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Windchen

Olfers, Sibylle · Public domain text

193 words · about 1 min to read

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The text of Windchen comes from Project Gutenberg e-text #67690. It is public domain in the United States. Project Gutenberg’s header and license text are removed, and RedLectern sets the text out for reading on screen; no words of the book are rewritten or summarized. More formats (EPUB, Kindle) · How RedLectern is built

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Windchen

Windchen

von Sibylle v. Olfers

Verlag von J. F. Schreiber, Eßlingen und München.

Das Windchen sitzt vergnügt im Baum, Sieht auf Hans Jörg hernieder, Der spielet an des Sees Saum Mit seinen Schiffchen wieder.

Das Windchen sich nicht lang besinnt, Springt flugs zum Jörg hinunter; Die Schiffchen schwimmen nun geschwind, Hans Jörg, der wird ganz munter.

Das Windchen faßt Hans Jörgens Hand, Und hei! Nun geht's hinaus, hinaus, Bergauf, bergab, durch's weite Land, Hans Jörg geht fast der Atem aus!

Und auf den schönsten Apfelbaum, Springt Windchen dann gewandt; Und Äpfel, golden, wie im Traum, Die schüttelt's in den Sand!

Und Hagebüttchen klein und rund, Die Kiepchen eilig füllen -- Allein für Jörgens Leckermund, Der freut sich drob im stillen!

Doch Windchen kann nicht lange stehn, Und treibt zu frohem Spiel, Die bunten Blättchen zu verwehn, Hans Jörg wird's nie zu viel!

Und nun, hopp, hopp aufs Wolkenpferd! Wie fliegt es schnell davon! Das Windchen jauchzt zur fernen Erd', Und lockt hervor die Sonn'!

Dann halten sie vor Jörgens Tür, Das Windchen muß nun gehn. »Doch morgen spielen wieder wir!«, »Ja,« sagt Hans Jörg, »auf Wiedersehn!«

Notizen des Bearbeiters:

Original-Text ist in Fraktur.

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