439 „ krampfartige 439 „ häutige 439
Bronchitis 209
Brüche 319
Brüste, Behandlung der 394 „ Aufgebrochene 407
Brustbeklemmung 233
Brustfellentzündung 226
Brustquetschung 252
Brustwarzenwunde 405
Brustwassersucht 243
C
~Carbunkel~ 521
Catarrh 156 „ chronischer 160
Catarrh, Kopfweh durch 114
Cholera Morbus 308 „ asiatische 311 „ Infantum 434
Chronischer Catarrh 160
Colchicum-Tinktur 501
Colic, Magen- 271 „ Gallen- 271 „ Blei- oder Malers 272 „ Menstrual- 359 „ Kinder- 444
Comfrey-Wein 497
Convulsionen 422
Croup 439
D
Decoctionen 495
Delirium Tremens 464
Diarrhöe 300 „ während der Schwangerschaft 384 „ nach der Entbindung 409
Diphtheritis 201
Dosentabelle 502
Durchfall 300 „ während der Schwangerschaft 384 „ nach der Entbindung 409
Durchstechen des Ohrläppchens 154
Dysenterie 304
Dyspepsie 253 „ während der Schwangerschaft 386
E
~Egg Nog~ 478
Eierbranntwein 478
Eierpunsch 478
Einspritzungen 493
Einwachsen des Zehennagels 522
Eiskampher 495
Eiterung der Nase 160
Engbrüstigkeit 239
Entbindung 396 „ Behandlung nach der 398
Entzündliches Fieber 66
Entzündung des Gehirns 75 „ des Augapfels 133 „ des Augenlids 131 „ der Augen, chronische skrophulöse 137 „ u. Anschwellen der Nase 155 „ u. Anschwellen der Zunge 185 „ der Luftröhre 209 „ der Lungen 220 „ des Herzens 230 „ des Magens 280 „ der Gedärme 284 „ der Leber 286 „ der Milz 292 „ der Nieren 323 „ der Blase 326
Erbrechen 265
Erfrischender Trank bei Fieber 478
Erfrorene Gliedmaßen 514
Erkältung im Kopfe 156
Erythema 21
Essenzen 491
F
Fallsucht 466
Fehlgeburt oder Abortus 390
Fieber, remittirendes oder Gallen 79 „ Wechsel 84 „ gewöhnliches 65 „ Ausschlag 17 „ Scharlach 30 „ Nerven 69 „ gelbes 92 „ Lungen 220 „ Milch 403 „ Kindbett 409 „ erfrischender Trank bei 478, 479
Fingergeschwür 522
Finne, einfache 167 „ rosige 167 „ blatterige 167
Flachssamenumschlag 503
Flechten 53 „ Blatter 53
Fleischbrühe 481
Fleischthee 481
Fremde Körper im Auge 146 „ „ im Ohr 154 „ „ in der Nase 164 „ „ in der Luftröhre 252
Friesel, Scharlach 29
Frostbeulen 50
G
Galbanumpflaster, zusammengesetzt 499
Gallenfieber 79
Gebärmutter, Vorfall der 367
Gedärmentzündung 284
Gehirnentzündung 75
Gelee Korinthen 479 „ Kalbsfuß 482 „ Irisches Moos 480 „ Hausenblase 480
Gelbes Fieber 92
Gelbrübenumschläge 498
Gelbsucht 290 „ der Kinder 421
Gemüse-Suppe 481
Gemüthsbewegungen üben Einfluß auf die Milch aus 417
Gerstenkaffee 478
Gerstenkorn am Augenlid 139
Gesichtsausschlag 167
Gesichtsflecken 173
Gesichtsrose 166
Gesichtschmerz 169
Gesichts- und Kinnbackenlähmung 174
Gewichte, trockene 502 „ flüssige 502
Gewürzpflaster 499
Gicht 454
Gifte und Gegengifte 524
Goldader 315
Grindkopf 60
Gruel 477 „ von Reis 479 „ von Wasser u.s.w. 479 „ von Sago 480 „ von Pfeilwurz 480
Gummi Arabicum Mischung 479
H
Haar, Ausfall des 129 „ Stärkemittel und Oele für das 129
Hafermehlkaffee 478
Haferschleim 477
Hals, Krankheiten des 194 „ weher 194 „ eiternder 198
Halsentzündung, gewöhnliche 194 „ eiternde 198
Hammelfleischbrühe 481
Hammelfleischthee 481
Hämorrhoiden 315 „ während Schwangerschaft 381
Harnfluß 329
Harnruhr 330
Harnträufeln 330
Harnverhaltung 327
Hartleibigkeit 297 „ während Schwangerschaft 381 „ nach der Entbindung 409
Harzwachssalbe 495
Hausenblasen-Gelee 480
Haut, Krankheiten der 17 „ Durchscheuern und Wundheit der bei Kindern 421
Hefen-Umschlag 504
Heiserkeit 208
Heißhunger 253
Herz, Entzündung des 230 „ Klopfen des 232 „ Neuralgie des 233
Holzkohlenaufschläge 498
Hüftentzündung 458
Hühneraugen 62
Hühnerfleischbrühe 481
Hühnerpanade 482
Husten 217 „ Keuch- oder Stick- 442
Hydropathische Behandlung 484
Hypochondrie 99
Hysterie 102 „ während der Schwangerschaft 386
I
Impfung 48
Influenz 215
Intermittirendes Fieber 84
Johannisbeeren- oder Korinthen-Gelee 479
~Irish moss Jelly~ 480
Irrsinn 105
~Isinglass Jelly~ 480
Jucken der Geschlechtstheile während der Schwangerschaft 380
Jucken und Reizung der Haut 49
K
Kalbsfuß-Jelly 479
Kampher-Mischung 497 „ Eis 495 „ Liniment 497 „ „ zusammen gesetztes 497 „ zusammengesetzte Tinktur 500
Karfunkel 521
Kehlsucht 446
Kermesbeerumschlag 504
Keuchhusten 442
Kind, Kleidung des 415 „ Scheintod neugeborner 415 „ Diät neugeborner 416 „ Anschwellen und Verlängerung des Kopfes 417 „ Anschwellen der Brüste neugeborner 417 „ Kost statt des Säugens 418 „ Ruhe- und Schlaflosigkeit 421 „ Durchscheuern und Wundheit der Haut 421 „ Gelbsucht der 421 „ Remittirendes Fieber der 432 „ Colik der 444
Kindbett 396 „ Dauer des 401 „ Kost &c. während des 401
Kindbettfieber 409
Kindspech 417
Kinnbackenkrampf 174
Kleidung der Kinder 415
Klingen in den Ohren 150
Klystiere oder Einspritzungen 493
Kopf, Blutandrang nach dem 106
Kopfwassersucht 430
Kopfweh durch Katarrh verursacht 114 „ durch Blutandrang verursacht 116 „ durch Rheumatismus verursacht 117 „ durch Hartleibigkeit und Unterleibsbeschwerden verursacht 119 „ sympathetisches 121 „ nervöses 125
Krämpfe 422, 462
Krankenkost 477
Krankenpflege 474
Krankheiten der Haut 17 „ des Geistes 99 „ des Kopfes 106 „ der Augen 131 „ der Nase 155 „ des Gesichts, der Lippen und Kinnbacken 166 „ des Halses 194 „ der Luftröhre u. der Brust 208 „ des Magens und der Gedärme 253 „ der Urin- und Geschlechtsorgane 323 „ der Zähne, des Zahnfleisches und des Mundes 178
Krätze 57
Krebs an der Nase 161 „ am Mund 186
Kropf 461
Kurzsichtigkeit 144
L
Lähmung 462 „ des Augenlids 131 „ des Gesichts und der Kinnbacken 174
Laufen des Ohrs 153
~Lead Plaster~ 499
Leberentzündung 286
Leinsamenthee 477
Licht, Temperatur und Lüftung während des Kindbetts 399
Liniment Kampher 497 „ Aconitum 497 „ zusammengesetztes Kampher 497 „ ~Opodeldoc~ 497
Lobelia-Tinktur 500 „ zusammengesetzte Tinktur der 501 „ Umschlag 504
Lochien 402 „ Unterdrückung der 402 „ Uebermäßige 403
Lockjaw 174
Luftröhre und Brust, Krankheiten der 208 „ Entzündung der 209 „ fremde Körper in der 252
Lungenbluten 236
Lungenentzündung 220
Lustseuche 336
M
Magenkrampf 268
Magen, Neuralgie des 268 „ weh oder Colik 271 „ Entzündung 280
~Malignant Quinsy~ 198
Mangel an Appetit 253
Manie 105
Masern 25 „ und Scharlachfieber, Unterschied zwischen 29 „ Vorbeugungsmittel gegen 29
Maße 502 „ Haus- oder annährende 502
Mastdarmvorfall 318
Mehl gekochtes 481
Melancholie 105
Menstrual Colik 359
Menstruation unterdrückte 361 „ Aufhören der 364 „ verzögerte u. unterdrückte 349 „ Störungen der 349 „ schwere 359 „ übermäßige 356
Milchfieber 403 „ Ausbleiben der 404 „ Uebermäßige Ansammlung der 405 „ Geschwulst 411 „ Punsch 478 „ Suppe 480 „ „ französische 483
Milchschorf 58
Milz, Entzündung der 292
Mischung, Kampher 497 „ zus. Blutwurzel 497
Molken, Rennet 481 „ Essig 481 „ Alaun 481 „ Senf 482 „ Orangen 482 „ süße 482 „ Wein 482
Monatliche Reinigung -- siehe Menstruation.
Mund, schlechter Geschmack im 183
Mundkrebs 186
Mundschwamm 428
~Mumps~ 446
Mutterharzpflaster 499
Myrrhen, zusammenges. Tinktur 501
N
Nabel, Verbinden des 399
Nachwehen 399
Nagel, Einwachsen des in der Zehe 522
Nase, Entzündung und Anschwellen 155 „ Bluten der 155 „ Polyp der 161 „ Krebs der 62 „ fremde Körper in der 164
Nervenfieber 69
Nervöses Kopfweh 125
Nesselfieber 17
Neuralgie 169 „ im Herzen 233 „ im Magen 268 „ im Kopf 125
O
Ohnmacht 469
Ohr, fremde Körper im 154
Ohrensausen, Klingen 150
Ohrenschmerz 149
Ohrfluß, Ohrlaufen 153
Ohrläppchen, Durchstechen des 154
Onanie 333
P
~Packing, wet sheet~ 487
~Pack sweating~ 488
~Pail douche~ 486
Panade 479
~Pemphigus~ 53
Pfeilwurz-Gruel 480
Pflaster 498 „ Belladonna 498 „ Gewürz 499 „ Blei 499 „ zusammenges. Mutterharz 499
Pharmacie 495
~Piles~ 315
Pleuresie 226
~Pneumonia~ 220 „ bei alten Leuten 226
Pocken 42
Podagra 454
Polypus der Nase 161
Pulver 499 „ zus. Aloe und Cannellen 499 „ zusammengesetztes Rhabarber 499 „ zus. Rhabarber u. Potasche 499 „ Wurm 499 „ ~Neutralizing~ 499
Q
Quetschungen 519
Quittenwein 479
R
Rahm, kalter 494
Recepte (Anweisungen) 477
Reiswasser 478
Remittirendes Fieber 79 „ „ der Kinder 432
Rheumatismus 448 „ Kopfweh durch 119
Rindfleischthee 477
Ringwurm 52
Rippenfellentzündung 226
Rose 20 „ phlegmonische 21 „ des Gesichts und der Lippen 166 „ Blatter 21
Rosenwassersalbe 498
Rothlaufgürtel 53
Ruhelosigkeit und Schlaflosigkeit der Kinder 421
Ruhr 304
S
Sago Gruel 480
Salbe, essigsaure Blei- 498 „ Zinkoxyd 498 „ Belladonna 498 „ Rosenwasser 498 „ Bitter 498 „ Zusammengesetzte Schwefel 498
Salbeithee, 478
Sausen in den Ohren 450
Säuferwahnsinn 464
~Scarlatinosa~ 30 „ ~angina~ 31 „ ~simplex~ 31 „ ~maligna~ 31
Schamjucken 380
Scharbock 489
Scharlachfieber 30 „ Vorbeugungs-Mittel gegen 34
Scharlachfriesel 29 „ Unterschied zwischen Scharlachfieber und 29 „ Unterschied zwischen Masern und 29
Scheintod neugeborener Kinder 415 „ durch Hunger 470 „ „ Ertrinken 471 „ „ Erfrieren 472 „ „ Erhängen 472 „ „ Blitz 472 „ „ schädliche Dünste 472 „ „ Schlag oder Fall 473 „ „ heftige Aufregung 474
Schenkel-Geschwulst 411
Schielauge 144
Schienen 506
Schlaflosigkeit 462
Schlagfluß 109
Schlangenwurzel, schwarze, zusammengesetzte Tinktur der 500
Schlüpfriger Ulmumschlag 504
Schmerzen bei Geburtswehen 397
Schnupfen 427
Schorf 53
Schwäche der Augen 140
Schwangerschaft 375 „ Zeichen der 375 „ Erhaltung der Gesundheit während der 377 „ Schamjucken während der 380 „ Krampfvaricöse Adern 381 „ Hämorrhoiden während der 381 „ Hartleibigkeit während der 383 „ Diarrhöe während der 384 „ Speichelfluß während der 386 „ Zahnschmerz während der 386 „ Dyspepsie während der 386 „ Hysterie während der 386 „ Herzklopfen während der 387 „ Kopfweh während der 387 „ Husten während der 388 „ Krämpfe während der 388 „ Harnfluß während der 389 „ Harnzwang während der 389 „ Blutfluß während der 390 „ Falsche Wehen während der 393
Schwarzer Staar 140
Schwefelsalbe, zusammengesetzte 498
Schwerhörigkeit 151
Schwermüthigkeit 99
Schwindel 107
Scorbut 189
Seekrankheit 267
Seitenstechen 229
Selbstbefleckung 333
Senfpflaster 503
~Shingles~ 53
Sodbrennen 253
Sommerkrankheit oder Cholera Infantum 434
Sonnenstich 113
Spanische Fliegen-Tinktur 500
Speichelfluß 191 „ während der Schwangerschaft 386
~Splints~ 506
Stammeln 192
St. Antonius Feuer 27
Stein in der Blase 331
Stickhusten 442
Stillende, wunder Mund der 413
Sympathetisches Kopfweh 122
Syphilis 336
T
Tapioca Gelee 480
Taubheit 151
Thränende Augen 139
Tinktur, Aconitum 500 „ spanische Fliegen 500 „ Lobelia 500 „ schwarze Schlangen-Wurzel zusammengesetzte 500 „ zusammengesetzte Kampher 500 „ „ Colchicum 501 „ „ Lobelia 501 „ „ Myrrhen 501 „ zus. virg. Schlangenwurzel 501 „ Arnica 501 „ Kampher 501
Toastwasser 477
Tripper 339
~Trismus~ 175
Typhus 69
U
Uebelsein am Morgen 378
Uebelkeit 265
Ulmenrindenschleim 480
Umschlag 503 „ Holzkohlen 504 „ schlüpfriger Ulmenrinde 504 „ Lobelia 504 „ Senf 503 „ Kermesbeeren 504 „ gelbe Rüben 503 „ Brod und Milch 504 „ Hefen 504
Unterleibswassersucht 320
Unverdaulichkeit 253
Urin, Verhaltung des 327 „ Fluß 329 „ Blut im 332
V
Varicöse Adern während der Schwangerschaft 381
Varioliden 49
Vegetabilische Suppe 481
Veitstanz 468
Venerie 336
Verbinden des Nabels 399
Verbrennungen 520
Verbrühungen 520
Verstauchungen 519
Verstopfte Nase 427
Virginische Schlangenwurzel, zusammengesetzte Tinktur der 501
Vorbeugungsmittel gegen Masern 28 „ „ Scharlachfieber 34
Vorfall des Mastdarms 318 „ der Gebärmutter 367
W
Wachssalbe 495
Wahnsinn 105
Warzen 63
Wassergruel 479
Wasserpocken 40
Wassersucht des Gehirns 430 „ der Brust 243 „ des Unterleibs 320
Wechselfieber 84
Wehen 396 „ falsche 393
Weher Hals 194
Wein, zusammengesetzter Wallwurz (~Comfrey~) 497 „ ~bitters~, ~restorative~ 497
Weißer Fluß 370
Weiße Schenkelgeschwulst 411
Weitsichtigkeit 144
Wickelbänder 505
Windpocken 40 „ Unterschied zwischen Pocken und 41
Wurmpulver 499
Würmer 294
Z
Zahnen 426
Zähne, Verfall der 181
Zahnfleischschwären 184
Zahnpulver 182
Zahnweh 178
Zäpfchen, Entzündung und Verlängerung des 200
Zehen, Einwachsen des Nagels der 522
Ziegenpeter 446
Zittermahl 52
Zunge, Entzündung und Anschwellen der 185
Zusammengesetztes Pulver von Aloe und Cannell 499
Zusammengesetzter Rhabarber 499
Zusammengesetzter Rhabarber und Potasche 499
####################################################################
Anmerkungen zur Transkription:
Der vorliegende Text wurde anhand der 1869 erschienenen Buchausgabe erstellt. Satzzeichen wurden stillschweigend korrigiert bzw. ergänzt, dasselbe gilt für Verweise mit falschen Angaben zu den Seitenzahlen im Buch. Einigen Punkten im Inhaltsverzeichnis stehen im Text keine entsprechenden Abschnitte gegenüber.
Sowohl deutsch- als auch englischsprachige Ausdrücke sind zum Teil stark von der jeweils anderen Sprache beeinflusst. Einige englische Wörter sind orthographisch falsch, lautmalerisch aber der korrekten Form ähnlich. Darüberhinaus werden stellenweise moderne und altertümliche Begriffe miteinander vermischt; außerdem wurden oftmals ungewöhnliche Wortformen verwendet. Alle diese Stellen wurden nicht verändert, wenn es sich nicht offensichtlich um Druckfehler, wie beispielsweise Buchstabenverwechslungen, handelt. Grammatikalische Fehler wurden nicht korrigiert, sofern sie den Sinn des Textes nicht verfälschen.
Die Bedeutungen von deutschen und englischen Begriffen, insbesondere in den Rezeptmischungen, stimmen nicht immer überein; einige Angaben scheinen auch falsch zu sein. Da hier über die Korrektheit der Begriffe aber nicht entschieden werden kann, wurden keine Änderungen vorgenommen. Inkonsistenzen in Schreibweisen sowie in der Verwendung von gesperrtem Text wurden dem Original entsprechend beibehalten.
Korrekturen:
S. 5: ‚nnter‘ → ‚unter‘ S. 19: ‚Schlaflogkeit‘ → ‚Schlaflosigkeit‘ S. 23: ‚Austern, Clams u. s. w.‘: Das Satzende fehlt, dennoch erschließt sich der Sinn ohne weiteres; deshalb wurde hier keine Änderung vorgenommen. S. 24: ‚Oragen-Schale‘ → ‚‚Orangen-Schale‘ S. 33: ‚entzüntet‘ → ‚entzündet‘ S. 35: ‚Ausschlhg‘ → ‚Ausschlag‘ S. 40: ‚Schwertlilen‘ → ‚Schwertlilien‘ S. 71: ‚entfernt‘ → ‚entleert‘; ‚Taunic acid‘ → ‚Tannic acid‘ S. 72: ‚Chimirten Baldrian‘ → ‚Chinirten Baldrian‘ S. 83: ‚Altheewurzrl‘ → ‚Altheewurzel‘ S. 89: ‚Diensttag → ‚Dienstag‘ S. 98: ‚Sequi-carbonate‘ → ‚Sesqui-carbonate‘ S. 109: ‚blutunlaufenem‘ → ‚blutunterlaufenem‘ S. 117: ‚Personnen‘ → ‚Personen‘ S. 118: ‚Coloyquinthen‘: korrigiert und harmonisiert zu ‚Koloquinthen‘ S. 129: ‚Fiegen‘ → ‚Fliegen‘ S. 138: ‚Augapfeln‘ → ‚Augäpfeln‘ S. 139: Zwischenüberschrift ‚Behandlung‘ fehlt im Original und wurde eingefügt. S. 140: ‚Glancoma‘ → ‚Glaucoma‘ S. 142: Seiten‘ wurde eingefügt S. 145: ‚und die Kost sollte sorgfältig geordnet wird‘: ‚sollte‘ wurde entfernt; ‚Pfefferwünzwasser‘ → ‚Pfeffermünzwasser‘ S. 153: ‚Mohnsamen- (hoppies)‘ → ‚Mohnsamen- (poppies)‘ S. 185: ‚Entzündungen‘ → ‚Entzündung‘; ‚unterlausen‘ → ‚unterlaufen‘ S. 188: ‚alle zwei, drei oder‘: ‚vier‘ wurde eingefügt S. 190: ‚Hinfälligfälligkeit‘ → ‚Hinfälligkeit‘ S. 191: ‚sulphurid acid‘ → ‚sulphuric acid‘ S. 195: ‚Flachsamen-Limonade‘ → ‚Flachssamen-Limonade‘ S. 200: ‚Nitrate of silber‘ → ‚Nitrate of silver‘ S. 201: ‚Heiserheit‘ → ‚Heiserkeit‘ S. 205: ‚Per-Maganate‘ → ‚Per-Manganate‘ S. 209: ‚Fääen‘ → ‚Fällen‘ S. 227: ‚Phorphorus‘ → ‚Phosphorus‘ S. 228: ‚8–16 Grane.‘: Im Original steht hier das Wort ‚Drachmen‘. Es wurde aber durchgestrichen und darunter gedruckt: ‚grains.‘ In einer späteren Ausgabe des Buches steht an dieser Stelle: ‚Grane.‘ Die Stelle wurde daher zu ‚Grane‘ korrigiert. S. 238: ‚Terpertingeist‘ → ‚Terpentingeist‘; ‚räuspender Husten‘ → ‚räuspernder Husten‘ S. 247: ‚Befriedidigung‘ → ‚Befriedigung‘ S. 253: doppeltes der‘; eines wurde entfernt S. 255: ‚Gerüchte‘ → ‚Gerichte‘ S. 256: ‚rothe Rüben (buts)‘ → ‚rothe Rüben (beets)‘ S. 260: ‚herrüht‘ → ‚herrührt‘ S. 271: ‚erforlich‘ → ‚erforderlich‘ S. 287: ‚Lungenentzündung‘ → ‚Leberentzündung‘ S. 302: ‚Löwenzahl-‘ → ‚Löwenzahn-‘ S. 310: ‚mii‘ → ‚mit‘ S. 315: ‚und mehre‘ → ‚und mehr‘ S. 329: ‚öfers‘ → ‚öfters‘ S. 332: ‚Hœmaturia‘ → ‚Hæmaturia‘ S. 340: ‚chorda venerea ein, ...‘ → ‚chorda venerea, ...‘ S. 364: ‚Seunden‘ → ‚Stunden‘ S. 365: ‚Jalappen-Pulper‘ → ‚Jalappen-Pulver‘ S. 404: ‚senna or jalap‘ → ‚senna and jalap‘ S. 409: ‚erfahreren‘ → ‚erfahrenen‘ S. 410: ‚Erklätung‘ → ‚Erkältung‘ S. 421: ‚unter den Armmen‘ → ‚unter den Armen‘ S. 424: ‚Entozoic powder‘ → ‚Enterozoic powder‘; ‚stachliche Eschbeeren‘; sollte wohl heißen: ‚stachliche Eschbeerenrinde‘, wurde aber so belassen; ‚Convusionen‘ → ‚Convulsionen‘ S. 426: ‚Desertlöffel‘ → ‚Dessertlöffel‘ S. 427: ‚Gewahrt‘ → ‚Gewährt‘ S. 437: ‚4 Drachme‘ → ‚4 Drachmen‘ S. 458: ‚Caxalgia‘ → ‚Coxalgia‘ S. 462: ‚Heplegia‘ → ‚Hemiplegia‘ S. 488: doppeltes ‚und‘; eines entfernt S. 489: ‚den Krankeu‘ → ‚den Kranken‘ S. 521: ‚Ferunculus‘ → ‚Furunculus‘ S. 525: ‚Peruvian baak‘ → ‚Peruvian baak‘; ‚Zuckee‘ → ‚Zucker‘ S. 526: ‚angegeben sind‘ → ‚angegeben ist‘ S. 531: ‚der Leib ist hart nnd‘ → ‚der Leib ist hart und‘ S. 544: ‚Luftröhe‘ → ‚Luftröhre‘ S. 547: ‚Zahnfleischgeschwären‘ → ‚Zahnfleischschwären‘