Flora von Deutschland Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden und angebauten Pflanzen (part 2 of 3)
R. gelértii Friderichsen
12. Sch. mit aus br. Grunde pfrieml. Stch.; Blättch. fein gesägt; Endblättch. elliptisch od. verkehrt-eif., kurz zugespitzt; Rispe verlängert, zugespitzt; Stbblätt. griffelhoch od. kürzer; Bltn klein. Bergwälder, zerstr. im Südwesten.
R. cunctátor Focke
-- Stbblätt. länger als die Gr.
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13. Sch. stark zottig behaart; Blätt. meist fußf. 5zählig; Blättch. ungleich grob gesägt; Bltn anfangs weiß, später Stb. rosa u. Gr. u. Bltnboden dunkelrot. Zerstr. am linken Rheinufer
R. erubéscens Wirtgen
-- Sch. spärlich behaart, innere Bltnteile nicht dunkelrot werdend
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14. Sch. dünn, hellgrün, oft oberseits rotbraun anlaufend, mit viel. kurz., meist rötl. Stch., ohne Stchhöcker; Blätt. meist 3zähl., etwas lederig, Endblättch. verkehrt-eif., mit kurzer aufgesetzt. Spitze; Rispe l. und schmal; Bltn stets weiß. Zerstr. von Schleswig bis Westfalen, südlicher Schwarzwald
R. egrégius Focke
-- Sch. mit kräftig. Stch. und mehr od. weniger Stchhöckern
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15. Sch. kantig, oft kahl; Endblättch. meist aus abgerundet. Grunde verkehrt-eif., kurz zugespitzt; Rispe schmal, gedrungen; Stieldrüsen der Bltnstiele z. T. die Behaarung weit überragend; Bltn blaßrosa. Sehr zerstr. von Holstein bis Rheinland, Schwarzwald, Vogesen
R. apiculátus Wh. N.
-- Rispe kurz und locker, oft sperrig; Endblättch. mit ausgerandetem Grunde
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16. Sch. hochbogig, bereift, in der Mitte kantig u. flachseitig; Blätt. meist fußf. 5zählig; Endblättch. allmähl. zugespitzt. Sehr zerstr., Königr. Sachsen
R. acanthódes Hofm.
-- Sch. flachbogig, oben kantig, oft gefurcht; Blätt. 3- bis fußf. 5zählig; Endblättch. kurz zugespitzt. Zerstr. in Süddeutschl.
R. caflíschii Focke
17. Endblättch. eif., verkehrt-eif. od. elliptisch
18
-- Endblättch. br. herzeif., l. zugespitzt
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18. Endblättch. allmähl. lang zugespitzt $(vergl. R. grémlii Focke, 4. Gr. Villicaules 12)$.
-- Endblättch. kurz zugespitzt; Stbblätt. die Gr. überragend
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19. Sch. rundl. bis stumpfkantig, reichl. behaart, mit fast gleichen, aus br. Grunde kurz pfrieml. Stch. ohne Stchöcker; Endblättch. längl. verkehrt-eif.; Rispe kurz, sperrig; Bltnstiele mit Stieldrüsen von verschied. Länge. Sehr zerstr., Schlesien, Posen, Sachsen, Brandenburg, Schwarzwald
R. glaucovírens Maaß
(Nahe verwandt ist R. anglo-saxónicus Gelert.)
-- Sch. kantig, spärl. behaart od. fast kahl, mit Stchhöckern; Endblättch. schmal elliptisch od. eif.
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20. Sch. meist auffallend dunkelbraun, fast kahl; Blättch. grob gesägt; Endblättch. eif.; Bltnstiele angedrückt filzig, mit den Filz überragend. Stieldrüsen; Bltn hellrosa. Rheinland, Westfalen
R. melanóxylon P. J. M. u. Wirtgen
-- Blättch. gleichmäß. fein gesägt; Endblättch. meist schmal elliptisch; Bltnstiele mit dicht abstehend. Behaarung und darin versteckten kurzen Stieldrüsen. Schwarzwald, Vogesen
R. podophýllos P. J. M.
21. Sch. kräftig, kantig; Blätt. meist gefingert 5zähl.; Endblättch. allmähl. zugespitzt; Bltnstiele dünnfilzig. Sehr zerstr. in Ostdeutschland (vergl. 3. Gr. Candicantes, 3)
R. silesíacus Weihe
-- Sch. rundl. bis stumpfkantig; Blätt. 3zähl.; Endblättch. groß, plötzlich in eine l. Spitze verschmälert; Bltnstiele abstehend behaart. Sehr zerstr., Thüringen, Sachsen, Süddeutschl.
R. helvéticus Gremli
8. Gruppe Vestiti.
1. Kz. an der Fr. zurückgeschlagen (nach dem Verblühen oft zuerst locker abstehend)
2
-- Kz. an der Fr. abstehend od. aufrecht (zur Blütezeit oft locker zurückgeschlagen)
6
2. Sch. kantig, rot, locker abstehend behaart, ohne od. mit spärl. Stieldrüsen und kräftig., gerad. Stch.; Blätt. 5zähl., grob u. ungleich gesägt; unterseits samtig weichhaarig, grün; Rispe pyramidenf.; Kz. anfangs locker abstehend; Bltn blaßrosa. Zerstr. in Nord- und Mitteldeutschland
R. pyramidális Kaltenbach
-- Sch. stumpfkantig od. rundl., verworren behaart od. kurzhaarig, und dann mit reichl. Drüsen und Stchchen
3
3. Blätt. br., oft rundlich; Sch. violettbraun
4
-- Blätt. verkehrt-eif. od. elliptisch; Bltn schön rosa
5
4. Sch. dicht verworren behaart; Bltnstiele filzig zottig; Blättch. unterseits samtig-weichhaarig, oft graufilzig; Rispe oben gleich br.; Bltn weiß bis lebhaft rosa. Verbreitet im Rheingebiet, Niedersachsen, Schleswig-Holstein
R. vestítus Wh. N.
(Nahe verwandte Kleinarten sind R. dasýclados Kerner u. R. lasióclados Focke.)
-- Sch. und Bltnstiele kurzhaarig filzig; Blättch. unterseits angedrückt weißfilzig; Rispe oben verschmälert; Bltn lebhaft rot, Rheingebiet
R. conspícuus P. J. M.
5. Sch. kantig, braun, dicht verworren behaart, mit spärl. Stieldrüsen; Blätt. fußf. 5zähl., unterseits samtig weichhaarig, oft graufilzig; Endblättch. allmähl. kurz zugespitzt; Rispe sehr l. und schmal; Bltnstiele mit spärl. Stieldrüsen. Holstein, Harz
R. macrothýrsos Lange
(Hierher auch der süddeutsche R. festívus P. J. M.)
-- Sch. abgerundet kantig, locker kurzhaarig, mit reichl. Stieldrüsen und Stchch.; Blätt. 3- fußf. 5zählig, unterseits flaumig weichhaarig; Endblättch. l. zugespitzt; Rispe locker, oft kurz. Nur um Malmedy
R. lejeunii Wh. N.
6. Stchborsten und Stieldrüsen des Sch. zieml. gleichartig, viel kleiner als die Stch.; Blätt. regelmäßig fein gesägt, unterseits weichhaarig, grün; Rispe kurz; Bltn blaß- bis lebhaft rosa. Verbreitet in Westdeutschland
R. obscúrus Kaltenbach
[Eine Sammelart, welche R. inscricátus P. J. M., R. rubicúndus P. J. M., und den am weitesten nach Nordost (Nordhannover, Sächs. Schweiz) verbreiteten R. decórus P. J. M. (= R. cruentátus P. J. M.) umfaßt.]
-- Sch. mit vielen ungleichen Stchborsten und Stieldrüsen
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7. Sch. oben rotbraun, dicht behaart, mit gedrängt. Stieldrüsen, Stchborsten und Stch. von verschiedener Länge; Blätt. stets 5zählig; Endblättch. aus herzf. Grunde br. elliptisch; Bltn u. Stb. lebh. rosa. Zerstr. im Rheingebiet
R. fusco-áter Wh. N.
-- Sch. ohne Übergänge zwisch. Stchborsten und größeren Stch.; Blätt. stets od. z. T. 3zählig; Endblättch. meist eif. oder verkehrt-eif.; Bltn weiß od. blaßrosa. Zerstr. in Westdeutschl., sonst selten (Holstein, Schlesien)
R. ménkei Wh. N.
(Sammelart, die neben der Hauptart noch R. bregutiénsis A. Kern, R. teretiúsculus Kaltenb., R. hirsútus Wirtgen, R. suavifólius Gremli und R. macranthélos Marsson umfaßt.)
9. Gruppe Rádulae.
1. Bltnstiele kurzfilzig, mit kurzen, den Filz überragenden Stieldrüsen; Kz. abstehend
2
-- Bltnstiele abstehend zottig behaart, mit selten die Haare überragenden Stieldrüsen
3
2. Sch. kräftig, kantig, gefurcht, kahl od. spärl. behaart; Blätt. meist 5zählig, ungleich grob gesägt, unterseits dünn graufilzig; Rispe ausgebreitet, sperrig; Blblätt. klein, blaßrosa; Stbblätt. wenig länger als die Gr. Zerstr., fehlt im Osten
R. rudis Wh. N.
-- Sch. schwächlich, rundl., bereift, dicht kurzhaarig; Blätt. meist 3zählig, fein gesägt, fast lederig, unterseits grün; Rispe verlängert, zugespitzt; Blblätt. klein, weiß; Stb. die Gr. weit überragend. Sehr zerstr. in Mittel- und Südwestdeutschl., sonst selten
R. scaber Wh. N.
(Hierher als Unterart R. tereticaulis P. J. M.)
3. Blätt. unterseits (besonders in der Jugend) mehr od. weniger graufilzig; Kz. zurückgeschlagen
4
-- Blätt. unterseits grün; Sch. stark behaart
7
4. Sch. und Rispe mit kräftig. Stch. (Fig. 500); alle Blätt. 5zählig
5
-- Rispe mit schwach. Stch. (Fig. 501); Blätt. teils 3-, teils 5zählig
6
5. Sch. rauh von zahlreichen Stchchen u. Borst., spärl. behaart; Blättch. ungleich scharf gesägt; Endblttch. i. eine l. Spitze verschmäl.; Blblätt. br. elliptisch. Verbreitet und z. T. häufig
R. rádula Whe.
-- Sch. meist dunkelbraun und dicht zottig behaart; Blättch. grob doppelt gesägt, oft fast eingeschnitten; Endblättch. elliptisch zugespitzt; Blblätt. längl. Selten. Westfalen $(R. echinátus Lindley)$
R. discérptus P. J. M.
6. Sch. locker behaart, mit viel. kurz. Stieldrüsen u. zieml. kräftig. Stch.; Blätt. unterseits kurzhaarig-weißfilzig, später abblassend; Rispe lang, nach oben verschmälert und blattlos; Bltnstiele mit sicheligen Stch. Harz, Süddeutschl. $(R. indusiátus Focke)$
R. macrostáchys P. J. M.
-- Sch. ziemlich dicht behaart, mit viel. kurz. Stieldrüsen, Stchborsten und schwach. Stch.; Blätt. anfangs unterseits durch dünnen, lockeren Filz grau; Endblättch. eif. od. elliptisch, l. zugespitzt; Rispe oft bis oben durchblättert; Bltnstiele nadelstachelig; Stbblätt. wenig länger, oft kaum so lang wie die Gr. Zerstr. in Westdeutschl., Schleswig.
R. foliósus Wh. N.
(Hierher als Unterart R. sáltuum Focke.)
7. Sch. stumpfkantig, mit mäßig kräftigen Stch.; Blätt. teils 3-, teils 5zählig, gleichmäßig sägezähnig, äußere Seitenblättch. oft sehr kurz gestielt; Endblättch. verkehrt-eif., zugespitzt; Bltnstand kurz, ob. traubig, flachgipfelig; Kz. zurückgeschlagen; Blblätt. schmal elliptisch, rosa. Niedrig. Bergland in Süd- und Westdeutschl.; Niederschlesien, Sachsen
R. corymbósus P. J. M.
-- Blätt. ungleich grob gesägt; Blblätt. meist weiß, seltener blaßrosa
8
8. Sch. stumpfkantig, oben gefurcht, mit zahlreichen, kräftigen Stch.; Blätt. meist 5zählig; Blättch. unterseits dicht kurzhaarig; Endblättch. meist am Grunde abgerundet, verkehrt eif. bis rundl. elliptisch, mit aufgesetzter, oft l. Spitze; Rispe lang, locker, mit sperrigen Ästen; Kz. graufilzig; Bltn weiß od. blaßrosa. Im Gebiet selten. (Schleswig; bei St. Johann a. Saar)
R. babingtónii Bell Salter
-- Sch. rundl., an der Spitze oft kant., mit kurz., schwach. Stch.; Endblättchen mit herzf. Grunde; Bltn stets weiß; Kz. graugrün, weiß berandet
9
9. Sch. unten rundl., oben flachseitig, kantig; Blätt. meist fußf. 5zählig; Blättch. unterseits spärlich und anliegend behaart, meist mit abwärts geneigten Zähnen; Endblättch. meist herz-eif., allmähl. l. zugespitzt; Rispe l., sperrig; Gr. oft rötlich. Verbreit. in Nordwestdeutschl., sonst selt.
R. pállidus Wh. N.
(Nahe verwandt ist der rheinische R. fuscus Wh. N., der sich durch schmale, oben gedrungene Rispe mit kurzen Bltnstielen und oft rote Bltnfarbe unterscheidet.)
-- Sch. rundl., oben mitunter kant.; Blätt. teils 3-, teils 5zählig; Blättch. breit, sich oft mit den Rändern deckend, unterseits locker kurzhaarig; Endblättch. meist rundl., zieml. kurz zugespitzt; Rispe oben gedrungen, dicht; Stb. mitunter kürzer als die grün. Gr. Zerstr., Westdeutschl.
R. thyrsiflórus Whe.
10. Gruppe Koehleriáni (Hystrices).
1. Sch. dicht abstehend behaart (vergl. R. fusco-áter Wh. N. 8. Gr. Vestiti, 7).
-- Sch. kahl od. behaart
2
2. Rispe locker und kurz $(bei R. lejēūnii sind die am Grunde des Sch. entspring. Rispen oft verläng., dann aber stets nach oben zu stark verschmäl.)$
3
-- Rispe verlängert, nach oben zu wenig verschmälert
5
3. Sch. locker behaart, mit geraden Stch.; Bltnstiele l. und dünn, abstehend kurzhaarig, mit ebenso l. Stieldrüsen (vergl. R. lejēūnii 8. Gr. Vestiti, 5).
-- Schstch. z. T. hakig; Stieldrüsen z. T. länger als die Behaarung
4
4. Sch. kahl od. spärlich behaart; Endblättch. aus herzf. Grunde rundl. od. br. elliptisch; Rispenachsen filzig-kurzhaarig mit Nadelstch.; Bltn lebhaft rosa; Stbblätt. länger als die Gr. Zerstr. im Rheingebiet
R. rosáceus Wh. N.
-- Sch. locker behaart; Endblättch. eif. od. elliptisch, am Grunde abgerundet od. seicht herzf.; Rispenachsen locker zottig, mit kräftigen, ungleichen, teils gekrümmten Stch.; Bltn weiß; Stbblätt. etwa griffelhoch. Zerstr., Rheinprovinz bis westl. Niedersachsen
R. pygmaeópsis Focke
5. Blblätt. meist weiß, seltener blaßrosa
6
-- Blblätt. lebhaft rosa
7
6. Sch. spärl. behaart (Fig. 490); Blätt. meist 5zählig, unterseits weichhaarig; Endblättch. aus br., oft herzf. Grunde elliptisch zugespitzt; Kz. nach der Blüte zurückgeschlagen. Verbreitet in Mitteldeutschl., sonst zerstr., in der Ebene selten
R. koehléri Wh. N.
(Eine formenreiche Art, zu der R. reutéri Mercier, R. baváricus Focke und R. hóstilis Focke zu zählen sind.)
-- Sch. stark behaart; Blätt. 3- bis 5zählig, unterseits dünnhaarig; Endblättch. aus gestutztem Grunde elliptisch; Kz. nach der Blüte aufrecht; Bltn stets weiß. Zerstr. in Schlesien und Sachsen
R. aprícus Wimmer
(Hierher R. mikánii Köhler.)
7. Sch. mit zahlreich. Stieldrüsen, die größeren Stch. kräftig, lanzettl.; Blätt. meist 5zählig; Blättch. meist schmal; Kz. graugrün, zottig drüsig, nach der Blüte abstehend od. aufgerichtet; Stbblätt. länger als die Gr. Zerstr. in Nordwestdeutschl.; die Hauptform selten
R. hystrix Wh. N.
(Formenreiche Art, zu der R. adornátus Focke u. R. fuckélii Wirtgen gehören.)
-- Sch. mit zerstreut. Stieldrüsen, die groß. Stch. kräftig, schlank, lanzettl.-pfriemlich; Blätt. 3-5zählig; Kz. grau- bis weißfilzig, rotdrüsig, nach der Blüte aufrecht, den Frgrund umfassend; Stbblätt. anfangs griffelhoch, dann kürzer. Sehr zerstr. in Süddeutschl.
R. pilocárpus Gremli
11. Gruppe Glandulósi.
1. Größere Schstch. br., kräftig; Kz. während der Reife abstehend od. zurückgeschlagen
2
-- Alle Schstch. schmal, pfriemlich bis borstig; Kz. die reifende Fr. umfassend (Fig. 502)
6
2. Sch. nach oben zu kantig, grün; größere Schstch. aus br. Grunde sichelig rückwärts gebogen, zahlreich; Blätt. meist 3zählig, unterseits dicht anliegend behaart; Endblättchen elliptisch, nach dem gestutzten Grunde zu verschmälert, mit langer, scharfer Spitze; Seitenblättchen oft 2lappig; Blütenstand schmal, traubig, vor dem Aufblühen nickend; Bltnstiele mit zahlr., den Filz überragend. Stieldrüsen; Bltn weiß. Mittel- und Nordwestdeutschland, z. T. häufig, sonst selten
R. schleichéri Whe.
-- Schstch. gerade, seltener schwach gekrümmt; Bltnstand ausgebreitet, zusammengesetzt
3
3. Blättch. aus herzf. Grunde rundlich; Bltnstand flachgipfelig; Stieldrüsen der Bltnstandsachsen meist in der abstehenden Behaarung verborgen
5
-- Blättch. eif. bis verkehrt-eif.; Bltnstand nach oben verschmälert; Stieldrüsen der Bltnstandsachsen die kurze Behaarung mehr od. weniger überragend
4
4. Nebenblätt. zieml. hoch am Blattstiel sitzend; Blättch. unterseits weichhaarig; Endblättch. mit aufgesetzter Spitze; Bltnstand etwas sperrig, oben kaum verschmälert; Kz. außen grün, dicht stieldrüsig und stchborstig. Sehr zerstr.; Holstein. Harz, Südwestdeutschl.
R. humifúsus Wh. N.
(Eine verwandte Kleinart ist R. saxícolus P. J. M.)
-- Nebenblätt. tief am Blattstiel sitzend; Endblättch. kurz zugespitzt. (Vergl. R. thyrsiflórus Whe. N. 9. Gr. Radulae, 9.)
5. Sch. oben gefurcht, spärl. behaart, etwas bereift, mit fast gleichen Stch.; Blätt. teils 3-, teils 5zählig; Blättch. ungleich grob gesägt; Endblättch. aus meist abgerundet. Grunde längl. eif. od. elliptisch, allmähl. l. zugespitzt; Bltn weiß. Südl. Bayern
R. métschii Focke
-- Sch. oben stumpfkantig, nicht gefurcht, locker bis dicht behaart, mit ungleichen Stch., oft mit kleinen Stchhöckern; Blätt. meist fußf. 5zählig; Blättch. ungleich scharf gesägt; Endblättch. aus meist herzf. Grunde längl. od. elliptisch, allmähl. l. zugespitzt; Bltn weiß od. blaßrosa. Fehlt in Norddeutschl., sonst zerstr.
R. víridis Kaltenbach
(Eine Sammelart, zu der R. incúltus Wirtgen u. R. flaccidifólius P. J. M. gehören.)
6. Stbblätt. deutlich länger als die stets grünl. Gr.
7
-- Stbblätt. kaum so lang oder kürzer als die oft roten Gr.
8
7. Sch. in der Sonne braunrot, bereift, spärlich behaart (vergl. Fig. 491); Blätt. 3zählig; Blättch. groß, fast gleich, gleichmäßig fein gesägt, unterseits schwach behaart; Endblättch. elliptisch, plötzl. zugespitzt; Bltnstiele u. Kelche von reichl. Stieldrüsen rötl.; Bltn zieml. groß; Blblätt. spatelig. Ausgeprägte Waldpflanze, verbreitet
R. bellárdii Wh. N.
-- Sch. oft reichlich behaart; Blätt. 3-, seltener 5zählig; Blättch. zieml. grob und besonders vorn ungleich grob gesägt, unterseits auf den Nerven weichhaarig; Endblättch. meist br. elliptisch, allmähl. zugespitzt; Bltn zieml. klein; Blblätt. schmal. Verbreitet in Bergwäldern, in der Ebene fast fehlend (Schleswig)
R. hirtus W. u. K.
(Eine der formenreichsten Arten, zu welcher R. hercýnicus G. Braun gehört, und von der auch die folgenden, nahe verwandten Arten nicht immer leicht zu unterscheiden sind.)
8. Sch. u. Bltnstand stark rotdrüsig; Stb. wenigreihig, oft einreihig
9
-- Sch. u. Bltnstand blaßdrüsig; Stbblätt. stets mehrreihig
10
9. Sch. u. Bltnstand mit zahlreich. schwarzroten Drüsen; Blättch. meist 3zählig, ungleich grob gesägt; Endblättch. elliptisch, nach dem Grunde verschmälert, zugespitzt; Gr. rot oder doch am Grunde rötl. In Bergwäldern verbreitet.
R. guenthéri Wh. N.
(Nahe verwandt ist R. kaltenbáchii Metsch mit längeren Stb.)
-- Sch. u. Bltnstand mit zahlr. rötl. Stieldrüsen; Blättch. ziemlich fein und scharf gesägt; Endblättch. breit elliptisch od. fast rundl., plötzl. l. zugespitzt; Gr. grünlichweiß. Vorberge der Alpen, Lausitzer Mittelgebirge
R. bayéri Focke
10. Sch. u. Bltnstand mit blaßroten Stieldrüsen; Blätt. 3- bis fußf. 5zähl., bläulichgrün; Endblättch. längl. verkehrt-eif., l. zugespitzt; Bltnstiele mit vielen, den Filz kaum überragenden Stieldrüsen; Stbblätt. etwa so hoch wie die grünlich. Griffel; Frkn. kahl. Verbreitet in Bergwäldern, in der Ebene selten (Posen, Schleswig)
R. serpens Wh.
(Hierher R. divexirámus P. J. M.)
-- Sch. u. Bltnstand mit bleichen od. gelbl. Stieldrüsen; Blätt. 3zähl., selten unvollkommen 5zählig, trübgrün; Endblättch. rhombisch-elliptisch, zieml. l. zugespitzt; Stbblätt. kürzer als die Gr.; Frkn. filzig. Bergwälder in Süddeutschland, blüht schon im Juni
R. chlorostáchys P. J. M.
(R. brachyándrus Gremli.)
12. Gruppe Corylifólii.
1. Sch. bogig, kletternd od. kriechend, nach oben zu kantig, meist bereift und oft spärl. behaart, meist mit einzelnen, seltener ohne od. mit zahlr. Stieldrüsen; Blätt. 5zähl., selten mit 3zähligen gemischt; äußere Blättch. ~sitzend~ od. ~kaum gestielt~ (Fig. 489); Kz. abstehend od. aufgerichtet; Gr. mitunter rötl.; Fr. meist mattschwarz, oft fehlschlagend. Meist früh blühend (vom Juni an). Verbreitet, besond. in Norddeutschl., stellenweise sehr häufig und gern in der Nähe der Dörfer und des Kulturlandes (R. milliformis Friderichsen und Gelert)
R. corylifólius Smith
Eine Sammelart, die eine große Zahl von Kleinarten und Formen umfaßt, die als Mittelformen zwischen R. caesius L. u. den übrigen Brombeeren betrachtet werden können.
Die wichtigsten sind: R. warmíngii G. Jensen, R. máximus Marsson, R. nemorósus Hayne, R. dissímulans Lindebg., R. láschii Focke, R. góthicus Friderichsen, R. wahlbérgii Arrhen., R. serrulátus Lindebg., R. oreogíton Focke, R. orthacánthus Wimmer, K. oreádes P. J. M., R. chlorophýllus Gremli. Die drüsenärmeren Arten werden oft als R. dumetórum Whe. zusammengefaßt.
-- Sch. niederliegend, rundl., bereift, fast immer kahl, mit kurzen, schwachen Stch. u. oft mit kurz. Stieldrüsen; Blätt. 3zählig; Bltnstand kurz u. flachgipfelig; Kz. aufgerichtet, die Fr. umfassend; Bltn stets weiß; Gr. grünl.; Frkn. kahl; Fr. wenig- u. großpflaumig, blau bereift. Verbreitet.
Kratzbeere, R. cæsius L.
7. Fragária L., Erdbeere. XII.
1. Kelch der Fr. angedrückt; Bltn gelblichweiß; Stengel und Blattstiele abstehend, seitenst. Bltnstiele anliegend behaart; Blättchen beiderseits seidenhaarig, mittl. kurz gestielt $(nur bei der Var. hagenbachiána F. Schultz lang gest.)$. 5. 6. Sonnige Hügel, Gebüsche, zerstr. $(F. collína Ehrh.)$
Knackelbeere, F. víridis Duchesne
-- Kelch zur Frzeit abstehend od. zurückgeschlagen; Bltn weiß
2
2. Stengel, Blatt- und Bltnstiele abstehend behaart; Blättchen alle kurz gestielt. H. 15-30 cm. 5. 6. Wälder, Gebüsche, stellenweise $(F. elátior Ehrh.)$
Zimt-E., F. moscháta Duchesne
-- Behaarung der Stengel, Blatt- und Bltnstiele wie bei F. viridis; seitl. Blättch. sitzend. H. 5-10 cm. 5. 6.
Wald-E., F. vesca L.
In Gärten werden besonders folgende Abarten gezogen: Ananas-E. (F. grandiflóra Ehrh.); Scharlach-E. (F. virginiána Ehrh.) und die Chili-E. (F. chiloénsis Ehrh.).
8. Potentilla L., Fingerkraut. XII.
1. Stengel holzig; Bltn gelb; Blättchen unterseits seidenhaarig. Zierstrauch
Strauchartiges F., P. fruticósa L.
-- Stengel krautig
2
2. Bltn weiß
19
-- Bltn gelb
3
3. Blätt. 3-5zählig gefing. $(nur bei P. norvegica die unteren selten 2-3paarig gefiedert.)$
5
-- Blätt. gefied., höchstens die obersten 3zählig
4
4. Stengel rankenart., kriechend; Blätt. unterbrochen gefied.; Blättchen tief eingeschnitten; Blblätt. doppelt so lang als der Kelch. 5-7. Wege, Triften, gemein
Gänse-F., P. anserína L.
-- Stengel niederliegend od. fast aufrecht; Blätt. einfach gefiedert; Blblätt. kürzer als der Kelch, hellgelb. 6-10. Feuchte Sandplätze, Teichränder, zerstr.
Liegendes F., P. supína L.
5. Außer den blütentragenden Stengeln keine Blätterbüschel vorhanden; Blkr. kürzer als der Kelch; Stengel rauhhaarig, aufrecht, gabelsp.; Blätt. meist 3zählig. 6. 7. Feuchte Orte, Ufer
Norwegisches F., P. norvégica L.
-- Außer den blütentragend. Stengeln gestielte Blätterbüschel vorhanden; Blblätt. nur bei $P. intermédia und canéscens$ (meist) kürzer als der Kelch
6
6. Bltnteile 5- (selten 4-)zählig
8
-- Bltnteile 4zählig
7
7. Stengel niederliegend, rankenart., oft wurzelnd, oberwärts ästig; Blätt. 3zählig od. die unt. 5zählig; Nebenblätt. ungeteilt od. 2-5zähnig. 6-8. Feuchte Wälder
Gestrecktes F., P. procúmbens Sibthorp
-- Stengel aufsteigend, nicht wurzelnd; Blätt. 3zählig, die unt. 3- od. 5zählig; Nebenblätt. groß, tief 3 bis vielsp. 6-10. Wälder, Triften, gemein $(Tormentilla erécta L.)$
Blutwurz, P. silvéstris Necker
8. Stengel ausläuferart., niederliegend, einfach; Blätt. 5zählig, alle gestielt; Bltn ansehnlich (ca. 1½ cm breit), zu 1-2. 5-8. Wegränder, Wiesen, häufig
Kriechendes F., P. reptans L.
-- Stengel aufrecht od. niederliegend, aber nicht ausläuferart. am Boden umherkriechend; Bltn zu mehr., in Trugdolden
9
9. Blühende Stengel entspringen seitlich aus den Blattachseln einer von der Grundachse erzeugten grundst. Rosette
14
-- Blühende Stengel entspringen nicht aus den Blattachseln einer grundst. Rosette, sondern bilden die unmittelbare Fortsetzung der Grundachse, die außerdem noch Blätterbüschel treibt
10
10. Blätt. beiderseits grün; Stengel steif aufrecht, langhaarig, nie flaumig od. holzig. H. 30-70 cm
13
-- Blätt. unterseits grau- od. weißfilzig; Stengel aufstrebend od. niederliegend, selten vom Grunde an aufrecht und dann flaumig filzig
11
11. Blätt. am Rande umgerollt, meist 5zählig, unten weißfilzig; Stengel aufsteigend, filzig. 6-10. Trockene Orte, Wegränder
Silber-F., P. argéntea L.
-- Blätt. am Rande nicht umgerollt, unterseits dünn graufilzig
12
12. Stengel niederliegend, im Kreise ausgebreitet; unt. Blätt. 5zählig; Frstiele abstehend od. zurückgekrümmt. $(Ändert vielfach ab, z. B.: unt. Blätt. meist 7zählig; Blättch. jederseits 4-7zähnig; Außenkelch oft gezähnt = P. silesíaca Üchtritz.)$ 5. 6. Sandige Orte, Hügel, Dünen, Wegränder. $(P. wiemanniána Günther u. Schummel)$.
Hügel-F., P. collína Wibel
-- Stengel mehr aufrecht, filzig und zugleich von längeren Haaren zottig; Blätt. meist 5zählig; Frstiele aufrecht; Fr. eif., runzlig. 6. 7. Sonnige Hügel, sehr zerstr.
Graues F., P. canéscens Besser
Zuweilen verschleppt findet sich P. intermédia L., mit fast aufrechtem, unterhalb der Mitte verzweigtem Stengel, beiderseits zottigen, grünen od. unterseits graufilzigen (P. heidenrēīchii Zimmeter) Blätt. und flügelig gekielter Fr.
13. Unt. Blätt. 5-7zähl.; Stengel von längeren, am Grunde verdickten Haaren und kurzen Drüsenhaaren rauh; Fr. mit geflügeltem, bleicherem Kiele. 6. 7. Sonnige Hügel, Waldränder, sehr zerstr., auch angepfl.
Aufrechtes F., P. recta L.
-- Blätt. meist 5zählig; Blättch. längl.-lanzettl., langhaarig; Stengel von längeren und kürzeren Haaren rauh; Fr. mit sehr schmalem, geschärftem Kiele. 6. 7. Sonnige Hügel, Thüringen und Rheingegend
Behaartes F., P. pilósa Willd.
14. Untere Blätt. 7-9-, selten 5zählig; Stengel wagerecht abstehend behaart
18
-- Untere Blätt. meist 5-, selten 7zählig; Stengel anliegend od. aufrecht abstehend behaart
15
15. Blätt. beiderseits nebst dem Stengel graufilzig und außerdem zuweilen mit längeren, aufrecht abstehenden Haaren besetzt. 4. 5. Sandige, trockene Orte. Fehlt in Nordwestdeutschl., in der Rheinprovinz nur bei Kreuznach
Sand-F., P. arenária Borkhausen
-- Blätt. behaart, besonders auf den Adern und am Rande, aber nicht filzig
16
16. Bltn etwa 1 cm breit; unt. Blätt. 5- und 7zählig, gelbgrün; Nebenblätt. der grundst. Blätt. linealisch; Frstiele aufsteigend, an der Spitze gekrümmt. 3-5. Hügel, Waldränder, meist häufig, im nördlichen Gebiet selten oder fehlend
Frühlings-F., P. verna Roth
-- Bltn doppelt so groß; Nebenblätt. der grundst. Blätt. eif.-lanzettl.
17
17. Blättch. am Rande und unterseits auf den Adern dicht seidenhaarig, sonst kahl, auf jed. Seite m. 3 spitz. Zähn. u. kleiner. Endzahn. 6. 7. Riesengeb., Sudeten.
Gold-F., P. āūrea L.
-- Blättch. am Rande und unterseits auf den Adern abstehend behaart (aber nicht seidig glänzend); Blättchen stumpf gesägt, der Endzahn nicht kleiner. 7. Hoheneck im Elsaß, Alpen
Salzburger F., P. salisburgénsis Haenke
18. Stengel oft rötlich, meist kürzer als die grundst. Blätt., schlaff, vom Grunde an verzweigt; Blättch. meist gestutzt; Frstiele zurückgekrümmt. H. 8-15 cm. 5. 6. Waldränder, Hügel, Abhänge
Glanzloses F., P. opáca Roth
-- Stengel grün, die grundst. Blätt. weit überragend, kräftig, von der Mitte an verzweigt; Blätt. meist 7zählig; Frstiele aufrecht. H. 15-30 cm. 5. 6. Thüringen, Bayern
Sieben-F., P. thuringíaca Bernhardi
19. Untere Blätt. gefied., obere 3zählig. H. 30-50 cm; Frchen kahl. 5-7. Trockene Wälder, sehr zerstr., im nordwestl. Gebiete fehlend
Felsen-F., P. rupéstris L.
-- Blätt. 3-5zählig; Frchen am Nabel behaart
20
20. Untere Blätt. 5zählig; Blättch. längl.-lanzettl., unterseits seidenhaarig, oberseits kahl. 5. 6. Trockene Waldränder, zerstr.
Weißes F., P. alba L.
-- Untere Blätt. 3zählig; Blättch. eif. od. rundlich
21
21. Äußere Kelchzipfel kaum halb so lang als die inneren; Blblätt. so lang od. länger als der Kelch; Stbfäden viel schmäler als die Stbbeutel. 3-5. Waldränder, buschige Hügel, sehr zerstr. $(P. fragariástrum Ehrhart)$
Erdbeer-F., P. stérilis Garcke
-- Äußere Kelchzipfel fast ebenso lang als die inneren; Kelchblätt. innen am Grunde rot; Blblätt. so lang od. etwas kürzer als der Kelch; Stbfäden fast so breit als die Stbbeutel. 4. 5. Rheingegend, Pfalz, Vogesen
Rheinisches F., P. micrántha Ramond
Bastarde: P. reptans × silvestris, P. procumbens × reptans u. a.
9. Cómarum L., Blutauge. XII.
Fiederblättch. scharf gesägt, oberseits dunkel-, unterseits bläulichgrün. 6. 7. Sumpfige Stellen
C. palústre L.
10. Sibbáldia L., Sibbaldie. V.
Stengel niederliegend od. aufsteigend; Blättch. vorn meist 3zähnig; Bltn gelb. 6. 7. Nur am Hoheneck im Elsaß
S. procúmbens L.
11. Alchemílla L., Frauenmantel. IV.
1. Blätt. handf. 3teilig, am Grunde keilf., mit vorn eingeschnittenen Zipfeln (Fig. 503); Bltn geknäuelt. 5-10. Äcker, nicht selten
Acker-F., A. arvénsis Scopoli
-- Blätt. 7-9lappig od. hand. 5-7teilig; Bltn in Rispen
2
2. Unt. Blätt. bis auf den Grund 5-7teilig; Zipfel keilf., unterseits seidenhaarig glänzend. 6-8. An Felsen der höheren Gebirge
Alpen-F., A. alpina L.
-- Untere Blätt. höchstens bis zur Mitte gespalt.
3
3. Blattzipfel ringsum gesägt, unt. Blätt. nicht bis zur Mitte gespalten (Fig. 504). 5-10. Wiesen, Wälder, häufig
Wiesen-F., A. vulgáris L.
-- Blattzipfel am Grunde ganzrand.; untere Blätt. bis zur Mitte geteilt. 7. Riesengebirge.
Gespalt. F., A. fissa Schummel
12. Sanguisórba L., Wiesenknopf. IV.
Alle Bltn mit Stbblätt. und Stempel; Köpfchen eif.-längl. (Fig. 505), dunkelbraun; Fiederblättch. herzf.-längl. 6-8. Wiesen
Großer W., S. officinális L.
Obere Bltn des Köpfchens mit Stempeln, die unt. mit Stbblätt.; Köpfchen kugelig (Fig. 506), erst grün, dann rötlich; Blättch. rundl. od. eif.-längl. 5-7. Trockene Hügel
Kleiner W., S. minor Scopoli
13. Agrimónia L., Odermennig. XI.
1. Blättch. unterseits nur auf den Nerven zerstr. steifhaarig; Frbecher der ganzen Länge nach gefurcht; Stacheln am Grunde des Frbechers nach oben gerichtet, dicht zusammenneigend. 7. Nur in Ostpreußen.
Behaarter O., A. pilósa Ledebour
-- Blättch. unterseits kurz grauhaarig, längl. bis längl.-lanzettl.
2
2. Frbecher verkehrt-kegelf., der ganz. Länge nach tief gefurcht, äußere Stacheln weit abstehend (Fig. 507). 6-8. Wegränder, buschige Hügel, verbreitet
Kleiner O., A. eupatória L.
-- Frbecher halbkugelig-glockig, nur bis zur Mitte seicht gefurcht, äußere Stacheln zurückgeschlagen (Fig. 508). 6-8. Waldränder, Gebüsche, sehr zerstr.
Großer O., A. odoráta Miller
14. Rosa L., Rose. XII.
1. Stacheln des Schößlings ungleich, gerade od. gekrümmte derbere mit borsten- od. nadelf. untermischt
18
-- Stacheln des Schößlings ziemlich gleich, gerade od. gebogen $(bei R. rubiginosa und R. elliptica auch ungleich)$
2
2. Griffel zu einem Säulchen von der Länge der Stbblätt. verwachsen
17
-- Griffel meist als kurzes Köpfchen hervorragend, viel kürzer als die Stbblätt. $(nur bei R. micrantha und R. agrestis verläng.)$
3
3. Blättch. unterseits mehr oder weniger drüsig, zuweilen nur auf den Nerven. $(Bei einigen Arten finden sich die Drüsen in der Behaarung versteckt)$
8
-- Blättchen unterseits drüsenlos. $(Von R. tomentella und R. tomentosa kommen auch drüsenlose Formen vor)$
4
4. Blättchen unterseits behaart
7
-- Blättchen völlig kahl
5
5. Kelchzipfel ungeteilt, höchstens die äußeren etwas gezähnt; Blättch. schwach keilf., wie die Zweige blau bereift und rötl. überlaufen; Blkr. klein, rosa; Fr. langgestielt, kugelig. 7. Alpen, Schwarzwald, Vogesen, auch oft angepfl.
Rotblättrige R., R. rubrifólia Villars
-- Kelchzipfel fiederspalt.
6
6. Bltnstiele länger als die Deckblätt.; Kelchzipfel zurückgeschlagen, vor der Frreife abfallend; Blkr. hellrosa, seltener weiß. Sehr veränderlich. 6. Waldränder, Hecken, gemein
Hundsrose, R. canína L.
-- Bltnstiele kürzer als die Deckblätt.; Kelchzipfel aufrecht, erst bei der Frreife abfallend; Griffel in einem weißwolligen Köpfchen. 6. Wegränder, Abhänge, zerstr.
Blaugrüne R., R. glauca Villars
7. (4.) Griffel dicht weißwollig; Bltn in den breit. Deckblätt. versteckt; Kelchbl. abstehend bis aufrecht, spät abfallend; Fr. bereift. 6. Zerstr.
Lederblättrige R., R. corlifólia Fries
-- Griffel schwach behaart od. kahl; Bltnstiele wenigstens doppelt so lang als die Deckblätt.; Kelchblätt. zurückgeschlagen, frühzeitig abfallend. 6. Verbreitet
Hecken-R., R. dumetórum Thuillier
8. (3.) Bltnstiele mit gestielten Drüsen besetzt
12
-- Bltnstiele kahl, selten spärlich drüsig
9
9. Blättch. unterseits auf d. Nerven wenigdrüsig, klein, rundl. od. eif., a. Grunde abgerund., dopp. gesägt, m. breit. drüsentragend. Zähnen; Griffel wollig; Fr. klein, fast kugelig. 6. Im mittl. u. südl. Gebiet, zerstr.
Flaum-R., R. tomentélla Leman
-- Blättch. unterseits reichdrüsig, verkehrt-eif. bis lanzettl., am Grunde mehr oder weniger keilförmig, mit schmalen, spitzen Zähnen
10
10. Griffel verlängert, kahl oder wenig behaart; Kelchzipfel sehr schmal, später zurückgeschlagen, früh abfallend; Bltnstiele länger als die Fr.; Blkr. weißlich; Äste verlängert, dünn. 6. Wie vor.
Acker-R., R. agréstis Savi
-- Griffel in einem kurzen, meist wolligen Köpfchen; Bltnstiele kurz, höchstens so lang als die Fr. Gedrungene Sträucher mit dichtstehenden Zweigen
11
11. Kelchzipfel zurückgeschlagen; Blättch. eif.-längl., am Grunde schwach keilig, oberseits oft mit größeren, leicht abfallend., unterseits mit staubart. feinen Drüsen; Blkr. klein, lebhaft rosa. 6. Selten
Nelken-R., R. caryophyllácea Besser
-- Kelchzipfel aufgerichtet; Blättch. verkehrt-eif., von der Mitte an scharf gesägt, unterseits mit kurz gestielten Drüsen; Blkr. weißlich oder blaßrosa. 6. Süd- und Mitteldeutschl. bis Thüringen und Schlesien. $(R. gravéolens Grénier)$
Elliptische R., R. ellíptica Tausch
12. (8.) Stacheln meist kräftig, vom Grunde an sichelförmig gekrümmt; Blättch. klein, starkriechend
16
-- Stacheln gerade od. leicht gekrümmt, lang; Blättch. ziemlich groß
13
13. Kelchblätt. nach der Blütezeit zurückgeschlagen, abfällig; Blättch. kahl, starr, lebhaft grün, unterseits auf den starken Nerven drüsig; Blkr. groß, lebhaft rosa. 6. Im südl. und mittl. Gebiet zerstr. $(R. jundzíllii Besser)$
Rauhblättr. R., R. trachyphýlla Rau
-- Kelchblätt. nach der Blütezeit aufgerichtet od. abstehend, meist bleibend; Blättch. beiderseits behaart, graugrün
14
14. Stacheln schwach gebogen; Blkr. blaßrosa; Kelchblätt. vor der Frreife abfallend; Blättch. grob doppelt gesägt, unterseits graufilzig; Fr. aufrecht. $(Ändert ab: Blättch. 3fach drüsig gezähnt, weißgraufilzig, unterseits reichdrüsig; Kelch lange bleibend = R. venústa Scheutz)$ 6. Verbreitet
Filz-R., R. tomentósa Smith
-- Stacheln völlig gerade; Bltn lebhaft rosa; Fr. nickend
15
15. Fr. groß, kugelig, weichstachelig; Blättch. groß, unterseits filzig. 6. Der Fr. wegen oft angepfl.
Apfel-R., R. pomífera Herrmann
-- Fr. kleiner, nicht weichstachelig; Blättch. kleiner, dicht weichhaarig. 6. 7. Selten
Weiche R., R. mollis Smith
16. (12.) Griffel wollig; Kelchzipfel aufrecht od. abstehend; Bltnstiele kurz; Bltn lebhaft rosa. 6. 7. Verbreitet
Wein-R., R. rubiginósa L.
-- Griffel kahl; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Bltnstiele länger als die Fr.; Blkr. hell fleischrot. 6. 7. Selten (Schlesien, Thüringen, Rheinprovinz)
Kleinblütige R., R. micrántha Smith
17. (2.) Äste verlängert, niederliegend; Blättch. dünn, eif. oder elliptisch; Kelchzipfel schwach fiedersp. od. ungeteilt; Blkr. weiß. 6. Im südl. Gebiet. $(R. repens Scopoli)$
Feld-R., R. arvénsis Hudson
-- Hochwüchsiger Strauch mit hängend. Ästen; Blättch. längl.-eif., oberseits glänzend; Blkr. klein, weiß, rosa überlaufen. 6. 7. Westfalen, Baden.
Verwachsengriffelige R., R. stylósa Desvaux
18. (1.) Bltn gelb; Fr. scharlachrot. 6. Angepfl. und verw.
Gelbe R., R. lútea Miller
-- Bltn rot od. weiß
19
19. Kelchzipfel fiedersp.; Blättch. lederig, sehr groß, zu 3-5; Blkr. sehr groß, tiefrot. 6. Im südl. Gebiet bis Thüringen
Essigrose, R. gállica L.
Eine Abart davon ist vielleicht die in den Gärten kultivierte R. centifólia L., mit sehr großen, krautigen Blätt., die nebst dem Bltnstande reichlich mit Drüsen besetzt sind. Bei einer Form (R. muscósa, Moosrose) finden sich am Bltnstiel und Kelch moosartige Wucherungen.
-- Kelchzipfel nicht fiedersp., ungeteilt
20
20. Blättch. mittelgroß, zu 5-7, unterseits weichhaarig; Nebenblätt. der nichtblühend. Zweige fast röhrig eingerollt; Kelch bleibend. 5. 6. Süd- und Mitteldeutschl., selten
Zimt-R., R. cinnamómea L.
-- Blättch. klein, zu 7-10 (meist 9), meist kahl; Nebenblätt. alle flach
21
21. Blättch. einfach gesägt; Kelchzipfel ½ so lang als die weiße Blkr.; Fr. aufrecht. 6. 7. Sonnige Hügel, sehr zerstr.
Bibernell-R., R. pimpinellifólia L.
-- Blättch. doppelt gesägt; Kelchzipfel länger als die rote Blkr.; Fr. hängend. 6. 7. Gebirgswälder, selten
Alpen-R., R. alpína Miller
55. Familie. Papilionáceae, Schmetterlingsblütler.
1. Stengel krautig
12
-- Stengel holzig
2
2. Blätt. einfach od. 3- bis mehrzählig gefingert
7
-- Blätt. gefied.
3
3. Blätt. paarig gefied.; Bltn gelb
Caragána 204
-- Blätt. unpaarig gefied.
4
4. Flügel u. Schiffchen fehlend; Fahne dunkelviolett
Amórpha 204
-- Flügel und Schiffchen vorhanden; Bltn weiß, rot od. gelb
5
5. Blblätt. mit einem weit aus dem Kelche hervorragenden Stiel, gelb; Hülsen fast stielrund, an den Gelenken eingeschnürt (Fig. 523)
Coronílla 205
-- Blblätt. nicht lang gestielt; Bltn in Trauben
6
6. Bltn gelb; Hülse stark aufgeblasen
Colútea 204
-- Bltn weiß od. rot; Hülse flach zusammengedrückt
Robínia 205
7. (2.) Blkr. gelb
9
-- Blkr. weiß od. rosa; Stengel nur unten holzig
8
8. Bltn in doldenf. Köpfchen an der Spitze des Stengels, weiß; Schiffchen schwarzviolett
Dorýcnium 204
-- Bltn zu 1-2 blattachselst., rosa, selten weiß; Stengel meist dornig
Onónis 199
9. Blätt. nadelf., stechend; Blkr. kaum länger als der bis auf den Grund 2teilige Kelch. Strauch mit langen Dornen (Fig. 509)
Ulex 198
-- Blätt. nicht nadelf.; Blkr. deutl. länger als der Kelch
10
10. Blätt. alle einfach. Kleiner Strauch mit kurzen Dornen od. dornenlos
Genísta 198
-- Blätt. (wenigstens die unteren) 3zählig
11
11. Griffel sehr lang, kreisf. eingerollt; Bltn groß, einzeln; Hülse an den Nähten zottig; Zweige rutenf., kantig, grün. Besenginster
Sarothámnus 198
-- Griffel nicht spiralig eingerollt; Bltn in Trauben, in Köpfchen od. zu zweien
Cýtisus 199
12. (1.) Blätt. gefiedert
26
-- Blätt. einfach od. 3- bis mehrzählig gefingert
13
13. Bltn einzeln od. zu zweien auf langen Stielen
24
-- Die einzelnen Bltn sitzend od. kurzgestielt, oft zu mehreren gehäuft
14
14. Alle Blätt. einfach; Stengel platt, breit geflügelt
Genísta 198
-- Blätt. in ihrer Mehrzahl 3-9zählig gefingert
15
15. Bltn einzeln od. zu zweien in den Blattachseln, im oberen Teile des Stengels zuw. gedrängt
23
-- Bltn in Köpfchen, Dolden (Fig. 510) od. Trauben (Fig. 512)
16
16. Blättch. groß (5-7 cm br.); Schiffchen nebst Stbblätt. und Griffel spiralig eingerollt. Bohne
Phaséolus 210
-- Blättch. viel kleiner; Schiffchen nicht spiralig eingerollt
17
17. Die am Grunde des Blattstiels entspringend. Nebenblätt. den Fiederblättchen gleichgestaltet, so daß dadurch das 3zählige Blatt 5zählig od. gefied. erscheint (Fig. 513-514)
22
-- Nebenblätt. viel kleiner als die Fiederblättch., diesen nicht gleichgestaltet (vergl. Fig. 544)
18
18. Blätt. 4-9zählig gefingert
21
-- Blätt. 3zählig gefingert
19
19. Blblätt. mit den Stbblätt. und oft auch unter sich verwachsen, zuw. kürzer als der Kelch; reife Fr. kürzer od. wenig länger als der Kelch, von der verwelkten Blkr. eingehüllt (Fig. 511); Bltn in rundl. od. längl. Köpfchen.
Klee, Trifólium 201
-- Blblätt. weder unter sich, noch mit den Stbblätt. verwachsen, stets länger als der Kelch; reife Fr. aus dem Kelche hervorragend, von der abfallend. Blüte nicht eingehüllt
20
20. Fr. gerade od. schwach gebogen, eif. bis kugelig (Fig. 512); Bltn in lockeren, verlängerten Trauben $(nur bei einer starkriechend. Pfl. in blauen Köpfchen)$, hängend
Melilótus 201
-- Fr. nierenf., sichelf. od. schneckenf. eingerollt, zuw. dornig (Fig. 530-533); Bltn in dichten, oft kopff. Trauben, aufrecht
Medicágo 200
21. (18.) Bltn in Quirlen od. Trauben; Blätt. meist 7-9zählig gefingert
Lupínus 199
-- Bltn in Köpfchen; Blätt. 4-5zählig
Trifólium 201
22. (17.) Bltn gelb; Schiffchen zugespitzt; Blättch. meist eif. (Fig. 513)
Lotus 204
-- Bltn weiß, mit violetter Schiffchenspitze; Blättch. linealisch (Fig. 514)
Dorýcnium 204
23. (15.) Pfl. starkriechend; Bltn gelblichweiß; Blätt. alle 3zählig
Trigonélla 201
-- Pfl. nicht starkriechend; Bltn rosa, selten weiß od. goldgelb; Schiffchen zugespitzt; Blätt. z. T. einfach
Onónis 199
24. (13.) Blätt. alle einfach, nicht 3zählig
Láthyrus 209
-- Blätt. alle 3zählig
25
25. Hülse mit 4 geflügelten Kanten, gerade (Fig. 515); Bltn ansehnlich
Tetragonólobus 204
-- Hülse spiralig gewunden; Bltn klein
Medicágo 200
26. (12.) Blätt. paarig gefied. (ohne Endblättch.)
37
-- Blätt. unpaarig gefied. (mit Endblättch.)
27
27. Untere Blätt. meist ungeteilt; Endblättch. der gefied. Blätt. oft viel größer als die übrigen Blättch.; Bltn goldgelb, selten rötlich, in Köpfchen mit fingerf. geteilten Deckblätt. (Fig. 516)
Anthýllis 204
-- Alle Blätt. gefied., mit ziemlich gleichen Blättch.; Bltn doldig od. traubig, ohne fingerf. geteilte Deckblätt.
28
28. Bltn in Dolden (die Dolde zuw. nur 2blütig)
34
-- Bltn in Trauben
29
29. Alle Stbfäden verwachsen (Fig. 517); Bltn lila od. weiß; Fr. stielrund, wie die ganze Pfl. kahl; Nebenblätt. halb pfeilf.-lanzettlich, lang stachelspitzig. H. ½-1 m. Gartenpfl., selten wild
Galéga 204
-- Hinteres Stbblatt ganz frei, nicht mit den übrigen verwachsen (Fig. 518)
30
30. Bltn gelb od. gelblich
33
-- Bltn rot od. bläulich, selten weiß
31
31. Hülse der Länge nach mehr od. weniger 2fäch., an einer Naht eingedrückt; Bltn violett, fleischrot od. weiß
Astrágalus 205
-- Hülse einfach; Schiffchen länger als die Flügel
32
32. Bltn rosa; Hülse 1samig, rundl. (Fig. 519), reif knochenhart. Als Futterpfl. gebaut
Onóbrychis 206
-- Bltn purpurn; Hülse zwischen den Samen eingeschnürt, quer in Glieder zerfallend (Fig. 520). Riesengebirge, Alpen
Hedýsarum 206
33. (30.) Schiffchen am Ende mit einer gerad. Spitze (Fig. 521); Pfl. rauh behaart
Oxýtropis 205
-- Schiffchen am Ende stumpf; Pfl. kahl od. mit angedrückten Haaren, selten abstehend behaart und dann alle Blätt. grundst.
Astrágalus 205
34. (28.) Blätt. aus 5 Teilblättch. zusammengesetzt
22
-- Blätt. aus 7 und mehr Teilblättch. zusammengesetzt
35
35. Stiel der Blblätt. viel länger als der Kelch; Bltn goldgelb; Hülsen zusammengedrückt, mit hufeisenf. gekrümmten Gliedern (Fig. 522)
Hippocrépis 206
-- Stiel der Blblätt. so lang od. kürzer als der Kelch, selten länger und dann die Bltn nicht gelb
36
36. Bltn goldgelb od. weiß, mit roter Fahne; Hülsen 4flügelig od. 4kantig (Fig. 523)
Coronílla 205
-- Bltn rötlichgelb od. Fahne und Flügel schwach rosa; Dolde 2-8blütig; Hülsen vogelklauenähnlich (Fig. 524)
Ornithopus 206
37. (26.) Stbfadenröhre rechtwinkl. abgeschnitten; die freien oberen Enden der Stbblätter daher gleich lang (Fig. 525)
39
-- Stbfadenröhre schief abgeschnitten, daher die freien oberen Enden der Stbblätt. verschieden lang (Fig. 526)
38
38. Griffel flach, auf der inneren (Fahnen-) Seite behaart; Bltn bläulichweiß, in 1-3blütig., langgestielten Trauben; Kelch sehr tief geteilt; Hülse fast rautenf. (Fig. 527), kahl, meist 2samig. Linse
Lens 209
-- Griffel fadenf., entweder unter der Spitze ringsum behaart od. an der Schiffchenseite bärtig
Vícia 206
39. Griffel zu einer nach unten offenen Rinne zusammengebogen, auf der inneren Seite bärtig; Nebenblätt. sehr groß, meist größer als die Blättch. Nur angebaut. Erbse
Pisum 209
-- Griffel flach, auf der ob. Seite mit einer Haarlinie (zuweilen nebst Stbblätt. und Schiffchen um seine Achse gedreht und dann die Flächen nach den Seiten gerichtet); Stengel zuweilen breit geflügelt
Láthyrus 209
1. Ulex L., Gaspeldorn. XVII.
Sandige Orte, im nördl. und westl. Gebiet zerstr. 5. 6.
U. europǣus L.
2. Genísta L., Ginster. XVII.
1. Stengel breit geflügelt, gegliedert; Blüten in kopff. Trauben. 5. 6. Trockene Wiesen, sehr zerstr., im nördl. Gebiet fehlend $(Cytisus sagittális Koch)$
Geflügelter G., G. sagittális L.
-- Stengel nicht geflügelt
2
2. Stengel ohne Dornen
4
-- Stengel wenigstens unterwärts mit Dornen
3
3. Junge Triebe wie die Hülsen kahl; Deckblättch. eif., länger als die Bltnstiele; Blätt. blaugrün. 5. 6. Heiden, Nordwestdeutschl., sonst selten
Englischer G., G. ánglica L.
-- Junge Triebe wie die Hülsen rauhhaarig; Deckblättch. pfrieml., etwa ½ so lang als die Bltnstiele; Blätt. grasgrün. 5. 6. Trockene Wälder, nicht selten
Deutscher G., G. germánica L.
4. Bltn einzeln oder zu 2, blattachselst.; Fahne, Schiffchen und Fr. seidenhaarig; Stengel liegend. 4-6. Dürre Triften, Heiden, stellenweise
Behaarter G., G. pilósa L.
-- Bltn in endst. Trauben; Blblätt. und Fr. kahl; Stengel aufrecht od. aufsteigend. 6. 7. Trockene Wiesen, Triften, Wälder
Färber-G., G. tinctória L.
3. Sarothámnus Wimmer, Besenginster. XVII.
Wegränder, lichte Wälder, Abhänge, verbreitet. 5. 6.
S. scopárius Wimmer
4. Cýtisus L., Goldregen, Geißklee. XVII.
1. Bltn in endst., kopff. Dolden oder zu 1-4 (meist 2)blattachselst. (an den Ästen traubenart. gehäuft)
5
-- Bltn in unbeblätt. Trauben
2
2. Trauben aufrecht, endst.; Bltn goldgelb
4
-- Trauben hängend, seitenst.
3
3. Hülsen seidenhaarig; Blättch. oberseits kahl, unterseits behaart; Bltn goldgelb. 5. 6. Häufig angepfl.
Goldregen, C. labúrnum L.
-- Hülsen kahl; Blätt. am Rande gewimpert, sonst kahl; Bltn hochgelb. 5. 6. Bisweilen angepfl.
Alpen-G., C. alpínus Miller
4. Blätt. alle deutlich gestielt, unterseits nebst den Blattstielen und Hülsen angedrückt behaart; Traube reichblütig; Äste rutenf. 6-8. Beim Trocknen schwarz werdend. Steinige, trockene Orte, selten, zuweilen als Zierstrauch angepflanzt
Schwarzer G., C. nígricans L.
-- Obere Blätt. sitzend; Bltnstiele, Hülsen und Blätt. kahl; Traube 4-8blütig. Nicht schwarz werdend. 5. 6. In Anlagen
Italienischer G., C. sessilifólius L.
5. Bltn in kopff. Dolden, daneben auch einzeln stehende Bltn; Äste aufrecht abstehend; alle Teile der Pfl. rauhhaarig. 6-8. Lichte Wälder, Gesträuch, sonnige Orte, selten, auch angepfl. und verw.
Kopfiger G., C. capitátus Jacquin
-- Bltn meist zu 2, blattachselst.; Äste lang, niederliegend; Blätt. unterseits nebst den Kelchen und Bltnstielen angedrückt seidenhaarig. 5. 6. Lichte Wälder, Gesträuch, sonnige Hügel, im südl. und östl. Deutschl.
Zwillings-G., C. ratisbonénsis Schäffer
5. Lupínus L., Lupine. XVII.
1. Bltn gelb, in traubig angeordneten Quirlen. 6-9. Angebaut
Gelbe L., L. lúteus L.
-- Bltn blau od. weiß, in endst. Trauben
2
2. Bltn blau; Blättch. linealisch. 6-9. Wie vor.
Blaue L., L. angustifólius L.
-- Bltn weiß; Blättch. verkehrt-eif.-längl. 6-9. Seltener gebaut
Weiße L., L. albus L.
6. Onónis L., Hauhechel. XVII.
1. Hülsen so lang od. länger als der Kelch; Stengel 1- od. 2reihig behaart, meist stark dornig; Dornen oft zu 2. 6-9. Triften, Wiesen, Wege, meist häufig
Dornige H., O. spinósa L.
-- Hülsen kürzer als der Kelch; Stengel ringsum behaart; Blätt. drüsig
2
2. Stengel ausgebreitet, dornenlos od. zerstr. dornig; Blättch. vorn abgerundet (Fig. 528); Bltn entfernt, meist einzeln. 6-9. Sandige Triften, Wegränder, trockene Wiesen
Kriechende H., O. repens L.
-- Stengel aufrecht oder aufstrebend, stets dornenlos; Blättch. mehr od. weniger spitz (Fig. 529); Bltn zu 2, an den Enden der Äste traubig gehäuft; Fahne stumpf. 7. 8. Wie vor. Im östl. Deutschl.
Stinkende H., O. arvénsis L.
Die gelbblühende O. natrix Lamarck kommt im Gebiete nur bei Gorze unweit Metz vor.
7. Medicágo L., Schneckenklee. XVII.
1. Bltn blau od. violett; Hülsen mit 2-3, im Mittelpunkte offenen Windungen (Fig. 530). 6-9. Gebaut und verwild.
Luzerne, M. satíva L.
M. falcata × satíva (M. média Persoon) hat anfangs gelbe, dann grüne, später violette od. bläul. Bltn; Hülsen mit ½-2½ Windungen.
-- Bltn gelb
2
2. Köpfchen reichblütig; Hülsen sichelf. od. mit einer einzig. Windung, ring- od. nierenf., dornenlos
6
-- Köpfchen 1-8blütig; Hülsen schneckenf., mit 2-6 Windungen, dornig (Fig. 531)
3
3. Windungen der Hülsen 5-10 mm im Durchmesser; Samen durch Scheidewände getrennt
5
-- Windungen der Hülsen 3-4 mm im Durchmesser; Samen durch Scheidewände nicht getrennt
4
4. Traube 1-8blütig; Kelchzähne so lang als die Kelchröhre; Nebenblätt. ganzrand. od. am Grunde gezähnelt; Hülsen mit 4-5 Windungen, die kaum sichtbar geadert sind; Stacheln hakig. 5-7. Trockene Hügel, stellenweise, in Nordwestdeutschl. und Ostpreußen fehlend
Kleinster Sch., M. mínima Bartalini
-- Traube 1-2blütig; Kelchzähne kürzer als die Kelchröhre; Nebenblätt. gezähnt; Hülsen mit 3-5 deutlich geaderten Windungen. 6. 7. Zuweilen eingeschleppt und verw.
Ascherson's-Sch., M. aschersoniána Urban
5. Blättchen meist gefleckt; Traube 1-5blütig; Flügel kürzer als das Schiffchen; Stengel von gegliederten Haaren etwas rauh. 5. 6. Eingeschleppt und in der Nähe von Fabriken verw.
Arabischer Sch., M. arábica Allioni
-- Blättch. ungefleckt; Traube 7-8blütig; Flügel länger als das Schiffchen; Steng. kahl od. mit einfachen Haaren besetzt. 5-8. Äcker, Schutt. Eingeschleppt.
Rauher Sch., M. híspida Gærtner
M. rigídula Desrousseaux, mit beiderseits behaarten Blättch. und filzigen Hülsen, findet sich hier und da nebst einigen anderen Arten eingeschleppt.
6. Bltn bis 1 cm groß; Hülsen sichel- od. ringf. gekrümmt (Fig. 532), etwa 1 cm lang. 6-9. Wege, Hügel, zerstr.
Sichelklee, M. falcáta L.
-- Bltn bis 3 mm groß; Hülsen nierenf., in der Mitte ohne Lücke (Fig. 533), etwa 2 mm lang. 6-9. Wiesen, Grasplätze, häufig
Hopfenklee, M. lupulina L.
8. Trigonélla L., Bockshornklee. XVII.
Hülsen 8-15 cm lang, etwas gebogen. 6. 7. Selten gebaut und verwildert
T. foenum graecum L.
9. Melilótus Lamarck, Steinklee. XVII.
1. Bltn gelb
3
-- Bltn blau od. weiß
2
2. Bltn in lockeren Trauben, weiß; Bltnstielchen ½ so lang als der Kelch; Flügel kürzer als die Fahne. 7-9. Unbebaute Orte
Weißer St., M. albus Desrousseaux
Bei dem hier und da eingeschleppten M. ruthénicus M. B. sind die Bltnstielchen länger als der Kelch und die Flügel fast so lang als die Fahne.
-- Bltn in rundl. Köpfchen, blau. 6. 7. Gebaut u. verw.
Schabziegerklee, M. cœrúleus Desrousseaux
3. Nebenblätt. ganzrandig. Pfl. mit starkem Geruch
5
-- Nebenblätt. am Grunde breiter und hier gezähnt (Fig. 534)
4
4. Flügel länger als das Schiffchen; Hülsen eif., spitzlich. 5-9. Salzhaltige Orte, sehr zerstr.
Gezähnter St., M. dentátus Persoon
-- Flügel so lang als das Schiffchen; Bltn sehr klein; Hülsen fast kugelig, sehr stumpf; Nebenblätt. mitunter ganzrandig. 6. 7. Zuweilen eingeschleppt.
Kleinblütiger St., M. parviflórus Desfontaines
5. Hülsen kurzhaarig, deutlich netzf. runzlig, zugespitzt (Fig. 535a), reif schwarz; alle Blblätt. gleich lang; Stengel aufrecht. H. 1-1,25 m. 6-9. Feuchte Orte, salzliebend, zerstr.
Hoher St., M. altíssimus Thuillier
-- Hülsen kahl, quer-faltig, wenig netzf., stumpf, stachelspitzig (Fig. 535b), reif gelbbraun; Flügel länger als das Schiffchen, so lang als die Fahne; Stengel niederliegend oder aufsteigend. H. 30-90 cm. 6-9. Wege, Äckerränder, zerstr.
Echter St., M. officinális Desrousseaux
M. grácilis DC., mit kugeligen, zugespitzt geschnäbelten Hülsen und mit aus breitem Grunde pfrieml. Nebenblätt. ist an Dämmen bei Aachen verw.
10. Trifólium L., Klee. XVII.
1. Bltn gelb od. (verwelkt) bräunlich
16
-- Bltn rötlich, weiß od. gelblichweiß
2
2. Blätt. 5- (selten 4-)zählig; Bltn 12-15 mm lang, rot od. gelblichweiß. 6. 7. Trockene Wälder im östl. Deutschl.
Lupinen-K., T. lupináster L.
-- Blätt. 3zählig
3
3. Die einzelnen Blüten des Köpfchens länger od. kürzer gestielt (Fig. 536)
13
-- Die einzelnen Bltn sitzend oder sehr kurz gestielt $(bei T. pratense zuweilen etwas länger gestielt)$
4
4. Kelch im Schlunde völlig kahl, zur Frzeit blasig aufgetrieben; Köpfchen am Grunde mit einer vielteiligen Hülle, lang gestielt, zur Frzeit erdbeerähnlich (Fig. 537); Bltn hellrosa. 6-9. Wiesen, Triften, zerstr. Salzliebend
Erdbeer-K., T. fragíferum L.
-- Kelch im Schlunde mit einer schwieligen Linie od. mit einem Haarkranz, zur Frzeit nicht blasig aufgetrieben. (Vergl. T. striatum)
5
5. Kelchröhre außen behaart
7
-- Kelch mit außen kahler ~Röhre~ und bewimperten ~Zähnen~; Bltn purpurn
6
6. Köpfchen kugelig, selten längl., einzeln; Kelch 10nervig; Nebenblätt. lang bewimpert. 6-8. Trockene Wiesen, Wälder, meist häufig
Mittlerer K., T. médium L.
-- Köpfchen längl.-walzenf. (4-9 cm lang), meist zu 2; Kelch 20nervig; Nebenblätt. kahl. 6. 7. Bergwälder, zerstr., fehlt in der nordwestdeutschen Tiefebene
Purpur-K., T. rubens L.
7. Bltn gelblichweiß; Köpfchen meist einzeln, kugelig bis eif.; Kelch 10nervig; Nebenblätt. lang zugespitzt; Blättch. beiderseits behaart. 6. 7. Wiesen, Triften, im mittleren und südlichen Gebiet, stellenweise
Gelblichweißer K., T. ochrolēūcum L.
-- Bltn weiß od. rötlich
8
8. Kelch länger oder kaum kürzer als die Blumenkrone (Fig. 538)
11
-- Kelch bedeutend kürzer als die Blumenkrone (Fig. 511)
9
9. Köpfchen am Grunde ohne Hülle, eif., zuletzt walzlich; Nebenblätt. gezähnelt; Bltn blutrot. 6-8. Angebaut und verw.
Inkarnat-K., T. incarnátum L.
-- Köpfchen am Grunde von Blätt. umgeben (die Hüllblätt. sitzen zuweilen etwas vom Köpfchen entfernt)
10
10. Kelch 20nervig; Nebenblätt. lanzettlich, allmählich lang zugespitzt (Fig. 539a); Bltn purpurrot. Pfl. ohne grundst. Blattrosette. 6-8. Trockene Wälder, nicht selten
Wald-K., T. alpéstre L.
-- Kelch 10nervig; Nebenblätter eiförmig, plötzlich in eine feine Spitze zusammengezogen (Fig. 539b); Bltn purpurn, selten weiß; Blumenkrone röhrig; Pfl. mit grundst. Blattrosette. 6-10. Wiesen, Triften, häufig, oft angebaut
Wiesen-K., T. praténse L.
11. (8.) Köpfchen am Grunde ohne Hülle, längl.-walzl.; Kelchzähne meist viel länger als die Blkr. (Fig. 538); Bltn erst weißl., später fleischfarben. Pfl. zottig. 7-10. Sandige Äcker, gemein
Acker-K., T. arvénse L.
-- Köpfchen am Grunde behüllt (Fig. 540); Kelchzähne wenig länger oder kürzer als die Blkr.
12
12. Seitennerven der Blättchen gerade, nach dem Rande hin nicht verdickt (Fig. 541a); Kelch zur Frzeit etwas aufgetrieben, mit geraden, krautigen Zähnen; Bltn rötlich, bald braun werdend. 5-7. Trockene Hügel, Grasland, sehr zerstr.
Streifen-K., T. striátum L.
-- Seitennerven bogig, am Blättchenrande verdickt (Fig. 541b); Kelchzähne starr, fast dornig, zurückgekrümmt; Bltn weißlich. 5-7. Nur auf steinigen Plätzen und dürren Triften im Elsaß und in Baden
Rauher K., T. scabrum L.
13. (3.) Kelchzähne so lang oder länger als die Blkr.; Bltn kurz gestielt; Blkr. weiß. 5. Bei Halle a. S. und anderwärts eingeschleppt
Kleinblütiger K., T. parviflórum L.
-- Kelchzähne bedeutend kürzer als die Blkr.
14
14. Blättchen längl. (Fig. 542), unterseits seidenhaarig; Kelchzähne gleich lang; alle Bltnstielchen 2-3mal kürzer als die Kelchröhre; Bltn weiß. 5-8. Trock. Grasland, Gebüsche, meist häufig, im Nordwesten fehlend
Berg-K., T. montánum L.
-- Blättchen meist kahl; die 2 oberen Kelchzähne länger als die andern; Bltnstielchen der mittl. Bltn des Köpfchens mindestens so lang als die Kelchröhre
15
15. Stengel liegend, wurzelnd; Nebenblätt. trockenhäutig; Stiele der mittleren Bltn etwa so lang als die Kelchröhre; Bltn weiß, selten rötlich-weiß. 5-9. Wiesen, Triften, gemein, auch gebaut
Weißklee, T. repens L.
-- Stengel aufstrebend, nicht wurzelnd, meist hohl, kahl; Nebenblätt. krautig, bleichgrün; mittlere Bltnstielchen 2-3mal länger als die Kelchröhre; Bltn erst weiß, dann rötlich. 5-9. Feuchte Wiesen, häufig, auch gebaut. $(Ändert ab: Stengel niederliegend, markig, oberwärts behaart; Bltn rötlich = T. élegans Savi)$.
Bastard-K., T. hýbridum L.
16. (1.) Fahne gefurcht; Köpfchen 20- und mehrblütig, dichtblütig
17
-- Fahne fast glatt; Köpfchen 5-15blütig; Blättchen vorn gesägt, das mittlere meist länger gestielt; Nebenblätt. am Grunde am breitesten. 6-9. Triften, gemein
Kleiner K., T. minus L.
17. Flügel gerade vorgestreckt; Fahne vom Grunde an eif. gewölbt; Köpfchen walzlich, goldgelb, später schwarzbraun, endst. 7. 8. Buschige, torfige Wiesen, sehr zerstr.
Brauner K., T. spadíceum L.
-- Flügel auseinandertretend; Fahne vorn löffelf. erweitert
18
18. Alle Blättchen gleich kurz gestielt; Nebenblätt. am Grunde nicht breiter (Fig. 543); Bltn goldgelb. 6. 7. Wiesen, Triften, häufig $(T. āūreum Pollich)$
Gold-K., T. agrárium L.
-- Mittlere Blättchen länger gestielt als die seitlichen; Nebenblättch. eif., am Grunde breiter (Fig. 544); Bltn goldgelb, bei einer Abart mit kleineren Köpfchen auch hellgelb. 6-9. Triften, gemein
Feld-K., T. procúmbens L.
T. resupinátum L., mit rosa Bltn, an denen die Fahne nach unten gerichtet ist, ist zuweilen mit fremdem Kleesamen eingeführt.
11. Anthýllis L., Wundklee. XVII.
Obere Blätt. 1-5paarig, Endblättch. größer; Kelch bauchig, filzig. $(Ändert ab: Stengel dünner, höher, aufrecht, meist starr, ästiger, stärk. behaart; Köpfch. zahlreich; Bltn klein. = var. marítima Schweigger. So nur am Meeresstrande.)$ 5-10. Trockene Wiesen, Triften
A. vulnerária L.
12. Dorýcnium L., Backenklee. XVII.
Blättch. seidenhaarig; Hülsen kugelig; Stengel unten holzig. 5. 6. Abhänge und sonnige Grasplätze im Isar- und Loisachgebiete
D. suffruticósum Villars
13. Lotus L., Hornklee. XVII.
Dolden meist 5blütig; Kelchzähne vor dem Aufblühen zusammenschließend; Stengel markig oder engröhrig. 5-9. Wiesen, Wegränder, gemein
Wiesen-H., L. corniculátus L.
Ändert mit linealischen od. länglich., blaugrünen Blätt. und länglich-verkehrt-eif. Flügeln ab = L. tenuifólius Rchb. So besonders auf Salzboden.
Dolden 10-12blütig; Kelchzähne vor dem Aufblühen zurückgekrümmt; Stengel aufrecht, weitröhrig. 6. 7. Feuchte Orte, verbreitet
Sumpf-H., L. uliginósus Schkuhr
14. Tetragonólobus Scopoli, Spargelbohne. XVII.
Wegränder, feuchte Wiesen, sehr zerstr. 5. 6.
T. siliquósus Roth
15. Galéga L., Geißraute. XVII.
Ufer, Sumpfwiesen, nur im südöstl. Deutschl., sonst angepfl. und verw. 6-8.
G. officinális L.
Amórpha fruticósa L., Unform, Zierstrauch mit klein., kurzgestielt. Bltn, deren Stbblätt. länger als die allein vorhand., dunkelviolette Fahne sind. Nicht selten in Anlagen.
16. Colútea L., Blasenstrauch. XVII.
Hülse geschlossen, ca. 6-7 cm lang; Bltn gelb. 6. 7. Buschige Hügel, Süddeutschl. Häufig in Anlagen.
Gelber B., C. arboréscens L.
Hülse oben mit einem Spalt, 3 cm lang; Bltn rotgelb. 6. 7. Zierstrauch in Anlagen
Roter B., C. orientális Miller
17. Caragána Royen, Erbsenstrauch. XVII.
Blätt. 2paarig; Bltn einzeln. 5. 6. Zierstrauch in Anlagen
Kleiner E., C. frutéscens DC.
Blätt. 4-6paarig; Bltn doldig. 5. Wie vor.
Großer E., C. arboréscens Lamarck
18. Robínia L., Robinie. XVII.
Zweige dornig; Bltn weiß. 5. 6. Zierbaum, zuweilen verwildert
Falsche Akazie, R. pseudacácia L.
R. viscósa Ventenat, mit rötlichweißen Bltn und klebrigen Zweigen und Hülsen findet sich ebenfalls angepfl.
19. Oxýtropis DC., Fahnwicke. XVII.
Hülsen aufrecht, linealisch; Trauben viel länger als das Blatt; Nebenblätt. frei. 6. 7. Hügel, trockenes Grasland, sehr zerstr.
O. pilósa DC.
20. Astrágalus L., Tragant. XVII.
1. Blätt. u. Bltn grundst., da ein oberirdischer Stengel fehlt; Bltn schwefelgelb; Pfl. sehr zottig. 5. 6. Steinige Hügel, Weinberge, sehr selten in Mitteldeutschl.
Stengelloser Tr., A. excápus L.
-- Oberirdischer Stengel vorhanden
2
2. Bltn rötlich od. bläulich, selten weiß
4
-- Bltn hellgelb od. grünlichgelb
3
3. Stengel anliegend behaart; Blätt. 8-12paarig; Bltn hellgelb; Hülsen rauhhaarig, rundl., aufgeblasen. 6-8. Wegränder, sonnige Hügel, zerstr.
Kicher-Tr., A. cicer L.
-- Stengel fast kahl; Blätt. 4-7paarig; Bltn grünlichgelb; Hülsen kahl, linealisch, gebogen. 6-8. Gebüsche, lichte Wälder, meist häufig
Bärenschote, A. glycyphýllus L.
4. Frkn. im Kelche gestielt; Hülsen rundl.-eif., rauhhaarig; Blätt. 8-11paarig; Bltn violett; Kelch schwarz behaart. 5. 6. Trockene Wiesen, Wegränder, sehr zerstr.
Wiesen-Tr., A. dánicus Retzius
-- Frkn. im Kelche sitzend
5
5. Bltntraube kopfig, vielblütig; Hülsen eif., zugespitzt; Fahne fast doppelt so lang als die Flügel; Blätt. 7-12paarig; Bltn purpurn. 6. 7. Wiesen, Triften. In Bayern an einigen Stellen eingeschleppt
Fahnen-Tr., A. onóbrychis L.
-- Bltntraube locker, 4-8blütig; Hülsen linealisch-längl.; Blätt. 3-4paarig; Bltn hellpurpurn. 6. 7. Sandige Hügel, Kiefernwälder, sehr zerstr., im nordwestl. Gebiet fehlend
Sand-Tr., A. arenária L.
21. Coronílla L., Kronwicke. XVII.
1. Blkr. bunt (Fahne rosa, Flügel weiß, Schiffchen weiß, mit violetter Spitze); Nebenblätt. nicht zusammengewachsen. 6-9. Wegränder, Raine, zerstr.
Bunte K., C. vária L.
-- Blkr. gelb
2
2. Nagel (Stiel) der Blkr. 3mal so lang als der Kelch; Dolden 2- bis 4blütig; Hülsen fast stielrund. 5-7. Strauch. Gebüsche, im südlichen Gebiet.
Strauchige K., C. émerus L.
-- Nagel der Blkr. etwa so lang als der Kelch; Hülsen 4flügelig od. 4kantig
3
3. Dolden 6-10blütig; Bltnstiel so lang als der Kelch; Nebenblätt. eif., groß, zusammengewachsen (Fig. 545); Blätt. 3- bis 4paarig; Stengel unten holzig, gestreckt. 5-7. Sonnige Kalkhügel, selten
Scheiden-K., C. vaginális Lamarck
-- Dolden 15-20blütig; Bltnstiel 3mal so lang als der Kelch; Nebenblätt. klein, hinfällig, die unteren zusammengewachsen; Stengel krautig, aufrecht. 6. 7. Auf Kalkboden in Bergwäldern
Berg-K., C. montána Scopoli
22. Orníthopus L., Klauenschote. XVII.
Kelchzähne eif., 3mal kürzer als die Röhre; Bltn 2 mm groß, weißlich, Fahne rot gestreift, Schiffchen gelblich; Stengel niederliegend. 5-7. Sandboden, zerstr.
Kleine Kl., O. perpusíllus L.
Kelchzähne pfrieml., etwa so lang als die Kelchröhre; Bltn 6 mm groß, rosa; Stengel aufstrebend. 6-8. Als Futterpflanze gebaut
Serradella, O. satíva Brotero
23. Hippocrépis L., Hufeisenklee. XVII.
Dolde 4-10blütig; Blätt. 5-7paarig; Nebenblätt. frei, hinfällig $(dadurch von der ähnlichen Coronilla vaginalis zu unterscheiden)$. 5-7. Sonnige Kalkhügel, zerstr. in Mittel- und Süddeutschl.
H. comósa L.
24. Hedýsarum L., Süßklee. XVII.
Blätt. 5-9paar.; Nebenblätt. in 2spalt., blattgegenst. Blättch. verwachs. 7. 8. Feuchte Felsen der höh. Gebirge.
H. obscúrum L.
25. Onóbrychis Scopoli, Esparsette. XVII.
Blätt. 9-12paar.; Fr. stachel. gezähnt. 5-7. Kalkhügel u. Bergwiesen in Mittel- u. Süddeutschl. Oft gebaut.
O. viciaefólia Scopoli
26. Vícia L., Wicke. XVII.
1. Bltn in langgestielten arm- od. reichblütigen Trauben (Fig. 546), Stiele zuweilen nur mit einer einzigen Blüte
9
-- Bltn zu 1-6 in kurzgestielten Trauben (Fig. 547)
2
2. Blätt. 4-8paar. gefied., am Ende m. verzweigt. Wickelranke
5
-- Blätt. 2-3paarig gefiedert
3
3. Bltn klein (etwa 7 mm lang), einzeln, hellviolett; Kelchzähne fast gleichlang; Blätt. mit Stachelspitze od. mit kurzer, einfacher Ranke. 4. 5. Kurz begraste Orte
Platterbsen-W., V. lathyroídes L.
-- Bltn groß, zu 2-6; die 3 unt. Kelchzähne viel länger als die beiden oberen; größere Blättchen über 2 cm breit
4
4. Blätt. mit Wickelranken; Bltn dunkelpurpurn, violett od. bunt; Hülsen an den Rändern von behaarten Höckern rauh; Stengel aufsteigend. 5. 6. Nur im südl. Baden, sonst zuweilen angebaut und verw.
Maus-W., V. narbonénsis L.
-- Blätt. mit Stachelspitze; Bltn weiß, mit schwarzgefleckten Flügeln; Hülsen kurzhaarig, mit ebenen Kanten; Stengel aufrecht. 7. 8. Gebaut
Pferde- od. Saubohne, V. faba L.
5. Fahne behaart; Bltn weißlichgelb oder blaßbräunlich, seltener $(var. purpurásceas Koch)$ rötl.; Stengel und Blätt. behaart. 5-7. Zuweilen eingeschleppt.
Ungarische W., V. pannónica Jacquin
-- Fahne kahl
6
6. Blkr. hellgelb; Kelchzähne ungleich; Hülsen rauhhaarig; Blättch. längl. od. linealisch. 7. 8. Unter der Saat in Süddeutschl. und im westl. Mitteldeutschl.
Gelbe W., V. lútea L.
-- Blkr. rötlich oder bläulich
7
7. Bltn zu 3-5, schmutzig violett; Kelchzähne ungleich, 2-3mal kürzer als die Kelchröhre (Fig. 548a); Fr. kahl. 5-8. Zäune, Wiesen, Wälder, gemein
Zaun-W., V. sépium L.
-- Bltn zu 1-2; Kelchzähne ziemlich gleich, etwa so lang als die Kelchröhre (Fig. 548b)
8
8. Fahne und Flügel rot; reife Hülsen kahl, glatt, schwarz 5-7. Äcker, Grasplätze, Gebüsche.
Feld-W., V. angustifólia Allioni
-- Fahne blau, Flügel rot; reife Hülsen behaart, uneben, braun. 5-7. Überall gebaut
Saat-W., V. satíva L.
9. (1.) Bltn klein (höchstens 1 cm lang), blaßviolett od. bläulichweiß; Bltnstiele 1-6blütig
17
-- Bltn mittelgroß (meist über 1 cm lang); Bltnstiele 5- bis vielblütig
10
10. Blätt. 6- bis vielpaarig
12
-- Blätt. 3-5paarig; Blättch. 1½-2½ cm breit
11
11. Bltn hellgelb, in gedrungener Traube; Blättch. rundl.-eif.; Nebenblätt. halbpfeilf., durch die unterst. Blättch. verdeckt. 6-8. Sonnige Hügel, Laubwälder, sehr zerstr., fehlt im Nordwesten
Erbsen-W., V. pisifórmis L.
-- Bltn rotviolett, später schmutzigweiß; Blättchen eif., die halbmondf., haarspitzig gezähnten Nebenblätt. (Fig. 549) nicht verdeckend. 6-8. Gebüsche, Waldränder, sehr zerstr.
Hecken-W., V. dumetórum L.
12. Blätt. ohne Ranke, mit einer Stachelspitze endend, 10-12paarig gefied.; Bltn weiß, violett geadert. 5. 6. Eichengestrüpp, Heidefelder, nur in Nordschleswig und im Spessart
Heide-W., V. órobus Kittel
-- Blätt. mit einer Wickelranke endend
13
13. Blkr. weiß, Fahne violett geadert; Nebenblätt. halbmondf., vielspalt.; Pfl. kahl. 6-8. Schattige Gebirgswälder, zerstr.
Wald-W., V. silvática L.
-- Blkr. rötlich od. bläulich. Pfl. meist behaart
14
14. Platte (das verbreiterte Ende) der Fahne ½ so lang als ihr Nagel (Fig. 550); Bltn blauviolett; Blätt. 6-8paarig; Pfl. abstehend zottig behaart. 6-8. Unter der Saat zerstr., auch angebaut
Zotten-W., V. villósa Roth
Ändert ab: Platte viel kürzer als der Nagel; Fahne meist weiß; Trauben kürzer gestielt, locker; Pfl. spärlich behaart oder kahl = V. vária Host.
-- Platte der Fahne wenigstens so lang als ihr Nagel; Blätter 9-13paarig
15
15. Blättchen längl.-eif., 3-7 mm breit, mit vielen Seitennerven (Fig. 551a); Bltn meist zu 6-10, rotviolett; Bltnstiel 1-2 cm lang; Fr. kurz, fast rautenf. 6. 7. Trockene Wälder, buschige Hügel, stellenweise
Kassuben-W., V. cassúbica L.
-- Blättchen länglich-linealisch bis lanzettl. (Fig. 551b), 1-5 mm breit; Bltn zahlreich, in länger gestielten Trauben.
16
16. Platte der Fahne etwa so lang als ihr Nagel; Frstiel kürzer als die Kelchröhre; Blättch. mit bogigen Seitenrändern; Bltn blauviolett. 6-8. Grasplätze, Wiesen, Gebüsche, häufig
Vogel-W., V. cracca L.
-- Platte der Fahne doppelt so lang als ihr Nagel; Frstiel so lang als die Kelchröhre; Blättchen oft mit geraden Seitenränd.; Bltn hellblau. 6. 7. Gebüsche, lichte Laubwälder, zerstr.
Feinblättrige W., V. tenuifólia Roth
17. (9.) Blätt. am Ende mit Stachelspitze, meist 10paarig; Traube meist 2blütig; Hülsen fast perlschnurartig eingeschnürt (Fig. 552); Bltn weißlich, violett gestreift. 6. 7. Unter der Saat, besonders in der Rheingegend
Linsen-W., V. ervília Willd.
-- Blätt. am Ende mit Wickelranke, 2-8paarig
18
18. Nebenblätt. ungleich, eins sitzend, ungeteilt, das andere gestielt, halbmondf., vielspaltig (Fig. 553); Bltnstiele 1blütig; Bltn lila. 6-8. Äcker, besonders am Rhein, auch zuw. gebaut und verw.
Einblütige W., V. monántha Koch
-- Nebenblätt. gleich
19
19. Blätt. 4-8paarig gefied.; Trauben 2-6blütig; Hülsen weichhaarig; Bltn bläulichweiß. 6. 7. Äcker, Gesträuch, häufig
Rauhhaarige W., V. hirsúta Koch
-- Blätt. 2paarig gefiedert; Trauben 1-3blütig; Hülsen kahl
20
20. Hülsen meist 4samig; Bltn 4-6 mm lang, blaßviolett; Traubenstiel nicht über den Stiel der letzten Blüte verlängert. 6. 7. Wie vor., meist häufig.
Viersamige W., V. tetraspérma Mœnch
-- Hülsen meist 5samig; Bltn 7-8 mm lang, hellblau, dunkler geadert; Traubenstiel über dem Stiel der letzten Blüte grannenart. verlängert. 6. 7. Äcker, sehr selten (Rhein, Thüringen)
Schlanke W., V. grácilis Loiseleur
27. Lens Moench, Linse. XVII.
Obere Blätt. meist 6paarig. 6-7. Gebaut und verw.
L. esculénta Mœnch
28. Pisum L., Erbse. XVII. Bltn reinweiß; Samen kugelig, hellgelb. 5-7. Überall gebaut
Saat-E., P. satívum L.
Fahne bläulich, Flügel rot, Schiffchen weiß; Samen graugrün, braun punktiert. 5-7. Gebaut
Acker-E., P. arvénse L.
29. Láthyrus L., Platterbse. XVII.
1. Alle Blätt. 1-6paarig gefiedert
3
-- Stengel nur mit einfachen Blätt. besetzt $(die Fiederblättch. fehlen od. sind nur unten an der Pfl. ausgebildet)$
2
2. Ranken vorhanden; Nebenblätt. groß, eif., am Grunde spießf., gegenst. (Fig. 209); Bltn gelb, einzeln. 6. 7. Äcker in Süd- und Mitteldeutschl., zerstr.
Ranken-P., L. áphaca L.
-- Ranken fehlen; Nebenblätt. sehr klein; Blattstiel blattart. verbreit., lanzettl.; Bltn zu 1-2, purpurn. 5-7. Äcker, Wiesenränder, selten
Gras-P., L. nissólia L.
3. Blattstiel in eine Stachelspitze auslaufend; Stengel aufrecht
14
-- Blattstiel in eine Wickelranke auslaufend; Stengel kletternd
4
4. Bltn gelb; Blätt. 1paarig gefiedert; Stengel nicht geflügelt, kantig; Pfl. meist weichhaarig. 6-8. Wiesen, Hecken
Wiesen-P., L. praténsis L.
-- Bltn. rötlich oder bläulich, seltener weiß
5
5. Stengel geflügelt
7
-- Stengel kantig, nicht geflügelt
6
6. Blätt. 1paarig gefied.; Bltn dunkelrosenrot, wohlriechend; Stengel unter der Erde mit haselnußgroßen Knollen. 7. 8. Äcker, stellenweise häufig
Erdnuß, L. tuberósus L.
-- Blätt. meist 4paarig gefied.; Bltn rotbunt; Nebenblätt. pfeilf., fast so groß als die elliptischen Blättchen. 7. 8. Sandiger Meeresstrand, selten
Strand-P., L. marítimus Bigelow
7. Bltn einzeln (selten 2), weiß, seltener rötlich oder bläulich; Blätt. 1paarig gefied.; Hülsen kahl, oben 2flügelig. 5. 6. Zuweilen gebaut
Kicherling, L. satívus L.
-- Bltn zu 2 bis vielen
8
8. Blätt. 2- bis mehrpaarig gefiedert, wenigstens die oberen
12
-- Blätt. 1paarig gefiedert
9
9. Trauben 2blütig; Hülsen rauhhaarig; Blkr. violett, später blau. 5. 6. Unter der Saat in Mittel- und Süddeutschland
Haarige P., L. hirsútus L.
-- Trauben 4- bis vielblütig
10
10. Flügel d. Blattstiele beträchtl. schmäler als d. d. Stengels; Blätt. grasgrün, mit lanzettl. (bis 1 cm breiten) Blättchen; Fahne innen rosenrot, Flügel purpurn, Schiffchen grünlich. 7. 8. Waldränder, Gebüsche, verbreitet
Wald-P., L. silvéster L.
-- Flügel der Blattstiele etwa so breit als die des Stengels
11
11. Traube mehrmals länger als ihr Blatt; Bltn rosenrot. 7. 8. Sehr selten wild, häufig in Gärten und daraus verw.
Garten-P., L. latifólius L.
-- Traube so lang oder kaum länger als das Blatt; Fahne innen rosenrot, Schiffchen schmutziggelb. 7. 8. Laubwälder, zerstr.
Flachblättrige P., L. platyphýllus Retzius
12. Untere Blätt. 1paarig, obere 2-3paarig gefiedert; Blattstiele schmal geflügelt; Traube reichblütig; Bltn purpurrot. 7. 8. Gebirgswälder, sehr zerstr. in Mittel- und Süddeutschland
Verschiedenblättrige P., L. heterophýllus L.
-- Alle Blätt. 2-5paarig gefiedert
13
13. Blättch. 2-3paarig; Nebenblätt. viel kleiner als die Blättch.; Traube armblütig; Bltn schmutzigblau. 6-8. Sumpfwiesen, stellenweise
Sumpf-P., L. palúster L.
-- Blättch. 3-5paarig; Nebenblätt. etwa so groß als die Blättch.; Traube oft reichblütig; Bltn trüb dunkelrot. 6. 7. Wälder, im östl. Gebiet selten
Erbsenartige P., L. pisifórmis L.
14. (3.) Stengel etwas geflüg.; Blättch. 2-3paarig, unterseits blaugrün; Traube 4-6blütig; Bltn purpurn, später blau. 4-6. Trock. Wälder, meist häufig
Berg-P., L. montánus Bernhardi
-- Stengel flügellos od. nur oberwärts schmal geflügelt
15
15. Bltn purpurn od. blau $(bei L. niger sehr selten weiß)$
17
-- Bltn gelb, weiß od. gelblich-weiß
16
16. Blättch. 2-3paarig; Wurzelfasern verdickt, walzlich oder spindelf. $(var. macrorrhízus Neilreich)$; Bltn weiß od. gelblichweiß; Fahne auf dem Rücken oft hellrötlich. 5. 6. Bergwiesen, steinige Orte. Hirschauer Berg bei Tübingen
Ungarische P., L. pannónicus Garcke
-- Blättch. meist 4paarig, bis über 4 cm breit; Kelchzähne sehr kurz; Bltn gelb. 6. 7. Laubwälder bei Insterburg
Gelbe P., L. lúteus Petermann
17. Blätt. meist 5-6paarig gefied., unterseits blaugrün, kahl, beim Trocknen schwarz werdend; Traube 4-6blütig, wenig länger als das Blatt. 6. 7. Gebüsche, lichte Laubwälder, verbreitet
Schwarze P., L. niger Bernhardi
-- Blätt. 2-3- (selten 4-)paarig gefied.
18
18. Blättch. eif., lang zugespitzt, unterseits glänzend; Traube meist 4blütig, etwa so lang als ihr Blatt. 4. 5. Wälder, nicht selten
Frühlings-P., L. vernus Bernhardi
-- Blättch. schmal, linealisch od. linealisch-lanzettl.; Traube meist 5blütig, viel länger als ihr Blatt. 6. Wälder, auf dem schwäbischen Jura
Schwertblättrige P., L. ensifólius Gay
30. Phaséolus L., Bohne. XVII.
Trauben kürzer als das Blatt; Hülsen glatt; Bltn meist weiß; Stengel windend od. (Ph. nanus L.) niedrig, aufrecht. 6-9. Häufig gebaut
Schnitt-B., Ph. vulgáris L.
Trauben länger als das Blatt; Hülsen rauh; Bltn weiß od. scharlachrot; Stengel stets windend. 6-9. Gebaut
Feuer-B., Ph. multiflórus Willd.
56. Familie. Thymelaeáceae, Seidelbastgewächse.
1. Thymelǣa L., Spatzenzunge. VIII.
Blätt. linealisch oder linealisch-lanzettl.; Bltn einzeln (Fig. 554); Pfl. gelblichgrün. 7. 8. Trockene Anhöhen, Ackerränder, gern auf Kalk. Sehr zerstr. in Mittel- und Süddeutschland
Th. passerína Cosson u. Germain
2. Daphne L., Kellerhals. VIII.
1. Bltn grünlichgelb. in kurzen, blattachselst., überhängend., meist 5blütigen Trauben; Blätt. immergrün. 3. Gebirgswälder bei Kandern (Baden)
Gelber K., D. lauréola L.
-- Bltn rot
2
2. Bltn vor den (im Herbste abfallend.) Blätt. erscheinend, sitzend, meist zu 3 in den Achseln abgefallener Blätt.; Fr. rot. 3. 4. Bergwälder, zerstr.
Seidelbast, D. mezéreum L.
-- Blätt. immergrün; Bltn in endst., kurzgestielten Büscheln, behaart; Fr. zuletzt braun. 5. 6. Trockene Waldstellen, selten. Nur im südl. Gebiet
Heideröschen, D. cneórum L.
57. Familie. Elaeagnáceae, Ölweidengewächse.
1. Hippóphaë L., Seedorn. XXII.
Sehr dorniger und ästiger Strauch. Bltn in kopfigen Ähren; Stbbltn mit tief 2teiligem, Stempelbltn mit röhrigem Kelch; Scheinbeere orange. 5. 6. Küstendünen und Ufer der Alpenflüsse
H. rhamnoídes L.
2. Elaeágnus L., Ölweide. IV.
Blätt. lanzettl., ganzrand.; Bltn aufrecht; Fr. trocken. 6. Zierstrauch
E. angustifólia L.
58. Familie. Lythráceae, Weiderichgewächse.
1. Lythrum L., Weiderich. XI.
1. Stbblätt. 2-6; Bltn einzeln, blattachselst., violettrot. 7-9. Feuchte, sandige Triften, Gräben, zerstr., im nordwestl. und nördlichsten Gebiet fehlend.
Violetter W., L. hyssopifólia L.
-- Stbblätt. 12; Bltn in verlängerter Ähre, quirlig um den Stengel gestellt; unt. Blätt. gegenst. od. quirlig; Bltn purpurn
2
2. Kelchzähne gleichlang; Blätt. am Grunde verschmälert, abgerundet. 6. 7. Feuchte Orte, sehr selten (Schlesien)
Ruten-W., L. virgátum L.
-- Kelchzähne abwechselnd länger u. kürzer; Blätt. herzf. 7-9. Wie vor., gemein
Blut-W., L. salicária L.
2. Peplis L., Bachburgel. VI.
Blätt. verkehrt eif., kurzgestielt (Fig. 80); Bltn einzeln, blattachselst. 6-9. Gräben, Teichränder, nicht selten
P. pórtula L.
59. Familie. Hippuridáceae, Tannenwedelgewächse.
1. Hippúris L., Tannenwedel. I.
Blätt. zu 8-12 quirlst.; Bltn blattachselst., sehr klein, grünlich. 6-8. Stehende Gewässer, zerstr.
H. vulgáris L.
60. Familie. Halorrhagidáceae, Tausendblattgewächse.
1. Myriophýllum Vaillant, Tausendblatt. XXI.
1. Deckblätt. der Bltn laubblattart., alle kammf.-fiedersp., so lang od. länger als die Bltnquirle. 6-8. Stehende Gewässer, meist häufig
Quirliges T., M. verticillátum L.
-- Bltn in scheinbar nackter Ähre, da die oberen, ungeteilten Deckblätter kürzer als die Bltnquirle sind
2
2. Junge Ähren aufrecht; Bltn alle in Quirlen; untere Deckblätt. fiedersp. 6-8. Wie vor., häufig.
Ähriges T., M. spicátum L.
-- Junge Ähren überhängend; Stbbltn einzeln, wechselst.; Blattzipfel haarfein. 6-8. Wie vor., selten
Wechselblütiges T., H. alterniflórum DC.
61. Familie. Onagráceae, Nachtkerzengewächse.
1. Bltnhülle einfach, grünlich
Isnárdia 215
-- Bltn mit Kelch und Blkr.
2
2. Blkr. 2blättr. (Fig. 104); Stbblätt. 2
Circæa 214
-- Blkr. 4blättr.; Stbblätt. 8
3
3. Bltn gelb
Oenothéra 214
-- Bltn rot od. weißlich
Epilóbium 212
1. Epilóbium L., Weidenröschen. VIII.
1. Unt. Blätt. gegenst. od. quirlst.; Blkr. trichterf. (Fig. 102); Stbblätt. aufrecht
4
-- Blätt. alle wechselst.; Blkr. ausgebreitet; Stbblätt. und Griffel abwärts geneigt
2
2. Blblätt. gestielt; Blätt. 1-2½ cm breit, unterseits etwas graugrün, mit hervortretend. Seitennerven; Bltntraube verlängert. 7. 8. Trockene Waldstellen, Heiden, meist häufig
Wald-W., E. angustifólium L.
-- Blblätt. nicht gestielt; Blätt. meist nur bis ½ cm breit, unterseits nur der Mittelnerv deutlich, auf beiden Seiten fast gleichfarbig grün
3
3. Griffel so lang als die längeren Stbblätt., nur am Grunde behaart, zuletzt gerade; Blätt. meist ganzrand.; Stengel aufrecht. 7. 8. Kiesige Flußufer, Abhänge, selten (Schlesien, Süddeutschl.)
Ufer-W., E. dodonǣi Villars
-- Griffel so lang als die kürzeren Stbblätt., bis zur Mitte behaart, stets gekrümmt; größere Blätt. gezähnelt; Stengel aufsteigend. 8. Geröll der Alpenflüsse.
Gletscher-W., E. fleischéri Hochstetter
4. (1.) Narbe keulen- od. kopff. (Fig. 555a)
9
-- Entwickelte Narbe 4spaltig ausgebreitet (Fig. 555b); Stengel stielrund, ohne erhabene Längsleisten
5
5. Untere Blätt. kürzer od. länger gestielt (Fig. 556-557); Stengel mit anliegenden Haaren, nicht zottig; junge Bltn meist nickend
7
-- Blätt. sitzend oder sehr kurz gestielt, oft am Stengel etwas herablaufend; Stengel fast stets abstehend behaart; junge Bltn aufrecht
6
6. Bltn groß, 2-2½ cm breit, purpurrot; Blätt. halbstengelumfassend, etwas herablauf.; Stengel sehr ästig, oberwärts etwas drüsig. H. 1-1,25 m. 7-9. Ufer, Gräben, häufig
Zottiges W., E. hirsútum L.
-- Bltn etwa ½ so groß, hellviolett; Blätt. nicht stengelumfassend und nicht herablaufend; Stengel drüsenlos. H. 0,16-0,60 m. 6. 7. Wie vor., häufig.
Bach-W., E. parviflórum Schreber
7. Blätt. mit deutlichem, 3-7 mm langem Stiel, am Grunde keilf. verschmälert (Fig. 556), die mittl. grobgezähnt. 6-8. Bergwälder, zerstr.
Lanzettl. W., E. lanceolátum Sebastiani u. Mauri
-- Blätt. kürzer gestielt, am Grunde abgerundet, herzförmig od. fast herzf. (Fig. 557)
8
8. Stengel meist vom Grunde an ästig; Blätt. derb, etwas graugrün, klein (1-4 cm lang, 5-15 mm breit), geschweift-gezähnt; Bltn 4-6 mm lang. 6-9. Steinige, felsige Orte, verbreitet
Hügel-W., E. collínum Gmelin
-- Stengel einfach od. wenig verzweigt; Blätt. ziemlich groß, gezähnt, grasgrün; Bltn 8-12 mm lang. 7-9. Wälder, Gebüsche, häufig
Berg-W., E. montánum L.
Hierher gehört noch E. hypericifólium Tausch, von der böhmischen Grenze, mit ganzrand. Blätt. und 5-6 mm langen Blüten, ebenso E. duriǣl Gay, aus dem Wasgenwalde, mit niederliegendem, am Grunde wurzelndem Stengel, ansehnlichen Bltn und mit an beiden Enden verschmälerten Samen.
9. (4.) Stengel ohne erhabene Längsleisten, stielrund, meist weichhaarig, am Grunde mit fadenf., roten Ausläufern; Blätt. mit keilf. Grunde sitzend, lanzettl., ganzr.; Samen an beiden Enden verschmälert. 7. 8. Gräben, Torfwiesen
Sumpf-W., E. palústre L.
-- Stengel mit 2-4 erhabenen Längsleisten
10
10. Blätt. zu 3-4 quirlst., sitzend, untere meist kurz und breit gestielt, auf den Nerven weichhaarig. 7. 8. Gebirgsschluchten, selten
Dreikantiges W., E. trigónum Schrank
-- Untere Blätt. gegenst., obere wechselst.
11
11. Kleine Gebirgspfl. von höchstens 25 cm Höhe; Samen an beiden Enden verschmälert, zuweilen mit einem durchsichtigen Anhängsel
15
-- Pfl. 0,30-1 m hoch; Samen eif., am oberen Ende abgerund.
12
12. Blätt. ziemlich lang gestielt (1 cm), nach beiden Enden verschmälert; Bltn erst weiß, dann rosa. 7-9. Feuchte Orte, zerstr.
Rosiges W., E. róseum Schreber
-- Blätt. entweder sitzend od. sehr kurz gestielt
13
13. Pfl. mit verlängerten, entf. beblätt. Ausläufern; Stengel mit schwachen Längsleisten, sehr ästig, oben flaumhaarig; Blätt. mattgrün; junge Bltn nickend. 6-10. Feuchte Wälder, Bäche, zerstr.
Dunkelgrünes W., E. obscúrum Schreber
-- Pfl. am Grunde mit Blattrosetten, die sich während od. kurz nach der Blütezeit entwickeln; Bltn stets aufrecht
14
14. Blätt. hellgrün, schmal lanzettl., ca. 8 cm lang, gezähnelt, mittl. mit jedem ihrer beiden Ränder bis zum nächsten gesondert herablaufend; Stengel fast 4kantig; Bltn 4-6 mm lang. 7. 8. Gräben, zerstr.
Kanten-W., E. adnátum Grisebach
-- Blätt. graugrün, nicht herablaufend, ca. 3-4 cm lang, entfernt und seicht gezähnelt; Bltn 5-8 mm lang. 6-8. Hügel, Wälder, sehr zerstr.
Graugrünes W., E. lámyi F. Schultz
15. (11.) Stengel mit unterirdischen Ausläufern; Blätt. eif.-lanzettl., entfernt gezähnelt, glänzend, etwas fleischig; Bltn ansehnl., 8-12 mm lang. 7. 8. Quellige Orte der höheren Gebirge, selten
Meirich-W., E. alsinifólium Villars
-- Stengel mit oberirdischen, entfernt beblätt. Ausläufern; Bltn ½ so groß als bei vor.
16
16. Stengel einzeln, oben weichhaarig; Blätt. sitzend od. kurz gestielt; Kapsel behaart; Samen feinhöckerig. 7. 8. Wie vor.
Nickendes W., E. nutans Schmidt
-- Pfl. blühende und nicht blühende Stengel treibend, die nur auf den erhabenen Linien behaart sind; untere Blätt. ziemlich lang gestielt; Kapsel fast kahl; Samen glatt. 7. 8. Bäche und Quellen der höheren Gebirge
Gauchheil-W., E. anagallidifólium Lamarck
In der Gattung Epilobium kommen zahlreiche Bastarde vor.
2. Oenothéra L., Nachtkerze. VIII.
Blattrosette des 1. Jahres mit längl.-verkehrteif., stumpfen, stachelspitzigen Blätt.; Blblätt. länger als die Stbblätt. 6-8. Gebaut und auf Sandfeldern verwildert. Stammt aus Nordamerika
Zweijährige N., O. biénnis L.
Blattrosette des 1. Jahres mit schmal lanzettl., zugespitzten Blätt.; Blblätt. etwa so lang als die Stbblätt., kleiner als bei vor. 6-9. Flußufer, selten
Stachelige N., O. muricáta L.
Der O. muricáta ähnlich, aber durch viel größere Bltn und schmälere Rosettenblätt. von ihr verschieden ist O. ammóphila Focke. Auf den ostfriesischen Inseln und an der Nordseeküste unweit Duhnen beobachtet.
3. Circǣa L., Hexenkraut. II.
1. Bltnstiele am Grunde ohne Deckblätt.; Fr. mit gleich. Fächern; Blätt. eif., zuw. schwach herzf.; Stengel meist weichhaarig. 7. 8. Laubwälder, verbreitet
Großes H., C. lutetiána L.
-- Bltnstiele am Grunde mit kleinen, borstenf., abfälligen Deckblätt.; Blätt. am Grunde deutlich herzf.; Stengel kahl
2
2. Narbe ausgerandet, 2lappig; Blblätt. so lang als der Kelch; Fr. fast kugelig-verkehrt-eif., 2fächerig. H. 15-25 cm. 7. 8. Wie vor., selten.
Mittleres H., C. intermédia Ehrh.
-- Narbe kaum ausgerandet; Blblätt. kürzer als der Kelch; Fr. schief birnf., zusammengedrückt, 1fächerig. H. 8-25 cm. 6-8. Wälder, Erlenbrüche, sehr zerstr.
Kleines H., C. alpína L.
4. Isnárdia L., Heusenkraut. IV.
Stengel am Grunde wurzelnd; Bltn einzeln, blattachselst. 7. 8. Gräben, schlammige Ufer, selten
I. palústris L.
62. Familie. Hydrocaryáceae, Wassernußgewächse.
1. Trapa L., Wassernuß. IV.
Bltn einzeln, blattachselst.; Fr. 4dornig. 6. 7. Stehende Gewässer, sehr zerstr.
T. natans L.
63. Familie. Umbellíferae, Doldengewächse.[29]
1. Pfl. distelart., stachelig; Bltn in Köpfchen mit dornigen Hüllblättchen (Fig. 587-589)
Erýngium 222
-- Pfl. nicht distelartig
2
2. Blätt. tief geteilt od. gefied. od. 3zählig
4
-- Blätt. ungeteilt
3
3. Bltn gelb; Dolde zusammengesetzt; Blätt. ganzrandig
Buplēūrum 224
-- Bltn weiß od. rötl., in Köpfch.; Blätt. schildf. (Fig. 558), gekerbt
Hydrocótyle 222
4. Blätt. 3zählig od. gefiedert. $(Die unteren zuweilen ungeteilt)$
7
-- Blätt. handf. geteilt (Fig. 559)
5
5. Bltn grünlichgelb, in kopff. Dolden, mit 3mal größeren Hüllblätt. (Fig. 560); Blätt. grundständig
Hacquétia 222
-- Bltn weiß od. rötlich.
6
6. Dolde einfach, mit 1blüt. Strahlen (Fig. 561); Hüllblätt. groß, weiß od. rötlich
Astrántia 222
-- Dolde zusammengesetzt; Strahlen kleine, kugelige Döldch. trag. (Fig. 562); Hülle klein, grünl.; Fr. bestach.
Sanícula 222
7. (4.) Bltn rein weiß od. rötlich
17
-- Bltn gelb, grünlichgelb od. grünlichweiß
8
8. Hülle[30] fehlend od. 1-2blättr.
10
-- Hülle 3- bis mehrblättr.; Teilfrüchte am Rande geflügelt
9
9. Blätt. einfach od. doppeltgefied., mit 1-4 cm breiten, keilf., spärlich eingeschnittenen Zipfeln; Blblätt. rundl., eingerollt; Kelchsaum undeutlich; Rippen der Fr. alle geflügelt, die randst. doppelt so breit, voneinander abstehend; Bltn blaßgelb. Gartenpfl.
Levísticum 226
-- Unt. Blätt. 3fach gefied.; Zipfel schmal (4-5 mm br.), am Rande rauh; Blblätt. verkehrt-eif., mit eingeschlagener Spitze; Kelch deutlich 5zähnig; Flügel der Teilfrüchte aneinanderliegend, die Mittelrippen fädlich
Peucédanum 226
10. (8.) Blätt. mit eif. od. lanzettl., seltener lineal. (aber nicht fadenf.) Zipfeln; Stengel kantig, gerillt od. gestreift
12
-- Blätt. fein zerteilt, mit lang haarf., kaum ½ mm breiten Zipfeln (Fig. 563); Hüllchen fehlend; Bltn gelb; Stengel ganz glatt. Stark riech. Gartenpflanzen
11
11. Fr. im Querschnitt rundl., ungeflügelt; Blattscheiden 3-5 cm lang, mit mützenf. Spitze.
Fenchel, Foenículum 225
-- Fr. linsenf., breit geflügelt; Blattscheiden kurz, an der Spitze mit 2 Öhrchen.
Dill, Anéthum 227
12. (10.) Blätt. einfach gefied., mit breiten, gekerbten od. gesägten, oft gelappten od. handf. geteilten Blättch.; Fr. geflügelt
16
-- Blätt. 2-3fach gefied. od. fiederteilig od. mehrfach 3zählig zusammengesetzt
13
13. Dolde 20-30strahlig; Doldenstiele mehlig behaart; Fr. zusammengedrückt, am Rande geflügelt; obere Blattscheiden bauchig aufgeblasen; Fiederblättch. groß
Archangélica 226
-- Dolde nicht bis 20strahlig; obere Blattscheiden nicht stark bauchig
14
14. Kelchrand schwach 5zähnig; Fr. stark zusammengedrückt, geflügelt; Hüllchen wenig- od. vielblättr.
Peucédanum 226
-- Kelchrand undeutlich; Fr. nicht od. wenig zusammengedrückt, nicht geflügelt; Hüllchen vielblättrig
15
15. Pfl. (gerieben) stark riechend; Bltn gelblich; Fr. etwas zusammengedrückt, mit schwachen Rippen.
Petersilie, Petroselínum 223
-- Pfl. geruchlos; Bltn gelblichweiß; Fr. stielrund, scharfrippig. Wiesenpfl.
Silaus 225
16. (12.) Hüllch. fehlend od. 1-2blättr.; Randbltn nicht strahlend[31]
Pastináca 227
-- Hüllch. vielblättr.; Randbltn meist strahlend.
Heracléum 227
17. (7.) Frkn. und Fr. kahl
31
-- Frkn. und Fr. behaart, borstig oder stachelig $(bei der Reife mitunter wieder kahl)$
18
18. Fr. ohne schnabelart. Fortsatz
20
-- Fr. mit schnabelart. Fortsatz (Fig. 564)
19
19. Schnabel länger als d. Fr. (Fig. 564a), mit dieser 2-6 cm lang, am Rande mit kurzen Borsten; Bltn weiß
Scandix 228
-- Schnabel kürzer als die Fr., mit dieser kaum 1 cm lang; Fr. gleichmäßig m. gekrümmt. Borsten besetzt (Fig. 564b); Bltn weiß
Anthríscus 228
20. (18.) Hüllchen fehlend od. 1-2blättr.; unt. Blätt. ungeteilt, herzf. rundlich. Stark gewürzig riechende Gartenpfl.
Pimpinélla 224
-- Hüllchen 3-10blättr.; alle Blätt. gefied. od. fiederteilig
21
21. Blätt. (wenigst. die unt.) 2-3fach gefied.
24
-- Blätt. alle einfach gefiedert od. fiederteilig; Hüllchen vielblättr.
22
22. Blätt. sehr groß, Fiederblättch. 6-10 cm br., ungleich gelappt (Fig. 565); Blattscheiden aufgeblasen; Hülle fehlend od. 1-2-, selten bis 6blättr.; Randbltn meist strahl.; Fr. linsenf., breit geflügelt, jung behaart
Heracléum 227
-- Blätt. viel kleiner, Fiederblättch. gekerbt od. eingeschnitten gezähnt; Blattscheiden nicht bauchig; Hülle mehrblättr.
23
23. Hüllchenblätt. mit breit., trockenhäut. Rande; Dolde 2-5strahlig; äußere Blblätt. wenig größer, zuweilen strahlend, halb 2spalt.; Bltn rot od. weiß; Fr. mehrreihig stachelig, eif., ca. 1 cm lang
Turgénia 228
-- Hüllchenblätt. pfriemlich, nicht trockenhäutig berandet; Dolde meist vielstrahlig; äußere Blblätt. tief 2spalt., strahlend; Bltn weiß; Fr. flach, am Rande weiß-knorpelig, rundl. (Fig. 566), ca. ½ cm lang
Tordýlium 227
24. (21.) Blätt. fein zerteilt, mit ca. 1 mm breiten Zipfeln; Fr. dicht weißhaar., bis ½ cm l.; Griffel verläng.
Athamánta 225
-- Blätt. mit breiteren Zipfeln; Fr. bestachelt, kurzborstig oder warzig
25
25. Hülle 3- bis mehrblättr.
28
-- Hülle fehlend od. 1blättr.; Hüllchen 3- bis vielblättr.; Frstacheln hakig
26
26. Fr. ca. 2 cm lang, lineal., nur an den Kanten borstenhaarig. Pfl. stark riechend
Myrrhis 229
-- Fr. bis 1 cm lang, mit viel. Stacheln od. rauhhaarig
27
27. Fr. mit in Reihen gestellten Stacheln, die die Frschale nicht vollständig verdecken (bei der reifen Fr. deutl.!) (Fig. 567a), ausgewachsen ca. 1 cm lang; Hüllch. 3-5blättr.; Dolde 2-3strahl., armblütig
Cāūcalis 228
-- Fr. dicht und regellos bestachelt (die Frschale ist ganz verdeckt -- Fig. 567b) od. warzig, ca. ½ cm lang; Hüllchen vielblättrig; Dolde 2- bis mehrstrahlig, zuw. sitzend
Tórilis 228
28. (25.) Hüllblätt. fiedersp.; fruchttragende Dolden in der Mitte vertieft, vogelnestart.
Mohrrübe, Daucus 228
-- Hüllblätt. ungeteilt
29
29. Dolde 20-30strahl.; Doldenstrahlen mehlig; Fr. kurzhaarig; Stengel gefurcht, 1-1½ m hoch.
Libanótis 225
-- Dolde höchstens 10strahlig; Fr. stachelig
30
30. Randbltn mit großen (5-8 mm langen), strahlend. Blblätt.; Bltn weiß; Hüllchenblätt. eif., breit häutig berandet
Orláya 228
-- Randst. Blblätt. nicht od. kaum größer; Bltn weiß od. rötlich; Hüllchenblätt. pfrieml., nicht häutig berandet
Tórilis 228
31. (17.) Hülle fehlend od. 1-2blättr.
43
-- Hülle und Hüllchen 3- bis mehrblättr.
32
32. Blätt. (wenigstens die unt.) 2-3fach gefied. od. fiederteilig od. 3zählig zusammengesetzt
35
-- Blätt. einfach gefied. $(bei Sium die untergetauchten Blätt. doppelt fiederteilig)$. Wasser- od. Sumpfpflanzen
33
33. Stengel niederliegend, flutend od. auf Schlamm kriechend; Dolde 3-6strahlig, blattgegenst.
Helosciádium 223
-- Stengel aufrecht; Dolde mehrstrahlig
34
34. Stengel kantig gefurcht; Hüllblätt. ungeteilt, zurückgeschlagen, viel kürzer als die 15-30strahlige Dolde; Fr. 3½-4½ mm lang; Fiederblätt. lanzettl., scharfgesägt, am Grunde schief (Fig. 568) $(die Blattfläche an der inneren Seite des Mittelnerven ist schmäler als an der äußeren)$. H. 80-150 cm
Sium 224
-- Stengel fein gerillt; Hüllblätt. groß, meist fiederspalt.; Dolde kurzgestielt, blattachselst., 10-20strahlig; Fr. 2 mm lang; Fiederblättch. längl.-eif., ungleich gesägt (Fig. 569). H. 30-100 cm
Bérula 224
35. (32.) Hüllblätt. ungeteilt
37
-- Hüllblätt. fiederspalt., groß; Fr. ungeflügelt
36
36. Stengel röhrig, sehr dick, gefurcht; Blätt. dunkelgrün, glänzend; Kelchrand 5zähnig; Fr. bis 8 mm lang, längl., mit 10 hohlen, geflügelten, wellig gekerbten Rippen. Gebirgspfl.
Pleurospérmum 230
-- Stengel markig, gerillt; Blätt. gras- od. blaugrün; Kelchrand undeutlich; Fr. 2 mm lang, mit fadenf. Rippen; Teilfr. reif sichelf. Äcker
Ammi 223
37. (35.) Fr. 8flügelig, im Querschnitt rundl. (Fig. 570); Kelch deutlich 5zähnig
Laserpítium 227
-- Fr. ungeflügelt od. nur die Teilfrüchte am Rande geflügelt
38
38. Blätt. 3zählig; Blättchen meist 3spaltig od. 3lappig, entweder fast kreisrund, groß (4-7 cm br.) od. mit langen (bis 15 cm), linealisch lanzettlichen Zipfeln; Fr. ungeflügelt.
42
-- Blätt. gefied., Blättch. und Blattzipfel viel kleiner
39
39. Fr. stark zusammengedrückt, meist linsenf., am Rande geflügelt; Kelch deutlich gezähnt
Peucédanum 226
-- Fr. nicht od. wenig zusammengedrückt, ungeflügelt
40
40. Hüllchenblätt. nur an der äußeren Seite des Döldchens, am Grunde verwachsen; Stengel gerillt, bläulich bereift, unten rot gefleckt; Blattstiele der unteren Blätt. hohl, rund; Rippen der Fr. wellig gekerbt (Fig. 571b). Pfl. kahl, übelriechend
Coníum 229
-- Hüllchenblätt. allseitswendig; Rippen der Fr. nicht gekerbt
41
41. Kelchsaum undeutlich; Fr. etwas von der Seite zusammengedrückt; Griffel zuletzt zurückgebogen
Carum 223
-- Kelchsaum 5zähnig; Fr. walzl., an d. Spitze halsf., vom Kelche gekrönt (Fig. 571a). Sumpfpfl.
Oenánthe 224
42. (38.) Blättch. rundl., 4-7 cm br., meist 3lappig (Fig. 573)
Siler 227
-- Blattzipfel langlinealisch (7-10 mm breit, 15 cm lang) oft sichelf., scharf dorn. gesägt (Fig. 572); Bltn klein. Pfl. blaugrün
Falcária 223
43. (31.) Blätt. einfach bis mehrfach gefied. $(zuweilen nur die unt.)$
46
-- Blätt. einfach 3zählig od. jedes Blättch. wieder aus 3 Blättch. zusammengesetzt, mit eif.-längl. bis rundl., mehrere cm breiten Zipfeln
44
44. Blättch. rundl., meist 3lappig, grob gekerbt (Fig. 573), unterseits bläulich; Stengel feingerillt; Fr. zusammengedrückt, ungeflügelt
Siler 227
-- Blättch. eif., zugespitzt, gesägt, beiderseits grün
45
45. Hüllchenblätt. borstlich, hinfällig; Fr. linsenf., breit geflügelt; Blättch. breit, ei-herzf., 2-3spaltig (Fig. 574)
Imperatória 227
-- Hüllchen fehlend; Fr. ungeflüg.; Blättch. längl.-eif., ungeteilt od. das endst. eingeschnitt. (Fig. 575)
Aegopódium 223
46. (43.) Fr. lang geschnäbelt (Fig. 564a), Schnabel bis 6 cm lang, mit 2 Reihen kurzer Borsten
Scandix 228
-- Fr. ungeschnäbelt od. mit einem Schnabel, der höchstens ½ so lang als die Fr. ist
47
47. Hüllchenblätt. kahl, zuw. fehlend; entwickelte Fr. linsenf. (Fig. 576), eif., eif.-längl. od. kugelig, höchstens bis doppelt so lang als breit
50
-- Hüllchenblätt. bewimpert, $(kahl nur bei Chaerophyllum bulbosum, einer meterhohen Pfl. mit oben blaubereiftem, am Grunde steifborstigem, rotgeflecktem Stengel)$; entwickelte Fr. linealisch od. längl., 3-6mal so lang als breit (Fig. 577)
48
48. Fr. nur an dem deutlich abgesetzten Schnabel 10rippig (Fig. 577), sonst ganz glatt, wie lackiert
Anthríscus 228
-- Fr. $(wenigstens im trockenen Zustande)$ der ganzen Länge nach gerippt (Fig. 600-601), ungeschnäbelt
49
49. Fr. ca. 2 cm lang, reif glänzend braun, scharf gerippt, an den Kanten borstenhaarig; Blätt. zottig, gerieben stark riechend
Myrrhis 229
-- Fr. kaum 1 cm l., stumpf gerippt, kahl
Chaerophýllum 229
50. (47.) Hüllchen[32] 3-8blättr. $(die Blättchen zuw. verwachsen)$
54
-- Hüllchen fehlend od. 1-2blättr.
51
51. Untere Blätt. ungeteilt od. einfach gefied., Blättch. mitunter tief eingeschnitten
53
-- Untere Blätt. doppelt bis 3fach gefied.
52
52. Stbblätt. und Stempel in jeder Blüte; Blblätt. verkehrt-herzf.; unterstes Paar der Fiederblättch. kreuzweise gestellt (Fig. 578)
Kümmel, Carum 223
-- Stbblätt. und Stempel z. T. auf verschiedenen Pfl.; Blblätt. der Stbbltn lanzettl.; Blätt. graugrün; Blättchen nicht gekreuzt. Nur im Rhein- und Maintal
Trínia 223
53. Dolde sehr kurz gestielt, end- od. blattachselst. (Fig. 579); Blblätt. an der Spitze eingerollt (Fig. 580); Fiederblättch. rauten- od. keilf., tief eingeschnitten; obere Blätt. viel kleiner
Sellerie, Ápium 223
-- Dolde mehrere cm lang gestielt; Blblätt. verkehrt-herzf.; Fiederblättch. der unt. Blätt. rundl. od. eif.
Pimpinélla 224
54. (50.) Blätt. doppelt bis 3fach gefied.
56
-- Blätt. einfach gefiedert
55
55. Stengel fadenf., flutend od. auf Schlamm kriechend; Dolden blattgegenst.
Helosciádium 223
-- Stengel aufrecht; Blätt. groß, mit gelappten Fiederblättch. (Fig. 565); Blattscheiden bauchig; Fr. linsenf., breit geflügelt, jung behaart
Heracléum 227
56. (54.) Kelch deutl. 5zähnig (Fig. 584 u. 585)
64
-- Kelchrand undeutlich
57
57. Döldchen nur an der Außenseite mit 3 zurückgeschlag. Hüllchenblätt. (Fig. 581); Blätt. glänzend dunkelgrün
Hundspetersilie, Aethúsa 225
-- Döldchen mit allseitswend. Hüllchenblätt.
58
58. Blätt. mit haarfeinen Zipfeln (Fig. 582); Bltn weiß; Fr. ungeflügelt
Meum 226
-- Blätt. mit breiteren Zipfeln
59
59. Stengel hohl
61
-- Stengel markig
60
60. Stengel scharfkantig gefurcht; Blattzipfel mit weißer Stachelspitze; Fr. vom Rücken her etwas zusammengedrückt; Rippen geflügelt, die randst. viel breiter
Selínum 226
-- Stengel höchstens oben gefurcht; Blattzipfel am Rande mehr od. weniger rauh; Rippen der Fr. hohl, aufgeblasen. H. 100-125 cm
Cenolóphium 225
61. (59.) Fiederblättch. groß, etwa 1½-3 cm breit, scharf gesägt; Fr. geflügelt; Blattscheiden stark bauchig
Angélica 226
-- Fiederblättch. schmäler
62
62. Bltn rötlich. Gebirgspflanze
Meum 226
-- Bltn weiß
63
63. Pfl. 60-150 cm hoch; Rippen der Fr. geflügelt, die randst. viel breiter als die mittl.; Stengel bereift, mit gefurchten Ästen; Blattscheiden aufgeblasen
Conioselínum 226
-- Pfl. 30-60 cm hoch; Rippen der Fr. schwach geflügelt, scharf, alle gleichbreit
Cnídium 225
64. (56.) Fiederblättch. ansehnlich, herzeif. (2-3 cm br.) oder (Fig. 586) mit schmal lanzettl., bis 6 cm langen Zipfeln
67
-- Blätt. (wenigstens die mittl. und ob.) fein zerteilt, mit kleinen, linealischen Zipfeln od. Blättch.
65
65. Fr. kugelig (Fig. 583); Randbltn mit großen, strahlenden Blblätt. Nach Wanzen riechend
Coriándrum 230
-- Fr. nicht kugelig, vom bleibend. Kelche gekrönt
66
66. Sumpfpfl. Blblätt. am Grunde keilf.; Kelchzähne lang, spitzig (Fig. 584); Griffel aufrecht
Oenánthe 224
-- Landpfl. Blblätt. am Grunde fast herzf.; Kelchzähne 3eckig, kurz (Fig. 585); Griffel später zurückgebogen
Séseli 225
67. (64.) Blättch. schmal lanzettl., scharf gesägt (Fig. 586); Fr. fast kugelig; unterirdischer Stengel durch Querwände fächerig. Wasserschierling
Cicúta 222
-- Blättch. schief herzeif.; Fr. eif., geflügelt
Ostéricum 226
1. Hydrocótyle L., Wassernabel. V.
Sümpfe, Torfboden, zerstr., im südl. Gebiete selten. 7. 8.
H. vulgáris L.
2. Sanícula L., Sanikel. V.
Laubwälder, zerstr. 5. 6.
S. europǣa L.
3. Hacquétia Necker, Strenze. V.
Schattige Laubwälder im südöstl. Schlesien. 4. 5.
Gelbgrüne St., H. epipáctis DC.
4. Astrántia L., Strenze. V.
Kelchzähne eif.-lanzettl., stachelspitzig; Mittelzipfel der Blätt. mit den seitl. verbunden. 6-8. Gebüsche, Wiesen, in Nordwestdeutschl. fehlend
Große St., A. major L.
-- Kelchzähne eif., stumpf, kaum stachelspitzig; Mittelzipfel der Blätt. von den seitl. getrennt. 7. 8. Bergwälder, selten (Bayern)
Schlanke St., A. bavárica F. Schultz
5. Erýngium L., Männertreu. V.
1. Hüllblätt. eif., 3zipflig (Fig. 587); untere Blätt. nierenf., ob. stengelumfassend, weißlich bereift; Bltn blau od. weißlich. 6-8. Sandiger Meeresstrand
Strand-M., E. marítimum L.
-- Hüllblätt. linealisch; untere Blätt. 3zählig od. ei-herzf.
2
2. Köpfchen fast kugelig (Fig. 588); Blätt. 3zähl., mit doppelt fiedersp. Zipfeln. Pfl. weißlich od. graugrün. 7. 8. Trockene Hügel, Wegränder, stellenweise
Feld-M., E. campéstre L.
-- Köpfchen eif. (Fig. 589); obere Blätt. 5teilig, die übrigen ungeteilt. Pfl. oberwärts blau überlaufen. 7-8. Sandige Flußufer, sehr zerstr.
Flacher M., E. planum L.
6. Cicúta L., Wasserschierling. V.
Gräben, Sümpfe, zerstr. 7. 8
C. virósa L.
7. Ápium L., Sellerie. V.
Blätt. glänzend, obere 3zählig. 7-9. Salzhalt. Orte, häufig gebaut
A. gravéolens L.
8. Petroselínum Hoffmann, Petersilie. V.
Als Gewürzpfl. gebaut, selten verw. 6. 7.
P. satívum Hoffmann
9. Trínia Hoffmann, Scherbetkraut. V.
Sonnige Kalkhügel im Rhein- und Maintal. 4. 5.
T. glauca Dumortier
10. Helosciádium Koch, Scheiberich. V.
1. Untergetauchte Blätt. des schwimmend. Stengels haarf. zerschlitzt, obere gefied.; Dolde 2strahlig; Hülle fehlend. 6. 7. Gräben, Sümpfe, selten.
Schwimmender Sch., H. inundátum Koch
-- Blätt. alle einfach gefied.; Dolde mehrstrahlig
2
2. Fiederblättch. rundl.-eif., ungleich gezähnt od. gelappt; Doldenstiele länger als die Döldchen tragend. Strahlen. 7-9. Wie vor., sehr zerstr.
Kriechender Sch., H. repens Koch
-- Fiederblättch. eif.-lanzettlich, gleichmäßig gekerbt; Doldenstiele sehr kurz, fast fehlend. 7. 8. Wie vor., sehr selten
Knotiger Sch., H. nodiflórum Koch
11. Falcária Host, Sichelmöhre. V.
Äcker, Wiesenränder, zerstr., im nordwestl. Gebiete meist fehlend. 7-10.
F. rivíni Bernhardi
12. Ammi L., Ammei. V.
Schutt, Äcker. Mit fremdem Samen zuweilen eingeführt. 7. 8.
A. majus L.
13. Aegopódium L., Giersch. V.
Zäune, Gebüsch, gemein. 6-8
A. podagrária L.
14. Carum L., Kümmel. V.
1. Hülle fehlend; Hüllchen wenigblättrig od. fehlend; unterstes Paar der Fiederblättchen kreuzweise gestellt (Fig. 578). 5. 6. Wiesen, Ackerraine, häufig, auch vielfach gebaut
Wiesen-K., C. carvi L.
-- Hülle und Hüllchen mehrblättrig
2
2. Wurzel fast kugelig; Blätt. fast 3fach gefied., mit lineal. Zipfeln. H. 30-100 cm. 6. 7. Kalk- u. Tonäcker (Rheingegend).
Knollen-K., C. bulbocástanum Koch
-- Wurzel büschelig, mit verdickt., keulenf. Fasern; Blätt. fein zerteilt, mit quirlig gestellten Zipfeln (Fig. 590). H. 50-60 cm. 7. 8. Wiesen. Aachen, Bienwald (Pfalz), Weißenburg (Elsaß)
Quirl-K., C. verticillátum Koch
15. Pimpinélla L., Bibernelle. V.
1. Untere Blätt. ungeteilt, herzf.-rundl.; Fr. weichhaarig. 7. 8. Stark riechend. Angebaut
Anis, P. anísum L.
-- Blätt. alle gefiedert; Fr. kahl; Pfl. geruchlos
2
2. Stengel stielrund, feingerillt, oberwärts fast blattlos; Fiederblättch. der grundst. Blätt. sitzend; Griffel zur Blütezeit kürzer als der Frknoten. 6-10. Hügel, Wiesen, gemein. $(Ändert ab: Stengel kräftiger, nebst den Zweigen kurz grauhaarig = P. nigra Willd.)$
Kleine B., P. saxífraga L.
-- Stengel kantig gefurcht, bis oben beblätt.; Fiederblättch. kurz gestielt; Griffel meist schon zur Blütezeit länger als der Frknoten. 6-10. Gebüsche, Waldränder, stellenweise
Große B., P. magna L.
16. Bérula Koch, Berle. V.
Gräben, Bäche, gemein, aber nur in der Ebene. 7. 8.
B. angustifólia Koch
17. Sium L., Merk. V.
Stehende Gewässer, zerstr. 7. 8.
S. latifólium L.
18. Buplēūrum L., Hasenohr, V.
1. Blätt. vom Stengel durchwachsen (Fig. 591), eif.; Hülle fehlend. 6. 7. Kalkäcker, sehr zerstr., im nördl. Gebiet sehr selten
Rundes H., B. rotundifólium L.
-- Blätt. nicht durchwachsen
2
2. Blätt. linealisch, untere linealisch-lanzettl., grasart., 2-4 mm breit; endst. Dolde 3strahlig; Hüllch. viel länger als die Döldchen (Fig. 68). 7. 8. Salzhalt. Orte, sehr zerstr.
Feines H., B. tenuíssimum L.
-- Blätt. lanzettl. bis eif., viel breit. als bei vor.; Dolde 4-8strahl.
3
3. Mittl. und obere Blätt. eif., mit tief herzf. Grunde stengelumfassend, netzadrig; Hüllchenblatt. eif. 7. 8. Bergwälder, sehr zerstr.
Langes H., B. longifólium L.
-- Blätt. nicht stengelumfassend, ohne deutliches Adernetz, unt. längl., obere lanzettl.; Hüllchenblätt. lanzettl. 7-10. Buschige Hügel, Wegränder, selten, im Norden fehlend
Sichel H., B. falcátum L.
19. Oenánthe L., Pferdesaat. V.
1. Blattstiele (wie der Stengel) weitröhrig, länger als das Blatt; Hülle fehlend od. 1-2blättr.; Dolden 2-5strahlig. 6-8. Gräben, Sümpfe, stellenweise
Hohle Pf., O. fistulósa L.
-- Blattstiele nicht röhrig; Dolden 5- bis vielstrahlig
2
2. Wurzeln fadenf.; Blätt. 2-3fach gefied., die untergetauchten haarf. zerschlitzt; Dolde blattgegenst., ohne Hülle. 6-8. Gräben, stehende Gewässer, häufig
Wasserfenchel, O. aquática Lamarck
-- Wurzeln büschelig, mehr od. weniger rübenf. verdickt; obere Blätt. einfach fiedert.
3
3. Blblätt. bis zur Mitte gespalten; unt. Blätt. mit eif. od. keilf. Zipfeln; Hülle meist 4-6blättr. 7-9. Sumpfwiesen, sehr zerstr., besonders im Westen
Wiesen-Pf., O. lachenálii Gmelin
-- Blblätt. nicht bis zur Mitte gespalten; Zipfel aller Blätt. linealisch; Hülle fehlend od. 1-2blättr.; Wurzel rübenf. 6. 7. Sehr zerstreut, fehlt im Norden
Haarstrang-Pf., O. peucedanifólia Pollich
20. Aethúsa L., Hundspetersilie. V.
Äcker, Schutt, gemein. 6-10
A. cynápium L.
21. Fœnículum L., Fenchel. V.
Hier und da gebaut. 7-8.
F. vulgáre Miller
22. Séseli L., Sesel. V.
1. Hüllchenblätt. fast bis z. Spitze verwachs., becherf. (Fig. 592); oberste Blattscheiden blattlos; Dolde 9-12strahlig. 7. 8. Sonnige Kalkhügel, selten
Pferde-S., S. hippomárathrum L.
-- Hüllchenblätt. nicht verwachsen
2
2. Dolde 6-12strahlig; Hüllchenblätt. sehr schmal häut. berand., so lang als das Döldchen. 7-9. Nur im Elsaß und bei Metz
Berg-S., S. montánum L.
-- Dolde 15-30strahlig; Hüllchenblätt. breit häutig berandet, länger als das Döldchen. 7-8. Grasige Hügel, Waldblößen, stellenweise
Starrer S., S. ánnuum L.
23. Libanótis Crantz, Heilwurz. V.
Felsige Hügel, Gebüsche, sehr zerstr., fehlt in Nordwestdeutschl. 7. 8.
L. montána Crantz
24. Cenolóphium Koch, Hohlrippe. V.
Ostpreußen, an der Memel. 7. 8.
C. fischéri Koch
25. Cnídium Cusson, Brennsaat. V.
Sumpfige Waldwiesen, sehr zerstreut. 7. 8
C. venósum Koch
Athamánta creténsis L., mit stielrundem, gerilltem Stengel, 6-9strahligen Dolden, armblättriger Hülle und verlängerten, abstehend behaarten Fr. findet sich sehr selten im südlichen Gebiet.
26. Sílaus Besser, Silau. V.
Wiesen, Gräben, stellenweise häufig, im nördl. Gebiet selten. 6-8.
S. praténsis Besser
27. Meum L., Bärwurz. V.
Fiederblättch. in haarf. Zipfel zerteilt; Hüllchenblätt. pfriemenf., nicht häutig berandet; Bltn weiß. H. 15-60 cm. 5-7. Bergwiesen, stellenweise häufig
Bären-Kümmel, M. athamánticum Jacquin
Blattzipfel linealisch-lanzettl.; Hüllchenblätt. lanzettl., weiß berandet; Bltn rötlich. H. 30-50 cm. 6. 7. Höhere Gebirge, sehr selten
Köpernikel, M. mutellína Gärtner
28. Conioselínum Fischer, Schierlingssilge. V.
Steinige Abhänge. Ostpreußen (Tilsit, Insterburg), Mährisches Gesenke. 8.
C. tatáricum Fischer
29. Levísticum Koch, Liebstöckel. V.
Zuweilen in Gärten angepfl. 7. 8.
L. officinále Koch
30. Selínum L., Silge. V.
Feuchte Wiesen, Gebüsch, meist häufig. 7. 8.
S. carvifólia L.
31. Ostéricum Hoffmann, Mutterwurz. V.
Feuchte Wiesen, im nördl. und mittl. Gebiete, stellenweise. 7. 8.
O. palústre Besser
32. Angélica L., Brustwurz. V.
Bäche, Wiesen, häufig. 7-9.
A. silvéstris L.
33. Archangélica Hoffmann, Engelwurz. V.
Bltn grünlichweiß. H. 1,25-2 m. 7. 8. Flußufer, feuchte Wiesen, sehr zerstr.
A. officinális Hoffmann
34. Peucédanum L., Haarstrang. V.
1. Hülle reichblättrig, bleibend
3
-- Hülle fehlend od. wenigblättr. und dann bald abfallend
2
2. Bltn gelb; Stengel stielrund; Fiederblättch. linealisch; Hüllchen vielblättr. 7. 8. Wiesen, Gebüsche, sehr zerstr.
Echter H., P. officinále L.
-- Bltn gelblichweiß od. grünlich; Stengel gefurcht; Blätt. beiderseits glänzend, fiedert., mit vielspalt. Blättch.; Hüllchen 1-3blättr. 6. 7. Wiesen im südlichen Gebiet
Scheiden-H., P. chabrǣi Gaudin
3. Bltn gelblich; Stengel kantig gefurcht; Hülle abstehend. 7-9. Sonnige Hügel, sehr selten im mittl. Gebiet
Elsässer-H., P. alsáticum L.
-- Bltn weiß; Hülle zurückgeschlagen
4
4. Stengel gefurcht, röhrig, oft purpurrot, jung milchend; Blättch. fiedersp., mit linealisch-lanzettl. Zipfeln. 7. 8. Sumpfige Wiesen, Gebüsch, zerstr.
Ölsenich, P. palústre Mœnch
-- Stengel stielrund, fein gerillt, markig
5
5. Verästelungen des Blattstiels spitzwinklig abstehend (Fig. 593); Blättch. eif., unterseits graugrün, fast dornig gesägt, lederart. 7. 8. Bergwälder, Hügel, trockene Wiesen, sehr zerstr.
Hirschwurz, P. cervária Cusson
-- Verästelungen des Blattstiels gerade abstehend oder zurückgeschlagen (Fig. 594); Blättch. glänzend, fiedersp., mit kurzen Zipfeln. 7. 8. Trockene Wälder, zerstr.
Bergsilge, P. oreoselínum Moench
35. Imperatória L., Meisterwurz. V.
Gebirgswiesen und Gärten der Gebirgsdörfer. 7. 8.
I. ostrúthium L.
36. Anéthum L., Dill. V.
Als Gewürzpfl. gebaut. 7. 8.
A. gravéolens L.
37. Pastináca L., Pastinak. V.
Bltn gelb; Dolde mit 8-12 ungleich langen Strahlen; Blätt. oberseits meist glänzend. 7. 8. Wiesen, Wegränder, meist häufig, auch gebaut
Gebauter P., P. satíva L.
Bltn grünlichgelb, klein; Dolde mit 5-8 fast gleichlangen Strahlen; Blätt. glanzlos, nebst dem Stengel dicht grau behaart. 7. 8. Sehr selt. (Rheingeg., Böhmen)
Glanzlos. P., P. opáca Bernhardi
38. Heracléum L., Bärenklau. V.
Stengel gefurcht, nebst den Blätt. steifhaarig, selten kahl. $(Ändert ab: Frkn. kahl; Blblätt. alle gleich groß = H. sibíricum L.)$ 6-10. Wiesen, Wälder, gemein
H. sphondýlium L.
39. Tordýlium L., Zirmet. V.
Zäune, Hecken, sehr zerstr. 6-8.
T. máximum L.
40. Siler Scopoli, Roßkümmel. V.
Gebirgswälder, sehr selten. 5. 6.
S. trílobum Scopoli
41. Laserpítium L., Laserkraut. V.
1. Steng. gefurcht, unterwärts rauhhaarig
3
-- Stengel stielrund, gerillt, kahl
2
2. Fiederblättch. eif., gesägt, am Grunde herzf. (Fig. 595), stets ungeteilt. 7. 8. Bergwälder, kalkliebend, stellenweise
Breites L., L. latifólium L.
-- Fiederblättchen lanzettlich, ganzrandig, ungeteilt od. 3lappig. 7. 8. Rauhe Alb, Alpen u. Voralpen.
Berg-L., L. siler L.
3. Blättchen fiedersp., mit lanzettl. Zipfeln, am Rande rauhhaarig. 7. 8. Trockene Laubwälder, stellenweise
Preußisches L., L. pruténicum L.
-- Blättch. eif., ungleich gesägt, das endst. 3lappig, unterseits rauhhaarig. 7. 8. Gebirgsabhänge im mährischen Gesenke
Engelwurz-L., L. archangélica Wulfen
42. Daucus L., Möhre. V.
Wiesen, Triften, gemein, häufig gebaut. 7-10.
D. caróta L.
43. Orláya Hoffmann, Breitling. V.
Äcker, auf Kalk und Mergel in Mittel- und Süddeutschl. 7. 8.
O. grandiflóra Hoffmann
44. Cāūcalis L., Haftkraut. V.
Unter der Saat, gern auf Kalk, zerstr. 5. 7.
C. daucoídes L.
45. Turgénia Hoffmann, Klettendolde. V.
Kalkäcker, im Norden und Osten nur verschleppt. 7. 8.
T. latifólia Hoffmann
46. Tórilis Adanson, Kerbel. V.
1. Dold. kurzgestielt, geknäuelt, wenigblüt., blattgegenst. (Fig. 596), innere Fr. der Dolde nur warzig. 4. 5. Marschen der Nordsee und der Unterelbe
Knoten-K., T. nodósa Gaertner
-- Dolden langgestielt, 4-12strahlig; alle Fr. stachelig
2
2. Hülle vielblättr.; Frstacheln nicht widerhakig (Fig. 597). 6-8. Hecken, Zäune, gemein
Kletten-K., T. anthríscus Gmelin
-- Hülle 1blättr. od. fehlend; Frstacheln widerhakig (Fig. 567b). 7. 8. Kalkäcker, Wegränder, zerstr., fehlt im Norden und Nordwesten
Schweizer-K., T. infésta Koch
47. Scandix L., Nadelkerbel. V.
Unter der Saat, auf Kalkboden, zerstr. 5. 6.
S. pecten véneris L.
48. Anthríscus Hoffmann, Kerbel. V.
1. Fr. hakig-borstig (Fig. 598); Griffel sehr kurz; Narbe fast sitzend. 5. 6. Wegränder, Zäune, stellenweise
Hecken-K., A. vulgáris Persoon
-- Fr. glatt od. mit zerstreuten Knoten besetzt; Griffel ziemlich lang
2
2. Dolde 2-7str.; Strahlen weichhaarig; Fr. glatt, doppelt so lang als ihr Schnabel (Fig. 599); Pfl. (besonders gerieben) stark riechend. 5. 6. Gebaut und verw.
Garten-K., A. cerefólium Hoffmann
-- Dolde 7-15strahlig; Fr. 5mal länger als ihr Schnabel (Fig. 598); Strahlen kahl
3
3. Randbltn wenig größer als die übrigen; Fr. länger, selten nur so lang als ihr Stiel; Blätt. 2-3fach gefiedert; Zipfel längl.-lanzettl.; die zwei untersten Hauptabschnitte viel kleiner als der übrige Teil des Blattes. 4-7. Hecken, Gebüsche
Wald-K., A. silvéstris Hoffmann
-- Randbltn meist größer als die übrigen; Fr. fast immer kürzer als ihr Stiel; Blätt. 3zählig, mit fiedersp. od. doppelt fiedert. Blättch.; Zipfel eif. od. längl.; die 3 Hauptabschnitte des Blattes fast gleich. 6-8. Gebirgsschluchten, sehr selten
Glanz-K., A. nítida Garcke
49. Chaerophýllum L., Kälberkropf. V.
1. Blblätt. abstehend bewimpert, oft rötlich; Hüllchenblätt. bewimpert; Stengel unter den Gelenken kaum verdickt; Blätt. doppelt 3zählig, mit fiedersp. Blättchen. 5-7. Feuchte Bergwälder, stellenweise
Rauhhaariger K., Ch. hirsútum L.
-- Blblätt. am Rande kahl, weiß; Stengel unter den Gelenken meist dicker
2
2. Griffel mehrmals länger als die dem Frkn. (und der Fr.) aufsitzende, fleischige Scheibe (Stempelpolster, Fig. 600[33]); Hüllchenblätt. bewimp.
4
-- Griffel so lang od. kaum länger als das Polster (Fig. 601)
3
3. Hüllchen bewimpert; Stengel rauhhaarig, kantig; Blätt. doppelt gefied.; Blättchen lappig, fiederspalt., mit stumpfen Zipfeln. 6. 7. Zäune, Gebüsch, gemein
Betäubender K., Ch. témulum L.
-- Hüllchen kahl; Stengel zylindrisch, nur unten steifhaarig und rot gefleckt, oben kahl, blaugrün bereift; Zipfel der 3-4fach gefied. Blätt. schmal und spitz. 6. 7. Flußufer, feuchte Gebüsche und Wälder, häufig
Knolliger K., Ch. bulbósum L.
4. Blätt. 2-3fach 3zählig; Blättchen eif.-längl., ungeteilt, gesägt, 2-3 cm breit. 7. 8. Feuchte Wälder, Gebirgsbäche, im östl. Gebiet, selten.
Gewürzhafter K., Ch. aromáticum L.
-- Blätt. 3fach gefiedert; Blättch. lang zugespitzt, am Grunde fiedersp., nach oben gesägt; Fr. gelblich. 6. 7. Feuchte Bergwälder, selten
Gelbfrüchtiger K., Ch. aureum L.
50. Myrrhis Scopoli, Süßdolde. V.
In Grasgärten der Gebirgsdörfer angepfl. 5. 6.
M. odoráta Scopoli
51. Coníum L., Schierling. V.
Zäune, Gemüseäcker, stellenweise. 7. 8.
Gefleckter Sch., C. maculátum L.
52. Pleurospérmum Hoffmann, Rippensame. V.
Gebirgstäler, Bäche, selten. 6. 7.
P. austríacum Hoffmann
53. Coriándrum L., Koriander. V.
Gebaut und verwildert. 6-8.
C. satívum L.
Zuweilen verschleppt ist Bífora rádians M. B.; Fr. 2knöpfig; Teilfr. kugelig, runzelig; Hülle fehlend; Hüllchen 1-3blättr.; Kelch undeutlich; Bltn strahlend; Blätt. 2-3fach fiederschnittig, mit fadenf. Zipfeln.
64. Familie. Araliáceae, Efeugewächse.
1. Hédera L., Efeu. V.
Blätt. der blühend. Zweige ganzrand.; Bltn grün; Fr. schwarz. 8. 9. Wälder, Mauern
H. helix L.
65. Familie. Cornáceae, Hartriegelgewächse.
1. Cornus L., Hartriegel. IV.
1. Stengel krautig, 10-15 cm hoch; Bltn rotbraun, von 4 weißen Hüllblätt. umgeben (Fig. 81). 5. 6. Selten an torfhalt., schattigen Orten in Norddeutschl.
Schwedischer H., C. suécica L.
-- Sträucher
2
2. Bltn gelb, vor den Blätt. erscheinend. 4. 5. Kalkberge, selten, häufig angepfl.
Kornelkirsche, C. mas L.
-- Bltn weiß, nicht vor den Blätt. erscheinend
3
3. Blätt. beiderseits grün, eif., kurzhaarig; Fr. schwarz. 5. 6. Wälder, Gebüsche, häufig
Roter H., C. sanguínea L.
-- Blätt. unterseits graugrün, elliptisch od. elliptisch-eif.; Fr. weiß. 6. 7. In Anlagen
Weißer H., C. stolonífera Michaux
|2. Unterklasse. Sympétalae. Verwachsenblumenblättrige Pflanzen.|
Pflanzen mit doppelter Blütenhülle (mit Kelch und Blumenkrone), bei denen die Blumenblätter (wenigstens am Grunde) miteinander verwachsen sind.
66. Familie. Ericáceae, Heidekrautgewächse.
1. Pfl. ohne grüne Blätt., gelblich
Monótropa 233
-- Pfl. mit grünen Blätt.
2
2. Blätt. nadelf. od. schuppenf. Heidekräuter
8
-- Blätt. flach, zuweilen am Rande umgerollt
3
3. Frkn. unterst. (Fig. 602)
Vaccínium 232
-- Frkn. oberst.
4
4. Blkr. getrenntblättr.
7
-- Blkr. verwachsenblättr.
5
5. Blkr. ansehnlich (über 1 cm l.), trichterf., 5spalt. Alpenrose
Rhododéndron 232
-- Blkr. kleiner, 5zähnig od. 5lappig, krugf., glockenf. od. fast kugelig
6
6. Blätt. längl. verkehrt-eif., beiderseits vertieft netzadrig, unterseits blaßgrün, oberseits glänzend, am Rande nicht umgerollt; Stengel niederliegend, stark verästelt; Fr. eine Beere mit 5 Steinen
Arctostáphylos 231
-- Blätt. lanzettl. bis elliptisch, unterseits weißlich od. beiderseits mit feinen, bräunlichen Schülfern (Lupe!), am Rande umgerollt (bei der weißblühend. Art sehr wenig); Stengel aufrecht oder nur am Grunde niederliegend; Bltn nickend, rosenrot od. weiß; Fr. eine Kapsel
Andrómeda 231
7. Blätt. fast linealisch, am Rande stark umgerollt, unterseits rostrot-filzig. Strauch
Ledum 232
-- Blätt. lanzettl. bis rundl., nicht umgerollt, gekerbt od. gesägt
Pírola 232
8. Blkr. tief 4spalt., kürzer als der blumenkronart. gefärbte Kelch, außerdem ein grüner 4blättr. Außenkelch vorhanden (Fig. 603a)
Callúna 231
-- Blkr. 4zähnig, länger als der Kelch, krugf. (Fig. 603b)
Eríca 231
1. Unterfamilie. Eríceae, Eigentliche Heidekräuter.
1. Callúna Salisbury, Heide. VIII.
Bltn in dichten, fast einseitswendigen Trauben, hellrot, selten weiß. 6-9. Heiden, Wälder, gemein
C. vulgáris Salisbury
2. Eríca L., Heide. VIII.
1. Stbbeutel aus der Blkr. hervorragend, dunkelrot; Bltn in fast einseitswendigen Trauben, fleischrot; Blätt. meist zu 4, kahl. 4. 5. Nadelwälder. Heiden, Süddeutschl.
Frühlings-H., E. cárnea L.
-- Stbbeutel in der Blkr. eingeschlossen
2
2. Bltn in endst., doldigen Köpfchen, fleischrot; Kelchzipfel nebst den Bltnstielen und Blätt. steifhaarig gewimpert. 7. 8. Torfige Heiden, besonders im nördl. Gebiet.
Glocken-H., E. tetrálix L.
-- Bltn in quirligen Trauben, bläulichrot; Kelchzipfel nebst den zu 3 quirlst. Blätt. kaum behaart. 6. 7. Dollendorf (Bonn) u. unweit Kaldenkirchen u. Brügge.
Graue H., E. cinérea L.
3. Arctostáphylos Adanson, Bärentraube. X.
Blkr. weiß, mit rötl. Spitze; Bltn in kurzen, endst., überhängenden Trauben; Fr. rot. 4. 5. Nadelwälder, Heiden, sehr zerstr.
A. uva ursi Sprengel
4. Andrómeda L., Gränke. X.
Bltn in endst. Dolden, nebst ihren langen Stielen rosenrot; Blätt. unterseits bläulichweiß. 7-9. Torfsümpfe, zerstr.
Polei-G., A. polifólia L.
Bltn in einseitswendigen Trauben, weiß; Bltnstiel sehr kurz; Blätt. beiderseits fein schuppig. 4. 5. Torfbrüche. Nur bei Ragnit in Ostpreußen
Kelch-G., A. calyculáta L.
2. Unterfamilie. Vacciníeae, Heidelbeergewächse.
1. Vaccínium L., Heidelbeere. VIII.
1. Blkr. tief 4teil., mit zurückgeschlagenen Zipfeln (Fig. 604); Stengel fadenf., kriech.; Blätt. immergrün, stark umgerollt; Beeren rötl., selten weiß. 6-8. Torfsümpfe, stellenweise
Moosbeere, V. oxycóccus L.
V. macrocárpum Aiton mit kaum umgerollten Blätt. und beträchtlich größeren Bltn und Fr. ist am Steinhuder Meer angepfl. und hat sich dort eingebürgert.
-- Blkr. krug- od. glockenf.; Stengel aufrecht od. aufsteigend
2
2. Blätt. immergrün, derb lederart.; Stengel stielrund; Bltn in gedrängten, endst. Trauben; Blkr. glock., weiß od. rötl., 4zipfl.; Beeren rot. 5-8. Wäld., Heiden.
Preißelbeere, V. vitis idǣa L.
-- Blätt. im Herbste abfallend; Blkr. krugf. od. kugelig, meist 5zähnig
3
3. Bltn einzeln, grün, rötlich überlaufen; Blätt. feingesägt, beiderseits grün; Stengel scharfkantig; Beeren schwarz. 5. 6. Heiden, lichte Wälder, häufig.
Heidelbeere, V. myrtíllus L.
-- Bltn zu mehreren. weiß od. rosa; Blätt. ganzrand., unten bläulichgrün; Stengel stielrund; Beeren schwarz. 5. 6. Torfige Heiden, Moorbrüche
Trunkelbeere, V. uliginósum L.
Bastard: V. myrtillus × vitis idaea.
3. Unterfamilie. Rhodóreae, Alpenrosengewächse.
1. Ledum L., Porst. X.
Bltn in endst. Dolden, weiß od. rosenrot. Pfl. stark gewürzhaft riechend. 5-7. Torfmoore, sehr zerstr., besonders im nordöstl. Deutschl.
L. palústre L.
2. Rhododéndron L., Alpenrose. X.
Blätt. unterseits grün, mit zerstreuten, gelben Punkten, am Rande gewimpert; Bltn rot, selten weiß. 6-8. Bayrische Alpen
Grüne A., Rh. hirsútum L.
Blätt. unterseits durch dichtstehende Schüppchen rostfarb., am Rande kahl, umgerollt; Bltn rot. 7. 8. Wie vor.
Braune A., Rh. ferrugíneum L.
4. Unterfamilie. Piróleae, Wintergrüngewächse.
1. Pírola L., Wintergrün. X.
1. Stengel 1blütig (Fig. 605); Blkr. weiß, radf. ausgebreitet; Narbe groß. 5. Feuchte Wälder, sehr zerstr.
Einblütiges W., P. uniflóra L.
-- Stengel mehrblütig
2
2. Bltn in endst. Dold. (Fig. 606), rosa; Blätt. dick, längl.-lanzettl., keilf., scharf gesägt, stark glänz., fast quirlig; Frkn. am Grunde mit einem becherf. Drüsenringe. 6-8. Trockene Wälder, sehr zerstr.
Doldiges W., P. umbelláta L.
-- Bltn in Trauben; Drüsenring am Grunde des Frkn. 10teilig od. fehlend
3
3. Trauben einseitswendig, dicht, vielblütig (Fig. 607); Bltn grünlich, klein; Drüsenring 10teilig. 6. 7. Wälder, zerstr.
Nickendes W., P. secúnda L.
-- Trauben allseitswendig; Frkn. ohne Drüsenring
4
4. Blkr. offen, glockig; Stbblätt. an der Spitze nach oben gekrümmt; Griffel abwärts gekrümmt
6
-- Blkr. höchstens halb offen, fast kugelig; Stbblätt. zusammenneigend; Griffel gerade oder fast gerade
5
5. Narbe doppelt so breit als der von d. Blkr. eingeschlossene Griffel; Kelchblätt. 3eckig-eif.; Bltn rosa od. weiß. 6. 7. Wälder, meist häufig
Kleines W., P. minor L.
-- Narbe höchstens so breit als der Ring an der Spitze des aus der Blkr. hervorragend., schwach gebogenen Griffels; Kelchblätt. eif.-lanzettl.; Bltn weiß. 6. 7. Wie vor., sehr zerstr.
Mittleres W., P. média Swartz
6. Kelchzipfel lanzettl., zugespitzt, an der Spitze zurückgekrümmt, ½ so lang als die weiße od. rötl.-weiße Blkr.; Traube zieml. reichblütig; Stengel stumpfkantig. H. 15-30 cm. 6. 7. Schattige Wälder, zerstr.
Großes W., P. rotundifólia L.
Ändert ab: var. arenária Koch. Pfl. kleiner; Blätt. kleiner, spitzl.; Traube armblütig; Kelchzipfel breiter, ziemlich stumpf. Besonders auf Norderney.
-- Kelchzipfel rundl.-eif., angedrückt, ⅓-¼ so lang als die grünlichweiße Blkr.; Traube 3-7blütig; Stengel unten scharfkantig. 6. 7. Trockene Wälder, zerstr.
Bleiches W., P. chlorántha Swartz
5. Unterfamilie. Monotrópeae, Fichtenspargelgewächse.
1. Monótropa L., Fichtenspargel. X.
Stengel an der Spitze übergeneigt, zur Frzeit aufrecht, fleischig, unterwärts schuppig; Blblätt. am Grunde höckerig; Bltn in gedrängten Trauben, kahl $(var. glabra Roth)$ od. behaart $(var. hirsúta Roth)$. 6-8. Humusreiche Wälder, verbreitet
M. hypópitys L.
67. Familie. Primuláceae, Primelgewächse.
1. Blätt. kammf. fiedert. (Fig. 608); Blkr. hellrosa, am Schlunde gelb. Wasserpfl.
Hottónia 236
-- Blätt. ungeteilt
2
2. Blätt. alle grundst., höchstens kleine Blättch. unter den Bltnständen
8
-- Stengel bis oben beblätt.
3
3. Bltnhülle einfach, rosa; Bltn einzeln, blattachselst.
Glaux 237
-- Bltn mit Kelch und Blkr.
4
4. Blätt. fast alle im ob. Teil des Stengels quirlig zusammengedrängt (Fig. 609); Bltn weiß, langgestielt; Blkr. meist 7teilig
Trientális 234
-- Nicht alle Blätt. quirlig zusammengedrängt
5
5. Blätt. gegenst. od. quirlig
7
-- Blätt. wechselst.
6
6. Stbblätt. 10 (aber 5 ohne Stbbeutel); Blkr. 5teilig, weiß, länger als der Kelch; Bltn in später verläng. Traube; Blätt. fleischig, die unt. spatelig, rosettig. H. 7-30 cm
Sámolus 237
-- Stbblätt. 4; Blkr. 4spalt., weiß od. rötl.; Bltn einzeln, blattachselst.; Blätt. eif., sehr kurz gestielt. H. 2-8 cm (Fig. 610)
Centúnculus 235
7. Bltn gelb; Blkr. tief geteilt
Lysimáchia 234
-- Bltn rot od. blau
Anagállis 235
8. Zipfel d. Blkr. zerschlitzt (Fig. 611)
Soldanélla 236
-- Zipfel der Blkr. nicht zerschlitzt
9
9. Blkr. mit 5 langen, zurückgeschlagenen Zipfeln (Fig. 612); Bltn einzeln
Cyclámen 237
-- Blkr. glockig od. trichterf.; Zipfel nicht zurückgeschlagen
10
10. Blkrröhre oben sehr verengt, kürzer als der Saum; Bltn weiß od. rötlich
Andrósace 235
-- Blkrröhre oben nicht verengt, länger als der Saum; Bltn gelb od. rot
Prímula 236
1. Trientális L., Siebenstern. VII.
Untere Blätt. klein, einzeln, obere größer, elliptisch. 5. 6. Wälder, zerstr.
T. europæa L.
2. Lysimáchia L., Felberich, Gilbweiderich. V.
1. Bltn in dichten, blattachselst., gestielten Trauben (Fig. 613), klein (etwa 4 mm br.), meist mit 6-7 Stbblätt.; Stengel aufrecht; Blätt. lanzettl. bis linealisch-lanzettl., mit stengelumfassendem Grunde sitzend. 6. 7. Gräben, Sümpfe, zerstr.
Strauß-F., L. thyrsiflóra L.
-- Bltn nicht in dichten, gestielten Trauben, mittelgroß, mit 5 Stbblätt.
2
2. Bltn einzeln, blattachselst.; Stengel niederliegend; Stbfäden frei od. nur am Grunde zusammengewachsen. H. 10-45 cm
4
-- Bltn in endst. Rispen od. Trauben; Stengel aufrecht; Stbfäden bis zur Mitte verwachsen. H. 50-120 cm
3
3. Blkrzipfel am Rande kahl; Kelchzipfel rötlich berandet; Blätt. meist gegenst.; Stengel undeutlich kantig. 6-8. Ufer, Gebüsch, häufig
Gilbweiderich, L. vulgáris L.
-- Blkrzipfel drüsig gewimpert; Kelch nicht berandet; Blätt. meist quirlst.; Stengel 4kantig, mit schmal geflügelten Kanten; 6. 7. Zierpfl., zuweilen verw.
Punkt-F., L. punctáta L.
4. Blkr. groß (etwa 15 mm lang), innen braun punktiert; Kelchzipfel schmal, kaum 1 mm breit; Bltnstiele etwa so lang als das rundl., stumpfe Blatt. 6. 7. Wiesen, Gräben, Wälder, gemein
Pfennigkraut, L. nummulária L.
-- Blkr. kleiner (etwa 7 mm l.); Kelchzipfel herz-eif., 3-6 mm breit; Bltnstiele meist länger als das eif., spitze Blatt. 5-8. Wälder, Haine, zerstr.
Hain-F., L. némorum L.
3. Anagállis L., Gauchheil. V.
1. Blkr. 2-3mal länger als der Kelch, rosenrot; Stengel fadenf., kriechend; Blätt. gestielt. 7. 8. Torfmoore (Westfalen, Rheinprovinz, Baden, Württemberg)
Zarter G., A. tenélla L.
-- Blkr. kaum länger als der Kelch; Blätt. sitzend (Fig. 614)
2
2. Bltn blau; Blblätt. gezähnelt, fast drüsenlos. 6-10. Kalk- und Tonäcker, besonders in Süd- und Mitteldeutschland
Blauer G., A. coerúlea Schreber
-- Bltn ziegelrot, selten fleischrot, rosa oder weiß; Blblätt. gewimpert. 6-10. Äcker, Gärten, gemein.
Roter G., A. arvénsis L.
4. Centúnculus L., Kleinling. IV.
Feuchte Äcker, zerstr., oft wegen seiner Kleinheit übersehen. 6-9.
C. mínimus L.
5. Andrósace L., Mannsschild. V.
1. Blätt. ganzrand.; Pfl. ausdauernd, außer den blütentragenden Stengeln mit nichtblühenden Blattrosetten
4
-- Blätt. gezähnt; Pfl. 1-2jähr., ohne nichtblühende Blattrosetten
2
2. Blkr. länger als der kahle Kelch, weiß, am Schlunde gelb; Hüllblätt. schmal, ziemlich klein. 5. 6. Sandige Brachäcker, selten
Nordischer M., A. septentrionális L.
-- Blkr. kürzer als der behaarte Kelch
3
3. Bltnstiele viel länger als die Hüllblätt.; Bltn wie bei vor. 5. Äcker, sonnige Lehnen, selten.
Langer M., A. elongáta L.
-- Bltnstiele kürzer als die Hüllblätt. (zur Frzeit etwa 2mal so lang); Bltn weiß od. rötlich. 4. 5. Unter Getreide und an Kalkbergen in der mittleren Rheingegend
Großer M., A. máxima L.
4. Stengel und Kelche kahl; Blätt. linealisch, kahl od. spärlich gewimpert; Bltnstiele armblütig. 6-8. Kalkfelsen, auf der schwäb. Alb und im badischen Donaugebiet
Kahler M., A. láctea L.
-- Stengel und Bltnstiele behaart
5
5. Blkr. fleischfarben; Kelch kahl; Blätt. linealisch, vom Grunde bis nach der Spitze verschmälert; Bltnstiele etwa so lang wie die Hüllblätt. 5-7. Nur auf dem Gipfel des Sulzer Belchen in den Vogesen
Roter M., A. cárnea L.
-- Blkr. blaßrötlich; Kelch behaart; Blätt. lanzettl., nach beiden Enden verschmälert, gewimpert; Bltnstiele länger als die Hüllblätt. 6. 7. Am Basalt der kleinen Schneegrube im Riesengebirge
Stumpfer M., A. obtusifólia Allioni
6. Prímula L., Schlüsselblume, Primel. V.
1. Junge Blätt. mit nach unten eingerollten Rändern; Kelch meist deutlich kantig
3
-- Junge Blätt. mit nach oben eingerollten Rändern; Kelch nicht kantig
2
2. Blkr. gelb, am Schlunde mehlig; Blätt. verkehrt-eif., wenigstens in der Jugend mehlig bestäubt. 3. 4. Im Schwarzwald und in der bayrischen Hochebene. $(Die in den Gärten unter dem Namen »Aurikel« gezogene Pfl. ist P. auricula × viscosa = P. pubéscens Jacquin.)$
Aurikel, P. aurícula L.
-- Blkr. rosenrot; Blätt. keilf., vorn gestutzt und gezähnt, kahl. 6. 7. Riesengebirge und in Bayern bei Berchtesgaden, oberhalb 1300 m
Zwerg-Sch., P. mínima L.
3. Blätt. glatt, unterseits dicht mehlig bestäubt; Bltn fleischrot; Nerven des Kelches wenig vorspring.; Bltnst. aufrecht; Bltn fleischrot. 5. 6. Moorwiesen, selten.
Mehl-Sch., P. farinósa L.
-- Blätt. runzlig, unterseits meist behaart; Nerven des Kelches kantig vorspringend; Bltnstiele überhängend; Bltn gelb
4
4. Blätt. u. d. einblütigen Bltnstiele grundst. (selt. eine kurzgestielte Dolde vorhanden); Kelch u. Bltnstiele langhaarig; Blkr. etwa 30 mm br.; Blätt. allmählich in den Stiel verschmälert. 3. 4. Wälder, Gebüsche, selten
Erd-Sch., P. acāūlis Jacquin
-- Bltn in langgestielten Dolden
5
5. Blkr. schwefelgelb, am Schlunde mit einem dottergelben Ringe, mit flach ausgebreiteten Zipfeln (Fig. 615), 15-20 mm breit; Kelch an den Kanten grün, mit lang zugespitzten Zähnen. 3-5. Wiesen, Wälder, verbreitet, in Ost- und Westpreußen fehlend
Hohe Sch., P. elátior Jacquin
-- Blkr. dottergelb, mit 5 orangefarbenen Flecken am Schlunde, ihre Zipfel glockig zusammenneig. (Fig. 616), 8-15 mm br.; Kelch bleich, bauchig erweitert, mit eif., kurz zugespitzten Zähnen. Wohlriechend. 3. 4. Trockene Wiesen, Wälder, meist häufig
Duftende Sch., P. officinális Jacquin
Zwischen den letzten 3 Arten kommen Bastarde vor.
7. Hottónia L., Wasserfeder. V.
Bltn in endst., quirlig. Trauben; Bltnstiele drüsig behaart. 5. 6. Gräben, Sümpfe, zerstr.
H. palústris L.
8. Soldanélla L., Troddelblume. V.
Blätt. herzf.-rundl., undeutl. gekerbt; Bltnstiele drüsig flaumig; Bltn blau. H. 20-30 cm. 5-7. Oberbayern. Bayrischer Wald und bei Passau
Berg-T., S. montána Willd.
Blätt. rundl. nierenf., ganzrand.; Bltnstiele drüsig rauh; Bltn blau, mit dunkleren Streifen. H. 5-12 cm. Auf dem Feldberge im Schwarzwald
Alpenglöckchen, S. alpína L.
9. Cyclámen L., Alpenveilchen. V.
Grundachse knollig; Blätt. rundl. herzf.; Bltn purpurn. 8-10. Voralpen
C. europǣum L.
10. Sámolus L., Bunge. V.
Salzboden, feuchte Wiesen. 6-9
S. valerándi L.
11. Glaux L., Milchkraut. V.
Blätt. fleischig, gegenst., gedrängt stehend. 5-7. Meeresstrand und salzhaltige Stellen des Binnenlandes.
G. marítima L.
68. Familie. Plumbagináceae, Grasnelkengewächse.
Bltn in dichten Köpfchen (Fig. 96); Blätt. grasart.
Arméria 237
Bltn in einseitswend. Ähren (Fig. 97); Blätt. breit
Státice 237
1. Arméria Willd., Grasnelke. V.
1. Blätt. lanzettl., 6-10 mm br., 3-7nervig; äußere Hüllblätt. haarspitzig, innere sehr stumpf und stachelspitzig. H. 30 bis 50 cm. 6. 7. Sandboden zwischen Mainz und Nieder-Ingelheim und verw. bei Oberstein (Nahe)
Wegerich-G., A. plantagínea Willd.
-- Blätt. schmal linealisch, höchstens 3 mm br., 1-3nervig
2
2. Blätt. 1nervig (mit schwachen Seitennerven); Stengel kahl, 20-40 cm hoch; innere Hüllblätt. sehr stumpf, durch den auslaufenden Nerven stachelspitzig, äußere stumpf zugespitzt. 5-7. Trockene Grasplätze, zerstr.
Gemeine G., A. vulgáris Willd.
Ändert ab: a) Äußere Hüllblätt. sehr klein, aus breitem, eif. Grunde kurz zugespitzt; Stengel niedriger = var. halléri Wallroth; b) Stengel feinhaarig, niedrig (5-15 cm, selten länger), äußere Hüllblättch. ohne Stachelspitze oder mit kurzer dicker Spitze = var. marítima Willd. Die 1. Unterart kommt am Harze vor, die 2. am Meeresstrande.
Eine Mittelform zwischen A. vulgáris und marítima ist A. ambifária Focke.
-- Blätt. meist 3nervig; innere Hüllblättchen ohne Spitze; Bltn dunkelpurpurn. 7. 8. Nur an einigen Stellen in Baden und Bayern
Dunkle G., A. purpúrea Koch
2. Státice L., Wiederstoß. V.
Stengel stielrund; Äste des Bltnstandes abstehend, zuletzt überhängend, dicht mit Bltn besetzt. H. 20-50 cm. 8. 9. Meeresstrand
Echter W., St. limónium L.
Stengel kantig; Äste des Bltnstandes aufrecht abstehend; Bltn entfernt stehend. H. 10-20 cm. 8. 9. Auf den Inseln Aarö und Röm
Lockerblütiger W., St. bahusiénsis Fries
69. Familie. Oleáceae, Ölbaumgewächse.
1. Ligústrum L., Liguster, Rainweide. II.
Blätt. längl.-lanzettl., meist gegenst.; Bltn weiß; Beeren meist schwarz. 6. 7. Wälder, Gebüsche, Süd- und Mitteldeutschl., häufig zu Hecken angepfl.
L. vulgáre L.
2. Syrínga L., Flieder. II.
1. Blätt. breit-eif., am Grunde herzf.; Blkr. bläulich, lila, rötlich od. weiß. 5. 6. In Anlagen.
Gemeiner F., S. vulgáris L.
-- Blätt. am Grunde verschmälert
2
2. Saum der Blkr. flach; Blätt. eif.-lanzettl., 2-4 cm breit. 5. 6. Wie vor.
Chinesischer F., S. chinénsis Willd.
-- Saum der Blkr. etwas vertieft; Blätt. schmal-lanzettl., am Grunde breiter, etwa 1½ cm breit. 5. 6. Wie vor.
Persischer F., S. pérsica L.
3. Fráxinus L., Esche. II.
Bltnhülle fehl. (Fig. 617); Blättch. 9-13, sitz., gesägt. Hoh. Baum. 4. 5. Wäld., oft angepfl.
F. excélsior L.
Verwandt ist Forsýthia suspénsa Thunberg, mit goldgelben Bltn, überhängenden Ästen u. oft 3zähl. Blätt. Zierstrauch.
70. Familie. Gentianáceae, Enziangewächse.
1. Blätt. 3zählig; Blkr. trichterf., rötlich-weiß, ihre Zipfel innen bärtig
Menyánthes 239
-- Blätt. einfach
2
2. Wasserpfl. mit schwimmenden Blätt.
Limnánthemum 239
-- Landpfl. Blätt. fast stets gegenst.
3
3. Griffel sehr kurz od. fehlend; Narben d. Spitze des ob. verschmälerten Frkn. aufsitzend (Fig. 618); Bltn blau, violett oder gelb $(im letzteren Falle sehr ansehnlich und oben an der Pfl. quirl. gehäuft)$
6
-- Griffel fadenf., vom Frkn. deutl. abgesetzt (Fig. 619); Bltn fleischrot, goldgelb, selt. weiß $(bei d. gelbblühenden Arten ist jede Blüte zieml. langgestielt)$
4
4. Blkr. fleischrot, selten weiß, mit langer, dünner, oben etwas zusammengezogener Röhre (Fig. 620); Stbbeutel nach dem Verblühen schraubenf. gedreht
Erythrǣa 242
-- Bltn goldgelb
5
5. Zartes, 3-12 cm hohes Pflänzchen; Bltn sehr klein, selten geöffnet; Stbblätt. 4; Blkr. 4spalt.
Cicéndia 242
-- Pfl. 15-30 cm hoch; Stbblätt. 6-8; Blkr. 6-8spalt.; Pfl. blaugrün bereift.
Chlora 239
6. Blkr. fast bis zum Grunde 5teilig, ihre Zipfel mit 2 Honiggruben (Fig. 621); Bltn stahlblau, dunkler punktiert, am Grunde grünlich; Bltnstiele geflügelt 4kantig
Swēērtia 239
-- Blkr. mit längerer Röhre (nur bei der gelbblühenden G. lutea radf.), ihre Zipfel ohne Honiggruben
Gentiána 239
1. Menyánthes L., Bitter- oder Fieberklee. V.
Bltn in Trauben, rötlichweiß od. weiß. 5. 6. Sumpfige Orte, zerstr.
M. trifoliáta L.
2. Limnánthemum Gmelin, Seekanne. V.
Blkr. gelb, radf., am Schlunde bärtig. Pfl. einer klein. Seerose ähnlich. 7. 8. Stehende Gewässer, selten
L. nymphaeoídes Link
3. Chlora L., Bitterling. VIII.
Blätt. 3eckig-eif., der ganzen Breite nach am Grunde verwachsen; Kelchzipfel pfriemlich, kürzer als die Blkr.; Blkrzipfel stumpf. 6-8. Torfige Wiesen im Rheintal zwischen Basel u. Mainz, selten
Sommer-B., Ch. perfoliáta L.
Blätt. eif. oder eif.-lanzettl., nur am abgerundeten Grunde verwachsen; Kelchzipfel lanzettl.-pfrieml., etwa so lang als die Blkr.; Blkrzipfel ziemlich spitz. 8-10. Wie vor.
Herbst-B., Ch. serótina Koch
4. Sweertia L., Sweertie, Sumpf-Enzian. V.
Grundst. Blätt. langgestielt, elliptisch, obere sitzend, spitzlich. 6. 7. Torfmoore, stellenweise
S. perénnis L.
5. Gentiána L., Enzian. V.
1. Blkr. mit 4 Zipfeln, die in ihrer unt. Hälfte am Rande lang gefranst sind; Schlund kahl; Bltn einzeln, groß, blau; Blätt. linealisch, spitz. 8-10. Kalkboden, sehr zerstr., stellenweise häufiger
Fransen-E., G. ciliáta L.
-- Blkr. mit 4-5 nicht gefransten Zipfeln
2
2. Zipfel der Blkr. am Grunde mit einer zerschlitzten Schuppe und daher der Eingang zur Blkrröhre bärtig
10
-- Zipfel der Blkr. am Grunde ohne zerschlitzte Schuppe; Eingang zur Blkrröhre kahl
3
3. Bltn einzeln in den oberen Blattachseln od. zu 1-2 endst. 6
-- Bltn in den oberen Blattachseln und an der Spitze des Stengels quirlig zusammengedrängt
4
4. Blkr. außen blaugrau, innen himmelblau, 4spalt., ihre Röhre keulenf.; unt. Blätt. am Grunde zu einer langen, die ob. zu einer kurzen Scheide zusammengewachsen. 6-8. Trockene Wiesen, Hügel, zerstr., stellenweise fehlend
Kreuz-E., G. cruciáta L.
-- Bltn gelb
5
5. Blkr. fast bis zum Grunde 5-6teilig, radf., die Zipfel 3mal so lang als die Röhre. 7. 8. Bergtriften Süddeutschl., sehr selten
Gelber E., G. lútea L.
-- Blkr. 6spalt., glockig, die Zipfel ¼ so lang als die Röhre; Bltn hellgelb, schwarz punktiert. 7. 8. Mährisches Gesenke
Punkt-E., G. punctáta L.
6. (3.) Blkr. mit walzlicher Röhre und flach ausgebreit. Saum, stieltellerf., ihre Zipfel deutlich abstehend (Fig. 622); Bltn blau
9
-- Blkr. mit nach oben erweiterter Röhre und dadurch keulenf.-glockig, ihre Zipfel nicht scharf abgesetzt (Fig. 623)
7
7. Stengel 1blütig, 5-10 cm hoch; Blätt. etwas lederart., grundst. rosettig, lanzettl. bis elliptisch, spitz; Blkr. außen grünlich, innen azurblau. 7. 8. Alpenwiesen in Oberbayern.
Erd-E., G. acāūlis L.
-- Stengel meist mehrblütig, 15-60 cm hoch
8
8. Blätt. linealisch-lanzettl., 1nervig, die untersten schuppenf.; Kelchröhre wenig länger als ihre Zipfel; Blkr. dunkelblau, grün punktiert, außen mit 5 grünen Streifen. 7-9. Torfwiesen, zerstr.
Lungen-E., G. pneumonánthe L.
-- Blätt. eif.-lanzettl., 3-5nervig; Kelchröhre 4-5mal so lang als ihre Zipfel (Fig. 623); Bltn gegenst., azurblau, dunkler punkt. 8-10. Waldwiesen, Bergabhänge (Riesengebirge, Tafelfichte, Süddeutschl.)
Würger-E., G. asclepiádea L.
9. (6.) Kelch aufgeblasen, mit breit geflügelten Kanten; Griffel 2spalt.; Stengel ohne nichtblühende Blattrosetten. 6-8. Feuchte Wiesen Süddeutschl. und bei Mainz
Schlauch-E., G. utriculósa L.
-- Kelch röhrig, mit schmal geflügelten Kanten; Griffel ungeteilt; Stengel mit nichtblühenden Blattrosetten. 4-8. Gebirgswiesen, sehr selten in der Ebene.
Frühlings-E., G. verna L.
10. (2.) Kelch und Blkr meist 5spaltig
12
-- Kelch fast bis zum Grunde 4teilig, seine Zipfel ungleich; Blkr. 4spalt., violett; Fr. fast sitzend
11
11. Stengel zur Blütezeit noch mit den Keimblätt. und nur wenigen großen, eif. od. lanzettl. Grundblätt., die nach dem Grunde zu am breitesten sind; unt. Stengelblätt. eif.-lanzettl., spitz. 8. 9. Sand. Strandweid., kurzgrasige Wiesen, gesellig. Nord- u. Mitteldeutschl. bis Bayern.
Baltischer E., G. báltica Murbeck
-- Grundst. Blätt. spatelig, nach der Spitze zu am breitesten, abgerundet stumpf, mit bräunlich häutigen Resten vorjähriger Blätt. untermischt. 8. 9. Wiesen, Triften, fast nur im Gebirge
Feld-E., G. campéstris L.
Findet sich in einer Sommerform mit stumpfen, mittl. Stengelblätt. und 3-5 Stengelgliedern, die viel länger als die Blätt. sind [G. suécica Murbeck] und einer Herbstform mit spitzen, mittl. Stengelblätt. und 4-11 kurzen Stengelgliedern, die fast kürzer als die Blätt. sind [G. germánica Froelich nicht Willd.].
12. Kelch ganz od. wenigstens am Rande, am Mittelnerven und an den Kanten der Röhre flaumhaarig, seine Zipfel mit scharf zugespitzten Buchten zusammenstoßend, 3eckig, lang zugespitzt, länger als die Kelchröhre, die Ränder an der Röhre als grüne, geflügelte Kanten herablaufend; Blkr. 25-45 mm lang, violett. 6-9. Triften, Wiesen, Hügel (Thüringen, Sachsen, Bayern).
Rauher E., G. áspera Hegetschweiler
Die Sommerform (G. nórica A. und J. Kerner) hat 3-5 lange Stengelglieder und stumpfe mittl. Blätt., die Herbstform (G. sturmiána A. und J. Kerner) 5-14 kurze Stengelglieder und spitze mittl. und obere Stengelblätt.
-- Kelch ganz kahl
13
13. Frkn. und Fr. fast sitzend (d. h. der Frkn. sitzt mit seiner Basis dem Kelche auf. (Kelch und Blkr. aufschlitzen!) (Fig. 624); Blkr. meist klein, 9-20 mm lang, nach oben nicht od. kaum erweitert; Kelchzipfel meist nicht umgerollt; Blätt. lanzettl. od. linealisch lanzettl., am Grunde breiter
15
-- Frkn. und Fr. stets deutl. gestielt (Fig. 625); Blkr. 18-15 mm lang, nach oben erweitert; Kelchzipfel am Rande oft umgerollt
14
14. Buchten des Kelches abgerundet (Fig. 626a); Kelchzipfel linealisch, so lang als die ungeflügelte Röhre; Blkr. violett, trocken oft blaßgelb. 8-10. Hochgelegene Wiesen und Triften im Riesengebirge
Karpaten-E., G. carpática Wettstein
-- Buchten des Kelches scharf zugespitzt; Kelchzipfel 3eckig, lang zugespitzt, am Rande oft umgerollt, länger als die Kelchröhre, ihre Ränder als grüne Rippen herablaufend (Fig. 626b); Blkr. violett, oft mit weißl. Röhre, selten ganz weiß od. gelb. 8-10. Triften, Wiesen, Hügel, zerstr. in Mittel- und Süddeutschl.
Deutscher E., G. germánica Willd.
Ändert ab: Mittl. Blätt. fast stets stumpf, ob. eif.-lanzettl.; Kelchzipfel meist elliptisch-lanzettl., stumpfl. = v. spathuláta Bartling.
15. Grundst. Blätt. lanzettl., spitz; Kelchzipfel über 2mal so lang als die Kelchröhre, ungleich, die beiden längeren den Grund der Blkrzipfel erreichend oder etwas überragend; Blkr. trübviolett, selten schmutzigweiß. 8-10. Feuchte Wiesen, Triften, in Nord- und Mitteldeutschl.
Sumpf-E., G. uliginósa Willd.
-- Grundst. Blätt. zungenf. od. spatelig, stumpf; Kelchzipfel fast gleich od. 2 mehr lanzettl.; Blkr. rötlichlila, selten gelblichweiß. 8-10. Wiesen, Triften, Kalkberge, in Nord- und Mitteldeutschl.
Bitterer E., G. amarélla L.
Zerfällt in eine Sommerform mit stumpfen, mittl. Blätt. (G. linguláta Agardh, G. livónica Eschscholtz) und eine Herbstform mit spitzen, mittl. Stengelblätt. = G. axilláris Rchb.
6. Cicéndia Adanson, Bitterblatt. IV.
Bltn lang gestielt (Fig. 627); Kelch 4zähnig. 7-9. Feuchter Sandboden, stellenweise, besonders in Nordwestdeutschland. $(Micrócala filif. Link u. Hoffmannsegg.)$
C. filifórmis Delarbre
7. Erythrǣa Richard, Tausendgüldenkraut. V.
1. Unt. Blätt. nicht rosettig; Bltn alle gestielt; Blkr. trichterf., hellpurpurn; Stengel sehr ästig. H. 5-15 cm. 7-9. Feuchte Wiesen, salzliebend
Kleines T., E. pulchélla Fries
-- Unt. Blätt. rosettig; endst. Bltn anfangs fast sitzend; Blkr. mit ausgebreitetem Saum, rosa. H. 8-45 cm
2
2. Blätt. längl.-eif., spitz; Kelch beim Aufblühen ½ so lang als die Blkrröhre; Bltn fast immer gleich hoch. 7-10. Wiesen, Triften, nicht selten
Echtes T., E. centāūrium Persoon
-- Blätt. linealisch od. linealisch-längl., stumpf; Kelch beim Aufblühen fast so lang als die Blkrröhre; Bltn später in verschiedener Höhe. 8. 9. Wiesen, Triften, salzliebend, sehr zerstr. $(E. linariifólia Persoon)$.
Schmales T., E. litorális Fries
Phacélia tanacetifólia Bentham, mit gefiederten Blätt., rauhhaarigen Kelchen und hellblauen Bltn, die in langen, dichten, einseitswend., schneckenf. eingerollten, ährenf. Trauben stehen, ist an einigen Orten als Bienenfutter angepfl. und massenhaft verwild.
71. Familie. Apocynáceae, Hundsgiftgewächse.
1. Vinca L., Immergrün. V.
Bltn. blattachselst., gestielt; Kelch kahl. 4. 5. Gebüsche, Hügel, im südl. Gebiet. Häufig angepfl.
V. minor L.
72. Familie. Asclepiadáceae, Schwalbenwurzgewächse.
1. Vincetóxicum Moench, Schwalbenwurz. V.
Bltn gelblichweiß, in blattachselst. Trugdolden; Blkr. radf. (Fig. 628). 6. 7. Trockene Wälder, Gebüsch, verbreitet, in der nordwestdeutschen Tiefebene fehlend
V. officinále Moench
Asclépias syríaca L., Seidenpflanze, mit doldigen, fleischroten, starkriechend. Bltn und unterseits graufilzigen Blätt., findet sich kultiviert und verw.
73. Familie. Convolvuláceae, Windengewächse.
1. Convólvulus L., Winde. V.
1. Kelch nicht von 2 großen Deckblätt. umhüllt; Bltn weiß oder rosa, außen rotgestreift; Blätt. spieß- oder pfeilf. 6-10. Weg- und Ackerränder, gemein.
Acker-W., C. arvénsis L.
-- Kelch von 2 großen, grünen Deckblätt. umhüllt
2
2. Blätt. nierenf.; Blkr. rötlich; Deckblätt. eif., stumpf; Stengel liegend, kaum windend. 7. 8. Auf Borkum, Juist, Langeoog und unweit Cuxhaven.
Meerstrands-W., C. soldanélla L.
-- Blätt. pfeilf., kahl; Bltn reinweiß (selten rosa); Deckblätt. herzf., spitz. 7-10. Hecken, Gebüsche, gemein.
Zaun-W., C. sépium L.
Außerdem noch in Gärten als Ziergewächse: C. dahúricus Sims, mit kurzhaarigen Blätt. und rosa Bltn; C. trícolor L., mit sitzenden Blätt., blauen Bltn und rauhhaariger Kapsel; Pharbítis híspida Choisy, mit meist purpurnen Bltn und ungeteilter, kopfiger Narbe.
2. Cuscúta L., Seide. V.
1. Griffel verwachsen (Bltn daher scheinbar 1griffelig); Bltn in ährenf. Rispen; Blkrröhre doppelt so lang als ihr Saum; Stengel bindfadendick; Fr. erbsengroß. 7. 8. Feuchte Gebüsche, auf Weiden, Pappeln, Beifuß usw., stellenweise $(C. monógyna Aut.)$
Große S., C. lupulifórmis Krocker
-- Bltn knäuelart. gehäuft; Griffel 2, getrennt
2
2. Bltn alle sitzend; Griffel gleichlang; Narben fadenf.
4
-- Bltn wenigstens teilweise gestielt; Griffel ungleich lang; Narben kopff.
3
3. Saum der Blkr. ½ so lang als deren Röhre, abstehend; Fr. mit schwammig verdickten Wandungen; Stengel orangegelb. 7-9. Stammt aus Amerika, stellenweise auf Äckern und Weiden
Amerikanische S., C. gronóvii Willd.
-- Saum der Blkr. etwa so lang als deren Röhre, zurückgebogen; Stengel dick. 7-9. Auf Weiden am Rhein- und Mainufer
Weidenwürger, C. cesatiána Bertoloni
C. racemósa Martius, traubige S., mit gelbl. Stengel und gestielten Bltn, deren Schlund durch zerschlitzte Schuppen geschlossen ist, wird zuweilen mit fremdem Samen eingeführt. Auf Luzerne schmarotzend.
4. Röhre der Blkr. kugelig, doppelt so lang als ihre Zipfel; Stengel blaßgrün. 6-8. Auf Lein, zerstr.
Flachsseide, C. epilínum Weihe
-- Röhre der Blkr. walzlich, so lang als ihre Zipfel
5
5. Griffel länger als der Frkn.; Eingang zur Blkrröhre durch 5 Schuppen verschlossen. $(Ändert ab: var. trifólii Babington, Pfl. kräftiger; Bltn größer, bleicher. Auf Klee.)$ 7-9. Auf Heide, Thymian, Ginster usw.
Thymian-S., C. epíthymum L.
-- Griffel höchstens so lang als der Frkn.; Schuppen der Blkrröhre anliegend, den Eingang nicht verschließend. 6-8. Auf Nesseln, Hanf, Hopfen, zerstr.
Hopfen-S., C. europǣa L.
74. Familie. Polemoniáceae, Himmelsleitergewächse.
1. Polemónium L., Himmelsleiter. V.
Bltn himmelblau od. weiß, in Rispen. 6. 7. Feuchte Wiesen, selten, häufig in Gärten
P. coerúleum L.
2. Collómia Nuttall, Leimsaat. V.
Blätt. sitzend, lanzettl.; Schlund der Blkr. erweitert. 6. 7. Hier und da verw., aus Nordamerika stammend. Zierpfl.
C. grandiflóra Douglas
75. Familie. Borragináceae, Rauhblättrige Gewächse.
1. Blkr. mit ungleichen Zipfeln, fast 2lippig; Stbblätt. ungleich, nebst dem Griffel aus der Blüte hervorragend (Fig. 629)
Échium 247
-- Blkr. mit gleichen oder fast gleichen Zipfeln
2
2. Blkr. lang glockenf., mit sehr kurz. Saum (Fig. 630), hängend, innen mit 5 spitzen, kegelf. zusammenneigenden Schuppen; Blätt. mit ihren Rändern am Stengel herablaufend
Sýmphytum 246
-- Pfl. anders gestaltet
3
3. Blkr. mit 5 Hohlschuppen[34], die den Eingang zur Röhre mehr od. weniger verschließen (Fig. 631)
9
-- Blkr. ohne solche Schuppen
4
4. Pfl. ganz kahl, blaugrün, bereift; Bltn gelb; Blätt. stengelumfassend
Cerinthe 247
-- Pfl. mehr oder weniger behaart, niemals ganz kahl
5
5. Kelch bis auf den Grund geteilt
7
-- Kelch höchstens bis zur Mitte geteilt
6
6. Bltn dunkelpurpurbraun, fast schwärzlich; jede Blüte von einem Deckblatt gestützt; Frkelch aufgeblasen
Nónnea 246
-- Bltn rot, blau od. violett: Blkr. am Schlunde mit 5 Haarbüscheln; Bltntraube nur unten mit Deckblätt.
Pulmonária 246
7. Frkn. zur Blütezeit ungeteilt; Bltn in langen, deckblattlosen Ähren, weißlich
Heliotrópium 245
-- Frkn. zur Blütezeit 4teilig (Fig. 114a)
8
8. Blkr. walzig-glockig, allmählich in den 5zähnigen Saum übergehend (Fig. 632), mittelgroß; Bltn gelblich. Sandige Kiefernwälder am Main
Onósma 247
-- Blkr. trichterf. od. stieltellerf. mit einer vom Saum deutlich abgesetzten Röhre, weißlichgelb od. blau.
Lithospérmum 247
9. (3.) Stengel mit zurückgekrümmten Stacheln. niederliegend; Kelch zur Frzeit sehr vergrößert, zusammengedrückt, buchtig gezähnt; Bltn violett, einzeln, blattachselst.
Asperúgo 246
-- Stengel ohne zurückgekrümmte Stacheln; Kelch zur Frzeit nicht buchtig gezähnt
10
10. Fr. (und auch Frkn) mit kleinen Stacheln besetzt
17
-- Fr. nicht bestachelt
11
11. Bltn dunkelbraun, fast schwarz; Kelch zur Frzeit aufgeblasen
Nónnea 246
-- Bltn gelblich, weißlich, blau od. violett; Frkelch nicht aufgeblasen
12
12. Jede einzelne Blüte von einem Deckblatt gestützt
14
-- Alle od. doch wenigstens die obersten Bltn des Bltnstandes ohne Deckblätt.
13
13. Unterste Blätt. lang gestielt, herz-eif.; Hohlschuppen weiß. Gartenpfl.
Omphalódes 245
-- Unterste Blätt. sitzend od. kurzgestielt, längl. od. spatelf., niemals herzf.; Hohlschuppen gelb. Vergißmeinnicht.
Myosótis 248
14. (12.) Blkr. mit spitzen Zipfeln (Fig. 633), radf., etwa 1½ cm breit, blau; Stbblätt. aus der Röhre hervorragend
Borágo 246
-- Blkr. mit stumpfen Zipfeln; Staubblätt. in der Röhre eingeschlossen
15
15. Bltn weißlich od. gelblich, klein; Fr. weißlich, glänzend
Lithospérmum 247
-- Bltn blau od. violett, selten weiß, mit gelbem Schlunde
16
16. Hohlschuppen weiß, sammetart. behaart; Blkrröhre zuweilen gekrümmt
Anchúsa 246
-- Hohlschuppen gelb; Blätt. z. T. gegenst.; Stengel niederlieg. (Pfl. einem Vergißmeinnicht ähnl.)
Omphalódes 245
17. (9.) Fr. auf d. ganz. Oberfläche bestach. (Fig. 634); Bltn braunrot od. rotviolett.
Cynoglóssum 245
-- Fr. 3kantig, nur an den Kanten bestach.; Bltn blau
Láppula 245
1. Heliotrópium L., Sonnenwende. V.
Bebaute Orte, selten (Rheingegend). 7. 8.
H. europǣum L.
2. Láppula Moench, Igelsame. V.
Nüsse am Rande mit 2 Stachelreihen; Bltnstiele zuletzt aufrecht; Blätt. mit anliegenden Haaren. 6. 7. Mauern, Schutt, Weinberge, zerstr.
Klettenartiger I., L. myosótis Moench
Nüsse am Rande mit 1 Reihe Stacheln; Bltnstiele zuletzt herabgebogen; Blätt. mit abstehend. Haaren. 6. Steinige Orte im Gebirge, sehr selten.
Herabgebogener I., L. defléxa Garcke
3. Cynoglóssum L., Hundszunge. V.
Blätt. dünn graufilzig; Bltn braunrot, selten weiß; Nüsse mit verdicktem Rande. Pfl. unangenehm riechend. 5. 6. Wegränder, Hügel, zerstr.
Echte H., C. officinále L.
Blätt. oberseits fast kahl, glänzend grün; Bltn rotviolett; Nüsse ohne hervortretend. Rand. 6. 7. Gebirgswälder, selten
Deutsche H., C. germánicum Jacquin
4. Omphalódes L., Gedenkemein. V.
Hohlschuppen gelb; Bltn hellblau, alle mit Deckblätt.; unt. Blätt. spatelf. 4. 5. Gebüsche, selten, im Nordwesten fehlend.
Gedenkemein, O. scorpioídes Schrank
Hohlschuppen weiß; Bltn himmelblau, die obersten ohne Deckblätt.; unt. Blätt. herz-eif. 4. 5. Zierpfl.
Männertreu, O. verna Moench
5. Borágo L., Boretsch. V.
Gartenpfl., zuweilen verwildert. 6. 7.
B. officinális L.
6. Anchúsa L., Ochsenzunge. V.
1. Blkrröhre knief. gekrümmt (Fig. 635); Hohlschuppen rauhhaarig; Bltn blau. 5-10. Äcker, Brachen, gemein
Krummhals, A. arvénsis M. B.
-- Blkrröhre gerade
2
2. Hohlschuppen eif., von kurzen Haaren sammetart.; Bltn violett, selten blau od. weiß. 8-10. Wegränder, nicht selten
Echte O., A. officinális L.
-- Hohlschuppen längl., mit langen, pinselart. Haaren besetzt; Blätt. wellig, glänzend; Bltn schön blau. 5-7. Äcker, Wege, sehr selten (Elsaß)
Italienische O., A. itálica Retzius
7. Nónnea Medicus, Napfkraut. V.
Bltn dunkelbraun, selten hellgelb od. fast weiß. 5. 6. Zerstr. in Mittel- und Süddeutschl.
N. pulla DC.
8. Asperúgo L., Schärfling. V.
Schutt, Wegränder, zerstr. 5. 6.
A. procúmbens L.
9. Sýmphytum L., Beinwell. V.
1. Obere Blätt. bis zum folgenden Blatt herablaufend; Stengel von unten an ästig; Bltn schmutzig-purpurn, rosaviolett od. gelblichweiß. 5-9. Nasse Wiesen, Gräben, häufig
Schwarzwurz, S. officinále L.
S. peregrínum Ledebour (obere Blätt. mit sehr schmal herablaufenden Rändern, unt. Blätt. am Grunde abgerundet) wird neuerdings mehrfach unter dem Namen Comfrey als Viehfutter angebaut.
-- Obere Blätt. nur halb bis zum folgend. Blatt herablaufend; Stengel einfach od. oberwärts gabelig; Bltn gelblich
2
2. Hohlschuppen über die Blkr. hervorragend; unterirdischer Stengel kriechend, mit rundl. Knollen; Bltn hellgelb. 5. 6. Weinberge Süddeutschl.
Knolliger B., S. bulbósum Schimper
-- Hohlschuppen in der Blkr. eingeschlossen; unterirdischer Stengel fleischig verdickt; Bltn gelblichweiß. 4. 5. Feuchte Wälder, selten, im Norden und Nordwesten nur in der Nähe von Hamburg
Dickwurzliger B., S. tuberósum L.
10. Pulmonária L., Lungenkraut. V.
1. Grundst. Blätt. plötzl. in den lang. Stiel übergeh. (Fig. 636) oberw. mit kleinen Höckerch., herzeif., weißl. gefleckt; Bltn erst rot dann blauviolett. 3. 4. Laubwälder, zerstr. $(Ändert mit ungefleckten od. hellgrün gefleckten Blätt. ab = P. obscúra Dumortier)$.
Gebräuchliches L., P. officinális L.
-- Grundst. Blätt. in den Stiel verschmälert, oberwärts ohne Höckerchen
2
2. Grundst. Blätt. obers. m. steif. Borsten; Stengel oberwärts nebst d. Bltnstielen sehr borstig u. rauh, drüsenl. od. wenig drüsig
4
-- Grundst. Blätt. oberseits mit weichen Haaren; Stengel oberwärts nebst den Bltnstielen drüsig-klebrig
3
3. Blätt. graugrün, sammetweich, plötzl. in d. Blattstiel verschmälert, der länger als die Blattfl. ist (Fig. 637); Stbbeutel gelb. 4. Sehr selten, nur in Bayern (Passau, Fischstein im Regnitzgebiet)
Weiches L., P. mollíssima Kerner
-- Blätt. freudiggrün, allmählich in den Blattstiel verschmäl., der so lang als die Blattfl. ist (Fig. 638); Stbbeutel schwarzviolett. 4. Felsige, schattige Orte, selten, fehlt im Norden.
Berg-L., P. montána Lejeune
4. Grundst. Blätt. 4-5mal läng. als br.; Bltnstand m. langgestielt. Drüsen u. gleichlangen Borsten besetzt, Frkelch am Grunde bauchig-glockig; Bltn dunkelviolett. 4. 5. Schattige Orte, im westl. u. südwestl. Gebiet.
Knolliges L., P. tuberósa Schrank
-- Grundst. Blätt. ca. 8mal läng. als br.; Bltnstand m. kurzgestielt. Drüsen u. ungleich. Borsten besetzt; Frkelch nicht bauchig-glockig; Bltn blau. 4. 5. Laubwälder, zerstr., besonders im mittl. und östl. Deutschl.
Blaues L., P. angustifólia L.
P. sacharáta Miller, mit weiß gefleckten, allmählich in den schmal geflügelten Blattstiel verschmälert. Blätt., findet sich hier und da in Gärten angepflanzt.
11. Onósma L., Lotwurz. V.
Blätt. mit Borsten, die auf einem kahlen Knötchen sitzen. 5. 6. Nur zwischen Mainz und Ingelheim.
O. arenárium W. u. K.
12. Cerínthe L., Wachsblume. V.
Blkr. bis über ⅓ ihrer Länge 5spalt, mit aufrecht-zusammenschließenden Zipfeln. 5-7. Selten in Süd- und Mitteldeutschl.
Kleine W., C. minor L.
Blkr. 5zähnig; Zähne eif., zurückgekrümmt. 6-8. Mit den Alpenflüssen in die Ebene herabsteig.
Alpen-W., C. alpína Kitaibel
13. Échium L., Natterkopf. V.
Bltn erst rötlich, dann blau. 6-9. Unbebaute Orte, Wegränder, gemein
E. vulgáre L.
14. Lithospérmum L., Steinsame. V.
1. Blkr. anfangs rot, dann blau, ca. ½ cm lang; nichtblühende Stengel später niederliegend, an der Spitze wurzelnd. 5. 6. Kalkige Gebirgswälder in Mittel- und Süddeutschl.
Berg-St., L. purpúreo-coerúleum L.
-- Blkr. weiß od. gelblich, selten blau, kleiner als vor.
2
2. Fr. glatt, glänzend, weiß; Bltn grünlich-gelb. 5-7. Sonnige Hügel, Gebüsche, zerstr.
Echter St., L. officinále L.
-- Fr. runzlig, fast glanzlos, braun; Bltn weiß. 4-6. Äcker, gemein
Acker-St., L. arvénse L.
15. Myosótis L., Vergißmeinnicht. V.
1. Kelch mit abstehenden, meist hakig gebogenen Haaren
3
-- Kelch mit angedrückten Haaren
2
2. Stengel kantig; Kelch (auf ⅓ seiner Länge) 5zähnig; Griffel so lang als der Kelch; Bltn himmelblau. 5-8. Gräben, Sümpfe, häufig
Sumpf-V., M. palústris Roth
-- Stengel stielrund; Kelch fast bis zur Mitte 5spaltig; Griffel ½ so lang als der Kelch. 6-8. Sonst wie vor.
Rasiges V., M. caespitósa Schultz
3. Saum der etwa 6-10 mm breiten Blkr. flach ausgebreitet
8
-- Saum der 2-4 mm breiten Blkr. meistens trichterf. vertieft
4
4. Frkelch offen
7
-- Frkelch geschlossen
5
5. Bltn anfangs gelbl., dann hellblau, zuletzt dunkelblau, Kronröhre zuletzt doppelt so lang als der Kelch; Frstiele etwa von Länge des Kelches. 3-6. Äcker, Triften, stellenweise häufig
Buntes V., M. versícolor Smith
-- Bltn blau
6
6. Frstiele meist doppelt so lang als der Kelch, gerade abstehend; Bltn dunkelblau. 6-8. Äcker, Wälder, gemein
Acker-V., M. intermédia Link
-- Frstiele kürzer od. höchstens so lang als der Kelch; Bltn hellblau. 5. 6. Sandige Äcker, gemein.
Sand-V., M. arenária Schrader
7. Frstiele zurückgeschlagen, mehrmals länger als der Kelch; Bltnstand armblütig, am Grunde meist beblätt. 5. 6. Wälder, Gebüsche, sehr zerstr., mehr im Osten
Busch-V., M. sparsiflóra Mikan
-- Frstiele wagerecht abstehend, etwa so lang als der Kelch; Bltn dunkelblau, alle ohne Deckblättch. 5.-7. Trockene Plätze, meist häufig
Rauhes V., M. híspida Schlechtendal
8. Kelch mit hakigen Haaren reichlich besetzt; Frstiele 1½ bis 2mal so lang als der Kelch. 5-7. Laubwälder. zerstr.
Wald-V., M. silvática Hoffmann
-- Kelch mit wenigen hakigen und vielen angedrückten Haaren besetzt, weißgrau; Frstiele wenig länger als der Kelch; Bltn lebhaft himmelblau. 6. 7. Wild in höheren Gebirgen, häufig in Gärten als Zierpfl.
Alpen-V., M. alpéstris Schmidt
76. Familie. Solanáceae, Nachtschattengewächse.
1. Stbbeutel zusammengeschlossen. (Fig. 639); Blkr. radförmig, 5spalt.; Fr. eine saftige Beere
Solánum 249
-- Stbbeut. getrennt $(bei Physalis und Nicandra etwas zusammenneig., aber nicht zusammengeschlossen)$
2
2. Strauch. Zweige schlank, häng.; Blätt. ganzrand.; Blkr. trichterf., violettr.; Fr. eine rote Beere
Lýcium 249
-- Kräuter
3
3. Blätt. buchtig gezähnt
7
-- Blätt. ganzrand., oft etwas geschweift
4
4. Blkr. schmutzigweiß, radf.; Bltn einzeln, nickend; Fr. eine kugel. Beere, von dem scharlachroten, aufgeblasenen Kelche umgeben; Blätt. zieml. langgestielt, eif., die ob. zu 2.
Phýsalis 250
-- Bltn grünlichgelb, rot od. bräunlich
5
5. Kelch 5zähnig; Bltn einzeln, hängend, außen glänzend braun, innen olivengrün.
Scopólia 250
-- Kelch 5teilig od. 5spaltig
6
6. Blkr. glockig (Fig. 640), violettbraun; Bltn einzeln; Fr. eine glänzend schwarze Beere. Tollkirsche
Átropa 250
-- Blkr. trichterf. od. stieltellerf., rosenrot od. grünlichgelb Bltn in vielblütigen Rispen od. Trauben. Tabak
Nicotiána 250
7. Stengel zottig-klebrig; Blätt. tief buchtig gezähnt, die ob. stengelumfassend; Blkr. mit 5lappigem Saum, schmutziggelb, violett geadert, am Schlunde dunkelviolett; Fr. eine Kapsel.
Hyoscýamus 250
-- Stengel kahl; Bltn weiß od. blau
8
8. Blkr. lang trichterf., faltig, mit plötzlich feinzugespitzten Zipfeln (Fig. 641), weiß (selten blauviolett); Fr. eine stachelige Kapsel
Datúra 250
-- Blkr. glockig, hellblau, am Grunde weiß; Kelch scharf 5kantig, zur Frzeit aufgeblasen; Fr. eine saftlose Beere
Nicándra 250
1. Lýcium L., Teufelszwirn. V.
Zweige oft dornig; Blätt. lanzettl. bis elliptisch, schmal, allmählich in den Stiel verschmälert (Fig. 642); Beeren rot. 5-10. Häufig verwildert. Zierstrauch
Meldenblättriger T., L. halimifólium Miller
Zweige meist dornenlos; Blätt. breit, plötzlich in den Stiel verschmälert u. dadurch fast rautenf. (Fig. 643); Beeren an der Spitze eingedrückt vertieft. 6-10. Angepfl. u. verw.
Rautenblättriger T., L. rhombifólium Dippel
2. Solánum L., Nachtschatten. V.
1. Blätt. gefied. 6-8. Überall gebaut
Kartoffel, S. tuberósum L.
-- Blätt. nicht gefied.
2
2. Bltn violett; Stengel strauchig, kletternd; Blätt. längl.-eif., die obersten oft spießf. 6-8. Ufer, feuchte Gebüsche, häufig
Bittersüß, S. dulcamára L.
-- Bltn weiß; Stengel krautig
3
3. Pfl. fast kahl oder mit zerstreuten, einwärtsgekrümmten Haaren; Beeren schwarz od. grünlichgelb. 6-10. Schutt, unbebaute Orte, Gemüsegärten, häufig.
Schwarzer N., S. nigrum L.
-- Pfl. dichter behaart, fast filzig-zottig; Äste stumpfkantig; Beeren gelb $(Ändert mit fast flügelig-kantigen Ästen, weniger dichter Behaarung und mennigroten Fr. ab = v. alátum Moench.)$ 6-10. Wie vor., zerstr., stellenweise fehlend
Zottiger N., S. villósum Lamarck
S. lycopérsicum L., Liebesapfel, Tomate, mit gefied. Blätt., gelben Bltn und großen scharlachroten Fr. wird nicht selten angebaut.
Zuweilen verschleppt od. verw. S. heterodóxum Dunal. Blätt. doppelt fiedersp., wie der Stengel gelbstachelig; Bltn blaulila; Kelch sehr stachelig; S. rostrátum Dunal, der vor. sehr ähnlich, aber mit lebhaft gelben Bltn; S. triflórum Nuttall, dem S. nigrum ähnlich, aber Blätt. tief fiedersp., langgestielt; Bltnstände 1-3blütig; Frstiele hakenf. zurückgekrümmt; Beeren grün.
3. Phýsalis L., Judenkirsche. V.
Schutt, Weinberge, öfters angepfl. 6. 7.
Ph. alkekéngi L.
4. Nicándra Adanson, Giftbeere. V.
Bltn einzeln, überhängend. 7-9. Zuweilen angepfl., in Gärten und auf Schutt verw.
N. physaloídes Gärtner
5. Átropa L., Tollkirsche. V.
Bltn nickend; obere Blätt. zu 2, das eine kleiner. 6. 7. Schattige Bergwälder, zerstr.
A. belladónna L.
6. Scopólia Jacquin, Scopolie. V.
Blätt. gestielt, längl. od. eif.; H. bis 40 cm. 4. 5. Seltener verw. (Ostpreußen, Schlesien)
Sc. carniólica Jacquin
7. Hyoscýamus L., Bilsenkraut. V.
Schutt, Zäune, nicht selten. 6. 7.
H. niger L.
8. Nicotiána L., Tabak. V.
1. Bltn grünlichgelb; Blätt. gestielt. 7. 8. Gebaut, wie die folg.
Bauern-T., N. rústica L.
-- Bltn rosa; Blätt. (wenigstens die unteren) herablaufend
2
2. Bltnrispe ausgebreitet; Blätt. längl.-lanzettl., die unt. herablaufend, ihre Seitennerven spitzwinklig vom Mittelnerven ausgehend. 7. 8.
Virginischer T., N. tabácum L.
-- Bltnrispe zusammengezogen; Blätt. breit, am Grunde geöhrt, ihre Seitennerven fast rechtwinklig vom Mittelnerven ausgehend. 7. 8.
Maryland-T., N. latíssima Miller
9. Datúra L., Stechapfel. V.
Blkr. weiß, selten blaßviolett; Blätt. gestielt, kahl. 7. 8. Schutt, Gärten, Weinberge, zerstr.
D. stramónium L.
Ändert ab: Stengel, Bltnstiel und Blattnerven violett; Blkr. blauviolett = D. tátula L. Zuweilen verwildernde Zierpflanze.
77. Familie. Labiátae, Lippenblütler.
1. Blkr. 2lippig (Fig. 647), seltener nur die Unterlippe deutlich ausgebildet (Fig. 644)
4
-- Blkr. glockig od. trichterf., mit 4-5 fast gleich großen Zipfeln (Fig. 645)
2
2. Stbblätt. 2; Bltn weiß, innen rot punktiert
Lýcopus 255
-- Stbblätt. 4; Bltn rot od. violett
3
3. Bltnquirle[35] einseitswendig, dicht gedrängt und daher der Bltnstand scheinbar ährenf.; Deckblätt. breit eif., einseitswend. (Fig. 646)
Elshóltzia 254
-- Bltnquirle voneinander entfernt oder an der Spitze der Zweige kopfig od. ährenf. gedrängt, den Stengel rings umgebend; Bltn rötlichlila
Mentha 254
4. (1.) Blkr. mit deutlich ausgebildeter Ober- und Unterlippe
6
-- Blkr. nur mit deutlich ausgebildeter Unterlippe
5
5. Oberlippe sehr kurz, 2lappig; Unterlippe 3lappig (Fig. 644a); Blkrröhre innen mit Haarring
Ájuga 261
-- Oberlippe gespalten, ihre beiden Zipfel mit der Unterlippe verbunden (diese daher scheinbar 5spalt. -- Fig. 644b); Blkrröhre innen ohne Haarring
Tëucrium 261
6. Stbblätt. 2; Oberlippe seitlich zusammengedrückt
Sálvia 255
-- Stbblätt. 4
7
7. Stbblätter kürzer als die Oberlippe, nicht über diese hinausragend
10
-- Stbblätt. (wenigstens die 2 läng.) und Griffel länger als die Oberlippe, diese überragend (Fig. 647)
8
8. Bltn einzeln in den Achseln oft purpurn gefärbter Deckblätt., in kurzen Ähren, die zu Doldenrispen zusammengestellt sind; Kelch 5zähnig od. schief gespalten
Oríganum 256
-- Bltn in mehrblütigen Scheinquirlen
9
9. Kelch 2lippig mit 3zähniger Oberlippe (Fig. 648a); Bltnquirle allseitswendig
Thymian, Thymus 256
-- Kelch regelmäßig 5zähnig (Fig. 648b); Bltnquirle einseitswendig
Hyssópus 257
10. (7.) Oberlippe der Blkr. flach od. nur wenig gewölbt, zuweilen zurückgebogen (Fig. 649)
22
-- Oberlippe der Blkr. löffelf. ausgehöhlt od. helmartig nach vorn gewölbt (Fig. 651)
11
11. Kelch 2lippig, mit ungeteilten Lippen, die obere auf dem Rücken mit einer hohlen Schuppe (Fig. 650); Bltn einzeln, blattachselst., violett od. rötlich; Frkelch geschlossen
Scutellária 260
-- Kelch 2lippig, mit gezähnten Lippen od. regelmäßig 5zähnig
12
12. Unterlippe der Blkr. mit einem großen, 2lappigen Zipfel und 2 kleinen, zahnf. (oft fehl.) Seitenzipfeln (verkümmerte Seitenlappen!) (Fig. 651)
Taubnessel, Lámium 257
-- Unterlippe der Blkr. mit einem Mittellappen und 2 deutlichen, meist stumpfen Seitenlappen (Fig. 654)
13
13. Kelch mit 5 gleichen od. fast gleichen Zähnen (Fig. 648b)
17
-- Kelch deutlich 2lippig (Fig. 648a)
14
14. Bltn in endst., walzigen Köpfchen, mit sehr breiten, rundl.-herzf. Deckblätt. (Fig. 652); Frkelch geschlossen
Brunélla 260
-- Bltn nicht in walzenf. Köpfchen; Deckblätt. nicht breit-herzf.
15
15. Blätt. entweder ganzrandig oder nebst den obersten Deckblätt. tief gesägt, mit langen, haarspitzigen Zähnen (Fig. 661).
Dracocéphalum 257
-- Blätt. gekerbt od. gesägt, mit kurzen, nicht borstenf. Zähnen; Bltn in den Achseln gewöhnlicher Laubblätt.; Pfl. mit Zitronengeruch
16
16. Kelch weit glockig, aufgeblasen, mit 4-5 breiten, stumpfen Zipfeln (Fig. 653); Bltn groß, über 2 cm l., rot od. weiß, zu 1-2 blattachselst. Seltene Waldpfl.
Melíttis 257
-- Kelch nicht aufgeblasen, mit 5 spitzen Zähnen; Bltn einseitswendig, zu 3-5 blattachselst., weiß. Gartenpfl.
Melíssa 257
17. (13.) Unterlippe der Blkr. am Grunde mit 2 hohlen, kegelf. Höckern (Fig. 654)
Galeópsis 258
-- Unterlippe der Blkr. ohne hohle Höcker
18
18. Bltn rot, rötlich oder weiß
20
-- Bltn gelb
19
19. Zipfel der Unterlippe der Blkr. spitz; Bltn goldgelb, groß; Blätt. herzf.
Goldnessel, Galeóbdolon 258
-- Zipfel der Unterlippe der Blkr. stumpf und breit; Bltn hellgelb, kleiner als bei vor.; Blätt. in den Blattstiel verschmälert
Stachys 259
20. Bltn klein (ca. 1 cm lang), rötlich; Teilfrüchtchen 3kant., oben platt (Fig. 655a); untere Blätt. zuweilen handf. geteilt
Leonúrus 260
-- Bltn größer; Teilfrüchtchen oben abgerundet (Fig. 655b); Blätt. immer ungeteilt
21
21. Stbblätt. nach dem Verblühen gedreht und nach außen gebogen; Kelchröhre glockig, 5- od. 10nervig (Fig. 656)
Stachys 259
-- Stbblätt. nach dem Verblühen gerade; Kelch trichterf., mit 10 hervortretenden Nerven (Fig. 657)
Ballóta 260
22. (10.) Blätt. gesägt, gezähnt oder gekerbt
25
-- Blätt. vollständig ganzrandig
23
23. Stbblätt. und Griffel in der Blkrröhre eingeschlossen, kürzer als diese; Bltn blau; Deckblätt. lang zugespitzt
Lavándula 254
-- Stbblätt. (wenigstens die längeren) und Griffel aus der Blkrröhre, aber nicht über die Oberlippe hervorragend; Bltn purpurrot, lila oder weiß
24
24. Kelch deutlich 2lippig; Bltn in kopfförmig gehäuften Quirlen, purpurrot oder hellrot, selten weiß
Thymus 256
-- Kelch fast regelmäßig 5zähnig; Quirle wenigblütig, entfernt; Bltn bläulichweiß, im Schlunde rotpunktiert
Saturéja 256
25. (22.) Stbblätt. und Griffel kürzer als die Blkrröhre, von dieser eingeschlossen; Oberlippe 2spaltig (Fig. 649b); Bltn weiß; Pfl. weißfilzig
Marrúbium 260
-- Stbblätt. und Griffel mindestens so lang als die Blkrröhre
26
26. Oberlippe der Blkr. 4spaltig; Unterlippe ungeteilt; Stbblätt. herabgebogen, der Unterlippe anliegend
Ócimum 253
-- Oberlippe der Blkr. 2spaltig, ausgerandet oder ungeteilt
27
27. Kelch deutlich 2lippig oder undeutlich 2lippig und dann weit aufgeblasen (Fig. 653)
30
-- Kelch mit 5 gleichen oder fast gleichen Zähnen
28
28. Unterlippe der Blkr. hohl, muschelf., gekerbt (Fig. 649a); Bltn weiß oder rötlich
Népeta 257
-- Unterlippe der Blkr. anders gestaltet
29
29. Blätt. nierenf. (Fig. 658); Bltn violett, zu wenigen in den Achseln von Laubblätt.; Stengel niederliegend; Bltnstengel aufsteigend
Gundermann, Glechóma 257
-- Blätt. eif.-lanzettl.; Bltn purpurrot, in endst., dichten Scheinähren und einigen tieferstehenden Quirlen; Stengel aufrecht
Stachys 259
30. (27.) Mittellappen der Unterlippe größer als die beid. seitl.; Oberlippe etwas gewölbt; Kelch glockig od. weit aufgeblasen
16
-- Lappen der Unterlippe etwa gleich groß; Oberlippe flach; Kelch walzlich
Calamíntha 256
1. Ócimum Rivinus, Basilienkraut. XIV.
Bltn weiß od. rötlichweiß. Als Gewürzpfl. gebaut
O. basílicum L.
2. Lavándula L., Lavendel. XIV.
Bltn in unterbrochenen Scheinähren, blau. 7. Häufig in Gärten und zuweilen daraus verw.
L. spica L.
3. Elshóltzia Willd., Kamminze. XIV.
Angebaut und verw. 7. 8.
E. patríni Garcke
4. Mentha L., Minze. XIV.
1. Kelch ungleich 5zähnig, fast 2lippig, innen behaart, sein Schlund zur Frzeit durch einen Haarring geschlossen; Bltn rötlich-lila; Stengel liegend oder aufsteigend. 7. 8.
Polei-M., M. pulégium L.
-- Kelch fast regelmäßig 5zähnig, im Schlunde unbehaart
2
2. Bltnquirle alle voneinander entfernt oder oberwärts kopfig zusammengedrängt, ~wenigstens die unt. in den Achseln gewöhnlich. Laubblätt.~ (Fig. 659)
6
-- Bltnquirle einander genähert, ~alle in den Achseln kleiner Deckblättch.~ und deshalb scheinbar eine verlängerte Ähre bildend (Fig. 660)
3
3. Blätt. deutlich gestielt; Scheinähren dick, am Grunde meist unterbrochen; Kelch meist behaart; Stengel rückwärts steifhaarig. 7-9. Gräben, Ufer, selten
M. aquatica × silvestris = M. nepetoídes Lejeune
-- Blätt. sitzend od. die unt. sehr kurz gestielt
4
4. Blätt. rundl.-eif., nicht 2mal länger als breit, unten weißfilzig; Kelchzähne lanzettl.; Scheinähren dünn; Bltn helllila, fast weiß. 7-10. Gräben, sehr zerstr. (Thüringen, Rheingegend usw.)
Rundblättrige M., M. rotundifólia L.
-- Blätt. eif. bis längl.-lanzettl.; Kelchzähne pfriemlich
5
5. Pfl. mit ober- und unterirdischen Ausläufern; Blätt. eif. oder längl.-eif.; Scheinähren dick und dicht. 7-9. Ufer, Gräben, zerstr. $(M. rotundifolia × silvestris)$
Hain-M., M. nemorósa Willd.
-- Pfl. mit unterirdischen Ausläufern; Blätt. längl. bis lanzettl., beiderseits od. nur unterseits weißfilzig, zuweilen kahl oder zerstr. behaart $(víridis L.)$ od. kahl und kraus, eingeschnitten $(crispáta Schrader)$; Frkelch oberwärts eingeschnürt; Scheinähren meist unterbrochen; Blkr. blaß rötlichlila. 7. 8. Gräben, Ufer, Wegränder, Gebüsche, zerstr.
Roß-M., M. silvéstris L.
6. Bltnquirle am Ende des Stengels kopfig zusammengedrängt, meist ein endst. Köpfchen und darunter noch 1-2 entfernte Quirle; Kelchzähne lanzettl.-pfrieml., viel länger als breit; Kelchröhre gefurcht; Blätt. eif. bis eif.-länglich, kahl od. behaart; Bltn rötlichlila. 7-10. Gräben, Sümpfe, Ufergebüsch, gemein
Wasser-M., M. aquática L.
-- Bltnquirle voneinander entfernt; die obersten Blätterpaare in ihren Achseln ohne Bltn
7
7. Kelch nur oberwärts behaart, am Grunde kahl, seine Zähne 3eckig, lanzettl.; Blkrröhre innen kahl; unt. Blätt. kurz gestielt, die oberen sitzend, unterseits oft drüsig. 7-9. Gräben, Ufer, sehr zerstr.
Edel-M., M. gentílis L.
-- Kelch meist behaart; Blkrröhre innen behaart; Blätt. alle gestielt
8
8. Kelchröhre glockig, nicht od. kaum gefurcht; Kelchzähne 3eckig, etwa so lang als breit; Bltn lila. 7-10. Feuchte Äcker, Gräben, häufig
Acker-M., M. arvénsis L.
-- Kelchröhre zylindrisch, gefurcht; Kelchzähne lanzettl., zugespitzt, länger als breit; Bltn lila. 7-10. Ufergebüsch, Gräben, nicht selten. $(M. aquatica × arvensis)$
Quirlige M., M. verticilláta L.
M. piperíta L., Pfefferminze, mit deutlich gestielten Blätt. und dichtstehenden, zu langen Scheinähren vereinigten Bltnquirlen. Die zuweilen krausen Blätt. (Krauseminze) haben einen pfefferart. Geschmack.
5. Lýcopus L., Wolfstrapp. II.
Blätt. grob gezähnt, am Grunde oft fiederspaltig; Bltn weiß, rot punkt. 7. 8. Feuchte Orte, gemein.
Ufer-W., L. europǣus L.
Blätt. alle tief fiederspalt.; Bltn kleiner als bei vor. 7. 8. Feuchte Gebüsche, Gräben, Ufer, sehr selten
Hoher W., L. exaltátus L. fil.
6. Sálvia L., Salbei. II.
1. Stengel unterwärts holzig; Blätt. lanzettlich, am Grunde verschmälert, jung weißfilzig; Bltnquirle 4-10blütig; Oberlippe der violetten Blkr. gerade; Deckblätt. hinfällig. 6. 7. Stark riechende Gartenpfl.
Echte S., S. officinális L.
-- Stengel krautig; Blätt. am Grunde herzf. od. doch abgerundet
2
2. Blkr. hellgelb, braunrot punktiert; Kelch mit kaum gezähnter Oberlippe; Blätt. 3eckig-eif., eben; Pfl. besonders oberwärts drüsig-zottig. 6. 7. Bergwälder, Abhänge, nur in Schlesien und Süddeutschland
Klebrige S., S. glutinósa L.
-- Blkr. nicht gelb
3
3. Bltnquirle 15-30blütig, fast kugelig; Blätt. herzf.-3eckig; Blattstiel oberwärts meist mit 2 Öhrchen; Blkr. klein, kornblumenblau, ihre Röhre mit Haarring. 7. 8. Weg- und Waldränder, Hügel, sehr zerstr.
Quirl-S., S. verticilláta L.
-- Bltnquirle höchstens 10blütig; Blkrröhre ohne Haarring
4
4. Kelchzähne lang dornig begrannt
6
-- Kelchzähne stachelspitzig, aber nicht begrannt, die 3 oberen zusammenneigend
5
5. Deckblätt. purpurn, so lang als der Kelch, zuletzt wagerecht abstehend; Blätt. unterseits nebst dem Stengel und den Kelchen grau-weichhaarig, drüsenlos; Bltn violett oder rosa. 7-9. Triften, Hügel, zerstr.
Wald-S., S. silvéstris L.
-- Deckbl. grün, die oberen kürzer als der Kelch, zuletzt zurückgeschlagen; Pfl. oberwärts drüsig-klebrig; Bltn dunkelblau; Blätt. herzeif. 5-7. Wie vor.
Wiesen-S., S. praténsis L.
6. Blätt. besonders jung weißwollig; Deckblätt. krautig, grünlich oder gefärbt, höchstens so lang als der Kelch; Bltn weiß. 6. 7. Am Meißner in Hessen.
Ungarische S., S. aethíopis L.
-- Blätt. etwas filzig; Stengel oberwärts drüsig behaart; Deckblätt. häutig, stets farbig, viel länger als der Kelch; Bltn bläulichweiß. 6. 7. Zuweilen aus Gärten verw.
Muskat-S., S. sclárea L.
7. Oríganum L., Dost. XIV.
Kelch 5zähnig; Blätt. eif., fast kahl; Deckblätt. meist braunrot, spitzlich. 7-9. Hügel, Gebüsche.
Echter D., O. vulgáre L.
Kelch ungezähnt, schief gespalten; Blätt. graufilzig, stumpf; Deckblätt. grün, vorn abgerundet. 7-10. Als Gewürzpfl. gebaut
Majoran, O. majorána L.
8. Thymus L., Thymian, Quendel. XIV.
1. Blätt. am Rande stark eingerollt, in den Achseln mit Blätterbüscheln (verkürzten Zweigen); Stengel aufrecht oder aufsteigend, stark verästelt, ganz holzig; Bltn hellrot. 7. 8. In Gärten gebaut
Garten-Th., Th. vulgáris L.
-- Blätt. flach oder wenig eingerollt; Stengel niederliegend oder aufstrebend, am Grunde holzig
2
2. Stengel deutlich 4kantig, mit behaarten Kanten; Blätt. elliptisch, eif. oder rundlich, plötzlich in den Blattstiel verschmälert, beiderseits rauhhaarig $(lanuginósus Schkuhr)$ oder fast kahl $(citriodórus Schreber)$. 7-10. Trockene Stellen, gemein
Gamander-Th., Th. chamædrys Fries
-- Stengel rund oder undeutlich kantig, ringsum behaart; Blätt. linealisch bis längl., klein, 3-4mal länger als breit. 7-10. Wie vor., seltener
Feld-Th., Th. serpýllum L.
9. Saturéja L., Bohnenkraut. XIV.
In Gärten, zuweilen auf Schutt verw. 7-9.
S. horténsis L.
10. Calamíntha L., Quendel. XIV.
1. Bltnquirle am Grunde außer den Blätt., in deren Achseln sie stehen, von vielen pfrieml., langzottigen Deckblättchen umgeben, reichblütig; Kelchschlund nicht durch Haare geschlossen; Blätt. zottig; Bltn purpurn. 7-10. Wälder, häufig $(Clinopódium vulgáre L.)$.
Wirbeldost, C. clinopódium Spenner
-- Bltnquirle nicht oder von sehr kurzen Deckblättchen gestützt; Kelchschlund durch einen Haarkranz geschlossen
2
2. Bltnstiele ein- oder mehrmal gabelspaltig
4
-- Bltnstiele ungeteilt, kurz; Quirle bis 6blütig
3
3. Blkr. ca. 1 cm lang, hellviolett; Zähne des Frkelchs zusammenneigend, diesen schließend. 5-10. Wegränder, Triften, trockene Äcker, meist häufig.
Stein-Q., C. ácinos Clairville
-- Blkr. ca. 2 cm lang, violett; Zähne des Frkelchs aufrecht abstehend. 5-9. Bayrische Alpen.
Alpen-Q., C. alpína Lamarck
4. Bltnstiele 3-5blütig; Teilfr. rundl.; Blkr. 15-18 mm lang, purpurrot. 7-10. Wälder, Bergabhänge, besonders im westl. und südl. Gebiet
Wald-Q., C. officinális Moench
-- Bltnstiele 12-15blütig; Teilfr. längl.; Blkr. kleiner, violett. 7. 8. Donautal bei Regensburg, Dinkelsbühl
Katzenkraut-Q., C. népeta Clairville
11. Melíssa L., Melisse. XIV.
Pfl. mit Zitronengeruch. 7. 8. In Gärten.
M. officinális L.
12. Hyssópus L., Ysop. XIV.
Blätt. schmal, ganzrandig; Bltn dunkelblau. 7. 8. Gärten
H. officinális L.
13. Népeta L., Katzenkraut. XIV.
Blätt. unterseits graufilzig, langgestielt; Kelch etwas gekrümmt, mit schiefer Mündung, seine oberen Zähne länger; Teilfr. glatt und kahl; Blkr. weiß oder rötlich, mit rot punktierter Unterlippe. 7-9. Schutt, Dorfstraßen, zerstr.
Echtes K., N. catária L.
Blätt. kahl, kurzgestielt; Kelch gerade, seine Zähne zieml. gleichlang; Teilfr. knotig rauh, an der Spitze behaart; Blkr. blauviolett oder weiß. 6. 7. Hügel, Wegränder, sehr selten
Kahles K., N. nuda L.
N. grandiflóra M. B., mit größeren, blauen Bltn, walzlichem, gekrümmtem Kelche und kahlen, glatten Teilfr., ist hin und wieder aus Gärten verwildert.
14. Glechóma L., Gundermann. XIV.
Gebüsche, Hecken, häufig. 3-5.
G. hederácea L.
15. Dracocéphalum L., Drachenkopf. XIV. Blätt. ungeteilt, ganzrandig; Stbbeutel wollig; Bltnquirle ährenf. angeordnet; Bltn violett. 7. 8. Wälder, selten, im östl. und südl. Gebiet
Schwedischer D., D. ruyschiána L.
Blätt. und Deckblätt. tief gesägt; Zähne der Deckblätt. lang begrannt (Fig. 661); Stbbeutel kahl; Bltn violett oder weiß. 7. 8. Gebaut und verw.
Türkischer D., D. moldávica L.
16. Melíttis L., Bienensaug. XIV.
Bergige Laubwälder, zerstr. in Mittel- und Süddeutschl. 5. 6.
M. melissophýllum L.
17. Lámium L., Taubnessel, Bienensaug. XIV.
1. Blkr. gelblichweiß, groß, ihre Röhre gekrümmt, mit schrägem Haarringe. 4-10. Hecken, Zäune, Wege, gemein
Weiße T., L. album L.
-- Blkr. purpurn oder rosa, selten reinweiß
2
2. Blkrröhre gekrümmt (Fig. 651), mit querem Haarring; Schlundrand mit 1 spitzen Zahn auf jeder Seite; Blätt. zuweilen weiß gefleckt; Bltn ansehnlich (ca. 2 cm lang), purpurn, mit dunkler gefleckter Unterlippe. 3-10. Feuchte Gebüsche, Laubwälder, verbreitet
Gefleckte T., L. maculátum L.
-- Blkrröhre gerade oder fast gerade
3
3. Obere Blätt. stengelumfassend, unt. langgestielt, alle tief gekerbt; Blkrröhre lang und dünn, weit aus dem Kelche hervortretend, ohne Haarring. 3-10. Bebauter Boden, verbreitet
Stengelumfassende T., L. amplexicāūle L.
-- Obere Blätt. gestielt, zuweilen fast sitzend, nicht stengelumfassend
4
4. Blattstiel der obersten Blätt. nicht stark verbreitert; unt. Blätt. rundl., obere eif. od. eif.-3eckig, alle gekerbt; Blkrröhre mit Haarring; Oberlippe über den Schlund geneigt. 3-10. Äcker, Gartenland, häufig
Rote T., L. purpúreum L.
-- Blattstiel der obersten Blätt. stark verbreitert; Oberlippe der Blkr. aufrecht od. wenig übergeneigt
5
5. Obere Blätt. am Grunde gestutzt, eif.-3eckig od. fast rautenf. (Fig. 662), gedrängt stehend und meist rötlich überlaufen; Blätt. tief eingeschnitten; Blkrröhre mit oder ohne Haarring. 3-10. Äcker, stellenweise. $(L. amplexicaule × purpúreum = L. hýbridum Villars.)$
Zerschnittene T., L. disséctum Withering
-- Obere Blätt. herznierenf. (Fig. 663); Kelchzähne nach dem Verblühen abstehend; Blkrröhre ohne Haarring. Dem L. amplexicaule nahestehend, aber durch die kürzere Blkrröhre und das frischere Grün der Blätt. gut unterschieden. 3-10. $(L. amplexicaule × purpureum.)$
Mittlere T., L. intermédium Fries
18. Galeóbdolon Hudson, Goldnessel. XIV.
Feuchte Gebüsche und Wälder, Hecken, verbreitet. 5. 6.
G. lúteum Hudson
19. Galeópsis L., Hohlzahn. XIV.
1. Stengel unter den Gelenken deutlich verdickt
3
-- Stengel unter den Gelenken nicht od. kaum verdickt, überall mit weichen, rückwärts gerichteten Haaren
2
2. Blkr. groß (bis 3 cm l.), gelblichweiß; Oberlippe eingeschnitten gezähnelt; Blätt. eif. od. (an den Ästen) eif.-lanzettl. 7-10. Sandige Äcker, fast nur im westl. Gebiet
Sand-H., G. ochrolēūca Lamarck
-- Blkr. kleiner, purpurrot; Oberlippe kaum gezähnelt; Blätt. lanzettl. od. längl.-lanzettl., jederseits mit 4-8 Zähnen, zuweilen linealisch-lanzettl., jederseits mit 1-4 seichten Zähnen $(G. angustifólia Ehrhart)$. 7-10. Unter der Saat, meist häufig, die Varietät nur im mittl. und südl. Gebiet
Acker-H., G. ládanum L.
3. Stengel überall mit weichen, angedrückten Haaren, die unter den Knoten zuweilen mit steiferen, abstehenden untermischt sind; Blkr. lebhaft purpurn, mit weißer, oben bräunlicher Röhre, die die Kelchzähne weit überragt. 6-9. Äcker, lichte Waldstellen, Dorfstraßen, besonders im östl. und südl. Gebiet
Weicher H., G. pubéscens Kerner
-- Stengel besonders unter den Knoten mit steifen, abstehenden Haaren, die selten mit vereinzelten weicheren untermischt sind, sonst meist ziemlich kahl (wenigstens unten)
4
4. Blkrröhre doppelt so lang als der Kelch; Blkr. hellgelb, mit violett, weiß und dunkelgelb gefleckter Unterlippe, 3-4 cm lang. 6-10. Äcker, Schutt, Wälder, zerstr., besonders in Norddeutschl. $(G. versícolor Curtis)$
Bunter H., G. speciósa Miller
-- Blkrröhre höchstens so lang als der Kelch; Blkr. bis 15 mm lang, rötl. oder weiß, mit oft gelb gefleckter Unterlippe. 6-10. Wegränder, Zäune, Gebüsch, häufig. $(Ändert ab: Mittelzipfel der Blkrunterlippe länger als breit, ausgerandet od. 2spalt., später am Rande umgerollt = G. bífida Boenninghausen. So an schatt. Orten)$
Gemeiner H., G. tétrahit L.
20. Stachys L., Ziest. XIV.
1. Bltn gelb oder gelblichweiß
7
-- Bltn rot
2
2. Blkrröhre ohne Haarring; Bltn in dichten Scheinähren, mit einigen entfernter stehenden Quirlen; Blkr. außen behaart; Blätt. grob gekerbt, entfernt. 6-8. Wälder, Wiesen, häufig $(Betónica officinális L.)$
Betonie, St. betónica Bentham
-- Blkrröhre innen mit Haarring
3
3. Bltnquirle höchstens 10blütig
5
-- Bltnquirle 10- bis vielblütig
4
4. Ganze Pfl. dicht glänzend wollig-filzig; Kelch drüsenlos; Kelchzähne zugespitzt. 7-9. Sonnige Hügel, Wegränder, gern auf Kalk, sehr zerstr.
Woll-Z., St. germánica L.
-- Stengel rauhhaarig, oberwärts drüsig; Blätt. schwach graufilzig; Kelch drüsig; Kelchzähne weiß bespitzt. 7. 8. Gebirgswälder, zerstr.
Alpen-Z., St. alpína L.
5. Blkr. kaum länger als der Kelch; Bltnquirle meist 6blütig; Blätt. rundl.-eif., gestielt, obere schmäler, sitzend. 6-9. Äcker, sehr zerstr., stellenweise häufig
Acker-Z., St. arvénsis L.
-- Blkr. doppelt so lang als der Kelch. H. 30-120 cm
6
6. Blätt. sehr breit, tief herzf., alle gestielt; Bltn dunkelpurpurn, meist zu 6. H. 60-120 cm. 6-8. Laubwälder, Hecken, häufig
Wald-Z., St. silvática L.
-- Blätt. schmal, schwach herzf., unt. kurzgestielt, ob. sitzend; Bltn heller als an vor. H. bis 60 cm. 6-8. Ufer, feuchte Äcker, häufig
Sumpf-Z., St. palústris L.
7. Kelchzähne mit fast bis zur Spitze behaarter Stachelspitze; Bltnquirle 4-6blütig, oberwärts genähert; Blätt. gestielt, meist kahl. H. 15-30 cm. 7-10. Äcker, Weinberge, kalkliebend, zerstr.
Sommer-Z., St. ánnua L.
-- Kelchzähne mit kahler Stachelspitze; Bltnquirle 6-10blütig, etwas entfernt; Blätt. kurzhaarig, unt. kurzgestielt, obere sitzend. H. 30-60 cm. 6-10. Sonnige Hügel, zerstr.
Berg-Z., St. recta L.
Bastard: St. palustris × silvatica = S. ambígua Smith.
21. Marrúbium L., Andorn. XIV.
Kelchzähne 10, von der Mitte an kahl, an der Spitze hakig zurückgerollt; Blätt. rundl.-eif., filzig, runzlig. 7. 8. Wege, Zäune, Dorfstraßen, sehr zerstr.
Mauer-A., M. vulgáre L.
Kelchzähne 5, bis zur Spitze filzig, aufrecht; Blätt. elliptisch-lanzettl., in den Blattstiel verschmälert, dicht weißfilzig. 7. 8. Nur auf dem Gottesacker in Halle a. S., in Böhmen
Kretischer A., M. créticum Miller
22. Ballóta L., Schwarznessel. XIV.
Bltn bläulichrot; Blätt. eif., gekerbt. Pfl. widerlich riechend. 6-8. Schutt, Zäune, Wege, häufig
B. nigra L.
23. Leonúrus L., Herzgespann. XIV.
Untere Blätt. handf. 5spalt., obere 3lappig, am Grunde keilf.; Stbblätt. weit aus der Blkrröhre hervorragend. 7. 8. Schutt, Zäune, meist häufig
Echtes H., L. cardíaca L.
Untere Blätt. eif., obere lanzettl., alle unterseits graufilzig; Stbblätt. wenig aus der Blkr. hervorragend. 7. 8. Wie vor., sehr zerstr., besonders in der Nähe der Hauptflüsse $(Chaitúrus marr. Rchb.)$
Filziges H., L. marrubiástrum L.
24. Scutellária L., Helmkraut. XIV.
1. Blätt. entfernt gekerbt; Blkr. blauviolett, selten weiß, ihre Röhre bogenf. gekrümmt; Kelch kahl od. drüsenlos kurzhaarig. 7-9. Feuchte Stellen, nicht selten
Kappen-H., Sc. galericuláta L.
-- Blätt. ganzrand., nur am Grunde mit 1-2 Zähnen
2
2. Kelch drüsig behaart; Blkr. ansehnlich, blauviolett, ihre Röhre gebogen. 7. 8. Wie vor., selten
Lanzen-H., Sc. hastifólia L.
-- Kelch drüsenlos behaart; Blkr. 8 mm l., rötlich, ihre Röhre gerade. 7-9. Sumpfwiesen, Moorboden, sehr zerstr., im Osten und Nordosten fehlend
Kleines H., Sc. minor L.
25. Brunélla Tournefort, Brunelle. XIV.
1. Bltn gelblichweiß; längere Stbfäden an der Spitze mit gebogenem, pfrieml. Zahn; Blätt. oft fiederspalt. 5-10. Kalkhügel, gebirgige Orte in Mittel- und Süddeutschland.
Weiße B., B. alba Pallas
-- Bltn blauviolett od. rötl., sehr selten weiß
2
2. Blkr. 3-4mal so lang als der Kelch, über 15 mm l.; Kelchoberlippe mit zugespitzten Zähnen; längere Stbfäden an der Spitze nur mit kurzem Fortsatz (Fig. 664). 5-10. Trockene Hügel, zerstr., im Nordwest. fehlend
Große B., B. grandiflóra L.
-- Blkr. höchstens doppelt so lang als der Kelch, 7-15 mm lang; Kelchoberlippe mit gestutzten, stachelspitzigen Zähnen; längere Stbfäden mit geradem, dornf. Zahn (Fig. 665). 5-10. Wiesen, Grasplätze, häufig
Kleine B., B. vulgáris L.
26. Ájuga L., Günsel. XIV.
1. Bltn gelb, einzeln, blattachselst.; Blätt. 3spalt., mit linealischen Zipfeln. 5-9. Äcker, Hügel, kalkliebend. Im mittl. und südl. Gebiet
Gelber G., A. chamǣpitys Schreber
-- Bltn rötlich od. bläulich, seltener weiß, in mehrblütig. Scheinquirlen
2
2. Pfl. mit Ausläufern und langgestielten, zur Blütezeit noch vorhandenen grundst. Blätt.; oberste Deckblätt. kürzer als die Bltn. 5. 6. Wiesen, Laubwälder, häufig
Kriechender G., A. reptans L.
-- Pfl. ohne Ausläufer
3
3. Oberste Deckblätt. 2mal so lang als die Bltn; grundst. Blätt. in einen kurzen, breiten Stiel verschmälert, gehäuft; Bltn hellblau. Pfl. kurzhaarig. 5. 6. Waldstellen, zerstr.
Pyramiden-G., A. pyramidális L.
-- Oberste Deckblätt. kaum so lang als die Bltn, die unt. 3lappig; grundst. Blätt. zur Blütezeit meist nicht mehr vorhanden. Pfl. zottig behaart. 5-7. Hügel, Triften, meist häufig
Zottiger G., A. genevénsis L.
27. Tēūcrium L., Gamander. XIV.
1. Blätt. fast doppelt fiederspalt.; Stengel drüsig zottig; Bltn rötlich; Kelch am Grunde höckerig. 7. 8. Kalkberge in Mittel- und Süddeutschl.
Trauben-G., T. botrys L.
-- Blätt. gezähnt, gekerbt od. ganzrand.
2
2. Kelch 2lippig, mit ungeteilter Ober- und 4zähniger Unterlippe; Bltn einzeln, blattachselst., in end- od. seitenständ. Ähren, grünlichgelb; Blätt. runzlig, gekerbt. 6. Hecken, Waldränder, im westl. Gebiet häufig, im östl. nur eingeschleppt
Wald-G., T. scorodónia L.
-- Kelch fast regelmäßig 5zähnig
3
3. Blätt. ganzrand., unterseits filzig; Bltn hellgelb, ein endst. Köpfchen bildend. 6-9. Kalkhügel, selt.
Berg-G., T. montánum L.
-- Blätt. gekerbt od. gesägt; Bltn rötl., selten weiß
4
4. Blätt. gestielt, in den Blattstiel keilf. verschmälert; Bltnquirle meist 6blütig; Bltn purpurn. 7-9. Wie vor., zerstr.
Echter G., T. chamǣdrys L.
-- Blätt. sitzend, grob gekerbt; Bltnquirle meist 4blütig; Bltn hellpurpurn, schwach nach Knoblauch duftend. 7-9. Gräben, Wiesen, Gebüsche, verbreitet
Lauch-G., T. scórdium L.
78. Familie. Scrophulariáceae, Rachenblütler.
1. Pfl. mit grünen Blätt.
3
-- Pfl. ohne grüne Blätt.
2
2. Bltn in einseitswend., nickend. Trauben; Oberlippe nicht ausgerandet; unterirdischer Stengel mit fleischigen Schuppen besetzt. Pfl. rötlich. 3. 4.
Lathrǣa 275
-- Bltn in allseitswend., aufrechten Ähren; Oberlippe ausgerandet. 5-7
Orobánche 275
3. Stbblätt. 5, alle oder z. T. weiß oder violett wollig; Blkr. 5zipfl., die 2 oberen Zipfel kleiner (Fig. 666)
Verbáscum 263
-- Stbblätt. 2 od. 4 (2 lange und 2 kurze), nicht wollig
4
4. Blätt. grund- od. wechselst.
16
-- Blätt. gegenst. od. quirlig
5
5. Stbblätt. 2 (zuweilen 4 Stbfäd., aber nur 2 mit Stbbeuteln)
15
-- Stbblätt. 4, alle Fäden mit Stbbeuteln
6
6. Kelch 4zähnig od. 4spaltig (bei Tozzia zuweilen 5teilig)
11
-- Kelch 5zähnig od. 5spaltig
7
7. Blkr. am Grunde gespornt (Fig. 668) od. mit einem sackart. Höcker (Fig. 669); Eingang zur Röhre durch die vorgewölbte Unterlippe verschlossen
10
-- Blkr. am Grunde ohne Sporn u. Höcker; Eingang zur Röhre offen
8
8. Blätt. völlig ganzrand.; Stengel liegend od. aufsteigend, nebst den Blätt. ganz kahl; Blkr. 2lippig; Bltn weißlich-rosa
Lindérnia 266
-- Blätt. gesägt od. gekerbt, seltener gefied.
9
9. Kelch röhrig, 5kantig, mit kurzen Zähnen; Bltn groß, goldgelb, oft rot gefleckt. Zuweilen verwild. Zierpfl.
Mímulus 266
-- Kelch tief 5spaltig; Blkr. bauchig od. fast kugelig, ihre Unterlippe mit zurückgeschlagenem Mittellappen (Fig. 667); Bltn niemals goldgelb, mitunter grünlichgelb
Scrophulária 264
10. (7.) Blkr. mit einem längeren, spitzen Sporn (Fig. 668); Eingang zur Blkrröhre durch die vorgewölbte Unterlippe ganz od. fast ganz verschlossen
Linária 265
-- Blkr. am Grunde mit einem sackf. Höcker (Fig. 669)
Antirrhínum 266
11. (6.) Kelch aufgeblasen, platt (Fig. 670); Oberlippe der Blkr. helmf., zusammengedrückt, mit 2 Zähnen an der Spitze, gelb
Alectorólophus 272
-- Kelch röhrig oder glockig, nicht aufgeblasen
12
12. Laubblätt. ganzrand., meist lanzettl. bis linealisch, die oft gefärbten Deckblätt. der Bltn zuweilen gezähnt
Melampýrum 271
-- Laubblätt. gezähnt od. gesägt
13
13. Blkr. fast regelmäßig 5zipfl., gelb, mit blutrot punktierter Unterlippe; Blätt. breit eif. H. 10 bis 30 cm
Tózzia 271
-- Blkr. 2lippig (Fig. 671-672)
14
14. Blkr. dunkelviolett, keulenf. (Fig. 671), rauhhaarig
Bártschia 273
-- Blkr. rötl., bläulich, weißl. od. gelb, nicht keulenf. (Fig. 672)
Euphrásia 273
15. (5.) Blkr. 2lippig, mit 4kantiger, gelbl. Röhre u. weißen od. rötlich. Lippen; Kelch 5teilig, am Grunde mit 2 Deckblättchen.
Gratíola 266
-- Blkr. meist radf., mit 4, etwas ungleichen Zipfeln (Fig. 673); Kelch meist 4teilig, ohne Deckblättchen; Kapsel herzf. ausgerandet (Fig. 682-684)
Verónica 267
16. (4.) Blätt. grundst., langgestielt, länger als die Bltnstiele. Kleines Schlammkraut (Fig. 117)
Limosélla 267
-- Stengel auch höher beblätt.
17
17. Stbblätt. 2
Verónica 267
-- Stbblätt. 4
18
18. Alle Blätt. fiedert. od. nur die mittl. 5-7teilig
21
-- Alle Blätt. ungeteilt
19
19. Blkr. am Grunde gespornt od. mit einer sackf. Erweiterung
10
-- Blkr. ohne Höcker und Sporn
20
20. Blkr. röhrenf., bauchig, mit schiefem Saum, abwärts geneigt.
Fingerhut, Digitális 267
-- Blkr. 2lippig; Oberlippe an den Rändern meist zurückgeschlagen (Fig. 672)
Euphrásia 273
21. (18.) Blätt. alle fiedert.; Blkr. 2lippig; Oberlippe helmf., zusammengedrückt
Pediculáris 272
-- Nur die mittl. Blätt. 5-7teilig; Blkr. mit schiefem Saum, am Grunde mit einem nach vorn gerichteten Höcker. Sehr selten
Anarrhínum 266
1. Verbáscum L., Königskerze. V.
1. Bltn dunkelviolett, einzeln in den Blattachseln, langgestielt. 5. 6. Trockene Wiesen, Waldränder, im östlichen Gebiete
Violette K., V. phoeníceum L.
-- Bltn gelb, seltner weiß
2
2. Stbfäden weißwollig; Bltn zu 2-5büschelig gehäuft
4
-- Stbfäden rotwollig
3
3. Blätt. kahl; Bltn einzeln in den Achseln der Deckblättch.; Blkr. hellgelb, am Schlunde violett. 6. 7. Gräben, Ufer; zerstr.
Schabenkraut, V. blattária L.
-- Blätt. unterseits dicht behaart; Bltn zu 2-5 in den Blattachseln gebüschelt; Stengel oben kantig. 6-9. Wege, Gebüsch, meist häufig
Schwarze K., V. nigrum L.
4. Alle Stbfäden dicht wollig; Blätt. nicht od. wenig am Stengel herablaufend
7
-- Die beiden unteren Stbfäden kahl od. dünnhaarig
5
5. Blkr. 1½-2 cm br., trichterf. vertieft; die 2 längeren Stbfäden 3-4mal so lang als ihre kurz herablaufend. Beutel; Narbe kopfig; Blätt. bis zum nächstuntern Blatt herablaufend. 7-9. Sonnige, steinige Orte, zerstr.
Echte K., V. thapsus L.
-- Blkr. 3-5 cm breit, flach; die 2 längeren Stbfäden 1½-2mal so lang als ihre weit herablaufenden Beutel
6
6. Narbe kopfig; mittl. und ob. Blätt. völlig bis zum nächstuntern Blatt herablaufend. 7-9. Hügel, sonnige Plätze, nicht selten
Große K., V. thapsifórme Schrader
-- Narbe keulenf.; Blätt. nicht bis zum nächstuntern Blatt herablaufend. 7-9. Wüste Plätze, Hügel, zerstr.
Filz-K., V. phlomoídes L.
7. Längere Stbfäden an der Spitze kahl; Blätt. unterseits dicht gelblich filzig. 7. 8. Angeblich am Mittelrhein und an der Mosel
Berg-K., V. montánum Schrader
-- Längere Stbfäden bis zum Stbbeutel wollig
8
8. Blätt. unterseits mit dichtem, weißem, abkratzbarem Filz, der sich später in Flocken ablöst, oberseits grauflaumig; Blkr. 14-20 mm br.; Bltnstielchen kürzer als der Kelch. 7. 8. Sonnige Orte der Rheingegend
Flockige K., V. pulveruléntum Villars
-- Blätt. unterseits wie mit Mehl bestäubt, oberseits fast kahl; Blkr. 10-14 mm br., zuw. weiß; Bltnstielchen etwas länger als der Kelch; Stengel und Äste oberwärts scharfkantig. 6-8. Wegränder, steinige Flußufer, Raine, verbreitet
Mehlige K., V. lychnítes L.
Die Gattung ist sehr reich an Bastarden.
2. Scrophulária L., Braunwurz. XIV.
1. Bltn grünlichgelb, in blattachselst. Trugdolden; Stbblätt. zuletzt aus der Blkr. hervorragend; Pfl. drüsig zottig. 4. 5. Feuchte Orte. Süddeutschl. und selten am Rhein, zuweilen verw.
Frühlings-B., S. vernális L.
-- Bltn bräunlich
2
2. Blätt. fiedert. bis doppelt fiedert., kahl; Blkr. klein, violett, Zipfel weißrandig; Kelchzipfel breit häutig berandet. 6. 7. Flußufer, selten (Mittel- und Oberrhein, Elsaß, Baden)
Hunds-B., S. canína L.
-- Blätt. ungeteilt
3
3. Stengel und Blattstiele zottig; Blätt. weichhaarig; Bltnstand dichtdrüsig; Blkr. braungrün; Stengel scharf 4kantig. 6-8. Nur in Schlesien in trockenen Wäldern und Gebüschen
Behaarte B., S. scopólii Hoppe
-- Pfl. kahl, nur der Bltnstand meist drüsig behaart
4
4. Stengel scharf 4kantig, ungeflügelt; Kelchzipfel schmal häutig berandet; Blkr. grünbraun, seltener gelbgrün. 6-9. Gebüsche, Gräben, Ufer, häufig.
Knotige B., S. nodósa L.
-- Stengel und Blattstiele breit geflügelt; Kelchzipfel mit breitem, häutigem Rande
5
5. Blätt. herzf. längl., stumpfgekerbt; Ansatz des 5. Stbfadens rundl.-nierenf., kaum ausgerandet; Blkr. purpurbraun, nur am Grunde grün. 6-9. Sumpfige Orte in der Rheingegend und in Süddeutschl.
Wasser-B., S. aquática L.
-- Blätt. längl.-eif., scharf gesägt, am Grunde verschmälert od. abgestutzt; Ansatz des 5. Staubfadens verkehrt-herzf., 2lappig; Blkr. grünlich-rotbraun. $(Ändert ab: Unt. Blätt. stumpf, gekerbt; Ansatz des 5. Staubfadens 3mal so lang als breit = var. neésii Wirtgen)$ 7-9. Gräben, Bäche, verbreitet. $(S. aquática Aut., S. aláta Gilibert, S. ehrhárti Steven)$
Schatten-B., S. umbrósa Dumortier
3. Linária L., Leinkraut. XIV.
1. Blätt. ungestielt od. in den Blattstiel verschmälert
4
-- Blätt. mit einem Stiel, der von der Blattfläche deutlich abgesetzt ist; Stengel liegend, dünn; Bltn langgestielt
2
2. Blattstiel länger als die 5-7lappigen (Fig. 198), kahlen Blätt.; Blkr. hellviolett, am Gaumen mit 2 gelben Flecken. 6-8. Felsen, altes Gemäuer, zerstr.
Efeublättriges L., L. cymbalária L.
-- Blattstiel kürzer als die Blattfläche; Blkr. gelb, mit innen violetter Oberlippe
3
3. Bltnstiele kahl; Blätt. spieß- od. pfeilf. 7-9. Äcker, stellenweise verbreitet, in Norddeutschland selten od. (Ostpreußen) ganz fehlend
Spieß-L., L. elatíne Miller
-- Bltnstiele langhaarig; Blätt. am Grunde abgerundet. 7-9. Äcker, zerstr., in der norddeutschen Tiefebene fehlend
Unechtes L., L. spúria Miller
4. Bltn gelb, oft mit orangefarbenem Gaumen
9
-- Bltn bläulich od. violett (od. doch blau od. violett gestreift)
5
5. Eingang zur Blkrröhre durch die gaumenart. Ausstülpung der Unterlippe nicht ganz verschlossen; Blkr. hellviolett, am Schlunde gelbl.; Bltnstiele mindestens 3mal so lang als der Kelch. 6-8. Äcker, Schutt, Mauern, zerstr.
Kleines L., L. minor L.
-- Eingang zur Blkrröhre durch den Gaumen ganz verschlossen
6
6. Blkr. mit Sporn 4-7 mm lang, hellblau; Oberlippe aufrecht; Bltnstiele viel kürzer als der Kelch; Samen glatt, breit, geflügelt. 7-9. Kartoffel- und Getreideäcker, verbreitet, im nordwestdeutschen Flachlande meist fehlend
Acker-L., L. arvénsis L.
-- Blkr. mit Sporn 8-20 mm lang; Oberlippe zurückgeschlagen; Bltnstiele so lang od. länger als der Kelch
7
7. Blätt. meist alle zu 3-4quirlig; Stengel wenigstens am Grunde liegend; Blkr. blauviolett, am Gaumen orange; Samen flach, geflügelt. 7. 8. Mit den Alpenflüssen in die Täler herabsteigend
Alpen-L., L. alpína Miller
-- Höchstens die unt. Blätt. quirlst.; Stengel aufrecht
8
8. Bltnstiele drüsig, 2mal so lang als der Kelch; Blkr. hell blauviolett; Samen 3kantig, querrunzlig. 6. 7. Gartenpfl. zuw. verwildert
Zweiteiliges L.; L. bipartita Willd.
-- Bltnstiele kahl, etwa so lang als der Kelch; Blkr. bläulich, violett gestreift; Samen 3kantig, punktiert. 7. 8. Einheimisch wohl nur in Elsaß-Lothringen, sonst stellenweise eingeschleppt
Gestreiftes L., L. striáta DC.
9. Blkr. ohne Sporn 15-22 mm lang, schwefelgelb, mit orangegelbem Gaumen; Bltntraube dicht; Samen flach, breit geflügelt. 6 bis 10. Sandboden, gemein
Frauenflachs, L. vulgáris Miller
-- Blkr. ohne Sporn 6-10 mm lang; Blätt. bereift
10
10. Blätt. eif. bis längl.-lanzettl., am Grunde abgerundet, die größeren meist nicht unter 1 cm breit; Blkr. zitronengelb, am Gaumen dunkler, ohne Sporn 6-8 mm lang; Kapsel etwa so lang als der Kelch; Samen flügellos, 3kantig. 6-9. Sonnige Stellen. Nur in Schlesien, bisweilen verschleppt
Ginsterblättriges L., L. genistifólia Miller
-- Blätt. lineal bis linealisch-lanzettl., schmäler als bei vor. Art; Blkr. schwefelgelb, ohne Sporn 8-10 mm lang; Kapsel fast doppelt so lang als der Kelch; Sporn etwas rötl.; Samen flach, geflügelt. 7. 8. Sandige Orte der Ostsee, von Pommern an ostwärts
Dünen-L., L. odóra Chavannes
4. Antirrhínum L., Löwenmaul. XIV.
Blkr. 2-3 cm lang, viel länger als die Deckblättch., verschiedenfarbig; Kelchblätt. viel kürzer als Blkr. und Kapsel. 6-9. In Gärten und daraus verw.
Garten-L., A. majus L.
Blkr. 8-10 mm lang, kürzer als die Deckblättch., rosa; Kelchblätt. länger als Blkr. und Kapsel. 7-9. Lehmäcker, verbreitet, stellenweise (Ost- und Westpreußen) nur eingeschleppt oder (Ostfriesland) fehlend
Feld-L., A. oróntium L.
5. Anarrhínum Desfontaines, Lochschlund. XIV.
Blkr. klein, violett. 7. 8. Sonnige Abhänge an der Mosel und Saar (Trier)
A. bellidifólium Desfontaines
6. Gratíola L., Gnadenkraut. II.
Blätt. sitzend, klein gesägt; Bltn einzeln, blattachselst. 6-8. Feuchte Orte, zerstr., stellenweise selten od. fehlend.
G. officinális L.
7. Mímulus L., Gauklerblume. XIV.
An Flußufern zuweilen verw. 6-10
M. lúteus L.
8. Lindérnia Allioni, Büchsenkraut. XIV.
Flußufer, Teichränder, selten und unbeständig im Südwesten. 7-9.
L. pyxidária L.
9. Limosélla L., Schlammling. XIV.
Bltn klein, rötlich. 6-10. Schlammige Stellen, zerstr.
L. aquática L.
10. Digitális L., Fingerhut. XIV.
1. Blkr. purpurrot (selten weiß), innen gefleckt, außen kahl. 6-8. Bergwälder, zerstr., auch in Gärten.
Roter F., D. purpúrea L.
-- Blkr. hellgelb
2
2. Pfl. oberwärts drüsig-weichhaarig; Blätt. weichhaarig; Blkr. 3-4½ cm lang. 6. 7. Bergwälder, Gebüsche, zerstr.
Blasser F., D. ambígua Murray
-- Pfl. oberwärts nebst den Blätt. kahl; Blkr. ca. 2 cm lang. 6. 7. Steinige Hügel, Bergwälder, in Mittel- und Süddeutschl.
Gelber F., D. lútea L.
Zwischen den 3 Arten kommen Bastarde vor.
11. Verónica L., Ehrenpreis, II.
1. Bltn in end- od. blattachselst. Trauben; Deckblättch. d. einzelnen Bltn sehr klein, von den Laubblätt. durchaus verschied., u. deshalb d. Traube stets scharf abgegrenzt (Fig. 674-675)
17
-- Bltn einzeln in den Achseln gewöhnlicher Laubblätt. od. in lockeren Trauben, die aber nicht scharf abgegrenzt sind, da die unt. Deckblätt. vollständig d. Laubblätt. gleichen u. nach oben hin allmählich kleiner u. einfacher werden (Fig. 676-677)
2
2. Die die Bltn stützenden Blätt. sämtlich gleichgestaltet (die oberen wenig kleiner), stets gezähnt (Fig. 676); Stengel nebst den verlängerten Ästen wenigstens am Grunde niederlieg.
13
-- Die obersten Deckblättchen von den übrigen Blätt. verschieden (kleiner und einfacher) und daher der Bltnstand traubig (Fig. 677); Stengel meist aufrecht
3
3. Mittl. Blätt. fingerf. geteilt od. tief fiedersp.
11
-- Blätt. alle ungeteilt, entweder ganzrand., gezähnt oder gekerbt
4
4. Traube verlängert
7
-- Traube wenigstens zur Blütezeit kurz, armblütig (Fig. 678-679). Ausdauernde Gebirgspfl. mit meist einfachem Stengel
5
5. Unt. Blätt. dicht rosettig, größer als die entfernt stehenden übrigen, alle stumpflich verkehrt-eif. (Fig. 679); Blkr. schmutzig blau. 6. 7. Schneekoppe und im Kessel des Mährischen Gesenkes
Gänseblümchen-E., V. bellidioídes L.
-- Untere Blätt. nicht rosettig, kleiner als die übrigen (Fig. 678)
6
6. Stengel am Grunde holz.; Blkr. 10-14 mm br., blau, mit rotem Ring; Traube von gekräuselten Haaren flaumig; Griffel fast so lang als die kaum ausgerandete Kapsel. 7. 8. Schwarzwald, Vogesen
Felsen-E., V. saxátilis Jacquin
-- Stengel ganz krautig; Blkr. 5-7 mm br., blau; Traube abstehend behaart; Griffel höchstens so lang als die Kapsel. 7. 8. Riesengebirge
Alpen-E., V. alpína L.
7. (5.) Bltnstiele kürzer als der Kelch (höchstens halb so lang)
10
-- Bltnstiele so lang od. länger als der Kelch
8
8. Kapsel 2spaltig, breiter als lang (Fig. 680); Bltnstiele abstehend, 2mal so lang als der Kelch; Blkr. blau. 4. 5. Äcker, sehr selten (Wetterau, Oberelsaß, Baden, Pfalz)
Thymianblättriger E., V. acinifólia L.
-- Kapsel nicht 2spalt.; Bltnstiele höchstens etwas länger als der Kelch
9
9. Blkr. weißlich, bläulich gestreift; Kapsel mit seichter abgerundeter Ausrandung (Fig. 682); Blätt. ganzr. od. schwach gekerbt. Pfl. ausdauernd. 5-9. Sandplätze, Triften, Wiesen, gemein
Quendelblättriger E., V. serpyllifólia L.
-- Blkr. dunkelblau; Kapsel seicht ausgerandet, länger als breit; Samen auf der einen Seite ausgehöhlt; Blätt. eingeschnitten gesägt (Fig. 681). 4. 5. Äcker, verbreitet, im norddeutschen Tieflande meist fehlend
Früher E., V. praecox Allioni
10. Blätt. keilf. in den Blattstiel verlaufend, ganzrand. od. gezähnelt; Kapsel mit seichter, abgerundeter Ausrandung, kahl (Fig. 683). Pfl. kahl od. oberwärts drüsig; Blkr. blau u. weiß. 4-6. Bebaute Orte, Flußufer, zuweilen verschleppt.
Fremder E., V. peregrína L.
-- Blätt. herzeif., gekerbt; Kapsel tief spitzwinkl. ausgerand., gewimpert (Fig. 684). Pfl. abstehend behaart. 4-10. Äcker, Triften, gemein
Feld-E., V. arvénsis L.
11. (3.) Bltnstiele länger als der Kelch, mittlere und obere Blätt. fingerf. 3-5teil.; Kapsel rundl.; Samen vertieft, beckenf.; Blkr. dunkelblau. 3. 4. Äcker, meist gemein
Finger-E., V. triphýllos L.
-- Bltnstiele kürzer als der Kelch; mittlere Blätt. fiederteilig; Samen nicht vertieft
12
12. Blkr. 2-3 mm br., blau; Griffel die Ausrandung d. Kapsel kaum überragend; Kapselfäch. 6-8samig. H. 5-10 cm. Sandfelder, im nordwestl. Gebiete fehlend.
Frühlings-E., V. verna L.
-- Blkr. 4-5 mm breit; Griffel die Ausrandung der Kapsel weit überragend; Kapselfächer 9-13samig; Blätt. etwas fleischig, trübgrün. H. bis 30 cm. Pfl. beim Trocknen leicht schwarz werdend. 4. 5. Im mittl., östl. und nordöstl. Gebiet nicht selten, aber oft mit vor. verwechselt.
Dicklicher E., V. dillénii Crantz
13. (2.) Blätt. rundl. 3-7lappig, efeuähnlich (Fig. 685); Kelchzipf. breit herzf., ihre Ränder später nach außen gebogen; Kapsel kugelig, fast 4lapp., kahl; Frstiele aufrecht; Bltn klein, hellblau. 3-5. Äcker, Schutt, gemein
Efeublättriger E., V. hederifólia L.
-- Blätt. gekerbt-gesägt (Fig. 676); Kelchzipfel nicht herzf.; Frstiele zurückgekrümmt
14
14. Frstiele bedeutend länger als die Blätt.; Kapsel doppelt so breit als lang, stumpf ausgerandet; Blkr. himmelblau, 8-10 mm breit. 4. 5. und 7-10. Äcker, Gartenland, stellenweise. $(V. buxbaumii Tenore)$.
Tourneforts E., V. tournefórtii Gmelin
-- Frstiele höchstens etwas länger als das Blatt; Bltn 4-8 mm breit
15
15. Kelchzipfel breit, spitzlich, je 2 an der Fr. sich mit den Rändern deckend; Kapsel am Rande nicht gekielt, gedunsen, viel breiter als lang, ihre Fächer 4-14samig; Blätt. rundl.-eif., hellgrün, glänzend; Blkr. dunkelblau. 4. 5. u. 8-10. Äcker, Gartenland, stellenweise häufig.
Glänzender E., V. políta Fries
-- Kelchzipfel schmal, an der Fr. sich nicht mit den Rändern deckend; Kapsel am Rande gekielt, mit 2-7samig. Fäch.
16
16. Kapsel wenig breiter als lang, spitzwinklig ausgerandet, abstehend behaart; Kelchzipfel längl.-eif., stumpf; Blätt. hellgrün, glänzend, spärlich behaart; Blkr. bläulichweiß, dunkler geadert. 4. 5. u. 8-10. Äcker, zerstr.
Acker-E., V. agréstis L.
-- Kapsel fast doppelt so breit als lang, tief rechtwinklig ausgerandet, mit gekräuselten Haaren; Kelchzipfel fast elliptisch; Blätt. trübgrün, glanzlos, weichhaarig; Blkr. dunkelblau. 4. 5. u. 7-10. Äcker, zieml. selten.
Glanzloser E., V. opáca Fries
17. (1.) Bltntrauben seitenst. (Fig. 674)
20
-- Bltntrauben endst., daneben oft einige seitenst. (Fig. 675)
18
18. Bltnstiele länger als das Deckblättch., kahl; Trauben ziemlich locker; Blätt. einfach od. fast doppelt gesägt, längl.-lanzettl.; Blkr. blau. 7. 8. Bergwälder, sehr selten (Harz, Thüringen, Halle)
Unechter E., V. spúria L.
-- Bltnstiele kürzer als das Deckblättch., kurz behaart; Trauben sehr gedrungen (Fig. 675); Blkr. himmelblau
19
19. Blätt. gesägt-gekerbt, an der Spitze ganzrand., längl.-eif. bis lanzettl.; Blkrröhre länger als ihr Querdurchmesser; Kapsel stumpf; seitenst. Bltntrauben selten. $(Ändert mit verschmälerten, meist zusammengedrehten Blkrzipfeln ab = var. orchídea Crantz.)$ 6-8. Sonnige Hügel, Wegränder, zerstr.
Ähriger E., V. spicáta L.
-- Blätt. bis zur Spitze scharf gesägt, längl. bis lineal-lanzettl.; Kaps. ausgerandet; seitenst. Bltntrauben meist vorhanden. 7. 8. Ufer, feuchte Wies., zerstr.
Langblättriger E., V. longifólia L.
20. (17.) Kelch 4teilig
23
-- Kelch 5teilig, der eine Zipfel kleiner
21
21. Kapsel schwach ausgerandet (Fig. 686); nichtblühende Stengel liegend, blühende aufstrebend; Blätt. kurzgestielt, lineal.-lanzettl.; Blkr. hellblau. 5. 6. Trockene Wiesen, Hügel, Wegränder, zerstr., stellenweise fehlend
Gestreckter E., V. prostráta L.
-- Kapsel spitzwinklig-ausgerandet (Fig. 687); Stengel alle aufrecht oder am Grunde aufsteigend
22
22. Blätt. kurzgestielt, schmal lanzettl., entfernt gesägt, die obersten zuweilen ganzrand. 6. 7. Sonnige Hügel im östl. Deutschl.
Österreichischer E., V. austríaca L.
-- Blätt. sitzend (wenigstens die oberen), eif. bis lanzettl., eingeschnitten gesägt. 6. 7. Sonnige Hügel, zerstr. $(V. latifólia Aut.)$
Breitblättriger E., V. teucrium L.
23. (20.) Pfl. kahl (zuweilen der Stengel und Bltnstand drüsenhaarig). Ufer und Sumpfpfl.
27
-- Pfl. behaart. Grasplätze, Triften, Wälder
24
24. Stengel mit 2 Längsreihen von Haaren; Blätt. eif., sitzend od. kurz gestielt; Kapsel kürzer als der Kelch; Blkr. lebhaft blau, dunkler geadert. 5. 6. Wiesen, Wälder, gemein
Gamander-E., V. chamǣdrys L.
-- Stengel ringsum gleichmäßig behaart
25
25. Blattstiel mindestens 1 cm lang; Blätt. rundl.-eif.; Stengel am Grunde kriechend, schlaff; Traube armblütig; Kapsel oben und unten ausgerandet; Blkr. bläulich weiß, dunkler gestreift. 5-7. Laubwälder, zerstr.
Berg-E., V. montána L.
-- Blätt. sitzend od. kurzgestielt
26
26. Stengel aufrecht; Blätt. sitzend, herzeif., scharfgesägt, die oberen lang zugespitzt; Kapsel fast kreisrund, ausgerandet; Blkr. hellblau od. rötlich, dunkler geadert. 5-7. Gebirgswälder im südl. Teile des Gebiets
Nesselblättriger E., V. urticifólia Jacquin
-- Stengel kriechend, oben aufgerichtet, rauhhaarig; Blätt. kurzgestielt, verkehrt eif., derb; Traube reichblütig; Kapsel 3eckig, stumpf ausgerandet; Blkr. hellblau, dunkler geadert. 6-8. Trockene Wiesen, Gebüsche, Grasstellen, gemein
Echter E., V. officinális L.
27. (23.) Bltntrauben nicht gegenst. (in der Achsel des einen der gegenst. Blätt. keine Traube); Blätt. linealisch-lanzettl. (bis 4 mm br.); Stengel schlaff $(bei der var. parmulária Poiteau u. Turpin nebst den Bltnstielen drüsig behaart)$; Kapsel flach; Blkr. weißlich, gestreift. 6-8. Gräben, Teiche, häufig
Schild-E., V. scutelláta L.
-- Bltntrauben gegenst.; Kapsel gedunsen
28
28. Stengel fast stielrund; Blätt. kurzgestielt, rundl. od. längl.-eif.; Blkr. himmelblau. 5-9. Wie vor., meist häufig
Bachbungen-E., V. beccabúnga L.
-- Stengel kantig; mittl. und obere Blätt. sitzend
29
29. Stengel markig; Frstiele wagerecht od. etwas spitzwinklig abstehend; Kapsel kaum ausgerandet, 2-2½ mm lang; Blkr. weiß, bläulich geadert. 6-10. Feuchte Orte im südl. Gebiet.
Blasser E., V. anagalloídes Gussone
-- Stengel hohl (bei Landformen auch markig); Bltn. bläulich, dunkler geadert; Bltnstand selten drüsig; Frstiele spitzwinklig abstehend, schlank. 6-10. Gräben, Ufer, nicht selten.
Gauchheil E., V. anagállis L.
Unterart: aquática Bernhardi, Bltn. blaß, rötlich, meist kleiner; Bltnstand drüsig od. kahl, wie der Frstand sehr locker; Frstiele wagerecht abstehend, meist derber; Blätt. alle sitzend. 6-10. Wie vor. Gebiet der Unterelbe, Schleswig-Holstein, im nordostdeutschen Flachland, Bayern.
12. Tózzia Micheli, Rachenblume. XIV.
Moosige und quellige Gebirgsabhänge. 7. 8. Auf dem Malinow in Schlesien und an der Barania bei Teschen
T. alpína L.
13. Melampýrum L., Wachtelweizen. XIV.
1. Ähren einseitswendig, unten meist sehr entferntblütig
3
-- Ähren allseitswendig (Bltn rings um den Stengel gestellt); Deckblättch. kamm- od. borstenf. gezähnt
2
2. Deckblättch. herzf., rötl. od. weißl., am Grunde kammart. gezähnt, aufwärts zusammengefaltet; Blkr. gelblich; Ähre kurz; 6-9. Trockene Wälder und Wiesen, im Nordwesten fehlend.
Kamm-W., M. cristátum L.
-- Deckblättch. keil- od. eif., borstenf. gezähnt, purpurn; Blkr. purpurn, am Gaumen gelb. 6-9. Äcker, besonders auf Kalkboden, im Nordwesten fehlend
Acker-W., M. arvénse L.
3. Kelch wollig-zottig; Deckblätt. herzf., borstenf. gezähnt, die oberen blauviolett, selten rötlich od. weißlich; Blkr. goldgelb, mit rotbrauner Röhre. 6-9. Wälder, Gebüsche, meist häufig, stellenweise fehlend
Hain-W., M. nemorósum L.
-- Kelch kahl; Deckblätt. lanzettl., alle grün, ganzr. od. nur am Grunde mit 1-3 Zähnen
4
4. Blkr. blaßgelb od. weißlich, kaum geöffnet, bis 18 mm lang mit gerader Röhre; Kelchzähne pfriemlich, zurückgekrümmt, kürzer als die halbe Blkr.; Deckblätt. meist jederseits mit 1-3 langen Zähnen. 6-8. Waldwiesen, Gebüsche, häufig
Wiesen-W., M. praténse L.
-- Blkr. goldgelb, weit geöffnet, bis 8 mm lang, mit gekrümmter Röhre; Kelchzähne 3eckig-eif., abstehend, etwa so lang als die Blkrröhre; Deckblätt. ganzrand. od. kurz gezähnt. 7. 8. Wälder in Mittel- und Süddeutschl.
Wald-W., M. silváticum L.
14. Pediculáris L., Läusekraut. XIV.
1. Blkr. rot, selten weiß, ihre Oberlippe fast sichelf.; Kapsel schief-eif.
3
-- Blkr. gelb
2
2. Schlund der Blkr. glock. erweitert, durch die zusammenneigenden Lippen geschlossen; Kaps. kugelig. H. 30-100 cm. 6-8. Torfwiesen, selten.
Zepterförmiges L., P. sceptrum carolínum L.
-- Schlund der nicht glockigen Blkr. offen; Blkroberlippe abgerundet, fast gerade, dicht rauhhaarig; Kapsel zusammengedrückt, schief-eif. 7. 8. Hochvogesen
Reichblättriges L., P. foliósa L.
3. Kelch 2lappig, mit krausen, eingeschnitten gezähnten Lappen; Stengel von der Mitte an Bltn tragend, steif aufrecht, 10 bis 40 cm hoch. 5. 6. Sümpfe, Moorboden, zerstr.
Sumpf-L., P. palústris L.
-- Kelch 5zähnig od. 5spalt.
4
4. Stengel mit mehreren niedergestreckten Nebenstengeln, fast von unten an Bltn tragend, bis 15 cm hoch; Kelch 5zähnig, mit blattart., gezähnten Zähnen. 5. 6. Wie vor., zerstr.
Wald-L., P. silvática L.
-- Stengel einfach, aufrecht, 10-20 cm hoch; Kelch bis zur Mitte 5spalt., mit lanzettl., fein gesägten Zipfeln. 6-8. Auf den höchsten Kämmen des Riesengebirges
Sudeten-L., P. sudética Willd.
15. Alectorólophus Haller, Klappertopf. XIV.
1. Kelch an seiner Oberfläche drüsig behaart od. von langen Haaren wollig
5
-- Kelch ganz kahl od. nur an den Kanten etwas borstig
2
2. Blkr. mit gerader Röhre, 1½ cm lang; Oberlippe mit 2 kurzen, kaum 1 mm langen, meist weißlichen Zähnen; Unterlippe der Oberlippe nicht dicht anliegend und daher der Schlund etwas offen; Deckblätt. grün. 5-7. Wiesen, Wegränder, häufig.
Kleiner K., A. minor W. u. Grab.
-- Blkrröhre deutlich nach aufwärts gekrümmt; Zähne der Oberlippe 2 mm lang, violett
3
3. Deckblätt. am Grunde mit langen, grannenart. Zähnen; Blkr. hellgelb, mit offenem Schlunde, 1½-2 cm lang; Stengel schwarz gestrichelt. 6-9. Wiesen, Abhänge, stellenweise im südl. u. westl. Gebiete.
Grannen-K., A. angustifólius Heynhold
-- Deckblätt. am Grunde mit fein zugespitzten, aber nicht grannenart. Zähnen
4
4. Blkr. mit schwach nach aufwärts gebogener Röhre, 2 cm lang, hellgelb, ihr Schlund durch die anliegende Unterlippe geschlossen; Deckblätt. bleichgrün; Samen zuw. ungeflügelt (var. ápterus Fr.). 5-7. Wiesen, Grasplätze, häufig
Großer K., A. major Ehrh.
Bei der Herbstform (s. unten) sind die Blätt. schmäler, die Stengelglieder kürzer und die bogig aufstrebenden Äste überragen oft den Hauptstengel (A. serótinus Schönh., A. angustifólius Fr.)
-- Blkr. mit fast knief. aufwärts gebogener Röhre, 1½ cm lang, hellgelb, mit offenem Schlunde; Deckblättch. tief gezähnt, mit spitzen Zähnen, nebst den Kelchen schwarz gestrichelt. 7-8. Sudeten
Alpen-K., A. alpínus Sterneck
5. Kelch drüsig behaart; Blkr. hellgelb, 2 cm lang, mit schwach gebogener Röhre und geschlossenem Schlunde; Deckblätt. bleichgrün, drüsig. 5-8. Nur bei Jena
Drüsen-K., A. rumélicus Borbás
-- Kelch mit weißen, wolligen, drüsenlosen Haaren; Blkr. hellgelb, 2 cm lang, mit aufwärts gebogener Röhre und meist geschlossenem Schlunde; Stengel langhaarig, nicht schwarz gestrichelt. 5-9. Mittel- und Süddeutschland
Zottiger K., A. hirsútus All.
Fast von jeder Art findet sich eine spätblühende Herbstform. Diese unterscheidet sich von der Sommerform durch eine stärkere Verästelung und durch das Vorhandensein von 2 und mehr Blattpaaren zwischen der obersten Verzweigung und dem Bltnstande.
16. Bártschia L., Bartschie. XIV.
Stengel rauhhaarig; Blätt. eif., sitzend. 6. 7. Quellige Orte. (Riesengebirge, Mährisches Gesenke, Elsaß, Feldberg und bayrische Hochebene)
B. alpína L.
17. Euphrásia L., Augentrost. XIV.
1. Oberlippe der Blkr. ungeteilt oder kaum ausgerandet, an den Rändern nicht zurückgeschlagen; Unterlippe mit stumpfen oder seicht ausgerandeten Zipfeln $(Odontites)$
10
-- Oberlippe der Blkr. 2lappig, an den Rändern zurückgeschlagen; Unterlippe mit tief ausgerandeten oder 2spalt. Zipfeln
2
2. Blkr. 4-10 mm lang, ihre Röhre auch gegen Ende der Blütezeit den Kelch nicht oder kaum überragend; Blätt. kahl oder behaart
5
-- Blkr. 9-11 mm lang, am Ende der Blütezeit sich verlängernd, 10-14 mm lang, ihre Röhre um diese Zeit deutl. den Kelch überragend (Fig. 688); Blätt. stets mehr od. weniger behaart
3
3. Deckblätt. und Kelche drüsig behaart; Blkr. weiß, violett gestreift, Unterlippe gelb gefleckt; Blätt. genähert, jederseits mit 3-5 stumpfl. Zähnen; Stengel aufsteigend, unterwärts verzweigt. 7-10. Wiesen, Triften, meist gemein. $(E. rostkoviána Hayne)$
Wiesen-A., E. praténsis Fries
Eine früh blühende Form (Mai, Juni) hat einen aufrechten, meist einfachen Stengel, entfernte Blätt. und spärlich-drüsig behaarte Deckblätt. und Kelche = E. montana Jordan.
-- Deckblätt. und Kelche nicht drüsig behaart
4
4. Blätt. beiderseits mit 4-7 spitzen, 3eckigen Zähnen (Fig. 689); Deckblätt. mit lang zugespitzten Zähnen; Stengel aufrecht od. aufsteigend, im unteren Teile meist reichlich (oft 2-3fach) verzweigt; Blkr. weiß, violett gestreift, am Schlunde gelb gefleckt. 7-10. Nur in Schlesien (Breslau), Pommern (Wolgast) und Südbayern
Kerners A., E. kernéri Wettstein
-- Blätt. beiderseits mit 3-5 stumpflichen Zähnen (Fig. 690); Deckblätt. mit kurzen, spitzen Zähnen; Stengel aufrecht, einfach od. im unteren Teile mit wenigen, einfachen Ästen; Blkr. bei wie vor. 7-9. Wiesen und Triften der höheren Gebirge
Gefleckter A., E. picta Wimmer
5. (2.) Kapsel kahl; Blätt. beiderseits 2-3zähnig, lanzettl., 2-5mal so lang als breit, am Grunde keilf. (Fig. 691); Blkr. 6-8 mm lang, weiß, mit blauer Oberlippe oder ganz purpurn oder bläulich. 7-10. Steinige Triften und Gründe der bayr. Hochebene
Salzburger A., E. salisburgénsis Funk
-- Reife Kapsel behaart oder am Rande borstig; Blätt. beiderseits meist 3-5zähnig, eif. od. länglich-eif., höchstens doppelt so lang als breit, am Grunde nicht od. wenig verschmälert
6
6. Blätt. und Deckblätt. mit haarspitzig begrannten Zähnen (Fig. 692); Stengel steif aufrecht, im unteren Teile ästig, drüsenlos; Blätt. grasgrün, kahl, jederseits 3-5zähnig; Kelch kahl oder kurzborstig; Blkr. 9-10 mm lang, blaßblau, violett gestreift, am Schlunde gelb gefleckt. 6-9. Grasplätze, Waldränder, verbreitet
Steifer A., E. stricta Host
Ändert ab: suécica Murbeck u. Wettstein, Stengel nicht od. nur oberw. ästig; Stengelglieder verlängert; Blattzähne weniger spitz. Blüht 5-7. Nur auf Usedom (Zinnowitz); brevipila Burnat u. Gremli, Kelche und Blätt. mit kurzen Drüsenhaaren. Marienwerder, Zoppot.
-- Blätt. und Deckblätt. mit spitzen, aber nicht begrannten Zähnen; Blkr. 4-6 mm lang
7
7. Blätt. kurzborstig (wenigstens am Rande und unterseits auf den Nerven)
9
-- Blätt. ganz kahl
8
8. Stengel unterwärts bis zur Mitte ästig, aufrecht, derb; Blätt. jederseits 4-7zähnig, trocken graugrün, glanzlos; Deckblätt. abstehend od. etwas abwärts gebogen; Blkr. 5mm l., weiß, seltener bläulich. 6-9. Wiesen, Triften, verbreitet
Hain-A., E. nemorósa Persoon
-- Stengel einfach oder in der Mitte mit steil aufrechten, fadenf. Ästen, dünn; Blätt. jederseits 3-4zähnig, trocken glänzend, nicht faltig, oft schwärzlich; Deckblätt. aufrecht; Blkr. violett, dunkler gestreift. 6-9. Trockene Heiden, zerstr.
Schlanker A., E. grácilis Fries
9. Reife Kapsel deutlich über die Kelchzipfel hinwegragend; Blätt. beiderseits 1-4zähnig, die unt. mit abgerundeten, stumpfen Zähnen; Blkr. 5-6 mm lang; Unterlippe oder beide Lippen gelb oder weiß oder violett. 7-9. Riesengebirge (kleine Schneegrube) und Alpenwiesen in Bayern
Zwerg-A., E. mínima Jacquin
Verwandt ist E. tatrae Wettstein: Pfl. meist kräftiger und derber; Blätt. groß, breit, beiders. 3-5zähnig; obere Blätt. kurz aber deutl. gestielt. Riesengebirge.
-- Reife Kapsel den Kelch kaum überragend, meist kürzer; Blätt. spitz, jederseits mit 4-5 spitzen Zähnen; Deckblätt. abstehend od. zurückgebogen; Kelch weißborstig; Blkr. weiß, blaugestreift, selten ganz bläulich; Stengel ästig. 7-10. Stellenweise, besonders östl. der Elbe
Kurzer A., E. curta Fries
Hierzu als frühblühende Form: E. coerúlea Tausch, mit einfachem oder wenig ästigem Stengel, entfernten, stumpfen, grasgrünen Blätt. und meist hell-rötlich-violetter Blkr.
10. (1.) Blkr. goldgelb, bärtig gewimpert, mit kurzer, weiter Röhre; Stbbeutel kahl, frei. 7-9. Sonnige Hügel, zerstr., im östl. Gebiet fehlend. $(Odontítes lútea Rchb.)$
Gelber A., E. lútea L.
-- Blkr. rosa, selten weiß; Stbbeutel an der Spitze durch Zotten verbunden
Roter A., E. serótina Rchb.
3 Unterarten: a) litorális Fr. Stengel einfach, selten oben kurzästig; Stengelglieder gestreckt, länger als die Blätt.; zwischen dem obersten Astpaar und dem endständig. Bltnstande kein Blattpaar; Deckblätt. so lang od. länger als die Bltn; 6. 4. Strandwiesen, auch bei Saarbrücken und in der Rheinprovinz; b) verna Bell., Stengel ästig; Äste kurz, aufrecht; Stengelglieder etwa so lang wie die aus breiterem Grunde verschmälerten Blätt.; zwischen dem obersten Astpaar kein oder höchstens 1 Blattpaar; Deckblätt. länger als die Bltn. 6-8. Äcker; c) serótina Lam.; Stengel reichästig; Äste bogig abstehend; Stengelglieder zahlreich, kürzer als die lanzettl., am Grunde verschmälerten Blätt.; meist 2-3 Blattpaare zwischen dem obersten Astpaare und dem endst. Bltnstande; Deckblätt. kürzer als die Bltn. 8-10. Auf unkultiviertem Boden.
18. Lathrǣa L., Schuppenwurz. XIV.
Feuchte Wälder und Gebüsche, stellenweise. 3-5.
L. squamária L.
19. Orobánche L., Sommerwurz. XIV.
1. Bltn nur mit je einem Deckblatt; Kelch 2teilig, mit ungeteilten oder 2zähnigen Hälften
5
-- Jede Blüte mit einem größeren Deckblatt und 2 kleineren, dem Kelche anliegenden Deckblättch. (Vorblätter)
2
2. Stengel nur bei kleinen Pfl. astlos, sonst stets verästelt, dünn; Blkr. 10-12 mm lang, weißlich od. bläulich; Kelch 4zähnig. 7. 8. Auf Hanf, seltener auf Tabak und Nachtschatten
Ästige S., O. ramósa L.
-- Stengel einfach (nur bei sehr üppig. Pfl. ästig); Bltn 20-35 mm lang; Kelch meist 5zähnig, der hint. Zahn sehr klein
3
3. Stbbeutel wollig behaart; Unterlippe mit stumpfen, am Rande oft umgerollten Zipfeln; Kelchzähne 5, pfrieml.; Blkr. hellblauviolett. Auf Artemisia campestris. 7. Sehr zerstr.
Sand-S., O. arenária Borkhausen
-- Stbbeutel kahl oder nur am Grunde wenig behaart; Unterlippe der Blkr. mit meist spitzen Zipfeln
4
4. Kelchzähne lanzettlich, der hintere meist verkümmert; Ähre 10-20blütig, locker; Blkr. meist lila, dunkler geadert. Auf Achillea-Arten, zerstr. 6. 7.
Purpurrote S., O. purpúrea Villars
-- Kelchzähne aus breit 3eckigem Grunde lanzettlich, der hintere meist deutlich; Ähre 20-40blüt., dicht; Blkr. dunkelviolett. Auf Artemisia campestris. 7. Nur in Brandenburg
Böhmische S., O. bohémica Celakovsky
5. (1.) Blkr. unter der Anheftungsstelle[A] der Stbfäden bauchig erweit., über dem Frkn. stark verengt, bogig-gekrümmt, klein, blau; Ähre kurz u. sehr dicht. Auf Artemisia campestris. 8. Ost- u. Westpreußen, Bayern
Bläuliche S., O. coeruléscens Stephan
-- Blkr. unter der Anheftungsstelle der Stbfäden verengt, über derselben (oft bauchig) erweitert od. die Stbfäden am Grunde der Blkr. eingefügt
6
6. Stbfäden mindestens 2 mm über dem Grunde der Blkrröhre eingefügt
10
-- Stbfäden am Grunde od. fast am Grunde der Röhre eingefügt
7
7. Stbfäden im unt. Teile kahl; Blkr. bräunlichgelb, 20-25 mm l., vom Grunde bis zur Oberlippe gleichmäßig bogig gekrümmt; Mittelzipfel der Unterlippe doppelt so groß als die seitlichen, alle rundl., schwach gezähnelt. Auf Sarothamnus scoparius. 5. 6. Rheinlande, Westfalen, bis zum Harze
Rüben-S., O. rapum genístae Thuillier
-- Stbfäden im unt. Teile stets behaart
8
8. Rückenlinie (d. i. die Linie, welche auf dem Rücken der Blkr. vom Grunde bis zur Spitze der Oberlippe verläuft) gleichmäßig bogig gekrümmt; Blkr. glockig, über der Anheftungsstelle[36] der Stbfäden stark bauchig, unterwärts gelblich, auf dem Rücken rötlich, innen blutrot, glänzend; Zipfel der Unterlippe rund, meist kurz, ungleichmäßig gezähnt; Kelchzipfel drüsig behaart, mehrnervig. Auf Papilionaceen. 6. 7. Nur im südlichen Gebiet. $(O. cruénta Bertoloni)$
Schlanke S., O. grácilis Smith
-- Rückenlinie in der Mitte fast gerade, auf der Oberlippe winkelig abschüssig
9
9. Blkr. auf der Oberlippe mit hellen Drüsenhaaren, meist bräunlichrot; Zipfel der Unterlippe fast gleich, am Rande gekerbt-gezähnt, drüsenhaarig; Kelchhälften 2zähnig, vorn oft verwachsen. 6. 7. Auf Galium, zerstr. $(O. gálii Duby)$
Nelken-S., O. caryophyllácea Smith
-- Blkr. nach der Oberlippe hin dunkel drüsenhaarig und hier purpurn überlaufen, sonst weißlich; Kelchhälften ungeteilt, selten 2zähnig. Auf Thymus serpyllum. 6. 7. Selten. $(O. epíthymum DC.)$
Weiße S., O. alba Stephan
10. (6.) Rückenlinie in der Mitte der Blkr. gerade oder etwas konkav, auf der Oberlippe winkelig abschüssig, selten am Ende wieder etwas aufgebogen
14
-- Rückenlinie vom Grunde bis zur Spitze der Oberlippe gekrümmt, auf dieser (die zuweilen etwas aufgebogen ist) nicht winkelig gebrochen
11
11. Stengel bis zur Ähre mit breitlanzettl., langen (7-20 mm) anliegend. Schuppen dicht besetzt, oft über 2 cm dick; Ähre dicht und reichblütig, bis 30 cm l.; Blkr. rosa, später bleichgelb; Kelchhälften zweispalt., ihre Zipfel etwas länger als die halbe Blkrröhre. Auf Centaurea-Arten, besonders C. scabiosa. 6. 7. Sehr zerstr. $(O. elátior Sutton)$
Hohe S., O. major L.
-- Stengel unten reichlich, nach oben hin spärlicher beschuppt; Blkr. rötlichbraun od. gelblich, nach der Oberlippe hin braunviolett überlaufen
12
12. Blkr. vorn nicht bauchig, rotbraun, ihre Unterlippe mit rundl., dicht drüsig behaarten Zipfeln; Stbfäden oben fast kahl. Auf Berberis vulgaris und Rubus. 6. 7. Alpen und bayrische Hochebene
Hain-S., O. lucórum A. Br.
-- Blkr. vorn am Grunde stark bauchig
13
13. Stbfäden im oberen Teil kahl od. spärlich drüsig; Oberlippe ausgerandet; Unterlippe am Rande meist tief gezähnt; Ähre ziemlich dichtblütig. Auf Peucedanum cervaria und Libanotis. 6. 7. Selten. $(O. cerváriae Suard)$
Elsasser S., O. alsática F. Schultz
-- Stbfäden im oberen Teil drüsig; Blkr. gelb; Oberlippe 2lappig, Lappen später zurückgeschlagen; Kelchhälften ungeteilt od. sehr ungleich zweizähnig; Ähre bald locker und verlängert. Pfl. wachs- od. hellgelb. Auf Petasites und Tussilago. 7. Schlesien (Sonnenkuppe im Eulengebirge), auf den Isarauen bei München, Alpen
Gelbliche S., O. flava Martius
14. (10.) Blkr. über der Mitte etwas eingeschnürt, außen kahl, weißlich od. gelblich, violett überlaufen, 1,3-1,5 cm lang; Stbfäden oben kahl; Narben gelb. Auf Hedera. 7-9. Nur in den Rheinlanden
Efeu-S., O. héderae Duby
-- Blkr. über der Mitte nicht eingeschnürt, nach dem Schlunde hin erweitert
15
15. Kelchblätt. kürzer als die Blkrröhre, meist 3nervig, derb; Blkr. 2½-3 cm lang, bräunlich, nach dem Grunde heller
21
-- Kelchblätt. meist so lang od. länger als die Blkrröhre, gewöhnlich 1nervig, zart; Blkr. weiß od. gelblichweiß, nach dem Saum hin rötlich od. violett überlaufen; Narben rötlich od. bräunlich
16
16. Blkr. 10-18 mm lang; Oberlippe 2lappig, mit vorwärts gerichteten Lappen. H. 10-30 cm. Auf Trifolium-Arten. 6. Selten, besonders in Thüringen und den Rheinlanden
Kleine S., O. minor Sutton
-- Blkr. größer
17
17. Blkr. im unt. Drittel plötzlich knief. gebogen und fast wagerecht; Oberlippe tief 2spalt.; Staubfäden oben kahl. Auf Eryngium campestre. 6. 7. Rheingegend
Amethystfarbige S., O. amethýstea Thuillier
-- Blkr. im unt. Drittel nicht knief. gebogen, meist aufrecht abstehend
18
18. Kelchhälften nur bei üppigen Exemplaren 2zähnig, sonst ungeteilt; Oberlippe mit dunklen Drüsenhaaren; Staubfäden im unt. Teile kahl od. wenig behaart
20
-- Kelchhälften 2spalt., seltener ungeteilt; Oberlippe mit hellen Drüsenhaaren; Stbfäden unten reichlich behaart
19
19. Stbfäden im oberen Teile drüsig; Kelchhälften oft bis zum Grunde geteilt; Deckblätt. länger als die Blkr. Auf Artemisia campestris. 6. Selten
Gepanzerte S., O. loricáta Rchb.
-- Stbfäden im oberen Teil kahl od. fast kahl; Kelchhälften ungeteilt oder bis zur Mitte 2spalt.; Deckblatt so lang als die Blkr. Auf Picris hieracioides. 6. Selten
Bitterich-S., O. picrídes F. Schultz
20. Blkr. gelblich, auf der Oberlippe etwas violett überlaufen und hier nicht reichlich drüsig; Stbfäden im unt. Teil etwas behaart. Auf Cirsium arvense und Carduus-Arten. 6. 7. Zerstr.
Blaßblütige S., O. pallidiflóra W. u. G.
-- Blkr. nach dem Saume hin lebhaft rot, bläulich gestreift, dicht drüsig (häufig auch innen); Stbfäden im unt. Teil etwas behaart od. kahl. Sonst wie vor. $(O. platystígma Rchb.)$
Distel-S., O. reticuláta Wallroth
21. (15.) Narbe wachsgelb; Griffel kahl, dunkelgelb; Kelchzähne etwa halb so lang als die Blkr.; Stengelschuppen lanzettl., 2 bis 3 cm lang. Auf Medicago sativa und falcata. 5. 6. Zerstr. $(O. rubens Wallroth)$
Gelbe S., O. lútea Baumgarten
-- Narbe purpurrot; Kelchzähne kurz; Stengelschuppen fast eif., 1-1½ cm lang. Auf Teucrium-Arten. 5. 6. In der Rheingegend
Gamander-S., O. tēūcrii Holandre
79. Familie. Lentibulariáceae, Wasserschlauchgewächse.
1. Pinguícula L., Fettkraut. II.
Blkr. blauviolett, etwa 12 mm lang $(selten kleiner = var. gypsóphila Wallroth)$; Sporn pfrieml., halb so lang als die Blkr. 5. 6. Moorwiesen, zerstr., die Varietät nur an den Gipsbergen des Harzes
Blaues F., P. vulgáris L.
Blkr. weiß, am Schlunde gelb gefleckt; Sporn kegelf., viel kürzer als die Blkr. 5. 6. Moorwiesen im südl. Gebiet.
Alpen-F., P. alpína L.
2. Utriculária L., Wasserschlauch. II.
1. Blattzipfel borstig bewimpert; Sporn mehrmal länger als dick; Eingang zur Blkrröhre durch den gewölbten Gaumen ganz verschlossen
3
-- Blattzipfel ganzrand., nicht bewimpert; Sporn sehr kurz; Eingang zur Blkrröhre durch den flachen Gaumen nicht ganz verschlossen
2
2. Unterlippe der Blkr. eif., am Rande zurückgerollt. 6-8. Torfgräben, Moortümpel, zerstr.
Kleiner W., U. minor L.
-- Unterlippe der Blkr. fast kreisrund, stets flach. Pfl. kräftiger als vor. 7. 8. Sümpfe, Gräben, selten.
Brems W., U. brémii Heer
3. Blattzipfel mit dem Stengel nahezu in einer Ebene liegend; Blätt. von zweierlei Form, die einen ohne Schläuche, wiederholt gabelteilig, die andern mit Schläuchen, verkümmert; Frstiele aufrecht od. abstehend
5
-- Blattzipfel allseitig ausgebreitet; Blätt. gleichgestaltet, meist alle mit Schläuchen; Frstiele zurückgebogen
4
4. Oberlippe etwa so lang als der 2lappige Gaumen; Unterlippe am Rande zurückgerollt, gestutzt. 6-9. Moorige Sümpfe und Gräben, zerstr.
Großer W., U. vulgáris L.
-- Oberlippe mindestens doppelt so lang als der rundl. Gaumen; Unterlippe fast flach, abgerundet. 6-9. Wie vor., sehr zerstr. Übersehener W.,
U. neglécta Lehmann
5. Sporn etwa so lang als die Unterlippe, dieser anliegend, fast überall gleich dick; Blkr. an der Oberlippe und am Gaumen purpurn gestreift. 6-9. Stehende Gewässer, zerstr.
Mittlerer W., U. intermédia Hayne
-- Sporn höchstens halb so lang als die Unterlippe, von dieser abstehend, vom breiten Grunde bis zur Spitze verschmälert; Blkr. nur am Gaumen bräunlich gestreift. 6-9. Wie vor., sehr zerstr.
Gelblichweißer W., U. ochroleuca R. Hartmann
80. Familie. Globulariáceae, Kugelblumengewächse.
1. Globulária L., Kugelblume. IV.
Stengel bis oben beblätt., krautig, aufrecht; grundst. Blätt. langgestielt, spatelf., obere sitzend; Bltn blau. 5. 6. Sonnige Kalkberge, selten
Kalk-K., G. vulgáris L.
Stengel nur am Grunde beblätt., sonst nur mit 1-3 schuppenart. Blätt., holzig, niederliegend; Blätt. verkehrt-eif., keilf.; Bltn blau. 5. 6. Mit den Alpenflüssen bis zur Donau herabkommend
Herzblättrige K., G. cordifólia L.
81. Familie. Verbenáceae, Eisenkrautgewächse.
1. Verbéna L., Eisenkraut. XIV.
Bltn in rutenf. Ähren, rötlich. 7-10. Wegränder, Dorfstraßen, nicht selten
V. officinális L.
82. Familie. Plantagináceae, Wegerichgewächse.
Bltnstand 3-4blütig, mit einer langgestielten, weißl. Stbblüte (Fig. 212) und 2-3 an ihrem Grunde sitzend. Stempelbltn; Blätt. schmal linealisch, die unt. am Grunde scheidig. H. 5-10 cm
Litorélla 280
Bltn in dichten Ähren, alle mit Stbblätt. und Stempel
Plantágo 280
1. Litorélla Bergius, Strandling. XXI.
Teichränder, überschwemmter Sandboden, sehr zerstr., besonders in Norddeutschl. 6-8.
L. júncea Bergius
2. Plantágo L., Wegerich. IV.
1. Blätt. gegenst.; Stengel verzweigt; Ähren fast doldig angeordnet. (Fig. 693). 6-9. Sandboden, Wegränder, sehr zerstr.
Sand-W., P. arenária W. u. K.
-- Blätt. alle in grundst. Rosette; Stengel nicht ästig
2
2. Blätt. fiedersp. od. fiedersp. gezähnt, hellgrün; Blkr. weißlich. 6-9. Meeresstrand, Triften, besonders in Norddeutschland
Krähenfuß-W., P. corónopus L.
-- Blätt. ungeteilt, selten etwas gezähnt
3
3. Blkrröhre weichhaarig; Blätt. schmal linealisch, rinnenf., 3nervig, fleischig, meist ganzrand.; hintere Kelchzipfel mit scharfem, krautigem Kiel. 6-10. Meeresufer und salzhaltige Stellen des Binnenlandes
Meerstrands-W., P. marítima L.
-- Blkr. kahl
4
4. Blätt. lanzettl. od. linealisch-lanzettl.
6
-- Blätt. eif. od. elliptisch
5
5. Blätt. ziemlich lang gestielt (Fig. 694a), breit eif., 3-7nervig, kahl; Ähre sehr verlängert, ihr Stiel wenig länger als die Blätter; Bltn geruchlos. 6-10. Grasplätze, gemein.
Großer W., P. major L.
-- Blätt. in einen kurzen, breiten Stiel verschmälert (Fig. 694b), elliptisch, 7-9nervig, kurzhaarig; Ähre bis 4½ cm lang, ihr Stiel mehrmal länger als die Blätt.; Bltn wohlriechend, rötlich-violett. 5. 6. Wie vor., häufig
Mittlerer W., P. média L.
6. Stengel gefurcht; Deckblätt. lang zugespitzt, kahl. H. 15-20 cm. 6-10. Wie vor., gemein
Spitz-W., P. lanceoláta L.
-- Stengel stielrund; Deckblätt. stumpflich, an der Spitze bärtig. H. 5-10 cm. 7. 8. Im Gr. Kessel des Mährischen Gesenkes
Berg-W., P. montána Lamarck
83. Familie. Campanuláceae, Glockenblumengewächse.
1. Zipfel der Blkr. schmal linealisch, anfangs oft oben verbunden und (Fig. 695) später vom Grunde aus sich trennend; Bltn klein, in Köpfchen od. dichten Ähren, die am Grunde von einer gemeinschaftl. grünen Hülle umgeben sind
6
-- Zipfel der Blkr. nicht schmal linealisch, nicht zusammenklebend; Bltn in Rispen, Trauben od. lockeren Ähren, seltener in unbehüllten Köpfchen
2
2. Blkr. 2lippig, mit 2teiliger Ober- und 3teiliger Unterlippe, ihre Röhre der Länge nach aufgeschlitzt
Lobélia 284
-- Blkr. regelmäßig
3
3. Blkr. radf. ausgebreitet, kürzer als der lang stielf. Frkn. (Fig. 696)
Speculária 284
-- Blkr. glockig od. trichterf., länger als der Frkn.
4
4. Bltn 3-5 mm breit, einzeln, langgestielt, hellblau; Blätt. herzf.-rundl., eckig 5lappig (Fig. 697), alle gestielt; Steng. niederlieg., zart; Kapsel öffnet sich an der Spitze mit 5 Löchern
Wahlenbérgia 284
-- Bltn viel größer; Stengel nie ganz niederliegend; Kapsel öffnet sich mit seitl. Löchern
5
5. Griffel am Grunde von einer Scheide umgeben $(nach Entfernung der Stbblätt. zu sehen)$
Adenóphora 282
-- Griffel am Grunde ohne Scheide
Campánula 282
6. Stbfäden am Grunde verbreitert; Narben fadenf.; Blkr. krallenart. gekrümmt (Fig. 695)
Phytēūma 281
-- Stbfäden fadenf.; Narben kurz; Blkr. nicht gekrümmt, blau; Bltn in einem platten Köpfchen
Jasióne 281
1. Jasióne L., Jasione. V.
Pfl. ohne Ausläufer; Blätt. am Rande wellig; Bltn meist himmelblau. 6-9. Sonnige Hügel und Triften
Schaf-Skabiose, J. montána L.
Pfl. mit Ausläufern; Blätt. flach; Köpfchen größer. Sonst wie vor. 6-8. Rheinpfalz, Vogesen, Schwarzwald
Ausdauernde J., J. perénnis Lamarck
2. Phytēūma L., Teufelskralle. V.
1. Bltn in kugeligen Köpfchen (Fig. 698), zuletzt oft eif., dunkelblau; äußere Hüllblätt. eif.-lanzettl.; Kapsel 3fächerig. 5-7. Trockene Wiesen, Kalkberge, zerstr., in Mittel- u. Süddeutschland.
Runde T., Ph. orbiculáre L.
-- Bltn in eif. od. längl., nach der Blütezeit sehr verlängerten Köpfch.; Kapsel 2fächerig
2
2. Bltn gelblichweiß; Hüllblätt. linealisch; Köpfchen längl. (Fig. 699). 5. 6. Laubwälder, zerstr.
Ährige T., Ph. spicátum L.
-- Bltn dunkelviolett; Köpfch. mehr eif., selten längl. 5. 6. Bergwäld., Wiesen, in Mittel-, West- u. Süddeutsch.
Schwarze T., Ph. nigrum Schmidt
3. Campánula L., Glockenblume. V.
1. Buchten der Kelchzipfel mit herabgebog. Anhängseln, die den Frkn. bedecken
14
-- Buchten der Kelchzipfel ohne Anhängsel
2
2. Bltn sitz., in end- od. seitenst. Köpfch. (Fig. 700)
13
-- Bltn gestielt, in Trauben od. Rispen
3
3. Blätt. breit, herzeif. od. eif.; Kapsel nickend
9
-- Blätt. (die unteren ausgen.) sehr schmal (meist nicht b. 1 cm br.), meist kahl; Bltn in lockeren Rispen od. Trauben
4
4. Blkr. groß (2½-3½ cm lang, Fig. 701), himmelblau (selt. weiß); Kelchzipfel lanzettl.; Kapsel aufrecht; Steng. aufr., wenigblütig. 6. 7. Trock. Wäld., grasige Hüg., zerstr.
Pfirsichblättr. G., C. persicifólia L.
-- Blkr. meist kleiner; Kelchzipfel pfriemlich
5
5. Blkr. trichterf., 5spalt. (Fig. 702); Kapsel aufrecht; Bltnrispe locker, meist vielblütig
8
-- Blkr. glockig (Fig. 703), blau; Kapsel überhängend; Blätt. der nichtblühend. Stengel ei-, herz- od. nierenf., langgestielt
6
6. Blkr. halbkugelig-glockig, ca. 12 mm l. und fast ebenso breit (Fig. 704), hellblau; unt. Stengelblätt. elliptisch; Bltn zu 1-6, meist traubig. Pfl. mit zahlr. Blättertrieben, dicht-rasig. 6-8. Mit d. Alpenflüssen in die Ebene herunterk.
Kleine G., C. pusílla Haenke
-- Blkr. glockig (Fig. 703), stets deutlich länger als br., untere Stengelblätt. lanzettl. bis linealisch-lanzettl., die grundst. rundlich-nierenförmig od. herzeiförmig; Pfl. mit wenigen Blättertrieben
7
7. Bltn in Trauben, zu 1-6; Blkr. 25-40 mm lang, dunkelblau; Bltnknospen nickend od. herabgebogen. H. 8-25 cm. 6-9. Riesengeb., Mährisches Gesenke, Böhmerwald, Schwarzwald
Scheuchzers G., C. scheuchzéri Villars
-- Bltn meist rispig; Blkr. 15-20 mm lang, blau; Bltnknospen wenig herabgebogen. H. 15-40 cm. 6-9. Grasplätze, trockene Wälder
Rundblättrige G., C. rotundifólia L.
8. Rispe fast doldentraubig, abstehend; seitl. Bltnstiele über der Mitte mit 2 Blättch.; Blkr. blaulila; Kelchzipfel lanzettl. pfriemenf., schwach gezähnt; Wurzel dünn. 5-7. Wiesen, Wälder, häufig
Wiesen-G., C. pátula L.
-- Rispe lang und schmal, mit kurzen, aufrechten Ästen; seitl. Bltnstiele nahe am Grunde mit 2 Blättch.; Bltn blau; Wurzel dick, fleischig. 5-7. Hügel, Grasplätze, zerstr.
Rapunzel-G., C. rapúnculus L.
9. Kelchzipfel pfrieml.; Traube einseitswendig, armblütig; Bltn langgestielt, dunkelblau; Blätt. eif. od. lanzettl., gesägt. 6. Nur bei Meßkirch im Donautal und bei Freiburg in Baden
Rautenblättrige G., C. rhomboidális L.
-- Kelchzipfel lanzettl. od. eif.-lanzettl.
10
10. Bltn abstehend od. aufrecht, groß (3½-4½ cm lang); Blkr. am Rande gewimpert; Kelchzipfel eif.-lanzettl.; untere Zweige des Bltnstandes entfernt, obere eine kurze Traube bildend
12
-- Bltn überhängend, kleiner; Kelchzipfel lanzettl.; Bltnstand verlängert
11
11. Rispe allseitswendig; Blkr. hellblau, am Rande kahl, 10-19 mm lang; Blätt. unterseits graufilzig; Stengel stielrund, weichhaarig. 7. 8. Sonnige Abhänge, Weinberge, sehr zerstr.
Filzige G., C. bononiénsis L.
-- Traube einseitswendig; Blkr. hellviolett, am Rande gewimpert; Blätt., wie der stumpfkantige Stengel, kurzhaarig. 6-8. Äcker, Zäune, häufig
Acker-G., C. rapunculoídes L.
12. Stengel scharfkantig, zerstr. steifhaarig; Bltnstiele am Grunde mit 2 Blättch.; Blkr. blaulila, selten weiß. 7. 8. Wälder, Gebüsche, häufig
Nesselblättrige G., C. trachélium L.
-- Stengel stumpfkantig, kahl oder kurzhaarig; Bltnstiele unter der Mitte mit 2 sehr kleinen Blättch.; Blkr. hellviolett. 7. 8. Feuchte Wälder, sehr zerstr.
Breitblättrige G., C. latifólia L.
13. Unt. Blätt. am Grunde abgerundet od. herzf.; Kelchzipfel lanzettl., zugespitzt; Blkr. blauviolett, den Griffel einschließend. Pfl. meist kurzhaarig. Wurzel dünn, holzig. 6-10. Trockene Hügel, lichte Wälder
Geknäuelte G., C. glomeráta L.
-- Unt. Blätt. in den Blattstiel verschmälert; Kelchzipfel stumpf; Blkr. hellblau; Griffel meist weit hervorragend. Pfl. stechend steifhaarig. Wurzel dick, fleischig. 7. 8. Bergwälder; Hügel, zerstr.
Borstige G., C. cervicária L.
14. Griffel 5 spaltig; Bltn sehr groß, kurzgestielt; Kelchanhängsel stumpf. 6-9. Zierpfl. in Gärten.
Marien-G., C. médium L.
-- Griffel 3spaltig; Bltn nickend
15
15. Blkr. innen am Rande bärtig, hellblau; Bltn meist in einseitswendiger Traube; Kelchanhängsel stumpf. 7. 8. Wiesen der schlesischen Gebirge und der Voralpen
Bärtige G., C. barbáta L.
-- Blkr. am Rande kahl; Bltn in schmaler Rispe; Kelchanhängsel spitz. 6. 7. Sonnige Hügel im östl. Deutschl.
Sibirische G., C. sibírica L.
4. Adenóphora Fischer, Schellenblume. V.
Bltn nickend (Fig. 705), hellblau, wohlriechend; Blätt. längl., gesägt. 7-9. Bergwälder, selten. Im östl. Gebiet und bei Auen am Donauufer (Bayern)
A. liliifólia Ledebour
5. Speculária DC. fil., Frauenspiegel. V.
Kelchzipfel so lang od. etwas länger als der Frkn. und die violette Blkr. (Fig. 696); Bltn entfernt, ziemlich groß; Stengel meist spreizend ästig. 6-8. Unter der Saat in Mittel- u. Süddeutschl., zuw. verschleppt
Echter F., Sp. spéculum DC. fil.
Kelchzipfel halb so lang als der Frkn., viel länger als die purpurrote Blkr.; Bltn oben am Stengel genähert, klein; Stengel nur oben ästig. 6. 7. Wie vor., aber seltener
Unechter F., Sp. hýbrida DC. fil.
6. Wahlenbérgia Schrader, Wahlenbergie. V.
Bltn einzeln auf langen Stielen, hellblau. 6-8. Torfwiesen, selten
W. hederácea Rchb.
7. Lobélia L., Spleiße. V.
Wasserpfl.; Blätt. untergetaucht, grundst., linealisch; Bltn weiß, mit bläulicher Röhre. 7. 8. Selten, besonders im nördl. Gebiet
Wasser-Sp., L. dortmánna L.
Landpfl.; Blätt. längl.-verkehrt-eif., gezähnt; Bltn himmelblau. 6-10. Zuweilen auf Schutt verw. Zierpfl.
Blaue Sp., L. erínus L.
84. Familie. Cucurbitáceae, Kürbisgewächse.
1. Bltn klein, gelblichgrün, in blattachselst. Trauben; Fr. eine erbsengroße Beere.
Bryónia 285
-- Bltn groß, gelb, einzeln; Fr. groß
2
2. Ranken einfach; Blkr. bis fast auf den Grund geteilt; Staubblätt. zusammenneigend
Gurke, Cúcumis 284
-- Ranken verästelt; Blkr. bis zur Mitte 5-7 spalt.; Staubbeutel verwachsen
Kürbis, Cucúrbita 284
1. Cucúrbita L., Kürbis. XXI.
Blätt. sehr groß, herzf., etwas gelappt. 6-8. Häufig angebaut
Garten-K., C. pepo L.
2. Cúcumis L., Gurke. XXI.
Blätt. spitz gelappt; Fr. längl.; Blkr. goldgelb. 6-9. Überall gebaut
Garten-G., C. satívus L.
Blätt. mit stumpfen Lappen; Fr. kugelig od. eif.; Blkr. blaßgelb. 6-9. Gebaut
Melonen-G., C. melo L.
3. Bryónia L., Zaunrübe. XXI. (XXII.)
Stbbltn und Stempelbltn auf derselben Pfl., aber in verschiedenen Bltn; Narben kahl; Beeren schwarz. 6. 7. Zäune, Hecken, zerstr.
Schwarzbeerige Z., B. alba L.
Stbbltn und Stempelbltn auf verschiedenen Pfl.; Narben rauhhaarig; Beeren rot. 6-7. Wie vor., seltener
Rotbeerige Z., B. dioéca Jacquin
85. Familie. Rubiáceae, Labkrautgewächse.
1. Blkr. trichterförmig oder fast glockig, mit deutlicher Röhre (Fig. 708)
3
-- Blkr. radf. od. flach glockig, ohne deutliche Röhre (Fig. 709)
2
2. Blkr. grünlichgelb, meist 5zipfl.; Stengel mit rückwärts gerichteten Stacheln; Fr. etwas saftig. Höhe 60-100 cm. Färberröte
Rúbia 286
-- Blkr. weiß od. gelb, meist 4zipfl.; Fr. trocken
Gálium 286
3. Kelchsaum undeutlich; Bltn weiß (außen zuweilen rötl.), selten blau
Aspérula 285
-- Kelchsaum 4-6zähnig; Blkr. lila. Rauhhaarige Ackerpfl.
Sherárdia 285
1. Sherárdia Dillenius, Ackerröte. IV.
Stengel meist lieg.; Blätt. meist zu 6; Bltn kopff. gehäuft. 6-10 Kalk- u. Tonäck., meist häufig
S. arvénsis L.
2. Aspérula L., Meier. IV.
1. Blkr. blau; Bltn gebüsch., mit borst. bewimp. Deckblätt.; Fr. kahl. 5. 6. Lehm- u. Kalkäck., sehr zerstr. in Mittel- u. Süddeutschl.
Acker-M., A. arvénsis L.
-- Blkr. weiß od. rötlich
2
2. Blätt. schmal linealisch, fast borstlich (Fig. 706)
5
-- Blätt. lanzettl. od. längl.-eif. (Fig. 707); Blkr. stets weiß
3
3. Fr. (u. Frkn.) m. hakig. Borst. besetzt; unt. Blätt. zu 6, obere zu 8; Bltn langgestielt, trugdoldig; Blkr. 4 spalt. (Fig. 708). 5. 6. Laubwälder, stellenweise
Waldmeister, A. odoráta L.
-- Fr. kahl
4
4. Blätt. zu 4, gewimpert; Röhre der Blkr. viel länger als der Saum, 5. 6. Am Ufer der Tauber bei Mergentheim, verw. im englisch. Gart. bei München. Alpen.
Welscher M., A. taurína L.
-- Blätt. meist zu 8, am Rande und auf dem Mittelnerven wie der Stengel stachelig-rauh; Fr. körnig-rauh. 7. 8. Feuchtes Gebüsch, Ufer, nur in Ostpreußen und Schlesien
Kletten-M., A. aparíne M. B.
5. Unt. Blätt. zu 8; Röhre der Blkr. kürzer als ihr Saum; Pfl. blaugrün. 5-7. Sonnige Hügel, Bergabhänge, sehr zerstr.
Lab-M., A. glauca Beser
-- Blätt. zu 4-6
6
6. Stengel zahlreich, ausgebreitet; Blätt. meist zu 4; Blkr. meist 4spalt., außen oft rötlich. 6-8. Sonnige Hügel, stellenweise
Hügel-M., A. cynánchica L.
-- Stengel meist einzeln, aufrecht; unt. Blätt. zu 6, obere zu 4; Blkr. meist 3spalt., weiß. 6. 7. Wie vor., sehr zerstr.
Färber-M., A. tinctória L.
3. Rúbia L., Färberröte. IV.
Blätt. zu 4 od. 6; Fr. schwarz. 6. 7. Angebaut.
R. tinctória L.
4. Gálium L., Labkraut. IV.
1. Blätt. 1nervig od. ohne deutl. Nerv
5
-- Blätt. 3nervig, zu 4
2
2. Bltn weiß; Trugdolden in endst. Rispe
4
-- Bltn gelb od. blaßgrün; Trugdolden sämtlich blattachselst.
3
3. Stengel rauhhaarig; Bltnstiele mit 1-2 Deckblättch.; Blkr. gelb. 4-6. Im mittl. und südl. Gebiet meist häufig, im nördl. sehr selten
Kreuz-L., G. cruciáta Smith
-- Stengel kahl; Bltnstiele ohne Deckblättch.; Blkr. grüngelb. 5. 6. Nur in Böhmen und Schlesien
Frühlings-L., G. vernum Scopoli
4. Stengel steif aufrecht; Blätt. lanzettl., nicht stachelspitzig, derb, Rispe dicht. 7. 8. Wiesen, stellenweise
Nordisches L., G. boreále L.
-- Stengel schlaff; Blätt. eif., mit kurzer Stachelspitze; Rispe locker. 6-8. Laubwälder, verbreitet, im nördlichen Gebiet selten od. fehlend
Rundblättriges L., G. rotundifólium L.
5. Stengel ohne rückwärts gerichtete Stacheln
11
-- Stengel stets mit rückwärts gerichteten Stacheln (durch Aufwärtsstreichen am Stengel leicht festzustellen)
6
6. Durchmesser der Blkr. kleiner als der der entwickelten Fr.; Pfl. an trockenen Standorten $(vergl. G. aparine!)$
8
-- Durchmesser der Blkr. größer als der der entwickelten Fr.; Blkr. weiß. Pfl. an feuchten Standorten
7
7. Blätt. spitz, stachelsp., zu 6-8; Fr. körnig rauh. 6-9. Feuchte Wiesen, Ufer, meist häufig
Moor-L., G. uliginósum L.
-- Blätt. stumpf, ohne Stachelspitze, meist zu 4; Fr. glatt od. sehr fein gekörnelt. 5-9. Wie vor., häufig
Sumpf-L., G. palústre L.
8. Blätt. am Rande mit vorwärts gerichteten Stacheln
10
-- Blätt. am Rande mit rückwärts gerichteten Stacheln
9
9. Bltnstiele meist 3blütig, kürzer als das Blatt; Frstiel zurückgekrümmt; Fr. groß, warzig; Blkr. weiß oder gelblichweiß. 7-9. Kalk- und Lehmäcker, stellenweise
Horn-L., G. tricórne Withering
-- Bltnstiele 3-4blütig, länger als das Blatt; Frstiel gerade; Fr. hakig borstig, seltener kahl $(var. spúrium L.)$ oder steifhaarig und nur halb so groß als an der Hauptform $(var. valliántii DC.)$; Blkr. weiß od. grünlich; Stengel niederliegend od. kletternd, bis 1,25 m l. 6-10. Zäune, Äcker, feuchte Gebüsche, gemein
Klebkraut, G. aparíne L.
10. Blkr. weißlich; Bltnstiele 3blütig; Frstiele abwärts gekrümmt; Fr. dicht weißwarzig (wie überzuckert), 4-5 mm br. 6. 7. Äcker, selten
Überzuckertes L., G. sacharátum Allioni
-- Blkr. grünlichgelb, außen rötlich; Bltnstiele vielblütig; Frstiel gerade; Fr. steifhaarig od. $(G. ánglicum Hudson)$ kahl, fein gekörnelt, bis 1½ mm br. 6-9. Äcker, stellenweise, fehlt im Norden
Pariser-L., G. parisiénse L.
11. Bltn weiß od. gelblichweiß
13
-- Bltn gelb; Zipfel der Blkr. kurz zugespitzt
12
12. Blätt. zu 6-12, schmal linealisch, am Rande stark umgerollt, unterseits stark weißlich, weichhaarig; Stengel rundlich, mit 4 hervortretenden Linien; Blkr. zitronengelb, nach Honig duftend. 6-10. Triften, Hügel, meist häufig
Echtes L., G. verum L.
-- Blätt. 10-12, breiter, wenig umgerollt, unterseits kahl; Stengel steif aufrecht, unten deutlich 4kantig; Rispe schmal, kurzästig, unterbrochen; Blkr. goldgelb, geruchlos. 5-10. Wiesen, sehr zerstr.
Aufrechtes L., G. wirtgéni F. Schultz
13. Zipfel der Blkr. spitz, aber ohne Stachelspitze od. Granne (Fig. 709)
16
-- Zipfel der Blkr. begrannt oder stachelspitzig (Fig. 710)
14
14. Stengel rundl., aufrecht; Rispe sehr locker; Bltnstiele haarfein; Blkr. mit sehr kurz stachelspitzigen Zipfeln. Pfl. dem Waldmeister ähnlich. 6-8. Laubwälder, zerstr.
Wald-L., G. silváticum L.
-- Stengel deutl. 4kantig; Blkrzipfel begrannt
15
15. Blätt. graugrün, nach beiden Enden verschmälert; Rispe doldentraubig, ihre Seitenäste verlängert, unterwärts blütenlos; Blkrzipfel langbespitzt; Stengel meist wenige, ausläufertreibend. 6-8. Wälder, im östl. Gebiet verbreitet, sonst sehr selten $(G. aristátum Aut.)$
Grannen-L., G. schultésii Vest
-- Blätt. beiderseits grün, nach vorn etwas verbreitert; Rispe traubig, ihre Seitenäste kurz, vom Grunde an blütentragend; Bltn wohlriechend; Stengel meist mehrere. $(Ändert ab: a) Stengel schlaff; Blätt. stumpf, glanzlos; Rispenäste wagerecht abstehend = var. elátum Thuillier; b) Stengel steif aufrecht; Blätt. spitzlich, oberseits oft glänzend; Rispenäste aufrecht abstehend = var. eréctum Hudson)$ Wiesen, Wegränder, Gebüsch, gemein
Gemeines L., G. mollúgo L.
16. Blätt. fast nervenlos, etwas fleischig, zu 6-8; Frstiele abwärts gekrümmt; Fr. glatt; Blkr. gelblichweiß. 7. 8. Mit den Alpenflüssen von den Alpen herabsteigend
Schweizer-L., G. helvéticum Weigel
-- Blätt. mit deutlichem Mittelnerv, stachelspitzig; Frstiele aufrecht
17
17. Blätt. zu 6, die unt. verkehrt-eif., genähert, die oberen linealisch-lanzettl.; Fr. dicht spitzhöckerig. 6-8. Trockene Wälder, häufig $(G. hercýnicum Weigel)$.
Stein-L., G. saxátile L.
-- Unt. Blätt. längl., die oberen meist zu 8, linealisch-lanzettl.; Fr. undeutlich stumpfhöckerig. Wie vor., stellenweise
Heide-L., G. silvéstre Pollich
Ändert ab: a) Stengel und Blätt. unterwärts kurzhaarig = var. boccónei Allioni, seltener; b) Stengel niedrig (6-10 cm), dicht rasig; Blätt. oft breiter; Bltn größer, in wenigblütigen Trugdolden = var. sudéticum Tausch. Riesengebirge, Gesenke.
86. Familie. Caprifoliáceae, Geißblattgewächse.
1. Stengel kriechend, fadenf.; Blätt. rundl.-eif.; Bltn glockig, zu zweien, langgestielt, nickend (Fig. 711); Blkr. außen hellrosa, innen purpurn gestreift
Linnæa 290
-- Stengel aufrecht od. windend. Größere Sträucher od. Bäume od. hohe, krautart. Pfl.
2
2. Blätt. gefiedert
6
-- Blätt. ungeteilt od. gelappt
3
3. Griffel 3; Bltn in schirmf. Trugdolden
Vibúrnum 289
-- Griffel 1
4
4. Frkn. verläng., stielart., unterst.; Fr. eine 2fächerige Kapsel; Blkr. ansehnl. (ca. 3 cm l.), fast regelmäßig 5spalt.
Diervíllea 290
-- Frkn. kugelig od. längl., unterst.; Fr. eine Beere
5
5. Blkr. röhrig, ungleichzipfl. bis 2lippig; Bltn zu 2 oder kopfig-quirlig
Lonícera 289
-- Blkr. glockig, fast gleichzipfl., innen bärtig; Bltn klein, in unterbrochenen Träubchen.
Schneebeere, Symphoricárpus 290
6. Pfl. krautart.; Nebenblätt. blattart., eif.; Staubbeutel rot, zuletzt schwärzlich; Stbfäden ziemlich dick
Ébulum 288
-- Sträucher. Nebenblätt. fehlend od. warzenf.; Stbbeutel gelb; Staubfäden dünn
Sambúcus 289
1. Ébulum Garcke, Attich. V.
Blkr. rötlichweiß; Fr. meist schwarz. 7. 8. Waldstellen, Zäune, stellenweise, zuweilen angepflanzt und verwildert.
E. húmile Garcke
2. Sambúcus L., Holunder. V.
Bltn reinweiß, in flachen Trugdolden; Fr. schwarz; Mark der Äste schneeweiß. 6. 7. Wälder, Hecken. Häufig angepfl.
Schwarzer H., S. nigra L.
Bltn gelblichweiß, in eif. Rispen; Fr. scharlachrot; Mark der Äste gelb od. gelbbraun. 4. 5. Bergwälder, seltener in der Ebene
Roter H., S. racemósa L.
3. Vibúrnum L., Schneeball. V
Blätt. 3- od. 5lappig; randst. Bltn viel größer als die übrigen; Beeren rot. 5. 6. Feuchte Gebüsche, Flußufer, verbreitet. $(In Gärten eine Abart mit kugeligem Bltnstande = var. róseum L.)$
Schneeball, V. ópulus L.
Blätt. eif., einfach, unterseits graufilzig; Bltn alle gleich gestaltet; Beeren schwarz. 5. 6. Bergwälder, besonders auf Kalk. Oft in Gärten
Wolliger Sch., Schlinge, V. lantána L.
4. Lonícera L., Geißblatt. V.
1. Stengel nicht windend; Bltn zu 2, ihre Frkn oft verwachsen
3
-- Stengel windend; Bltn in endst., kopfigen Quirlen; Bltn 2lippig (Fig. 712)
2
2. Obere Blätt. am Grunde verwachsen, so daß der Stengel hindurchgewachsen zu sein scheint; Bltnköpfchen sitzend. 5. 6. Oft angepflanzt
Jelängerjelieber, L. caprifólium L.
-- Alle Blätt. getrennt; Bltnköpfchen gestielt. 6-8. Waldränder, Hecken, zerstr.
Wald-G., L. periclýmenum L.
3. Frkn. (und Fr.) der ganzen Länge nach zusammengewachsen oder nur an der Spitze getrennt (Fig. 713)
6
-- Frkn. vollständig getrennt od. nur am Grunde verwachsen (Fig. 714)
4
4. Blätt. nebst den Stielen des Bltnstandes weichhaarig, rundlich-elliptisch; Blkr. gelblichweiß; Fr. scharlachrot. 5. 6. Laubwälder, Hecken
Heckenkirsche, L. xylósteum L.
-- Blätt. nebst den Stielen des Bltnstandes kahl (zuweil. die jungen Blätt. unterseits etwas behaart)
5
5. Gemeinsamer Bltnstiel so lang oder wenig länger als die Bltn; Blätt. herz-eif.; Blkr. rot od. weiß; Fr. gelb od. scharlachrot. 5. 6. In Anlagen, zuweilen verw.
Tataren-G., L. tatárica L.
-- Gemeinsamer Bltnstiel 3-4mal länger als die Bltn; Blätt. längl.-elliptisch; Blkr. rötlich od. weißlich; Fr. schwarz. 5. 6. Gebirgswälder, selten
Schwarze G., L. nigra L.
6. Bltn gelblich, viel länger als der gemeinsame Bltnstiel; Fr. blauschwarz. 5. 6. Steinige Orte, feuchte Gebüsche, Moore, selten (Bayern)
Blaues G., L. coerúlea L.
-- Bltn rötlich, viel kürzer als der gemeinsame Bltnstiel; Fr. rot. 5. 6. Laubwälder, nur im südl. Gebiet, auch angepfl.
Alpen-G., L. alpígena L.
Diervíllea flórida Sieb. u. Zucc. (Weigélia rósea Lindley), mit rosenroten oder weißen Bltn, kurzgestielten, scharf gesägten Blätt. und weißbehaarten Zweigspitzen als Zierstrauch in Anlagen.
5. Symphoricárpus Dillenius, Schneebeere V.
Blätt. rundl.; Bltn rötlich; Fr. weiß. 7. 8. Zierstrauch
S. racemósus Michaux
6. Linnæa Gronovius, Moosglöckchen. XIV.
Blätt. fast lederart., gekerbt. 5. 6. Moosige Nadelwälder in Norddeutschl., Schlesien und am Brocken
L. boreális L.
87. Familie. Adoxáceae, Bisamkrautgewächse.
1. Adóxa L., Bisam- oder Moschuskraut. VIII.
Grundst. Blätt. langgestielt, obere gegenst.; Köpfchen 5-7blütig. 3. 4. Feuchte Gebüsche, stellenweise häufig
A. moschatellína L.
88. Familie. Valerianáceae, Baldriangewächse.
1. Bltn lang gespornt, rot
Centránthus 291
-- Bltn nicht gespornt
2
2. Stengel wiederholt gabelästig (Fig. 207); Blätt. ungeteilt; Blkr. ohne Höcker, bläulichweiß; Kelchsaum gezähnt od. undeutl.
Valerianélla 291
-- Stengel nicht gabelästig; Blätt. oft gefied.; Blkr. mit Höcker, weiß od. rötl.; Kelchsaum später zu einer Haarkr. entwickelt
Valeriána 290
1. Valeriána L., Baldrian. III.
1. Blätt. sämtlich unpaarig gefied.; Bltn alle mit Stbblätt. und Stempel
5
-- Unt. od. alle Blätt. ungeteilt; Bltn z. T. nur mit vollkommenen Stbblätt. od. nur mit entwickelten Stempeln[37]
2
2. Mittl. Blätt. gestielt; Pfl. ohne Ausläufer; Bltn rötl.
4
-- Mittl. und obere Blätt. sitzend; Pfl. mit Ausläufern; Bltn weiß od. rötl.
3
3. Blätt. sämtlich ungeteilt, die der nichtblühenden Triebe sehr groß, herz-eif., zart; Stengel breit geflügelt. 5. 6. Feuchte Wiesen, Waldsümpfe, nur im östl. Deutschl. $(V. polýgama Aut.)$
Ganzblättriger B., V. simplicifólia Kabath
-- Mittl. und obere Blätt. fiedert., mit großem Endblättchen, die unt. rundl.-eif. bis elliptisch, wie die der nichtblühend. Triebe langgestielt; Stengel gefurcht. 5. 6. Sumpfwiesen, häufig
Kleiner B., V. dioéca L.
4. Blätt. bläulichgrün, mittl. und obere 3zählig, die der nicht blühenden Triebe deutlich herzf. 5-7. Feuchte Orte der höheren Gebirge.
Klee-B., V. trípteris L.
-- Blätt. lebhaft grün, glänzend, alle ungeteilt (selten eingeschnitten), die der nichtblühenden Triebe eif., kaum herzf. 5-8. Feuchte Felsen der bayrischen Alpen und bei Isny in Württemberg
Berg-B., V. montána L.
5. Fiederblättch. 15-21, eingeschnitten gezähnt oder ganzrand.; Bltn hellrötlich. 7-9. Feuchte Gebüsche, Ufer, meist häufig
Großer B., V. officinális L.
-- Fiederblättch. 9-11, grob gesägt; Bltn rötlichweiß, größer als bei vor. 5-8. Feuchte Laubwälder, quellige Orte, zerstr.
Holunder-B., V. sambucifólia Mikan
2. Centránthus DC., Spornblume. I.
Blätt. eif. od. lanzettl.; Bltn gespornt (Fig. 715). 6-9. In Gärten und zuweilen daraus verw.
C. ruber DC.
3. Valerianélla Pollich, Rapünzchen. III.
1. Kelchsaum deutlich gezähnt (an der Fr. zu beobachten)
3
-- Kelchsaum undeutlich, kaum gezähnt
2
2. Fr. rundl.-eif., etwas zusammengedrückt, vorn und hinten schwach gefurcht, ihre beiden leeren Fächer zusammen kleiner als das fruchtbare. 4. 5. und 7. 8. Äcker, Triften, häufig. Auch als Salatpfl. angepfl.
Salat-R., V. olitória Moench
-- Fr. linealisch-längl., 4kantig, an einer Seite tief gefurcht, die beiden leeren Fächer zusammen so groß als das fruchtbare. 4. 5. Wie vor., selten.
Gekieltes R., V. carináta Loiseleur
3. Kelchsaum mit 6 borstenf. Zähnen; Fr. zottig
6
-- Kelchsaum schief, mit 3-4 sehr kleinen und einem größeren Zahn (Fig. 716)
4
4. Kelchsaum so breit als die Fr. (Fig. 716a), netzaderig; Fr. eif., mit vertieftem, eif. Mittelfelde. 4. 5. Gemüsefelder. Nur in der Rheingegend
Borstiges R., V. eriocárpa Desvaux
-- Kelchsaum schmäler als die Fr., nicht netzaderig
5
5. Fr. ei-kegelf., mit vertieftem, längl. Mittelfelde, fruchtbares Fach viel größer als die fast fädlichen leeren; Kelchrand halb so breit wie die Fr., sehr deutlich gezähnt (Fig. 716b). 7. 8. Äcker, meist häufig
Gezähntes R., V. dentáta Pollich
-- Fr. kugelig-eif., auf der einen Seite tief gefurcht, fruchtbares Fach viel kleiner als die aufgeblasenen leeren; Kelchrand ⅓ so breit als die Fr. 6. 7. Wie vor., zerstr. $(V. auricula DC.)$
Gefurchtes R., V. rimósa Bastard
6. Kelchsaum becherf., mit 6-12 eif., begrannten und an der Spitze hakenf. gebogenen Zähnen. 5-7. Äcker, selten und unbeständig
Gekröntes R., V. coronáta DC.
-- Kelchsaum kugelig aufgeblasen, mit borstenf., geraden, wagerecht einwärts gerichteten Zähnen. 5-7. Wie vor.
Blasiges R., V. vesicária Moench
89. Familie. Dipsáceae, Kardengewächse.
1. Stengel und Bltnstiele stachelig; Bltnboden mit stechenden Deckblättchen (Fig. 717)
Dípsacus 292
-- Stengel und Bltnstiele nicht stachelig
2
2. Bltnboden ohne Deckblättch., rauhhaarig
Knautia 292
-- Bltnboden mit Deckblättchen
3
3. Randst. Bltn nicht größer; Blkr. 4spaltig; der Außenkelch jeder Blüte 4lappig, krautig; Blätt. ungeteilt
Succísa 293
-- Randst. Bltn größer; Blkr. meist 5spaltig; der Außenkelch jeder Blüte 8rippig, trockenhäutig (Fig. 718)
Scabiósa 293
1. Dípsacus L., Karde. IV.
1. Blätt. gestielt, die oberen 3teilig; Köpfchen fast kugelig; Deckblättch. so lang als die weißlichen Bltn. 7. 8. Gebüsche, Zäune, zerstr., im nordwestl. Gebiet und in Ostpreußen fehlend
Behaarte K., D. pilósus L.
-- Blätt. sitzend, am Grunde zusammengewachsen; Köpfchen länglich
2
2. Deckblättch. (die die einzelnen Bltn stützenden Blättch.) so lang als die Bltn, steif und unbiegsam, mit zurückgekrümmter Spitze; Blkr. lila. 7. 8. Zuweilen gebaut
Weber-K., D. fullónum Miller
-- Deckblättch. länger als die einzelnen Bltn, biegsam, mit gerader Spitze
3
3. Blätt. am Rande kahl od. stachelig, ungeteilt; Hüllblätt. (die das Köpfchen stützenden Blätt.) bogenf. aufwärts gekrümmt; Blkr. lila, selten weiß. 7. 8. Weg- und Waldränder, stellenweise
Wilde K., D. silvéster Hudson
-- Blätt. am Rande borstig gewimpert, fiedersp.; Hüllblätt. weit abstehend; Blkr. weiß. 7. 8. Feuchte Triften, Gräben, sehr zerstr.
Schlitzblättrige K., D. laciniátus L.
2. Knāūtia L., Skabiose. IV.
Mittl. Blätt. fiedersp. (selten ungeteilt), alle graugrün; Stengel von kurzen Haaren grau und von längeren steifhaarig; Bltn meist bläulich, die äußeren größer. 7. 8. Wiesen, Wald- und Ackerränder
Acker-Sk., K. arvénsis Coulter
Blätt. ungeteilt oder nur am Grunde eingeschnitten, heller grün; Stengel fast kahl, am Grunde steifhaarig; Bltn rötl.-violett, die äußeren wenig größer. 7-9. Bergwälder
Wald-Sk., K. silvática Duby
3. Succísa M. u. K., Abbiß. IV.
Außenkelch rauhhaarig, mit spitzen Zipfeln; Köpfchen zur Frzeit kugelig; Blkr. meist dunkelblau. 7-9. Wiesen, Waldränder, häufig
Teufelsabbiß, S. praténsis Moench
Außenkelch kahl, stumpf gezähnt; Köpfchen zur Frzeit eif.-längl.; Blkr. hellblau bis weißlich. 8. Nur um Pfaffendorf bei Liegnitz
Südlicher A., S. austrális Rchb.
4. Scabiósa L., Skabiose. IV.
1. Kelchborsten (Fig. 718) bleichgelb, doppelt so lang als der Saum des Außenkelchs; unt. Blätt. ungeteilt und ganzrand.; Blkr. meist hellblau. 7-9. Trockene Hügel, Nadelwälder, stellenweise $(Sc. suavéolens Desf.)$
Wohlriechende Sk., Sc. canéscens W. u. K.
-- Kelchborsten dunkelbraun od. fuchsrot, 3-4mal länger als der Saum des Außenkelchs (Fig. 718); untere Blätt. gekerbt bis leierf.
2
2. Blätt. fast kahl, etwas glänzend; Kelchborsten kräftiger und breiter, innen mit hervortretendem Nerv. 7-9. Riesengebirge. Mähr. Gesenke.
Glänzende Sk., Sc. lúcida Villars
-- Blätt. meist fein behaart, glanzlos; Kelchborsten schmal pfriemlich; Bltn meist bläulichrot. $(Ändert mit gelblichweißen Bltn und anfangs fuchsroten Kelchborsten ab = Sc. ochrolēūca L.)$. 6-10. Hügel, Triften, Wiesen, zerstr., die Abart sehr zerstr.
Tauben-Sk., Sc. columbária L.
90. Familie. Compósitae, Korbblütler.[38]
1. Stengel zur Blütezeit mit wohlausgebildeten Blätt.
3
-- Stengel zur Blütezeit mit schuppenf., oft spinnwebig behaarten Blätt., erst später sehr große, herzf., grundst. Blätt. entwickelnd
2
2. Bltn goldgelb; Köpfchen einzeln am Ende des einfachen Stengels
Tussilágo 311
-- Bltn rötlich oder weißlichgelb; Köpfchen in reichblütiger Traube
Petasítes 311
3. Einzelbltn des Köpfch. entwed. alle röhrenf. (Fig. 719) oder alle zungenf. (Fig. 720)
41
-- Die Scheibenbltn (Bltn der Mitte) werden von einem Kranz zungenf. Strahlenbltn[39] umgeben, wodurch das Köpfchen das Aussehen einer einzigen Blume erhält (Sonnenblume, Kamille) (Fig. 721)
4
4. Pfl. distelartig; innere Hüllblätt. trocken, strahlenf. ausgebreitet, strohgelb od. silberweiß
Carlína 318
-- Pfl. nicht distelartig
5
5. Blätt. alle wechselst.
15
-- Blätt. in grundständ. Rosette od. gegenständig
6
6. Blätt. gefiedert od. fiederspaltig
14
-- Blätt. nicht gefiedert, zuw. 2-7teilig eingeschnitten
7
7. Hüllbl. gesägt, schwarzrandig; Köpfch. 2-6 cm br.; Zungenbltn rot, gelb, violett usw.
Zínnia 306
-- Hüllblätt. nicht gesägt
8
8. Zungenbltn gelb
11
-- Zungenbltn weiß od. rötlich
9
9. Blätt. gegenst.; Zungenbltn klein, weiß, meist 5; Köpfchen klein; Stengel sehr ästig
Galinsóga 305
-- Blätt. grundst.; Stengel 1köpfig
10
10. Hüllblätt. stumpf; Haarkr. fehlend. Höhe 4-10 cm
Gänseblümchen, Bellis 301
-- Hüllblätt. spitz; Haarkr. vorhanden. H. 10-25 cm. Alpen und Voralpen
Bellidiástrum 303
11. (8.) Alle od. nur die oberen Blätt. gegenst.
13
-- Nur die unt. Blätt. gegenst., die ob. wechselst.
12
12. Köpfchen groß (4-14 cm br.); Blätt. gestielt, borstig. H. 1-2 m
Heliánthus 306
-- Köpfchen kleiner; Blätt. halbstengelumfassend; Pfl. sehr klebrig, nach Pech riechend, bis 45 cm hoch
Mádia 305
13. Blätt. ganzrand., grundst. rosettig; Bltn orange, stark aromatisch riechend; Fr. mit Haarkrone
Árnica 313
-- Blätt. gesägt, ohne grundst. Rosette; Bltn gelb; Fr. an der Spitze mit 2-4 widerhakigen Borsten (Fig. 722) und sich deshalb leicht anhäkelnd
Bidens 305
14. (6.) Zungenbltn goldgelb, am Grunde mit braunrotem, samtart. Fleck; äußere Hüllblätt. kurz, sperrig, innere verbunden
Calliópsis 306
-- Zungenbltn weiß, gelb, rot usw., am Grunde ohne Fleck; äußere Hüllblätt. abstehend od. zurückgebogen, innere häutig
Georgine, Dáhlia 306
15. (5.) Zungenbltn gelb, orange od. bräunl.
29
-- Zungenbltn weiß, rot od. blau.
16
16. Blätt. ungeteilt, gesägt od. ganzrandig
21
-- Blätt. gefied. od. fiederteilig
17
17. Bltnboden ohne Spreublätt.
20
-- Bltnboden mit Spreublätt.[40] (Fig. 723); Blätt. 2-3fach fiedert.
18
18. Zungenbltn 3-6, höchstens 10, mit breiter, rundl. Zunge (Fig. 724a); Scheibenbltn weißl.
Achilléa 309
-- Zungenbltn zahlreich, mit längl. Zunge (Fig. 724b); Scheibenbltn gelb
19
19. Fr. breit geflügelt, zusammengedrückt, verkehrtherzf.; Zungenbltn unt. rotgestreift. Sehr selten gebaut
Anacýclus 310
-- Fr. ungeflügelt, 4kantig oder fast stielrund; Zungenbltn reinweiß
Ánthemis 309
20. (17.) Blätt. 2-3fach fiederteilig, mit fast fadenf. Zipfeln; Hüllblätt. fast gleichlang
Matricária 310
-- Blätt. 1-2fach fiedert., mit längl. od. lanzettl., nicht fadenförmigen Zipfeln; Hüllblätt. dachig, ungleich lang
Tanacétum 311
21. (16.) Fr. mit Haarkr.
24
-- Fr. ohne Haarkr.
22
22. Innere Blätt. des Hüllkelchs (Zungenbltn fehlen) hellpurpurn, trockenhäutig, raschelnd; Blätt. ganzrandig
Xeránthemum 321
-- Zungenbltn weiß
23
23. Bltnboden m. Spreublätt.; Köpfch. zahlr. a. d. Spitze des Stengels; Scheibenbltn weißl.
Achilléa 309
-- Bltnboden ohne Spreublätt.; Köpfchen einzeln; Scheibenbltn gelb
Chrysánthemum 311
24. (21.) Blätt. des Hüllkelchs verschieden lang, dachziegelart. (Fig. 725)
26
-- Blätt. des Hüllkelchs alle ziemlich gleichlang (Fig. 726)
25
25. Stengel mehrköpfig.
Stenáctis 303
-- Stengel 1köpfig
Callístephus 303
26. Blätt. des Hüllkelchs trockenhäutig, die inneren oft ausgebreitet, weiß od. rosa; Zungenbltn nicht vorhanden
Gnaphálium 307
-- Blätt. des Hüllkelchs grün und krautig; Zungenbltn vorhanden
27
27. Zungenbltn 1reihig, ganzrand. od. kaum gezähnelt, mit deutlicher Zunge, weiß, rot od. blau; Haarkr. mehrreihig
Aster 302
-- Zungenbltn mehrreihig, fadenf. od. 1reihig und dann unansehnlich, kaum zungenf., 3spaltig
28
28. Köpfchen etwa 1 cm lang; Zungenbltn 3spaltig, fast röhrenf., sehr kurz, rötlich
Ínula 304
-- Köpfchen 4-5 mm lang; Zungenbltn mehrreihig, schmal, fadenf., weiß od. rötlich
Erígeron 303
29. (15.) Hüllblätt. 1reihig, zu einem 5zähnigen Becher verwachsen
Tagétes 306
-- Hüllblätt. nicht zu einem 5zähnigen Becher verwachsen
30
30. Bltnboden mit Spreublätt. (Vergl. Fig. 723)
38
-- Bltnboden ohne Spreublätt.
31
31. Fr. (zuweilen nur die mittleren) mit Haarkr.
33
-- Fr. alle ohne Haarkr.
32
32. Pfl. kurzhaarig; Blätt. ungeteilt, entfernt gezähnt od. ganzrand.; Hüllkelch 2reihig; Fr. weichstachelig, bogenf. gekrümmt
Caléndula 315
-- Pfl. kahl; Blätt. blaugrün, vorne verbreitert, die unteren oft fiedersp., die oberen grob gesägt, stengelumfassend; Hüllkelch dachziegelig
Chrysánthemum 311
33. Blätt. des Hüllkelchs mehrreihig, sich dachziegelart. deckend; Blätt. stets ungeteilt, die unteren niemals langgestielt
35
-- Blätt. des Hüllkelchs 1-3reihig; Blätt. oft gefied. od. fiedersp., die grundst. zuweilen langgestielt
34
34. Hüllkelch halbkugelig bis zieml. flach (Fig. 727), seine Blätt. 2-3reihig; Köpfch. groß; äußere Fr. ohne Haarkrone
Dorónicum 312
-- Hüllkelch walzlich, seine Blätt. 1reihig, am Grunde oft mit Außenhülle (Fig. 728-729); alle Fr. mit Haarkr.
Senécio 313
35. Hüllkelch aus gelben od. orangefarbenen, trockenen Blättchen gebildet; Blätt. filzig
Helichrýsum 308
-- Hüllkelch aus grünen, krautigen Blätt. gebildet
36
36. Zungenbltn 5-8; Stbbeutel am Grunde ohne Anhängsel
Solidágo 303
-- Zungenbltn zahlreich; Stbbeutel am Grunde mit Anhängsel (Fig. 730)
37
37. Haarkr. am Grunde von einem borstig zerschlitzten Krönchen umgeben (Fig. 731); Stengel filzig od. zottig
Pulicária 304
-- Haarkr. einfach, am Grunde ohne Krönchen
Ínula 304
38. (30.) Pfl. 1-2 m hoch; Köpfchen sehr groß
40
-- Pfl. höchstens 80 cm hoch
39
39. Blätt. ungeteilt, lanzettl.; Blättchen des Hüllkelchs haarspitzig; Blätt. lanzettl., sitzend
Buphthálmum 303
-- Blätt. gefiedert
Ánthemis 309
40. (38.) Hüllblätt. vielreihig, dachziegelart.; Blätt. immer ungeteilt; Haarkr. fehl., dafür 2-4 abfällige Schuppen
Sonnenblume, Heliánthus 306
-- Hüllblätt. 2reihig; Bltnboden kegelf.; Blätt. fiederspaltig, 3teilig oder ungeteilt
Rudbéckia 306
41. (3.) Bltn alle zungenf. (Fig. 732b)
82
-- Bltn alle röhrenf. (Fig. 732a)
42
42. Blätt. nicht stachelig gezähnt
53
-- Blätt. stachelig gezähnt
43
43. Innere Blätt. des Hüllkelchs sehr groß, strahlenf. ausgebreitet, trockenhäut., innen strohgelb od. weiß, blumenkronart. Pfl. milchend
Carlína 318
-- Innere Blättch. des Hüllkelchs nicht strahlenf. ausgebreitet und nicht trockenhäutig
44
44. Bltn rötlich od. bläulich
47
-- Bltn gelb od. gelblichweiß
45
45. Haarkr. fehlend; Bltn gelb bis orange; äußere Hüllblätt. laubartig. Selten angebaut
Cárthamus 319
-- Haarkr. vorhanden
46
46. Innere Hüllblätt. mit einem Dorn, der wieder kleine Dörnch. trägt; Dorn der äuß. Hüllblätt. einf.; Bltn goldgelb. Gebaut
Cnicus 319
-- Innere und äußere Hüllblätt. mit einfachen Stacheln, bleich; Bltn gelblichweiß. Wiesenpfl.
Círsium 315
47. (44.) Blätt. an den Adern weißgefleckt, marmoriert, glänzend, am Rande gelbstachelig; Bltn purpurn
Sílybum 317
-- Blätt. einfarbig grün
48
48. Bltn rötlich
50
-- Bltn blau od. blauviolett
49
49. Köpfchen mit lederart., am Grunde fleischigen Hüllblätt., sehr groß (bis 9 cm breit); Bltn blauviolett; Blätt. fiedert., unterseits graufilzig
Artischocke, Cýnara 317
-- Köpfchen am Grunde ohne Hüllkelch, kugelrund, zusammengesetzt aus vielen kleinen 1blütigen Köpfchen, von denen jedes von einer besonderen Hülle umgeben ist; Stbbeutel blau; Blkr. weißl.; Blätt. fiedert., unterseits weißfilzig
Échinops 315
50. (48.) Bltnboden mit am Rande fransig-gezähnten Vertiefungen, die das Aussehen von Bienenzellen haben (Fig. 733); Stengel etwas wollig, durch die herablaufenden Blattränder breit geflügelt
Onopórdon 318
-- Bltnboden ohne bienenzellenartige Vertiefungen, mit Spreublätt.
51
51. Haarkr. aus gefied. Haaren gebildet (Fig. 734a)
Círsium 315
-- Haarkr. aus einfachen od. gezähnten Haaren gebildet (Fig. 734b)
52
52. Haare der Haarkr. vollständig getrennt und daher einzeln abfallend; Hüllkelch dicht anliegend, rötlich; Blätt. scharf gesägt, nicht stachelig
Serrátula 319
-- Haare der Haarkr. unten in einen Ring verwachsen (Fig. 734b) und deshalb als Ganzes abfallend; Hüllblätt. etwas abstehend; Blätt. distelart.
Distel, Cárduus 317
53. (42.) Blätt. grund- od. wechselständig
56
-- Blätt. gegenst., wenigstens die unteren
54
54. Bltn rötlich; Fr. mit Haarkr.; Blätt. handf. 3-5teilig, selten ungeteilt
Eupatórium 302
-- Bltn gelb oder gelbbraun
55
55. Fr. an der Spitze mit 2-4 widerhakigen Borsten (Fig. 722); Hüllblätt. 2reihig; Blätt. geteilt od. ungeteilt
Bidens 305
-- Fr. ohne Borsten; Hüllblätt. 1reihig; Köpfchen sehr klein
Galinsóga 305
56. (53.) Blätt. ungeteilt
68
-- Blätt. gefied., fiedersp. od. gelappt
57
57. Hüllblätt. mit einem trockenhäut. od. kammart. gefransten schwarzen od. braunen Anhängsel od. mit langen Dornen (Fig. 770-774); Randbltn oft größer
Centauréa 319
-- Hüllblätt. ohne trockenhäut. Anhängsel und ohne Dornen, aber zuw. mit schwarzgefleckter Spitze
58
58. Bltn purpurrot od. blau
66
-- Bltn niemals purpurrot od. blau
59
59. Stengel am Grunde der Blattstiele mit gelben Dornen
Xánthium 305
-- Stengel ohne Dornen
60
60. An den Zweigenden stehen in unbeblätt. Ährchen od. Trauben dicht gedrängt viele Köpfchen, die nur Stbblätt. enthalten und von einer verwachsenblättr. napff. Hülle umgeben sind; Stempelbltn zu 1-3 in den Achseln der oberen Blätt.
Ambrósia 305
-- Pfl. anders gestaltet
61
61. Blätt. etwas gelappt, 4-15 cm breit; Köpfchen grünlich, in Knäueln, entw. nur Stbblätt. od. nur Stempel enthaltend; Stbbltnköpfchen an den Zweigenden mit getrennten Stbbeuteln und freiblättr. Hülle; Stempelbltnköpfchen in den Achseln der oberen Blätt. mit verwachsenblättr., stachlichter Hülle
Xánthium 305
-- Blätt. gefied. od. fiedert., mit schmalen Zipfeln; Köpfchen stets Stbbltn und Stempel enthaltend
62
62. Köpfchen einzeln an der Spitze des Stengels, goldgelb; Blätt. dick, saftig; Stengel niederliegend
Cótula 309
-- Köpfchen zu mehreren an der Spitze des Stengels
63
63. Hüllblätt. 1reihig, am Grunde mit einigen kürzeren Blättch. (Fig. 728), an der Spitze meist schwarz gefleckt
Senécio 313
-- Hüllblätt. mehrreihig, dachziegelig angeordnet
64
64. Köpfch. bis erbsengroß (2-6 mm br.), gelb bis bräunl., in Rispen od. Trauben (Fig. 735)
Artemísia 308
-- Köpfchen größer
65
65. Pfl. 5-30 cm hoch; Köpfchen gelbgrün; Bltnboden kegelf., hohl
Matricária 310
-- Pfl. 60-120 cm hoch; Köpfchen goldgelb, alle in ziemlich gleicher Höhe stehend; Bltnboden markig
Tanacétum 311
66. (58.) Blätt. nicht filzig, scharf gesägt; Haare der Haarkr. frei, getrennt abfall.; Hüllblätt. meist oberw. violett
Serrátula 319
-- Blätt. unterseits filzig
67
67. Köpfchen purpurn, am Grunde mit außen graufilzig. Hüllblätt., langgestielt; Haarkr. unten zu einem Knopf verwachsen, zuletzt ungetrennt abfallend; Fr. 4 kantig; Blätt. fiedersp., mit ganzrand. Zipfeln, die oberen oft ungeteilt
Jurínea 319
-- Köpfchen stahlblau, am Grunde ohne Hülle, kugelrund; Haarkr. fehlend; Blätt. fiedersp., am Rande stachelig gewimpert
Échinops 315
68. (56.) Bltn gelb, gelblich weiß, bräunlich, orange od. weißlich
75
-- Bltn rot, blau od. violett
69
69. Blätt. grundst., langgestielt, herz-nierenf.; Bltn purpurrot. Gebirgspfl.
Homógyne 311
-- Blätt. am Stengel zerstreut. $(Bei Adenostyles nur sehr wenige, breite, nierenf. Blätt.)$
70
70. Hüllblätt. an der Spitze hakenf. gebogen und deshalb sich leicht anhäkelnd; Blätt. groß, rundl.
Klette, Lappa 318
-- Hüllblätt. nicht mit hakiger Spitze
71
71. Köpfchen wenigblütig (3-6), viel länger als breit; Blätt. herz-nierenf., langgestielt
Adenostýles 302
-- Köpfchen vielblütig, nicht lang walzenf.
72
72. Hüllkelch ganz trockenhäutig, raschelnd, nicht krautig
74
-- Hüllkelch krautig od. nur am Rande od. an der Spitze trockenhäutig
73
73. Hüllblätt. mit einem zerrissenen od. fiederig-gefransten, trockenhäut., braunen od. schwärzlichen Anhängsel (Fig. 770-774); Randbltn oft größer als die mittleren
Centauréa 319
-- Hüllblätt. ohne trockenhäutig. Anhängsel; Blätt. scharf gesägt
51
74. (72.) Innere Blätt. des Hüllkelchs strahlenf. ausgebreitet, purpurrot, die äußeren weit überrag. Zierpfl.
Xeránthemum 321
-- Innere Blätt. des Hüllkelchs nicht strahlenf. ausgebreitet; untere Blätt. rosettig. Trockene Hügel und Heiden
Gnaphálium 307
75. (68.) Köpfchen überhängend, einzeln, endst.; Fr. geschnäbelt. Selten in Bayern
Carpésium 306
-- Köpfchen nicht überhängend
76
76. Stengel und Blätt. behaart, oft weißfilzig
78
-- Stengel und Blätt. kahl od. wenig behaart
77
77. Köpfchen sehr klein, erbsengroß, fast kugelig, weißlich. Zum Küchengebrauche angebaut
Artemísia 308
-- Köpfchen größer, goldgelb; Stengel reich beblättert
Aster 302
78. (76.) Hüllblätt. wollig od. ganz trockenhäut.; Pfl. 3-60 cm hoch, mit mehr od. weniger grau- od. weißfilzigen Stengeln und Blätt.
79
-- Hüllblätt. weder wollig noch trockenhäut.; Zungenbltn vorhanden, aber sehr klein; Pfl. grün, 30-125 cm hoch
28
79. Fr. ohne Haarkr.; Pfl. nebst den Bltn weißfilzig. Sehr selten
Mícropus 303
-- Fr. (wenigstens die mittleren) mit Haarkr.
80
80. Hüllblätt. wollig, krautig od. nur am Rande trockenhäutig; Köpfchen 5eckig
Filágo 306
-- Hüllblätt. ganz trockenhäutig; Köpfchen im Querschnitt rundlich
81
81. Köpfchen bräunlich, weiß, gelblichweiß oder rosa; am Rande mehrere Reihen von Bltn, die nur Stempel enthalten
Gnaphálium 307
-- Köpfchen schön goldgelb od. orange; am Rande eine Reihe von Stempelbltn od. sämtliche Bltn mit Stbbltn und Stempelbltn
Helichrýsum 308
82. (41.) Bltn rot, blau od. violett.
102
-- Bltn gelb od. orange
83
83. Stengel auch über dem Grunde wenigstens mit ~einem~ Blatt
90
-- Blätt. grundst.
84
84. Haarkr. aus einfachen Haaren gebildet (Fig. 737) od. fehl.
87
-- Haarkr. (wenigstens bei den mittleren Bltn) aus gefied. Haaren gebildet (Fig. 734a)
85
85. Bltnboden mit Spreublätt.
Hypochœris 323
-- Bltnboden ohne Spreublätt.
86
86. Haarkr. der Randbltn kurz, häufig zerschlitzt; äußere Bltn unterseits blaugrau gestreift; Hüllkelch schwarz berandet
Thríncia 321
-- Haarkr. aller Bltn federig; Randbltn nicht mit blaugrauem Längsstreifen; Hüllblätt. meist weißlich berandet od. einfarbig
Leóntodon 321
87. (84.) Bltn mit deutlicher Haarkrone
89
-- Bltn ohne Haarkrone
88
88. Stengel nach oben keulenf. verdickt, 1-5köpfig; Hüllblätt. 15-20; Blätt. gezähnt
Arnóseris 321
-- Stengel nicht keulenf. verdickt, 1köpfig; Hüllblätt. 6-10; Blätt. schrotsägef.-fiederspaltig
Apóseris 321
89. (87.) Fr. lang geschnäbelt, weshalb die Haarkr. gestielt erscheint (Fig. 736); Stengel hohl, milchend
Löwenzahn, Taráxacum 323
-- Fr. nicht lang geschnäbelt und deshalb die Haarkr. sitzend (Fig. 737)
95
90. Haarkr. aus gefied. Haaren zusammengesetzt (Fig. 734a)
99
-- Haarkr. aus einfachen Haaren zusammengesetzt (Fig. 737) od. fehlend
91
91. Hüllkelch verwachsenblättr., 5zähnig
Tagétes 306
-- Hüllkelch getrenntblättr.
92
92. Haarkr. fehlend; Köpfchen klein, wenigblütig; Hüllblätt. 1reihig, gleichlang, am Grunde mit einigen kürzeren Blättchen
Lámpsana 321
-- Haarkr. vorhanden
93
93. Fr. geschnäbelt, daher die Haarkr. langgestielt (Fig. 736)
96
-- Fr. nicht geschnäbelt, höchst. nach ob. etwas verschmälert
94
94. Blätt. stachelig gezähnt; Fr. zusammengedrückt
Sonchus 325
-- Blätt. nicht stachelig gezähnt; Fr. nicht zusammengedrückt, im Querschnitt rundlich
95
95. Fr. oben verschmälert (Fig. 737a); Hüllkelch 2reihig, selten dachziegelartig; Haarkr. schneeweiß und biegsam. (Nur bei Crepis paludosa und sibirica schmutzigweiß und zerbrechlich)
Crepis 326
-- Fr. unten verschmälert, von der Mitte bis oben gleich dick (Fig. 737b); Hüllkelch dachziegelartig, selten 2reihig; Haarkr. meist schmutzigweiß und beim Biegen leicht zerbrechlich
Hierácium 328
96. (92.) Köpfchen mit wenigen (höchstens 15) Bltn
98
-- Köpfchen reichblütig
97
97. Schnabel der Fr. am Grunde mit 5 spitzen Zähnchen; Köpfchen nebst dem Stengel schwärzlich behaart; Stengel 1-2blättr. Alpentriften
Willemétia 324
-- Schnabel der Fr. am Grunde ohne Zähnchen
Crepis 326
98. Fr. zusammengedrückt, ihr Schnabel am Grunde ohne Schuppen
Lactúca 324
-- Fr. im Querschnitt rundlich; Schnabel am Grunde mit Schuppen
Chondrílla 324
99. (90.) Bltnboden mit Spreublätt. (Fig. 723)
Hypochœris 323
-- Bltnboden ohne Spreublätt.
100
100. Stengel und Blätt. von widerhakigen Haaren steifhaarig; Blätt. buchtig gezähnt; Fiederchen der Haarkr. nicht miteinander verwebt
Picris 322
-- Stengel und Blätt. kahl od. wollig, niemals steifhaarig; Blätt. ganzrand.; Fiederchen der Haarkr. ineinander verwebt (reife Fr. beobachten)
101
101. Hüllblätt. 1reihig, gleichlang
Tragopógon 322
-- Hüllblätt. vielreih., sich dachziegelart. deck.
Scorzonéra 322
102. (82.) Haarkr. fehlend, dafür einige Schüppchen vorhanden; Hüllblätt. 2reihig, die äußeren 5 abstehend
Cichórium 321
-- Haarkr. vorhanden
103
103. Haare der Haarkr. gefied.
101
-- Haare der Haarkr. einfach
104
104. Fr. stielrund, an der Spitze nicht verschmälert; Köpfchen mit 3-5 einreihigen, purpurroten Bltn
Prenánthes 324
-- Fr. zusammengedrückt, an der Spitze lang geschnäbelt oder verschmälert
105
105. Fr. lang geschnäbelt (Fig. 736)
Lactúca 324
-- Fr. nach oben nur etwas verschmälert
Mulgédium 325
1. Eupatórium L., Wasserdost, Kunigundenkraut. XIX.
Ufer, feuchte Gebüsche, nicht selten. 7-9.
E. cannábinum L.
2. Adenostýles Cassini, Pestwurz. XIX.
1. Blätt. ungleich grob gezähnt (Fig. 738), unterseits etwas graufilzig u. mit engmaschigem Adernetz, etwa 25 cm breit; Blkr. fleischrot. 7. 8. Quellige Orte und Schluchten der höheren Gebirge
Graublättrige P., A. álbifrons Rchb.
-- Blätt. feiner od. fast gleichmäßig gezähnt (Fig. 739), unterseits blaßgrün u. nur auf den Adern behaart, mit weitmaschig. Adernetz, bis 15 cm breit; Blkr. meist hellviolett. 7. 8. Oberbayern und auf der Adelegg bei Isny (Württemberg)
Alpen-P., A. alpína Bluff u. Fingerhuth
3. Aster L., Aster. XIX.
1. Zungenbltn fehlend; Scheibenbltn goldgelb; Blätt. linealisch, kahl. 8. 9. Sandboden, Hügel, sehr zerstr. $(Linósyris vulgáris Cassini)$
Goldhaar, A. linósyris Bernhardi
-- Zungenbltn vorhanden
2
2. Stengel 1köpfig, oben fast blattlos; Köpfch. ansehnl.; Zungenbltn blau. 6-8. Felsige Abhänge. (Mährisches Gesenke, Unterharz, Saaletal)
Alpen-A., A. alpínus L.
-- Stengel mehrköpfig
3
3. Stengel und Blätt. steifhaarig; untere Blätt. elliptisch, obere längl.-lanzettl., alle ganzrandig; Hüllblätt. abgerundet, meist sämtlich stumpf, etwas abstehend, die inneren an der Spitze gefärbt. 8. 9. Sonnige Hügel, in Mittel-, Ost- und Süddeutschl.
Berg-A., A. amélius L.
-- Stengel und Blätt. kahl od. fast kahl
4
4. Blätt. etwas fleischig, kahl, linealisch-lanzettl.; Haarkr. mit weichen Haaren; Hüllblätt. angedrückt; Zungenbltn blaulila, 7-9. Meeresstrand und selten an salzhaltigen Stellen des Binnenlandes
Strand-A., A. tripólium L.
-- Blätt. nicht fleischig; Haarkr. mit steifen Haaren
5
5. Hüllblätt. sehr locker, abstehend, die mittl. längl.-lanzettl. od. lanzettl.; Blätt. mehr od. weniger stengelumfassend. 9-10. Zierpfl. aus Nordamerika, zuweilen verw.
Neubelgische A., A. novi-bélgii L.
-- Hüllblätt. angedrückt, nur an der Spitze zuweilen zurückgebogen, die mittleren linealisch-lanzettlich od. linealisch
6
6. Innere Hüllblätt. wenig länger als die äußeren; Köpfchen (mit den Zungenbltn) 24-26 mm breit. 8. 9. Weidengebüsche an Flußufern, zerstr.
Weiden-A., A. salicifólius Scholler
-- Innere Hüllblätt. viel länger als die äußeren; Köpfchen kleiner
7
7. Köpfchen etwas über 1 cm breit; Blätt. lanzettlich, zugespitzt, fein entfernt-gesägt; Zungenbltn zuletzt rötlich. 8-10. An Flußufern verw.
Kleinblütige A., A. parviflórus N. v. E.
-- Köpfchen etwa 2 cm br.; Blätt. ganzrandig od. kaum gesägt; Zungenbltn zuletzt bläulich. 8-10. Wie vor.
Weißblütige A., A. leucánthemus Desfontaines
In Gärten Callistephus chinensis, Gartenaster, mit ansehnlich. (2½-10 cm) Köpfchen und verschiedenart. gefärbten Zungenbltn. Meist gefüllt. Bekannte Herbstblume.
4. Bellidiástrum Cassini, Alpenmaßlieb. XIX.
Feuchte, felsige Orte, im südlichsten Gebiet. 5-7.
B. michélii Cassini
5. Bellis L., Gänseblümchen, Maßliebchen. XIX.
Grasplätze, Wiesen, gemein. 2-11. $(In Gärten als »Tausendschön« mit gefüllten Köpfchen und roten Bltn)$
B. perénnis L.
6. Stenáctis Cassini, Feinstrahl. XIX.
Hüllblätt. rauhhaarig. 6-9. Verwilderte Zierpfl. aus Nordamerika
St. ánnua Nees
7. Erígeron L., Berufskraut. XIX.
Zungenbltn rötl., die Hüllblätt. weit überragend; Stengel meist rötl., nebst den Blätt. rauhhaarig. $(Ändert ab: Blätt. kahl, schmäler; Köpfchen kleiner = E. droebachiénsis O. F. Müller)$. 6-9. Sandige Plätze, Wegränder, nicht selten
Echtes B., E. acer L.
Zungenbltn meist schmutzig weiß, die Hüllblätt. kaum überragend; Köpfchen sehr zahlreich, 4-5 mm lang; Stengel grün; Blätt. borstig gewimp. 6-10. Kiesige Ufer, unbebaute Orte, gemein. Stammt aus Nordamerika.
Kanadisches B., E. canadénsis L.
Bastard: E. acer × canadensis.
8. Solidágo L., Goldrute. XIX.
Köpfchen in allseitswend., aufrechten Trauben; Zungenbltn länger als die Hüllblätt. H. 0,60-1 m. 7-9. Trockene Wälder, häufig
Echte G., S. virga āūrea L.
Köpfchen in einseitswend., zurückgekrümmten, rispig angeordneten Trauben, sehr klein; Zungenbltn kaum länger als die Hüllblätt. H. bis 2½ m. 8. 9. Verwildernde Zierpfl. aus Nordamerika
Kanadische G., S. canadénsis L.
9. Micropus L., Falzblume. XIX.
Köpfchen fast kugelig; Hüllblätt. gewölbt; Bltn gelblichweiß. 6. 7. Im Elsaß, auf dem Bollenberg, bei Sulzmatt und Rufach
M. eréctus L.
10. Buphthálmum L., Rindsauge. XIX.
Trockene, gebirgige Orte, besonders auf Kalk. 7. 8. In Süddeutschl. verbreitet
B. salicifólium L.
B. speciósum Schreber (Telékia speciósa Baumgarten) mit herzf., gestielten Blätt., 6 cm breiten Köpfchen, eif. Hüllblättt. und 60-125 cm hohem Stengel; findet sich in Schlesien und am Elsterufer bei Gera verw.
11. Ínula L., Alant. XIX.
1. Innere Hüllblätt. an der Spitze verbreitert, spatelig, äußere laubblattart.; Blätt. unterseits filzig; Köpfchen etwa 6 cm breit. H. 1-1½ m. 7. 8. Angebaut und verw.
Echter A., I. helénium L.
-- Innere Hüllblätt. zugespitzt, alle lanzettlich od. linealisch
2
2. Zungenbltn so lang als die Scheibenbltn od. kaum so lang als die Hüllblätt.; Köpfchen klein, zahlreich
7
-- Zungenbltn viel länger als die Scheibenbltn
3
3. Obere Blätt. mit herzf. Grunde stengelumfassend
6
-- Obere Blätt. mit verschmälertem oder abgerundetem Grunde sitzend (nicht od. kaum stengelumfassend)
4
4. Blätt. kahl, linealisch-lanzettlich, schmal, spitz, mit parallelen Nerven; Stengel kahl, oberwärts mehr od. weniger weißwollig. 7. 8. Deggendorfer Moos in Bayern
Schwertblättriger A., I. ensifólia L.
-- Blätt. rauhhaarig, unterseits filzig
5
5. Stengel wagerecht abstehend behaart, 1-3köpfig; Blätt. längl. oder lanzettlich, rauhhaarig; Hüllblätt. steifhaarig. 6. 7. Sonnige, steinige Hügel, gern auf Kalk
Rauher A., I. hirta L.
-- Stengel filzig, vielköpfig; Blätt. elliptisch-lanzettlich, unterseits filzig; Hüllblätt. weißfilzig. 8. 9. Selten auf einigen Rheininseln in Baden
Ufer-A., I. vaillántii Villars
6. Stengel und Blätt. fast kahl (selten kurzhaarig); äußere Hüllblätt. kürzer als die inneren; Fr. kahl. 6-8. Wiesen, Waldränder, verbreitet, im nordwestl. Gebiet fehlend
Weiden-A., I. salícina L.
-- Stengel und Blätt. zottig; äußere Hüllblätt. so lang als die inneren; Fr. behaart. 7-9. Feuchte Wiesen, Gebüsche, stellenweise
Wiesen-A., I. británnica L.
7. Fr. kahl; Zungenbltn gelb, kaum länger als die Scheibenbltn; obere Blätt. etwas herzf. 7. 8. Sonnige Hügel, selten in Mitteldeutschl.
Deutscher A., I. germánica L.
-- Fr. kurzhaarig; Zungenbltn rötlich, 3spalt., fast röhrenf., so lang als die Hüllblätt.; obere Blätt. mit verschmälertem Grunde. 7-10. Wie vor., zerstr., in der Ebene sehr selten
Dürrwurz, I. conýza DC.
Bastard: I. germanica × salicina (I. média Aut.), hirta × salicina u. a.
12. Pulicária Gærtner, Flohkraut. XIX.
Zungenbltn kaum länger als die Scheibenbltn; Köpfchen schmutziggelb, bis 11 mm br.; Blätt. am Grunde abgerundet, kaum stengelumfassend. 7-9. Teichränder, überschwemmte Plätze, meist häufig
Kleines F., P. vulgáris Gærtner
Zungenbltn viel länger als die Scheibenbltn; Köpfchen goldgelb, bis 2 cm br.; Blätt. herzf., stengelumfassend. 8. 9. Ufer, Gräben, zerstr., im östl. Gebiet fehlend
Großes F., P. dysentérica Gærtner
13. Xánthium L., Spitzklette. XXI.
1. Stengel am Grunde der Blattstiele mit 3teilig., gelben Dornen; Blätt. am Grunde keilf., unterseits weißfilzig; Frhülle längl.-elliptisch, zwischen den dünnen, geraden, an der Spitze hakenf. Stacheln kurzhaarig. 8. 9. Zäune, Schutt, hier und da eingeschleppt
Dornige Sp., X. spinósum L.
-- Stengel dornenlos
2
2. Blätt. am Grunde herzf., 3lappig; Frhülle eif., bei der Frreife grün, mit kahlen Stacheln besetzt, dazwischen kurzhaarig und drüsig; Frschnäbel gerade. 7-10. Schutt, Zäune, zerstr. und unbeständig
Echte Sp., X. strumárium L.
-- Blätt. am Grunde keilf., 3eckig; Frhülle längl.-eif., bei der Frreife braun, mit unten steifhaarigen Stacheln besetzt, dazwischen steifhaarig; Frschnäbel voneinander abstehend und gekrümmt. 8. 9. Ufer der Elbe, Oder, Netze, Warthe, Weichsel, sonst nur verschleppt.
Italienische Sp., X. itálicum Moretti
14. Ambrósia L., Traubenkraut. XXI.
Stengel flaumig; mittl. Blätt. doppelt fiedert., mit spitzen Zipfeln; Stempelbltnköpfchen 1blütig, zu 1-3 achselst., am Grunde der zahlreicheren Stbbltnköpfchen. 8-9. Zuw. eingeschleppt
A. artemisifólia L.
15. Galinsóga Ruiz und Pavon, Knopfkraut. XIX.
Zäune, Gartenland, Äcker, völlig eingebürgert. 6-9. Stammt aus Peru
G. parviflóra Cavanilles
16. Mádia Molina, Madie. XIX.
Stammt aus Chile, zuweilen als Ölpflanze gebaut. 7. 8.
M. satíva Molina
17. Bidens L., Zweizahn. XIX.
1. Köpfchen nickend, meist mit Zungenbltn, goldgelb; Blätt. ungeteilt, sitzend. 8-10. Gräben, Teichränder, zerstr.
Nickender Zw., B. cérnuus L.
-- Köpfchen aufrecht
2
2. Blätt. fast stets ungeteilt, in einen geflügelten Stiel verschmälert, lebhaft grün; Stengel oft rotbraun; Fr. nach dem Grunde zu stark verschmälert; Köpfchen gelb. 8-10. Aus Amerika, an Flußufern und auf Floßholz hier und da eingebürgert
Verwachsenblättriger Zw., B. connátus Mühlenberg
-- Blätt. geteilt (selten einfach); Fr. nach dem Grunde zu wenig verschmälert, ziemlich flach zusammengedrückt
3
3. Blätt. 3zählig, die unt. oft gefied., meist schlankgestielt; Köpfchen langgestielt, gelbbraun; Fr. höckerig. 8. 9. Wie vor.
Laubiger Zw., B. frondósus L.
-- Blätt. 3-7teilig, mit kurzem, geflügeltem Blattstiel
4
4. Blätt. dunkelgrün, 3-5teilig, selten ungeteilt; äußere Hüllblättch. 5-8; Köpfchen mindestens so hoch als breit, meist wenigblütig, gelbbraun; Zungenbltn selten vorhanden. 7-10. Feuchte Orte, häufig
Dreiteiliger Zw., B. tripartítus L.
-- Blätt. hellgrün, 5-7teilig; äußere Hüllblätt. 10-12; Köpfchen flach, viel breiter als hoch, vielblütig, gelb. 8-10. Teichränder, selten und unbeständig
Strahlender Zw., B. radiátus Thuillier
In Gärten Zínnia élegans Jacquin, Zinnie, mit stengelumfassenden, gegenst. Blätt. und ansehnlichen, verschieden gefärbten Köpfchen. Aus Mexiko.
Desgl. Tagétes pátula L., Studentenblume, mit becherf. Hüllkelche und oben verdickten Bltnstielen. Bltn orange bis braun.
18. Heliánthus L., Sonnenblume. XIX.
Köpfchen nickend, sehr groß, bis 40 cm breit; Blätt. herzf. 7-10. Angepflanzt
Sonnenblume, H. ánnuus L.
Köpfchen aufrecht, bis 14 cm br.; obere Blätt. längl.-eif. bis lanzettl., unt. gegenst.; Grundachse mit Knollen. 8-10. Angebaut und verw.
Erdbirne, H. tuberósus L.
Dáhlia variábilis Desfontaines, Georgine, mit fiedersp. Blätt., ansehnlichen, zuerst nickenden, meist gefüllten Köpfchen als Zierpfl. in Gärten.
19. Rudbéckia L., Sonnenhut. XIX.
Untere Blätt. fiedert., mittl. 3spalt., obere eif., ungeteilt; Stengel ästig, kahl. 7. 8. Aus Nordamerika, jetzt an Flußufern verw.
Spitzblättriger S., R. laciniáta L.
Blätt. alle ungeteilt, nebst dem meist einfachen Stengel rauhhaarig. 8-10. Angepfl. und verw.
Rauhhaariger S., R. hirta L.
Verwandt ist Calliópsis bícolor Rchb., Schönauge, mit goldgelben, am Grunde schwarzrot oder samtig dunkelbraun gefleckten Zungenbltn und schwarzroten Röhrenbltn. Gartenpfl. aus Arkansas.
20. Carpésium L., Kragenblume. XIX.
Blätt. gestielt, längl.-lanzettl.; Bltn blaßgelb. 7. 8. Waldige Abhänge in Bayern (Laufen, Simbach, Jochenstein bei Passau.
C. cérnuum L.
21. Filágo L., Filzkraut. XIX.
1. Köpfchen zu 10-30 in köpfchenf. Knäueln (Fig. 740); Hüllblätt. haarspitzig, gekielt, bei der Frreife nicht ausgebreitet; Stengel gabelästig. 7-9. Äcker, Hügel.
Deutsches F., F. germánica L.
Kommt in folgenden Formen vor: a) Äste aufrecht; Hüllblätt. bräunlich, kahl; Blätt. dem Stengel anliegend od. aufrecht; Pfl. graufilzig, sehr zerstr. = F. canéscens Jordan; b) Äste aufrecht; Hüllblätt. messinggelb, filzig, mit kahler Spitze; Blätt. abstehend; Pfl. gelblich filzig, häufiger = F. apiculáta G. E. Smith (F. lutéscens Jordan); c) Äste abstehend; Stengel niederliegend; Blätt. etwas abstehend (Fig. 741); Knäuel 10-15köpfig, selten = F. spathuláta Presl.
-- Köpfchen zu 2-7 geknäuelt; Hüllblätt. stumpfl., bei der Frreife ausgebreitet
2
2. Bltnknäuel von pfrieml. Blätt. überragt (Fig. 742); Hüllblätt. gekielt; Blätt. linealisch-pfrieml.; Stengel gabelästig. 7. 8. Äcker im westl. und südwestl. Gebiet
Französisches F., F. gállica L.
-- Bltnknäuel nicht von Blätt. überragt
3
3. Stengel traubig od. rispig verästelt (Fig. 743); Hüllblätt. nicht gekielt, außen dicht wollig, die äußeren linealisch. 7-9. Äcker, Triften, häufig
Acker-F., P. arvénsis L.
-- Stengel gabelästig (Fig. 744); Hüllblätt. gekielt, an der Spitze gelblich, die äußeren eif. 7-9. Wie vor., ziemlich häufig
Zwerg-F., P. mínima Fries
22. Gnaphálium L., Ruhrkraut. XIX.
1. Köpfchen weiß oder rosa; Stbbltn auf verschiedenen Pfl.
6
-- Köpfchen bräunlich, gelblich od. gelblichweiß
2
2. Köpfchen in Knäueln (Fig. 746-747)
5
-- Köpfchen zu einem ähren- od. traubenf. Bltnstande im oberen Teile des Stengels angeordnet, zuweilen gedrängt, aber jedes Köpfchen unmittelbar an der Hauptachse entspringend (Fig. 745)
3
3. Stengel fadenf., mit kriechenden Ausläufern; Köpfchen zu 1-5; Hüllblätt. braun, fast 2reihig, die äußeren über halb so lang als das Köpfchen. H. 3-8 cm. Pfl. wollig-filzig. 7-10. Steinige Orte und Geröll der höheren Gebirge
Zwerg-R., G. supínum L.
-- Stengel steif aufr.; Hüllblätt. dachziegelig, die äußeren ⅓ so lang als das Köpfchen. H. 15-45 cm
4
4. Mittl. Blätt. kürzer als die unt., alle meist 1nervig; Köpfchen meist zahlreich, in verlängerter Ähre; Pfl. meist seidig filzig. 7-9. Trockene Wälder und Gebüsche, Heiden, häufig
Wald-R., G. silváticum L.
-- Mittl. Blätt. mindestens so lang als die unt., alle meist 3nervig; Köpfchen weniger zahlreich, in kürzerer, gedrungener Ähre; Hüllblätt. dunkler; Pfl. mehr flockig filzig. 7-9. Wiesen und Abhänge der höheren Gebirge
Nordisches R., G. norvégicum Gunner
5. Stengel ausgebreitet, von unten an ästig; Köpfchenknäuel von Blätt. umgeben (Fig. 746); Hüllblätt. bräunlichgelb; Pfl. weißwollig od. $(var. nudum Ehrh.)$ selten kahl. 6-10. Feuchter Boden, häufig
Sumpf-R., G. uliginósum L.
-- Stengel aufrecht, meist einfach; Knäuel nicht von Blätt. umgeben (Fig. 747); Hüllblätt. weiß bis blaßgelb. 7-10. Sandfelder, Teichränder, zerstr.
Gelblichweißes R., G. lúteo-album L.
6. Pfl. mit Ausläufern; Stengel einfach; Hüllblätt. weiß od. rosa. H. 7-20 cm. 5. 6. Heiden, Hügel, häufig $(Antennária dioéca Gærtner)$
Katzenpfötchen, G. dioécum L.
-- Pfl. ohne Ausläufer; Stengel oben ästig; Hüllblätt. schneeweiß. H. 40-60 cm. 7. 8. Angepfl. und verw.
Perlblütiges R., G. margaritáceum L.
23. Helichrýsum DC., Sand-Strohblume. XIX.
Sandfelder, Weg- und Waldränder, meist häufig. 7-10.
H. arenárium DC.
24. Artemísia L., Beifuß. XIX.
1. Blätt. ungeteilt, kahl; Köpfchen aufrecht, fast kugelig. 8. 9. Zum Küchengebrauche bisweilen angebaut
Estragon, A. dracúnculus L.
-- Blätt. geteilt
2
2. Bltnboden lang behaart; Köpfchen fast kugelig
9
-- Bltnboden kahl; Köpfchen kugelig bis länglich
3
3. Blätt. schneeweiß-filzig od. zuletzt kahl, mit kurzen, schmalen Zipfeln; Randbltn des Köpfchens mit Stbblätt. und Stempeln; Köpfchen längl., filzig; Bltn gelb. 9. 10. Meeresstrand und selten an salzhaltigen Stellen des Binnenlandes
Strand-B., A. marítima L.
-- Blätt. wenigstens nicht oberseits weißfilzig; Randbltn nur mit Stempeln
4
4. Blätt. am Grunde geöhrt $(am Grunde des Blattstiels jederseits ein kleines Läppchen)$
6
-- Blätt. nicht geöhrt; Köpfchen fast kugelig
5
5. Stengel krautig, 8-30 cm hoch; Blattzipfel lanzettl. bis linealisch-lanzettl.; Hüllblätt. zerschlitzt-hautrandig; Köpfchen kahl. 7. 8. Salzhaltige Triften (Staßfurt, Artern)
Geschlitzter B., A. laciniáta Willd.
-- Stengel unten holzig, 30-100 cm hoch; Blätt. sehr fein zerteilt, mit fast borstlich. Zipfeln; äußere Hüllblätt. länglich-lanzettl., spitz; Köpfchen behaart. 9-11. Angepflanzt
Eberreis, A. abrótanum L.
6. Blätt. einfach fiedert., mit breiten, tief eingeschnittenen Zipfeln, unterseits weißfilzig; Köpfchen längl.-eif., außen filzig. 8. 9. Zäune, Wege, häufig
Gemeiner B., A. vulgáris L.
-- Blätt. 2-3fach fiedert., mit linealischen Zipfeln; Köpfchen kugelig od. eif.
7
7. Hüllblätt. außen grauhaarig; Blätt. unterseits weißfilzig, oberseits graugrün; Köpfchen nickend; Blkr. hellgelb. 7. 8. Steinige Hügel, sehr zerstr., in Norddeutschl. fehlend
Römischer B., A. póntica L.
-- Hüllblätt. außen kahl; Blkr. rötlich
8
8. Pfl. mit niederliegenden nichtblühenden und aufsteigenden bltntragenden Stengeln; Blätt. anfangs seidenhaarig, später kahl. 8-10. Wegränder, Hügel, meist gemein
Feld-B., A. campéstris
-- Stengel einzeln, straff aufrecht; Blätt. zerstr. behaart od. kahl; Köpfchen in kurzen, gedrängten Trauben. 8. 9. Sandige Orte, selten an der Weichsel und in Bayern
Besen-B., A. scopária W. u. K.
9. (2.) Blätt. nebst dem Stengel seidig-filzig, mit lanzettl., stumpfen Zipfeln, am Grunde nicht geöhrt; äußere Hüllblätt. filzig; Blkr. hellgelb. 7-9. Dorfstraßen, Weinberge, oft angepfl.
Wermut, A. absínthium L.
-- Blätt. kahl od. etwas graufilzig, mit lineal. Zipfeln
10
10. Äußere Hüllblätt. kahl; Blätt. kahl; Stengel behaart; Köpfchen erbsengroß (Fig. 748); Blkr. goldgelb. 9. Salzhaltige Triften, zwischen Staßfurt und Bernburg, bei Artern
Felsen-B., A. rupéstris L.
-- Äußere Hüllblätt. filzig; Blätt. dünn grünfilzig od. kahl; Köpfchen kleiner. 9. 10. Felsige, unbebaute Orte. Nur im Elsaß unweit Kolmar
Kampfer-B., A. camphoráta Villars
25. Cótula L., Laugenblume. XIX.
Gräben, Wege, längs der Nordseeküste. 7. 8.
C. coronopifólia L.
26. Achilléa L., Garbe. XIX.
1. Blätt. fiederteilig
3
-- Blätt. ungeteilt
2
2. Blätt. vom Grunde bis zur Mitte klein- und dicht-, über der Mitte tiefer und entfernter gesägt, nicht durchscheinend punktiert; Köpfchen etwa 1½ cm breit. 7-9. Sumpfwiesen, Gebüsch, häufig
Sumpf-G., A. ptármica L.
-- Blätt. vom Grunde bis zur Spitze ziemlich gleichmäßig scharf gesägt, durchscheinend punktiert; Köpfchen kleiner, zahlreicher. 7-9. Wie vor. Nur im östlichen Gebiet
Knorpelzähnige G., A. cartilagínea Ledebour
3. Blätt. im Umriß länglich-eif., mit gezähntem Mittelstreifen (Blattspindel) (Fig. 749); Fiederblättchen linealisch, fast kammartig gezähnt; Bltn weiß od. gelblichweiß. 7. 8. Sonnige, steinige Hügel, gern auf Kalk. In Mitteldeutschland westlich der Elbe u. im südlichen Gebiet
Edel-G., A. nóbilis L.
-- Blätt. im Umriß lanzettlich bis linealisch, mit höchstens an der Spitze etwas gezähnt. Mittelstreifen (Fig. 750); Fiederblättch. länglich-lanzettlich, 2-3spaltig od. gefied. 5spaltig; Bltn weiß. $(Ändert mit schmal linealischen Blattzipfeln und kleineren Köpfchen ab = A. setácea W. u. K.)$. 6-10. Wiesen, Triften, gemein
Schaf-G., A. millefólium L.
27. Ánthemis L., Hundskamille. XIX.
1. Zungenbltn gelb, selt. fehlend; Blattzipfel sparsam gesägt; Spreublätt. schmal rautenf.; Fr. fast 2schneid., schmal geflüg. 6-9. Hügel, Weg- u. Ackerränder, zerstr.
Färber-H., A. tinctória L.
-- Zungenbltn weiß
2
2. Spreublätt. stumpf, am Rande und an der Spitze breit trockenhäut. (Fig. 751b); Röhre der Scheibenbltn kegelf., stielrund; Fr. fast 3kantig, auf der einen Seite nicht od. undeutl. gestreift. 7-10. Angebaut und verw.
Römische Kamille, A. nóbilis L.
-- Spreublätt. spitz od. stachelspitzig; Röhre der Scheibenbltn zusammengedrückt; Fr. beiderseits deutlich gestreift
3
3. Spreublätt. linealisch-borstl. (Fig. 752b), zwischen den randständ. Bltn oft fehlend; Bltnboden verlängert kegelf.; Hüllblätt. an der Spitze etwas aufrecht; Fr. fast stielrund. Pfl. spärlich behaart. 6-10. Äcker, Wege, Zäune, verbreitet
Stinkende H., A. cótula L.
-- Spreublätt. längl. od. lanzettl.
4
4. Bltnboden fast halbkugelig; Spreublätt. plötzlich in eine lange Stachelspitze zugespitzt; Blattzipfel ganzrand. 7-9. Äcker. In Bayern und zuweilen hier und da eingeschleppt
Österreichische H., A. austríaca Jacquin
-- Bltnboden verlängert, kegel- od. fast walzenf.
5
5. Spreublätt. stumpfl., stachelspitzig gezähnelt (Fig. 752a). Pfl. zottig behaart, gewürzig riechend. 5-8. Sonnige Hügel, Äcker. In Posen, Schlesien und sonst vielfach eingeschleppt
Russische H., A. ruthénica M. B.
-- Spreublätt. zugespitzt und stachelspitzig (Fig. 751a); Hüllblätt. an der Spitze zurückgebogen. Pfl. weniger stark behaart als vor. und nicht aromatisch riechend. 5-10. Äcker, Wegränder, gemein
Acker-H., A. arvénsis L.
Zwischen einzelnen Arten dieser Gattung, sowie zwischen dieser und Matricaria inodora kommen Bastarde vor.
28. Anacýclus L., Bertramwurzel. XIX.
Blätt. abstehend, doppelt fiedert., mit linealischen Zipfeln. 5-8. Zuweilen der Wurzel wegen gebaut.
A. officinárum Hayne
29. Matricária L., Kamille. XIX.
1. Bltnboden gewölbt od. halbkugelig, markig; Blattzipfel fadenf., unterseits gefurcht; Fr. mit Längsrippen; Pfl. geruchlos. 6-10. Äcker, gemein. $(Chrysánthemum inodórum L.)$
Falsche K., M. inodóra L.
-- Bltnboden kegelf., hohl (Fig. 753). Pfl. stark gewürzig riechend
2
2. Zungenbltn fehlend; Köpfchen grünlichgelb; Scheibenbltn 4zähnig. 6-8. Häufig eingeschleppt und sich massenhaft vermehrend. $(Chrysánthemum suavéolens Aschrs.)$
Strahllose K., M. discoidéa DC.
-- Zungenbltn vorhanden; Scheibenbltn 5zähnig. 5-8. Äcker, meist häufig. $(Chrysánthemum chamomílla Bernhardi)$
Echte K., M. chamomílla L.
Bastard: M. chamomilla × inodora.
30. Tanacétum Schultz bip., Rainfarn. XIX.
1. Köpfchen ohne Zungenbltn, in dichten Doldentrauben. 7-9. Wegränder, Ackerraine, häufig
Rainfarn, T. vulgáre L.
-- Köpfchen mit langen Zungenbltn $(Chrysánthemum)$
2
2. Stengel (meist) 1köpfig; Blätt. einfach, gezähnt, die unt. eingeschnitten gesägt; Fr. mit innen häutigem, schief abgeschnittenem, an der Spitze schwarzbraunem Krönchen. 7. 8. Bayrische Alpen, bis München herabkommend
Schwarzwälder R., T. atrátum Schultz bip.
-- Bltn in Doldentrauben; Blätt. fiedert. bis gefiedert
3
3. Zungenbltn linealisch-längl.; Blätt. im Umriß längl., die mittl. sitzend, mit gesägtem Mittelstreifen; Fr. 5kantig. 6-8. Sonnige Hügel, Gebüsch, im mittl. und südl. Gebiet
Trauben-R., T. corymbósum Schultz bip.
-- Zungenbltn rundlich, kurz; Blätt. im Umriß eif., alle gestielt, mit nicht gesägtem Mittelstreifen; Fr. 10kantig. 6-8. Zierpfl., zuweilen verw.
Mutterkraut, T. parthénium Schultz bip.
31. Chrysánthemum L., Wucherblume. XIX.
Zungenbltn gelb; Bltnstiele nach oben verdickt. Pfl. kahl, blaugrün. 7-10. Unter der Saat, stellenweise häufig, in anderen Gegenden ganz fehlend
Saat-W., Ch. ségetum L.
Zungenbltn weiß; unt. Blätt. langgestielt, gekerbt, obere sitzend; Stengel meist 1köpfig. 6-10. Wiesen, gemein $(Leucánthemum vulgáre Lamarck)$
Weiße W., Ch. leucánthemum L.
32. Homógyne Cassini, Brandlattich. XIX.
Blätt. kahl, unterseits auf den Nerven weichhaarig. 5. 6. Moorige Wälder und Waldblößen der höheren Gebirge
H. alpína Cassini
33. Tussilágo L., Huflattich. XIX.
Grabenränder, feuchte Äcker, gern auf Ton und Kalk. 3. 4.
T. fárfara L.
34. Petasítes L., Pestwurz. XIX.
1. Blätt. 3eckig-herzf., unterseits dicht schneeweiß-filzig
3
-- Blätt. rundl.-herzf., unterseits dünn grau-wollig od. dünn wollig-filzig
2
2. Bltn rötlich; Blätt. unterseits graugrün, am Grunde mit abgerundeten Lappen (Fig. 754). 3. 4. Feuchte Wiesen, Ufer, nicht selten
Rote P., P. officinális Mœnch
-- Bltn gelblich weiß; Blätt. winklig, ungleich stachelspitz. gezähnt (Fig. 755), unterseits weißlich. 3. Flußufer, feuchte Stellen in Wäldern der höheren Gebirge.
Weiße P., P. albus Gærtner
3. Bltn rötlichweiß; Lappen des Blattgrundes auseinandertretend, ganz od. fast ganz 2spalt. (Fig. 757). 4. 5. Geröll und Flußufer der Alpen und Voralpen und mit den Flüssen in die Ebene herabsteigend
Schnee-P., P. níveus Baumgarten
-- Bltn hellgelb; Lappen des Blattgrundes einwärts gekrümmt, vorn verbreitert, 2-3lappig (Fig. 756). 4. Flußufer, Meeresstrand, sehr zerstr. $(P. spúrius Rchb.)$
Filzige P., P. tomentósus DC.
35. Dorónicum L., Gemswurz. XIX.
1. Grundst. Blätt. elliptisch od. eif., etwas in den Stiel herablaufend, zuw. ganz fehlend
3
-- Grundst. Blätt. tief-herzf., langgestielt
2
2. Pfl. mit langen, unterirdischen Ausläufern; mittlere Blätt. am Grunde des Blattstiels geöhrt, obere stengelumfassend, alle weichhaarig (Fig. 758). 5. 6. Gebirgswälder, sehr zerstr.
Echte G., D. pardaliánches L.
-- Pfl. ohne Ausläufer; Blätt. (außer den grundst.) rundl., grobgezähnt, mit tiefherzf. Grunde stengelumfassend (Fig. 759). 6-8. Alpen, sonst angepfl. und verw.
Herzblättrige G., D. cordifólium Sternberg
3. Grundst. Blätt. vorhanden, mittl. Blätt. gestielt, am Grunde nicht geöhrt (Fig. 760), obere sitzend. Pfl. m. Ausläufern. 4. 5. Bei Diedenhofen i. Lothringen
Wegerich-G., D. plantagíneum L.
-- Grundst. Blätt. fehl.; unt. Blätt. viel kl. als d. übrig., d. folgend. zahlr., herzf., d. ob. längl., stengelumfassend (Fig. 761). Ausläuf. fehl. 7. 8. Abhänge u. Schluchten höherer Gebirge
Österr. G., D. austríacum Jacquin
36. Árnica L., Wohlverleih, Arnika. XIX.
Waldwiesen, Heiden, Triften, verbreitet, in Posen fehlend. 6. 7.
A. montána L.
37. Senécio L., Kreuzkraut. XIX.
1. Hüllkelch am Grunde mit einigen (zuw. nur 1-2) kleinen Blättch. (Außenhülle); Hüllblätt. an der Spitze meist gefleckt
6
-- Hüllkelch am Grunde ohne »Außenhülle«; Hüllblätt. an der Spitze nicht gefleckt $(Cinerária)$
2
2. Stengel klebrig zottig, dick, hohl, oberwärts ästig, dicht beblättert; Blätt. halb stengelumfassend, lanzettl.; Bltn goldgelb; Fr. kahl. 6. 7. Sumpf- und Moorwiesen, Torfstiche. Im nördlichen Gebiet zerstr., im südlichen nur im Elsaß.
Moor-K., S. palúster DC.
-- Stengel spinnwebig-wollig oder fast kahl, einfach, oberwärts entfernt beblättert
3
3. Frkn. behaart
5
-- Frkn. kahl
4
4. Untere Blätt. herz-eif., alle ungleich gezähnt, wellig-kraus od. seltener $(var. rivuláris W. u. K.)$ flach; Bltn goldgelb. 5. 6. Feuchte Wiesen, Torfstiche, selten. Im Thüringer Wald, Erzgebirge, Lausitzer Gebirge, in der oberschlesischen Ebene und in den Sudeten
Krauses K., S. crispátus DC.
-- Untere Blätt. nicht herzf., allmählich in den Blattstiel verschmälert, kaum gezähnt; Bltn gelb. 6. Moore der bayrischen Hochebene
Wiesen-K., S. praténsis DC.
5. Bltn hellgelb; Hüllkelch fast kahl; unt. Blätt. allmählich in den Blattstiel verschmälert, ganzrand. od. etwas gekerbt (Fig. 762b); Pfl. wenig wollig. 5. 6. Sonnige Hügel, selt.
Feld-K., S. campéster DC.
-- Bltn goldgelb; Hüllkelch wollig; unt. Blätt. plötzlich in den langen Stiel zusammengezogen, gekerbt od. gezähnt (Fig. 762a), alle unterseits weißwollig. Pfl. oberwärts spinnwebig-flockig. 5. 6. Bergwälder, besonders auf Kalk. Im mittl. und südl. Gebiet, sehr zerstr.
Spatel-K., S. spathulifólius DC.
6. (1.) Blätt. ungeteilt $(bei Nr. 16 der Stiel zuw. mit klein. Seitenlapp.)$
15
-- Blätt. fiederspaltig bis fiederteilig
7
7. Zungenbltn fehlen (Fig. 763); ob. Blätt. mit geöhrtem Grunde stengelumfassend; Außenhülle meist 10blättrig. 2-11. Bebautes Land, gemein
Gemeines K., S. vulgáris L.
-- Zungenbltn vorhanden, zuweil. kurz u. zurückgerollt
8
8. Zungenbltn flach abstehend (Fig. 764)
10
-- Zungenbltn zurückgerollt, selten (im Sonnenschein u. vor der Bestäubung) flach ausgebreitet
9
9. Pfl. drüsig klebrig; Außenhülle locker, halb so lang als die Hüllblätt.; Fr. behaart, zuletzt kahl. 6-10. Sandfelder, Waldschläge, häufig
Klebriges K., S. viscósus L.
-- Pfl. zerstr. wollhaarig, zuletzt kahl, drüsenlos; Außenhülle angedrückt, etwa ⅙ so lang als die Hüllblätt.; Köpfchen klein; Fr. kurzhaarig. 6-8. Sandfelder, Waldblößen, häufig
Wald-K., S. silváticus L.
10. Mittelstreifen des Blattes (Blattspindel) gezähnt (d. h. zwischen den größeren Blattlappen befinden sich kleinere, zahnartige -- Vergl. Fig. 749); Außenhülle 6-12blättr.
14
-- Mittelstreifen des Blattes mehr ganzrandig
11
11. Außenhülle 4-6blättr., halb so lang als die breiten, verkehrt-eif. Hüllblätt.; Blattzipfel linealisch, nach vorn gerichtet, gezähnt od. fiederspalt. (Fig. 765), die unt. klein, ungeteilt, öhrchenf.; Fr. alle kurzhaarig. Wurzelstock kriechend. 7-9. Gebüsche, Gräben, Waldränder, im südlichen Gebiet zerstr. Nach Norden seltener werdend
Rankenblättriges K., S. erucifólius L.
-- Außenhülle 1-2blättr., sehr kurz; randst. Fr. kahl; obere Blätt. mit geteilten Öhrchen stengelumfassend; Wurzelstock kurz
12
12. Fr. der Scheibenbltn dicht kurzhaarig; unt. Blätt. leierf. fiedert., mit mäßig großen Endlappen, obere fiedert., mit fast senkrecht abstehenden Zipfeln; Köpfchen in ziemlich dichten, aufrechtästigen Doldentrauben. 7. 8. Wegränder, sonnige Hügel, häufig
Jakobs-K., S. jacobǣa L.
-- Fr. der Scheibenbltn sparsam behaart oder kahl; Endlappen der Blätt. meist groß
13
13. Seitenzipfel der Blätt. fast senkrecht abstehend, längl.-verkehrt-eif., Endlappen sehr groß, eif. od. herz-eif. (Fig. 766); Stengel von der Mitte an mit langen, abstehenden, fast blattlosen Ästen. 7. 8. Wiesen, Ufer, sehr zerstr. Nur in Nord- und Mitteldeutschl. $(S. barbaraeifólius Krocker)$
Gespreiztästiges K., S. erráticus Bertoloni
-- Seitenzipfel der Blätt. stark vorwärts gerichtet, fast linealisch, Endlappen ziemlich groß, längl. (Fig. 767); Stengel nur an der Spitze mit aufrecht abstehenden Ästen; Köpfchen größer als bei den beiden vor. 7. 8. Feuchte Wiesen, zerstr., stellenweise häufig
Wasser-K., S. aquáticus Hudson
14. (10.) Blätt. beiderseits zottig, kraus; Blattzipfel eif., gezähnt; Haarkr. an der Fr. bleibend. 5. 6. und 9-11. Sandfelder, Waldränder. Eine allmählich nach dem Westen vordringende Pfl.
Frühlings-K., S. vernális W. u. K.
-- Blätt. kahl od. unterseits etwas wollig; Blattzipfel längl., die oberen zusammenfließend; Haarkr. abfällig. 5. 6. Nur auf steinigen Abhängen bei Mering in der bayrischen Hochebene
Berg-K., S. nebrodénsis L.
15. 6. Blätt: längl. bis lanzettl.
17
-- Blätt. herzf. od. fast 3eckig, höchstens 1½mal so lang als breit, gestielt; Fr. kahl
16
16. Blätt. so lang als breit, unterseits nur auf den Adern kurzhaar., alle gestielt; Blattstiel breitgeflügelt. 7. Sumpfwiesen, Waldsümpfe höherer Gebirge. Alpen und Voralpen, bayr. Wald
Voralpen-K., S. subalpínus Koch
-- Blätt. 1½mal so lang als breit, unterseits etwas spinnwebig-filzig, die oberen sitzend; Blattstiel ungeflügelt. 7. 8. Nur in der Bodenseegegend, in der bayrischen Hochebene und auf den Alpen
Herzförmiges K., S. cordátus Koch
17. Zungenbltn 10-20; Außenhülle 10blättr., halb so lang als die Hüllblätt.; Blätt. scharf gesägt. 7. 8. Sumpfwiesen, feuchte Gebüsche, zerstr.
Sumpf-K., S. paludósus L.
-- Zungenbltn 5-8; Außenhülle 3-5blättr.
18
18. Blätt. mit vorwärts gerichteten Zähnen, derb, untere gestielt; obere mit breitem Grunde sitzend; Zungenbltn 7-8.; Hüllkelch 10-12blättr. 8. 9. Flußufer, Weidengebüsch, sehr zerstr.
Türken-K., S. saracénicus L.
-- Blätt. mit gerade abstehend. Zähnen; Zungenbltn meist 5
19
19. Blätt. unterseits kurzhaarig, mit verdickten, gewimperten Spitzchen der Zähne, mittl. und obere in einen breit geflügelten Stiel verschmälert, der am Grunde ohrf. verbreitert ist; Hüllkelch 10-20blättr. 7. 8. Bergwälder, sehr zerstr.
Hain-K., S. nemorénsis L.
-- Blätt. ziemlich kahl, mit meist ungewimperten Zähnen, mittl. und obere in einen schmal geflügelten Blattstiel verschmälert, der am Grunde kaum verbreitert ist; Hüllkelch walzl., fast 2mal läng. als breit, meist 8blättr. 7-9. Laubwälder, zerstr., in Norddeutschland sehr selten
Fuchs-K., S. fúchsii Gmelin
Bastarde: S. silvaticus × viscosus; S. silvaticus × vulgaris; S. vernalis × vulgaris u. a.
38. Caléndula L., Ringelblume. XIX.
Bltn orange; Köpfchen 3-5 cm breit; Fr. fast alle kahnf.; Blätt. vorn breiter. H. 30-50 cm. 6-10. Häufig in Gärten und zuweilen verwildert
Garten-R., C. officinális L.
Bltn hellgelb; Köpfchen bis 2 cm breit; äußere Früchte linealisch, gerade, geschnäbelt, mittl. kahnf., innere kreisf. eingerollt; Blätt. lanzettl. H. 10-20 cm. 6-10. Äcker, Schutt, in Süddeutschl.
Acker-R., C. arvénsis L.
39. Échinops L., Kugeldistel. XIX.
Blätt. fiedersp.; Blkr. weißl.; Stbbeutel blau. 6-8. Weinberge, Hügel, sehr zerstr. und oft unbeständig
E. sphærocéphalus L.
40. Círsium L., Kratzdistel. XIX.
1. Bltn gelblichweiß (sehr selten purpurn); Köpfchen endst., gehäuft, von großen bleichgelben Blätt. umhüllt; Blätt. stengelumfassend. Pfl. gelbgrün. 7-9. Feuchte Wiesen, häufig
Kohl-K., C. oleráceum Scopoli
-- Bltn purpurn, selten weiß (aber nicht gelblich)
2
2. Blattfläche oberseits kahl od. kurzhaarig, aber nicht von kleinen Stacheln rauh
5
-- Blattfläche oberseits fein bestachelt
3
3. Blätt. mit ihren Rändern am Stengel nicht herablaufend, stengelumfassend, unterseits filzig; Köpfchen kugelig, sehr groß, Hüllkelch spinnwebig-wollig. 7-9. Dürre Hügel, Wald- und Wegränder, selten. In Mittel- und Süddeutschl.
Woll-K., C. erióphorum Scopoli
-- Blätt. mit ihren Rändern am Stengel mehr od. weniger herablaufend
4
4. Blätt. unterseits dünn graufilzig, mit schräg gestellten Zipfeln und dadurch kraus; Äste meist zahlreich, bogig aufsteigend; Köpfchen eif. od. längl.; Fr. bauchig, kastanienbraun. 6-9. Weg- und Ackerränder, unbebaute Orte, gemein
Lanzenblättrige K., C. lanceolátum Scopoli
-- Blätt. unterseits weißwollig, fast flach; Äste steif aufrecht; Köpfchen kugelig; Fr. kleiner, schmal, silbergrau. 6. 7. Waldwege, Holzschläge, seltener als vor. (C. nemorále Rchb.)
Wald-K., C. silváticum Tausch
5. Stengel durch die mit ihren Rändern herablaufenden Blätt. geflügelt (zuweilen nur unten od. oben)
11
-- Stengel nicht geflügelt, da die Blätt. nicht od. (S. C. arvense!) kaum herablaufen
6
6. Stengel sehr kurz (höchstens 20 cm lang), meist 1köpfig; Blätt. rosettig, in einen geflügelten Stiel verschmälert, mit fast 3spalt. Zipfeln; Köpfchen groß, kurz gestielt oder fast am Boden sitzend. 7-9. Trockene Hügel, kalkliebend. Verbreitet
Erd-K., C. acāūle Allioni
-- Stengel 30-125 cm hoch
7
7. Saum der Blkr. bis zum Grunde 5teilig; Stbfäden fast kahl; Köpfchen klein, zahlreich; Blätt. zuweil. etwas herablaufend, ungeteilt od. buchtig fiederspalt., meist wellig-kraus; Stengel ästig, fast kahl. 7-9. Äcker, Wege, Schutt, häufig
Acker-K., C. arvénse Scopoli
-- Saum der Blkr. bis zur Mitte 5spaltig; Stbfäden behaart; Stengel 1-4köpfig
8
8. Blätt. unterseits schneeweiß-filzig, oberseits kahl, lang zugespitzt, ungeteilt od. die mittl. fiedersp.; Stengel reichblättr.; blühende Köpfchen etwa 5 cm lang. 7. 8. Feuchte Wiesen der höheren Gebirge, sonst nur in Schleswig, bei Stralsund und Erfurt
Verschiedenblättrige K., C. heterophýllum Allioni
-- Blätt. unterseits grün od. spinnwebig-wollig; Stengel oberwärts blattlos; Köpfchen kleiner
9
9. Köpfchen zu 2-4 gehäuft, am Ende des weißfilzigen Stieles, selten einzeln; Blätt. beiderseits grün, kurzhaarig, den Stengel mit einem Öhrchen umfassend; Wurzelfasern fadenf. 6. 7. Wiesen, im östl. und südl. Deutschl.
Bach-K., C. rivuláre Link
-- Köpfchen zu 1-3, ihre Stiele von der Mitte des Stengels ausgehend (jeder Stiel trägt nur 1 Köpfchen); Blätt. unterseits spinnwebig-wollig, den Stengel halb umfassend (aber nicht mit einem Öhrchen)
10
10. Stengel schon von der Mitte an blattlos, 1-3köpf.; Blätt. über dem Grunde nicht zusammengezogen, tief fiedert.; Wurzelfasern in der Mitte verdickt. 6-8. Wiesen, Triften, selten
Knollen-K., C. bulbósum DC.
-- Stengel erst oberwärts blattlos, 1köpfig; Blätt. über dem verbreiterten Grunde stielart. verschmälert, ungeteilt od. etwas buchtig; Wurzelfasern nicht verdickt. 6. Moorige Wiesen. Ostfriesland, Oldenburg und bei Hüls unweit Krefeld
Englische K., C. ánglicum DC.
11. (5.) Köpfchen in sehr kurz gestielten Knäueln; Stengel bis oben beblätt., dornig geflügelt, wie die Blätt. spinnwebig-filzig. 7-9. Sumpfwiesen, Gräben, häufig
Sumpf-K., C. palústre Scopoli
-- Köpfchen einzeln am Ende der Stiele; Stengel oberwärts fast blattlos; Blätt. wenig herablaufend
12
12. Blätt. graugrün, unterseits nur meist dünn spinnwebig, ziemlich dornig gewimpert, unt. buchtig-gezähnt bis fiedersp., herablaufend, mittl. am Grunde verschmälert; Hüllblätt. schwarzgekielt, die mittl. nach vorn wenig verschmälert und dann kurz zugespitzt (Fig. 768); Wurzelfasern spindelf. verdickt. H. ½-1½ m. 7-9. Wiesen im östlichen Gebiet, selten, zuweilen eingeschleppt
Graue K., C. canum Moench
-- Blätt. hellgrün, unterseits spinnwebig-wollig, fein gewimpert, ungeteilt, untere am Grunde verschmälert, mittl. am Grunde etwas breiter, darüber fast geigenf. verschmälert; Hüllblätt. lang zugespitzt (Fig. 769); Wurzelfasern nicht verdickt. H. 30-50 cm. 6. 7. Nur bei Dirschel (Schlesien)
Ungarische K., C. pannónicum Gaudin
Die Gattung Cirsium ist sehr reich an Bastarden.
41. Sílybum Gaertner, Mariendistel. XIX.
Zierpfl. in Gärten und zuweilen daraus verw. 7. 8.
S. mariánum Gærtner
42. Cýnara Vaillant, Artischocke. XIX.
Zuweilen als Gemüsepfl. gebaut. 7. 8.
C. scólymus L.
43. Cárduus L., Distel. XIX.
1. Hüllblätt. über dem Grunde etwas eingeschnürt und daselbst zurückgeknickt, alle stechend; Köpfchen über 3 cm br., einzeln, nickend; Blätt. fiedert., beiderseits grün, derb. 7. 8. Hügel, Triften, Wegränder, häufig
Nickende D., C. nutans L.
-- Hüllblätt. nicht eingeschnürt, aufrecht od. zurückgebogen; Köpfchen höchstens 2 cm br.
2
2. Köpfchen fast walzenförmig, zahlreich, gehäuft, sitzend; Blätt. unterseits weißlich-wollig; Bltn blaßrosa. 6-8. Wege, unbebaute Stellen. Nur an Marschdeichen von Husum bis Dithmarschen
Schmalköpfige D., C. tenuiflórus Curtis
-- Köpfchen rundl. od. eif.
3
3. Stengel und Bltnstiele oberwärts blattlos; Blätt. lanzettl., fast kahl; Köpfchen einzeln, nickend. 7. 8. Felsige Orte auf Kalk, sehr zerstr.
Berg-D., C. deflorátus L.
-- Stengel und Bltnstiele meist bis zur Spitze beblätt. und stachelig geflügelt
4
4. Obere Blätt. ungeteilt, eif. od. lanzettl., unt. bis zur Mittelrippe fiedert. od. buchtig gelappt, unterseits spinnwebig-wollig; Stengel nicht kraus geflügelt; Köpfchen gehäuft. 7. 8. Wiesen der höheren Gebirge
Kletten-D., C. personáta Jacquin
-- Alle Blätt. fiedersp., die oberen zuweilen nur etwas gebuchtet; Stengel kraus geflügelt
5
5. Blätt. tief fiedersp., beiderseits grün, ziemlich lang- und derbstachelig; Köpfchen meist einzeln, kurz gestielt. 6-9. Weg- und Ackerränder, meist häufig
Stachel-D., C. acanthoídes L.
-- Blätt. buchtig fiedersp., unterseits dünnfilzig, ziemlich kurz und weichstachelig; Köpfchen meist gehäuft. 7-9. Zäune, Gebüsche, Wegränder, häufig
Krause D., C. crispus L.
Bastarde: C. acanthoides × crispus; C. acanthoides × nutans; C. crispus × nutans u. a.
44. Onopórdon Vaillant, Eselsdistel. XIX.
Stengel etwas wollig; Köpfchen einzeln, groß. 7. 8. Unbebaute Orte, Wege, meist häufig
O. acánthium L.
45. Lappa Lamarck, Klette. XIX.
1. Hüllblätt. einfarbig, grün, kahl, mit hakiger Spitze, länger als die Bltn; Köpfchen in Doldentrauben. 7. 8. Wüste Plätze, Zäune, häufig
Große K., L. officinális Allioni
-- Innere Hüllblätt. an der Spitze rötlich
2
2. Innere Hüllblätt. stumpfl., mit kurzer, gerad. Stachelspitze; Hüllkelch dicht spinnwebig-wollig; Köpfch. in Doldentrauben. 7. 9. Wegränder, Ufer, verbreitet
Filz-K., L. tomentósa Lamarck
-- Alle Hüllblätt. an der Spitze hakig; Köpfchen traubig (übereinander stehend)
3
3. Köpfchen zieml. klein (1 cm br.), meist etwas wollig; Bltn länger als d. Hüllblätt.; Fr. fast glatt, unten etwas querrunzelig. 7. 8. Schutt, Wegränder, nicht selten
Kleine K., L. minor DC.
-- Köpfchen 2 cm br., die oberen gedrängt übereinander stehend an langen, rutenf., überhängend. Ästen; Bltn etwa so lang als die Hüllblätt.; Fr. oberwärts etwas runzlig. 8. Laubwälder, Gebüsche, sehr zerstr.
Hain-K., L. nemorósa Körnicke
Bastarde: L. minor × tomentosa; L. minor × nemorosa; L. officinalis × tomentosa.
46. Carlína L., Eberwurz. XIX.
Innere Hüllblätt. silberweiß; Stengel sehr kurz, mit einem einzigen 4½-7 cm breiten, dicht am Boden sitzend. Köpfchen, zuw. $(var. cauléscens Lamarck)$ bis 30 cm verlängert; Haarkrone doppelt so lang als die Fr. 7. 8. Dürre Hügel, Abhänge, gern auf Kalk. Zerstr., im westl. und nordwestl. Gebiet fehlend
Große E., C. acāūlis L.
Innere Hüllblätt. strohgelb; Stengel 15-50 cm hoch, mehrköpfig; Köpfchen kleiner; Haarkrone so lang als die Fr. 7-9. Wie vor., zerstr.
Kleine E., C. vulgáris L.
47. Serrátula L., Färberscharte. XIX.
Wiesen, Gebüsche, häufig. 7-9.
S. tinctória L.
48. Jurínea Cassini, Filzscharte. XIX.
Blätt. fiedert., mit linealischen, ganzrand. Zipfeln; Hüllblätt. graufilzig. 7-9. Sandige Hügel, zerstr., besonders im mittl. Gebiet
J. cyanoídes Rchb.
49. Cárthamus L., Saflor. XIX.
Blätt. ungeteilt, kahl. Zuweilen im großen gebaut. 7. 8.
C. tinctórius L.
50. Cnicus L., Benediktenkraut. XIX.
Zuweilen auf Äckern gebaut. 6-8.
C. benedíctus L.
51. Centauréa L., Flockenblume. XIX.
1. Obere Hüllblätt. in einen langen Dorn auslaufend (Fig. 770)
11
-- Hüllblätt. nicht dornig, mit einem trockenhäutigen Anhängsel od. an der Spitze trockenhäutig
2
2. Blätt. sämtl. fiedersp. od. fiederteilig
10
-- Blätt. ungeteilt od. nur die unt. fiedersp., die mittleren u. oberen stets ganz
3
3. Randbltn blau, selten rosa od. weiß; Hüllblätt. an der Spitze u. am Rande trockenhäutig, fransig zerschlitzt (nicht mit einem deutlich abgesetzten Anhängsel) (Fig. 771); Endfranse oft breiter
8
-- Randbltn rot; Hüllblätt. mit einem deutlich abgesetzten, ungeteilten od. gefransten Anhängsel; Endfranse nicht breiter
4
4. Anhängsel der Hüllblätt. bogenf. zurückgekrümmt, pfriemlich, fiederig gefranst (Fig. 772), die der 3 inneren Reihen rundl., zerrissen-gezähnt
7
-- Anhängsel der Hüllblätt. aufrecht, lanzettlich od. rundlich
5
5. Haarkr. ⅓ so lang als die Fr.; Anhängsel lanzettl., meist schwarz, mit borstigen Fransen, die doppelt so lang als die Breite des Mittelfeldes sind (Fig. 773); Randbltn nicht größer als die übrigen. 7-10. Gebirgswälder, in West- und Süddeutschl., zuweilen verschleppt
Schwarze Fl., C. nigra L.
-- Haarkr. fehlend; Anhängsel rundlich, ungeteilt od. unregelmäßig zerschlitzt, alle seltener kammförmig gefranst
6
6. Pfl. grün. Anhängsel groß (Fig. 774), die Hüllblätt. verdeckend, bräunlich, gewölbt, die oberen ganzrand. od. etwas zerschlitzt, die untersten kammart. gefranst; unt. Blätt. oft buchtig od. fiedersp. 6-10. Trockene Wiesen, Wegränder, gemein
Wiesen-Fl., C. jacéa L.
Ändert ab: a) var. decípiens Rchb., Anhängsel der untersten Hüllblätt. mit borstenf. Fransen; b) var. praténsis Thuillier, Anhängsel aller Hüllblätt. spitz, entfernt gefranst od. zurückgebogen; c) var. nígrescens Willd., Anhängsel kleiner, die Hüllblätt. nicht ganz bedeckend, schwärzl., die mittl. öfter lang zugespitzt.
-- Pfl. besonders in der Jugend weißwollig-filzig; Stengel von der Mitte an mit starr abstehenden, verlängerten, schlanken Ästen; Hüllblätt. hellbraun, gelb od. fast weiß. 8-10. Trockene Stellen in der mittl. Rheingegend, besonders auf dem linken Rheinufer
Spätblühende Fl., C. serótina Boreau
7. Anhängsel der 3 inneren Reihen der Hüllblätt. über die äußeren hinwegragend; Köpfchen eif. 7. 8. Wiesen, Waldränder, im östl. und nordöstl. Gebiet $(C. austríaca Willd.)$
Fransen-Fl., C. phrýgia L.
-- Anhängsel der 3 inneren Reihen von den Fransen der nächstunteren bedeckt; Köpfchen rundlich. 6-8. Gebirgswiesen, Wälder, zerstr.
Wald-Fl., C. pseudophrýgia C. A. Meyer
8. Blätt. nicht am Stengel herablaufend, linealisch-lanzettlich, die untersten gezähnt od. 3teilig. 7-10. Unter der Saat, häufig
Kornblume, C. cýanus L.
-- Obere Blätt. herablaufend
9
9. Scheibenbltn violett; Hüllblätt. schwarz berandet; Fransen höchstens so lang als der Rand; Blätt. längl.-lanzettl., nebst dem meist breitgeflügelten Stengel spinnwebig-flockig. 5-10. Gebirgswälder in Mittel- und Süddeutschl.
Berg-Fl., C. montána L.
-- Scheibenbltn rötlich; Hüllblätt. bräunlich berandet, die oft weißlichen Fransen länger als der Rand; Blätt. schmal lanzettl., nebst dem meist schmäler geflügelten Stengel graugrün od. grau-spinnwebig-filzig. 6-7. Nur an einigen Stellen der bayrischen Hochebene
Filzige Fl., C. axilláris Willd.
10. Köpfchen einzeln am Ende der Stiele, über 2 cm lang; Haarkr. so lang als die Fr.; Hüllkelch kugelig; Blattzipfel lanzettl.; Bltn trübpurpurn. 7. 8. Hügel, Wegränder, zerstr.
Grind-Fl., C. scabiósa L.
-- Köpfchen rispig gehäuft, kleiner; Haarkr. halb so lang als die Fr.; Hüllkelch rundl.-eif.; Hüllblätt. hervortretend 5nervig; Blattzipfel linealisch (einige mm breit); Blkr. purpurn. $(C. paniculáta Jacquin, C. maculósa Lamarck.)$ 7-9. Wie vor., zerstr.
Rispige Fl., C. rhenána Boreau
11. Bltn gelb; Blätt. herablaufend; Pfl. graufilzig. 7-9. Äcker, selten und unbeständig
Sommer-Fl., C. solstitiális L.
-- Bltn hellpurpurn, selten weiß; Blätt. nicht herablaufend; Pfl. grün. 7. 8. Wegränder, Hügel, sehr zerstr.
Stern-Fl., C. calcítrapa L.
52. Xeránthemum L., Spreublume. XIX.
Zierpfl. in Gärten, zuweilen verw. 6. 7.
X. ánnuum L.
53. Lámpsana L., Rainkohl. XIX.
Unt. Blätt. leierf., mit sehr großem Endzipfel, obere lanzettl., alle eckig gezähnt. 6-8. Gebüsch, Zäune, häufig
L. commúnis L.
54. Apóseris Necker, Hainsalat. XIX.
Laubwälder, Wiesen, Voralpen und angrenzende Ebenen in Bayern und Württemberg. 7. 8.
A. fœtida Lessing
55. Arnóseris Gærtner, Lammkraut. XIX.
Sandige Äcker, zerstr. 7. 8.
A. mínima Link
56. Cichórium L., Cichorie. XIX.
Obere Blätt. lanzettl., mit breiterem Grunde fast stengelumfassend; Köpfchen hellblau, selten weiß. 7. 8. Wegränder. Der Wurzel wegen gebaut
Wegwarte, C. íntybus L.
Obere Blätt. breit eif., mit herzf. Grunde stengelumfassend, zuweilen alle kraus; Köpfchen hellblau. 7. 8. Als Salatpfl. angebaut
Endivie, C. endívia L.
57. Thríncia Roth, Zinnensaat. XIX.
Blätt. gezähnt od. buchtig-fiedersp., meist von 2gabeligen Haaren rauh. 7. 8. Trockene Wiesen, Heiden, sehr zerstr., stellenweise häufig
Th. hírta Roth
58. Leóntodon L., Löwenzahn. XIX.
1. Stengel meist mehrköpfig; Köpfchen vor dem Aufblühen aufrecht, ihre Stiele allmählich verdickt und oberwärts beschuppt; Haare der Haarkr. sämtlich gefied.; Blätt. meist buchtig fiedersp. 7-10. Wiesen, Triften, häufig
Herbst-L., L. autumnális L.
-- Stengel stets 1köpfig; Köpfchen vor dem Aufblühen nickend
2
2. Pfl. graufilzig. Stengel unter dem Köpfchen verdickt, mit Schuppen; Blätt. längl.-lanzettl., fast ganzrand.; Grundachse senkrecht, verlängert. 6-8. Felsen im südlichsten Gebiet
Grauer L., L. incánus Schrank
-- Pfl. grün. Äußere Strahlen der Haarkr. kurz, rauh; Grundachse wagerecht od. schief, abgestutzt
3
3. Stengel höchstens mit 1-2 schuppenf. Blättch. besetzt, unter dem keulenf. Köpfchen verdickt, nebst den Blätt. von gespaltenen Haaren rauh, seltener die ganze Pfl. kahl od. spärlich behaart $(L. hástilis L.)$; Blätt. gezähnt oder fiederspaltig. 6-10. Wiesen, Triften, gemein
Rauher L., L. híspidus L.
-- Stengel mehr schuppig, nach oben allmählich verdickt; Blätt. geschweift gezähnt, kahl od. spärlich mit einfachen Haaren besetzt. 6-8. Schwarzwald, Vogesen, Alpen
Pyrenäen-L., L. pyrenáicus Gouan
59. Picris L., Bitterich. XIX.
Äußere Hüllblätt. abstehend, alle mit steifhaarigem Mittelstreifen; Blätt. längl.-lanzettl., meist buchtig. $(Ändert ab: Blätt. längl.-eif., langzugespitzt; Köpfchen und Fr. größer; Hüllblätt. alle aufrecht; oft schon im Mai blühend = var. crepoides Sauter (P. pyrenáica L.). Vogesen, Schwarzwald, Alpen.)$ 7-9. Wegränder, Wiesen, meist häufig
P. hieracioídes L.
Mit fremdem Samen wird zuweilen eingeschleppt Helmínthia echloídes Gaertner (Picris echioídes L.), mit 3-5 großen, herz-eif., aufrechten, stechenden äußeren und 8 schmäleren inneren Hüllblätt.; obere Blätt. ganzrand., mit herzf. Grunde stengelumfassend.
60. Tragopógon L., Bocksbart. XIX.
1. Bltn blau; Hüllkelch 8blättr., meist länger als die Bltn. 6. 7. Zuweilen gebaut und verw.
Haferwurz, T. porrifólius L.
-- Bltn gelb
2
2. Köpfchenstiele nach oben keulenf. verdickt, hohl; Oberfläche des blüh. Köpfchens in der Mitte vertieft; Hüllblätt. meist 10-12, fast doppelt so lang als die Randbltn; Bltn blaßgelb. 6. 7. Trockene Orte, gern auf Kalk
Großer B., T. major Jacquin
-- Köpfchenstiele nur dicht unter dem Köpfchen etwas verdickt; Hüllkelch 8blättr.
3
3. Pfl. (anfangs) weißflockig-filzig; randst. Fr. am Grunde fast glatt, sehr kurz geschnäbelt; Bltn blaßgelb 6. 7. Nur in Ostpreußen
Flockiger B., T. floccósus W. u. K.
-- Pfl. kahl, nur die jungen Blätt. etwas flockig; alle Fr. lang geschnäbelt; Bltn goldgelb
4
4. Randst. Fr. etwa so lang als ihr Schnabel, körnig rauh; Hüllblätt. etwa so lang als die Bltn $(bei var. minor Fries doppelt so lang)$ Köpfchen etwa 3 cm br.; Stbbeutelröhre oben schwarzbraun. 5-7. Wiesen, Gräben, gemein
Wiesen-B., T. praténsis L.
-- Randst. Fr. fast doppelt so lang als ihr Schnabel, kurz weichstachelig; Hüllblätt. kürzer als die Bltn; Köpfchen 5-7 cm br.; Stbbeutelröhre goldgelb, braun gestreift. 6-7. Wie vor., nicht selten
Morgenländischer B., T. orientális L.
61. Scorzonéra L., Schwarzwurzel. XIX.
1. Blätt. alle od. fast alle fiederteil., mit linealischen Zipfeln; Fr. oben nicht verschmälert; Blkr. hellgelb. 5-7. Acker- und Wegränder, Weinberge, sehr zerstr. $(Podospérmum laciniátum DC.)$
Spitzblättrige Schw., Sc. laciniáta L.
-- Blätt. alle ungeteilt; Fr. verschmälert
2
2. Bltn lila od. rot; Stengel 1-4köpfig. 5. 6. Sonnige Hügel, Wiesen, Triften, sehr zerstr., in der nordwestdeutschen Tiefebene fehlend
Rote Schw., Sc. purpúrea L.
-- Bltn gelb
3
3. Stengel einfach, meist 1köpfig; Hüllblätt. stumpfl.; Hüllkelch meist wollig; Bltn hellgelb. 5. 6. Wiesen, Wälder, sehr zerstr.
Niedrige Schw., Sc. húmilis L.
-- Stengel oben verästelt; Hüllblätt. spitz; Hüllkelch kahl; Bltn zitronengelb, mit Vanillegeruch. 6-9. Wiesen, Hügel, sehr zerstr. Auch gebaut und verw.
Garten-Schw., Sc. hispánica L.
62. Hypochœris L., Ferkelkraut. XIX.
1. Haarkr. 1reihig, alle Strahlen gefied.; Stengel steifhaarig, meist einfach, am Grunde außer der Grundrosette meist noch mit 1-2 Blätt. $(Achyróphorus Scopoli)$
3
-- Haarkr. 2reihig, äußere Strahlen kurz, rauh, innere lang, gefied.; Stengel kahl, verästelt, außer der grundst. Blattrosette höchstens noch mit einigen schuppenf. Blättchen
2
2. Blätt. meist zerstreut-borstig; Hüllblätt. kürzer als die Bltn; Fr. alle geschnäbelt; Bltn dunkel-goldgelb, die äußeren unten blaugrau. 7. 9. Grasplätze, gemein
Kurzwurzeliges F., H. radicáta L.
-- Blätt. kahl; Hüllblätt. so lang als die Bltn; randst. Fr. ungeschnäbelt; Bltn. hell-goldgelb; Köpfchen kleiner. 7-9. Sandige Äcker, zerstr.
Kahles F., H. glabra L.
3. Hüllblätt. ganzrand.; Stengel 1-3köpfig, oben kaum verdickt; grundst. Blätt. meist rotbraun gefleckt. 6. 7. Hügel, Wälder, zerstr.
Geflecktes F., H. maculáta L.
-- Hüllblätt. fransig-zerschlitzt; Stengel 1köpfig, oberwärts stark keulenf. verdickt. 7. 8. Gebirgskämme in Schlesien und Bayern
Alpen-F., H. uniflóra Villars
63. Taráxacum Jussieu, Löwenzahn, Butterblume. XIX.
1. Fr. mit ziemlich dickem Schnabel, dessen weißer Teil höchstens so lang ist als die Fr. mit dem unt. gefärbten Teile des Schnabels zusammen; Hüllblätt. schwärzlichgrün, die äußeren eif.-längl., zuletzt zurückgebogen. 7-9. Riesengebirge
Schwärzlicher L., T. nígricans Kitaibel
-- Fr. mit dünnem Schnabel, dessen weißer Teil 2-3mal so lang ist als die Fr. mit dem gefärbten Schnabelgrunde zusammen[41]
2
2. Äußere Hüllblätt. dem Köpfchen angedrückt, eif.; Fr. gelblichweiß; Blätt. blaugrün, lineallanzettl., gezähnt od. fast ganzr. $(var. salínum Pollich)$ od. lanzettl., buchtig-fiedersp. $(var. eréctum Hoppe)$. 4. 5. Sumpfwiesen, feuchter Sandboden. $(T. palústre DC.)$
Sumpf-L., T. paludósum Scopoli
-- Äußere Hüllblätt. dem Köpfchen nicht angedrückt, abstehend od. zurückgeschlagen
3
3. Äußere Hüllblätt. schmal lanzettl., schmäler als die inneren, an der Spitze zottig; Haarkr. rötlich; Fr. grau; Blätt. grasgrün; Köpfchen schmal (10-12 mm br.). 7-10. Besonders auf Salzwiesen
Kleinköpfiger L., T. leptocéphalum Rchb.
-- Äußere Hüllblätt. mindestens so breit als die inneren; Haarkr. weiß
4
4. Äußere Hüllblätt. eif. od. lanzettl., abstehend, innere unter der Spitze oft mit einem Hörnchen od. einer Schwiele $(T. corniculátum Kit.)$; Fr. hellgrau oder $(T. erythrospérmum Andrzj.)$ braunrot; Köpfchen 1-2 cm br.; Blätt. tief fiederteilig. 5-7. Sonnige Hügel, Wegränder
Glatter L., T. lāēvigátum DC.
-- Äußere Hüllblätt. linealisch od. linealisch-lanzettl., zurückgeschlagen, innere meist ohne Schwiele; Fr. hellbraun; Blätt. jederseits mit 3-6 rückwärts gerichteten Abschnitten (Fig. 12). 4. 5. Wiesen, Grasplätze, gemein
Gemeiner L., T. officinále Wiggers
64. Willemétia Necker, Kronlattich. XIX.
Grundst. Blätt. schwach buchtig-gezähnt, die übrigen ganzrand.; Bltn goldgelb. 6-8. Auf den Alpen und den angrenzenden Hochebenen
W. apargioídes Cassini
65. Chondrílla L., Krümmling. XIX.
Grundst. Blätt. buchtig-fiedersp., die höherstehend. sehr schmal; Äste rutenf.; Bltn in Ähren od. Trauben; Fr. oben 5zähnig. 7. 8. Sonnige Orte, zerstr., im nordwestl. Gebiet nur eingeschleppt
Großer K., Ch. júncea L.
Grundst. Blätt. entfernt gezähnelt, blaugrün, kahl; Stengel sonst fast blattlos; Bltn in lockeren Trugdolden; Fr. mit einem gekerbten Krönchen. 7. 8. Im Kies der Alpenflüsse
Kleiner K., Ch. prenanthoídes Villars
66. Prenánthes L., Hasenlattich. XIX.
Blätt. kahl, mit herzf. Grunde stengelumfassend, unterseits blaugrün. 7. 8. Bergwälder, im mittl. und südl. Gebiet.
P. purpúrea L.
67. Lactúca L., Lattich. XIX.
1. Bltn blau; Blätt. fiedersp.; Fr. beiderseits mit ~einer~ Rippe, schwarz. 5. 6. Felsen, Steinhügel, Weinberge, sehr zerstr.
Blauer L., L. perénnis L.
-- Bltn gelb; Fr. beiderseits mit ~mehreren~ Rippen
2
2. Stengel hohl, grün; Blätt. kahl, zart; Fr. 2-3mal so lang als ihr Schnabel
7
-- Stengel markig, meist gelblichweiß; Blätt. derb; Fr. höchstens so lang als ihr Schnabel
3
3. Blätt. herablaufend, unt. tief fiedert., mit linealischen Zipfeln, obere ungeteilt; Köpfchen 5blütig; Stengel meist mit vielen rutenf., aufrechten Ästen. 7. 8. Felsen, steinige Abhänge. Unweit Dresden und bei Netzschkau im Vogtlande
Ruten-L., L. vimínea Presl
-- Blätt. nicht herablaufend, mittl. und obere stengelumfassend; Köpfchen 10-16blütig
4
4. Gartenpfl. Köpfchen in Doldenrispen; Blätt. meist wagerecht gestellt, kahl, unterseits auf dem Mittelnerv glatt, selten stachelig, mit herzf. Grunde stengelumfassend. 6-8. Als Gemüsepflanze gebaut
Garten-L., L. satíva L.
-- Wildwachsende Pfl.; Köpfchen in Rispen; Fr. an der Spitze meist kurz borstig; Blätt. unterseits auf dem Mittelnerv meist stachelig, mit pfeilf. Grunde stengelumfassend
5
5. Blätt. linealisch, ganzrand., unt. fiedersp.; Bltnstand schmal, oft traubig; Fr. halb so lang als ihr Schnabel, braun. 7. 8. Wüste Plätze, Weinberge, sehr zerstr., in Mittel- und Süddeutschl.
Weiden-L., L. salígna L.
-- Blätt. längl. bis verkehrt-eif., meist fiedersp.; Fr. etwa so lang als der Schnabel
6
6. Blätt. fast senkrecht gestellt (ihre Seitenränder nach oben und unten gerichtet), meist buchtig-fiedersp.; Fr. schmal berandet, bräunlich-grau. 7-10. Schutt, Wege, meist nicht selten
Stachel-L., L. scaríola L.
-- Blätt. wagerecht abstehend, meist ungeteilt; Fr. breit berandet, schwarz. Widerlich riechend. 7. 8. Steinige Orte, selten. Rheinprov., Thüring. u. i. südl. Gebiet.
Gift-L., L. virósa L.
7. Rispenäste abstehend; Blätt. mit einem geflügelt., stengelumfassenden Stiel, fiedert., mit rundl., eckig-gezähnten Zipfeln und großem Endlappen; Köpfchen 5blütig. 7. 8. Schutt, Wälder
Mauer-L., L. murális Lessing
-- Rispenäste aufrecht; Blätt. tief pfeilf.-stengelumfassend, fiedersp.; Fr. samt dem ½ so langen Schnabel schwarz; Köpfchen vielblütig. 7-9. Wälder, Gebüsch, selten, besonders in Mitteldeutschl.
Eichen-L., L. qúercina L.
68. Mulgédium Cassini, Milchlattich. XIX.
Köpfchen in einfacher od. etwas zusammengesetzter Traube, mit drüsig behaarten Stielen und Hüllkelchen; Blätt. fiedert., mit großem, 3eckigem Endzipfel, die oberen mit geflügeltem, am Grunde herzf. Blattstiel stengelumfassend; Fr. längl.-linealisch, vielrippig, oben etwas verschmälert. 7. 8. Feuchte Waldstell. der höheren Gebirge.
Alpen-M., M. alpínum Cassini
Köpfchen in Doldentrauben, mit kahlen Stielen und Hüllkelchen; Blätt. schrotsägig-fiedert., mittlere und obere mit tief herzf. Grunde stengelumfassend; Fr. elliptisch, beiderseits 5ripp., von der Mitte bis zur Spitze verschmälert. 7. 8. Höchste Vogesen u. sehr selten im Schwarzwald.
Plumiers-M., M. plumiéri DC.
69. Sonchus L., Gänsedistel. XIX.
1. Stengel unterwärts meist einfach; Hüllkelch dicht drüsenhaarig $(vergl. aber S. arvensis!)$
3
-- Stengel meist ästig; Hüllkelch kahl od. weißflockig, selten etwas drüsig
2
2. Blätt. weich, stachelspitzig gezähnt, am Grunde pfeilf.; Fr. fein querrunzlig; Blkr. hellgelb, unterseits purpurn. 6-10. Äcker, Schutt, gemein
Gemeine G., S. oleráceus L.
-- Blätt. derb, mit stechenden Zähnen, am Grunde herzf.; Fr. nicht querrunzlig; Blkr. sattgelb. 6-10. Wie vor., verbreitet
Rauhe G., S. asper Allioni
3. Blätt. am Grunde mit abgerundeten Öhrchen; Doldenrispe nebst den Hüllkelchen gelb-drüsenhaarig, seltener $(var. uliginósus M. B.)$ kahl, wenigköpfig; Fr. braun. 7-10. Äcker, feuchte Wiesen, gemein
Acker-G., S. arvénsis L.
-- Blätt. am Grunde mit zugespitzten Öhrchen; Doldenrispe nebst den Hüllkelchen schwärzl.-drüsenhaarig, vielköpfig; Fr. gelblich. 7. 8. Flußufer, Sumpfwiesen, sehr zerstr., am verbreitetsten in Norddeutschland.
Sumpf-G., S. palúster L.
Bastard; S. asper × oleraceus.
70. Crepis L., Feste, Pippau. XIX.
1. Fr. nach der Spitze hin verschmälert od. kurz geschnäbelt, aber nicht mit einem fadenf. Schnabel
5
-- Fr. alle oder doch die inneren mit fadenf. oder haardünnem Schnabel; Haarkr. stets schneeweiß
2
2. Köpfchen vor dem Aufblühen aufrecht; Blätt. schrotsägig
4
-- Köpfchen vor dem Aufblühen nickend; randst. Bltn unterseits rotgestreift
3
3. Stengel und Blätt. weichhaarig; Hüllkelch überall von einfachen und drüsentragenden Haaren grau und zottig; Schnäbel der innersten Fr. etwas länger als der Hüllkelch. 6-8. Weinberge, Weg- und Ackerränder, zerstr. im mittl. und südlichen Gebiet, sonst sehr selten
Stink-F., C. fœtida L.
-- Pfl. oberwärts borstig-rauhhaarig; Hüllkelch etwas grau, von starren Borsten steifhaarig, meist drüsenlos; Schnäbel aller Fr. kürzer als die Hüllblätt. 6-8. Wüste Plätze, verlassene Kalkbrüche. Nur in Schlesien bei Gogolin und Oppeln
Mohnblättrige F., C. rhoeadifólia M. B.
4. Hüllkelch zur Frzeit etwa so lang als die Haarkr., nebst den Bltnstielen steifborstig, grün; Bltnboden kahl. 6-8. Hügel, Brachen, Schutt, selten eingeschleppt. Bei Oppeln (Schlesien) eingebürgert
Borsten-F., C. setósa Haller fil.
-- Hüllkelch zur Frzeit halb so lang als die Haarkr., oft steifhaarig, grau; Bltnboden behaart; randst. Bltn unterseits purpurn gestreift. 5-7. Trockene Wiesen, Äcker, Triften, kalkliebend. Im südl. Gebiet u. im südl. Teile der Rheinprovinz, bei Höxter in Westfalen
Frühlings-F., C. taraxacifólia Thuillier
5. (1.) Haarkr. gelbl. od. schmutzigweiß, steif und zerbrechl.
16
-- Haarkr. schneeweiß, weich und biegsam
6
6. Stengel bis zur Spitze beblättert
9
-- Stengel außer der grundst. Blattrosette blattlos oder nur noch mit 1-2 größeren Blätt.
7
7. Stengel vielköpfig (10-30); Köpfchen klein, traubig od. rispig angeordnet; Blätt. alle grundst., entfernt gezähnelt; Bltn hellgelb. 5-7. Sonnige Hügel, trockene Wiesen, Gebüsche, in Mittel- und Süddeutschl. zerstr., nordöstl. bis Ostpreußen
Abgebissene F., C. praemórsa Tausch
-- Stengel meist 1köpfig, selten ästig
8
8. Bltn orangerot; Stengel oberwärts nebst dem Hüllkelch schwarzzottig; Blätt. kahl. 7. 8. Alpen und selten auf der bayrischen Hochebene
Gold-F., C. āūrea Cassini
-- Bltn goldgelb; Stengel oberwärts filzig; Hüllkelch graufilzig od. kurz rauhhaarig; Blätt. flaumig. 6. 7. Felsige Orte im südl. Gebiet
Gebirgs-F., C. alpéstris Tausch
9. (6.) Fr. im reifen Zustande 20rippig; Pfl. ausdauernd
14
-- Fr. 10-13rippig; Pfl. 1-2jährig
10
10. Äußere Hüllblätt. mehr oder weniger abstehend
12
-- Äußere Hüllblätt. angedrückt; Fr. 10rippig
11
11. Blätt. meist kahl, mit pfeilf. Grunde stengelumfassend, grasgrün; Hüllblätt. außen grauflaumig, zuweilen drüsenhaarig; Köpfchen klein, 1-1½ cm breit. 6-10. Äcker, Triften, häufig
Grüne F., C. virens Villars
-- Blätt. meist drüsig weichhaarig, mittl. am Grunde wie abgeschnitt.; Hüllblätt. ganz kahl, äußere sehr kurz. 6. 7. Hügel, Weinberge. Rheingegend und in Württemberg
Schöne F., C. pulchra L.
12. Grundst. Blätt. dem Boden angedrückt, fiedersp. od. gezähnt, die übrigen meist ungeteilt, linealisch, pfeilf., am Rande umgerollt; innere Hüllblätt. innen behaart; Pfl. graugrün. 5-10. Trockene Felder, Mauern, häufig
Grund-F., C. tectórum L.
-- Blätt. alle flach, am Rande nicht umgerollt
13
13. Griffel braun; Blätt. mit pfeilf. Grunde stengelumfassend; Hüllblätt. außen steifhaarig, innen kahl; Fr. 10rippig, gelbbraun. 5-7. Zuweilen eingeschleppt, besonders unter Luzerne
Nizzaische F., C. nicaeénsis Balbis
-- Griffel gelb; Blätt. mit öhrchenf. gezähntem, aber nicht pfeilf. Grunde schwach stengelumfassend; Hüllblätt. innen anliegend seidenhaarig; Fr. 13rippig, gelblich. 6-8. Wiesen, Weg- und Ackerränder, meist häufig
Wiesen-F., C. biénnis L.
14. (9.) Hüllblätt. u. Köpfchenstiele drüsig-kurzhaarig; Pfl. 0,60 bis 1 m hoch, kurzhaarig od. kahl; mittl. Blätt. mit schwach herzf. Grunde stengelumfassend. 6-8. Waldwiesen, zerstr.
Abbiß-F., C. succisifólia Tausch
-- Hüllblätt. rauhhaarig; Pfl. bis 50 cm hoch; mittl. Blätt. mit pfeil- od. spießf. Grunde stengelumfassend
15
15. Äußere Hüllblätt. so lang als die inneren, fast drüsenlos; Blätt. oberwärts genähert, drüsenlos. 6-8. Gebirgswiesen (Vogesen, Schwarzwald, Alpen)
Schaben-F., C. blattarioídes Villars
-- Äußere Hüllblätt. kürzer als die inneren, alle nebst den Köpfchenstielen rauhhaarig u. zugleich dicht drüsig; Blätt. drüsig weichhaarig. 7. 8. Riesengebirge, Glatzer Schneeberg, Mährisches Gesenke, Alpen
Großblütige F., C. grandiflóra Tausch
16. (5.) Fr. 10rippig; obere Blätt. eif., mit herzf. Grunde stengelumfassend, lang zugespitzt; Hüllkelch drüsig behaart, selten kahl. 6-8. Feuchte Wiesen, Sümpfe, nicht selten
Sumpf-F., C. paludósa Moench
-- Fr. 20-30rippig; unt. Blätt. in einen gesägten, geflügelten, stengelumfassenden Stiel verschmälert; Stengel steifhaarig; Hüllkelch rauhhaarig. 7-9. Nur im Kessel im Mährischen Gesenke
Sibirische F., C. sibírica L.
71. Hierácium L., Habichtskraut.[42] XIX.
I. Fr. klein (bis 2½ mm l.), am oberen Rande gekerbt (Fig. 775), schwarz; Stengel mit einer grundst. Blattrosette, sonst blattlos od. wenigblättr.; Pfl. häufig ausläufertreibend
Pilosélla 328
II. Fr. über 3 mm lang, oben mit einer Ringwulst, nicht gekerbt (Fig. 776), Stengel oft mehr- bis reichblättr., aber selten mit grundst. Rosette. Pfl. stets ohne Ausläufer.
a) Hüllblätt. dachziegelart.; Haarkr. mehrreihig, mit kürzeren und längeren Strahlen
Archierácium 329 b) Hüllblätt. 2reihig, die inneren viel länger als die äußeren; Haarkr. 1reihig
Chlorocrépis 331
1. Untergattung. Pilosélla Fries.
1. Stengel 2- bis vielköpfig
4
-- Stengel 1köpfig (ausnahmsweise 2köpfig), nur mit grundständ. Blätt.
2
2. Hüllblätt. stumpfl., eif.-lanzettl., 3-4 mm br., meist weiß berandet; Ausläufer kurz, dick, meist unterirdisch. 6. 7. Alpentriften und -wiesen in Bayern
Hoppes H., H. hoppeánum Schultes
-- Hüllblätt. zugespitzt
3
3. Hüllblätt. am Grunde etwa 3 mm br., meist drüsenlos, lang seidenhaarig; Ausläufer kurz, dick. 5. 6. Sonnige Abhänge, selten
Peletiers H., H. peleteriánum Mérat
-- Hüllblätt. 1-2 mm br., drüsig, graufilzig und steifhaarig (aber nicht seidenhaarig); Ausläufer verlängert, meist schlank. 5-10. Wegränder, Triften, gemein
Kleines H., H. pilosélla L.
4. Stengel gabelig 2-5köpfig, außer den grundst. Blätt. meist noch 1blättr.; Hüllkelch bauchig-eif., mit breiter, gestutzter Basis; Blätt. hellgrün, borst. behaart, unterseits außerdem noch mit zerstreuten Sternhaaren 5. 6. Grasplätze, besonders in Schlesien, sonst selten
Ausläuferreiches H., H. flagelláre Willd.
-- Köpfchen in Trugdolden od. Doldentrauben od. Doldenrispen, meist sehr kurz gestielt
5
5. Bltn dunk. orangerot bis braun; Blätt. grasgrün; Steng. oberwärts nebst dem Hüllkelch schwarz drüsenhaarig. 5. 6. Gebirgswiesen, auch in Gärten und verw.
Orangerotes H., H. aurantíacum L.
-- Bltn gelb od. nur die randst. außen rötlich
6
6. Blätt. blau- oder graugrün
8
-- Blätt. blaß- od. gelblichgrün; Bltn hell-goldgelb
7
7. Innere Hüllblätt. stumpf; Hüllkelch dicht schwarzborst. u. drüsenhaarig; Köpfe zahlreich, dicht gedrängt; Blätt. zerstr. sternhaarig; Stengel besonders unten mit weichen Haaren, die länger als sein Durchmesser sind. 6-8. Wiesen, Grasplätze, zerstr. $(H. collínum Nägeli u. Peter)$
Wiesen-H., H. praténse Tausch
-- Innere Hüllblätt. spitz; Hüllkelch sparsam sternfilzig; Blätt. beiderseits sternhaarig; Haare des Stengels höchstens so lang als sein Durchmesser. 5. 6. Sonnige Hügel, zerstr., im Nordwesten fehlend
Doldenrispiges H., H. cymósum L.
8. Stengel 5-25 cm hoch, 2-5köpfig; Blätt. blaugrün, fast ganz kahl, meist nur am Grunde von schlängeligen Borsten gewimpert; Bltn hellgelb. 5. 6. Wiesen, Triften, häufig
Aurikel-H., H. aurícula L.
-- Stengel 20-100 cm hoch, 3- bis vielköpfig
9
9. Blätt. graugrün; Stengel 3-12blättr., ohne grundst. Rosette. Ausläufer fehlend
12
-- Blätt. blaugrün; Stengel (außer den grundst. Blätt.) 1-3blättr. Ausläufer meist vorhanden
10
10. Stengel 20-50köpf., oberwärts nebst dem Bltnstande borst.; Blätt. unterseits und am Rande borstig; Bltn hellgelb. 6. 7. Hügel, trockene Wiesen, zerstr.
Hohes H., H. praeáltum Villars
-- Stengel 3-15köpfig
11
11. Bltn dunkel goldgelb; innere Hüllblätt. schmal blaß berandet; Hüllkelch eif.-kugelig. 5. 6. Grasplätze, Wegränder, Wiesen selten.
Reichblütiges H., H. floribúndum Wimm. u. Grab.
-- Bltn hell goldgelb; innere Hüllblätt. breit blaß berandet; Hüllkelch walzlich. 5. 6. Schlesien
Schwedisches H., H. suécicum Fries
12. Steng. unterwärts 3-6blättr., mit wagerecht abstehenden, oft rotbraunen Borsten; Blätt. zerstreut borstig, unterseits dünn graufilzig; Köpfchen ziemlich groß, wenig zahlreich. 6. 7. Sonnige Hügel, Felsen, zerstr.
Borstiges H., H. setígerum Tausch
-- Stengel 10-12blättr., wie die Blätt. mit bogig aufwärts gekrümmten od. angedrückten Borsten dicht besetzt; Köpfchen mittelgroß, ziemlich zahlreich. 7. 8. Wie vor., zerstr.
Natterkopfblättriges H., H. echioídes Lumnitzer
2. Untergattung. Archierácium Fries.
1. Grundst. Blätt. zur Blütezeit nicht mehr vorhanden
10
-- Grundst. Blätt. rosettig, zur Blütezeit noch vorhanden (zuweilen vertrocknet)
2
2. Hüllblätt. fast gleichlang, am Grunde mit 1-2 Reihen viel kürzerer Blättchen
4
-- Hüllblätt mehr od. weniger dachziegelartig angeordnet, von innen nach außen allmählich kürzer; Zungenbltn an der Spitze gewimpert. Pfl. zottig
3
3. Grundst. Blätt. mehr od. weniger spatelig, ganzrand. od. fein gezähnelt, in den geflügelten Stiel verschmälert, die übrigen längl.-lanzettl. bis lineal; Stengel oberwärts nebst dem Hüllkelch mit langen, weißen, am Grunde schwarzen Haaren und mit kurzen, schwarzen Drüsenhaaren besetzt. 7. 8. Triften und Wiesen der höheren Gebirge
Alpen-H., H. alpínum L.
-- Grundst. Blätt. längl.-lanzettl., grob gezähnt, die ersten sitzend, die folgenden langgestielt, die übrigen lanzettlich; Hüllkelch schwärzlich, später wenig behaart; Zungenbltn gestreift. 7. 8. Brocken
Brocken-H., H. brúcterum Fries
4. Stengel (außer der grundst. Blattrosette) mehrblättrig
8
-- Stengel entweder nur am Grunde beblätt. od. außerdem noch mit 1 (selten 2) Blätt.
5
5. Grundst. Blätt. am Grunde mehr od. weniger herzf.
7
-- Grundst. Blätt. in den Blattstiel verschmälert; Stengel 3- bis 5köpfig
6
6. Blätt. borst., blaugrün, stumpfl.; Hüllblätt. fein drüs., spitz; Bltn hell goldgelb. 6-9. Felsen, zerstr.
Schmidts H., H. schmídtii Tausch
-- Blätt. weich behaart, zugespitzt; Hüllblätt. drüsenlos, besonders am Grunde mehr oder weniger graufilzig; Hüllkelch fast kugelig; Bltn hell goldgelb. 7. 8. Pfl. bläulichgrün
Blaugrünes H., H. cǣsium Fries
7. Hüllblätt. mehr oder weniger drüsig, nur die inneren spitz; Stengel vielköpfig; Blätt. weich. 5-10. Wälder, Mauern, gemein
Mauer-H., H. murórum L.
-- Hüllblätt. drüsenlos, lang und fein zugespitzt; Stengel wenigköpfig; Blätt. etwas derb. 5-7. Felsen, selten
Gabeliges H., H. bífidum Kitaibel
8. Blätt. mit langen, gelblichen Borstenhaaren, am Rande drüsig, schmal lanzettlich od. linealisch, grob gezähnt; Steng. gestreift. 6. 7. Auf dem Hunsrück, b. Wernerseck im Nettetal b. Neuwied u. Andernach
Steinbrech-H., H. saxífragum Fries
-- Blätt. drüsenlos
9
9. Äußere Hüllblätt. spitz, schwarzdrüsig; Blätt. mit vorwärtsgerichteten Zähnen; Bltn goldgelb. 6. 7. Wälder, Gebüsche, gemein
Gemeines H., H. vulgátum Fries
-- Äußere Hüllblätt. stumpf, drüsenlos; Blätt. alle gestielt, am Grunde tief buchtig gezähnt; Stengel oft schon vom Grunde an verzweigt; Bltn gelb. 6. 7. Provinz Brandenburg, Hannover, Spessart, Bayern.
Ästiges H., H. ramósum W. u. K.
10. Blätt. mit herzf. Grunde stengelumfassend; Rand der Zungenbltn gewimpert; Hüllkelch und Köpfchenstiele dicht drüsig; Bltn dunkel goldgelb. 8. 9. Wiesen höherer Gebirge
Hasenlattich-H., H. prenanthoídes Villars
-- Blätt. nicht od. nur die oberen stengelumfassend
11
11. Äußere Hüllblätt. an der Spitze zurückgebogen, die inneren breiter, stumpf, meist alle kahl; Köpfchen doldenrispig od. fast doldig; Blätt. sitzend, lanzettlich bis linealisch. 7-10. Wegränder, Triften, Dünen, häufig.
Doldiges H., H. umbellátum L.
-- Äußere Hüllblätt. angedrückt od. etwas abstehend
12
12. Innere Hüllblätt. spitzl., verschmälert, alle dunkelgrün, am Rande bleicher; Blätt. mit verschmälertem Grunde sitzend; Stengel steif, meist entfernt beblätt., oberwärts traubig rispig od. doldenrispig. 6-8. Lichte Wälder
Glattes H., H. laevigátum Willd.
-- Innere Hüllblätt. stumpf, breiter als die äußeren; Stengel dicht beblättert
13
13. Obere Blätt. mit herzf. Grunde stengelumfassend; Hüllblätt. hellgrün; Bltn hell goldgelb. 8. 9. Gebüsche
Savoyer-H., G. sabāūdum L.
-- Obere Blätt. mit abgerundetem Grunde sitzend od. etwas stengelumfassend; Hüllblätt. dunkelgrün, getrocknet schwärzlich; Bltn goldgelb. 8-10. Wie vor., häufig $(H. silvéstre Tausch)$
Nördliches H., H. boreále Fries
3. Untergattung. Chlorocrépis Grisebach.
Stengel 1-3köpfig; Blätt. linealisch-lanzettl., blaugrün, kahl; Hüllblätt. lang zugespitzt; Bltn hellgelb, trocken grün. 6. 7. Mit den Alpenflüssen in die Ebene herabsteigend
Widerstoß-H., H. staticifólium Villars
2. Klasse. Monocotýleae. Einkeimblättrige Pflanzen oder Spitzkeimer.
Pflanzen mit nur einem Keimblatt. Laubblätt. in der Regel mit parallel verlaufenden, unverzweigten Hauptnerven. Blütenteile meist in der 3-Zahl vorhanden.
91. Familie. Gramíneae, Gräser.[43]
I. Jedes einzelne Ährchen der Hauptachse unmittelbar aufsitzend (Fig. 777) od. mit einem ganz kurzen, einfachen Stiele von ihr entspringend (Fig. 781). Der Bltnstand ist daher eine Ähre[44] od. (bei den kurzgestielten Ährchen) eine ährenf. Traube. Der Halm trägt an der Spitze zuw. mehrere fingerart. od. traubig angeordnete Ähren (Fig. 783-784)
Ährengräser 332
II. Die an der Hauptachse entspringenden Stiele sind verzweigt, aber so kurz, daß die Ährchen eine ährenf. Rispe bilden (Fig. 778). (Oft ist erst beim Umbiegen des Bltnstandes zu erkennen, daß die Ährenstiele verzweigt sind, daß also nicht jedes Ährchen unmittelbar an der Hauptachse entspringt)
Ährenrispengräser 334
III. Ährchen langgestielt od. kurzgestielt und dann an längeren Rispenästen stehend und daher eine mehr od. weniger ausgebreitete Rispe bildend (Fig. 779)
Rispengräser 335
1. Ährengräser.
1. Halm an der Spitze mit mehreren fingerart. od. traub. zusammengestellt. Ähren (Fig. 783-784)
13
-- Halm an der Spitze mit einer einzigen Ähre od. ährenf. Traube (Fig. 777, 781-782)
2
2. Ährchen ganz in Aushöhlungen der Ährenachse eingesenkt (Fig. 780), 1-2blütig, in fast stielrunder, meist gekrümmter Ähre, die kaum dicker als der Halm ist; Kelchspelzen 2, selten 1, vorn nebeneinander. H. 5-15 cm. Meeresküste
Leptúrus 358
-- Ährchen nicht in die Ährenachse ganz eingesenkt
3
3. Ähre einseitswendig, da die 1blüt., rötl. od. bläulichen Ährchen in 2 sehr genäherten Reihen stehen (Fig. 782); Halm sehr dünn, mit borstl. Blätt.
12
-- Ähre 2seitig, da die Ährchen sich an der Ährenachse gegenüberstehen
4
4. Auf jedem Absatze der Ährenachse sitzen mehrere (2-6) Ährchen nebeneinander; Ährchen 1blütig
11
-- Ährchen einzeln an der Hauptachse stehend, 2-8blütig
5
5. Ährchen mit der schmalen Seite der Ährenachse zugekehrt, mit 1 Kelchspelze (nur das endst. mit 2)
Lólium 357
-- Ährchen mit der breiten Seite der Ährenachse zugekehrt, alle mit 2 Kelchspelzen
6
6. Ährchen kurzgestielt (Fig. 781), in einfacher Traube, entfernt stehend, 3- bis vielblütig
10
-- Ährchen sitzend, meist dicht gedrängt
7
7. Äußere Bltnspelze auf dem ~Rücken~ mit ~knief. gebogener~ Granne; Ährchen 4-7blütig
Gaudínia 349
-- Äußere Bltnspelze grannenlos od. an der ~Spitze~ mit ~gerader~ Granne
8
8. Ährchen 2blütig (mit einem stielart. Ansatz zu einer 3. Blüte); Kelchspelzen pfrieml., 1nervig, gekielt.
Roggen, Secále 359
-- Ährchen 3-8blütig; Kelchspelzen eif. oder lanzettl., mehrnervig
9
9. Kelchspelzen scharf gekielt (wenigstens an der Spitze), eif., sehr ungleichseitig; unt. Bltnspelze am Grunde ohne Querwulst; Ährchen bauchig. Weizen
Tríticum 358
-- Kelchspelzen nicht od. stumpf gekielt, lanzettl., gleichseitig; unt. Bltnspelze am Grunde mit einer Querwulst; Ährchen nicht bauchig. Wildwachsende Arten
Agropýrum 358
10. Kelchspelzen ungleich lang, 5-7nervig; innere Bltnspelze steif gewimpert; Ährchen 4-16blütig, lang, schmal linealisch (Fig. 781)
Brachypódium 357
-- Kelchspelzen fast gleichlang, 3nervig, innere Bltnspelze fein gewimpert; Ährchen 3-7blütig
Festúca 354
11. Ährchen meist 3blütig, zu 2-4 nebeneinander; Kelchspelzen am Kiele gewimpert, oberwärts kurzhaarig; Bltnspelzen grannenlos; Blätt. starr, stechend, trocken eingerollt. Meeresstrand
Élymus 359
-- Ährchen 1blütig od. mit einem Ansatze zur 2. Blüte, zu 3 nebeneinander, das mittlere stets begrannt (Fig. 829-831); Blätt. weich, flach
Hórdeum 359
12. Kelchspelzen fehlend; Narbe 1; Ährchen linealisch, pfriemlich (Fig. 782b), blau. Pfl. graugrün. H. 10-30 cm
Nardus 357
-- Kelchspelzen 2, nach oben behaart; Narben 2; Ährchen elliptisch (Fig. 782a), purpurn. H. 3-9 cm
Mibóra 344
13. Ährchen rauhhaarig, lang begrannt, zu 2 nebeneinander (Fig. 783), davon 1 sitzend, 1 gestielt, das gestielte nur mit Stbbltn; Ährenachse zerbrechlich, behaart; Kelchspelzen 3
Andropógon 339
-- Ährchen kahl od. fast kahl
14
14. Ährchen zu 2, eins sitzend od. fast sitzend, eines gestielt, vom Rücken zusammengedrückt; Kelchspelzen nicht gekielt; Ähren fast fingerart. od. traubig angeordnet (Fig. 784)
Pánicum 339
-- Ährchen einzeln, kurzgestielt, von der Seite zusammengedrückt; Kelchspelzen gekielt; Ähren genau fingerart. (von einem Punkte entspringend)
Cýnodon 349
Vergl. dazu Zea mays, Glyceria fluitans var. und Festuca elatior × Lolium perenne
2. Ährenrispengräser.
1. Ährchen am Grunde mit einer Hülle, die entweder aus langen, das Ährchen überragend. Borsten od. (Fig. 785) aus einem kammf. Blättch. besteht
14
-- Ährchen am Grunde ohne eine solche Hülle $(vergl. Ammophila)$
2
2. Ährchen 2- bis vielblütig
9
-- Ährchen 1blütig, oft mit einem pfrieml. od. keulenf. Ansatz zu 1 oberen od. 2 unteren Bltn.
3
3. Äußere Bltnspelze am Rande dicht und lang gewimpert (Fig. 816) und daher die Ährenrispe nach dem Verblühen zottig-seidenhaarig; Ährchen mit einer fruchtbaren und einer verkümmerten Blüte; Blätt. fast borstlich
Mélica 350
-- Äußere Bltnspelze nicht lang gewimpert
4
4. Äußere Kelchspelze dicht mit hakigen Dornen besetzt, die innere sehr klein, häut.; Ährchen vom Rücken her zusammengedrückt
Tragus 339
-- Kelchspelzen nicht mit hakigen Dornen; Ährchen von der Seite her zusammengedrückt
5
5. Ährenrispe eif. od. kugelig-eif., sehr dicht (Fig. 786), weißlich, grün gestreift; Kelchspelzen 4, die äußeren auf dem Rücken breit geflügelt, viel größer als die Blüte, die inneren schuppenf. (eine oft fehlend); Bltnspelzen lederart., unbegrannt
Phaláris 341
-- Ährenrispe längl. od. walzl., selt. eif. u. dann d. Kelchspelzen am Kiel steifhaarig od. Bltn begrannt
6
6. Bltnspelzen am Grunde mit Haaren, die ⅓-¼ so lang als die Spelzen sind; Ährchenachse über die Blüte verlängert, an der Spitze pinselartig behaart; Kelchspelzen etwas ungleich; Bltn unbegrannt; Ährenrispe weißlich; Blätt. meist eingerollt
Ammóphila 346
-- Ährchenachse unbehaart od. schwarz behaart
7
7. Kelchspelzen 4, die 2 äußeren sehr ungleich, die inneren kleiner, begrannt, braunhaarig (Fig. 795); Bltnspelzen kurz, durchsichtig; Narben fadenf.; Stbblätt. 2; Ährenrispe locker
Anthoxánthum 341
-- Kelchspelzen 2, gekielt, gleichlang; Stbblätt. 3; Ährenrispe dicht
8
8. Kelchspelzen wenigstens am Grunde verwachsen (Fig. 797 bis 799); äußere Bltnspelze groß, schlauchart. um die Blüte gewickelt, auf dem Rücken begrannt, innere meist fehlend
Alopecúrus 342
-- Kelchspelzen ganz getrennt, stachelspitzig od. begrannt (Fig. 800-802); äußere Bltnspelze stumpf, unbegrannt, die stets vorhandene innere umfassend
Phleum 343
9. (2.) Kelchspelzen kürzer als das Ährchen, die eine mindestens 2mal so lang als die andere
13
-- Kelchspelzen so lang od. fast so lang als das Ährchen
10
10. Äußere Bltnspelze an der Spitze mit 3-5 borstl.-stachelspitzigen Zähnen (Fig. 787); Kelchspelzen eif.; Narben fadenf.; Ährenrispe oberwärts meist schieferblau; Blätt. starr
Sesléria 349
-- Äußere Bltnspelze mit ungeteilter od. ausgerandeter od. 2spalt. Spitze; Narben federig
11
11. Äußere Bltnspelze unter der Mitte des Rückens begrannt, 2spitzig, kahl; Blätt. borstl. (Fig. 811)
Aira 346
-- Äußere Bltnspelze unbegrannt od. an der Spitze kurz begrannt; Ährenrispe glänzend
12
12. Äußere Bltnspelze am Rande lang gewimpert, knorpelig, unbegrannt
Mélica 350
-- Äußere Bltnspelze am Rande wimperlos, zusammengedrückt gekielt, stachelspitzig od. kurz begrannt
Koeléria 349
13. (9.) Blätt. borstl.; Stbblätt. 1; äußere Bltnspelze lang begrannt, auf dem Rücken abgerundet; Stengel aufrecht (Fig. 821-822)
Festúca 354
-- Blätt. flach; Stbblätt. 3; äußere Bltnspelze unbegrannt, stumpf, gekielt; Ährchen kurz und dick gestielt; Ährenrispe starr, dick, einseitswendig; Blattscheiden gekielt; Pfl. meist liegend, graugrün
Scleróchloa 351
14. (1.) Ährenrispe einseitswendig; Ährchen mehrblütig, am Grunde mit kammf. Hülle (Fig. 785); Kelchspelzen 2; äußere Bltnspelze an der Spitze kurz begrannt
Cynosúrus 351
-- Ährenrispe allseitswendig; Ährchen 1blütig, am Grunde von langen, borstenf. Grannen umgeben; Kelchspelzen 3; Bltnspelzen unbegrannt
Setária 340
3. Rispengräser.
1. Stbbltn in ausgebreiteten, endst. Rispen; Stempelbltn in seitl., von Scheiden eingeschlossenen Kolben, mit lang heraushängend. Narben. Angebaute, bis 2 m hohe Pfl. Mais
Zea 339
-- Stbbltn und Stempelbltn wenigstens in derselben Ähre
2
2. Ährchen mit 2 od. mehr Bltn, von denen zuweilen 1-2 nur Stbblätt. enthalten $(Trisetum flav. hat zuw. 1blüt. Ährchen)$
12
-- Ährchen 1blüt., zuweilen mit einem Ansatz zu einer 2. Blüte
3
3. Ährchen grannenlos od. mit Grannen, die die Spelzen nicht od. wenig überragen
6
-- Ährchen mit Grannen, die wenigstens 3mal länger als die Spelzen sind
4
4. Granne 10-12 cm lang, doppelt gekniet; Rispe zusammengezogen, unten von der Scheide umschlossen; Blätt. borstlich
Stipa 341
-- Granne viel kürzer, höchstens 3-4mal so lang als die Spelzen.
5
5. Äußere Bltnspelzen auf dem Rücken lang behaart; Granne gekniet; äußere Kelchspelze etwas länger als die innere; Spelzen gelblichweiß. Alpen.
Lasiogróstis 341
-- Äußere Bltnspelze kahl, zart; Granne gerade od. geschlängelt; äußere Kelchspelze kleiner als die innere. Äcker.
Apéra 346
6. (3.) Kelchspelzen fehlend; Bltnspelzen unbegrannt, steifhaarig gewimpert, papierart., gekielt; Rispe locker, meist nur im ob. Teile aus der Blattscheide hervortretend, ihre Äste oft geschlängelt; Blätt. lang, rauh; Stengel knickig aufsteigend, an den Knoten weiß behaart. Pfl. gelbgrün
Orýza 340
-- Kelchspelzen vorhanden
7
7. Ährchen von der Seite zusammengedrückt und daher die Kelchspelzen auf dem Rücken mehr od. weniger gekielt
10
-- Ährchen vom Rücken zusammengedrückt od. stielrund; Kelchspelzen nicht gekielt
8
8. Blattscheiden rauhhaarig; Kelchspelzen 3, die äußeren sehr klein; Ährchen zusammengedrückt; Rispe reichblütig, zuletzt überhängend. Gebaute Hirse
Pánicum 339
-- Blattscheiden kahl; Kelchspelzen 2. Waldgräser
9
9. Ährchen grün; Rispe allseitig, weit ausgebreitet, mit schlängeligen, fast wagerecht abstehend. Ästen; Blätt. breit; Blatthäutch. lang
Mílium 341
-- Ährchen rotbunt, mit einer verkümmerten Blüte; Rispe (od. Traube) einseitswendig, sehr locker; Blattscheiden mit ihren Rändern verwachsen
Mélica 350
10. (7.) Ährchenachse am Grunde der Bltnspelzen mit Haaren, die länger als der Querdurchmesser der Spelze sind (Fig. 803); Kelchspelzen 2, ungleich, schmal, kaum länger als die begrannten Bltnspelzen. Pfl. oft schilfart.
Calamagróstis 344
-- Ährenachse am Grunde der Bltnspelz. nicht od. kurz behaart
11
11. Schilfart. Ufergras. Kelchspelzen 4, die äußeren kahnf., gleichlang, die inneren kleiner (Fig. 788), schuppenf.[45]; Bltnspelzen unbegrannt, glänzend, lederart.; Rispe knäuelig, gelappt, oft bunt
Phaláris 341
-- Zierliche Gräser mit fein verzweigtem Bltnstande (Fig. 779); Kelchspelzen 2, ungleich, länger als die zarten, oft begrannten Bltnspelzen; Ährchen ca. 2 mm lang
Agróstis 344
12. (2.) Kelchspelzen merklich kürzer als das Ährchen und meist auch kürzer als die nächsten Bltnspelzen (namentl. die unt. Kelchspelze)
24
-- Kelchspelzen (wenigstens eine) etwa so lang als das Ährchen
13
13. Bltnspelzen (wenigstens bei 1 Blüte) begrannt, Granne zuweilen in den Spelzen versteckt
17
-- Bltnspelzen unbegrannt
14
14. Ährchen nickend od. hängend
16
-- Ährchen aufrecht
15
15. Rispe schmal zusammengezogen, mit 4-16 Ährchen; Ährchen grün, 3-5blütig; Ährchenachse behaart; äußere Bltnspelze an der Spitze 3zähnig; Blattscheide am Rande langhaarig; Blatthäutchen fehlend, dafür eine Haarreihe
Sieglíngia 349
-- Rispenäste während der Blütezeit abstehend; Ährchen bräunlich, glänzend, meist 3blütig, die beiden unteren Bltn nur mit Stbblätt., die obere mit einem Stempel und 2 Stbblätt. Pfl. kahl, nach Waldmeister duftend (besonders getrocknet)
Hieróchloa 341
16. (14.) Ährchen grün, groß (weit über 1 cm l.); Rispenäste zur Blütezeit abstehend. Gebauter Hafer
Avéna 347
-- Ährchen mehr od. weniger braunrot, viel kleiner, 2blütig, mit einer verkümmerten Blüte (Fig. 818); Kelchspelzen ungleich-weißhäut. berandet; äußere Bltnspelze derb; Rispe einseitswendig, etwas überhängend (Fig. 817); Blattscheiden geschlossen. Wälder
Mélica 350
17. (13.) Grannen kurz, zwischen den Spelzen versteckt od. sie nur wenig überragend (die Bltn scheinen bei oberflächlicher Betrachtung unbegrannt). (Vergl. Fig. 790 u. 810)
22
-- Grannen weit aus den Bltn hervorragend
18
18. Ährchen 8-20 mm lang. Haferähnliche Pfl.
20
-- Ährchen 2-5 mm lang, meist 2blütig
19
19. Obere Blüte des Ährchens nur mit Stbblätt., unter der Spitze begrannt, untere Blüte mit Stbblätt. und Stempel, unbegrannt (jedes Ährchen trägt deshalb nur eine Granne); Halm an den Knoten meist rauhhaarig
Holcus 346
-- Beide Bltn des Ährchens mit Stbblätt. und Stempel; äußere Bltnspelzen 2spitzig od. 4zähnig, auf dem Rücken od. am Grunde begrannt (jedes Ährchen deshalb mit 2 Grannen); Halm an den Knoten kahl; Blätt. borstig
Aira 346
20. Die unt. Blüte des 2blütigen Ährchens nur mit Stbblätt., mit langer, geknickter Granne (Fig. 789), die obere auch mit Stempel, unbegrannt (seltener begrannt); Kelchspelzen ungleich, äußere 1-, innere 3nervig; Fr. behaart
Arrhenathérum 347
-- Alle Bltn des Ährchens mit Stbblätt. und Stempel[46], in der Regel alle begrannt
21
21. Ährchen ziemlich klein (kaum 1 cm l.); Frkn. kahl; Fr. längl., nicht gefurcht, von den Spelzen lose umschlossen
Trisétum 348
-- Ährchen über 1 cm lang; Frkn. an der Spitze behaart; Fr. spindelf., längsgefurcht, von den Spelzen fest umschlossen
Avéna 347
22. (17.) Granne an der Spitze keulenf. verdickt, am Knie bärtig (Fig. 790); Stbbeutel dunkelbraun; Ährchen grauweiß, oft rot überlaufen; Rispe vor und nach der Blütezeit zusammengezogen; Blätt. borstl. Sandpfl.
Weingaertnéria 346
-- Granne an der Spitze nicht keulenf. verdickt, in der Mitte nicht bärtig
23
23. Ährchen 3blütig, die 2 unteren Bltn nur mit Stbblätt., die obere stets unbegrannte auch mit Stempel; Narbe an der Spitze der Blüte hervortretend (Fig. 794); Stengel meist nur unten beblätt.; Ährchen glänzend braun. Pfl. glatt, getrocknet duftend
Hieróchloa 341
-- Ährchen 2blütig, entweder alle Bltn begrannt od. doch die obere
19
24. (12.) Ährchenachse kahl od. kurzhaarig
26
-- Ährchenachse zwischen den Bltn langhaarig
25
25. Blatthäutchen längl.; Narben ungefärbt; Kelchspelzen anfangs etwa so lang als die Bltn, ungleich; äußere Bltnspelze 7nervig, stachelspitzig gezähnt; Blätt. sehr rauh. Seltenes, hohes, schilfartiges Ufergras, mit großer, lockerer Rispe
Scolóchloa 353
-- Blatthäutchen in eine Haarreihe aufgelöst; Narben purpurn; Ährchenachse mit langen, schneeweißen Haaren; äußere Bltnspelzen linealisch-pfrieml., lang zugespitzt, viel länger als die inneren; Kelchspelzen 3nervig; Ährchen bis 1 cm lang, meist braunrot. Schilf.
Phragmítes 349
26. Ährchen auf dem Rücken ~abgerundet~, zusammengedrückt od. stielrund
29
-- Ährchen auf dem Rücken mehr od. weniger ~scharf gekielt~, zusammengedrückt
27
27. Rispe meist dicht geknäuelt, gelappt (Ährchen büschelig gehäuft), meist einseitswendig; äußere Bltnspelze stachelspitzig od. begrannt; Blattscheiden geschlossen
Dáctylis 351
-- Rispe nicht geknäuelt, meist locker; äußere Bltnspelzen nicht begrannt; unt. Rispenäste meist zu 2-5
28
28. Ährchen 3-8blütig; Rispenäste 2zeilig (d. h. ihre Ansatzstellen am Stengel liegen in 2 Reihen); äußere Bltnspelze mit 5, oft kaum wahrnehmbaren Nerven; Ährchenachse bei der Reife mit den Fr. abfallend; Blatthäutchen vorhanden
Poa 351
-- Ährchen 8-20blütig (selten weniger); Rispenäste am Stengel spiralig angeordnet; äußere Bltnspelze 3nervig, bei der Reife allein abfallend, während die innere nebst der Ährchenachse bleibt; Blatthäutchen in eine Haarreihe aufgelöst
Eragróstis 349
29. Ährchen breit, rundl., am Grunde fast herzf., bunt, an dünnen Stielen hängend (Fig. 791); Bltnspelzen abgerundet, stumpf, am Grunde herzf., unbegrannt
Briza 351
-- Ährchen eif., längl., lanzettl. od. linealisch
30
30. Narben purpurn; Ährchenachse kurzhaarig; Ährchen klein, meist blau; Kelchspelzen 1nervig, wenig kürzer als die gleichlangen Bltnspelzen; Rispe zusammengezogen; Halm sehr steif, nur am Grunde knotig
Molínia 349
-- Narben ungefärbt; Ährchenachse kahl
31
31. Äußere Bltnspelze an der Spitze begrannt od. zugespitzt
34
-- Äußere Bltnspelze an des Spitze abgerundet od. gestutzt
32
32. Blattscheiden der ganzen Länge nach mit ihren Rändern verwachsen; Ährchen 4-11blütig (Fig. 792); äußere Bltnspelze meist hervortretend 7nervig; Kelchspelzen 1nervig. Kräftige Wassergräser
Glycéria 353
-- Blattscheiden wenigstens bis zur Mitte gespalten; äußere Bltnspelze undeutlich nervig od. 3nervig (im letzteren Falle das Ährchen 2blütig)
33
33. Ährchen meist 2blütig, etwa 2 mm l., oft violett, zusammengedrückt; äußere Kelchspelze eif.; äußere Bltnspelze mit starken Kiel- und Randnerven; Blattscheiden in der unt. Hälfte geschlossen. Zartes, 30-60 cm hohes Ufergras
Catabrósa 350
-- Ährchen 4-6blütig, meist stielrund; äußere Bltnspelze undeutlich 5nervig, oberwärts trockenhäutig; Narben sitzend; Blattscheiden bis fast zum Grunde gespalten. Salzpflanze
Festúca 354
34. (31.) Narben od. Griffel dem Frkn. beträchtlich unt. der Spitze des Frkn. eingefügt; äußere Bltnspelze oft 2spalt., unbegrannt od. zwischen den Zähnen oder unter der Spitze begrannt; Rispenäste abwechselnd 2reihig gestellt; Blattscheiden meist ganz geschlossen
Bromus 355
-- Narben od. Griffel dem Frkn. an der Spitze eingefügt; äußere Bltnspelze unbegrannt od. an der Spitze begrannt; Rispenäste nur 2 Seiten der 3kantigen Hauptachse eingefügt, daher einseitswendig
35
35. Kelchspelzen 1nervig; äußere Bltnspelze hervortretend 7nervig, unbegrannt; Ährchen 7-11blütig, lang-zylindrisch; Rispe lang und schmal, ihre Äste zur Blütezeit abstehend, vorher und nachher angedrückt; Blattscheiden geschlossen. Ausläufertreibendes, 45-120 cm hohes Wassergras
Glycéria 353
-- Äußere Kelchspelze 1-, innere meist 3nervig; äußere Bltnspelze fast stets schwachnervig, spitz, oft begrannt; Ährchen 3- bis mehrblütig, seitlich zusammengedrückt; Blattscheiden meist ganz offen
Festúca 354
1. Zea L., Mais. XXI.
Stammt aus Amerika, jetzt vielfach angebaut. 6. 7.
Türkischer Weizen, Z. mays L.
2. Andropógon L., Bartgras. III.
Steinige Wegränder, trockene Anhöhen, sehr zerstr. in Mittel- und Süddeutschl. 7-9.
A. ischǣmon L.
3. Tragus Desfontaines, Stachelgras. III.
Sandige Orte. 6. 7. Aus Südeuropa selten mit fremdem Samen eingeführt
T. racemósus Desfontaines
4. Pánicum L., Hirse. III.
1. Scheinähren an der Spitze des Stengels fingerf. genähert, mit bandf. Achse; Bltn unbegrannt $(Digitária)$
3
-- Ährchen in zusammengesetzter Rispe od. in mehr od. weniger traubig gestellten Scheinähren
2
2. Ährchen in traubig gestellten, einseitswendigen Scheinähren (Fig. 784b); Kelchspelzen auf den Nerven kurz steifhaarig, die 3. stachelspitzig od. begrannt; Blätt. und Stengel glatt, kahl. 7. 8. Äcker, Gartenland, Schutt, nicht selten
Hühner-H., P. crus galli L.
-- Ährchen lang gestielt, in reichblütiger, überhängend. Rispe; Kelchspelzen kahl; Blattscheiden mit langen, abstehenden Haaren. 6-9. Gebaut
Echte H., P. miliáceum L.
3. Blätt. nebst den Scheiden kahl, am Grunde der Blattfläche meist ein Büschel Haare; Scheinähren zu 2-4; Ährchen elliptisch, weichhaarig; 3. Kelchspelze meist 5nervig. 7-10. Sandige Äcker, zerstr.
Faden-H., P. lineáre Krocker
-- Blätt. nebst den Scheiden behaart; Scheinähren zu 4-8 (Fig. 784a); Ährchen längl.-lanzettl.; 3. Kelchspelze kahl, am Rande flaumig od. selten $(var. ciliáre Retzius)$ steifhaarig gewimpert, meist 7nervig. 7-10. Bebauter Boden, meist nicht selten, stellenweise fehlend
Blut-H., P. sanguinále L.
5. Setária P. B., Fennich, Borstenhirse. III.
1. Bltnspelze deutlich querrunzlig; Borsten zuletzt fuchsrot, durch vorwärts gerichtete Zähnchen sehr rauh; Ährchen 3 mm l.; Pfl. graugrün. 7-10. Sandfelder, häufig, im Norden zerstr.
Gelbhaariger F., S. glauca P. B.
-- Bltnspelzen fein punktiert; Borsten meist grün; Ährchen 2½ mm lang
2
2. Ährenrispe am Grunde meist unterbrochen; Borsten wenig zahlreich, höchstens doppelt so lang als das Ährchen, durch rückwärts gerichtete Zähnchen rauh[47] $(bei var. ambígua Gussone sehr kurz und vorwärts rauh)$. 7. 8. Bebaute Orte, nicht häufig
Wirtel-F., S. verticilláta P. B.
-- Ährenrispe nicht unterbrochen, gedrungen; Borsten durch vorwärts gerichtete Zähnchen rauh, das Ährchen weit überragend
3
3. Ährenrispe fingerdick, reichährig, gelappt, oben meist überhängend; Narben gelbl.; Borsten gelbl. oder schwarz. 7. 8. Zuweilen gebaut
Welscher F., S. itálica L.
-- Ährenrispe bleistiftdick, nicht gelappt, stets aufrecht; Borsten grün. 7. 8. Äcker, Gärten, häufig
Grüner F., S. víridis P. B.
6. Orýza L., Reis. III.
Gräben, Ufer, sehr zerstr. $(Leersia oryzoídes Swartz)$. 8. 9.
O. clandestína A. Br.
7. Phaláris L., Glanzgras. III.
Rispe einseitswendig, gelappt, zur Blütezeit ausgebreitet; die beiden äußeren Kelchspelzen mit ungeflügeltem Kiel, innere schuppenf., weißhaarig. H. 1-2 m. 6. 7. Ufer, nasse Wiesen, häufig
Rohrartiges Gl., Ph. arundinácea L.
Rispe dicht, ährenf. (Fig. 786); Kelchspelze mit breit geflügeltem Kiel. 7. 8. Gebaut und verw.
Kanariengras, Ph. canariénsis L.
8. Hieróchloa Gmelin, Mariengras. III.
Ährchenstiele kahl; Stbblüten mit sehr kurzer, gerader Granne (Fig. 793) od. grannenlos; Rispe ausgebreitet. 5. 6. Feuchte Wiesen, Ufer, besonders in Norddeutschl.
Wohlriechendes M., H. odoráta Wahlenberg
Ährchenstiele unter dem Ährchen behaart; obere Stbblüte mit längerer, geknieter Granne (Fig. 794); Rispe gedrungener. 4. 5. Schattige Wälder, im östl. und nordöstl. Gebiet
Darrgras, H. austrális R. u. Sch.
9. Anthoxánthum L., Ruchgras. II.
Stengel oberwärts unverzweigt; Ährenrispe längl., dicht; innere Kelchspelzen wenig länger als die Bltnspelzen, ihre Grannen die 2. Kelchspelze kaum überragend (Fig. 795). 6. Wiesen, Grasplätze, gemein
Wohlriechendes R., A. odorátum L.
Stengel stark verzweigt; Rispe kürzer, sehr locker; innere Kelchspelzen fast doppelt so lang als die Bltnspelzen, ihre Grannen die 2. Kelchspelze meist um ⅓ überragend. 5-7. Sandige Kornfelder, im nordwestl. Gebiet $(A. puélli Lecoq und Lamotte)$
Begranntes R., A. aristátum Boissier
10. Stipa L., Pfriemengras. III.
Granne mit weichen, später federart. abstehenden Haaren, bis 30 cm lang. 5. 6. Sonnige Abhänge, trockene Wälder, sehr zerstr., im nordwestl. Flachlande fehlend
Federiges Pf., St. pennáta L.
Granne unbehaart, von vorwärts gerichteten Zähnen rauh, bis 15 cm lang. 6. 7. Wie vor.
Haarförmiges Pf., St. capilláta L.
11. Lasiagróstis Link, Rauhgras. III. Oberbayern und in den Alpen. 7.
L. calamagróstis L.
12. Mílium L., Flattergras. III. Laubwälder, häufig. 5-7.
M. effúsum L.
13. Alopecúrus L., Fuchsschwanz. III.
1. Oberste Blattscheiden stark aufgeblasen (Fig. 796); Stengel knickig oder aus liegendem Grunde aufsteigend; Kelchspelzen am Rücken höckerig, bis zur Mitte verwachsen, über derselben plötzlich in eine flache, grüne Spitze ausgezog., bei d. Reife knorpelig; Ährenrispe 1½-2½ cm lang. 5. 6. Feuchte Wiesen. Im oberen Moselgebiet, im Saar- u. Bliestale.
Schlauchartiger F., A. utriculátus Persoon
-- Oberste Blattscheiden nicht oder nur etwas blasig aufgetrieben
2
2. Stengel am Grunde niederliegend und hier wurzelnd, knickig aufsteigend; Kelchspelzen nur am Grunde verwachsen
6
-- Stengel aufrecht $(am Grunde zuweilen knickig)$; Kelchspelzen $(außer bei A. bulbosus)$ fast oder ganz bis zur Mitte verwachsen; Granne lang
3
3. Kelchspelzen bis zur Mitte verwachsen. mit kurzbewimpertem, oberwärts schmal geflügeltem Kiele; Granne der Bltnspelze etwas über dem Grunde eingefügt (Fig. 797); Ährenrispe schmal, oft rötlich, beiderseits (besonders nach oben) verschmälert, ihre Äste 1 bis 2 Ährchen tragend. 6. 7. Lehmige Äcker. Im südl. Gebiet verbreitet, sonst selten.
Acker-F., A. agréstis L.
-- Kelchspelzen nicht ganz bis zur Mitte verwachsen, an dem nicht oder wenig geflügelten Kiele zottig gewimpert; Ährenrispe meist stumpf
4
4. Ährenrispe schmal (etwa 3 mm dick); Kelchspelzen nur am Grunde verbunden, schmal geflügelt; Bltnspelzen am Grunde mit langer (bis 6 mm), geknieter Granne; Blätt. meist nur wenig über 1 mm breit; Grundachse knollig. 5. 6. An der unt. Weser bis Geestemünde
Knolliger F., A. bulbósus Gouan
-- Ährenrispe selten unter 5 mm dick; Kelchspelzen mindestens auf ¼ der Länge verwachsen; Blätt. viel breiter; Grundachse kriechend
5
5. Kelchspelzen mit aufrechten od. zusammenneigenden Spitzen (Fig. 798); Bltnspelze etwas über dem Grunde mit langer (bis 9 mm) Granne; Ährenrispe bis 1 cm dick und meist 2-7 cm lang, zuweilen schwärzlich überlaufen; Grundachse kurz, kriechend. 5-7. Wiesen, gemein
Wiesen-F., A. praténsis L.
-- Kelchspelzen mit von einander abstehenden Spitzen (Fig. 799); Bltnspelzen mit höher (mindestens im 2. Drittel) eingefügter Granne; Ährenrispe bis 1½ cm dick und selten über 5 cm lang, fast stets schwärzlich überlaufen; Grundachse lang kriechend. 5-7. Nasse, besonders salzhaltige Wiesen. Selten, besonders an der pommerschen Ostseeküste. $(A. nígricans Hornemann)$
Rohrartiger F., A. arundináceus Poiret
6. Granne beträchtlich unter der Mitte eingefügt, die Spelzen weit überragend; Bltnspelzen meist spitz; Stbbeutel hellgelb, später braun. 6-10. Feuchte Orte, häufig
Geknieter F., A. geniculátus L.
-- Granne in oder über der Mitte eingefügt, sehr kurz, kaum länger als die Kelchspelzen; Bltnspelzen stumpf; Stbbeutel ziegelrot, später gelblichweiß. 6-10. Mit vor. Art
Rotgelber F., A. fulvus Smith
Bastard: A. pratensis × geniculatus.
14. Phleum L., Lieschgras. III.
1. Ährenrispe beim Umbiegen lappig; Ährchen mit etwas verlängerter Achse, die am Grunde der inneren Bltnspelze als ein kleines Stielchen sichtbar ist
3
-- Ährenrispe auch beim Umbiegen gleichf. zylindrisch bleibend; Ährchenachse nicht stielart. verlängert; Kelchspelzen quer abgestutzt, plötzlich in eine Granne ausgezogen, am Kiel steifhaarig gewimpert
2
2. Blattscheiden nicht od. kaum aufgeblasen; Ährenrispe verlängert (bis 14 cm), meist grün; Granne höchstens ½ so lang als die Kelchspelze, meist kürzer (Fig. 800). 6. 7. Wiesen, Triften, auch oft gebaut
Wiesen L., Timotheusgras, Ph. praténse L.
-- Oberste Blattscheide aufgeblasen; Ährenrispe 1-2½ cm l., fast stets violett; Granne mindestens ½ so lang als die Kelchspelze, meist 3 mm l. (Fig. 801). 6. 7. Wiesen und Moore der Sudeten, bayr. Alpen
Alpen-L., Ph. alpínum L.
3. Ährenrispe 1-2½ cm l., längl.-eif., weißgrün; Kelchspelzen allmählich zugespitzt (Fig. 802a), am Kiel steifhaarig gewimpert, 2-3mal so lang als die behaarte äußere Bltnspelze. Pfl. mehrstengelig, ohne nichtblühende Blätterbüschel. 5. 6. Sandige Orte am Meeresstrand und selten auf Sandfeldern am Rhein
Sand-L., Ph. arenárium L.
-- Ährenrispe selten unter 3 cm lang, zylindrisch; Kelchspelzen abgestutzt, plötzlich zugespitzt (Fig. 802b), am Kiel rauh od. mit einigen borstl. Wimpern, wenig länger als die Bltnspelzen
4
4. Kelchspelzen keilf., quer abgestutzt, an der Spitze aufgeblasen kantig (Fig. 802b), rauh; Stengel am Grunde verzweigt, fast bis zur Spitze beblättert; Blatthäutchen verlängert, stumpf. 5. 6. Äcker, Weinberge, selten im mittl. und südl. Gebiet
Rauhes L., Ph. ásperum Villars
-- Kelchspelzen lanzettl., schief abgestutzt; Stengel dünn, oben oft purpurn; Blätt. schmal; Blatthäutchen kurz, stumpf. Pfl. graugrün, mit nichtblühenden Blätterbüscheln. 6. 7. Trockene Anhöhen und Wiesen
Böhmers-L., Ph. boehméri Wibel
15. Mibóra Adanson, Zwerggras. III.
Sandige Felder der Rheingegend. $(Chamagróstis minima Borkhausen)$ 3. 4.
M. mínima Desvaux
16. Agróstis L., Straußgras. III.
1. Blätt. (wenigstens die grundst.) borstl.; innere Bltnspelze fehlend; Blatthäutchen längl.
3
-- Blätt. alle flach; beide Bltnspelzen vorhanden, innere kurz
2
2. Blatthäutchen kurz (höchstens 2 mm l.), gestutzt; Rispe auch nach dem Verblühen ausgebreitet, meist violett. 6. 7. Wiesen, Grasplätze, gemein
Rotes St., A. vulgáris Withering
-- Blatthäutchen lang (bis 6 mm), spitz; Rispe nach dem Verblühen zusammengezogen, meist bleich. 6. 7. Wiesen, Äcker, Gräben, häufig. Wie vor. sehr veränderlich
Weißes St., A. alba L.
3. Rispenäste glatt, auch nach dem Verblühen ausgebreitet; Bltnspelze unter der Mitte begrannt. Pfl. dicht rasig. 7. 8. Steinige Plätze im Riesengebirge und am Gipfel des Arber im Böhmerwald
Felsen-St., A. rupéstris Allioni
-- Rispenäste rauh
4
4. Bltnspelze unter der Mitte begrannt, an der Spitze gezähnelt; Rispe nach der Blüte zusammengezogen. 6-8. Torfwiesen, nicht selten
Hunds-St., A. canína L.
-- Bltnspelze am Grunde begrannt, an der Spitze 2borstig; Rispe auch nach der Blüte ausgebreitet; Ährchen fast doppelt so groß als bei vor. 7. 8. Nur im Kessel des Mährischen Gesenkes
Alpen-St., A. alpína Scopoli
17. Calamagróstis Adanson, Reitgras. III.
1. Kelchspelzen lanzettl. $(C. lanceolata, mit schmal lanzettl. Kelchspelzen, ist von der folgend. Gruppe durch die sehr kurze Granne unterschieden)$
3
-- Kelchspelzen linealisch-pfrieml., oben von der Seite zusammengedrückt, etwa so lang als die Haare der Ährchenachse; Blätt. mindestens 5 mm br.; Pfl. graugrün
2
2. Rispe steif aufrecht, knäuelig gelappt; Granne in der Mitte des Rückens der Bltnspelze entspringend, etwa ⅔ so lang als die fast gleichen Kelchspelzen, diese meist 3mal so lang als die äußere Bltnspelze (Fig. 803). 6. 7. Sandige Orte in Wäldern und an Ufern, häufig
Sand-R., C. epigēīos Roth
-- Rispe schlaff, überhängend, zur Blütezeit ausgebreitet; Granne der Bltnspelze endständig, fast so lang als die meist ungleichen Kelchspelzen, diese höchstens 2mal so lang als die äußere Bltnspelze (Fig. 804). 6. 7. Sandige Flußufer, selten
Ufer-R., C. litórea DC.
3. Bltnspelzen fast gleich lang, etwa 4mal so lang als die Haare (Fig. 805); Granne weit länger als die Kelchspelzen, gekniet; Ährchenachse über den Grund der Blüte verlängert[48]; Rispe schmal, meist ziemlich locker; Ährchen grünlich, oft hellrötlich überlaufen. 6. 7. Schattige Wälder, zerstr. $(C. silvática DC.)$
Rohr-R., C. arundinácea Roth
-- Bltnspelzen höchstens doppelt so lang als die Haare, meistens ebenso lang od. kürzer
4
4. Granne endst., der 2zähnig ausgeschnittenen Spitze der Bltnspelze entspringend und kaum länger als die Seitenspitzen (Fig. 806); äußere Bltnspelze bedeutend länger als die innere; Rispe schlaff; Ährchen braunrot. 6. 7. Torfwiesen, Erlenbrüche, zerstr.
Wiesen-R., C. lanceoláta Roth
-- Granne auf dem Rücken der äußeren Bltnspelze entspringend
5
5. Granne gekniet, ziemlich kräftig (Fig. 807), die Kelchspelzen meist etwas überragend, im unteren Viertel der äußeren Bltnspelze entspringend; Bltnspelzen etwas derb, beide annähernd gleichlang, fast so lang als die Kelchspelzen; Rispe schmal, nach der Blütezeit meist eng zusammengezogen; Ährchen gelblichgrün, violett angelaufen. 7. 8. Bergwälder, selten
Berg-R., C. vária Link
-- Granne gerade, zart, kürzer als die Kelchspelzen; äußere Bltnspelze meist beträchtlich länger als die innere
6
6. Rispe schlaff, ausgebreitet; Granne die Bltnspelze wenig überragend (Fig. 808); Bltnspelzen zarthäutig, durchscheinend; Blätt. ziemlich breit (bis über 5 mm); Stengel am Grunde meist ästig. 7. 8. Lichte, sandige Waldplätze, Gebüsche, selten auf Wiesen
Hain-R., C. halleriána DC.
-- Rispe schmal, steif aufrecht, vor und nach der Blütezeit zusammengezogen; Granne die Bltnspelze kaum überragend (Fig. 809); Ährchen hellbr. bis violett; Blätt. schmal (2-3 mm br.); Stengel nicht ästig. 7. 8. Moorige Wiesen, stellenweise, besonders in Norddeutschland von Holstein bis Schlesien.
Übersehenes R., C. neglécta Fries
Bastarde: arundinacea × epigeios = C. acutiflóra DC.; C. arundinacea × lanceolata = C. hartmaniána Fries u. a.
18. Ammóphila Host, Strandhafer. III.
Rispe weißlich, dicht, walzlich, bis 15 cm lang; Bltnspelzen etwa 3-4mal so lang als die Haare am Grunde der Bltn. 7. 8. Küste der Nord- und Ostsee
A. arenária Link
Rispe etwas bräunlich, gelappt, in der Mitte dicker, bis 25 cm lang; Bltnspelzen bis doppelt so lang als die Haare. 7. 8. Meeresküste, besonders an der Ostsee
A. arenaria × Calamagrostis epigeios = A. báltica Link
19. Apéra Adanson, Windhalm. III.
Rispenäste weit abstehend; Stbbeutel linealisch-längl. 6. 7. Äcker, Sandplätze, gemein
Acker-W., A. spica venti Beauvois
Rispe zusammengezogen, schmal; Stbbeutel rundl.-eif. 6. 7. Salzderhelden in Hannover (angeblich) und um Zons bei Köln
Unterbrochener W., A. interrúpta PB.
20. Holcus L., Honiggras. III.
Granne der Stbblüte die Kelchspelzen weit überragend; Halm nur an den Knoten behaart; obere Blattscheiden kahl. 6. Wälder, zerstr.
Weiches H., H. mollis L.
Granne der Stbblüte kürzer als die Kelchspelzen, zuletzt einwärts gekrümmt (Fig. 810); Blätt. beiderseits weichhaarig; Halm an und unter den Knoten nebst den Blattscheiden dicht kurzhaarig. 6-8. Wiesen, gemein
Wolliges H., H. lanátus L.
21. Weingaertnéria Bernhardi, Silbergras. III.
Trockene, sandige Orte, nicht selten. 7. 8.
W. canéscens Bernhardi
22. Aira L., Schmiele. III.
1. Pfl. 5-20 cm hoch, zart; äußere Bltnspelze meist 2spitzig, gekniet-begrannt; Ährchen 2-3 mm lang; Fr. von den Spelzen lose umschlossen
5
-- Pfl. 30-120 cm hoch, schlank; äußere Bltnspelze an der gestutzten Spitze gezähnelt, begrannt; Ährchen 4-5 mm lang; Fr. von den Spelzen fest umschlossen
2
2. Granne undeutlich gekniet, weißl., sehr selten fehlend; Blätt. flach
4
-- Granne gekniet, am Grunde bräunlich, weit länger als die Spelzen
3
3. Obere Blüte des Ährchens 2mal so lang als ihr Stiel[49]; Kelchspelzen etwa gleich lang; Rispe reichährig, längl.; Blatthäutchen längl., spitz. Pfl. in kleinen, aber dichten Rasen. 7. 8. Moorige Heideplätze. In Nordwestdeutschl., in Schleswig, auf der Insel Röm und auf Rügen
Zweifarbige Schm., A. díscolor Thuillier
-- Obere Blüte 4-8mal so lang als ihr Stiel; Kelchspelzen ungleich lang; Rispe nicht reichährig, mit aufrecht abstehenden, meist geschlängelten Ästen; Blatthäutchen der unt. Blätt. gestutzt; Blätt. borstl.; Pfl. lockerrasig, meist rot überlaufen. 7. 8. Trockene Wälder, Heiden, meist häufig
Schlängelige Schm., A. flexuósa L.
4. Pfl. dicht rasig, meist grasgrün; Blätt. oberseits sehr rauh; Rispenäste wagerecht abstehend; Ährchen fast stets bräunlichweiß; Granne etwa von der Länge der Spelze. 6. 7. Wiesen, Wälder, gemein
Rasen-Schm., A. caespitósa L.
-- Pfl. mit kurzen oder längeren Ausläufern, auffallend hellgrün; Blätt. weniger rauh; Rispenäste mehr aufrecht; Ährchen doppelt so groß als bei vor., meist goldgelb; Granne die Spelze oft weit überragend. 6. 7. An der Unterelbe und Untereider im Gebiet der Ebbe und Flut $(A. wibeliána Sonder)$
Sumpf-Schm., A. paludósa Wibel
5. Rispe zusammengezogen (Fig. 811); Ährchen anfangs hellgrün, später bräunlichweiß, länger als ihre Stiele. 4. 5. Sandboden, zerstr.
Frühe Schm., A. praecox P. B.
-- Rispe ausgebreitet (Fig. 812); Ährchen so lang oder kürzer als ihre Stiele. 5. 6. Wie vor., zerstr.
Nelken-Schm., A. caryophylléa Weber
23. Arrhenathérum P. B., Wiesenhafer. III.
Wiesen, Wegränder, häufig. 6. 7.
A. elátius M. u. K.
24. Avéna L., Hafer. III.
1. Kelchspelzen 1-3nervig; Ährchen meist unter 2 cm lang, aufrecht
6
-- Kelchspelzen 7-11nervig; Ährchen meist größer, hellgrün, zuletzt hängend
2
2. Bltn von der Ährchenachse abgegliedert, getrocknet leicht aus den Kelchspelzen loszulösen, bei der Reife einzeln abfallend; äußere Bltnspelzen bis zur Mitte nebst der Ährenachse dicht bräunlich od. weißl. behaart (Fig. 813); Ährchen meist 3blütig; Rispe allseitswendig, mit wagerecht abstehenden Ästen. 6-8. Unkraut unter Getreide
Flug-H., A. fátua L.
-- Bltn von der Ährchenachse nicht abgegliedert; reife Fr. nicht ausfallend; äußere Bltnspelze meist kahl; Ährchen meist 2blütig. Angebaute Arten
3
3. Ährchen etwa 1 cm l., längl.; äußere Bltnspelze oben breiter, 2spitzig, die Spitzen nicht in feine Grannen ausgezogen; Kelchspelzen so lang als die Bltnspelzen; Rispe einseitswendig. 6-8. Selten gebaut
Kurzhafer, A. brevís Roth
-- Ährchen 2-2½ cm lang, lanzettlich
4
4. Ährchenachse unter jeder Blüte behaart; äußere Bltnspelze in 2 begrannte Zipfel gespalten (Fig. 814), außerdem an beiden Bltn des Ährchens mit rückenständiger Granne; Rispe einseitswendig, oberwärts traubig. 6-8. Seltener gebaut
Sand-H., A. strigósa Schreber
-- Ährchenachse kahl od. nur am Grunde der unt. Blüte des Ährchens kurzhaarig; äußere Bltnspelze an der Spitze nicht lang begrannt, rückenständige Granne bei der oberen od. bei beiden Bltn des Ährchens fehlend
5
5. Rispe ausgebreitet, allseitswendig, mit abstehenden Ästen. 6-8. Gebaut
Rispen-H., A. satíva L.
-- Rispe schmal zusammengezogen, einseitswendig, mit anliegenden Ästen. 6-8. Seltener gebaut
Fahnen-H., A. orientális Schreber
6. Blattscheiden und Stengel zusammengedrückt, rauh; Blätter 6-15 mm br., an der Spitze kappenf. zusammengezogen; Ährchen 4-6blütig, mit behaarter Achse. 7. 8. Feuchte Wiesen der Sudeten
Flachstengeliger H., A. planicúlmis Schrader
-- Blattscheiden nicht oder kaum zusammengedrückt; Blätt. 3 bis 4 mm breit
7
7. Blätt. oberseits wie die Blattscheiden rauh, aber nicht zottig, wenigstens die unt. gefaltet; Rispenäste einzeln oder zu 2; Ährchenstiele dick, unter dem Ährchen verdickt; Kelchspelzen beide 3nervig; Ährenachse unter der 2. Blüte mit einem Haarbüschel, das vielmal kürzer als die Blüte ist. 5. 6. Hügel, trockene Wiesen, besonders im Süden und Westen
Wiesen-H., A. praténsis L.
-- Blätt. alle flach, glatt, die unt. nebst den Scheiden zottig; unt. Rispenäste zu 4-5; Ährchenstiele fein, kaum verdickt; äußere Kelchspelze 1nervig, obere 3nervig; Haarbüschel unter der 2. Blüte ½ so lang als diese. 5-7. Wiesen, grasige Hügel, häufig
Flaum-H., A. pubéscens L.
25. Trisétum Persoon, Grannenhafer. III.
Kelchspelzen 7-9nervig; äußere Bltnspelze der unt. Blüte jedes Ährchens an der Spitze in eine gerade Granne auslaufend, die der übrigen Bltn an der Spitze haarspitzig 2grannig und außerdem mit rückenst., geknieter Granne (Fig. 815). 6. Trockene Hügel, Wege, zerstr., besonders im westl. und mittl. Gebiet $(Avena tenuis Moench)$
Dünner Gr., T. ténue Roemer u. Schultes
Kelchspelzen 1-3nervig; alle Bltn eines Ährchens mit rückenst., geknieter Granne; Ährchen gelb; längere Rispenäste mit 5-6 Ährchen. 6. Wiesen, häufig, im Norden selten. $(Avena flavéscens L.)$
Goldhafer, T. flavéscens P. B.
26. Gaudínia P. V., Gaudine. II.
Bisweilen eingeschleppt. 6.
G. frágilis P. B.
27. Cýnodon Richard, Hundszahn. III.
Sandfelder. In der Rheingegend, im südl. Gebiet, unweit Potsdam. 7. 8.
C. dáctylon Persoon
28. Sesléria Scopoli, Kopfgras. III.
Blätt. flach, unbereift, mit starken Rand- und Mittelnerven $(var. calcárea Opiz)$ od. getrocknet am Rande eingerollt, bläulich bereift, mit schwächeren Nerven $(var. uliginósa Opiz)$. 4. 5. Sonnige Kalk- und Sandhügel (die 1. Form) od. auf feuchten Torf- und Heidewiesen (die 2. Form)
S. coerúlea Arduino
29. Phragmítes Trinius, Schilf. III.
Ufer, gemein. 8. 9.
Ph. commúnis Trinius
Arúndo donax L., Pfahlrohr, ähnlich dem Schilf, aber mit 3spalt. Deckspelzen, zum. angepfl. u. verw. (Lausitz)
30. Sieglíngia Bernhardi, Dreizahn. III.
Waldränder, Triften, nicht selten $(Triódia decúmbens P. B.)$. 6. 7.
S. decúmbens Bernhardi
31. Molínia Moench, Pfeifengras. III.
Sumpfwiesen, Heidemoore, Wälder, häufig. 8. 9.
M. coerúlea Moench
32. Eragróstis Host, Liebesgras. III.
1. Unt. Rispenäste zu 3-5; Ährchen 5-12blütig; Bltnspelzen zieml. spitz. 7. 8. Im Elsaß, in Baden u. eingebürgert zwisch. Giebichenstein u. Trotha b. Halle.
Behaartes L., E. pilósa P. B.
-- Rispenäste einzeln od. zu 2; äußere Bltnspelze stumpf
2
2. Ährchen ca. 7 mm l., 8-20blütig, meist violett; äußere Bltnspelze ohne Stachelspitze; Scheiden und Blattränder lang behaart. 7. 8. Sandboden. Meist mit fremdem Samen eingeführt, selten und unbeständig.
Kleines L., E. minor Host
-- Ährchen ca. 1 cm l., 15-20blütig, grün, violett überlaufen; äußere Bltnspelze kurz ausgerandet, kurz stachelspitzig; Blattscheiden kahl; Blattränder kahl od. zerstr. behaart; Rispe etwas gedrängt. 7. 8. Selten eingeschleppt
Großes L., E. major Host
33. Koeléria Persoon, Schillergras. III.
1. Blattscheiden der untersten (abgestorbenen) Blätt. in schlängelig verwebte Fasern aufgelöst; Blätt. starr, schmal, meist zusammengerollt; Ährenrispe dicht, nicht unterbrochen. 5-6. Nur bei Rufach im Elsaß.
Walliser-Sch., K. vallesiána Bert.
-- Blattscheiden nicht od. in gerade Fasern aufgelöst
2
2. Äußere Bltnspelze zugespitzt oder kurz stachelspitzig; Blätt. grasgrün; unt. Blattscheiden kurzzottig. 6. 7. Trockene Grasplätze, nicht selten
Kamm-Sch., K. cristáta Persoon
Kommt in 2 Unterarten vor: a) Ährchen 2-5blütig, ca. 6 mm lang; Rispe dicht, schmal zylindrisch, zuweilen sehr robust, stark gelappt, mit 3-4 cm langen abstehend. Ästen (K. pyramidáta Persoon); Blattspreite meist flach, am Rande gewimpert; unt. Blattscheiden schwach behaart (K. ciliáta Kerner); b) Ährchen 2blütig, 3-5 mm lang; Rispe sehr schmal, am Grunde meist unterbrochen, ihre Äste dünn, Blattspreite schmal, meist rinnig zusammengefaltet bis fast rundl. eingerollt; Blattscheiden mehr oder weniger weichhaarig (K. grácilis Persoon).
-- Äußere Bltnspelze abgerundet stumpfl. oder an der ausgerandeten Spitze kurz stachelspitzig; Blätt. graugrün; Blattscheiden kahl (nur die abgestorbenen unt. sehr kurzhaarig). 6. 7. Sandboden, Kiefernwälder, weniger verbreitet
Graugrünes Sch., K. glauca DC.
Kommt ebenfalls in 2 Unterarten vor: a) Pfl. stark graugrün, dicht rasig, hoch; Blätt. lang, meist flach, zuweilen mit gefalteten untermischt, niemals eingerollt; äußere Bltnspelze immer stumpf (K. glauca DC. -- im engeren Sinne); b) Pfl. trübgrün, lockerrasig, niedriger (zuweilen nur 10-20 cm hoch); grundst. Blätt. zahlreich, schmal, eingerollt, kurz (3-5 cm), starr, kahl, oft gekrümmt; äußere Bltnspelze bisweilen stachelspitzig (K. arenária Dumortier). So auf den ostfriesischen Inseln und etwas abweichend bei Ahrensch unweit Cuxhaven. Auf der Insel Röm die var. címbrica Aschrs. u. Gr., die sich von K. glauca nur durch geringere Größe und die weißlichen Ährchen unterscheidet.
34. Catabrósa P. B., Quellgras. III.
Stehende Gewässer, quellige Orte, zerstr. 7. 8.
C. aquática Beauvois
35. Mélica L., Perlgras. III.
1. Bltnspelzen kahl; Ährchen lang gestielt, in lockeren, oberwärts traubigen Rispen
3
-- Bltnspelzen am Rande vom Grunde bis zur Spitze lang seidig bewimpert (Fig. 816); Ährchen kurz gestielt, in ährenf. Rispen
2
2. Ährenrispe ziemlich dicht, ringsum gleichförmig mit Ährchen besetzt, die die Achse wenigstens in der Mitte verdecken; äußere Kelchspelze viel länger als die innere; Blätt. meist flach; Blatthäutchen spitz. 6. Sonnige, steinige Orte, selten. Thüringen (Kyffhäuser), Hessen (Friedberg), Württemberg (Tübingen), Elsaß, Pfalz u. Rheinprovinz
Siebenbürgisches P., M. transsilvánica Schur
-- Ährenrispe locker, zuletzt meist nur an einer Seite mit Ährchen besetzt, die die Achse nicht verdecken; Kelchspelzen fast gleich; Blätt. etwas starr, trocken borstenförmig eingerollt; Blatthäutch. stumpfl. 5. 6. Zerstr. im mittl. u. südl. Gebiet
Gewimpertes P., M. ciliáta L.
3. Ährchen aufrecht, nur mit 1 vollkommenen Blüte; Kelchspelzen kurz zugespitzt; Blatthäutchen kurz, mit einem lanzettlichen Anhängsel gegenüber der Blattfläche. 5. 6. Häufig in den norddeutschen Buchenwäldern, sonst selten.
Einblütiges P., M. uniflóra Retzius
-- Ährchen nickend (Fig. 817), mit 2 vollkommenen Bltn (Fig. 818); Kelchspelzen stumpf
4
4. Blatthäutchen sehr kurz (nur ein brauner Saum); Ährchen länglich; Kelchspelzen braunrot, weiß berandet; Bltnspelzen krautig, ziemlich dünn, grün, deutlich 5nervig. Pfl. grasgrün, mit weitkriechendem Wurzelstocke. 5. 6. Wie vor., zerstr., in Nordwestdeutschl. und Schleswig-Holstein selten
Nickendes P., M. nutans L.
-- Blatthäutchen ziemlich lang, weiß; Ährchen eif.; Kelchspelzen meist grün, meist mit einem trüb-rötl. Streifen vor dem weißl. Hautrande und am Grunde; Bltnspelzen ziemlich dick, steif, gewölbt, glänzend, undeutlich 5nervig; Pfl. etwas graugrün, rasig. 5. 6. Thüringen (Sulza bis Naumburg), Prov. Sachsen (Hakel), Unterfranken (Königshofen im Grabfelde, Schweinfurt)
Buntes P., M. picta C. Koch
Bastard: M. nutans × picta. Thüringen. Unterfranken.
36. Briza L., Zittergras. III.
Wiesen, Triften, häufig. 5. 6.
B. média L.
37. Dáctylis L., Knäuelgras. III.
Rispe geknäuelt, gelappt; Kelchspelzen derb, äußere 1-, innere 3nervig, wie die äußere Bltnspelze am Kiel steif gewimpert. Pfl. dichtrasig, meist etwas graugrün. 5-7. Wiesen, Wälder, gemein
Gemeines K., D. glomeráta L.
Rispe nicht geknäuelt, schlank, fast ährenf.; Kelchspelzen häutig, wie die äußere Bltnspelze 3nervig, kahl. Pfl. mit kriechend. Ausläufern, lebhaft hellgrün. 6. 7. Laubwälder, Gebüsche, wohl oft übersehen
Aschersons-K., D. aschersoniána Graebner
38. Cynosúrus L., Kammgras. III.
Wiesen, Triften, häufig. 6. 7.
C. cristátus L.
39. Scleróchloa P. B., Hartgras. III.
Triften, Wegränder, selten. Besonders in Mittel- und Süddeutschl. 5. 6.
Sc. dura P. B.
40. Poa L., Rispengras. III.
1. Äußere Bltnspelze mit 5 starken Nerven; unt. Rispenäste zu 5
11
-- Äußere Bltnspelze undeutlich 5nervig
2
2. Stengel 2schneidig zusammengedrückt, mit langen Ausläufern; Blatthäutchen kurz, gestutzt; oberste Scheide länger als ihr Blatt; Rispe schmal. Pfl. graugrün. 6. 7. Wiesen, Hügel, Wegränder, meist häufig
Zusammengedrücktes R., P. compréssa L.
-- Stengel rund oder etwas zusammengedrückt, aber nicht 2schneidig
3
3. Äußere Kelchspelze 1nervig, die viel kürzere innere 3nervig; Rispe einseitswendig, ihre Äste einzeln od. zu 2; Blatthäutchen der oberen Blätt. längl.; Stengel am Grunde meist liegend. 2-11. Äcker, Gärten, Wege, gemein
Einjähriges R., P. ánnua L.
-- Beide Kelchspelzen 3nervig
4
4. Blatthäutchen verlängert (wenigstens bei den oberen Blätt.)
6
-- Blatthäutchen aller Blätt. kurz, gestutzt od. fehlend
5
5. Pfl. durch abwischbaren Reif stark blaugrün; Halm steif, nur unten beblättert; Blätt. starr, abstehend, rauh; Blattscheiden länger als die Halmglieder, die Knoten bedeckend; Rispe aufrecht, lang gestreckt, mit rauhen Ästen; Ährchen grün und schmutzigviolett gescheckt. 7. 8. Riesengebirge, Mährisches Gesenke
Hechtblaues R., P. cǣsia Smith
-- Pfl. meist rein grün; Halm meist schlaff, glatt; Blätt. lang, nicht starr, ihre Scheiden meist nicht bis zum nächsten Knoten reichend; Rispe zur Blütezeit ausgebreitet, später zusammengezogen; Ährchen meist grün. Sehr veränderlich. 6. 7. Wälder, Gebüsche, zerstr.
Hain-R., P. nemorális L.
6. Blühender Halm und Blättertriebe am Grunde von gemeinschaftlichen Scheiden eingeschlossen, zuweilen zwiebelart. verdickt; ob. Scheiden länger als ihr Blatt; Rispenäste meist einzeln
10
-- Blühender Halm und Blättertriebe nicht von gemeinschaftlichen Scheiden eingeschlossen
7
7. Blatthäutchen der unt. Blätt. kurz. gestutzt, die der oberen längl., meist spitz; oberste Scheide viel länger als ihr Blatt; Blätt. an den langen, kriechenden, zusammengedrückten Ausläufern und an den Blättertrieben 2zeilig gestellt; Ährchen 3- bis 5blütig; unt. Rispenäste 2-4; Rispe abstehend. 7. Mit den Alpenflüssen in die Ebene herabsteigend
Zweizeiliges R., P. cenísia Allioni
-- Alle Blatthäutchen länglich
8
8. Unt. Rispenäste zu 3-5; äußere Bltnspelze unter der Spitze mit einem gelben od. braunen halbmondf. Fleck; Halm aufsteigend. 6. 7. Feuchte Wiesen, Gräben
Sumpf-R., P. palústris Roth
-- Unt. Rispenäste zu 1-2
9
9. Rispenäste fadenf., steif; Rispe an der Spitze nickend, locker; Ährchen meist 3blütig, eif., violett; Bltn nicht durch Wollhaare verbunden; Halm schlaff, glatt; Blätt. weich, glatt, länger als die Scheiden. 7. 8. Riesengebirge, Alpen
Schlaffes R., P. laxa Haenke
-- Rispenäste haardünn; Rispe an der Spitze überhängend; Ährchen 4-6blütig, längl.-eif.; Bltn meist durch Wollhaare verbunden; oberstes Blatt kürzer als seine Scheide. 7. Geröll der Alpenflüsse
Kleines R., P. minor Gmelin
10. Halm und Blättertriebe am Grunde zwiebelig verdickt; alle Blatthäutchen verlängert; Blätt. sehr schmal; Rispenäste zur Blütezeit aufrecht abstehend, vorher und nachher zusammengezogen; Ährchen gewöhnlich in blattart. Knospen auswachsend $(vivípara)$. 5. 6. Grasplätze, Hügel, zerstr., in Nordwestdeutschl. fehlend
Knolliges R., P. bulbósa L.
-- Pfl. am Grunde nicht deutlich zwiebelig; Blatthäutchen der unt. Blätt. kurz, gestutzt; Blätt. breiter, plötzlich fast kappenf. zusammengezogen, grasgrün; Rispenäste zur Blütezeit weit abstehend, vorher und nachher schief aufrecht; Ährchen 4-10blütig, meist bunt gescheckt. $(Ändert ab: var. badénsis Haenke; Pfl. niedriger; Blätt. kurz, steif, am Rande knorpelig weiß; Ährchen breiter, mehr zusammengedrückt. Mitteldeutschland.)$ 6. 7. Felsige Abhänge der höheren Gebirge
Alpen-R., P. alpína L.
11. Halm 2schneidig zusammengedrückt; Blatthäutchen bis 1 mm l.; Blätt. 5-10 mm br., plötzlich in eine kappenf. Spitze zusammengezogen. 6. 7. Bergwälder, zerstr.
Wald-R., P. chaixi Villars
-- Halm meist rund oder schwach zusammengedrückt; Blätt. bis 4 mm br.
12
12. Blatthäutchen der oberen Blätt. längl., spitz; Halm und Blattscheiden meist rückwärts rauh; Kelchspelzen sehr ungleich; Bltnspelzen zugespitzt (Fig. 819). Pfl. ohne lange Ausläufer. 6. 7. Wiesen, Weiden
Rauhes R., P. triviális L.
-- Blatthäutchen alle kurz, gestutzt; Halm schwach zusammengedrückt, nebst den Blattscheiden glatt; Kelchspelzen fast gleich; Bltnspelzen stumpfl. (Fig. 820). Pfl. mit langen Ausläufern. 5. 6. Wiesen, Triften, gemein
Wiesen-R., P. praténsis L.
41. Scolóchloa Link, Schwingelschilf. III.
Ufer, nur im nordöstl. Gebiet. 5. 6.
Sc. festucácea Link
42. Glycéria R. Br., Schwaden. III.
1. Äußere Bltnspelze mit 3 starken und 4 damit abwechselnden kürzeren und schwächeren Nerven; Ährchen meist 7blütig, gelbbraun; Rispe locker, schlank, überhängend; Blatthäutchen zart. 6. 7. Waldsümpfe, im östl. und nordöstl. Gebiet, Ratzeburg
Wald-Sch., Gl. nemorális Üchtritz u. Koernicke
-- Äußere Spelze mit 7 kräftigen u. fast gleichlangen Nerven
2
2. Ährchen bis 1 cm l., vor dem Aufblühen zusammengedrückt; Blatthäutchen höchstens 3 mm lang
4
-- Ährchen größer, 7-11blütig, vor dem Aufblühen stielrund; Blattscheiden zusammengedrückt; Blatthäutchen ca. 5 mm lang
3
3. Rispe einseitswendig, sehr lang und schmal, ihre Äste zur Blütezeit wagerecht abstehend, vorher und nachher angedrückt, die unt. meist zu 2; äußere Bltnspelze spitzl.; Stbbeutel violett. 5-7. Gräben, Ufer, häufig
Mannagras, Gl. flúitans R. Br.
-- Rispe gleichmäßig ausgebreitet, ihre Äste abstehend, die unt. zu 3-5; äußere Bltnspelze stumpf; Stbbeutel gelb. 5-7. Wie vor., seltener
Faltiger Sch., Gl. plicáta Fries
4. Rispe fast einseitswendig, sehr locker, mit wenigährigen, haardünnen, überhängend. Ästen; Ährchen 3-6blütig. 5. Nur in Ostpreußen
Entferntähriger Sch., Gl. remóta Fries
-- Rispe allseitswendig, dicht, mit vielährigen, aufrecht abstehenden Ästen; Ährchen 5-8blütig. 7. 8. Ufer, meist häufig $(G. spectábilis M. u. K.)$
Wasser-Sch., Gl. aquática Wahlenberg
43. Festúca L., Schwingel. III.
1. Ährchen stielrund; äußere Bltnspelze oberwärts abgerundet od. gestutzt; Fr. frei. Salzpfl. $(Átropis)$
15
-- Ährchen seitl. zusammengedrückt; äußere Bltnspelze lanzettl., oberwärts verschmälert; Fr. fest von den Spelzen umschlossen
2
2. Ährchen in einfacher, aufrechter Traube; Kelchspelzen 3nervig; Bltnspelzen begrannt od. unbegrannt. 5-7. Vogesen, Baden
Einfacher Schw., F. lachenálii Spenner
-- Bltn in ausgebreiteten od. (selten) ährenf. Rispen
3
3. Pfl. nur mit blühenden Trieben, 1jährig, leicht aus dem Boden zu ziehen; Ährchenstiele dick od. oberwärts keulenf. verdickt
13
-- Pfl. auch mit nichtblühend. Trieben, ausdauernd; Ährchenstiele dünn
4
4. Blätt. alle flach (auch die grundst.)
10
-- Blätt. entweder alle oder nur die grundst. borstl. zusammengerollt
5
5. Blatthäutchen längl., nicht 2öhrig; Ährchen bunt; Bltnspelzen oberwärts trockenhäutig. 7. 8. Riesengebirge
Bunter Schw., F. vária Haenke
-- Blatthäutchen kurz, mit 1-2 seitl. Öhrchen
6
6. Alle Blätt. borstl.
8
-- Nur die grundst. Blätt. borstl., auf dem Querschnitt (besonders getrocknet) 3-5kantig, die übrigen (lebend) flach
7
7. Frkn. kahl; grundst. Blätt. glatt; Wurzelstock meist mit mehr od. weniger langen Ausläufern. 6. 7. Waldränder, Triften, trockene Wiesen, nicht selten
Roter Schw., F. rubra L.
-- Frkn. an der Spitze fein borstig; grundst. Blätt. rauh; Wurzelstock dichte Rasen bildend. 5. 6. Laubwäld., Gebüsche, zieml. zerstr.
Verschiedenblättriger Schw., F. heterophýlla Hanke
8. Scheiden der grundst. Blätt. bis zur Mitte geschlossen[50], tief längsgefurcht, meist violett; Rispe meist violett überlaufen, oft nickend; Frkn. am Scheitel fein behaart. 6. 7. Lichte Wälder der bayrischen Hochebene
Amethyst-Schw., F. amethýstina L.
-- Scheiden der grundständigen Blätt. fast ganz gespalten; Frkn. kahl
9
9. Blätt. starr, die der nichtblühend. Triebe gefurcht (besonders getrocknet); Halm oben rauh, scharfkantig. 6. 7. Bayern
Gefurchter Schw., F. sulcáta Hackel
-- Blätt. im trockenen Zustande ungefurcht; Ährchen klein, begrannt oder unbegrannt. Sehr veränderliches, formenreiches Gras. 5-7. Trockene Orte, Triften, häufig
Schaf-Schw., F. ovína L.
10. (4.) Äußere Bltnspelze mit langer, geschlängelter, weißer Granne; Blatthäutchen sehr kurz; Blätt. unterseits glänzend dunkelgrün. 6. 7. Laubwälder, Gebüsche, häufig
Riesen-Schw., F. gigantéa Villars
-- Äußere Bltnspelze nicht od. nur kurz begrannt
11
11. Blatthäutchen längl.; Rispe groß; Halm am Grunde mit 4-5 glänzenden, braunen Schuppen umgeben; Blätt. 6-14 mm br. 6. 7. Laubwälder, zerstr., im Westen fehlend
Wald-Schw., F. silvática Villars
-- Blatthäutchen kurz, gestutzt; unt. Rispenäste zu 2
12
12. Unt. Rispenäste 5-15ährig; Ährchen 4-5blütig; Rispe nach d. Blüte weit ausgebreitet; Blätt. am Rande rauh. 6. 7. Moorwies., Gebüsche, zerstr.
Rohr-Schw., F. arundinácea Schreber
-- Untere Rispenäste 1-6ährig (der eine Ast stets klein und nur 1-2ährig); Ährchen 6-12blütig; Rispe schmal, nach der Blüte zusammengezogen. 6. 7. Wiesen, Grasplätze, gemein
Wiesen-Schw., F. elátior L.
13. (3.) Bltn unbegrannt; Ährchen linealisch-lanzettl., kurz und dick gestielt; Rispe 2reihig. 6. 7. Zuweilen eingeschleppt
Starrer Schw., F. rígida Kunth
-- Bltn lang begrannt; Ährchenstiele oben keulig verdickt
14
14. Oberste Blattscheide den Halm bis zur Rispe einhüllend; unterster Rispenast mehrmals kürzer als die 10-20 cm l., oberwärts überhängende Rispe (Fig. 821). Pfl. bald gelb werdend. 5. 6. Sandboden, zerstr.
Mäuseschwanz-Schw., F. pseudomyúrus Soyer-Willemet
-- Stengel oben nackt; unterster Rispenast halb so lang als die 3-6 cm l., steifaufrechte Rispe (Fig. 822). 5. 6. Wie vor., seltener
Eichhornschwanz-Schw., F. sciuroídes Roth
15. (1.) Unt. Rispenäste meist zu 5, alle zur Blütezeit absteh., später zurückgeschlagen; Ährchen bis 5 mm l.; Ausläufer fehlend. 5-9. Salzboden
Salz-Schw., F. dístans Grisebach
-- Unt. Rispenäste meist zu 2; Rispe einseitswendig, mit meist aufrechten Ästen; Ährchen bis 1 cm l.; Blättertriebe liegend, ausläuferartig. 6. 7. Meeresküste
Strand-Schw., F. thalássica Kunth
44. Bromus L., Trespe. III.
1. Äußere Kelchspelze 1-, innere 3nervig
9
-- Äußere Kelchspelze 3-5-, innere 7-9nervig
2
2. Blattscheiden kahl; äußere Bltnspelze nach d. Blüte eingerollt, stielrundl. (Fig. 823); Bltn zur Frzeit etwas voneinander entfernt; Rispe später überhängend. 6. 7. Unter der Saat, nicht selten
Roggen-T., B. secálinus L.
-- Unt. Blattscheiden behaart; Bltn zur Frzeit sich dachziegelart. deckend (wenigstens am Grunde)
3
3. Äußere Bltnspelze deutlich länger als die innere
5
-- Beide Bltnspelzen etwa gleich lang
4
4. Äußere Bltnspelze etwa 2mal so lang als ihre Granne, fast rautenf., länger als die linealische Fr.; Rispe auch zur Frzeit aufrecht. 6. 7. Äcker, selten (Aschersleben)
Kurzährige T., B. brachystáchys Hornung
-- Äußere Bltnspelze so lang als ihre Granne, elliptisch-lanzettl., kürzer als die längl.-verkehrt-eif. Fr.; Rispe zur Frzeit etwas überhängend. 6. 7. Äcker, Wegränder, zerstr.
Acker-T., B. arvénsis L.
5. Granne gerade vorgestreckt, höchstens zur Frzeit etwas spreizend, alle ziemlich gleich
7
-- Granne zur Frzeit am Grunde gedreht und (besonders im trockenen Zustande) auswärts gebogen (Fig. 824), in demselben Ährchen verschieden, die oberen bis 3mal so lang als die unteren
6
6. Ährchen längl.-lanzettl., bis 2½ cm l., zur Frzeit mit etwas gelockerten Bltnspelzen und deshalb durchscheinender Achse; Rispe nach der Blütezeit einseitig überhängend, zusammengezogen. 5. 6. Äcker, sehr zerstr.
Bogengrannige T., B. pátulus M. u. K.
-- Ährchen eif.-lanzettl., bis 5 cm l., zur Frzeit die Bltnspelzen sich dicht dachziegelart. deckend und deshalb die Achse nicht sichtbar; Rispe locker traubig, mit kurzen Ästen. 5. 6. Zuweilen eingeschleppt
Sperrige T., B. squarrósus L.
7. Rispenäste und Ährchen weichhaarig (selten letztere kahl); Rispe nach der Blütezeit zusammengezogen; äußere Bltnspelze am Rande oberhalb der Mitte stumpfwinklig hervortretend (Fig. 825). 5. 6. Wiesen, Wegränder, Äcker, gemein
Weiche T., B. mollis L.
-- Ährchen kahl; Rispenäste rauh
8
8. Rispe aufrecht, schmal traubig, nach der Blütezeit zusammengezogen; äußere Bltnspelzen mit bogenf. Seitenrändern (Fig. 826); Ährchen gelblichgrün. 5. 6. Wiesen, Triften, zerstr.
Traubige T., B. racemósus L.
-- Rispe auch nach der Blütezeit locker, zuletzt überhängend, ihre Äste dünn; äußere Bltnspelze am Rande oberhalb der Mitte stumpfwinklig vortretend. 5. 6. Äcker, Wiesen, nicht häufig
Verwechselte T., B. commutátus Schrader
9. (1.) Granne fehlend od. sehr kurz; Blätt. und Blattscheiden kahl; Rispe aufrecht. Pfl. mit Ausläufern. 6. 7. Wiesen, trockene Hügel, verbreitet
Unbegrannte T., B. inérmis Leysser
-- Ährchen lang begrannt
10
10. Rispe aufrecht, ziemlich dicht (Fig. 827); Blätter linealisch bis schmal linealisch; äußere Bltnspelze 5-7nervig. 5. 6. Wie vor., sehr zerstr.
Aufrechte T., B. eréctus Hudson
-- Rispenäste weit abstehend, zuletzt überhängend od. mehr aufrecht und dann die Rispe schon zu Anfang überhängend
11
11. Ährchen auch nach der Blütezeit vorn nicht verbreitert; Rispe groß, ihre unteren Äste zu 1-2, weit abstehend, mit 4-9 Ährchen; äußere Bltnspelze 3nervig; Blätt. breit linealisch; alle Blattscheiden rückwärts rauhhaarig. H. 0,60-1,50 m. $(Ändert ab: var. benékeni Syme, niedriger, unt. Rispenäste zu 2-5, aufrecht abstehend, mit 1-5 Ährchen, nur die unt. Blattscheiden rückwärts rauhhaarig, die ob. kurzhaarig od. kahl.)$ 6. 7. Bergige Laubwälder, zerstr., die Var. besonders im Westen und Nordosten
Rauhe T., B. ramósus Hudson
-- Ährchen während und nach der Blütezeit oben breiter (Fig. 828). H. 30-80 cm
12
12. Halm oberwärts kurzhaarig; Rispe ziemlich dicht, schlaff, überhängend; Bltnspelze so lang od. wenig kürzer als die Granne; Ährchen 2-3 cm lang. 5. 6. Unbebaute Orte, häufig
Dach-T., B. tectórum L.
-- Halm ganz kahl; Rispenäste weit abstehend, aufrecht, zuletzt überhängend; Bltnspelzen kürzer als die Granne; Ährchen 3-4½ cm lang. 5. 6. Wie vor. häufig
Taube T., B. stérilis L.
45. Brachypódium P. B., Zwenke. III.
Granne kürzer als ihre Spelze, steif; Ähre meist aufrecht; Blätt. steif; Blatthäutchen kurz. Pfl. hellgrün. 6. 7. Gebüsch, Hügel, zerstr.
Gefiederte Zw., B. pinnátum P. B.
Granne der oberen Bltnspelzen des Ährchens wenigstens so lang als diese, dünn; Ähre meist locker, überhängend; Blätt. schlaff; Blatthäutchen lang. Pfl. dunkelgrün. 7. 8. Wälder, zerstr.
Wald-Zw., B. silváticum P. B.
46. Nardus L., Borstengras. III.
Unfruchtbare Triften, Heiden, zerstr. 5. 6.
N. strícta L.
47. Lólium L., Lolch. III.
1. Pfl. ohne nichtblühende Blättertriebe, 1jährig; äußere Bltnspelze längl., am Grunde knorpelig
3
-- Pfl. mit nichtblühenden Blättertrieben, ausdauernd, dicht rasig; äußere Bltnspelze lanzettl., krautig-häutig
2
2. Kelchspelze 1½mal so lang als die anliegende unt. Bltnspelze; Ährchen glatt, wenig zerbrechlich, unbegrannt; Blätt. in der Knospenlage gefaltet. 6-10. Wiesen, Wegränder, gemein
Englisches Raygras, L. perénne L.
-- Kelchspelze etwa so lang als die anliegende Bltnspelze; Ährchen rauh, leicht zerbrechlich, meist begrannt; Blätt. in der Knospenlage gerollt. 6-8. Wiesen, Grasplätze, verw. (L. itálicum A. Br.)
Italienisches Raygras, L. multiflórum Lamarck
3. Kelchspelzen so lang oder länger als das Ährchen; Bltn meist lang begrannt. 6. 7. Unter der Saat, besonders im Hafer
Taumel-L., L. temuléntum L.
-- Kelchspelzen kürzer als das Ährchen; Bltn meist unbegrannt; Stengel weniger kräftig als bei vor. 6-8. Unter Lein, zerstr. $(L. arvénse Schrader)$
Acker-L., L. remótum Schrank
Bastard: Festuca elatior × Lolium perenne.
48. Leptúrus R. Br., Dünnschwanz. III.
Küste der Nord- und Ostsee. 6. 7.
L. incurvátus Trinius
49. Tríticum L., Weizen. III.
1. Kelchspelzen mit spitzem, geradem Seitenzahn, bis zum Grunde mit flügelart. Kiel; Ährchen 2seitig zusammengedrückt, mit zerbrechl. Achse. 6. 7. Selten gebaut
Einkorn, T. monocóccum L.
-- Kelchspelzen ohne od. an der Spitze mit stumpfem, rundlichem Seitenzahn
2
2. Innere Bltnspelze der unt. Blüte halb so lang als die äußere; Kelchspelzen bei der Reife papierart., bis zum Grunde nervig und gekielt; Ährenachse zähe. 6. 7. Selten gebaut
Polnischer W., T. polónicum L.
-- Beide Bltnspelzen der unt. Bltn gleichlang; Kelchspelzen bei der Reife pergamentart., oft nur oben nervig. 6. 7. Gebaut
Echter W., T. satívum L.
Kommt in zahlreichen Varietäten vor:
1. Ährenachse zerbrechlich; Fr. von den Spelzen fest eingeschlossen (auch noch nach dem Dreschen)
4
-- Ährenachse zähe; Fr. bei der Reife leicht ausfallend
2
2. Kelchspelzen nur oben deutlich gekielt; Ähren mehr oder weniger locker. Überall gebaut
Saat-W., T. vulgáre Villars
-- Kelchspelzen der ganzen Länge nach fast flügelig gekielt
3
3. Kelchspelzen breit-eif., gestutzt, kurz stachelspitzig; Körner dick, rundl. Selten gebaut
Englischer W., T. túrgidum L.
-- Kelchspelzen längl., in die breite Stachelspitze zugespitzt; Körner längl., leicht zugespitzt, sehr hart. Selten gebaut
Hart-W., T. durum Desfontaines
4. Ähre locker, schlank, im Querschnitt fast quadratisch; Kelchspelzen vorn geradlinig gestutzt. Gebaut
Spelz. Dinkel, T. spelta L.
-- Ähre dicht, zusammengedrückt; Kelchspelzen nach vorn verschmälert, scharf gekielt. Selten gebaut
Emmer, T. diocóccum Schrank
50. Agropýrum P. B., Quecke. III.
1. Blattnerven dick, genähert, mit vielen Reihen kurzer, sammetweicher Haare dicht besetzt; Blätt. bei trockenem Wetter eingerollt, Ährenachse sehr brüchig; Ährchen entfernt; Kelchspelzen 9-11nervig; Bltnspelzen unbegrannt, stumpf. 6. 7. Sandiger Strand der Nord- und Ostsee
Binsen-Qu., A. júnceum P. B.
A. acútum Römer u. Schultes = A. junceum × repens, Blattnerven mit zahlreichen, kurzen, steifen Härchen besetzt, Ährenachse zähe oder wenig brüchig; Ährchen mehr genähert; Kelchspelzen 6-9nervig; Bltnspelzen begrannt od. unbegrannt, oft spitz. Mit vor. Außer der Mittelform findet sich eine dem A. junceum ähnliche Form (subjúnceum Marsson) und eine dem A. repens sich nähernde (subrépens Marsson = A. pungens Persoon).
A. junceum × Elymus arenárius = A. stríctum Rchb. findet sich zwischen den Stammarten an der Ostsee.
-- Blattnerven schmal, entfernt, mit einer einfachen Reihe kleiner Höckerchen, Borsten od. Haare besetzt und dadurch rauh; Kelchspelzen 3-5- (selten 7- oder 9-) nervig; Ährenachse zähe
2
2. Äußere Bltnspelze 5nervig, weit kürzer als ihre Granne; Ähre meist überhängend; Blätt. beiderseits rauh. Ausläufer fehlend. 6. 7. Wälder, Zäune, meist nicht selten
Hunds-Qu., A. canínum Römer u. Schultes
-- Äußere Bltnspelze unbegrannt oder mit kurzer Granne; Ähre aufrecht. Pfl. mit langen Ausläufern
3
3. Kelchspelzen lanzettl., zugespitzt od. zuweilen begrannt; Blattscheiden an den Rändern ungewimpert. Sehr veränderlich. 6-8. Äcker, Weiden, Wege, gemein
Gemeine Qu., A. repens P. B.
-- Kelchspelzen sehr stumpf und abgestutzt; Blattscheiden am Rande stets gewimpert; Blätt. blaugrün. 6. 7. Sonnige, trockene Hügel. Süddeutschl., zuweilen verschleppt
Blaugrüne Qu., A. glaucum Desfontaines
51. Secále Tournefort, Roggen. III.
Überall gebaut. 5. 6.
S. cereále L.
52. Élymus L., Strandroggen. III.
Sandige Orte an der Nord- und Ostsee. 7. 8.
E. arenárius L.
53. Hórdeum Tournefort, Gerste. III.
1. Äußere Bltnspelzen lanzettl., an allen Ährchen begrannt. Wildwachsende Arten
3
-- Äußere Bltnspelze (wenigstens die des mittl. Ährchens) breit elliptisch. Gebaute Arten
2
2. Von den auf einem Absatze der Achse befindlichen Ährchen sind die seitlichen kurz gestielt, unbegrannt und enthalten nur Stbblätt.; Mittelährchen aufrecht, die Granne ihrer Kelchspelze den Grund der Granne der äußeren Bltnspelze erreichend. 6. 7. Häufig gebaut
Zweizeilige G., H. dístichum L.
-- Alle Ährchen sitzend, begrannt, fruchtbar (mit Stbblätt. und Stempel); Ähre nickend, 4kantig od. $(var. hexastíchum L.)$ regelmäßig 6kantig. 6. 7. Überall gebaut
Vierzeilige G., H. vulgáre L.
3. Ähre mit Gipfelährchen, ihre Achse zähe; Ährchen sitzend, alle mit Stbblätt. und Stempel; Spelzen kahl; äußere Bltnspelze mit 2-3mal längerer Granne; unt. Blattscheiden zottig. Pfl. grasgrün. 6. 7. Laubwälder, sehr zerstr. $(Élymus europǣus L.)$
Wald-G., H. europǣum Allioni
-- Ähre ohne Gipfelährchen, ihre Achse zerbrechlich; Seitenährchen gestielt, nur mit Stbblätt.
4
4. Kelchspelzen des Mittelährchens borstig gewimpert, linealisch-pfriemlich, die äußere des Seitenährchens grannenförmig (Fig. 829); Blattscheiden kahl, die oberste bauchig. 6-9. Wegränder, gemein
Mäusegerste, H. murínum L.
-- Kelchspelzen des Mittelährchens rauh, nicht gewimp.
5
5. Kelchspelzen sämtl. grannenf. (Fig. 830); unt. Blattscheiden behaart, alle anliegend. Graugrün. 6. 7. Wiesen, meist selten. Besonders auf Salzboden
Roggen-G., H. secálinum Schreber
-- Innere Kelchspelzen der Seitenährchen halblanzettl., etwas geflügelt, die übrigen borstl. (Fig. 831); Ähre wenig aus der Blattscheide hervorragend; Stengel knickig. Grasgrün. 5. 6. Deiche und Marschwiesen am Nordseestrande
Strand-G., H. marítimum Withering
92. Familie. Cyperáceae, Riedgräser.
1. Hinter jeder Spelze entweder nur Stbblätt. od. nur ein Stempel; Frkn. und Fr. von einem krugförm. Deckblatt (Schlauch) umhüllt, aus dem nur die 2-3 Narben hervorragen (Fig. 832)
Carex 365
-- Hinter jeder Spelze fast stets ein Stempel nebst 3 Stbblätt.; Frkn. u. Fr. nicht von einem Schlauche umhüllt (Fig. 833)
2
2. Spelzen in dem Ährchen dicht 2reihig angeordn., gekielt
6
-- Spelzen spiralig angeordnet
3
3. Bltn mit zahlreichen, langen Borsten, die sich nach der Blütezeit verlängern und als weißglänzende Wollbüschel die Fr. einhüllen. Wollgras
Erióphorum 361
-- Bltn ohne od. mit 6-8 kurzen Borsten, die nicht zu einem Wollbüschel auswachsen
4
4. Ährchen mehrblütig, am Grunde 1-2 unfruchtbare (weder Stbblätter noch Stempel umschließende) Spelzen, die so lang oder länger als die übrigen sind
Scirpus 362
-- Ährchen 2-3blütig, am Grunde mit 3-4 unfruchtbaren Spelzen, die kleiner als die übrigen sind
5
5. Hohe (⅔-2 m) Sumpfpfl.; Stengel hohl; Blätt. scharf, rückwärts rauh; Bltnstand rispig; Bltnborsten fehlend; Griffel ungegliedert
Cládium 365
-- Pfl. bis 30 cm hoch; Blätt. schmal linealisch; Ährchen in kleinen Büscheln; Bltnborsten 5-13; Griffel am Grunde gegliedert
Rhynchóspora 365
6. Ährchen vielblütig, deutlich 2zeilig (Fig. 834), höchstens die unt. 2-3 Spelzen blütenlos; Bltnstand zusammengesetzt, rispig
Cýperus 361
-- Ährchen wenigblütig (Fig. 851), undeutlich 2reihig, schwarzbraun; die unt. 2-6 Spelzen bltnlos; Bltnstand ein dichtes endst. Köpfchen
Schoenus 365
1. Cýperus L., Cypergras. III.
1. Pfl. 60-130 cm hoch, aufrecht, mit kriechender Grundachse; Ährchen bis 15 mm lang; Spelzen rotbraun; Äste des Bltnstandes sehr ungleich lang, aufrecht od. $(var. bádius Desfontaines)$ wagerecht abstehend und dann die Spelzen kastanienbraun. 7. 8. Feuchte Orte, nur bei Friedrichshafen (Bodensee) und bei Lindau. Die Var. früher an den warmen Quellen von Burtscheid bei Aachen
Langes C., C. longus L.
-- Pfl. höchstens 30 cm hoch, liegend od. aufsteigend, 1jährig
2
2. Spelzen schwarz- od. grünlichbraun, mit grünem Kiel; Narben 3; Stengel scharf 3kantig. 7-9. Ufer, Sumpfränder, zerstr.
Schwarzbraunes C., C. fuscus L.
-- Spelzen hellgelblich, mit grünem Kiel; Narben 2; Stengel stumpfkantig. 7-9. Wie vor., zerstr.
Gelbliches C., C. flavéscens L.
2. Erióphorum L., Wollgras. III.
1. Mehrere, zuletzt überhängende Ährchen (Fig. 835); Bltnborsten zahlreich, gerade
3
-- Ein endst., aufrechtes Ährchen (Fig. 836 bis 837)
2
2. Stengel rauh, viel läng. als die Blätt.; Bltnborst. meist 6, zuletzt geschlängelt. 4. 5. Moorwiesen der norddeutschen Tiefebene u. der Gebirge, selten
Alpen-W., E. alpínum L.
-- Stengel glatt; Blätt. etwa so lang als der Stengel, die oberen ohne Spreite, nur aus aufgeblasenen Scheiden bestehend. 4. 5. Torfmoore zerstr.
Scheidiges W., E. vaginátum L.
3. Stengel rundl.; Ährchenstiele glatt; Ährchen zu 3-5; Blätt. linealisch, rinnig, gekielt. 4. 5. Sumpfige, torfige Orte, häufig
Schmalblättriges W., E. polystáchium L.
-- Stengel stumpf 3kantig; Ährchenstiele rückwärts rauh
4
4. Ährchen 5-12, später hängend; Blätt. flach, bis 9 mm br., nur an der Spitze 3kantig. 4-6. Wie vor., zerstr.
Breitblättriges W., E. latifólium L.
-- Ährchen 3-4, fast aufrecht; Blätt. der ganzen Länge nach 3kantig, bis 2 mm breit. Pfl. mit Ausläufern. 5. 6. Tiefe Torfsümpfe, sehr zerstr.
Schlankes W., E. grácile Koch
3. Scirpus L., Simse. III.
1. Ährchen zu mehreren in Rispen, Köpfchen od. Ähren. selten nur ein ~seitenständiges~ Ährchen
9
-- An der Spitze des Stengels od. der blattachselst. Stiele nur ein einziges Ährchen
2
2. Stengel borstl., 4kantig, gefurcht, bis 10 cm hoch; Griffel am Grunde verdickt, gegliedert; Narben 3; Fr. längl., längsrippig. 6-8. Feuchter Sand, Gräben, nicht selten $(Heleócharis aciculáris R. Br.)$
Nadel-S., Sc. aciculáris L.
-- Stengel rundl.; Fr. nicht gerippt
3
3. Stengel gabelästig, flutend oder auf Schlamm niederliegend, mit linealischen, rinnigen Blätt.; Ährchen grünlich, auf langen, seitenständig. Stielen (Fig. 838); Griffel nicht verdickt. 7-9. Teiche, Gräben, in Norddeutschland
Flutende S., Sc. flúitans L.
-- Stengel einfach, meist aufrecht; Blattscheiden ohne oder mit sehr kurzen Blattflächen
4
4. Griffel unten nicht verdickt, fadenf., fast ganz abfallend; Narben 3; Ährchen 3- bis 7blütig
7
-- Griffel am Grunde verdickt und durch eine Einschnürung vom Frkn. abgegliedert (Fig. 839), der verdickte Teil an der Fr. bleibend; Ährchen mehrblütig $(Heleócharis)$
5
5. Narben 3; Spelzen stumpf; Ährchen längl., etwa 20blütig; Fr. scharf 3kantig, glatt; Pfl. dicht rasig, oft mit liegenden Stengeln. 6. 7. Heidemoore, sehr zerstr., besonders im Nordwesten
Vielstengelige S., Sc. multicāūlis Koch
-- Narben 2
6
6. Obere Spelzen spitzl. (Fig. 840), die unterste das Ährchen halb oder $(Sc. uniglúmis Link)$ ganz umfassend; Ährchen spitz, 5-20 mm l.; Fr. am Rande abgerund. Pfl. mit kriechender Grundachse. 6-8. Sümpfe, Gräben, Ufer, gemein
Sumpf-S., Sc. palúster L.
-- Alle Spelzen abgerundet (Fig. 841), stumpf, die unterste das Ährchen halb umfassend; Ährchen eif., 5 mm l.; Fr. scharfrandig. Pfl. dichtrasig, zart. 6-9. Ufer, sehr zerstr.
Eiförmige S., Sc. ovátus Roth
7. Oberste Blattscheide mit einer kurzen, pfrieml. Blattspreite (Fig. 842); unterste Spelzen größer, alle stumpf, stachelspitzig, gelblichbraun. Pfl. in großen, dichten Rasen. 5. 6. Moorboden, zerstr.
Rasen-S., Sc. caespitósus L.
-- Alle Blattscheiden ohne Blattspreiten; Spelzen nicht stachelspitzig
8
8. Stengel zart, 3-8 cm hoch, unten mit durchscheinenden Querwänden; Blattscheiden zart, häutig od. fehlend; Spelzen bleich; Bltnborsten länger als die Fr. 7-9. Am Strande der Ostsee
Kleine S., Sc. párvulus R. u. Sch.
-- Stengel kräftig, ohne Querwände, am Grunde mit derben, braunroten Blattscheid.; Spelzen braun; Bltnborsten meist kürzer als die Fr. 6. 7. Feuchter Sandboden, zerstr.
Armblütige S., Sc. pauciflórus Lightfoot
9. (1.) Bltnstand deutlich endst., da die blattart. Hüllblätt. seitlich abstehen
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-- Bltnstand scheinbar seitl. aus dem Stengel hervorbrechend, da das rundl. Hüllblatt die Fortsetzung des Stengels bildet (Fig. 843)
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10. Ährchen in kugelrunden Köpfchen (Fig. 844); Spelzen gefranst, stumpf; Narben 3; obere Blattscheiden mit langer, fadenf., rinniger Blattspreite; Steng. stielrund, gestreift, bis 1 m hoch. 7. 8. Sandige Ufer, Triften. Schlesien, Posen, Brandenburg, Prov. Sachsen
Kugel-S., Sc. holoschœnus L.
-- Ährchen nicht in völlig kugelrunden Köpfchen
11
11. Pfl. kräftig, 30-150 cm hoch
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-- Pfl. zart, bis 15 cm hoch; Stengel stielrund; Ährchen sitzend; Spelzen stumpf, stachelspitzig, nicht ausgerand.
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12. Ährchen meist zu 2, nahe an der Spitze, da das Hüllblatt viel kürzer ist als der Stengel (Fig. 845); Fr. längsrippig. 7. 8. Feuchter Sand, Gräben, zerstr., in Ostpreußen fehlend
Borsten-S., Sc. setáceus L.